Pfirsichows Strahl und seine Folgen

So um das Jahr 1928 herum macht Professor Pfirsichow in seinem Labor eine merkwürdige Entdeckung. Ein Strahl hat auf kleine Lebewesen eine enorm belebende Wirkung. Pfirsichow will seine Ruhe, doch irgendwer bekommt Wind von diesem «Strahl des Lebens», wie ihn die Zeitungen schon bald nennen.

Rolf App
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Focus - Lesen - Bulgakow (Bild: Rolf App)

Focus - Lesen - Bulgakow (Bild: Rolf App)

So um das Jahr 1928 herum macht Professor Pfirsichow in seinem Labor eine merkwürdige Entdeckung. Ein Strahl hat auf kleine Lebewesen eine enorm belebende Wirkung. Pfirsichow will seine Ruhe, doch irgendwer bekommt Wind von diesem «Strahl des Lebens», wie ihn die Zeitungen schon bald nennen.

So finden sich denn in seinem Kabinett bald die seltsamsten Besucher ein. Und als Russland dann auch noch von einer verheerenden Hühnerseuche heimgesucht wird, bekommt das Ganze auch politisch Bedeutung.

Michail Bulgakow, dessen «Meister und Margarita» unvergessen ist, legt hier eine Satire vor, die ihn als Meister absurden politischen Humors ausweist. Das Buch ist so leichtfüssig wie ein Sommertag. Aber es wirkt nach.

Michail Bulgakow: Die verfluchten Eier. dtv 2016, 137 S., Fr. 14.90