Paul Rosenberg – Picassos erster Händler

Bis 1940 hatte der jüdische Kunsthändler Paul Rosenberg in seiner Pariser Galerie die exklusive Vertretung seines Freundes Pablo Picasso. Danach zwang der Einmarsch der Deutschen ihn und seine Familie zur Flucht in die USA. Die Nazis plünderten seine Galerie und raubten über 400 Gemälde.

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Bis 1940 hatte der jüdische Kunsthändler Paul Rosenberg in seiner Pariser Galerie die exklusive Vertretung seines Freundes Pablo Picasso. Danach zwang der Einmarsch der Deutschen ihn und seine Familie zur Flucht in die USA. Die Nazis plünderten seine Galerie und raubten über 400 Gemälde. Nach Kriegsende musste Rosenberg jahrelang um deren Rückgabe kämpfen. Nun hat seine Enkelin Anne Sinclair ein Buch über ihren berühmten Grossvater geschrieben. Die bekannte Journalistin kam 2011 in die Schlagzeilen, weil ihr Mann, der damalige IWF-Direktor Dominique Strauss-Kahn, in New York der versuchten Vergewaltigung eines Zimmermädchens angeklagt wurde.

Eindrücklich beschreibt Sinclair das Schicksal der Familie Rosenberg im Zweiten Weltkrieg und die Leidenschaft und das Engagement ihres Grossvaters für die damals noch wenig etablierten zeitgenössischen Künstler wie Picasso, Braque, Léger oder Matisse. Als Mensch aber wird Rosenberg wenig fassbar. (gen)

Anne Sinclair: Lieber Picasso, wo bleiben meine Harlekine. Verlag Antje Kunstmann, München 2013, Fr. 29.90.

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