Pamela Rosenkranz sieht rosarot

Schmal und bleich steht Pamela Rosenkranz neben Susanne Pfeffer, der Kuratorin des Schweizer Pavillons an der Biennale in Venedig. Der Auftritt vor den Medien scheint ihr wenig zu behagen. Die Pressearbeit sei das Schwierigste an ihrem Projekt, sagt die gebürtige Urnerin.

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Schmal und bleich steht Pamela Rosenkranz neben Susanne Pfeffer, der Kuratorin des Schweizer Pavillons an der Biennale in Venedig. Der Auftritt vor den Medien scheint ihr wenig zu behagen. Die Pressearbeit sei das Schwierigste an ihrem Projekt, sagt die gebürtige Urnerin. Das will etwas heissen, denn die 35jährige Künstlerin hat für ihre Biennale-Arbeit mit dem Titel «Our Product» den ganzen Giacometti-Pavillon unter Wasser gesetzt, rund 270 000 Liter sind es insgesamt. Nun ja, direkt als Wasser kann man die blubbernde, rosafarbene Flüssigkeit, deren Farbe dem standardisierten europäischen Hautton entspricht, nicht bezeichnen. Neotene, Silikon, Evian, Viagra, Bionin und Necrion seien darin enthalten, die genaue Rezeptur wird nicht verraten. Der Flüssigkeit entströmt ein seltsamer, beissender Geruch. Nach frischer Babyhaut sollte sie duften, erfährt man. Im Innenhof des Pavillons hat Rosenkranz mehrere Leuchten installiert, deren grünes Licht mit dem Sonnenlicht, den Blättern der Bäume und dem hautfarbenen Wasser in einen reizvollen Dialog tritt. Es gehe darum, «Materie als strukturell intelligibel zu begreifen» liest man zum Konzept – aha, alles klar. (gen)

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