Pleiten, Pech und Pannen

Die Realität der Spionage hat der Engländer John le Carré selber kennengelernt. Möglicherweise noch während seines Studiums in Bern (1948/49) ist er vom britischen Geheimdienst angeworben worden.

Rolf App
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Focus - Lesen - LeCarre (Bild: Rolf App)

Focus - Lesen - LeCarre (Bild: Rolf App)

Die Realität der Spionage hat der Engländer John le Carré selber kennengelernt. Möglicherweise noch während seines Studiums in Bern (1948/49) ist er vom britischen Geheimdienst angeworben worden. Und er hat in einem sehr langen Schriftstellerleben – er wird im Oktober 85 Jahre alt – diese Erfahrungen verarbeitet.

Zu le Carrés grossen Erfolgen gehörte «Der Spion, der aus der Kälte kam». Allerdings hat ihn das Lob über die dort geschilderte, idealisierte Geheimdienstwelt, derart geärgert, dass er in «Krieg im Spiegel» das Kontrastprogramm bietet. Hier hagelt es Pannen, und hier wimmelt es von Amateuren. So bekommt die Geschichte des Mannes, der in die DDR geschleust wird, um russischen Raketen nachzuspionieren, auch etwas Tragikomisches.

John le Carré: Krieg im Spiegel Ullstein List 2015, 319 S., Fr. 14.90