Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

«Rambo: Last Blood» bietet Blutlachen, die Tarantino zahm aussehen lassen

In «Rambo: Last Blood» lebt Vietnam-Veteran John Rambo nun schon seit Jahren zurückgezogen auf einer Ranch im Südwesten der Vereinigten Staaten. Es wird blutig. Eine Filmkritik.
Von Matthias von Viereck, dpa
«Rambo: Last Blood» kommt am 20. September in die Kinos. (Bild: Yana Blajeva/Lionsgate via AP)

«Rambo: Last Blood» kommt am 20. September in die Kinos. (Bild: Yana Blajeva/Lionsgate via AP)

(sda/dpa)

Sylvester Stallones erster Einsatz als Rambo liegt 37 Jahre zurück: Damals bekam es der Vietnam-Heimkehrer mit einem fiesen Kleinstadtsheriff zu tun. Drei weitere Filme folgten, darunter «Rambo» von 2008. In «Rambo: Last Blood» lebt Vietnam-Veteran John Rambo nun schon seit Jahren zurückgezogen auf einer Ranch im Südwesten der Vereinigten Staaten. Auf diesem Anwesen, das einst seinem Vater gehörte, kümmert er sich nicht nur um die von ihm eingerittenen Warmblüter, sondern auch um die junge Gabrielle (Yvette Monreal).

Als Gabrielle, die bald studieren möchte, in Mexiko nach ihrem Vater sucht, wird sie von gewissenlosen Menschenhändlern entführt. Das Kartell der Brüder Hugo und Victor Martínez kennt kein Mitleid, keine Gnade. Im Nu findet die Nachricht von der Entführung ihren Weg bis nach Arizona, sofort ist John Rambo ausser sich. Liebt er doch die hübsche Gabrielle wie seine eigene Tochter.

Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis sie fallen, die unvermeidlichen Worte, in für Stallone typischer Manier mehr gemurmelt als gesprochen: «Ich will Rache!». Aber auch Rambo ist nicht unverwundbar, und so wird er, kaum in Mexiko, erst einmal mit aller Gewalt darauf hingewiesen, dass sich das Brüderpaar Martínez ungern ins dreckige Handwerk pfuschen lässt.

Das Geschehen wird immer blutiger

Sylvester Stallone, der im Sportdrama «Downhill Racer» vor unglaublichen 50 Jahren einen seiner ersten Kinomomente hatte und inzwischen 73 Jahre alt ist, dieser Stallone macht seine Sache auch diesmal ordentlich. Zu den grossen Schauspielvirtuosen hat man «Sly» zwar nie zählen dürfen. Dafür, dass er seinen von Training und unzähligen Einsätzen in Actionfilmen gestählten, zugleich versehrten Körper in Szene zu setzen weiss, ist er allerdings bekannt.

Zwar ist schon der Schauplatz von «Rambo: Last Blood», das amerikanisch-mexikanische Grenzgebiet, politisch aufgeladen. Der fünfte «Rambo» indes verspielt die Chance, aus dieser höchst brisanten Konstellation mehr als ein paar Action-Funken zu schlagen. Stattdessen wird das Geschehen immer blutiger: gespaltene und geköpfte Schädel, riesige Blutlachen und ein Finale, in dem sich Rambo noch mal so richtig austoben darf. Die Gewalt nimmt schliesslich splatter- und comicartige Formen an. Dadurch bietet sich der Film als Alternative für all jene Quentin-Tarantino-Fans an, denen «Once Upon a Time... in Hollywood» zu unblutig geraten ist.

Am schönsten schliesslich sind die Bilder, die uns Regisseur Adrian Grunberg ganz zum Schluss, unmittelbar vor dem Abspann, schenkt: Impressionen aus den vorherigen vier «Rambo»-Filmen, die noch einmal untermalen, welch langen, steinigen Weg John Rambo hat zurücklegen müssen. Szenen, die Fans mit wohligen Nostalgie-Schauern in die Nacht entlassen. Bilder, die nahe legen, dass John Rambo nun endlich das hat finden können, wonach er so lange suchte: Frieden.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.