Solothurner Filmtage
Diese Ostschweizer Filmschaffenden sind an den 56. Solothurner Filmtagen für Preise nominiert

Die Werkschau des Schweizer Films findet coronabedingt nur online statt. Unter den Nominierten für die renommierten Auszeichnungen sind auch einige Ostschweizerinnen und Ostschweizer.

Julia Nehmiz
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Der St.Galler Theater- und Tilmemacher Milo Rau ist für seine Doku-Fiction «Das neue Evangelium» für den «Prix de Soleur» der Solothurner Filmtage nominiert.

Der St.Galler Theater- und Tilmemacher Milo Rau ist für seine Doku-Fiction «Das neue Evangelium» für den «Prix de Soleur» der Solothurner Filmtage nominiert.

Bild: Filmstill

Die Solothurner Filmtage finden 2021 statt, allerdings nur online. Die Werkschau des Schweizer Films wird am 20. Januar 2021 mit der Premiere von Niccolò Castellis Spielfilm «Atlas» auf SRF, RSI, RTS und auf der Website der Solothurner Filmtage eröffnet. Die 56. Solothurner Filmtage 2021 präsentieren aktuelle Schweizer Filme aller Genres und Längen – darunter auch Werke von Ostschweizer Filmschaffenden. 651 Filme wurden für dieses Jahr bei den Filmtagen eingereicht, ins Programm geschafft haben es 170.

Unter den 14 Nominierten im Wettbewerb «Prix de Soleure» ist der gebürtige St.Galler Theatermacher Milo Rau mit seiner Doku-Fiction «Das neue Evangelium», die damit endlich auch in der Schweiz gezeigt wird. Rau entwirft gemeinsam mit Yvan Sagnet, einem ehemaligen Landarbeiter und politischen Aktivisten aus Kamerun, ein neues Evangelium für das 21. Jahrhundert: Ein Manifest der Solidarität der Ärmsten, ein filmischer Aufstand für eine gerechtere, menschlichere Welt.

«Das neue Evangelium» des St.Galler Theater- und Filmemachers Milo Rau: Ein Manifest der Solidarität der Ärmsten.

«Das neue Evangelium» des St.Galler Theater- und Filmemachers Milo Rau: Ein Manifest der Solidarität der Ärmsten.

Bild: Filmstill

Im selben Wettbewerb ist zudem die gebürtige Weinfelderin und Regisseurin Mirjam von Arx mit ihrem Dokumentarfilm «The Scent of Fear» nominiert. Darin analysiert sie die universelle Frage, was Angst ist und warum wir uns so vor ihr fürchten.

Szene aus Mirjam von Arx' Dokfilm «The Scent of Fear», mit dem sie für den «Prix de Soleur» nominiert ist.

Szene aus Mirjam von Arx' Dokfilm «The Scent of Fear», mit dem sie für den «Prix de Soleur» nominiert ist.

Bild: Filmstill

Für den «Prix du Public» sind elf Filme nominiert, darunter auch O'Neil Bürgi aus Arbon mit seinem Dokfilm «Ale» über die 19-jährige Wrestling-Schülerin Alessandra. Im Wettbewerb «Opera Prima», dem neuen Preis für Erstlingswerke im Schweizer Film, ist Diego Hollenstein nominiert mit seinem Dokfilm «Ich hätte am Kronleuchter hängen bleiben müssen» über seine Eltern, den Thurgauer Clown Olli Hauenstein und seine Frau Ulrike. Die beiden lernten sich auf einer Tournee des Circus Roncalli kennen. Was wie ein Zirkusmärchen begonnen hat, kommt irgendwann in der Realität an, zwischen Schaffenskrisen, Kindererziehung und dem Älterwerden, heisst es in der Ankündigung des Films.

Diego Hauenstein hat seine Eltern, den Thurgauer Clown Olli Hauenstein und Ulrike Hauenstein, mit der Kamera begleitet.

Diego Hauenstein hat seine Eltern, den Thurgauer Clown Olli Hauenstein und Ulrike Hauenstein, mit der Kamera begleitet.

Bild: Filmstill

Die St.Galler Filmstudentin Luisa Zürcher ist mit ihren Co-Regisseurinnen Lara Perren und Anna Lena Spring für ihren einminütigen Animationsfilm «Lu» in der Sparte «Upcoming Talents» nominiert. Im selben Wettbewerb steht auch der Widnauer Filmemacher Marco Ellensohn mit seinem Animationsfilm «NaCl».

Der Kurzfilm «The Beauty» des St.Galler Filmemachers Pascal Schelbli ist in Solothurn im Wettbewerb «Upcoming Talents» nominiert – Schelbli war für sein Werk 2020 bereits mit dem Studenten-Oscar ausgezeichnet worden.

Der Kurzfilm «The Beauty» des St.Galler Filmemachers Pascal Schelbli ist in Solothurn im Wettbewerb «Upcoming Talents» nominiert – Schelbli war für sein Werk 2020 bereits mit dem Studenten-Oscar ausgezeichnet worden.

Bild: Filmstill

Neben den beiden ist dort auch der St.Galler Filmemacher Pascal Schelbli mit seinem Kurzfilm «The Beauty» nominiert, seinem Abschlussfilm an der Filmakademie Baden-Württemberg, für den er 2020 mit dem Studenten-Oscar ausgezeichnet wurde.