Raus aus der Stadt

LESBAR FAMILIE

Katja Fischer De Santi
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lesbar (Bild: Katja Fischer De Santi)

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LESBAR FAMILIE

Sie haben es versucht und sind grandios gescheitert. Benni-Mama und Benni-Papa sind mit der Familie ins Grüne gezogen. Weg von den Biomüttern und Powerfrauen, hin zu Trampolin-Streitereien und ausartenden Kindergeburtstagen. Zwischen Neubauten und Blumenwiesen, Schützenverein und Schwedenhäuschen bleiben sie jedoch immer ein bisschen fremd. Treffsicher und bitterböse schildert Benni-Mama die Freuden und Leiden junger Eigenheimbesitzer im Speckgürtel.

Benni-Mama: Kleine Scheisser in grossen Gärten. Eine Vorstadtmutter schlägt sich durch, Fischer 2015, S. 240, Fr. 14.90.-

Teenager verstehen

«Die ersten und die letzten gemeinsamen Jahre von Eltern und Kindern sind die schwierigsten», schreibt Ulrich Hoffmann. Doch der dreifache Vater verfällt darüber nicht wie so viele andere schreibenden Eltern in Sarkasmus und Selbstmitleid. Das Zusammenleben mit Teenagern sei nicht einfach, aber statt sie abwechselnd zu ignorieren oder ständig zu korrigieren, sollte man es besser mit Verständnis versuchen, glaubt Hoffmann. Im lockeren Ton und mit viel Witz geht er dem Phänomen Teenager nach, denn «allein schon der Versuch, etwas zu verstehen, bringt uns die Liebe füreinander zurück».

Ulrich Hoffmann: Jetzt chill mal, Papa. Erkenntnisse eines dreifachen Vaters, Thiele Verlag, S. 160, Fr. 17.90.-

Es ist nur eine Phase

Kinder halten jung. Kinder stabilisieren die Ehe. Und ob zwei oder drei Kinder, das macht keinen Unterschied. Alles nur Lügen, um den Fortbestand der Menschheit zu garantieren, sagt die Autorin Jill Smokler. Sie bezeichnet sich selbst als «Teufelsmama» und schreckt nicht davor zurück, die Dinge beim Namen zu nennen. Etwa, dass kleine Kinder nach Urin riechen, dass die schönsten Stunden des Tages jener sind, in welchen der Nachwuchs schläft und dass das Muttersein sie immer wieder an den Rand des Wahnsinns treibt, endlos. Aber die Kids hergeben, niemals. Jill Smoklers Buch ist darum die perfekte Lektüre für Mütter, welche ihren Kindern aus reiner Liebe erzählen, dass sie keine Nutella essen dürfen, weil da Kacka drin sei.

Jill Smokler: Babykacke riecht nach Rosen. Eine Mutter entlarvt Lügen über das Leben mit Kindern, Bastei Lübbe, 2015, S. 192, Fr. 12.90.–

lesbar (Bild: Katja Fischer De Santi)

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