Parallelwelten im Alten Hallenbad

Das Poolbar-Festival im nahgelegenen Feldkirch öffnet heute seine Tore und empfängt internationale Stars und lokale Nachwuchskünstler. Aber auch Liebhaber von Kunst, Theater und Film kommen auf ihre Kosten.

Virginia Alder
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Theophilus London zieht es schon zum zweiten Mal nach Feldkirch. (Bild: pd/Matthias Rhomberg)

Theophilus London zieht es schon zum zweiten Mal nach Feldkirch. (Bild: pd/Matthias Rhomberg)

FELDKIRCH. Ein altes Hallenbad in Feldkirch: ohne chloriges Wasser, ohne kraulende Menschen, dafür mit Musik, Kunst und 20 000 Besuchern. Das ist das Poolbar-Festival, das heute für sieben Wochen zu einem grenzüberschreitenden Treffpunkt wird. Unter dem Motto «Parallelwelten» geht es in der 22sten Ausgabe des Kulturfestivals bunt, tolerant und offen zu und her. Ob Alt oder Jung, Flüchtling oder Alteingesessene, quer oder straight, bei dem Sommerfestival der anderen Art ist laut Veranstalter jeder willkommen. Die Kultband Colour Haze aus München macht den Startschuss und liefert den Besuchern ein Stoner-Psychedelic-Rock-Erlebnis.

Stars vs. Nachwuchskünstler

Aber auch sonst lässt sich das Line-Up hören und sehen: Jack Garratt, der 22jährige Brite, der derzeit überall gefeiert wird, Theophilus London, der bereits 2012 für einen ausverkauften Saal am Poolbar-Festival sorgte, Soulmusiker und Rapper Aloe Blacc, die österreichische Pop-Band Wanda oder der US-amerikanische Singer und Songwriter William Fitzsimmons gehören zu den Headlinern des diesjährigen Festivals. Internationale Stars treffen im Vorarlberg auf lokale Nachwuchskünstler, Indie-Rock trifft auf Hip-Hop, Jazz und elektronische Klänge.

Kulturelles von Nischen bis Pop

Aber nicht Konzerte allein stehen im Zentrum des Festivals: Auch Kunst, Theater, Film und Wissenschaft werden im Poolbar-Kontext aus der Nische geholt und zum popkulturellen Erlebnis gemacht. Am Eröffnungswochenende findet nebst Konzerten auch der Ideenkanal statt, ein Wettbewerb, der engagierte Menschen aus dem Vorarlberg bei der Realisierung ihrer Projektideen unterstützt. Und gegenüber dem Alten Hallenbad präsentiert sich erstmals der Fesch'Markt, ein Marktfestival mit Kunst, Produktdesign, Mode und Street Food. Ausserdem gibt es am Sonntag im Anschluss an den Film «Macondo» eine Podiumsdiskussion zum Thema «Zusammenleben in Österreich – wie offen ist unsere Gesellschaft?».

Auch für's kleine Portemonnaie

Beim Poolbar-Festival gibt es auch in diesem Jahr einige Neuheiten: Nebst einer Umgestaltung, die die Thematik der Parallelwelt aufgreift und mit Street Art, Grafik, Visuals und Lichtkunst harmoniert, gibt es neuerdings das «Freibad», eine Gratis-Freiluft-Konzert-Reihe, die im Brutkasten stattfindet, einer neu gestalteten Aussenbühne. Neben gemütlicher Musik kann man dort auch regionale Köstlichkeiten entweder am Tisch oder auf der Picknickdecke geniessen.

In einer Zirkus-Werkstatt, bei der Gross und Klein ihre Fertigkeiten in Akrobatik und Jonglieren testen können, kommen Familien auf ihre Kosten. Für das kleine Portemonnaie sind auch die Aftershowparties von (inter-)nationalen DJ-Kollektiven. Denn zu später Stunde ist der Eintritt in die Poolbar fast immer gratis.

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