Patricio Guzmán

Der 1941 in Santiago de Chile geborene Patricio Guzmán ist einer der bedeutendsten Dokumentarfilmer Lateinamerikas. Sein Werk dreht sich fast immer um die tragische Geschichte seines Heimatlandes, aus dem er 1973, nach dem Putsch von Augusto Pinochet, nur mit knapper Not flüchten konnte.

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Der 1941 in Santiago de Chile geborene Patricio Guzmán ist einer der bedeutendsten Dokumentarfilmer Lateinamerikas. Sein Werk dreht sich fast immer um die tragische Geschichte seines Heimatlandes, aus dem er 1973, nach dem Putsch von Augusto Pinochet, nur mit knapper Not flüchten konnte. Guzmán hatte damals, im letzten Jahr der Regierungszeit von Salvador Allende, ein grosses Projekt namens «La batalla de Chile» fast fertiggestellt. Er montierte das Material später im Exil zu einem dreiteiligen Werk von insgesamt fünf Stunden Dauer; dieser Film machte 1979 international Furore. Seither hat Patricio Guzmán mit Filmen wie «El caso Pinochet» (2002) oder Salvador Allende (2004) auch in hiesigen Kinos immer wieder Beachtung gefunden. Für seinen herausragenden Essayfilm «Nostalgia de la luz» erhielt er im Dezember 2010 den europäischen Dokumentarfilmpreis. (gk)