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Porträts von äusseren und ­inneren Narben

Cornelia, 54, St. Gallen, Brustkrebs. (Bild: Claudia Gschwend)

Cornelia, 54, St. Gallen, Brustkrebs. (Bild: Claudia Gschwend)

Ausstellung Kann man Leiden zeigen? Soll man Leiden zeigen? Wenn ja, wie? Und was ist mit dem Leben davor und danach? Claudia Gschwend, Fotografin, und Karin Zweidler, Journalistin, sagten sich: Ja. Sie haben einen Sommer lang Menschen besucht, die Narben tragen, haben ihnen zugehört und sie fotografiert. Diese Leidens- und Lebensgeschichten in Bild und Text zeigen sie noch bis Samstag im Projektraum Viereinhalb in St. Gallen.

Leone, 78, Buchs, Verbrennungen: «Auf dem Kieswerk verdiente ich damals 3.20 Franken pro Stunde.» Als er 22 war, erlitt er bei einem Betriebsunfall am Oberkörper schwerste Verbrennungen. «Hätte man mir damals gesagt, dass ich mal noch als Skilehrer arbeiten würde – ich hätte es nicht geglaubt.»

Oder Cornelia, 54, St. Gallen, Brustkrebs: «Ich war anders geworden. Extrem müde. […] Daran gezweifelt, dass ich das über­leben würde, habe ich nie. […] Die Narben und die fehlende Brust musste ich lernen, zu akzeptieren. […] Ich war nie eine Kämpferin, aber man kann das lernen.»

Claudia Gschwend zeigt die Menschen in ihrer Würde, und hinter dem Schwarzweiss schimmern Lebensfarben, Lebenslust. Karin Zweidler lässt die Menschen erzählen, verfremdet nichts mit Kommentaren, die stören könnten. Wunderschön. (dl)

Do, 15.6., 17–20, Sa, 17.6., 15–18 Uhr, Raum Viereinhalb, Lämmlisbrunnenstrasse 41/2, St. Gallen

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