Reprise der Politsatire 4 mit Andreas Thiel

Als «kultureller Vertreter des Olma-Gastkantons Solothurn» wird der Satiriker Andreas Thiel angekündigt. Das kann ja heiter werden, geht es doch in seinem vierten Solo um «Politik, Tod und Champagner». Letzterer dürfte in den kommenden Tagen reichlich fliessen, wenn Soleure mit St. Gallen Duzis macht.

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Als «kultureller Vertreter des Olma-Gastkantons Solothurn» wird der Satiriker Andreas Thiel angekündigt. Das kann ja heiter werden, geht es doch in seinem vierten Solo um «Politik, Tod und Champagner». Letzterer dürfte in den kommenden Tagen reichlich fliessen, wenn Soleure mit St. Gallen Duzis macht.

Hoffentlich bleibt er nur niemandem im Halse stecken oder verursacht einen bösen Hustenreiz, wenn der bissige Satiriker aus Bern zum föderalistischen Düngemitteldiskurs ausholt. Bekannt ist, dass das bereits im vergangenen Frühling gezeigte Programm, welches er für die Olma noch ausbauen dürfte, in der Kellerbühne jeden Abend ausverkauft war.

Für seine Satireprogramme wurde Andreas Thiel mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem Salzburger Stier, dem Schweizer Kleinkunstpreis, dem Prix Walo, und in diesem Jahr mit dem Deutschen Kabarettpreis.

Der Künstler wanderte 2009 nach Island aus. Er wollte – und äusserte sich dazu wiederholt differenziert – in der Schweiz nicht mehr diese hohen Steuern bezahlen.

Thiel ist regelmässiger Gastgeber im Casino Winterthur; er schreibt als Kolumnist für den Nebelspalter und für mehrere Tageszeitungen. In St. Gallen will er die zweite Inkarnation von Rudolf Steiner nochmals zum Besten geben und will scheint's versuchen, die aus den Fugen geratene Welt mittels Champagner wieder ins eigene Lot zu bringen. Dadurch werde sie zwar nicht besser, aber lustiger, heisst es über seine erfolgreiche vierte Polit-Staffel. Thiel seziere in gewohnter Manier Gesellschaft, Politik und Kultur und setze dort das Skalpell an, wo's am meisten weh tue.

«Andreas Thiel ist zweifellos einer der profiliertesten, aber auch eigenwilligsten Satiriker der Schweiz. Sein eleganter Auftritt und seine gepflegte Sprache bilden einen reizvollen Kontrast zum Sarkasmus und zur Angriffslust seiner Texte», schreibt SRF über ihn. (bsg)

Vorstellungen: morgen Mi 9.10. bis Sa 12.10., Kellerbühne, 20 Uhr

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