Renoir auf Irrfahrt

KUNSTRAUB Kurz vor der Versteigerung hat ein US-Auktionshaus ein Gemälde des französischen Impressionisten Pierre-Auguste Renoir zurückgezogen, weil das Kunstmuseum von Baltimore das Eigentum daran für sich beansprucht hatte.

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Paul Klee: «Kleines Sonntagshaus». (Bild: EPA/Rolf Vennenbernd)

Paul Klee: «Kleines Sonntagshaus». (Bild: EPA/Rolf Vennenbernd)

KUNSTRAUB

Kurz vor der Versteigerung hat ein US-Auktionshaus ein Gemälde des französischen Impressionisten Pierre-Auguste Renoir zurückgezogen, weil das Kunstmuseum von Baltimore das Eigentum daran für sich beansprucht hatte. Das Bild sei 1951 aus dem Bestand dieses Museums gestohlen worden, teilte das Haus mit. Das kleine Bild «Ufer der Seine», dessen Wert auf bis zu 100 000 Dollar geschätzt wurde, war Anfang des Jahres für ganze sieben Dollar auf einem Flohmarkt in der Nähe der Hauptstadt Washington gekauft worden. Das Museum stellte bei Nachforschungen fest, dass das Gemälde 1951 aus seinen Beständen gestohlen worden war. Allerdings konnte keine Diebstahlsanzeige entdeckt werden. (sda)

AUSSTELLUNG

101mal Klee

Zum erstenmal sind alle 101 Werke von Paul Klee aus dem Besitz der Kunstsammlung von Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf ausgestellt. «Es ist eine Ausstellung, auf die wir sehr stolz sein können», sagte die Kulturministerin Ute Schäfer. Geplant war die Ausstellung mit 100 Werken vom Frühwerk aus dem Jahr 1906 bis in das Jahr seines Todes 1940. Vor kurzem kam dann das 101. Werk hinzu: Eine Privatperson vermachte das Ölgemälde aus dem Jahr 1937 der Kunstsammlung. Es trägt den Namen «In seiner Brust». (sda)

AUKTION

Alles von Bond

Zur Feier des 50-Jahr-«Dienstjubiläums» von Geheimagent James Bond auf der Kinoleinwand hat beim Londoner Auktionshaus Christie's eine Versteigerung mit Erinnerungsstücken aus den bisher 22 Filmen begonnen. Bieter können seit gestern ab einem Einstiegsgebot von 50 Pfund versuchen, Filmposter, signierte Bücher und Kleidungsstücke aus berühmten Bond-Filmen wie «Goldfinger» oder «Casino Royale» zu ergattern. Auch die berühmt gewordenen Tarot-Karten, die Wahrsagerin Solitaire dem berühmtesten Agenten der Welt einst in «Leben und sterben lassen» gelegt hatte, kommen unter den Hammer. Insgesamt werden 40 verschiedene Lose online versteigert, die Ergebnisse werden erst am Schlusstag, dem 8. Oktober, feststehen. Am 5. Oktober versteigert Christie's in London vor ausgesuchtem Publikum weitere zehn Lose. An diesem Tag vor 50 Jahren flimmerte der erste James Bond «Dr. No» über die Kinoleinwand. Zu ersteigern ist auch der Aston-Martin-Sportwagen, den James-Bond-Darsteller Daniel Craig im bisher letzten Film «Ein Quantum Trost» fuhr. Für den Flitzer ist ein Richtpreis von 150 000 Pfund (rund 230 000 Franken) angesetzt. Die Teilnahme an der Auktion ist ebenfalls online möglich. Der Erlös beider Versteigerungen kommt gemeinnützigen Organisationen zugute, darunter dem internationalen Kinderhilfswerk Unicef, sagte eine Christie's-Sprecherin. Die Gegenstände wurden zu grossen Teilen von der James-Bond-Produktionsfirma EON sowie von Sammlern zur Verfügung gestellt. (sda)

Skyfall: Stücke aus dem 23. Bond werden auch schon versteigert. (Bild: AP/Alastair Grant)

Skyfall: Stücke aus dem 23. Bond werden auch schon versteigert. (Bild: AP/Alastair Grant)