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Alternativer Literaturnobelpreis:
Ist Peter Stamm chancenlos?

Der Thurgauer Autor ist der einzige deutschsprachige Anwärter. Chancen auf den Preis rechnet er sich allerdings nicht aus.
Autor Peter Stamm. (Bild: Christian Beutler/Keystone)

Autor Peter Stamm. (Bild: Christian Beutler/Keystone)

(sda) Der Thurgauer Autor Peter Stamm ist der einzige deutschsprachige Anwärter auf den alternativen Literaturnobelpreis. «Also gegen J.K. Rowling habe ich wahrscheinlich kaum eine Chance – und auch nicht gegen Elena Ferrante oder Haruki Murakami», sagte er gegenüber SRF. Immerhin sei es schön, auf einer Liste mit 46 weiteren Auserwählten zu sein. «Preise sollte man aber nicht zu ernst nehmen – auch nicht den Nobelpreis. Man ist deswegen nicht der beste Autor der Welt.»

Ins Leben gerufen wurde die alternative Auszeichnung von schwedischen Intellektuellen und Buchhändlern, nachdem die Akademie die diesjährige Vergabe des offiziellen Literaturnobelpreises abgesagt hatte. Vorausgegangen war ein Belästigungs- und Korruptionsskandal, welcher zu zahlreichen – freiwilligen und ­unfreiwilligen – Abgängen von Kommissionsmitgliedern geführt hatte.

Von den 46 Nominierten stammen 20 aus angelsächsischen Ländern und zwölf aus Schweden. Leser sind nun aufgerufen, online abzustimmen. Aus den drei meistgenannten Kandidaten wählt eine fünfköpfige Jury den Sieger. Statt der acht Millionen Kronen (904'000 Franken), mit denen der offizielle Literaturnobelpreis dotiert ist, winken umgerechnet 116'000 Franken. Das Geld ist durch Crowdfunding zusammengekommen.

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