Peter Maurers Figurenmaschinen

Zahlreiche Porträts wurden über ihn geschrieben; seine beweglichen Objekte sind immer wieder mal irgendwo zu sehen und sorgen auch immer wieder für grosses Staunen und Heiterkeit: Die selbstgebauten Holzräderwerkmaschinen des heute 65jährigen Peter Maurer, ein «liebenswert Bösartiger», wie er

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Zahlreiche Porträts wurden über ihn geschrieben; seine beweglichen Objekte sind immer wieder mal irgendwo zu sehen und sorgen auch immer wieder für grosses Staunen und Heiterkeit: Die selbstgebauten Holzräderwerkmaschinen des heute 65jährigen Peter Maurer, ein «liebenswert Bösartiger», wie er sich selber bezeichnet. Er habe einen Hang zur «subtilen Provokation», liest man über den in Grub Lebenden. Seine Maschinen sind aus Holz, «bewegte Kreaturen», in denen Zahnräder für irrwitzige Abläufe sorgen. «Zahnlos ist nichts bei mir», zitieren ihn Roland Falk und Barbara Camenzind in einem Porträt, das die «Schweizer Familie» im Januar dieses Jahres veröffentlichte.

Er nehme mit seinen Konstrukten Banker, Geistliche, Obristen, verhätschelte Haustiere und sämtliche «Dampfplauderer» auf die Schippe. Maurer war Heilpädagoge, bevor er 1999 seine erste Maschine ersann. Er arbeitete mit verhaltensauffälligen Kindern, die nach eigenem Bekunden «sonst niemand wollte». Zermürbend sei sein Beruf gewesen, denn «ich sass mit den Kindern mehr als genug auf der Polizeiwache anstatt in der Schulstube.»

Aus seiner Zeit als Lehrer ist ihm der Werkunterricht positiv in Erinnerung geblieben. Denn dort konnte er selber das Handwerk verfeinern, das ihm beim Bau seiner Maschinen zugute kam, mit denen er «Absurditäten veranschaulichen» möchte. «Man muss viel Dreck umschaufeln, bis sich Glänzendes offenbart», sagt Maurer. (pd/bsg)

Ab morgen Mi sind Peter Maurers Figurenmaschinen im Splügeneck zu sehen; musikalische Unterhaltung ab 20.30 Uhr

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