OSTSCHWEIZER KULTUR-TICKER: Basler Madrigalisten mit einer sensationellen Wiederentdeckung in der Kathedrale St. Gallen +++ Thurgauer Kammerorchester startet in neue Saison +++ Vernissage von Gret Zellweger in Teufen

Die Ostschweizer Kulturszene ist lebendig und vielfältig. In unserem Kultur-Ticker informieren wir sie laufend über Neuigkeiten von Kunstschaffenden und Kulturbetrieben aus der Ostschweiz.

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Rückmeldungen und Infos an: ostschweizerkultur@chmedia.ch

Freitag 18. September – 11:26 Uhr

Basler Madrigalisten mit einer sensationellen Wiederentdeckung in der Kathedrale St. Gallen

(pd/bk.) Wie viele können sie das Wort «Corona» kaum mehr hören und suchen wieder den Kontakt zum Publikum: die Basler Madrigalisten. Derzeit ist der Profichor unter der Leitung von Raphael Immoos mit einer musikalischen Sensation im Gepäck auf Tournée und macht am Samstag, 19. September Station in St. Gallen.

Zu erleben ist die Missa «Defensor Pacis – Verteidiger des Friedens» des Schweizer Komponisten Benno Ammann. Das grandiose 12stimmige Werk entstand 1946 unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg und wurde 1947 in Rom bei der Heiligsprechung des Einsiedlers Niklaus von Flüe uraufgeführt. Danach geriet die Messe in Vergessenheit.

In Kooperation mit dem Schweizer Radio SRF haben die Basler Madrigalisten unter der Leitung von Raphael Immoos die Messe wieder ausgegraben und im vergangenen Jahr nach der Schweizer Erstaufführung eine erste Aufnahme vorgelegt. Nach der Corona-Pause ist das renommierte Ensemble nun wieder unterwegs mit der fast in Vergessenheit geratenen Messe zu Ehren des Schweizer Heiligen, Friedensstifters und Eremiten.

Text und Musik, so schreiben die Madrigalisten auf ihrer Webseite, können gerade in Krisenzeiten «essenzielle Nahrung» werden, den Geist beflügeln und berühren, zur seelischen Gesundheit beitragen. «Kultur war immer dann hochkarätig, wenn die Not am grössten war», davon ist das Ensemble überzeugt – die Messe Bruno Ammanns wird das sinnfällig machen.

Das Konzert findet am 19.9. um 19.15 Uhr bei freiem Eintritt mit Kollekte statt; es gilt das Schutzkonzept der Kathedrale.

Donnerstag, 17.September – 17:32 Uhr

Thurgauer Kammerorchester startet in neue Saison

(pd/miz) Mit Musik von Mozart, Haydn, Spengler und Tschaikowsky eröffnet das Thurgauer Kammerorchester am Sonntag, 27.September die Konzertsaison nach der coronabedingten Pause. Auf dem Programm stehen Bekanntes, Bewährtes und Neues. Unter der Leitung von Claude Villaret spielt das Thurgauer Kammerorchester Mozarts lebensfrohes Divertimento D-Dur KV 136. Im virtuosen Cellokonzert Nr. 1 in C-Dur von Joseph Haydn tritt Christoph Croisé als Solist auf. Der junge Schweizer Shooting-Star der internationalen Musikszene ist Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe. Der Cellist wurde für seine CD mit Haydns Cellokonzerten mit dem «Clef d’Or ResMusica» ausgezeichnet.

Das Thurgauer Kammerorchester wurde 1932 gegründet. Heute wird es vom international tätigen Dirigenten Claude Villaret geleitet.

Das Thurgauer Kammerorchester wurde 1932 gegründet. Heute wird es vom international tätigen Dirigenten Claude Villaret geleitet.

Bild: PD

Zudem steht «Oraison spectrale» auf dem Programm, eine mystische Komposition des französischen Komponisten Alexandre Spengler von 1977. Das TKO spielt die Oraison spectrale in der Fassung für Streichorchester als Uraufführung. Mit der Serenade für Streichorchester in C op.48 von Tschaikowsky rundet das Thurgauer Kammerorchester sein Eröffnungskonzert ab.

Das Konzert findet am 27.9. um 11.30 Uhr in der Remise der Kartause Ittingen statt. Konzertprogramm und Tickets unter www.kartause.ch.


Donnerstag, 17. September – 17:20 Uhr

Buch- und Ausstellungsvernissage von Gret Zellweger in Teufen

Gret Zellweger baut ihre Ausstellung im Museum in Stein auf

Gret Zellweger baut ihre Ausstellung im Museum in Stein auf

Mareycke Frehner

(pd/gen) Seit vierzig Jahren verdient Gret Zellweger ihren Lebensunterhalt als Kunstschaffende, malt Bilder, gestaltet Holzschnitte, Kalligrafien und Objekte aus Metall. Anlässlich ihres 75. Geburtstags stellt sie – zum ersten Mal – in ihrer Heimatgemeinde Teufen aus. Im Zeughaus Teufen zeigt sie eine Wand mit 75 Monotypien – für jedes Lebensjahr eine. Auf farbigem Hintergrund arrangiert sie handgeschnittene Tier-, Berg- oder Mensch-Schablonen, kombiniert diese zu Brauchtums- und Bergsportszenen und spielt mit Kontrasten.

Gret Zellweger: Appenzellerland. Appenzeller Verlag, Fr. 48.–

Gret Zellweger: Appenzellerland. Appenzeller Verlag, Fr. 48.–

Gret Zellweger ist in Teufen geboren und aufgewachsen. Nach Haushaltlehrjahr, Landwirtschaftlicher Schule und Auslandaufenthalt in Connecticut, USA, wandte sie sich dem Kunsthandwerk zu. Seit 1981 selbständige Kunsthandwerkerin. Gret Zellweger war auch politisch aktiv, unter anderem im Ausserrhoder Kantonsrat.

Die Vernissage findet am 27. September 2020 um 14 Uhr statt, gleichzeitig stellt Gret Zellweger ihre neue Publikation vor, die im Appenzeller Verlag erscheint.

Donnerstag, 17. September – 14:43 Uhr

Kulturwissenschafterin Elisabeth Bronfen liest in Bregenz

Kulturwissenschafterin Elisabeth Bronfen.

Kulturwissenschafterin Elisabeth Bronfen.

Severin Bigler / KUL

(pd/gen) Wie wichtig sind Kunst und Kultur angesichts einer weltweiten Bedrohung durch eine Pandemie? Die Zürcher Kulturwissenschafterin und Autorin Elisabeth Bronfen stellt sich am Freitag, 18. September, 19 Uhr, im Kunsthaus Bregenz den Fragen des Direktors Thomas D. Trummer und liest aus ihrem kürzlich erschienenen Buch «Angesteckt: Zeitgemässes über Pandemie und Kultur». Bei ihrem Versuch, den Ausbruch der Covid-19-Pandemie zu verstehen, durchforstete Elisabeth Bronfen Texte von Walter Benjamin bis Albert Camus, Reden von Politikerinnen und Politikern, Klassiker des Film noir und moderne Thriller.

Eintritt frei, freie Platzwahl, keine Reservierung.

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Donnerstag, 17.September – 14:11 Uhr

Kino nur für Kinder startet wieder

(pd/miz) Am Samstag, den 19.09.2020, startet die «Zauberlaterne» ihre zweite Saison im St.Galler Programmkino Kinok in der Lokremise. Mit grosser Erleichterung kündigt die Zauberlaterne, nach der Unterbrechung der Filmvorführungen im Frühjahr, ihre Rückkehr an. Der Kinderfilmklub werde seine Vorstellungen unter Einhaltung von Schutzmassnahmen wieder aufnehmen können, so die Ankündigung. In St.Gallen wird zum Start der Zauberlaterne am 19.9. um 10.15 Uhr der Filmklassiker «Drei Nüsse für Aschenbrödel» gezeigt, die Schauspieler Matthias Flückiger und Tim Kalhammer sowie die Gastkünstlerin Rosemarie Wolf moderieren den Anlass, der nur Kindern offensteht.

Im tschechischen Film von 1973 darf das Aschenbrödel schiessen, reiten und auf Bäume klettern – ein Prinz kommt natürlich auch vor.

Im tschechischen Film von 1973 darf das Aschenbrödel schiessen, reiten und auf Bäume klettern – ein Prinz kommt natürlich auch vor.

Bild: PD

Auch im Kino Roxy Romanshorn nimmt die Zauberlaterne den Betrieb wieder auf. Am 24.Oktober startet dort das spezielle Vermittlungs-Programm für Kinder von 6 bis 12 Jahre. Jeden Monat können Kinder einen neuen Film im Kino entdecken, die Vorführungen werden spielerisch pädagogisch eingerahmt. Die Filmvorführungen finden ohne Eltern statt, die Kinder werden jedoch von Helfern betreut.

Donnerstag, 17. September – 11:40 Uhr

Nach dem Stream jetzt wieder in echt: Das Saint City Orchestra gibt in Arbon ein Konzert

Das Saint City Orchestra in Aktion.

Das Saint City Orchestra in Aktion.

Bild: PD

(PD/rbe) Wie alle Musikerinnen und Musiker im Coronajahr mussten auch die Mitglieder des Saint City Orchestra in den vergangenen Monaten eine lange Durststrecke verkraften. Die Auftritte der Irish-Rocker an Sommerfestivals fielen ins Wasser – mit Ausnahme des Kulturfestivals in St.Gallen – und auch die für diesen Herbst geplante Deutschlandtour kann nicht stattfinden. Sie wird auf nächstes Jahr verschoben.

Ein Konzert in Arbon ist nun aber fix: Am Samstag, 26. September, ab 20 Uhr, tritt das Saint City Orchestra im Presswerk in Arbon auf. Diesmal mit Publikum: Schon im April standen die vier Musiker im Presswerk auf der Bühne, allerdings spielten sie damals in einer leeren Halle und vor Kameras. Das Publikum sass zu Hause und streamte das Konzert. Nach dem Stream gibt es das Irish-Folk-Orchester nun also wieder in echt.

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Donnerstag, 17. September – 10:03 Uhr

Martina Morger erhält den Manor-Kunstpreis St.Gallen

Martina Morger.

Martina Morger.

(PD/Wei Zhang)

(pd/gen) Die Liechtensteiner Künstlerin Martina Morger erhält den Manor-Kunstpreis St.Gallen 2021. Der mit 15'000 Franken dotierte Preis wird alle zwei Jahre in St.Gallen verliehen. Begleitet wird er von einer Einzelausstellung im Kunstmuseum St.Gallen, zu der eine eigene Publikation erscheint. Zudem erwirbt die Stifterfirma ein Werk der Künstlerin. Wie bereits für frühere Preisträgerinnen und Preisträger ermöglicht das Kunstmuseum St.Gallen auch Martina Morger eine umfassende Einzelausstellung.

Wie das Kunstmuseum St.Gallen in einer Mitteilung schreibt, zeichne die Jury mit Martina Morger eine Performance- und Multimediakünstlerin aus, die unbeirrt und kompromisslos arbeite und gesellschaftliche sowie ökonomische Arbeits- und Lebensbedingungen kritisch hinterfrage. Die 31-Jährige beschäftige sich mit der Stellung der Frau und im Besonderen mit der Stellung der Künstlerin in der modernen, kapitalistischen Gesellschaft.

Mittwoch, 16. September – 18:50 Uhr

Claude Diallo geht mit seinem Trio auf Tour

Der St.Galler Jazzpianist Claude Diallo.

Der St.Galler Jazzpianist Claude Diallo.

Bild: Urs Bucher (St.Gallen, 19. Januar 2017)

(PD/rbe) Sein neues Album «I Found A New Home» konnte Claude Diallo im Frühling noch herausbringen. Die dazugehörige Tour jedoch musste der St.Galler Jazzpianist wegen Corona absagen. Nun holt er die Konzerte nach: Ab morgen Freitag tourt er mit seinem Trio Claude Diallo Situation durch die Region und die Schweiz und gibt acht Konzerte in einer Woche. Unter anderem tritt das Trio auf Schloss Wartegg in Rorschacherberg sowie in den Avo Lounges in Bad Ragaz, Gossau und Wolfhalden auf.

Seine Mitmusiker, die auf dem Album zu hören sind, kann Diallo allerdings nicht mit auf die Tour nehmen. Bassist Luques Curtis und Schlagzeuger Andy Bauer, beide aus New York, dürfen wegen Corona nicht in die Schweiz einreisen. Stattdessen spielt Diallo nun zusammen mit Massimo Buonanno am Schlagzeug und Rosario Bonaccorso am Bass.

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Mittwoch, 16. September – 17:48 Uhr

Ermatinger Jochen Kelter stellt in Kreuzlingen neuen Lyrikband vor

Jochen Kelter.

Jochen Kelter.

PD/Copyright: Fraktura Verlag, Zagreb

(pd/gen) Der Ermatinger Lyriker, Essayist und Erzähler Jochen Kelter stellt am Donnerstag, 17. September, im Museum Rosenegg in Kreuzlingen seinen neuen Gedichtband «Fremd bin ich eingezogen» vor, der kürzlich im neu gegründeten Thurgauer Caracol-Verlag erschienen ist. Die Buchpremiere beginnt um 20 Uhr, der Eintritt ist frei, eine Reservation wird empfohlen (anmeldung@caracol-verlag.ch). Kelter hat seine neuen Gedichte in zehn Zyklen komponiert: Er streift mit seinen Gedanken und Gefühlen durch Zeiten und Räume, Landschaften, menschliche Schicksale, Kämpfe und Kriege. Die Poesie soll kein «kulturelles Luxusgut» sein, sondern Stellung beziehen, davon ist der politisch engagierte Autor überzeugt.

Mittwoch, 16. September – 12:38 Uhr

Thurgauer Künstler Florian Germann stellt im Helmhaus Zürich aus

Florian Germann, hier vor zwei Jahren im Kunstraum Kreuzlingen.

Florian Germann, hier vor zwei Jahren im Kunstraum Kreuzlingen.

Reto Martin

Der Thurgauer Künstler Florian Germann, der schon lange in Zürich lebt, stellt ab dem 25. September zusammen mit vier Kolleginnen und Kollegen im Helmhaus Zürich aus. Der Titel der Schau besteht aus sieben Nomen, die wie Hashtags aneinandergereiht sind: «/Natur/Kunst/Tiere/Körper/Maschinen/Menschen/Gefühle/». Die Ausstellung vereint Werke von fünf Künstlerinnen und Künstlern aus der mittleren und jüngeren Generation, alle leben sie in Zürich. Wie das Helmhaus in einer Mitteilung schreibt, seien sie alle Spezialisten für Zusammenhänge. Sie zeigten Hybride zwischen Technoidem und Organischem, humanoide, animalische Körper, die in postapokalyptische Oasen führen.

Eines der hybriden Werke, die Florian Germann im Helmhaus Zürich zeigen wird.

Eines der hybriden Werke, die Florian Germann im Helmhaus Zürich zeigen wird.

PD

Für einmal möchte das Helmhaus seinen Besucherinnen und Besuchern Einblick geben in eine Ausstellung, die noch im Entstehen ist. Eine Woche vor der Eröffnung sind die beteiligten Kunstschaffenden und der Kurator im Rahmen der Gesprächsreihe «Willkommen in der Problemzone» zu Gast und bieten die Gelegenheit, sie zu ihren Werken zu befragen. Der Anlass findet am Donnerstag, 17. September 2020, 18.30 Uhr statt.

Vernissage, Donnerstag, 24. September 2020, 18 Uhr

Mittwoch, 16. September – 06:00 Uhr

Brasilianischer Blues im Kaffeehaus St.Gallen

Odeon Chôro Ensemble.

Odeon Chôro Ensemble.

PD

(pd/gen) «Die Veranstaltungsdichte im Kaffeehaus St.Gallen ist nach wie vor reduziert. Aber zwischendurch findet doch mal ein Konzert statt», schreibt Gastgeber Gallus Hufenus. Kommenden Freitag, 18. September, 20 Uhr, bringt das Odeon Chôro Ensemble um den Arnegger Jürg Kindle die brasilianische Belle Epoque ins Kaffeehaus - den Chôro: es sei ein freudiges Wiederhören mit dem brasilianischem Blues, so Hufenus. Die Musik der portugiesischem Auswanderer mische sich mit afro- und brasilianischen Rhythmen und schaffe so einen eigenen Stil - den Chôro. Aus diesem wiederum sei später der bekannte Samba entstanden: «Wir aber hören die Salonmusik der Copacabana – so was wie ‹Tangos brasileiras›. Zum Weinen und Tanzen schön.»

Registrierungspflicht, Eintritt frei, Kollekte

Dienstag, 15. September – 16:30 Uhr

Appenzeller Kulturvermittlerin zu Gast bei St.Galler Designerin

Die Appenzeller Kulturvermittlerin Agathe Nisple.

Die Appenzeller Kulturvermittlerin Agathe Nisple.

PD

(pd/gen) Die Appenzeller Kulturvermittlerin Agathe Nisple macht mit ihrem Kleinstausstellungsraum «Station» Halt in St.Gallen. Im Rahmen der Designplattform «Petit Salon» ist sie zu Gast im Atelier «Aéthérée» der Modedesignerin Ly-Ling Vilaysane an der Bahnhofstrasse 15 (hinterer Eingang). Sie zeigt Kunstkarten, Editionen und schöne Alltagsdinge.

Weitere Gäste sind: die Sattlerei von Fiona Losinger, die Keramikerin Irene Bernegger, die Goldschmiedin Patricia Rogenmoser und Josephine Hosse mit hochwertigen Schals aus Seide, Wolle und Baumwolle. Am 18. September wird die Modesoziologin Monika Kritzmöller um 18:30 Uhr aus ihrem neusten Werk «Evita» lesen.

Die St.Galler Designerin Ly-Ling Vilaysane.

Die St.Galler Designerin Ly-Ling Vilaysane.

Kenneth Nars / BLZ

Vom 24. bis 26. September hat Ly-Ling Vilaysane von Aéthérée weitere Kreative in ihr Atelier eingeladen. In diesem Rahmen wird am Samstag, 26. September um 11 Uhr eine Spezialvorstellung des Film «Ly-Ling und Herr Urgesi» im Kinok St.Gallen gezeigt. die Plätze sind begrenzt, deshalb wird um eine Reservierung der Tickets per E-Mail an dolores@giancarlomoos.com gebeten.

Öffnungszeiten: Donnerstag, 17. September – 17–20 Uhr
Freitag, 18. September – 10–14 Uhr und 17–20 Uhr
Samstag, 18. September – 10–16 Uhr
Donnerstag, 24. September – 17-20 Uhr
Freitag, 25. September – 10-14 Uhr und 17-20 Uhr
Samstag, 26.September – 10-16 Uhr

Dienstag, 15. September – 14:16 Uhr

Die Thurgauer Autorin Tabea Steiner liest in Steckborn

Die Thurgauer Autorin Tabea Steiner.

Die Thurgauer Autorin Tabea Steiner.

PD

(pd/gen) Die Thurgauer Autorin Tabea Steiner liest aus ihrem Debütroman «Balg». Dies im Rahmen des 12. Literaturwochenendes Untersee am Samstag, 19.09.20 um 16.00 Uhr, im Foyer des Turmhof Steckborn, organisiert vom Haus zur Glocke in Steckborn.
«Der Traum vom Familienidyll auf dem Land erweist sich in Tabea Steiners Debütroman «Balg» als trügerisch. Der Alltag mit Kind ist für Antonia und Chris anstrengender als erwartet, zur Isolation und Überforderung gesellt sich eine zunehmende Entfremdung. Diese Entwicklung zeichnet Tabea Steiner in einer einfachen, lakonischen Sprache mit glasklaren Bildern nach», lobten die Juroren des Schweizer Buchpreises 2019, zu welchem der Roman nominiert war.

Das Schutzkonzept im Haus zur Glocke beschränkt die Zahl der Personen auf maximal 30 und verlangt eine Maskenpflicht in den Räumen. Daher ist eine Anmeldung obligatorisch unter: info@hauszurglocke.ch

Dienstag, 15.September – 11:58Uhr

Landestheater Bregenz für Nestroy-Preis nominiert

Die Inszenierung aus dem Abend «Cold Songs: Rom» am Landestheater Bregenz, der jetzt für einen Nestry nominiert wurde.

Die Inszenierung aus dem Abend «Cold Songs: Rom» am Landestheater Bregenz, der jetzt für einen Nestry nominiert wurde.

Bild: Anja Köhler

(pd/miz) Er wird jährlich vergeben und gilt inzwischen als eine der wichtigsten Theaterauszeichnungen im deutschsprachigen Raum: der österreichische Nestroy-Preis. Wie das Landestheater Bregenz jetzt schreibt, wurde «Cold Songs: Rom» für den Nestroy-Theaterpreis in der Kategorie «Beste Bundesländer-Aufführung» nominiert. Das Grossprojekt, bestehend aus den beiden Römerdramen «Coriolanus» (Regie: Catharina May) und «Julius Caesar» (Regie: Johannes Lepper) von William Shakespeare und der Uraufführung «Der ideale Staat in mir» (Regie: Agnes Kitzler) von Bettina Erasmy, feierte am 21. September 2019 zur Spielzeiteröffnung im grossen Haus und in der Box des Vorarlberger Landestheaters Premiere.

Zudem sei man auch sehr stolz auf die Nominierung von Regisseurin Bérénice Hebenstreit in der Kategorie «Bester Nachwuchs weiblich» mit der Inszenierung «Urfaust/FaustIn and out» am Volkstheater in Wien, schreibt das Vorarlberger Landestheater. In Bregenz inszenierte Bérénice Hebenstreit bereits zwei Mal: 2019 «Der Flüchtling» von Fritz Hochwälder und in der vergangenen Spielzeit das Familienstück «Vevi» nach dem Roman von Erica Lillegg. Am 10.April 2021 wird Hebenstreit in Bregenz die Uraufführung «Sprich nur ein Wort» inszenieren.

Ein Theater so zum Vibrieren bringen, dass es die ganze Stadt durchrüttelt: Das sei das erklärte Ziel der Intendantin des Vorarlberger Landestheaters, Stephanie Gräve, schreibt Nestroy-Jury-Mitglied Wolfgang Huber-Lang über die Nominierung. «Am Ende von «Cold Songs: Rom» hatte man viel davon gehört, wie das ist mit den Mächtigen und den Ohnmächtigen, mit Staat und Privat. Und man hatte mehr als einen blossen Eindruck davon gewonnen, wie ein Theater klassische Stoffe und Zeitgenossenschaft, mithin: Literatur und Haltung, verbinden möchte.»

Neben dem Landestheater Bregenz wurden in der Kategorie noch das Schauspielhaus Graz (mit «Die Physiker») und das Landestheater St.Pölten (mit «Hamlet») nominiert. Die Nestroy-Preisverleihung findet am 4.Oktober 2020 statt und wird ab 21.25 Uhr auf ORF 3 übertragen.

Der Nestroy-Preis wurde im Jahr 2000 unter anderem von der Stadt Wien ins Leben gerufen. Er gilt inzwischen als eine der wichtigsten Theaterauszeichnungen im deutschsprachigen Raum. Prämiert werden Theaterschaffende österreichischer Bühnen in Aufführungen des vorangegangenen Theaterjahres. Der Preis für die beste Aufführung wird für den gesamtdeutschen Raum vergeben. In diesem Jahr werden zum ersten Mal in 15 Kategorien Preise vergeben. Neu wird ein «Corona-Spezialpreis» verliehen.

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Julia Nehmiz
Dienstag, 15. September – 11:05 Uhr

Kunstführer über Kinderdorf Pestalozzi in Trogen

Das Kinderdorf Pestalozzi.

Das Kinderdorf Pestalozzi.

PD

(pd/gen) Das Kinderdorf Pestalozzi in Trogen stellt ein wichtiges Stück Kulturerbe der Schweiz dar und steht zugleich für Solidarität und humanitäre Hilfe. Die Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK präsentiert mit einem Kunstführer einen neuen Blick auf diesen bedeutenden Ort im Appenzellerland, der bis heute in die Welt ausstrahlt. Autor ist der Architekturhistoriker Ueli Habegger.

Das 1946 gegründete Kinderdorf Pestalozzi in Trogen ist trotz mehrerer Sanierungen bis heute Original. Der Denkmalwert des baulich kontinuierlich gewachsenen Kinderdorfs besteht allerdings nicht nur in seiner architekturhistorischen Bedeutung, sondern auch in seiner Eigenschaft als Zeuge von Reformpädagogik sowie Solidarität und humanitärer Hilfe in der Schweiz nach dem Zweiten Weltkrieg.

Ueli Habegger: Das Kinderdorf Pestalozzi in Trogen. Schweizerische Gesellschaft für Kunstgeschichte, 48 S. Fr. 16.–

Ueli Habegger: Das Kinderdorf Pestalozzi in Trogen. Schweizerische Gesellschaft für Kunstgeschichte, 48 S. Fr. 16.–

Der Schweizer Architekt, Designer und Künstler Hans Fischli schuf im Kinderdorf Pestalozzi modular aufgebaute, kindgerechte Häuser, die er mit Stilelementen des typischen Appenzellerhauses verband. 1959/1960 kam im Kinderdorf – als Systembau – das Oberstufenschulhaus von Max Graf hinzu und 1967 Ernst Gisels Kultraum (Andachtshaus), der als überkonfessionell nutzbarer Raum durch seine in sich ruhende Geschlossenheit fasziniert und den spektakulären Abschluss des Kinderdorfs an der westlichen Hangkante bildet.

Vernissage Freitag, 18. September, 18 Uhr, Andachtshaus Kinderdorf Pestalozzi; obligatorische Anmeldung unter
071 343 73 73 oder gaestebetreuung@pestalozzi.ch

Dienstag, 15. September – 9:30 Uhr

Pianistin wird Quarantäne-Opfer

(pd/map) Angela Hewitt, die kanadische Weltklassepianistin, wäre am kommenden Freitag in St.Gallen ein überaus gern gesehener Gast für eine weitere Streaming-Veranstaltung der J.S.-Bach-Stiftung gewesen. Die aktuellen Quarantänebestimmungen lassen es aber nicht zu, dass sie aus England anreist. Die Musikerin, die bei vergangenen Appenzeller Bach-Tagen mit grossartigen Rezitals in Erscheinung trat, zeigt sich auf Facebook traurig, dass sie nicht reisen darf, hofft aber, das bald nachholen zu können. Die Bach-Stiftung bietet am gleichen Datum und zur gleichen Zeit eine neue Spezialsendung an: Unter dem Motto «Our favourites» gibt es am Freitag ab 18:45 Uhr ein «Parlando» mit Rudolf Lutz, Konrad Hummler und Xoán Castiñeira über das Jahrzehnte-Projekt der J. S. Bach-Stiftung. Mit ihren Lieblingsstücken aus dem Vokalwerk lassen die drei 14 Jahre Bach-Kantaten-Reihe Revue passieren.

Die Pianstin Angela Hewitt 2011 anlässlich eines Konzerts in St. Gallen.

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Bild: Hanspeter Schiess
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Martin Preisser
Montag, 14 September – 18:45 Uhr

«Nacht der Kleinkünste» tourt durch Ostschweiz

Akrobatik, Kabarett, Komik, Musik und Stepptanz: Die «Nacht der Kleinkünste» mit vielfältigem Programm.

Akrobatik, Kabarett, Komik, Musik und Stepptanz: Die «Nacht der Kleinkünste» mit vielfältigem Programm.

Bild: PD

(pd/miz) Gleich an mehreren Orten in der Ostschweiz ist die «Entdeckungsreise durch die Schweizer Kleinkunst auf Mundart» zu sehen. Die «Nacht der Kleinkünste» feiert am 16.September in der Alten Kaserne Winterthur Premiere. Das Programm bestreiten der Kabarettist Simon Chen, Singer-Songwriter Res Wepfer, die Akrobaten der Gruppe «gemEINsam» und Stepptänzer Daniel Borak den Abend. Die Komikerin Margrit Bornet führt moderierend durch das Programm.

Die «Nacht der Kleinkünste» ist in der Ostschweiz zu sehen am:

Beim Auftritt im Diogenes Theater in Altstätten wird Spokenword-Literatin Stefanie Grob anstelle von Kabarettist Simon Chen mit auftreten.

Die Nacht der Kleinkünste sei ein Laboratorium, in dem Kleinkunst in ihrer ganzen Vielfalt entwickelt, aufgekocht, gemischt und präsentiert werde, schreiben die Veranstalter. Das Variété biete einen Querschnitt durch das kontrastreiche Spektrum der Kleinkunst.

Montag, 14.September – 15:22 Uhr

«Signers Kajak» erscheint jetzt als Künstlerbuch

Am 16.Mai 2019 fand zum 20. Mal die Wasserung des Kajaks von Roman Signer statt. Der St.Galler Künstler feierte dieses Jubiläum mit einer stummen Performance im roten Kajak ohne Bug und Heck, in welchen er «Platz nahm».

Am 16.Mai 2019 fand zum 20. Mal die Wasserung des Kajaks von Roman Signer statt. Der St.Galler Künstler feierte dieses Jubiläum mit einer stummen Performance im roten Kajak ohne Bug und Heck, in welchen er «Platz nahm».

Bild: Ueli Wild

(pd/miz) Der St.Galler Künstler Roman Signer hat 1998 sein knallrotes Plastik-Kajak in Aarau platziert. In der Holzrinne des dort in die Tiefe stürzenden Stadtbachs im Hof des «Roschtigen Hunds» – des Landjägerwachthauses. Jedes Jahr wird es dort zu Beginn des Sommers wieder installiert und neu zu Wasser gelassen. Jetzt versammelt ein Buch die Geschichte der 20 Wasserungen.

Das Buch über die 20 Wasserungen von Roman Signers Kajak in Aarau.

Das Buch über die 20 Wasserungen von Roman Signers Kajak in Aarau.

Bild: PD

Der Vexer-Verlag des St.Galler Künstlers Josef Felix Müller hat das Buch über die 20 Wasserungen herausgebracht. Diese Publikation dokumentiert die 20 Einladungskarten und Plakate, die für diese Arbeit in den letzten Jahren realisiert worden sind, schreibt der Verlag.

Seit 1999 wird das Kajak von Roman Signer einmal jährlich in Aarau gewässert, schreibt der Verlag. Am Nachmittag wird zu diesem Anlass der Stadtbach ab der Grabenquermauer abgestellt. Der Hauswart holt das Kajak aus dem Dachstock des Landjägerwachthauses und legt dieses an einer Stahlkette befestigt in die Wasserrinne. Carlo Mettauer hält als Beauftragter der Ortsbürger eine festliche Rede. Nach einem Musikstück gibt ein Mitarbeiter der Ortsbürger ein Signal an den Werkhof-Vertreter, der oberhalb der Rinne einen Schieber öffnet. Nach einiger Zeit ergiesst sich das Wasser mit starkem Strahl in die Rinne und lässt das Kajak auf der Gischt tanzen.

Das Kunstwerk ist wieder installiert: Auch die 20. Wasserung des Kajaks von Roman Signer in Aarau war erfolgreich.

Das Kunstwerk ist wieder installiert: Auch die 20. Wasserung des Kajaks von Roman Signer in Aarau war erfolgreich.

Bild: Ueli Wild
Montag, 14.September – 11:20 Uhr

Jazzkonzert im TAK Theater Liechtenstein wegen Corona abgesagt

(pd/miz) Fast hatte man den Eindruck, im Kulturleben herrscht wieder so etwas wie eine neue Normalität. Wie fragil diese ist, zeigt eine Mitteilung des TAK Theaters Liechtenstein. Denn das für diesen Samstag geplante Konzert muss um ein Jahr verschoben werden. Aufgrund der Reisebeschränkungen im Zusammenhang mit Covid-19 können Daniel Herskedal und seine Mitmusiker leider nicht aus Norwegen anreisen, schreibt das Theater. Deshalb müsse das geplante TAK_music / Jazz Konzert mit dem norwegischen Jazztubisten und seiner Band, ursprünglich geplant für Samstag, 19.09.2020 um 20.09 Uhr, in den Herbst 2021 verschoben werden. Ein genauer Termin stehe noch nicht fest.

Wer für dieses Konzert bereits Tickets gekauft oder das Konzert im Abo ausgewählt habe, könne sich bis zum 18. September 2020 an den TAK-Vorverkauf wenden, schreibt das TAK weite.r. Die Tickets könnten in eine andere Vorstellung der eigenen Wahl getauscht (Programm unter www.tak.li) oder der Ticket- bzw. anteilige Abopreis könne erstattet werden. Reservationen würden gelöscht.

Das TAK Theater war am Wochenende in die neue Saison gestartet, zum Auftakt zeigte das neue Schauspielensemble den Politthriller «Tage des Verrats». Die TAK Vaduzer Weltklassik Konzerte eröffnen am Mittwoch, 16. September 2020 um 20 Uhr im Vaduzer-Saal, Vaduz mit dem Programm von Vesselina Kasarova und den CHAARTS Chamber Artists: Kasarova, die zu den bedeutendsten und vielseitigsten Sängerinnen der Gegenwart zählt, singt Arien von Mozart und Lieder aus ihrer bulgarischen Heimat.

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Montag, 14.September – 9:04 Uhr

Ausserrhoder Theatergruppe zeigt «Die Wand» auf Hinterbergalpen

Kristine Walther ist die Protagonistin in «Die Wand», einer Inszenierung nach dem Roman von Marlen Haushofer.

Kristine Walther ist die Protagonistin in «Die Wand», einer Inszenierung nach dem Roman von Marlen Haushofer.

Bild: PD

(pd/miz) Die Ausserrhoder-Vorarlberger Theatercompagnie Café Fuerte zeigt noch drei mal die Inszenierung «Die Wand». Die Dramatisierung des Romans von Marlen Haushofer war bereits 14 Mal in Vorarlberg, der Schweiz und Süddeutschland zu sehen. Zuletzt wurde das Stück am Wochenende in Urnäsch aufgeführt. Jetzt werden die letzten drei Vorstellungen gespielt – an einem besonderen Ort: Die Ausserrhoder Regisseurin Danielle Fend-Strahm zeigt ihre Inszenierung auf Hinterbergalpen in Hittisau, Vorarlberg. Am 16., 17. und 18.September, Treffpunkt ist um 19.30 Uhr auf dem Dorfplatz Hittisau, dann wandern die Zuschauerinnen und Zuschauer gemeinsam zum Spielort. Danielle Fend-Strahm bringt diesen verstörenden und wunderschönen Roman mit der Tänzerin Eve Ganneau und der Schauspielerin Kristine Walther auf eine winzige Holzbühne in weiter Natur. Infos und Tickets auf cafefuerte.ch

In Marlen Haushofers Roman wird eine namenlose Ich-Erzählerin bei einem Wochenendausflug in einer Jagdhütte plötzlich durch eine unsichtbare Wand von der Aussenwelt abgeschnitten. Alles Leben hinter der Wand scheint erloschen. Sie selber muss nun um ihr Überleben kämpfen, und um das der ihr zugelaufenen Tiere.

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Montag, 14.September – 8:48 Uhr

Protagonisten des Dokfilms «Shalom Allah» diskutieren in Romanshorn über ihre Konversion zum Islam

(pd/miz) Der Schweizer Filmemacher David Vogel hat für seinen Dokfilm «Shalom Allah» vier Schweizer Konvertiten sieben Jahre lang begleitet und ihren Weg zum Islam dokumentiert. Sein Film wird ab 15.September im Kino Roxy Romanshorn gezeigt. Am Mittwoch, 23. September, sind der Regisseur David Vogel und seine Protagonistenfamilie zum Gespräch anwesend. Nach der Filmvorführung werden Vogel und das Ehepaar Lo Manto Fragen zum Film beantworten. Matthias Loretan führt durch das Gespräch.

Der Film zeigt, wie Aïcha, Johan und das Ehepaar Lo Manto einen Schritt in ihrem Leben gemacht haben, der viele Menschen in ihrem Umfeld verstört. Sie haben das muslimische Glaubensbekenntnis abgelegt. Damit beginnt ihre Verwandlung und Neuorientierung. Aïcha zieht von der ländlichen Provinz in die Grossstadt und befolgt euphorisch die strengen Regeln ihrer neuen Religion. Die Lo Mantos versuchen sich in ihrer Umgebung gegen Vorurteile zu behaupten. Und Johan trägt Bart und kokettiert mit seiner Rolle als strenggläubiger Muslim. Oder bildet sich der Filmemacher David Vogel das nur ein? Welche Rolle spielt seine eigene jüdische Vergangenheit? Je länger er seine Protagonisten begleitet, desto mehr spürt er, dass er seine eigene Biografie nicht ignorieren kann. Seine religiöse Vergangenheit holt ihn ein, jene, die er weit hinter sich gelassen zu haben glaubte.

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Freitag, 11. September – 15:15 Uhr

Laura Vogt präsentiert ihren Roman im Literaturhaus Thurgau

Autorin Laura Vogt mit ihrem neuen Roman «Was uns betrifft».

Autorin Laura Vogt mit ihrem neuen Roman «Was uns betrifft».

Bild: Urs Bucher (26. März 2020)

(pd/rbe) Am Donnerstag, 17. September, 19.30 Uhr, liest die Autorin Laura Vogt im Literaturhaus Thurgau in Gottlieben. Die gebürtige Teufnerin schreibt neben Prosa auch lyrische, dramatische und journalistische Texte und ist als Schriftdolmetscherin und Mentorin tätig. 2016 erschien ihr Debütroman «So einfach war es also zu gehen».

In Gottlieben liest Vogt aus ihrem neuen, zweiten Roman «Was uns betrifft». Dieser strotzt gemäss Mitteilung «von beinah triefender Weiblichkeit, nie entblössend, nie voyeuristisch, aber unsäglich ehrlich und direkt». Vogt wirft mit dem Buch Fragen auf: Was bedeutet es in der heutigen Zeit, Mutter zu sein? Was ist Weiblichkeit? Welche Beziehungen sind möglich, und wie bleibt man darin selbstbestimmt?

Reservationen sind auf der Webseite des Literaturhauses möglich.

Freitag, 11. September – 13:02 Uhr

Dreimal Videokunst im Kunstmuseum Winterthur

Standbild aus Bill Violas Video «The Reflecting Pool» aus der Sammlung von Heinz. E. Toggenburger im Kunstmuseum Winterthur..

Standbild aus Bill Violas Video «The Reflecting Pool» aus der Sammlung von Heinz. E. Toggenburger im Kunstmuseum Winterthur..

(pd/gen) Im Kunstmuseum Winterthur sind ab dem 12. September gleich drei Ausstellungen neuer Medien zu sehen. Zu entdecken gibt es Werke von Videokünstlerinnen und -künstlern von den 1960er Jahren bis in die Gegenwart.

Dank einer grosszügigen Schenkung von Heinz E. Toggenburger konnte das Kunstmuseum Winterthur die Grundlage für eine Sammlung neuer Medien schaffen. Mit der Ausstellung «Bewegte Bilder» gewährt es erstmals Einblick in diese Sammlung. Einen Schwerpunkt bilden exemplarische Werke herausragender Videokünstlerinnen und -künstler wie John Baldessari, Bruce Nauman, Carolee Schneeman oder Lawrence Weiner. Die Nachfolgegenerationen sind mit Matt Mullican, Bill Viola und Mona Hatoum vertreten. Den wichtigsten Schwerpunkt bilden indes Videoarbeiten von den 1990er Jahren bis zur Gegenwart mit Werken von Sylvie Fleury, Pipilotti Rist und Lutz & Guggisberg.

Begleitet wird die Sammlungsausstellung durch Einzelausstellungen von David Claerbout und Keren Cytter. Der Belgier David Claerbout ist in den vergangenen Jahren gleichermassen mit spektakulären wie vielschichtigen Videoarbeiten hervorgetreten. Keren Cytter hingegen erzählt Geschichten – absurde, witzige und meist abgründige. Dabei bedient sich die in Tel Aviv geborene und heute in New York lebende Künstlerin unterschiedlicher formaler Möglichkeiten des experimentellen Kinos, des Film noir und «Direct Cinema».

Vernissage Freitag, 11. September, 18.30 Uhr; Kurzfilme von Keren Cytter im Kino Cameo Winterthur Sonntag, 13. September, 19 Uhr; Ausstellung bis 16.11.20

Freitag, 11. September – 10:13 Uhr

Das Vokalensembe Calmus huldigt in der St. Galler Laurenzenkirche Meistern aus Leipzig

Das Leipziger Calmus-Ensemble singt a cappella – heute von Leipziger Meistern der Vokalkunst, sonst oft auch in eigenen Arrangements, von Bach bis Pop.

Das Leipziger Calmus-Ensemble singt a cappella – heute von Leipziger Meistern der Vokalkunst, sonst oft auch in eigenen Arrangements, von Bach bis Pop.

Bild:pd

(pd/bk.) Die Mitglieder haben ihre Gesangsausbildung in weltweit bekannten Leipziger Institutionen absolviert: Anja Pöche sang im Gewandhaus-Kinderchor, ihre Kollegen Stefan Kahle, Friedrich Bracks, Ludwig Böhme und Manuel Helmeke waren Thomaner. Nach der Schulzeit formierten sich die fünf zum Calmus-Ensemble und sind seither unterwegs als Klangbotschafter ihrer Heimatstadt – auch in St. Gallen waren sie schon mehrfach zu hören mit klug zusammengestellten, einfallsreichen Programmen. Präzision, Klangkultur und Leichtigkeit sind ihr Markenzeichen, in Konzerten begeistern sie durch Farbenreichtum, Witz und spürbare Musizierfreude.

Heute Abend macht das Calmus-Ensemble erneut Station in St. Gallen: Es singt im Rahmen der Laurenzenkonzerte 2020 Werke von «Leipziger Meistern der Vokalkunst», allen voran Johann Sebastian Bach und Felix Mendelssohn Bartholdy. Ein Höhepunkt wird die Vokalbearbeitung des b-moll-Präludiums aus Bachs «Wohltemperiertem Clavier» sein, auf die Worte des Psalms 51 «Miserere».

Freitag, 11.9., 19.30 Uhr, Kirche St. Laurenzen. Eintritt frei, Kollekte – Nächstes Konzert der Reihe: 18.9., 19.30 Uhr: Chopin und Liszt A Tempo. Mit einer kurzen Einführung ins «A Tempo Projekt». Bernhard Ruchti, Klavier.

Donnerstag, 10. September – 18:47 Uhr

Das St.Galler Schaufensterkunstprojekt «Another long evening» wird fortgesetzt

Nadia Veronese ist die Initiantin von «Another long evening».

Nadia Veronese ist die Initiantin von «Another long evening».

Michel Canonica

(gen) Das Ausstellungsprojekt «Another long evening» verwandelt Schaufenster von lokalen Geschäften in der Stadt St.Gallen zu Ausstellungsorten für nationale und internationale Kunst. Eigentlich wäre die Ausstellung, die am 1. Juli startete, am 31. August zu Ende gegangen. Doch in einigen Schaufenstern sind auch noch im September Werke der Skulptur, Malerei, Fotografie sowie Videoarbeiten zu sehen. Dazu zählen: Franz Ackermann bei Unikatessen, Hugo Borner bei Picante Bar Club, Patrick Cipriani bei LaVigna, kappenthuler/federer bei Ex Walder Schuhe, Barbara Signer bei Le Soir le Jour und Herbert Weber bei Elisabeth Berger.

Ab Samstag, 12. September, wird neu eine Videoprojektion der international renommierten St.Galler Videokünstlerin Pipilotti Rist im Haupthaus von Mode Weber einsehbar sein. Bei Goldschmiede Gabriela Frei wird ausserdem noch bis Ende September das Video «Lèche-vitrines» der frisch gekürten Manor-Preisträgerin 2021 Martina Morger zu sehen sein.Danach werden dort Ostschweizer Künstler im wöchentlichen Turnus Videos zeigen, vorerst bis Ende Jahr.

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Donnerstag, 10. September – 16:35 Uhr

Der St.Galler Christian Roellin eröffnet in seiner ehemaligen Galerie einen Kulturraum

Christian Roellin in seinem Kulturraum.

Christian Roellin in seinem Kulturraum.

Nik Roth

(gen) Vor bald vier Jahren schloss der St.Galler Galerist Christian Roellin seine Galerie, die er 2004 im städtischen Lagerhaus an der Davidstrasse eröffnet hatte. Vor seiner Tätigkeit als Galerist hatte der Ökonom Kunstsammlungen für die UBS, die Helvetia- und Winterthur Versicherungen aufgebaut. 2009 war Roellin nach einem Jahr Auszeit an die Talhofstrasse 11 umgezogen, direkt neben sein Wohnhaus, in ein Gebäude, wo früher sein Grossvater Käse gelagert hatte.

Werke Othmar Eders.

Werke Othmar Eders.

PD

Bei seinem Rückzug von der Galerietätigkeit Anfang 2017 hatte Christian Roellin laut über die Idee nachgedacht, künftig das St.Galler Kulturleben durch kurze Aktionen mit Kunst, Musik und Lesungen zu bereichern. Daraufhin war es lange still um ihn geworden, bis der mittlerweile 72-Jährige Anfang 2020 die Wiedereröffnung seiner Galerie als Kulturraum ankündigte. Die Einladungskarten waren schon gedruckt, doch dann kam die Pandemie und mit ihr der Lockdown, und es wurde vorerst nichts daraus.

Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Am Samstag, 12. September, ist nun endlich soweit: Ein Wochenende lang, und auf Anfrage auch in der darauffolgenden Woche, ist die Ausstellung des Thurgauer Künstlers Othmar Eder zu besichtigen. Die Laudatio hält Markus Landert, der Direktor des Thurgauer Kunstmuseums. Eine Vorbesichtigung auf Anfrage schon ab dem 10. September möglich.

Vernissage Samstag, 12. September, 11 Uhr, Talhofstrasse 11, St.Gallen; Öffnungszeiten: Sa, 12.9., 11–16 Uhr, So, 13.9., 11–16 Uhr; Vor- und Nachbesichtigung 10.–16. September, Tel. 079 219 98 24, kulturraum@christianroellin.ch

Donnerstag, 10.September – 13:04 Uhr

Finissage im Kunsthorst Eschlikon

Jordanis Theodoridis bei der ersten Präsentation der Ausstellungsserie «The Beauty and the Beast» im November 2019 im Kunsthorst Eschlikon. Jetzt endet die Reihe.

Jordanis Theodoridis bei der ersten Präsentation der Ausstellungsserie «The Beauty and the Beast» im November 2019 im Kunsthorst Eschlikon. Jetzt endet die Reihe.

Bild: Andrea Stalder

(pd/miz) Finissage im Kunsthorst Eschlikon: Die Ostschweizer Galeristen Werner Widmer und Jordanis Theodoridis zeigen kommenden Dienstag, 15.September, 18 Uhr zum letzten Mal eine Ausstellung der Reihe «The Beauty and the Beast». Unter dem Titel «Supplement» präsentieren für den letzten Teil der Gruppenausstellung eine Auswahl von Werken aus der Sammlung von widmertheodoridis. Die Arbeiten zeigten unterschiedliche Aspekte der Porträtdarstellung und ermöglichten ein nochmaliges Eintauchen in das Thema von «The Beauty and the Beast», schreiben die Galeristen in ihrer Ankündigung.

Auf ihrer Kleinstausstellungsfläche im Horst Eschlikon, untergebracht auf dem Areal der früheren Ziegelei, präsentierten sie seit November vergangenen Jahres jeden Monat und immer nur am 15. künstlerische Positionen dieser Gruppenausstellung, die sich der Porträtdarstellung widmet. Ausgehend von der Abbildung menschlicher Figuren und Gesichter greife «The Beauty and the Beast» aktuelle Themen und Begriffe der zeitgenössischen Kunst, wie Repräsentation und Schönheitsideal, Verfremdung und Realität, Identität auf.

Ursprünglich sollte die Ausstellungsreihe am 15.August 2020 enden – jetzt wird sie am 15.September mit einer zusätzlichen Präsentation abgeschlossen.

Donnerstag, 10. September, 10:07 Uhr

Drei neue Songs der St.Galler Band No Brain Justice

(rbe) Um die Band No Brain Justice ist es in den vergangenen Jahren ruhig geworden. Nun haben die St.Galler Musiker ihre Band wieder reaktiviert und einen ersten Song veröffentlicht. «The Truth» heisst er und ist ab sofort auf Spotify verfügbar. Im Oktober soll ein zweiter Song folgen, und Ende Jahr dann der dritte inklusive Video.

Bei No Brain Justice handelt es sich sozusagen um eine St.Galler Supergroup, da Musiker aus mehreren bekannten Bands versammelt. Schlagzeug spielt Lorenz Niederer, der unter dem Namen Silentbass bekannt ist und in der Band The Peoples Republic spielt. An der Gitarre ist Tobias Maienfisch, der unter dem Namen Lowray ein eigenes Singer-Songwriter-Projekt verfolgt. Als Sänger und Gitarrist tritt Urs Kaufmann auf, ebenfalls bekannt von The Peoples Republic. Bass spielt Urs Hättenschwiler.

Mittwoch, 9. September – 15:57 Uhr

Neue Direktorin für das Kunstmuseum Liechtenstein

Letizia Ragaglia, designierte Direktorin des Kunstmuseums Liechtenstein.

Letizia Ragaglia, designierte Direktorin des Kunstmuseums Liechtenstein.

PD

(pd/gen) Letizia Ragaglia wird im kommenden Jahr als Direktorin die Leitung des Kunstmuseums Liechtenstein übernehmen. In einem mehrstufigen Auswahlverfahren, das von einer internationalen Beratungsfirma begleitet wurde, hat der Stiftungsrat des Museums mit Unterstützung einer internationalen Findungskommission Frau Ragaglia einstimmig zur neuen Direktorin gewählt. Sie wird ihre neue Funktion am 1. Juli 2021 antreten.
Letizia Ragaglia übernimmt die Direktion des Kunstmuseum Liechtenstein von Dr. Friedemann Malsch, der im Sommer 2021 in den Ruhestand geht. Dr. Malsch war Gründungsdirektor des Museums und leitet dieses seit seiner Eröffnung im November 2000. Wie das Museum in einer Mitteilung schreibt, habe er es in seiner mehr als 20-jährigen Amtszeit verstanden, dem Museum ein klares und eigenständiges Profil zu geben, das heute im Konzert der internationalen Museen moderner und zeitgenössischer Kunst wahrgenommen und anerkannt werde.

Letizia Ragaglia bringt weitreichende Erfahrung als Kuratorin und in der Museumsleitung mit. Nach ihrem Studium der Kunstgeschichte und Museumskunde war die 51-jährige Südtirolerin zunächst freie Kuratorin, dann 2002–2008 Chefkuratorin am Museion – Museum für moderne und zeitgenössische Kunst in Bozen. Anschliessend übernahm sie bis Mai 2020 dessen Leitung. Ragaglia freut sich sehr auf ihre kommenden Aufgaben und sagt dazu:

«Es ist für mich eine Freude und Ehre, in Liechtenstein ein neues Kapitel meines Werdegangs einschlagen zu dürfen.»
Mittwoch, 9. September, 15:16 Uhr

Rheintaler Dokfilm über einen Katzenmann in der «New York Times» erwähnt

Lasse Linder, Filmemacher aus Widnau, wirft mit seinem Kurzfilm «Nachts sind alle Katzen grau» hohe Wellen.

Lasse Linder, Filmemacher aus Widnau, wirft mit seinem Kurzfilm «Nachts sind alle Katzen grau» hohe Wellen.

Bild: Hanspeter Schiess (Zürich. 13. Januar 2020)

(rbe) Grosse Ehre für den Widnauer Filmemacher Lasse Linder. Die New York Times hat seinen Kurzfilm «Nachts sind alle Katzen grau» prominent auf ihrer Webseite platziert. Lindners Film wurde in die «Op-Docs»-Serie der New York Times aufgenommen, einer kuratierten Auswahl an Dokfilmen aufstrebender Filmemacher. Die Resonanz auf die Beiträge ist jeweils gross; auch Linders Film hat innert eines Tages schon fast 300 Kommentare ausgelöst.

«Nachts sind alle Katzen grau» portraitiert einen 48-jährigen Bregenzer, der allein mit seinen Katzen lebt. Zu sehen ist der Alltag dieses Katzenmannes mit Fokus auf seine eigensinnige Beziehung zu seinen zwei Katzen. Dieses Trio errichte sich eine Welt, die ihnen allein gehöre, schreibt die New York Times in einem kurzen Beitrag. Linders Film erinnere daran, «dass Familie das ist, was wir daraus machen. Alles, was sie definiert, ist Liebe».

Der 18-minütige Dokumentarfilm ist Linders Abschlussarbeit seines Filmstudiums an der Hochschule Luzern. Die Jury des Filmfestivals in Locarno würdigte «Nachts sind alle Katzen grau» mit einer speziellen Erwähnung und hob den Dokfilm so aus der Masse heraus.

Seither war der Streifen an zahlreichen weiteren Filmfestivals auf der ganzen Welt zu sehen, von Toronto bis St.Petersburg, von Italien bis Brasilien. Auch diverse Auszeichnungen hat der Rheintaler Filmemacher inzwischen gewonnen.

Mittwoch, 9. September – 14:45 Uhr

Vier-Länder-Jugendorchester Quarta in St. Gallen

(map) Die Jugendphilharmonie Quarta vereint junge, talentierte Musikerinnen und Musiker unter der Leitung des Vorarlberger Dirigenten Christoph Eberle. Seit 2016 und mit grossem Erfolg beim Publikum. Bei Quarta spielen junge Menschen aus den vier Bodensee-Anrainerstaaten zusammen. Im Corona-Jahr war eigentlich Gustav Mahlers vierte Sinfonie geplant. Die grosse Besetzung konnte die Corona-Auflagen allerdings nicht erfüllen.

Jetzt tourt das Orchester dafür mit Beethovens sechster Sinfonie, der «Pastorale» in der Region. Dazu gibt es Beethovens zweite Romanze für Violine und Orchester sowie Mozarts A-Dur-Sinfonie KV 201. Das begeisternde und mitreissende Orchester, das etwa 2017 mit Mahlers erster Sinfonie das Publikum völlig mitriss, gastiert am Samstag, 12.9., 19.30 Uhr, in der Tonhalle St.Gallen.

Das Jugendorchester Quarta unter seinem Dirigenten Christoph Eberle.

Das Jugendorchester Quarta unter seinem Dirigenten Christoph Eberle.

Bild: PD
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ORCHESTER: Musizieren ohne Ellbogendenken

Das Vier-Länder-Jugendorchester Quarta unter dem Vorarlberger Dirigenten Christoph Eberle startet in die zweite Saison. Mit einem ambitionieren Programm. Neu ist das Orchester eine Partnerschaft mit dem Konservatorium Winterthur eingegangen.
Mittwoch, 9. September – 12:50 Uhr

Kleberei Rorschach startet mit neuem Herbstprogramm

Die Ska-Pop-Band Frank.

Die Ska-Pop-Band Frank.

Bild: pd

(pd/map) Am Donnerstag, 10. September, 20 Uhr, gehört die Bühne der Kleberei in Rorschach zwei Bands, die es zu entdecken lohnt. Im Vorprogramm sind Roxana Fischbacher & Band zu erleben, und als Hauptact spielen und singen Frank mitreissenden Ska-Pop. Frank ist eine Gruppe junger Musiker, die seit 2016 zusammen sind und mit ihrem kreativen Sound frischen Wind in die Ska-Pop Szene bringen. Die Kleberei Rorschach startet mit diesem Konzert erstmals auch ein Herbstprogramm. Bis Ende November stehen fünfzehn Veranstaltungen verschiedener Sparten auf dem Programm.

Mittwoch, 9. September - 12:40 Uhr

Offene Ateliers im Atelierhaus im Sitterwerk St.Gallen

Künstlerin Axelle Stiefel.

Künstlerin Axelle Stiefel.

PD

(pd/gen) Ausstellungen wurden verschoben, Vernissagen abgesagt, Produktionen eingefroren, Recherchereisen annulliert, Ateliers aufgegeben. Die letzten Monate waren für viele Künstlerinnen und Künstler eine Herausforderung. In diesen unsicheren Zeiten war das Atelierhaus der Stiftung Sitterwerk in St.Gallen ein willkommener Ort der Isolation und Kontemplation, wo Leben und Schaffen weitergehen. Zwischen März und September 2020 waren die Ateliers dicht besetzt. Endlich dürfen die Türen wieder geöffnet werden. Am Donnerstag, 10. September, um 17 Uhr, präsentiert sich die ganze Fülle an Kunstschaffenden, die während und seit dem Lockdown im Ateliershaus gearbeitet hat. Anwesend sein werden Axelle Stiefel, Cécile Hummel, Camille Henrot, Micha Zweifel und Sabrina Chou. Auch für Verpflegung ist gesorgt, es wird Dim Sum offeriert.

Um die Schutzmassnahmen bezüglich Covid-19 einhalten zu können, wird um eine Voranmeldung gebeten: post@sitterwerk.ch. Es gelten die Abstandsregeln, Desinfektionsmittel und Schutzmasken stehen bereit. Während des Anlasses muss in den Innenräumen eine Maske getragen werden.

Dienstag, 8. September – 16:26 Uhr

Leiter des Klangfestivals Toggenburg gewinnt Award

Der Leiter des Klangfestivals Toggenburg Christian Zehnder.

Der Leiter des Klangfestivals Toggenburg Christian Zehnder.

Florian Arnold (urner Zeitung) / Urner Zeitung

(pd/gen) Der Musiker, Stimmkünstler und Leiter des Klangfestivals Toggenburg, Christian Zehnder, erhält einen von drei goldenen Albert Mountain Awards. Diese werden von der schweizerischen King Albert I Memorial Foundation verliehen und am 25. September 2020 übergeben. Zum ersten Mal führt die Foundation die Preisverleihung im Alpinen Museum der Schweiz in Bern durch. Der goldene Albert Mountain Award wird für massgebliche Verdienste in der Welt der Berge verliehen: Neben Christian Zehnder erhalten auch die französische Zeitschrift «L’Alpe» und das schweizerische WSL-Institut für Schnee- und Lawinen- forschung SLF die Auszeichnung.

Der 1961 geborene Christian Zehnder sei als Grenzgänger zwischen Jazz, Klassik und alpiner Volksmusik ein Wegbereiter der Neuen Musik, schreibt das Alpine Museum in einer Mitteilung. Er habe die Begriffe Urban Jodeling und Neue alpine Musik geprägt, Echos und andere Urklänge erforscht und in grösster Selbstverständlichkeit Oper mit Jodel und Avantgarde mit Heimatklängen verbunden.

Dienstag, 8. September – 14:58 Uhr

Lesung mit der St.Galler Autorin Rebecca C. Schnyder im Museum im Lagerhaus

Die St.Galler Autorin Rebecca C. Schnyder.

Die St.Galler Autorin Rebecca C. Schnyder.

Nik Roth

(pd/gen) Eveline Ketterer, André Willmund und die Autorin Rebecca C. Schnyder lesen am Freitag, 18. September, um 19 Uhr im St.Galler Museum im Lagerhaus aus ihrem 2017 uraufgeführten Stück «Alles trennt».
Seit Renata von ihrem Mann verlassen wurde, zählen für sie nur noch der Alkohol und die Beziehung zu ihrem Kind. Um ihre Tochter Lina immer mehr an sich zu binden, zwingt Renata ihr deshalb ein rigides Ordnungssystem auf. Als eines Tages der Jurastudent Leo auftaucht, um eine Räumungsklage vorbeizubringen, droht die strikte Ordnung zwischen Mutter und Tochter jedoch zu bröckeln.
In kurzen, zarten Episoden entwickelt die Autorin ein zerstörerisches Spiel um Schuld und Sühne und eine berührende Geschichte, in der die Sehnsucht nach individueller Entfaltung Überhand gewinnt.

Dienstag, 8. September – 12:12 Uhr

Filmperlen im Kunstmuseum St.Gallen

Der Film «Afterall» von Rä di Martino ist Teil der Ausstellung «Metamorphosis Overdrive» und am Sonntag, 13. September, als Vorfilm zu sehen.

Der Film «Afterall» von Rä di Martino ist Teil der Ausstellung «Metamorphosis Overdrive» und am Sonntag, 13. September, als Vorfilm zu sehen.

Sebastian Stadler

(pd/gen) Der Cineclub St.Gallen lanciert in Zusammenarbeit mit dem Kunstverein St.Gallen eine Filmreihe im Kunstmuseum St.Gallen. Verschiedene Spiel- und Dokumentarfilme werden jeweils von einem Vorfilm aus der Sammlung des Kunstmuseums ergänzt.

Kürzlich kam der Vorstand des Cineclub auf die Idee, in Zusammenarbeit mit weiteren Kunst- und Kulturinstitutionen, Filme auch ausserhalb ihres gewohnten Projektionsraums zu zeigen. Eine erste Kooperation mit dem Kunstverein St.Gallen entstand. Deshalb werden ab September 2020 im Kunstmuseum künstlerisch herausragende Filme, die auf Kunstinhalten basieren, gezeigt. Die Vorfilme stammen aus der bedeutenden Videosammlung des Kunstmuseums.

Die erste Reihe von drei Spiel- oder Dokumentarfilmen setzt am 13. September den Schwerpunkt auf ein Künstlerportait (Andy Goldworthy), dann am 25. Oktober auf eine filmische schwarz-weiss Trouvaille von Hitchcock (Blackmail, 1929), sowie am 8. November auf ein fotografisches Roadmovie der Filmkünstlerin Agnes Varda (Visages Villages).

Alle drei Filme werden ergänzt durch einen passenden Kurzfilm aus der Sammlung des Kunstmuseums St. Gallen: 13.9., Vorfilm Afterall, 2019, Video von Rä di Martino; 25.10., Vorfilm Gucci Satellite
1997, Video von Sylvie Fleury; 8.11., Vorfilm Siegrun 4-26-95
1995, Video von Beat Streuli.

Filmvorführungen im Vortragssaal des Kunstmuseums St.Gallen,, Eintritt CHF 25.– / CHF 10.– für Mitglieder des Cineclubs und / oder Kunstvereins St.Gallen. Der Museumseintritt ist im Eintrittspreis enthalten.

Dienstag, 7. September – 09:20 Uhr

Thurgauer Trio Arsis spielt in Weinfelden

Von links: Oboistin Marietta Bossart mit den Mitgliedern des Trios Arsis: Flurina Sarott, Cristina Janett und Delaja Mösinger.

Von links: Oboistin Marietta Bossart mit den Mitgliedern des Trios Arsis: Flurina Sarott, Cristina Janett und Delaja Mösinger.

(pd/gen) Am Samstag, 12. September, spielt das Thurgauer Trio Arsis um 20 Uhr im evangelischen Kirchgemeindehaus Weinfelden unter dem Titel «Nicht ganz klassisch» bekannte und unbekannte Musik aus der Klassik und dem Neoklassizismus: Beethoven, Arrieu, Arnold, Telemann, Bacewicz und Mozart. Unterstützt wird es von der Oboistin Marietta Bosshart, die mit dem Holzblasinstrument eine weitere Klangfarbe einbringt. Die Cellistin Cristina Janett ist in Sulgen, Violinistin Delaja Mösinger in Weinfelden aufgewachsen. Geigerin Flurina Sarott unterrichtet derzeit an der Jugendmusikschule Weinfelden und auch Cristina Janett war bis vor einiger Zeit als Cellolehrerin dort tätig.

Die Werke des Komponisten Arnold und der beiden Komponistinnen Arrieu und Bacewicz sind in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstanden und lassen sich dem Neoklassizismus zuordnen. Mit der Gegenüberstellung von Werken aus der Klassik und aus dem Neoklassizismus möchte das Trio Arsis dem Publikum ermöglichen, die Verwandtschaft dieser beiden Formsprachen hörend zu entdecken und sich an den jeweiligen Eigenheiten zu erfreuen, wie es in einer Mitteilung schreibt.

Montag, 7.September – 17:24 Uhr

Finissage im Zeughaus Teufen

Wodurch wird unsere Wahrnehmung der Welt geprägt? Das Ausstellungsprojekt «Apropos flüchtige Augenblicke» im Zeughaus Teufen ging dieser Frage nach.

Wodurch wird unsere Wahrnehmung der Welt geprägt? Das Ausstellungsprojekt «Apropos flüchtige Augenblicke» im Zeughaus Teufen ging dieser Frage nach.

Bild: PD

(pd/miz) Noch hingehen: Am Sonntag, 13.September, feiert Kurator Ueli Vogt im Zeughaus Teufen ab 14 Uhr Finissage des Projekts «Apropos flüchtige Blicke». Seit mehr als einem Jahr hängen die Bilder des Apropos-Projekts im Zeughaus Teufen. Was sehen wir, wenn wir durch die Welt gehen? Wodurch wird diese Wahrnehmung geprägt? Diesen Fragen ging das Projekt Apropos nach, mit Bildern unter anderem von Daniel Ammann, Martin Benz, Peter Egloff, Joshua Loher oder Eva Rekade. Es sei eher als offenes Projekt denn als Ausstellung gedacht. Aus dem Fundus der Bilder sollten immer wieder neue Themen und Querbezüge aufgenommen und vertieft werden. Am Sonntag, 13.September nun zum letzten Mal.

Vieles sei im Zeughaus Teufen neu dazu gekommen, so die Bilder von Regula Engeler, die noch bis zum Sonntag, 27.09.20 zu sehen seien. Oder die «Stirnwand» mit Hella Sturzenegger, der nächste und letzte Wechsel dieses Formates werde am 13.Dezember stattfinden. Zudem seien viele Architekturstudien und -modelle der Architekturwerkstatt St.Gallen eingezogen wie auch klingende Arbeiten des Projekts Homework.

Die Ausstellung «Apropos flüchtige Augenblicke» war als langanhaltendes Projekt mit vielen kleinen und intensiven Ergänzungsprojekten gedacht, heisst es in einer Mitteilung. Dieses dynamische Format habe sich als erstaunlich flexibel erwiesen und habe auch während der Pandemiewelle standgehalten.

Montag, 7.September - 15:38 Uhr

Ausstellung in Werdenberg zeigt prämierte Wettbewerbsbeiträge

(pd/miz) Am 11.September feiert die Fotoausstellung «Vertikale und Verdichtung» in Werdenberg Vernissage. Diese wird von der kantonalen Denkmalpflege St.Gallen durchgeführt – und beruht auf einem von der Denkmalpflege ausgeschriebenen Wettbewerb.

Zu den Europäischen Tagen des Denkmals, die am 12. und 13. September 2020 stattfinden, hatte die kantonale Denkmalpflege zum sechsten Mal einen Fotowettbewerb ausgeschrieben. Gesucht wurden Sichten auf das Thema «Vertikale und Verdichtung» in unserer gebauten Umwelt, so die Ausschreibung. 230 Fotos wurden zu eingereicht, schreibt die Denkmalpflege in einer Mitteilung.

Eine Fachjury prämierte die 50 besten Bilder, die in einem Taschenbuch veröffentlicht werden. Zusätzlich werden die zehn besten Bilder vom 11. September bis am 4. Oktober 2020 im Städtli Werdenberg ausgestellt. Die drei Erstplatzierten erhalten ein Preisgeld.

Die Ausstellung wird am 11. September 2020 mit einer Vernissage und der Prämierung der ersten drei Ränge eröffnet. Um 16.15 Uhr startet der Anlass mit einem Architekturspaziergang vom Städtli zum Schloss Werdenberg. Um 17.30 Uhr beginnt die Vernissage mit Fachvortrag und Prämierung der Siegerfotos. Detailinformationen zum Anlass auf der Website der kantonalen Denkmalpflege

Sieht so das verdichtete Bauen der Zukunft aus? Mit diesem Bild laden die Europäischen Tage des Denkmals zu den diesjährigen Veranstaltungen.

Sieht so das verdichtete Bauen der Zukunft aus? Mit diesem Bild laden die Europäischen Tage des Denkmals zu den diesjährigen Veranstaltungen.

Bild: PD
Montag, 7.September – 11:44 Uhr

Jens Steiner liest und diskutiert seinen neuen Roman in Gottlieben

Der Schweizer Schriftsteller Jens Steiner ist zur Zeit Stipendiat der Kulturstiftung des Kantons Thurgau.

Der Schweizer Schriftsteller Jens Steiner ist zur Zeit Stipendiat der Kulturstiftung des Kantons Thurgau.

Bild: Gian Ehrenzeller / KEYSTONE (Romanshorn, 19.8.2020)

(pd/miz) Am Donnerstag beginnt die neue Reihe «Literaturtisch» im Literaturhaus Thurgau. Gallus Frei-Tomic, Programmleiter des Literaturhauses, bittet den Schriftsteller Jens Steiner zu Tisch. Am 10.September startet der «Literaturtisch» um 18 Uhr, die Lesung dann um 20 Uhr. Das neue Format sei eine einmalige Gelegenheit, einer Autorin oder einem Autor zu begegnen, so Frei-Tomic. Und auch der Schreibende würde das Format geniessen. Die Kenntnis des Buches sei von Vorteil, heisst es in der Ankündigung, die Platzzahl sei beschränkt.

Der Schriftsteller Jens Steiner, aktuell Stipendiat 2020 der Kulturstiftung des Kantons Thurgau, diskutiert am Donnerstag, 10. September um 18 Uhr im Literaturhaus Thurgau in Gottlieben mit Leserinnen und Lesern über seinen neuen Roman «Ameisen unterm Brennglas». Um 20 Uhr wird Steiner dann aus seinem neuen Roman lesen. In diesem zeichnet Steiner mit präzisem Blick und feinem Humor eine Milieustudie, die zeigt, wie Überforderung, Ängste und Einsamkeit die Mitte der Gesellschaft immer fragiler werden lassen.

Mit der neuen Reihe sollen sich Leserinnen, Leser und Autorinnen und Autoren im Austausch begegnen. «Meist haben die Autorinnen und Autoren wenig Chancen zu erfahren, was die Leser vom Buch wirklich denken», sagte Gallus Frei-Tomiv im Interview mit dem Tagblatt. Im neuen Format «Literaturtisch» sollen maximal 15 Personen, die das Buch bereits gelesen haben, mit dem Autor oder der Autorin an einem Tisch sitzen und diskutieren. «So soll ein Austausch entstehen, was in klassischen Lesungen nicht passiert.» Reservationen unter www.literaturhausthurgau.ch oder +41 71 669 34 80.

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Interview

«Ja Gopf, hätte ich mir ein Thema geben sollen?»: Literaturvermittler Gallus Frei-Tomic startet seine erste Saison am Literaturhaus Thurgau

Am Samstag, 22.August, startet das Literaturhaus Thurgau in die neue Saison – es ist die erste, in welcher Gallus Frei-Tomic das Programm verantwortet. Der Amriswiler Primarlehrer und Literaturvermittler über Wasserglaslesungen, neue Formate und warum es nicht seine Motivation ist, bei jeder Veranstaltung ausverkauft zu sein.
Julia Nehmiz
Montag, 7.September – 10:38 Uhr

Thurgauer Künstler zeigt Einzelausstellung im Haus für Kunst Uri

(pd/miz) Der Künstler Valentin Magaro, 1972 im thurgauischen Münsterlingen geboren, eröffnet am 12.September um 17.30 Uhr seine Einzelausstellung im Haus für Kunst Uri. Magaro setzt sich als Zeichner und Maler mit Bildtraditionen und Darstellungsmöglichkeiten der Gegenwart auseinander. Für seine Einzelausstellung im Haus für Kunst Uri lässt sich der Künstler vom Werk Heinrich Danioths inspirieren, zum Teil schafft er reagierend darauf neue Werkzyklen oder er kombiniert seine Arbeiten im Dialog mit Arbeiten des 1953 verstorben Künstlers. Magaro nähert sich dabei den Bildmotiven über Figuren, die überzeichnet oder drastisch karikaturistisch, wie auch stereotyp die innerbildliche Erzählung in die Gegenwart katapultieren und ein spannungsvolles Gespräch mit Danioths Malerei aufnehmen.

Valentin Magaro absolvierte die Vorkurse für Gestaltung in Romanshorn und St.Gallen, besuchte die Fachklasse für wissenschaftliches Zeichnen in Zürich. Seit 2001 zeigt er Einzelausstellungen im In- und Ausland, so 2019 im Shed Eisenwerk Frauenfeld, 2017 in der Galerie Bleisch Arbon oder 2015 im Museum Rosenegg in Kreuzlingen; zudem war er in zahlreichen Gruppenausstellungen zu sehen. Magaro wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Adolf-Dietrich-Förderpreis 2007, IBK-Förderpreis 2010, Förderbeitrag Kanton Thurgau 2012. Er lebt und arbeitet in Winterthur.

Valentin Magaro, ohne Titel 2020, Acryl und Tusche auf Papier/Collage, 59 x 42 cm.

Valentin Magaro, ohne Titel 2020, Acryl und Tusche auf Papier/Collage, 59 x 42 cm.

Bild: PD
Freitag 4. September – 19:07 Uhr

Café Fuerte inszeniert «Die Wand» in Urnäsch

Schauspielerin Kristine Wather im Café Fuerte-Stück «Die Wand».

Schauspielerin Kristine Wather im Café Fuerte-Stück «Die Wand».

PD

(pd/gen) Eine Frau wird auf einem Wochenendausflug plötzlich durch eine unsichtbare Wand von der Außenwelt abgeschnitten. Völlig auf sich alleine gestellt, wird sie mit der vollen Härte und Schönheit des Daseins konfrontiert. Die freie Theatergruppe Café Fuerte bringt den verstörenden und wunderschönen Roman «Die Wand» der österreichischen Autorin Marlen Haushofer mit der Tänzerin Eve Ganneau und der Schauspielerin Kristine Walther auf eine winzige, einen Quadratmeter grosse Holzbühne vor die Werkstatt Saienbrücke in Urnäsch. Café Fuerte macht seit 2012 ortsspezifisches Theater zu aktuellen Themen an besonderen Plätzen im ländlichen Raum in Vorarlberg und im Appenzellerland.

Die Regisseurin Danielle Fend-Strahm schreibt zum Stück:

«Dieses Abgeschlossensein in diesem Roman, dieses unsichtbare Etwas, dass es da gibt. Das Alles hat nun, nach diesem ersten Halbjahr mit ‹Corona›, eine ganz andere Bedeutung bekommen. »

Urnäsch, Werkstatt Saienbrücke: 10/11/12 September, 19.30 Uhr.

Freitag, 4. September – 18:40 Uhr

Billboards künden die Ausstellung von Peter Fischli im Kunsthaus Bregenz an

Filmstills kündigen Die Ausstellung von Peter Fischli im Kunsthaus Bregenz an.

Filmstills kündigen Die Ausstellung von Peter Fischli im Kunsthaus Bregenz an.

PD/Alicia Olmos Ochoa

(pd/gen) Auf den Billboards entlang der Bregenzer Seestrasse in Bregenz ist der Künstler Peter Fischli schon vor seiner Ausstellungseröffnung am Freitag, 11. September, vertreten. Seit dieser Woche hängen dort Filmstills einer Videoarbeit mit dem Titel «Work, Summer 2018». Es ist ein Werk des renommierten Schweizer Künstlers Peter Fischli, der dafür GoPro-Werbetrailer zu einem Filmporträt der Freizeitkultur zusammengeschnitten hat. Das Original ist im Rahmen der Einzelausstellung Peter Fischli im Kunsthaus Bregenz zu sehen, zusammen mit weiteren Arbeiten, die zu einem grossen Teil eigens für Bregenz entstanden sind.

Die Standbilder stammen aus einem Filmporträt der Freizeitkultur, das in der Ausstellung von Peter Fischli im Kunshaus Bregenz zu sehen sein wird.

Die Standbilder stammen aus einem Filmporträt der Freizeitkultur, das in der Ausstellung von Peter Fischli im Kunshaus Bregenz zu sehen sein wird.

Rudolf Sagmeister

Die Einzelausstellung »Peter Fischli« eröffnet am Freitag, den 11. September, Vernissage von 15 bis 20 Uhr. Am Samstag, 12. September, 11 Uhr, lädt das Kunsthaus Bregenz zum Künstlerfrühstück. Ab 11 Uhr spricht Peter Fischli mit Direktor Thomas D. Trummer über die Entstehung der Ausstellung. Zur allgemeinen Sicherheit gilt am Eröffnungswochenende Maskenpflicht.

Freitag, 4. September – 11:18 Uhr

Arno Camenisch liest aus seinem Roman «Goldene Jahre»

Der Bündner Schriftsteller Arno Camenisch.

Der Bündner Schriftsteller Arno Camenisch.

Janosch Abel

(pd/rbe) Seine Texte wurden in 20 Sprachen übersetzt, seine Lesereisen führen ihn rund um die Welt, von Hongkong über Moskau und Buenos Aires bis nach New York. Jetzt liest der Bündner Schriftsteller Arno Camenisch wieder einmal in der Region: Am kommenden Montag (7. September), 19.30 Uhr, ist er in Frauenfeld zu Gast und liest in der Buchhandlung von Orell Füssli am Bahnhofplatz.

Camenisch stellt seinen aktuellen Roman «Goldene Jahre» vor. Dieser handelt von Margrit und Rosa-Maria, die seit 51 Jahren einen Kiosk samt Zapfsäule betreiben. Alle kommen bei ihnen vorbei, der Kiosk ist die Zentrale im Dorf. Camenisch erzählt mit viel Witz und grosser Liebe von einer Welt im Wandel und führt mit «Goldene Jahre» seine Heimat-Chronik weiter.

Um eine Reservation unter 058 100 75 10 oder per Mail an frauenfeld@orellfuessli.ch wird gebeten, mit Angabe der Kontaktdaten.

Freitag, 4. September – 09:58 Uhr

Fischinger Freilichtproduktion «Nöd Zwingli» erfolgreich abgeschlossen

«Nöd Zwingli» fand im Innenhof des Klosters Fischingen statt.

«Nöd Zwingli» fand im Innenhof des Klosters Fischingen statt.

PD

(pd/gen) Insgesamt über 1300 Personen haben im Sommer 2020 die Liebeskomödie «Nöd Zwingli» der Bühne Thurtal im Kloster Fischingen besucht. Sämtliche Vorstellungen der kurzfristig auf die Beine gestellten Eigenproduktion der Bühne Thurtal waren ausverkauft. Bei «Nöd Zwingli» wirkten sowohl Profischauspielerinnen als auch Laiendarsteller mit.

Das Ensemble der Bühne Thurtal spielte «Nöd Zwingli» zwischen dem 7. und 22. August 2020 unter freiem Himmel im Innenhof des Klosters Fischingen. Dank Wetterglück konnten alle Vorstellungen plangemäss durchgeführt werden. Das Publikum sass auf selbst platzierten Klapp- und Liegestühlen, sodass die Abstandsregeln zum Schutz gegen das Coronavirus eingehalten werden konnten.

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Interview

«Der Schmerz war schon sehr heftig»: Simon Keller inszeniert in Fischingen wegen Corona statt «Zwinglis Frau» die witzig-romantische Komödie «Nöd Zwingli»

Eigentlich hätte das Freilichtspiel «Zwinglis Frau» seine erste grosse Produktion als neuer künstlerischer Leiter der Bühne Thurtal werden sollen, aber die Pandemie machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Simon Keller erzählt, wie er und sein Ensemble sich trotzdem nicht unterkriegen liessen und gemeinsam die Liebesgeschichte «Nöd Zwingli» schrieben.
Christina Genova
Donnerstag, 3. September – 17:28 Uhr

Thurgauer Künstlerin Olga Titus stellt in der Kunsthalle Wil aus

Olga Titus.

Olga Titus.

Andrea Stalder

(pd/gen) Am Samstag, 5. September, 14 Uhr, eröffnet in der Kunsthalle Wil die Ausstellung «Show del Masai» der Sulgener Künstlerin Olga Titus. Sie geht in ihrer Arbeit der Frage nach der kulturellen Identität nach. Sie spielt in der Biografie der Tochter einer Bündnerin und eines Malaysiers mit indischer Abstammung eine facettenreiche Rolle. Titus lässt Selbst- und Fremdwahrnehmung in die Arbeiten einfliessen und erfindet mit ihrer wuchtig-bunten collageartigen Bildwelt neue Geschichten und Kosmen. Lustvoll und ungeniert kombiniert und überlagert sie kolonialistische, folkloristische und exotische Klischeebilder.

Bis 18.10., Finissage, 14 Uhr; 4.10., 11 bis 16 Uhr, die Künstlerin ist anwesend.

Donnerstag, 3. September – 13:54 Uhr

Fotos von Vorstandsmitgliedern an den Fenster der St.Galler Galerie vor der Klostermauer

Zurzeit ist an den Fenstern der St.Galler Galerie vor der Klostermauer eine Fotoarbeit von Marcel Winter zu sehen. Er hat die Vorstandsmitglieder leicht verfremdet dargestellt.

Zurzeit ist an den Fenstern der St.Galler Galerie vor der Klostermauer eine Fotoarbeit von Marcel Winter zu sehen. Er hat die Vorstandsmitglieder leicht verfremdet dargestellt.

Marcel Winter

(pd/gen) Die St.Galler Galerie vor der Klostermauer hat eine geplante Ausstellung mit über hundert Künstlerinnen und Künstlern zum Thema «In neuem Licht» absagen und auf Sommer 2021 verschieben müssen. Als kleinste Galerie St.Gallens sah man keine Möglichkeit, unter gegebenen Umständen eine befriedigende Vernissage durchzuführen. Die Ausstellung war auf die ebenfalls abgesagte Museumsnacht hin geplant, zur Einweihung des nach über 50 Jahren Galeriebetrieb neu installierten Lichtsystems. Alle Kunstschaffenden, die bisher in der Galerie ausgestellt haben und deren Adressen ausfindig gemacht werden konnten, wurden eingeladen, sich mit ein, zwei Bildern an der Ausstellung zu beteiligen. Die Galerieräume bleiben bis Mitte Oktober leer, bis zur Ausstellung von Hélène Kaufmann Wiss.

An den Fenstern, von aussen sichtbar, hängt derzeit eine Fotoarbeit von Marcel Winter, St. Gallen. Sie zeigt Porträts der Vorstandsmitglieder der Galerie vor der Klostermauer, die zusammen mit vielen anderen für den Ausstellungsbetrieb sorgen.

Donnerstag, 3.September – 13:51 Uhr

St.Galler Künstler Josef Felix Müller zeigt Werke im Kunstmuseum Olten

(pd/miz) Am Samstag wird die neue Ausstellung im Kunstmuseum Olten eröffnet, und der St.Galler Künstler Josef Felix Müller wird von 16 bis 19 Uhr vor Ort anwesend sein. Gefeiert wird die Vernissage «Jeder Schnitt etwas Bestimmtes…», gezeigt wird Meinrad Peiers Werk im Dialog mit Holzschnitten von Alois Lichtsteiner, Scarlet Mara, Josef Felix Müller und Selina Zürrer. Wie das Museum schreibt, gehört Josef Felix Müller (*1955) seit den 1970er-Jahren zu den renommiertesten Holzschneidern der Schweiz. Er arbeite vorwiegend mit der Motorsäge und drucke seine oft grossformatigen Holzschnitte bisweilen gar mit den Füssen.

Von Müller werden in Olten mehrere monumentale Holzschnittserien präsentiert. Zudem entstand eine neue Arbeit mit dem Titel Wege 2017 - 2020, die Müller vor Ort, gemeinsam mit einem Druckteam unter der Leitung von Anja Sitter, mit den Füssen gedruckt hat.

Mit den Füssen gedruckt: Josef Felix Müller (dritter von links) und Team präsentieren das neue Werk, das jetzt in Olten ausgestellt wird.

Mit den Füssen gedruckt: Josef Felix Müller (dritter von links) und Team präsentieren das neue Werk, das jetzt in Olten ausgestellt wird.

Bild: PD
Donnerstag, 3. September – 10:16 Uhr

Ausstellung zum 100. Geburtstag des Künstlers Hans Josephsohn

Hans Josephson beim Kesselhaus in St.Gallen.

Hans Josephson beim Kesselhaus in St.Gallen.

Trix Niederau

(pd/gen) Das Museum zu Allerheiligen in Schaffhausen widmet dem Schweizer Bildhauer Hans Josephsohn (1920–2012) anlässlich seines 100. Geburtstags eine Einzelausstellung unter dem Titel «Schauen ist das Wichtigste». Sie ist in Zusammenarbeit mit dem Kesselhaus Josephson in St.Gallen entstanden. Ausgehend von eigenen Beständen zeigt das Museum zu Allerheiligen eine Ausstellung mit Werken des Künstlers aus den 1950er bis in die 2000er Jahre.

Hans Josephsohns bildhauerisches Interesse gilt der menschlichen Figur. Mit akribischer Hartnäckigkeit setzte er sich über sechzig Jahre lang damit auseinander. Entstanden ist dabei ein Œuvre von beeindruckender Kraft und einzigartiger Formensprache.

Im Kesselhaus Josephson in St.Gallen.

Im Kesselhaus Josephson in St.Gallen.

Trix Niederau

Der Ausstellungstitel «Schauen ist das Wichtigste» ist ein Zitat des Künstlers. Die Aussage ist auf mehreren Ebenen charakteristisch für Josephsohns Werk: Zum einen beschreibt es die stetige visuelle Suche nach passenden Formen und Volumen. Zum anderen ermutigt es die Betrachterinnen und Betrachter, sich unvoreingenommen auf Josephsohns unvergleichliche Arbeiten einzulassen.

Vernissage, Fr 4. 9., 18.30 Uhr im Schaffhauser Münster, Ausstellung bis 15.11.; Sa 3.10., 14.00, Dialog in der Ausstellung mit Ulrich Meinherz, Leiter Kesselhaus Josephsohn St. Gallen und Kurator Julian Denzler; Aufgrund der aktuellen Lage ist für alle Veranstaltungen eine Anmeldung erforderlich.

Donnerstag, 3. September – 10:11 Uhr

Kolumnistinnen und Poetry-Slammer im Oktober auf dem Säntis

«NZZ am Sonntag»-Kolumnistin Nicole Althaus an der ersten «Kolumination» im Oktober 2019.

«NZZ am Sonntag»-Kolumnistin Nicole Althaus an der ersten «Kolumination» im Oktober 2019.

Bild: PD/Carmen Wüest

(pd/rbe) Am 23. und 24. Oktober findet auf dem Säntis die 2. «Kolumination» statt. Dabei handelt es sich um ein zweitägiges Treffen mit Lesungen und Referaten rund um die journalistische Textform der Kolumne. Dazu gehören auch ein musikalisches Rahmenprogramm, ein Abendessen und eine Übernachtung im Hotel Säntis.

Zu Gast sind bekannte Kolumnistinnen und Kolumnisten aus dem ganzen deutschsprachigen Raum: Birgit Schmid von der «NZZ», Tamara Wernli von der «Weltwoche», Jan Fleischhauer von «Focus», Julia Voss von der «FAZ», Monika Helfer von den «Vorarlberger Nachrichten» und Tanja Maljartschuk von der «Zeit».

Auch die Poetry-Slammer kommen grenzüberschreitend aus dem Dreiländereck: Gregor Stäheli aus der Schweiz, Mieze Medusa aus Österreich und Marvin Suckut aus Deutschland.

Axel Hacke wird mit dem «Preis der Kolumination» geehrt. Der Münchner ist als langjähriger Kolumnist des Magazins der «Süddeutschen Zeitung» bekannt geworden.

Im vergangenen Jahr fand die «Kolumination» zum ersten Mal statt, initiiert und organisiert vom Rheintaler PR-Büro Freicom. Sie soll gemäss Eigenbeschrieb zum «führenden Kolumnistentreffen im deutschsprachigen Raum werden». Tickets sind hier erhältlich.

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Mittwoch, 2. September – 19:03 Uhr

Das «GAFFA»-Kollektiv stellt im Architekturforum Ostschweiz aus

Collage des GAFFA-Kollektivs.

Collage des GAFFA-Kollektivs.

PD

(pd/gen) Geklebt, gesucht, gefunden, geschnitten, gezeichnet – die Fanzines des St.Galler Kollektivs «GAFFA» bringen zusammen, was nicht zusammengehört und sich doch unter einem Thema fassen lässt. Seit September 2016 veröffentlicht die Gruppe aus vier jungen Künstlern im Eigenverlag ein monatliches Magazin. Dario Forlin, Wanja Harb, Linus Lutz, Lucian Kunz entwerfen jede Ausgabe gemeinsam. Die Produktion des Magazins wird durch die Abonnentinnen und Abonnenten finanziert.

Das GAFFA Kollektiv, das 2019 einen Werkbeitrag der Stadt St.Gallen erhalten hat, darf nun wie alle Werkbeitragsempfänger im Architekturforum Ostschweiz ausstellen. Die Schau stellt das Kollektiv unter das Motto «Sluglife»: Nacktschnecken haben den Ausstellungsraum erobert und hinterlassen ihre Spuren. Die Vernissage findet am Donnerstag, 3. September 2020, um 18:30 Uhr statt und dauert bis 27. September 2020. Die Ausstellung ist jeweils von Dienstag bis Sonntag, 14.00 bis 17.00 Uhr, geöffnet.

Mittwoch, 2. September – 18:56 Uhr

Alpenrhein und Balkanflüsse am Flussfilmfestival

Der Rhein ist heute ein gebändigter, unnatürlicher Kanal.

Der Rhein ist heute ein gebändigter, unnatürlicher Kanal.

Bild: PD/Frank Schulze

(pd/rbe) Am letzten Septemberwochende findet im Skino in Schaan und auf Schloss Werdenberg das Flussfilmfestival 2020 statt. Am 24. September in Schaan liegt der Schwerpunkt auf dem Alpenrhein und anderen Alpenflüssen, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Am 25. und 26. September geht es auf Schloss Werdenberg weiter mit Filmen zum Thema Balkanflüsse. Zum Programm des Filmfestivals gehören neben den Filmen auch Live-Musik und Kulinarisches.

«Der Alpenrhein war einst ein freier Fluss und Lebensraum für unzählige Pflanzen- und Tierarten. Heute ist er ein gebändigter, unnatürlicher Kanal», heisst es weiter. Das Gebot der Zeit heisse «Rheinaufweitungen». Auf dem Balkan finde man unberührte Flüsse, kristallklare Bäche, tiefe Schluchten, spektakuläre Wasserfälle. Das Flussfilmfestival Werdenberg/Liechtenstein soll diese beiden Welten zusammenbringen.

Mittwoch, 2. September – 16:14 Uhr

Ausstellung «100 beste Plakate» in St.Gallen

Die hundert besten Plakate aus der Schweiz, Österreich und Deutschland.

Die hundert besten Plakate aus der Schweiz, Österreich und Deutschland.

PD/Screenshot

(pd/gen) Am 3. September findet um 19 Uhr die Vernissage der Ausstellung «100 Beste Plakate» an der Schule für Gestaltung St.Gallen an der Demutstrasse 115 statt. In einem kurzen Einstiegsreferat werden die Hintergründe zur Ausstellung sowie der Bezug zur St.Galler Plakatkultur beleuchtet. Es ist das erste Mal, dass die Ausstellung in der Schule für Gestaltung gezeigt wird. Der Wettbewerb «100 Beste Plakate» kürt jedes Jahr die besten Plakate aus herausragenden Arbeiten des aktuellen Grafikdesigns aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Aus der Schweiz sind dieses Jahr 52 Gewinner vertreten, nebst erfahrenen Professoren auch Werbeagenturen. Exemplare der Gewinnerplakate werden in verschiedenen Museen in Deutschland, Österreich und der Schweiz gezeigt. Die internationale Tournee ist Mitte Juni in Berlin gestartet. St.Gallen ist die erste Destination in der Deutschschweiz. Alle Gewinner sowie der Tourneeplan sind einsehbar unter: 100-beste-plakate.de

Die Ausstellung dauert bis 23. September; Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 8 – 22 Uhr | Samstag, 8 – 16 Uhr.

Dienstag, 1. September – 14:58 Uhr

St.Galler Filmpremiere mit Podium von «Who's afraid of Alice Miller»

Filmstill aus «Who's afraid of Alice Miller» mit Irenka Taurek, der Cousine von Alice Miller.

Filmstill aus «Who's afraid of Alice Miller» mit Irenka Taurek, der Cousine von Alice Miller.

(pd/gen) Am 1. September findet um 19.30 Uhr im St.Galler Programmkino Kinok die Premiere de Dokumentarfilms «Who's afraid of Alice Miller» statt. Anwesend ist der Regisseur Martin Howald und der Protagonist Martin Miller. Im Anschluss gibt es ein Podiumsgespräch unter der Leitung des Publizisten Rolf Bossart. Alice Miller war in den 1980er Jahren eine weltweit bekannte Persönlichkeit, ihre Bücher wurden in 30 Sprachen übersetzt. Ihr Besteller «Das Drama des begabten Kindes» ist noch heute ein Begriff, insbesondere in psychologischen und pädagogischen Kreisen.

Martin wird von seiner Mutter mit Gefühlskälte verstossen und vom Vater geschlagen: eine Kindheit ohne Liebe. Die Geschichte klingt wie ein Fallbeispiel aus dem Buch «Das Drama des begabten Kindes» der weltberühmten Psychoanalytikerin Alice Miller. Aber Martin ist der Sohn der engagierten Kinderrechtlerin.

Nach Alice Millers Tod macht sich Martin Miller auf die Reise, um endlich den Widerspruch zwischen der bekannten Kindheitsforscherin und der zerstörerischen Mutter zu verstehen. Und schliesslich entdeckt er, was zwischen ihm und seiner Mutter steht: das grösste Drama des 20. Jahrhunderts, die Shoa, die Vernichtung des jüdischen Volkes.

Weitere Spieldaten unter www.kinok.ch

Dienstag, 1.September – 14:03 Uhr

Ostschweizer und Theater aus der Region unter den besten Theaterschaffenden

(pd/miz) Mit Umfragen ist das ja so eine Sache – und trotzdem freut man sich, wenn man lobend erwähnt wird. Auch wenn man nur eine von 59 Stimmen erhalten hat. Denn so gross die Vielfalt auf den vielen deutschsprachigen Bühnen, so gross die Vielfalt der Kritiker*innen-Favoriten. Und so verkündet das Landestheater Vorarlberg Bregenz heute glücklich, dass man in der alljährlichen Kritiker*innen-Umfrage der Fachzeitschrift «Die deutsche Bühne» eine Nennung erhalten habe in der Kategorie «Abseits der Zentren». Der Schweizer Kritiker Andreas Klaeui stimmte für das kleine Vorarlberger Haus, das unter der Leitung von Intendantin Stephanie Gräve mit vielen eindrücklichen Inszenierungen überzeugte.

Zum Auftakt der letztjährigen Saison zeigte das Landestheater Bregenz mit «Cold Songs: Rom» einen Trippel-Abend mit «Coriolanus», «Der ideale Staat in mir» und «Julias Cäsar» (Bild).

Zum Auftakt der letztjährigen Saison zeigte das Landestheater Bregenz mit «Cold Songs: Rom» einen Trippel-Abend mit «Coriolanus», «Der ideale Staat in mir» und «Julias Cäsar» (Bild).

Bild: Anja Koehler

Dass sich das Landestheater Bregenz freut, ist durchaus berechtigt: Denn kein anderes Haus in Österreich wurde in dieser Kategorie genannt (es wurden auch keine Kritiker aus Österreich befragt, und nur zwei aus der Schweiz). Auch das Theater Konstanz schaffte es, in dieser Kategorie «Abseits der Zentren» einen Kritiker zu überzeugen. Das Theater St.Gallen geht indes leer aus.

Doch es haben auch zwei Ostschweizer in die Wertung geschafft: Der St.Galler Choreograf Martin Schläpfer wurde drei Mal genannt, zwei Mal in der Kategorie Tanz, einmal wurde sein Ballett an der Deutschen Oper am Rhein in der Kategorie «Gesamtleistung» genannt. Schläpfer leitet seit heute, 1.September, das Wiener Staatsballett. Und der St.Galler Theatermacher Milo Rau, dem der Stadtrat entgegen der Empfehlung der Kommission 2018 nicht den St.Galler Kulturpreis verleihen wollte, wurde mit seinem Theater NT Gent, das er seit 2018 leitet, in der Kategorie «Gesamtleistung» einmal erwähnt.

Der St.Galler Choreograf Martin Schläpfer wurde 2019 mit dem grossen Kulturpreis der St.Gallischen Kulturstiftung ausgezeichnet.

Der St.Galler Choreograf Martin Schläpfer wurde 2019 mit dem grossen Kulturpreis der St.Gallischen Kulturstiftung ausgezeichnet.

Bild: Ralph Ribi
Dienstag, 1. September – 12:57 Uhr

St.Galler Künstler Beni Bischof erhält Corona-Preis

Beni Bischof.

Beni Bischof.

Urs Bucher

(pd/gen) Der St.Galler Künstler Beni Bischof ist einer von sechs Schweizer Künstlerinnen und Künstlern, die den mit je 4000 Franken dotierten «Visarte Corona Call» erhalten haben. Im Mai 2020 lancierte Visarte Schweiz, der Berufsverband visuelle Kunst, den «Visarte Corona Call», einen Preis für bildende Kunst zur Krise.

Der «Visarte Corona Call» bezweckt, künstlerische «Dokumente» der Corona-Krise in einer öffentlich zugänglichen Datenbank zusammenzutragen. Gefragt waren in der Ausschreibung Werke der bildenden Kunst, die Bezug auf die aktuelle Krisensituation nehmen und einen Beitrag zur Reflexion über Bedingungen und Befindlichkeiten einer bislang nicht erlebten Ausnahmezeit leisten. Zu seiner ausgezeichneten Arbeit «Intensity Intensifies» schreibt Beni Bischof Folgendes:

«Während dem Lockdown habe ich täglich kurze Stories auf Instagram gezeigt (insgesamt 360 Clips). Inhaltlich will ich dazu nicht mehr sagen. Sonst hätte ich ja ein Text geschrieben. Einfach anschauen.»

Bis zum Eingabeschluss wurden 683 gültige Werke erfasst. Damit habe die Teilnahme alle Erwartungen übertroffen und bestätigt, welche Virulenz das Thema für die Kunstschaffenden habe, schreibt Visarte Schweiz.

Visarte hat ausserdem die Absicht und das Ziel, mit einer Auswahl der eingegebenen Werke und Projekte eine Ausstellung zu organisieren, die in verschiedenen Landesteilen gezeigt werden soll. Dafür wurde eine Shortlist mit 39 Künstlerinnen und Künstlern oder Künstlergruppen zusammengestellt.

Montag, 31.August – 17:28 Uhr

Thurgauer Verlag feiert Buchvernissage in St.Gallen

Autorin Erica Engeler wird am 5.9. ihr neues Buch «Wie ein Bisam läuft» in St.Gallen vorstellen.

Autorin Erica Engeler wird am 5.9. ihr neues Buch «Wie ein Bisam läuft» in St.Gallen vorstellen.

BIld: Ralph Ribi

(pd/miz) In Kooperation mit dem neu gegründeten Thurgauer Caracol-Verlag feiert Literaturhaus und Bibliothek Wyborada in St.Gallen am nächsten und übernächsten Samstag zwei Buchvernissagen: am 5.9. um 17 Uhr mit Erica Engeler, am 12.9. um 17 Uhr mit Irène Bourquin und Ruth Erat. Beide Veranstaltungen finden im Raum für Literatur in der St.Galler Hauptpost statt.

Erica Engeler liest am 5.9. aus ihrer soeben erschienenen Erzählung «Wie ein Bisam läuft». Goran Kovacevic begleitet die Lesung mit dem Akkordeon. Irène Bourquin und Ruth Erat lesen am 12.9. aus ihrem soeben erschienenen Buch «Mit erhobenem Paddel», das in einem Schreib-Ping-Pong der beiden Autorinnen entstanden ist.

Eine Vernissage steht am 5.9. auch im Vorarlbergischen Hohenems an: Dort findet am Samstag der Auftakt der Lesereihe zum Projekt« Cara Roberta. »statt - mit einem Gespräch, das hinter die Kulissen des Projektes blickt. Die Briefwechsel, die während des Lockdowns auf Initiative von literatur:vorarlberg netzwerk in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Liechtenstein, der Südtiroler Autorinnen- und Autoren-Vereinigung und Literaturhaus & Bibliothek Wyborada entstanden, erscheinen demnächst auch gekürzt im Literaturmagazin «miromente». Die vollständigen Briefe lassen sich weiter auf dem Wyborada-Blog nachlesen.

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Auf zu neuen Büchern: Der Thurgau ist um einen Verlag reicher

In Warth-Weiningen bringen jetzt vier Enthusiasten Lyrik und Prosa heraus. Der neu gegründete Verlag Caracol ist breit aufgestellt: Er will literarische und künstlerisch-literarische Werke herausgeben und Literaturveranstaltungen organisieren.  Und zwar im Dreieck Winterthur - St.Gallen - Bodensee.
Dieter Langhart
Montag, 31.August – 15:48 Uhr

Christoph Rütimann zieht sein Kunstwerk auf Floss über den Bodensee nach Berlingen

So soll das Floss aussehen, mit dem Künstler Christoph Rütimann seine Skulptur über den Bodensee nach Berlingen befördert.

So soll das Floss aussehen, mit dem Künstler Christoph Rütimann seine Skulptur über den Bodensee nach Berlingen befördert.

Bild: PD

(pd/miz) Der mehrfach ausgezeichnete Künstler Christoph Rütimann bringt seine als «Eine Einigelung» betitelte Holzkugel nach einer coronabedingten Verzögerung auf dem Seeweg nach Berlingen. Nach einer achtstündigen Fahrt auf dem von einem Motorboot gezogenen Floss wird die Skulptur beim Adolf Dietrich-Haus platziert. Künstler und Werk werden am Dienstag, 8.September, um 17 30 Uhr beim Schlipf erwartet, anschliessend geht es zum Adolf Dietrich Haus Berlingen.

Markus Landert, Direktor des Kunstmuseums Thurgau, empfängt den Künstler mit ein paar Erläuterungen zu dieser performativen Kunstaktion. Rütimann erfahre durch seine Vielzahl gestalterischer Ausdrucksmittel über die Kantons- und Landesgrenzen hinaus grosse Beachtung, schreibt die Thurgauische Kunstgesellschaft in einer Mitteilung. Sie freue sich zusammen mit dem Künstler auf zahlreichen Besuch. Die Veranstaltung mit anschliessendem Apéro finde im Freien statt, die Abstandsregeln könnten eingehalten werden.

Montag, 31.August – 15:33 Uhr

IG Kultur Ost prüft Kandidaten für St.Galler Stadtrat auf Kulturtauglichkeit

(pd/vre) Wer am 27. September möglichst kulturfreundlich entscheiden will, wählt Maria Pappa (SP) ins St.Galler Stadtpräsidium. Er wählt zudem die Bisherigen Markus Buschor (parteilos), Peter Jans (SP) und Sonja Lüthi (GLP) sowie den «Neuen» Mathias Gabathuler (FDP) in den Stadtrat. Das empfiehlt die IG Kultur Ost in einer Mitteilung.

Grundsätzlich hätten alle bisherigen Stadtratsmitglieder einen guten, realpolitisch sehr differenzierten Eindruck hinterlassen, schreibt die IG Kultur Ost. Auch Mathias Gabathuler habe mit Verständnis für die Kultur gepunktet. Speziell abgehoben habe sich Maria Pappa «durch ihr starkes Bekenntnis sowie mit ihren visionären, aber auch konkreten Ideen für die Kultur». Die IG Kultur Ost nimmt sie als aktuell stärkste Stimme für die Kultur wahr; entsprechend wird sie als Stadtpräsidentin empfohlen.

Starkes Bekenntnis zur Kultur: Die IG Kultur Ost empfiehlt, Maria Pappa zur Stadtpräsidentin zu wählen.

Starkes Bekenntnis zur Kultur: Die IG Kultur Ost empfiehlt, Maria Pappa zur Stadtpräsidentin zu wählen.

Bild: Ralph Ribi

Die IG hat alle acht Kandidierenden für den Stadtrat zu kulturpolitischen Hearings eingeladen. Anlass war gemäss Mitteilung die angespannte finanzielle Situation für viele Kunst- und Kulturschaffende sowie deren grosse Abhängigkeit von öffentlichen Geldern. In den jeweils einstündigen Einzelgesprächen wurden das persönliche Kulturverständnis, Visionen für das St.Galler Kulturleben und konkrete aktuelle sowie künftige Anliegen von Kunst und Kultur besprochen.

Montag, 31.August – 12:29 Uhr

Autor Hansjörg Schertenleib liest im Literaturhaus Thurgau

Schriftsteller Hansjörg Schertenleib liest in Gottlieben aus seinem neuen Roman «Palast der Stille».

Schriftsteller Hansjörg Schertenleib liest in Gottlieben aus seinem neuen Roman «Palast der Stille».

Bild: Alex Spichale / KUL

(pd/miz) Am Donnerstag, 3.September, ist Schriftsteller Hansjörg Schertenleib zu Gast im Literaturhaus Thurgau. Der Autor von über zwei Dutzend Romanen, Erzählungen, Lyrik und Stücken wird im Bodmanhaus Gottlieben aus seinem neuen Roman «Palast der Stille» lesen, Gallus Frei-Tomic, Programmleiter Literaturhaus Thurgau, wird den Abend moderieren.

Hansjörg Schertenleib schreibt abwechselnd in der Schweiz und auf Spruce Head Island in Maine, USA. Dort spielt «Palast der Stille», ein Begleitbuch durch einen eiskalten Wintertag in Maine USA, wo der Autor seit ein paar Jahren zusammen mit seiner Frau ein kleines Cottage direkt am Meer mit Sicht auf einen kleinen Hafen mit Lobsterbooten von Hummerfischern bewohnt. Ein Tag von vielen, ganz allein mit sich selbst, um sich der Stille hinzugeben, aus der das Schreiben erwachen soll.

Hansjörg Schertenleib, geboren 1957 in Zürich, ist gelernter Schriftsetzer und Typograph. Seine Romane wie der Bestseller «Das Regenorchester» wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet. Zwanzig Jahre lang lebte Schertenleib, der auch aus dem Englischen übersetzt, in Irland.

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«Ja Gopf, hätte ich mir ein Thema geben sollen?»: Literaturvermittler Gallus Frei-Tomic startet seine erste Saison am Literaturhaus Thurgau

Am Samstag, 22.August, startet das Literaturhaus Thurgau in die neue Saison – es ist die erste, in welcher Gallus Frei-Tomic das Programm verantwortet. Der Amriswiler Primarlehrer und Literaturvermittler über Wasserglaslesungen, neue Formate und warum es nicht seine Motivation ist, bei jeder Veranstaltung ausverkauft zu sein.
Julia Nehmiz
Montag, 31.August – 12:01 Uhr

Kartause Ittingen: Nachts im Klostergarten mit Klang und Kunst

(pd/miz) Das Kunstmuseum Thurgau und die Kartause Ittingen beteiligen sich beide am Anlass «Lange Nacht der Bodenseegärten». Am Samstagabend, 5.September, erwachen die Gärten der Kartause Ittingen zu besonderem Leben. Unter dem Motto «Klang und Kunst im Kreuzgarten» finden Veranstaltungen und Angebote in den Kreuzgärten des ehemaligen Klosters vom frühen Abend bis spät in die Nacht hinein statt, schreiben die Veranstalter.

Literatur, Kunst, Floristik und Musik könnten in schöner Atmosphäre genossen werden. Die drei Floristinnen Heidi Huber (Frauenfeld), Caroline Markwalder (Kartause Ittingen) und Monika Reitinger (Weinfelden) treten mit ihren floralen Interventionen in den Dialog mit je einem ausgewählten Kunstwerk aus der Sammlung des Kunstmuseums.

Das Künstlergeschwisterduo Christine und Irene Hohenbüchler wird die sogenannten «Wanderhütten» besiedeln. In Zusammenarbeit mit Dorothea Hugentobler vom Frauenfelder Amt für Soziales und Integration entstanden im Frühjahr 2020 verschiedene Taubenmodelle, die nun ein neues Zuhause in den Hütten finden.

Schauspieler Markus Keller wird im grossen Kreuzgarten Lyrik vortragen. Sobald die Dämmerung hereinbricht, kann sich das Publikum in den Bild- und Klangsphären der Videoarbeit «Fountain of Existence» der Künstlerin Olga Titus verlieren. Beim Eindunkeln beginnt im kleinen Kreuzgarten ausserdem die Projektion «Blühen und Vergehen» mit Lichtbildern der Fotografin Saskia Egloff aus den 1930er-Jahren.

Der musikalische Höhepunkt des Programms ist das Konzert von Goran Kovačević mit Peter Lenzin: Balkanjazz im kerzenbeleuchteten Kreuzgarten. Bevor der Abend mit einer abschliessenden «Lesung zur guten Nacht» von Markus Keller in der Klosterkirche endet, hat man weiterhin die Gelegenheit, die Museen mit einer Taschenlampe zu erkunden.

Ergänzt werden diese vielfältigen Angebote im Kunstmuseum und den historischen Räumen des Ittinger Museums durch Punktführungen in den aktuellen Ausstellungen. An verschiedenen Stationen stehen Kuratorinnen und Kuratoren, sowie Kulturvermittlerinnen bereit und geben punktuell Kurzinformationen zu bestimmten Werken oder Objekten.

Das Kunst- und das Ittinger Museum sind an diesem Tag durchgehend von 11 bis 23 Uhr geöffnet. Der Eintritt zum Abendanlass kostet 20 Franken.

Am 5.September werden die Gärten der Kartause Ittingen abends musikalisch und künstlerisch in Szene gesetzt.

Am 5.September werden die Gärten der Kartause Ittingen abends musikalisch und künstlerisch in Szene gesetzt.

Bild. Helmuth Scham
Montag, 31.August – 11:24 Uhr

Kabarettprogramm «Ergötzliches» wieder live im Theaterhaus Thurgau

Da durfte er noch live auftreten: Thomas Götz in «Ergötzliches» im Februar 2020 als der parteilose Kantonsrat Arnold Schnyder.

Da durfte er noch live auftreten: Thomas Götz in «Ergötzliches» im Februar 2020 als der parteilose Kantonsrat Arnold Schnyder.

Bild: Andrea Stalder

(pd/miz) Ab 16. September geht «Ergötzliches» im Theaterhaus Thurgau in Weinfelden wieder live über die Bühne. Nach zwei pandemiebedingten online- und TV-Ausgaben des kultigen Thurgauer Kabarettprogramms von und mit Thomas Götz gibt es erstmals wieder eine Bühnenshow. Von Mittwoch, 16.9. bis Samstag, 19.September steht Thomas Götz jeden Abend um 20.15 Uhr auf der Bühne – und «diskutiert, lacht singt, fabuliert, stellt Fragen zu Politik, Kultur, Wirtschaft, hinterfragt, gibt Antworten und streicht dem Publikum Honig ums Maul», so Götz über sein Programm.

Die beiden online-Ausgaben «Ergötzliches trotzt der Krise» und «Ergötzliches auf Distanz» kann man noch auf Thomas Götz' Homepage nachschauen. Und so die Vorfreude steigern, ihn endlich wieder live erleben zu können.

Montag, 31.August – 10:31 Uhr

Theater St.Gallen startet mit «Zwei Monstern» in neue Saison

Zwei Monster leben je auf einer Seite des Berges, und trotzdem geraten sie immer in Streit – das Theater St.Gallen startet mit einem Kinderstück in die neue Saison.

Zwei Monster leben je auf einer Seite des Berges, und trotzdem geraten sie immer in Streit – das Theater St.Gallen startet mit einem Kinderstück in die neue Saison.

Bild: PD

(pd/miz) Mit der Premiere des Kinderstücks «Zwei Monster» startet das Theater St.Gallen am Samstag, 5. September um 14 Uhr in die Spielzeit 2020/2021. «Und fast hat es den Anschein, als hätten wir bei der Stückauswahl schon geahnt, unter welch aussergewöhnlichen Umständen die erste Premiere stattfinden würde», schreibt das Theater in einer Mitteilung. Denn das Stück von Gertrud Pigor handelt von zwei Monstern, die sich weder sehen noch berühren können, weil sie je auf einer Seite eines Berges leben. Was sie nicht hindert, permanent miteinander im Streit zu liegen – immerhin unter Einhaltung des Abstands-Gebotes.

Die Zürcher Regisseurin Sophia Bodamer bringt das Schauspiel für Kinder ab vier auf die Bühne der Lokremise. Und auch für die Zuschauerinnen und Zuschauer gelten wie für die zwei Monster Abstands-Gebote: Das Theater St.Gallen hat ein Schutzkonzept erarbeitet, das für alle Spielstätten (Theaterprovisorium, Tonhalle und Lokremise) gilt. So herrscht für Zuschauerinnen und Zuschauer (ab 12) eine generelle Maskenpflicht vom Betreten bis zum Verlassen der Gebäude. Zudem wird ein konsequentes Contact-Tracing betrieben.

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Montag, 31.August – 8:42 Uhr

St.Galler Kunstschaufenster «Hiltibold» mit Finissage und Vernissage

(pd/miz) Noch hingehen: Nur bis morgen, 1.September, sind die Arbeiten von Markus Müller und Annina Frehner im Kunstschaufenster «Hiltibold» in der St.Galler Altstadt zu sehen. «Hiltibold» versteht sich als Plattform für aktuelle Kunst aus der Region, alle drei Wochen dürfen zwei Kunstschaffende die beiden Schaufenster in der Stützmauer an der Magnihalde / Goliathgasse in St.Gallen mit ihren Werken gestalten.

Am 3.September wird die nächste Vernissage gefeiert: Birgit Edelmann und Tino Nüesch werden die beiden Vitrinen mit ihren Werken bestücken. «Ab 18 Uhr feiern wir unseren Künstler und unsere Künstlerin
vor den Vitrinen des Hiltibold und ihr seid alle herzlich willkommen», schreiben die Veranstalterinnen.

Markus Müller zeigt sein Werk «Sommerakademie» noch bis 1. September im St.Galler Kunstschaufenster «Hiltibold».

Markus Müller zeigt sein Werk «Sommerakademie» noch bis 1. September im St.Galler Kunstschaufenster «Hiltibold».

Bild: PD
Freitag, 28. August – 18:57 Uhr

Vernissage im St.Galler Projektraum Viereinhalb zum Thema «Randbemerkungen»

Von links: Haviva Jacobson aus Appenzell, Beate Rudolph aus St.Gallen und Cristina Witzig aus Weinfelden stellen im Projektraum Viereinhalb aus.

Von links: Haviva Jacobson aus Appenzell, Beate Rudolph aus St.Gallen und Cristina Witzig aus Weinfelden stellen im Projektraum Viereinhalb aus.

Ralph Ribi

(gen) Am Samstag, 29. August, 17 Uhr, findet im St.Galler Projektraum Viereinhalb die Vernissage der Ausstellung «Randbemerkungen» statt. Zu sehen sind Arbeiten von Haviva Jacobson, Beate Rudolph und Cristina Witzig. Seit vergangenem Herbst trafen sich die drei Künstlerinnen regelmässig zum künstlerischen Austausch und besuchten sich in ihren Ateliers. Dieser sogenannte «Spiegelsalon» entstand aus dem Bedürfnis heraus, sachliche und zugewandte Rückmeldungen auf die eigene Arbeit erhalten. Während des Lockdowns fanden die Treffen via Zoom statt.

Im Frühling beschlossen die drei Frauen, eine gemeinsame Ausstellung zu organisieren. Sie gaben sie das Thema «Randbemerkungen» und arbeiteten jede für sich zu diesem Thema. Im Raum Viereinhalb sind deshalb fast ausschliesslich neue Werke der drei Künstlerinnen zu sehen.

https://viereinhalb.ch; Öffnungszeiten: Do 17 bis 20 Uhr; Sa, 14 bis 17 Uhr; So, 12 bis 15 Uhr. Finissage So, 13.9., 12 bis 15 Uhr.

Freitag, 28. August – 15:45 Uhr

Vernissage des Duos «Pengpeng» im Sommeratelier Weinfelden

Das Künstlerduo Pengpeng im Sommeratelier in der Remise Weinfelden.

Das Künstlerduo Pengpeng im Sommeratelier in der Remise Weinfelden.

Donato Caspari

(pd/gen) Am 28. August um 19 Uhr ist im Sommeratelier Weinfelden Vernissage der Austellung des Künstlerduos «doublepeng», bestehend aus Alex Brotbeck und Patrik Munchenberger. Bis Ende September entstehen Arbeiten zum Thema «Ergötzen». Das Duo arbeitet mit Objekten, Malerei und performativen Elementen. Mit der Remise steht dem Künstlerduo ein ganzes Haus zur Verfügung, was der Arbeitsweise von Pengpengduo überaus entspreche, schreibt die organisierende Kulturkommission Weinfelden in einer Mitteilung.

Der Titel des Projekts «Ergötzen» könne verschieden interpretiert werden. In erster Linie gehe es um das Ergötzen: Dinge ansehen, mit intensiven Blicken aufsaugen sich verlustieren.

Das Künstlerduo Pengpeng bei der Arbeit im Feldmühleareal Rorschach.

Das Künstlerduo Pengpeng bei der Arbeit im Feldmühleareal Rorschach.

Benjamin Manser

Nach der Erfahrung von Pengpengduo vom letzten Sommer, eine riesige leerstehende Fabrikhalle in Rorschach zu bespielen, sind die Dimensionen in der Remise zwar etwas kleiner, aber dafür sind es drei Etagen, die einladen, ein Werk zu realisieren, das als Ganzes über verschiedene Ebenen zusammenspielt. Bespielt und gespielt wird intensiv. Rohes Abfallholz, Abbruchmaterial und Gewebe ist das Ausgangsmaterial, Riesenbohrer, Holzdübel, Motorsäge, Hammer, Schrauben, Farbe und Pinsel das weitere Werkzeug.

Zur Eröffnung von «Ergötzen» begrüsst Brigitt Näpflin, Mitglied der Kulturkommission der Stadt Weinfelden und gibt eine kurze Einführung ins Projekt. Besonderes Ereignis ist um 20 Uhr das Konzert mit Mischa Snafic & Adi Egli, zwei Freunden des Künstlerduos.

Es gibt nach der Vernissage weitere Gelegenheiten, vor Ort die Fortsetzung des künstlerischen Prozesses zu verfolgen: am 4. September von 18-21 Uhr oder wenn eine Hinweistafel an der Frauenfelderstrasse auf die offene Remise verweist. Mit der Finissage am 18. September 2020, 19 Uhr, wird der Abschluss des Sommerateliers 2020 gefeiert.

Freitag, 28. August – 14:47 Uhr

Alle Vorstellungen der neuen Rigolo-Produktion in Lichtensteig ausverkauft

«Sospiri-Probe» im März 2020.

«Sospiri-Probe» im März 2020.

PD

( pd/gen) Alle zwölf Vorstellungen der neuen Produktion «Sospiri» des Rigolo-Tanztheaters sind komplett ausverkauft. Die Tickets seien sprichwörtlich weggegangen «wie warme Weggli», schreibt Rigolo in einer Mitteilung. Nur wenn sich das Management in den nächsten Stunden entscheide, die Maskenpflicht für alle Zuschauenden zu empfehlen, würden im Lichtensteiger Palais Lumière noch ein paar Plätze frei.

Auch in Kreuzlingen sei der Vorverkauf für die Vorstellungen vom 30. September bis 11. Oktober sehr gut angelaufen. 40% der Tickets seien schon weg.

Freitag, 28. August – 11:05 Uhr

Singer-Songwriter Lowray veröffentlicht neues Album

Tobias Maienfisch alias Lowray.

Tobias Maienfisch alias Lowray.

Bild: PD

(pd/rbe) Intimer Indie-Folk und Singer-Songwritertum treffen auf markanten Gesang und eine Note Grunge: So beschreibt der aus Rorschach stammende Singer-Songwriter Tobias Maienfisch alias Lowray seine Musik. Der Sänger und Gitarrist singt Lieder mit dringlichen, aber stets positiven Texten.

«When Are You Coming Home» heisst das neue Album von Lowray, das am 28. August erscheint. Auf allen digitalen Kanälen, aber auch als Vinylplatte und CD, wobei die Schallplatten handnumeriert und auf 100 Stück limitiert sind. Wer möchte, kann ein Exemplar mit Wunschnummer auf der Webseite von Lowray bestellen.

«When Are You Coming Home» enthält acht akustische Songs, die alle aus der Feder von Tobias Maienfisch stammen. Die Texte handeln zum Beispiel von der eigenen Vergänglichkeit, von unnötig angehäuften Dingen oder davon, seiner Leidenschaft zu folgen. Maienfisch interpretiert die meisten Lieder allein, wird bei manchen aber musikalisch unterstützt: von Sängerin Brigitte Knöpfel, Violinist Till Schacher, Keyboarder Matthias Kees und dem kürzlich verstorbenen Perkussionisten Thomas Troxler.

Live stellt Lowray sein neues Album am Samstag, 5. September, ab 19 Uhr im Restaurant «Wilde Möhre» im gelben Lattichbau am St.Galler Güterbahnhof vor. Bei schönem Wetter findet das Konzert draussen statt.

Freitag, 28. August – 09:41 Uhr

Der St.Galler Comiczeichner David Boller signiert in der Comedia

Der St.Galler Comiczeichner David Boller signiert am «Gratis Comic Tag» in der Comedia St.Gallen.

Der St.Galler Comiczeichner David Boller signiert am «Gratis Comic Tag» in der Comedia St.Gallen.

Benjamin Manser

(pd/gen) Am 5. September findet in der St.Galler Buchhandlung Comedia der Gratis Comic Tag 2020 statt. Am Gratis Comic Tag gibt es Comics, Manga und Graphic Novels umsonst. Viele Comic-Verlage aus Deutschland, Österreich und der Schweiz produzieren eigens für diesen Tag über dreissig Hefte, die sich die Fans kostenlos in den teilnehmenden Läden mitnehmen können. Die Auswahl ist gross: Von Manga über Superhelden, frankobelgische Abenteuer, Disney bis zu Independent Comics. Ausserdem gewährt die Comedia 10 Prozent Rabatt auf das gesamtes Sortiment.

Bei der Comedia ist ausserdem der St.Galler Comiczeichner David Boller zu Gast und signiert seine Comics. Boller hat der unter anderem für Marvel, DC und TopCrow gearbeitet hat. Er zeichnete für Spiderman, Batman, Witchblade, Magic the Gathering, Elfquest und viele mehr. 2008 zog es ihn in die Schweiz zurück. Er gründete Virtual Graphics und verlegte dort zahlreiche Graphic Novels, unter anderem adaptierte er 2016 Schillers Wilhelm Tell als Comicbuch.

Donnerstag, 27. August 2020 – 16:33 Uhr
Anna Ospelt hat im Frühjahr ihr Buch «Wurzelstudien» veröffentlicht; zum Workshop nimmt sie Interessierte mit auf Streifzüge in die Natur.

Anna Ospelt hat im Frühjahr ihr Buch «Wurzelstudien» veröffentlicht; zum Workshop nimmt sie Interessierte mit auf Streifzüge in die Natur.

Bild: Limmat Verlag/Ayse Yavas

Anstiftung zum «Natur schreiben» mit der Liechensteiner Autorin Anna Ospelt

(pd/bk.) Im März ist Anna Ospelts Prosaband «Wurzelstudien» im Limmat Verlag erschienen – am Freitag stellt die in Vaduz geborene Schriftstellerin das Buch im Literaturhaus Liechtenstein vor. Wie «Nature writing», die literarische Erfassung und Verwandlung sinnlicher Eindrücke in der Natur, vonstatten geht und zu eigenen Texten führt, dazu lädt ein Workshop mit der Autorin am kommenden Samstag ein. Begleitet wird er von Marco Meierhofer, Leiter des Forstdienstes Vaduz und Präsident des Vereins Holzkreislauf.

Die Schreibwerkstatt ist gedacht für Jung und Alt ab 12 Jahren; es braucht dazu nur einen Bleistift, ein Notizheft und die Lust, geduldig zu beobachten. Dazu gibt es einen Nachmittag lang, von 13.30 bis 17 Uhr, Inputs und schliesslich eine Übung in Kreativem Schreiben.

Auch bei schlechtem Wetter findet der Workshop statt – mit entsprechender Kleidung, weniger Beobachtungszeit im Freien und einer längeren Schreibphase im Trockenen.

Treffpunkt Forsthaus Bannholz, Letziweg 7, Vaduz. Anmeldung unter Tel. +432 235 03 00, buchungen@kunstmuseum.li oder online unter kunstmuseum.li - Es wird ein Unkostenbeitrag von CHF 10.- für Verpflegung, Museumseintritt und «Forschungsequipment» (Heft, Stift, Klemmblock, Lupe) erhoben. Weiterer Termin 14.11.2020, 13.30-17 Uhr.

Donnerstag, 27. August 2020 – 16:22 Uhr

Lesezeit, Genusszeit und Gesprächszeit bei den Arboner Literaturtagen

Das Haus Max Burkhardt in Arbon ist Schauplatz der Literaturtage – im Garten kommt ein Zeltdach dazu.

Das Haus Max Burkhardt in Arbon ist Schauplatz der Literaturtage – im Garten kommt ein Zeltdach dazu.

Bild: Andrea Stalder

(pd/bk.) «Unter den Flügeln der Nomadenzelte» finden ab heute Abend und bis Sonntag die Arboner Literaturtage im speziellen Ambiente des Hauses Max Burkhardt statt. Das poetische Motto des kleinen Festivals verspricht zum einen Lesungen im intimen Rahmen, zugleich spielt es darauf an, dass coronabedingt ein Zeltdach im Garten aufgespannt ist.

Zur Eröffnung um 18 Uhr stellen die drei Kunstschaffenden Ruth Erat, Gabriele Falkner und Beate Rudolf das Projekt und das Buch «Max, hol mir die Blüten von der Decke» vor: Es lädt ein zu einer neuen Begegnung mit dem Haus an der Rebenstrasse, zu Fantasien, poetischen Einwürfen, Bildern und Interventionen. Ernst Waespe spielt dazu Akkordeon.

Dass Bildende Kunst, Musik und Literatur kombiniert werden, gehört zur besonderen Handschrift des Festivals – ebenso wie Buchvernissagen und besondere Zugänge zu Texten. Lesezeit ist in Arbon zugleich Genusszeit und Gesprächszeit. Neben Lesungen im Halbstundentakt wird es Gelegenheit geben, in Neuerscheinungen zu blättern.

Der Freitag bietet dem neu gegründeten Thurgauer Verlag Caracol ein Sprungbrett: Irène Bourquin und Ruth Erat lesen aus ihrem literarischen Ping-Pong «Mit erhobenem Paddel», die in St. Gallen lebende Autorin Erica Engler aus der Erzählung «Wie ein Bisam läuft», Jochen Kelter aus «Fremd bin ich eingezogen», der Winterthurer Autor und Altphilologe Thomas Heckendort aus «DANKEUNDAUFWIEDERSEHN».

Ruth Erat und Andrea Gerster, Organisatorinnen der Arboner Literaturtage.

Ruth Erat und Andrea Gerster, Organisatorinnen der Arboner Literaturtage.

Bild: pd

Am Samstag gibt es mit Shared Reading eine ungewöhnliche Form des gemeinsamen Lesens in der kleinen Gruppe: die Freidorfer Autorin Andrea Gerster lädt dazu als Moderatorin im Roten Salon ein. Hierzu ist eine Voranmeldung nötig (mail@andreagerster.ch oder rutherat@hotmail.com)

Den Abschluss machen am Sonntag ab 15 Uhr Cornelia Buder, Esther Ackermann, Vera Schindler-Wunderlich, Laura Vogt und Ruth Loosli in Kurzlesungen, sowie ab 17 Uhr Brigitte Meyer und Christine Fischer mit «Cello- und Wortflügel». Eintritt wird nicht erhoben; zur Deckung der Unkosten gibt es eine Kollekte.

Programmdetails unter hausmaxburkhardt.ch, caracol-verlag.ch und wyborada.ch

Donnerstag, 27.August – 11:30 Uhr

Wiler Kunstmalerin Daniela Filippelli mit Einzelausstellung in Galerie Kunsthaus Rapp in Wil

(pd/miz) Die Wiler Kunstmalerin und Grafikerin Daniela Filippelli stellt ihre Werke erstmals in einer grossen Einzelausstellung in der Galerie Kunsthaus Rapp in Wil aus. Vernissage ist am Samstag, 5.September, 13.30 bis 17 Uhr; weitere Öffnungszeiten freitags, von 14 bis 17.30 Uhr; die Künstlerin Daniela Filippelli ist jeweils persönlich anwesend. Galeristin Marianne Rapp Ohmann sieht in ihr sogar das Potenzial, bald international für Aufmerksamkeit zu sorgen, schreibt die Galerie in einer Mitteilung.

Marianne Rapp Ohmann sieht in Daniela Filippelli grosses Potenzial, die Menschen mit ihrer Kunst zu begeistern. Das habe die Zusammenarbeit in den letzten Monaten bestätigt. Gelernt hat Filippelli einst den seltenen Beruf der Fahnengestalterin. Sie sei die letzte Person überhaupt, die diese Ausbildung in der Schweiz absolviert habe.

In den vergangenen Monaten seien in enger Zusammenarbeit mit der Galerie nebst grossformatigen Originalarbeiten auch Werkserien entstanden. Daniela Filippelli habe dafür ihre ganz eigenständige Arbeitstechnik entwickelt, bei der sie als Künstlerin und Grafikerin die reale und digitale Welt auf einen Nenner bringe: Sie verbindee ihre digital-gestalterische Kompetenz gekonnt mit ihrer ausdrucksstarken Malerei. «Ihre Werke sind fern von jeder Modeströmung und dennoch am Puls der Zeit», so Marianne Rapp Ohmann. Die Sujets seien meist plakativ in Szene gesetzt, die Pinselstriche mutig und stark. «Ich glaube an Daniela Filippelli und daran, dass sie sich sogar international durchsetzen kann.»

Daniela Filippelli in ihrem Atelier.

Daniela Filippelli in ihrem Atelier.

Bild: PD
Mittwoch, 26. August – 19:11 Uhr

Hackbrett trifft Schlagzeug im Sticklokal in Rehetobel

Der Hackbrettspieler Tobias Menzi und die Schlagzeugerin Farida Hamdar laden zum Doppelkonzert ein.

Der Hackbrettspieler Tobias Menzi und die Schlagzeugerin Farida Hamdar laden zum Doppelkonzert ein.

PD

(PD/gen) Die Schlagzeugerin Farida Hamdar aus Rehetobel und der Teufner Hackbrettspieler Elias Menzi treffen auf der neuen Rehetobler Dorfbühne, im Atelier im Sticklokal an der Heidenerstrasse 15, für ein Doppelkonzert aufeinander. Die jungen Ausserrhoder Musiker spielen am Samstag, 29. August, um 20 Uhr und wegen der grossen Nachfrage zusätzlich am Sonntag, 30. August, um 17 Uhr. Organisiert wird das Konzert vom Kulturort Kronenbühl. Hamdar studiert Schlagzeug an der Zürcher Hochschule der Künste und unterrichtet an der Musikschule Appenzeller Vorderland. Menzi ist mit seinem Soloprogramm und als Musiker der «Landstreichmusik» unterwegs. Reservation unter kultur@kronenbuehl.ch

Mittwoch, 26. August – 19:00 Uhr

Alex Capus liest im Thurgauer Kunstmuseum

Der Oltener Schriftsteller Alex Capus liest im Thurgauer Kunstmuseum.

Der Oltener Schriftsteller Alex Capus liest im Thurgauer Kunstmuseum.

Bruno Kissling / OLT

(PD/gen) Alex Capus schreibt seine Bücher gerne in einer selbstgezimmerten Gartenlaube und seine eigene Bar ist seine zweite Heimat. Am Donnerstag, 27. August, um 19 Uhr ist der Schriftsteller zu Gast im Thurgauer Kunstmuseum in der Kartause Ittingen. Cornelia Mechler, Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit des Museums und Vereinspräsidentin des neuen Thurgauer Saatgut-Verlags, spricht mit dem Oltener über die Verarbeitung von historischen Ereignissen in Romanen und die Suche nach dem Drama im Alltäglichen. Sie fragt ihn nach dem Vorgehen bei seiner Schreibarbeit und nach Themen, die unerzählbar sind.

Mittwoch, 26. August – 18:35 Uhr

Clanx-Festival am 28. August auf Toxic.fm

Das Clanx-Festival in Appenzell fällt dieses Jahr aus.

Das Clanx-Festival in Appenzell fällt dieses Jahr aus.

Bild: Raphael Rohner

(rbe) Dieses Wochenende hätte das Clanx-Festival in Appenzell stattfinden sollen. Doch wie fast alle Schweizer Open-Air-Veranstalter haben auch die Clanx-Organisatoren beschlossen, die diesjährige Ausgabe wegen Corona abzusagen.

Nun gibt es aber doch noch ein bisschen Clanx, zumindest im Radio. Toxic.fm spannt mit dem Appenzeller Festival zusammen und sendet am Freitag, 28. August, von 12 bis 14 Uhr sowie von 16-19 Uhr Musik und mehr zum Festival. Angekündigt werden in einer Mitteilung «ausgesuchte Live-Aufnahmen und Geschichten aus wiederaufgetauchten Tupperwaredosen».

Mittwoch, 26. August – 17:43 Uhr

Peter Hödlmoser spielt zum Abschluss des «Orgelsommers» im St. Galler Dom

Nach der Coronapause wieder in Livekonzerten zu hören: die grosse Orgel der Kathedrale St. Gallen.

Nach der Coronapause wieder in Livekonzerten zu hören: die grosse Orgel der Kathedrale St. Gallen.

Bild: Hannes Thalmann

(bk.) Monatelang war die grosse Orgel der Kathedrale St. Gallen nur via Livestream zu hören – wie die Gottesdienste wurden auch die Domorgelkonzerte 2020 aufgezeichnet und im Internet zugänglich gemacht. Mit dem «Orgelsommer» hat Anfang August auch in der Kathedrale wieder die Saison für Livekonzerte begonnen.

Die kleine, niederschwellige Reihe samstags vor dem Mittag, in der internationale Künstler jeweils ein halbstündiges Programm bei freiem Eintritt spielen, findet am kommenden Samstag, 29. August 2020, ihren Abschluss. Zu Gast ist dann Peter Hödlmoser aus St. Wolfgang im Salzkammergut. Hödlmoser wird in St. Gallen Werke von Johann Ludwig Krebs (1713-1780), Alexandre Pierre François Boëly (1785-1858), Otto Türke (1832-1897) und Gustav Adolf Merkel (1827-1885) spielen.

Domorganist Willibald Guggenmos hat zum 8. Mal den «Orgelsommer» in er Kathedrale organisiert.

Domorganist Willibald Guggenmos hat zum 8. Mal den «Orgelsommer» in er Kathedrale organisiert.

Bild: Sabrina Stübi

Domorganist Willibald Guggenmos ist nach den drei ersten Konzerten mit der Resonanz auf den «Orgelsommer 2020» zufrieden: Es seien heuer weniger Leute als in den vergangenen sieben Jahren gekommen, doch stets jeweils mehr als 150 Zuhörerinnen und Zuhörer gewesen, sagt der künstlerische Leiter der Reihe.

Samstag, 29. August 2020, 11.30-12 Uhr, Kathedrale St. Gallen

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Mittwoch, 26.August – 16:35 Uhr

Neuer Dokfilm «Zwischenwelten» ist so erfolgreich, dass das St.Galler Kinok zwölf Zusatzvorstellungen anbietet

Der Dokfilm «Zwischenwelten» gewährt einen Einblick in die Welt der Appenzeller Geistheiler.

Der Dokfilm «Zwischenwelten» gewährt einen Einblick in die Welt der Appenzeller Geistheiler.

Bild: PD

(pd/miz) Seit der Premiere vergangenen Donnerstag erobert «Zwischenwelten» die Herzen unserer Zuschauer, schreibt das St.Galler Programmkino Kinok im neuen Newsletter. Aufgrund der grossen Nachfrage habe man nun kurzerhand 12 zusätzliche Mittagsvorstellungen anberaumt. Reservationen seien ab sofort über die Kinok-Website oder direkt über diesen Link möglich.

Der Film «Zwischenwelten» des Ausserrhoder Filmemachers Thomas Karrer gewährt einen Blick in die Welt der Geistheiler im Appenzellerland. Karrer stellt verschiedene Geistheiler vor und nähert sich in seinem Dokfilm den grossen Fragen: Was ist Gesundheit, was ist Krankheit? Wie gelingt Heilung? Tagblatt-Rezensent Martin Preisser schreibt, Karrer sei ein berührender Dokumentarfilm gelungen. Er wirke nicht esoterisch, aber ruhig fliessend, fast ein wenig meditativ. Karrer zeige ein hintergründiges Stück Ostschweizer Heilkultur.

«Zwischenwelten» wird zudem in diesen Ostschweizer Kinos gezeigt: Kino Passerelle Wattwil, Cinema Luna Frauenfeld, Schlosskino Frauenfeld, Cinema Liberty Weinfelden, Kino Roxy Romanshorn, Cinewil Wil, Cinetreff Herisau, Kino Rosental Heiden, Kinotheater Madlen Heerbrugg, Skino Schaan.

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Dienstag, 25. August – 16:44 Uhr

Der St.Galler Autor Christoph Keller bei Deutschlandfunk Kultur

Der Autor Christoph Kellerin seinem Garten in St.Gallen.

Der Autor Christoph Kellerin seinem Garten in St.Gallen.

Benjamin Manser

(pd/gen) Der St.Galler Autor Christoph Keller beschreibt in seinem eben erst erschienen Buch «Jeder Krüppel ein Superheld» was heisst es, im Rollstuhl zu sitzen und nicht nur behindert zu sein, sondern auch behindert zu werden durch defekte Trottoirs, entwürdigende Prozeduren, um in ein Flugzeug zu gelangen oder entmündigende Reaktionen beim Einkaufen, im Museum, im Restaurant.

Bei Deutschlandfunk Kultur erzählt Keller, der wie seine zwei Brüder unter spinaler Muskelatrophie, einer erblich bedingten unheilbaren Muskelerkrankung leidet, aus seinem Leben. Der Arzt, der ihm die Diagnose mitteilte, habe zu ihm gesagt: «Das Beste sei eh, ich würde nur im Bett bleiben und versuchen, nicht rauszufallen.»

Mit 25 Jahren bekommt der Autor seinen ersten Rollstuhl und erfährt immer härter, wie sehr die Menschen um ihn herum auf seine Behinderung reagieren. Besonders zu schaffen gemacht habe ihm die Reaktion seines Vaters. Er habe gesagt:

«Einer wie ich hat keine Krüppel als Söhne. Meine Söhne sind gesund.»

Diese einschneidenden Erfahrungen beschreibt Christoph Keller auch in seinem Roman «Der beste Tänzer».

Den Begriff «Krüppel» habe er bewusst gewählt: «Ich nehme dieses Wort ‹Krüppel› und eigne es mir an. Und dann könnt ihr es nicht mehr als Waffe gegen mich einsetzen, weil die Waffe habe ich euch aus der Hand genommen, habe sie entschärft und zur Symbolik des Stolzes gemacht. Und damit ist es ein Schutzschild.»

Dienstag, 25. August – 15:41 Uhr

Die Werkbeitragsempfänger des Kantons St.Gallen 2020 im Bild

Bildlegende von links: Regierungsrätin Laura Bucher, Livia Rita Heim, Lionel Umbricht, Tine Edel, Basil Kehl, Bianca Barandun, Céline Arnould, Andrea Vogel, Hildegard Keller, Frédéric Zwicker, Nathan Federer, Rita Kappenthuler, Nelly Bütikofer, Thomas Marbacher, Sebastian Marbacher, Raphael Loher, Kilian Rüthemann, Ramon Landolt, Matthias Fässler

Bildlegende von links: Regierungsrätin Laura Bucher, Livia Rita Heim, Lionel Umbricht, Tine Edel, Basil Kehl, Bianca Barandun, Céline Arnould, Andrea Vogel, Hildegard Keller, Frédéric Zwicker, Nathan Federer, Rita Kappenthuler, Nelly Bütikofer, Thomas Marbacher, Sebastian Marbacher, Raphael Loher, Kilian Rüthemann, Ramon Landolt, Matthias Fässler

Patrick Froidevaux

(pd/gen) Am Montag, 24. August 2020, erhielten Kunstschaffende 14 Werkbeiträge und zwei dreimonatige Atelieraufenthalte in Rom. Die Übergabe fand im Raum für Literatur in der Hauptpost St.Gallen statt und erfolgt zum ersten Mal durch die Vorsteherin des Departements des Innern, Regierungsrätin Laura Bucher.

  • Angewandte Kunst/Design: Céline Arnould, Schmerikon; Lionel Umbricht, St.Gallen
  • Bildende Kunst: Bianca Barandun, Gossau; Rita Kappenthuler, Abtwil, und Nathan Federer, St.Gallen; Kilian Rüthemann, Basel; Andrea Vogel, St.Gallen
  • Geschichte und Gedächtnis: Matthias Fässler, St.Gallen
  • Literatur: Hildegard Keller, Zürich; Frédéric Zwicker, Rapperswil
  • Musik: Basil Kehl, St.Gallen; Ramon Landolt, Zürich; Raphael Loher, Luzern
  • Theater/Tanz: Nelly Bütikofer, Rapperswil-Jona; Livia Rita Heim, Neu St.Johann
  • Rom: Sebastian und Thomas Marbacher, Zürich und St.Gallen; Tine Edel, St.Gallen
Dienstag, 25. August – 09:50 Uhr

Andreas Neeser stellt im Literaturhaus Thurgau zwei Bücher vor

Andreas Neeser, Autor, Suhr AG, 29. April 2020.

Andreas Neeser, Autor, Suhr AG, 29. April 2020.

Alex Spichale / KUL

(pd/gen) Andreas Neese präsentiert am Donnerstag, 27. August, um 19.30 im Literaturhaus Thurgau in Gottlieben gleich zwei Bücher: «Wie wir gehen», einen berührenden Familienroman, und «Alpefisch» seinen ersten Mundartroman. Eine Frau auf den Spuren ihrer Vorfahren und ein junger Mann auf jener nach einer verlorenen Liebe. Moderiert wird die Lesung vom Leiter des Literaturhauses Thurgau, Gallus Frei-Tomic.

Andreas Neeser erzählt in «Wie wir gehen» die Geschichte von Johannes. Mona möchte ihrem kranken Vater Johannes näherkommen. Doch die Leere zwischen ihnen macht sie einander fremd. Daher bittet sie ihn, seine Geschichte auf ein Diktiergerät zu sprechen. Monas Vater hat Krebs. Die Nähe zu ihrem Vater blieb ihr ein Leben lang verwehrt und es gelingt ihr auch jetzt nicht, sie herzustellen. Was zwischen Mona und ihrem Vater steht, sind all die Geschichten davor, das Gift in den Generationen und die Unfähigkeit, Worte dafür zu finden.

Fast zeitgleich erscheint Andreas Neeser erster Mundartroman «»Alpefisch. Nach mehreren Sammlungen mit Kurzprosa ist es sein erster buchfüllender Mundartroman, der wieder bei Zytglogge erscheint. Eine junge Frau, Jus-Studentin, ein junger Mann, Heilpädagoge. Sie lieben sich. Sie brauchen sich. Aber weil Liebe Nähe ist, bricht in dieser Nähe bei beiden das auf, wovor sie sich lieber verschliessen würden, beginnt aus Liebe Kampf zu werden, an dem beide zu zerbrechen drohen. Andreas Neeser leuchtet aus, was sonst nur Schatten wirft.

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Nach 25 Jahren schreibt Andreas Neeser sein Romandebut noch einmal neu

«Alpefisch» liest sich wie eine Rehabilitation. Der Aargauer Schriftsteller Andreas Neeser schreibt nun Mundart: entschlackt, reifer, mit Ironie. Die Geschichte bleibt: Es ist eine scheiternde Liebesgeschichte zwischen einer durch sexuellen Missbrauch traumatisierten jungen Frau und ihrem hilflosen neuen Freund.
Hansruedi Kugler
Montag, 24.August – 20:01 Uhr

Kino Roxy Romanshorn startet Programm nach Sommerpause

Im Kino Roxy Romanshorn werden die Zuschauer mit Abstand platziert, wie hier an der ersten Vorstellung nach dem Lockdown.

Im Kino Roxy Romanshorn werden die Zuschauer mit Abstand platziert, wie hier an der ersten Vorstellung nach dem Lockdown.

Reto Martin

(pd/miz) Am Sonntag geht's los: Das Kino Roxy Romanshorn beendet die Sommerpause. Diesmal nicht mit einem Kinofilm, sondern mit der Aufzeichnung der Gesprächssendung «Persönlich» von Radio SRF 1. Zu Gast bei Dani Fohrler sind Barbara Camenzind und Roland Grossenbacher. Der Anlass könne nur auf Anmeldung besucht werden, und es gelte eine Maskenpflicht, schreiben die Kinomacherinnen. Die Gäste: Roland Grossenbacher hat schon als Teenager begonnen alles zu sammeln, was die Rock- und Popwelt hergibt. Vor ein paar Jahren erfüllte er sich seinen Lebenstraum: Die Eröffnung seines Rock- und Pop Museums in Niederbüren. Barbara Camenzind, in Rorschach und im Appenzellerland aufgewachsen, hat als junge Frau ihren Job als Lehrerin an den Nagel gehängt und wurde Opernsängerin, Autorin, Komponistin und Reitlehrerin. Heute ist sie wieder zurück in ihrem ursprünglichen Beruf als Primarlehrerin, heisst es in der Ankündigung.

Am Dienstag, 1.September, startet dann das eigentliche Kinoprogramm. Das Kino Roxy hat ein Schutzkonzept erarbeitet: So bleiben die Plätze neben Einzelbesuchern oder Gästegruppen frei, auf eine Pause wird verzichtet, an der Bar (bei der man sich vor Vorstellungsbeginn verpflegen kann) wird auf Sitzgelegenheiten verzichtet, um Ansammlungen zu vermeiden. Wegen Contact Tracing werden die Daten der Zuschauerinnen und Zuschauer erfasst.

Montag, 24. August – 19:44 Uhr

Jazz & Groove Festival im vorarlbergischen Bludenz

(pd/miz) Nach einem vielfältigen Kultursommer lässt nun das Jazz & Groove Festival in der Remise Bludenz von Donnerstag, 27.8., bis Samstag, 29.8., den Groove hochleben. Unter Einhaltung der aktuellen COVID-19-Bestimmungen präsentiert das von den Bludenzer Musikern Cenk Dogan und Lukas Morre kuratierte Jazz & Groove Festival auch heuer wieder hochkarätige Formationen, heisst es in einer Mitteilung.

Bei gutem Wetter findet das Jazz & Groove Festival wieder open air statt wie hier bei der Ausgabe 2019.

Bei gutem Wetter findet das Jazz & Groove Festival wieder open air statt wie hier bei der Ausgabe 2019.

Dietmar Mathis

Für jeden Geschmack sei etwas dabei: Von lokalen top Acts wie Stereo Ida und Stompin‘ Howie & The Voodoo Train am Donnerstagabend, über die Tiroler Bluesband Saltbrennt oder den dreifachen Amadeus-Award-Gewinner Norbert Schneider & Band am Freitagabend, bis hin zur lokalen Power-Formation The Friday Night Cadillac Club und dem Jazzorchester Vorarlberg feat. Aja am Samstagabend. Bei Schönwetter findet das Jazz & Groove Festival am Remise-Vorplatz, bei Regenwetter im Remise-Saal statt. Ticketinfos unter www.remise-bludenz.at.

Montag, 24.August – 11:42 Uhr

St.Galler Kulturschaffende werden ausgezeichnet

Die Künstlerin Andrea Vogel hat eben erst das Sommeratelier «Es brennt mir unter den Nägeln» im Shed im Eisenwerk Frauenfeld eröffnet, jetzt wird sie mit einem Werkbeitrag ausgezeichnet.

Die Künstlerin Andrea Vogel hat eben erst das Sommeratelier «Es brennt mir unter den Nägeln» im Shed im Eisenwerk Frauenfeld eröffnet, jetzt wird sie mit einem Werkbeitrag ausgezeichnet.

Andrea Stalder

(pd/miz) Heute Abend erhalten St.Galler Kunstschaffende 14 Werkbeiträge und zwei dreimonatige Atelieraufenthalte in Rom. Die Übergabe findet um 18.15 Uhr im Raum für Literatur in der Hauptpost St.Gallen statt und erfolgt zum ersten Mal durch die Vorsteherin des Departements des Innern, Regierungsrätin Laura Bucher.

Bei der jährlichen Vergabe zeige sich immer wieder, wie vielfältig, innovativ und qualitativ hochstehend das kulturelle Schaffen im und aus dem Kanton St.Gallen sei, schreibt die Staatskanzlei in einer Mitteilung. Die Unterstützung gebe die nötige Zeit, Ideen, Vorhaben und Werke auszuarbeiten und die künstlerische Tätigkeit weiterzuentwickeln. Alle Eingaben seien durch Persönlichkeiten aus den spartenbezogenen Fachjurys, teils selbst Kunstschaffende, teils Vermittelnde oder andere Fachpersonen, begutachtet und in intensiven Sitzungen besprochen worden.

Mit einem Werkbeitrag werden ausgezeichnet:

Angewandte Kunst/Design: Céline Arnould, Schmerikon; Lionel Umbricht, St.Gallen Bildende Kunst: Bianca Barandun, Gossau; Rita Kappenthuler, Abtwil, und Nathan Federer, St.Gallen; Kilian Rüthemann, Basel; Andrea Vogel, St.Gallen Geschichte und Gedächtnis: Matthias Fässler, St.Gallen Literatur: Hildegard Keller, Zürich; Frédéric Zwicker, Rapperswil Musik: Basil Kehl, St.Gallen; Ramon Landolt, Zürich; Raphael Loher, Luzern Theater/Tanz: Nelly Bütikofer, Rapperswil-Jona; Livia Rita Heim, Neu St.Johann

Je einen dreimonatigen Aufenthalt ab Dezember 2020 in der Atelierwohnung in Rom erhalten Sebastian und Thomas Marbacher, Zürich und St.Gallen, und direkt danach Tine Edel aus St.Gallen

Montag, 24.August – 11:15 Uhr

Konzert des St.Galler Komponisten Charles Uzor wird vom Schweizer Radio aufgezeichnet

Der St.Galler Komponist Charles Uzor.

Der St.Galler Komponist Charles Uzor.

Michel Canonica

(pd/miz) Der St.Galler Komponist Charles Uzor hat mit «Mothertongue» die Tiefen der Muttersprache musikalisch ausgelotet. Seine Komposition für Mezzosopran, Ensemble und Tonband, im November 2019 in St.Gallen uraufgeführt, wird nun am am 4. September um 20 Uhr in der Dampfzentrale Bern (im Rahmen des Musikfestival Bern) und am 6. September um 19 Uhr im Theater am Gleis Winterthur aufgeführt. In Winterthur stehen zudem Uzors «Go. Ballet Imaginaire für Septett» und «8’46’’ George Floyd in memoriam» auf dem Programm. Das Konzert in der Dampfzentrale Bern wird vom Schweizer Radio SRF2 aufgezeichnet und zu einem späteren Zeitpunkt ausgestrahlt.

Tagblatt-Rezensentin Bettina Kugler schrieb nach der Uraufführung von Uzors «Mothertongue» in der Tonhalle St.Gallen im November 2019: «Vielstimmig und mit packender Stringenz ergründet das Werk die Tiefen der Muttersprache, einer ursprünglichen Ausdrucksform vor jeder Entfremdung.» Expressiver Gesang (Isabel Pfefferkorn) und knapp dosierter Wohlklang würden sich mit Rauschen, flackernden, unruhig anschwellenden Klängen vom Band mischen.

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