Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Rache einer Lehrerin löst fatale Ereigniskette aus

Schultragödie Eine besondere Geschichte hat sich auch Kanae Minato für den Roman «Geständnisse» ausgedacht. Dieser erschien in ihrer Heimat 2008 und sorgte für Furore. Die ersten 60 Seiten beinhalten die Worte, welche die Lehrerin Moriguchi direkt an ihre Klasse richtet. Ihre kleine Tochter ist ertrunken. Moriguchi macht klar, dass dies kein Unfall war, sondern dass zwei Schüler der Klasse ein Verbrechen verübt haben. Deren Namen kenne sie, wolle sie aber vor der Klasse nicht nennen. Stattdessen enthüllt Moriguchi, dass die Rache bereits vollzogen sei, indem sie die beiden mit dem HI-Virus infiziert habe.

Diese Mitteilung löst unter den Mitgliedern der Klasse eine Kaskade von dramatischen Ereignissen aus. Erzählt werden diese nun von anderen Figuren, darunter auch die beiden Täter, welche völlig unterschiedlich darauf reagieren. Die Geschichte nimmt einige Wendungen, das letzte Wort hat die Lehrerin. Der Roman zeigt verstörende Abgründe auf – Psychogramme von Menschen, die aufgrund der familiären oder gesellschaftlichen Hintergründe eine erschreckende Abgestumpftheit und Gewalt­bereitschaft an den Tag legen.

Der Erzählstil mit den verschiedenen Sichtweisen funktioniert sehr gut, zumal jede von ihnen zusätzliche Informationen und Aspekte in die Story einbringt. Indes kommt sie nicht ganz ohne Wiederholungen aus, was vielleicht die einzige Schwäche dieses ungewöhnlichen Thrillers ist. (are)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.