Ostschweizer Kultur-Ticker
Literaturwochenende am Untersee +++ Schaufensterbummel im Kunstmuseum St.Gallen +++ Autor Peter Stamm liest im Literaturhaus Thurgau aus seinem neuen Buch

Die Ostschweizer Kulturszene ist lebendig und vielfältig. In unserem Kultur-Ticker informieren wir Sie laufend über Neuigkeiten von Kunstschaffenden und Kulturbetrieben aus der Ostschweiz.

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Rückmeldungen und Infos an: ostschweizerkultur@chmedia.ch

Donnerstag, 16. September – 11:30 Uhr

Lesungen am Untersee am 13. Literaturwochenende

Die Konstanzerin Chris Inken Soppa liest am Sonntag, 19. September, aus «Der grosse Muntprat».

Die Konstanzerin Chris Inken Soppa liest am Sonntag, 19. September, aus «Der grosse Muntprat».

Bild: Reto Martin

(pd/sig) Am Wochenende des 18. und 19. Septembers findet das 13. Literaturwochenende am Untersee statt. An beiden Tagen öffnen Gastgeberinnen und Gastgeber von Tägerwilen bis Steckborn die Türen zu ihren historischen Häusern: Darin lesen Autorinnen und Schauspieler jeweils eine Stunde aus eigenen oder geliehenen Werken.

Schauspieler Jaap Achterberg liest aus «Sandul».

Schauspieler Jaap Achterberg liest aus «Sandul».

Bild: PD

Am Samstag, 18. September, liest der Schauspieler Jaap Achterberg um 11 Uhr in der Alten Kaplanei Mannenbach aus «Sandul» von Adolf Jens Koemeda. Der Protagonist Simmi kommt als Migrant via Konstanz nach Nürnberg. Dort findet er Unterschlupf bei einer 17 Jahre älteren Frau, für die er stundenweise als Hilfsgärtner tätig ist. Auch wenn Simmi um Abstand bemüht ist, lassen sich Konflikte mit seinen religiös fanatisierten Landsleuten nicht vermeiden.

Am Samstag um 15.30 Uhr liest Ivna Žic im Haus zur Glocke in Steckborn aus ihrem Débutroman «Die Nachkommende». Es ist eine Suche, die zugleich das Jetzt und Damals abtastet. Eine junge Frau reist im Hochsommer im Zug von Paris nach Kroatien, wo wie jeden Sommer ihre Familie auf der «Grossmutterinsel» wartet. Auf der Fahrt begleiten sie gedanklich ein Mann, mit dem sie nie eine Beziehung anfangen konnte, und ihr toter Grossvater.

Thomas Hürlimann erzählt in «Abendspaziergang mit dem Kater» von seiner Herkunft und den Wegen zum eigenen Schreiben und Denken. In Texten aus vier Jahrzehnten zeigt er sich als kritischer Verteidiger der Schweiz, als leidenschaftlicher Skeptiker und kämpferischer Polemiker. Er liest am Samstag um 19.30 Uhr in Breitenstein, Ermatingen.

Am Sonntag um 11 Uhr stellt Monika Helfer ihren Roman «Die Bagage» im alten Debrunnerhaus in Ermatingen vor. Darin erzählt sie die Geschichte ihrer Herkunft, von Josef und Maria Moosbrugger, die in einem Bergdorf in Vorarlberg lebten. Da kommt Georg aus Hannover in die Gegend und klopft an die Tür der Abseitigen. Es ist die Zeit, in der Maria mit Grete schwanger wird, dem Kind der Familie, mit dem Josef nie ein Wort sprechen wird: der Mutter der Autorin.

Sascha Erni

Im Haus zum Gries in Berlingen präsentiert der Schauspieler Volker Ranisch am Sonntag um 15.30 Uhr das Buch «Professor Unrat» von Heinrich Mann. Es ist eine zeitlose Geschichte von Verführung, Verführbarkeit, gesellschaftlicher Grenzüberschreitung und sozialem Abstieg.

Zuletzt liest die Autorin Chris Inken Soppa am Sonntag um 19 Uhr im Alten Primarschulhaus in Tägerwilen aus «Der grosse Munprat», eine Romanbiografie über den Fernkaufmann Lütfrid Muntprat. Um 1383 in Konstanz geboren, verbrachte er seine Lehrjahr in Barcelona unter Menschen fremder Herkunft, fremden Glaubens und fremder Sprache. Er handelte mit Leinwand, Korallen und Safran - vierzig Jahre später ist er einer der wohlhabendsten Bürger Schwabens.

Vorverkauf und Reservation bei Heidi Walkhoff, 071 672 26 70 oder heidi@walkhoff.ch. Eintritt zu den Veranstaltungen nur mit Covid-Zertifikat.

Donnerstag, 16. September – 09:01 Uhr

Martina Morger stellt Schaufensterkunst im Kunstmuseum St.Gallen aus

Die Künstlerin Martina Morger erhielt den Manor Kunstpreis 2021.

Die Künstlerin Martina Morger erhielt den Manor Kunstpreis 2021.

Bild: Wei Zhang

(pd/sig) Die Künstlerin Martina Morger erhält dieses Jahr den Manor Kunstpreis St.Gallen. Vom 17. September bis am 6. März 2022 stellt sie ihre Kunst unter dem geflügelten Titel «Lèche Vitrines», zu Deutsch Schaufensterbummel, im Kunstmuseum St.Gallen aus.

Die Künstlerin ist 1989 in Vaduz geboren und studierte an der Zürcher Hochschule der Künste und an der Kunsthochschule in Glasgow. Sie ist Co-Kuratorin von «Perrrformat», das Performancekunst in und um Zürich in den urbanen, öffentlichen Raum bringt. Sie lebt und arbeitet in Balzers und Hannover.

Schaufensterkunst im Kunstmuseum St.Gallen

Schaufensterkunst im Kunstmuseum St.Gallen

Bild: PD

Die Jury des Manor Kunstpreises zeichnet eine Performance- und Multimediakünstlerin aus, die kompromisslos gesellschaftliche Arbeits- und Lebensbedingungen kritisch hinterfragt. In Performances, teils verstörend und körperlich verausgabend, thematisiert sie soziale Missstände und grundlegende Fragen unseres Daseins. Martina Morger beschäftigt sich mit der Stellung der Frau und besonders mit der Stellung der Künstlerin in der modernen kapitalistischen Gesellschaft. Sie erforscht und reflektiert dabei weibliche und queere Stimmen.

Die Vernissage mit Live-Performance von Luca Büchler findet am 16. September um 18.30 Uhr im Kunstmuseum St. Gallen statt. Öffentliche Führungen durch die Ausstellung sind für den 19. September, 31. Oktober und für den 13. Februar, jeweils um 11 Uhr, geplant.

Mittwoch, 15. September – 15:27 Uhr

Im Archiv der Gefühle mit Peter Stamm

Peter Stamm stellt seinen neuen Roman «Das Archiv der Gefühle» im Literaturhaus Thurgau vor.

Peter Stamm stellt seinen neuen Roman «Das Archiv der Gefühle» im Literaturhaus Thurgau vor.

Bild: Christian Beutler

(pd/sig) Am Donnerstag, 16. September, findet die Schweizer Buchvernissage von «Das Archiv der Gefühle» im Literaturhaus Thurgau in Gottlieben statt. Der Thurgauer Autor Peter Stamm liest um 19.30 Uhr aus seinem Roman. Das Gespräch im Anschluss daran moderiert der Veranstalter Gallus Frei-Tomic.

Das Archiv der Gefühle erschien dieses Jahr beim S. Fischer Verlag.

Das Archiv der Gefühle erschien dieses Jahr beim S. Fischer Verlag.

Bild: PD

In dem Roman, der im August 2021 im S. Fischer Verlag erschien, outet sich der Autor als humoristischer Männer-Forscher. Stamm folge darin mit «sprachlicher Akribie und kalter Chirurgennadel einem waschlappigen Gefühlsverweigerer durch seine trüben Tage», schreibt Daniele Muscionico in ihrer Buchbesprechung.

Der Protagonist wandelt wie ein Halbschatten voller Schuldgefühle, Grundskepsis und Verweigerungshaltung durchs Leben. Dabei sehnt er sich nach seiner Kindheitsfreundin Franziska, die jetzt Fabienne heisst und Sängerin geworden ist. Vor 40 Jahren hat er ihr seine Liebe gestanden, doch das ist mittlerweile ein halbes Leben her. Eigentlich hat er nur zwei Wünsche: Ordnung und eine störungsfreie Verdauung. Wäre da nicht Fabienne, die auf einmal wieder auftaucht und sich Wege in seine geschützte Existenz bahnt. Sie ist Projektionsfläche für alles Unerreichte, für alle Fantasie. Kann er diese zweite Chance wahrnehmen?

Mittwoch, 15. September – 13:20 Uhr

Das Stadttheater Konstanz läutet die Saison mit dem Theaterfest ein

Das Stadttheater Konstanz bietet am Theaterfest Einblick in die Probenarbeit, Workshops und einen Blick hinter die Kulissen.

Das Stadttheater Konstanz bietet am Theaterfest Einblick in die Probenarbeit, Workshops und einen Blick hinter die Kulissen.

Bild: Ilja Mess

(pd/sig) Am Samstag, 18. September, findet zum Saisonauftakt des Theaters Konstanz von 15 bis 20 Uhr das grosse Theaterfest statt. Das ganze Konstanzer Stadtzentrum vom Kulturkiosk über den Münsterplatz bis hinunter zum Stadttheater und dann hinüber zum Werkstattgebäude in der Inselgasse wird bespielt.

Wer sich über die neue Spielzeit und die unterschiedlichen Abonnements informieren möchte, wird direkt auf dem Münsterplatz oder auch im Kulturkiosk beraten. Das Spielrad lockt mit Ticketgewinnen oder einer Bootsfahrt mit Intendantin Karin Becker. In der Stadt gibt es einen Flohmarkt, einen Theaterfilm zum Lockdown, Lesungen, Technik- und Werkstattführungen sowie ein Mitmachprogramm wie Schminken und Speeddating. Auch fürs leibliche Wohl ist gesorgt, sowohl auf dem Münsterplatz als auch in der Spiegelhalle.

Beim Theaterfest wird das Stück Johnny Hübner greift ein aufgeführt.

Beim Theaterfest wird das Stück Johnny Hübner greift ein aufgeführt.

Bild: PD

Die Zuschauerinnen und Zuschauer erhalten Einblick in öffentliche Proben und Chorproben. In der Spiegelhalle wird das Kinderstück «Der fabelhafte Die» geprobt und das Theater «Johnny Hübner greift ein» aufgeführt. Ebenfalls in der Spiegelhalle zeigt das Stadtensemble ihre Arbeit an «Hin und Her», während im Stadttheater eine Probe von «Die Verlorenen» über die Bühne geht und in der Werkstatt an «All das Schöne» gefeilt wird.

Ausserdem werden Originalkostüme von Theaterveranstaltungen in den Räumen des Stadttheaters versteigert. An den Tagen bietet das Theater Konstanz ein spezielles «Theaterfest-Ticket-Paket» im umweltfreundlichen, nachhaltigen Obstsäckle an– drei Vorstellungen in drei Spielstätten zum Sonderpreis von insgesamt 33 Euro.

Mittwoch, 15. September – 08:35 Uhr

Schellenschmied Peter Preisig hat den Kulturpreis «Di goldig Bechue» erhalten

Peter Preisig erhält den neuen Kulturpreis des Appenzeller Magazins.

Peter Preisig erhält den neuen Kulturpreis des Appenzeller Magazins.

Bild: PD

(pd/sig) Der Herisauer Schellenschmied Peter Preisig ist erster Preisträger des neu lancierten Kulturpreises «Di goldig Bechue». Das teilte der Appenzeller Verlag am Freitag mit. Preisig erhielt kürzlich den mit 5000 Franken dotierten Preis und symbolisch eine von der Herisauer Künstlerin Vera Marke geschaffene goldene Bechue überreicht. Eine Bechue ist eine Spielzeugkuh, die traditionell aus Ästen des ausgedienten Weihnachtsbaums geschnitzt wird.

Die Schellenschmiede in Gossau.

Die Schellenschmiede in Gossau.

Bild: Michel Canonica

Verliehen wird der Preis vom «Appenzeller Magazin». Trägerin des Kulturpreises ist die Frieda und Ulrich Steingruber-Stiftung, die damit Personen oder Institutionen für ihre Verdienste im kulturellen oder gesellschaftlichen Bereich ehren möchte. Im Frühling wurden den Leserinnen und Lesern fünf Nominierte vorgestellt: Nebst Preisträger Peter Preisig waren die Schauspielerin Jeanne Devos (Heiden/Zürich), die in Kultur, Gesellschaft und Stiftungen engagierten Manuela Stieger (Trogen), Werner Frischknecht (Herisau) und Silvio Signer (Appenzell) für den Preis nominiert.

Dienstag, 14. September – 16:47 Uhr

Das Symphonieorchester Vorarlberg startet die Saison mit zwei virtuosen Solistinnnen

Das Symphonieorchester startet am 18. September in die neue Saison.

Das Symphonieorchester startet am 18. September in die neue Saison.

Bild: PD

(pd/sig) Zum Auftakt der Saison holt das Symphonieorchester Vorarlberg zwei bekannte Solistinnen nach Feldkirch und Bregenz: Die österreichische Trompeterin Selina Ott interpretiert ein Trompetenkonzert des Vorarlbergers Herbert Willi und die russische Pianistin Lilya Zilberstein springt für den kurzfristig ausgefallenen Nicholas Angelich ein. Die Konzerte finden am 18. September um 19.30 Uhr im Montforthaus Feldkirch und amd 19. September um 17 Uhr im Festspielhaus Bregenz statt.

Unter der Leitung des Chefdirigenten Leo McFall beginnt das Programm mit einem Meilenstein des Virtuosenrepertoires: Lilya Zilberstein spielt das 3. Klavierkonzert von Sergej Rachmaninow, das seine Uraufführung 1909 in New York feierte. Der Komponist selbst sass am Flügel und präsentierte sich als erster russischer Klaviervirtuose dem amerikanischen Publikum. Lilya Zilberstein studierte in Moskau und erlangte ihren internationalen Durchbruch 1987 mit dem Gewinn des Busoni-Wettbewerbs in Bozen.

Die Trompeterin Selina Ott gewann vor drei Jahren den ARD-Wettbewerb.

Die Trompeterin Selina Ott gewann vor drei Jahren den ARD-Wettbewerb.

Bild: PD

Die österreichische Trompeterin Selina Ott gewann vor drei Jahren als erste Frau den Internationalen Musikwettbewerb der ARD. Ihre Karriere führte sie bereits ins Wiener Konzerthaus und in die Philharmonie Berlin. Sie spielt zur Eröffnung des Abends «Eirene», das erste Werk des vierteiligen «Zyklus Montafon» von Herbert Willi. Dem 1951 geborenen Vorarlberger geht es darum, den Klang der Berge und seiner Heimat auf Noten zu transkribieren.

Die Natur als Inspirationsquelle schätzte auch ein anderer berühmter Musiker, nämlich Peter Tschaikowsky: «Ich kenne kein grösseres Vergnügen als das Leben auf dem Lande in völliger Einsamkeit. Ich habe dergleichen nur einmal, nämlich im Jahre 1873, erlebt. (…) In der Nacht sass ich am Fenster und lauschte der majestätischen Stille.» Von dem russischen Romantiker spielt das Symphonieorchester Vorarlberg die Konzertfantasie «Der Sturm» nach Shakespeares Drama «The Tempest».

Kartenvorverkauf in allen Verkaufsstellen von events-vorarlberg.at oder unter, Bregenz Tourismus, +43 5574 4959, Feldkirch Tourismus, Telefon +43 5522 73467

Dienstag, 14. September – 13:26 Uhr

Die Kulturstiftung Pro Innerrhoden feiert ihr 50-jähriges Bestehen

Auch die junge «Kapelle Dörigehnt» freut sich auf das Jubiläumsfest.

Auch die junge «Kapelle Dörigehnt» freut sich auf das Jubiläumsfest.

Bild: PD

(pd/sig) 1971 entschied die Landsgemeinde, die Stiftung Pro Innerrhoden ins Leben zu rufen. Seit 50 Jahren engagiert sich die Stiftung für die Kultur. Dieses Jubiläum wird Mai bis November mit einer Reihe von Veranstaltungen gefeiert. Den Höhepunkt bildet das grosse Jubiläumsfest vom 18. September von 10 bis 16.30 Uhr in Appenzell. Den ganzen Tag über werden auf dem Kanzleiplatz und in den angrenzenden Gebäuden Konzerte, Lesungen, Theater und weitere spannende Aktivitäten geboten.

Im Festzelt auf dem Kanzleiplatz gibt es musikalischen Unterhaltung: Für heimische Klänge sorgt die «Appenzeller Musik» mit Antonia und Christian Manser, Albert Graf, Pia Dobler und Paul Inauen. Modernen Brass-Sound zeigen «Toby or not Toby», sieben junge Männer aus Appenzell. Riana, Appenzeller Sängerin und Songwriterin, präsentiert Songs mit Einflüssen aus Pop, Jazz und Soul. Auch der jüngste Kulturpreisträger der Stiftung Pro Innerrhoden tritt auf: Der Kabarettist Simon Enzler sorgt gemeinsam mit der Musikgruppe Appenzeller Echo für Heiterkeit.

Die Band «Toby or not Toby» bringt modernen Brass-Sound nach Appenzell.

Die Band «Toby or not Toby» bringt modernen Brass-Sound nach Appenzell.

Bild: PD

Im kleinen Ratssaal präsentiert Joe Manser, ein weiterer Innerrhoder Kulturpreisträger, Geschichten im Innerrhoder Dialekt. Fotoimpressionen aus Innerrhoden zeigt der Buchautor und Bergsteiger Kurt Haberstich. Und für urchigste Appenzeller Musik sorgt die Jungformation «Kapelle Dörigehnt» (Aurel Manser, Nina Fritsche und Sina Dörig).

Joe Manser liest im Ratssaal im innerrhoder Dialekt.

Joe Manser liest im Ratssaal im innerrhoder Dialekt.

Bild: PD

Die in Gonten aufgewachsene Andrea Maria Keller lebt als freischaffende Lyrikerin und Lektorin in Bern. Sie lädt zu einer Lyriklesung ein, musikalisch umrahmt vom «Kammermusik-Trio Rempfler» mit Antonia, Leonie und Elenie.

Ein Unterhaltungsprogramm für Kinder bietet Claudine Kopp in der Volksbibliothek. Die künstlerische Leiterin des Appenzeller Figurentheater-Festivals zeigt in ihrem eigenen Stück «Der böse Senn» eine «sagenhaft bodenständige Geschichte» für Kinder.

Ottilia Dörig, Leiterin des Innerrhoder Kulturamts, leitet die Gesprächsrunde: «Kulturschaffen in Innerrhoden ‒ eine Standortbestimmung». Mit den Podiumsteilnehmenden geht sie Fragen zum aktuellen Kulturleben und Kulturschaffen im Kanton nach und wagt mit ihnen einen Blick in die Zukunft.

Für die Veranstaltungen im kleinen Ratssaal und in der Volksbibliothek werden Tickets ausgegeben. Die Tickets können bis zum 17. September bei Appenzellerland Tourismus in Appenzell, oder per Telefon 071 788 96 41, bezogen werden. Alle Veranstaltungen sind kostenlos.

Montag, 13. September – 09:27 Uhr

Charity-Konzert für die Eventhalle Hektor mit Femi Luna, Rapture Boy, The Oskars und anderen

Hektor braucht Geld: Céline Fuchs und Walter Boos geben ihren Traum von der Eventhalle nicht auf.

Hektor braucht Geld: Céline Fuchs und Walter Boos geben ihren Traum von der Eventhalle nicht auf.

Bild: Tobias Garcia

(pd/sig) Noch immer verhindert eine Einsprache aus der Nachbarschaft die Eröffnung der Eventhalle Hektor am Güterbahnhofareal in St. Gallen. Jetzt wird das Geld knapp: Das Problem sei, dass es durch die Aufbauarbeiten und die Miete regelmässig monatliche Ausgaben gebe, aber nichts hereinkomme, sagen die Initiatoren Céline Fuchs und Walter Boos. Um das Vorhaben der Eventhalle zu unterstützen, geben eine Reihe bekannter Ostschweizer Musikerinnnen und Musiker am Freitag, 17. September, ein Charity-Konzert. Es findet bei gutem Wetter ab 17 Uhr auf der Kreuzbleiche, dem roten Sportplatz bei der Rollschuhdisco «Roll.Gallen» statt.

Die Herisauerin Femi Luna unterstützt Hektor mit einem Charity-Konzert.

Die Herisauerin Femi Luna unterstützt Hektor mit einem Charity-Konzert.

Bild: Tobias Garcia

Eigentlich gäbe es schon viele Interessenten für die Nutzung der Halle: Etwa ein Yoga-Kurs, ein Uni-Workshop, Hochzeitsanfragen, Geburtstage, ein Workshop der Sozialversicherungen, eine Firmenfeier. Aber noch immer halten vier Privatpersonen aus der Nachbarschaft an der Einsprache fest. Sollten Fuchs und Boos die Betriebsbewilligung bekommen, wären sie innerhalb von acht Wochen startklar.

Aus Geldnot und weil sie ihre Eventhalle keinesfalls aufgeben möchten, starteten die Initiatoren Céline Fuchs und Walter Boos im Juli einen Aufruf zu Patenschaften für Hallenfläche. Für 20 Franken im Monat können Gönnerinnen und Gönner einen Quadratmeter Halle quasi mieten.

Rapture-Boy rappt am 17.9 für einen guten Zweck.

Rapture-Boy rappt am 17.9 für einen guten Zweck.

Bild: Tobias Garcia

Das reicht noch nicht: Jetzt hat sich die St.Galler Musikszene zusammengetan und lädt zum Charity-Anlass für die Halle Hektor ein. Auf die Schiffscontainer vom Rollland werden zwei Bühnen gestellt. Dort ist unter anderem die Singer-Songwriterin Femi Luna zu erleben, die letztebn Donnerstag ihr Debutalbum «Library» veröffentlichte. Dann die Indierockband The Oskars, der St.Galler Hip-Hopper Rapture Boy, die Folk-Punk Band Saint City Orchestra und die Rorschacher Popband Panda Lux. Ab 22 Uhr gibt es eine Silent Rollschuhdisco mit Kopfhörern.

Covid-Zertifikat notwendig. Es gibt ein Testcenter vor Ort.

Freitag, 10. September – 19:46 Uhr

Georgette Maag zeigt ihre Soloshow «Gezeiten» in der Kunsthalle Wil

Wasser tropft von der Decke: Georgette Maag erschafft Raumillusionen.

Wasser tropft von der Decke: Georgette Maag erschafft Raumillusionen.

Bild: PD

(pd/sig) Die Natur holt sich zurück, was ihr gehört: «Gezeiten» heisst die neue Ausstellung in der Kunsthalle Wil.

Die Zürcher Künstlerin Georgette Maag verarbeitet in ihrer Kunst wiederkehrende Flüchtigkeiten des Alltags zu einem atmosphärischen Raumerlebnis. Dafür nutzt sie hauptsächlich Videoprojektionen. Mit ihren Bildern greift sie radikal in den Raum ein. Die Architektur der Kunsthalle wird zu einer Spur von menschlicher Hinterlassenschaft, in der die Natur ihre Territorien zurückerobert.

Georgette Maag zeigt ihre Kunst noch bis am 17. Oktober in Wil.

Georgette Maag zeigt ihre Kunst noch bis am 17. Oktober in Wil.

Bild: PD

Durch raffinierte Bildtäuschungen lässt die Künstlerin im Erdgeschoss der Kunsthalle Wasser durch Wände und Decke eindringen und wieder verschwinden. Das Obergeschoss wird zum Dachboden und erschafft die Illusion eines vollgepackten Gerümpelraums. Anmutig tanzen Spinnweben durch die Holzbalken. Vergänglichkeit und die wandelbare Kraft der Natur sprechen aus ihren Werken.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 18. Oktober. Zu sehen ist die Show jeweils am Donnerstag und Freitag von 16 bis 19 Uhr und am Samstag und Sonntag von 11 bis 14 Uhr.

Freitag, 10. September – 12:34 Uhr

Eine Sprach- und eine Stimmkünstlerin präsentieren Kurzlesungen in der Stiftsbibliothek St.Gallen

Visuell wird auditiv: Andrea Graf verwandelt Poesie in Hörerlebnisse.

Visuell wird auditiv: Andrea Graf verwandelt Poesie in Hörerlebnisse.

Bild: PD

(pd/sig) Eine Grenzwanderung zwischen Sprache und Wortmusik: Die Sprecherin Andrea Martina Graf und die Stimm- und Musikpädagogin Brigitta Gehrig präsentieren Kurzlesungen mit vokalen Intermezzi. Die Sprachtänze finden am 11. September um 18.50 und 21.50 Uhr im Gewölbekeller der Stiftsbibliothek St.Gallen statt.

Das Konzept haben die Künstlerinnen gemeinsam entwickelt. Sie präsentieren Texte mit klingenden, rätselhaften Titeln, wie: «Die Melodie tanzt», «Grauer Regen» oder« Er ist es, der Electrolux ultraone oder Geschichten, die das Leben schrieb». Die Künstlerinnen wollen den Wörtern Klänge Geräusche und Rhythmen entlocken und dadurch eine zweite Dimension erschaffen. Die Stimmintermezzi umkreisen die Texte atmosphärisch, improvisatorisch. Gemeinsam verweben sich Lied-, Text- und Melodiefetzen zu neuen Gebilden.

Tickets erhältlich unter: https://neustartfestival.ch/

Freitag, 10. September – 09:00 Uhr

Doppelausstellung «Mikrokosmos» im Parterre 33 in St.Gallen

Clarissa Schwarz und Martina Ludwig zeigen eine Doppelausstellung im Parterre 33.

Clarissa Schwarz und Martina Ludwig zeigen eine Doppelausstellung im Parterre 33.

Bild: PD

Durch die Pandemie verbrachte man von heute auf morgen den grössten Teil seiner Zeit in den eigenen vier Wänden: Jeder erlebte dadurch seinen persönlichen Mikrokosmos. Wie sich das auf Clarissa Schwarz und Martina Ludwig ausgewirkt hat, zeigen die beiden Künstlerinnen in ihrer neuen Ausstellung «Mikrokosmos». Die Ausstellung ist noch heute Freitag von 16 bis 22 Uhr und am Samstag von 16 bis 24 Uhr im Parterre 33 in St.Gallen zu sehen.

Die Grafikerin Clarissa Schwarz und die Illustratorin und Malerin Martina Ludwig führen schon seit vielen Jahren einen intensiven künstlerischen Austausch und zeichnen sich durch ihre unterschiedlichen Techniken aus. Die Zusammenarbeit und Freundschaft nahm 2011 während der Ausstellung «Junge Kunst» im Flon St.Gallen ihre Anfänge.

Martina Ludwig taucht mit ihren Acryl sowie Farb-und Bleistiftzeichnungen tief in eine Welt voller Strukturen und Farben ein und bringt diese auf die Leinwand und Papier. Als zeitgenössische Künstlerin setzt sie sich mit der Naturwissenschaft auseinander und ermöglicht so eine sichtbare Verbindung zwischen Wissenschaft und Kunst.

Clarissa Schwarz widmet sich in der aktuellen Ausstellung unter anderem dem Linoldruck. Sie zeigt ihren persönlichen Mikrokosmos in St.Gallen in ihrer grafischen Arbeit auf nachhaltigen Tragetaschen aus Baumwolle.

Donnerstag, 9. September – 13:33 Uhr

Die Künstlerin Asi Föcker stellt im Architektur Forum Ostschweiz aus

Asi Föcker zeigt in der Ausstellung sogenannte «Reflektogramme» aus Licht und Schatten.

Asi Föcker zeigt in der Ausstellung sogenannte «Reflektogramme» aus Licht und Schatten.

Bild: PD

(pd/sig) Licht, Luft, Bewegung, Raum und Klang – Asi Föcker experimentiert mit Variablen. Die Künstlerin geht von alltäglichen Gegenständen und Materialien aus: Im Architektur Forum Ostschweiz installiert sie eine mehrteilige Arbeit mit Glühlampen, Reflektorstreifen und kleinen Spiegeln. Zu sehen ist die Installation vom 10. September bis zum 3. Oktober im Architektur Forum Ostschweiz an der Davidstrasse 40 in St.Gallen. Eröffnet wird sie am Donnerstagabend, 9. September, um 18.30 Uhr.

Durch die Reflektionen des Lichts entstehen an der Wand immer neue Formen und Stimmungen. Mit jedem Lufthauch im Raum ändern sich die Zeichen und schreiben die Lichterzählung weiter. Ausserdem zeigt Asi Föcker in der Ausstellung ihre «Reflektogramme». Darin untersucht die Künstlerin den Charakter von Licht. Wie flüchtig ist es? Wie sieht es vor und in unseren Augen aus? Welche Spuren, Abdrücke hinterlässt es?

Begleitend zur Ausstellung erscheint im St.Galler Verlag Jungle Books ein Buch mit zahlreichen Abbildungen von Reflektogrammen. Asi Föcker hat für ihre Arbeiten 2020 einen Werkbeitrag der Stadt St.Gallen erhalten. Studiert hat sie an der Schule für Gestaltung in Luzern und lebt seit 2019 in St.Gallen.

Mittwoch, 8. September – 16:23 Uhr

Ein Abend mit Beethoven im Forum B in Büren

Benjamin Engeli interpretiert Beethoven am Flügel.

Benjamin Engeli interpretiert Beethoven am Flügel.

Bild: Marco Borggreve

(pd/sig) Vor einem Jahr hätte er seinen 250. Geburtstag gefeiert. Ludwig van Beethoven war als Komponist seiner Zeit voraus, seine Musik war anders, wild, kraftvoll, lebt von Gegensätzen und Unvorhergesehenem.

Der Samstagabend am 18. September steht ganz im Zeichen des Genies, das selbst taub noch Meisterwerke komponierte. Der Kreuzlinger Pianist Benjamin Engeli am Flügel und Vera Bauer als Sprecherin zeichnen im Forum B in Büren ein «Portrait eines Lebens im Extremen».

Gemeinsam wandern sie durch Beethovens Lebensjahre: Von der Jugend des Komponisten in einem armen, kinderreichen Musikerhaushalt, von Beethovens frühem musikalischen Genius, über seine Übersiedlung nach Wien und dem dominierenden Drang sich vollständig der Kunst zu widmen, von Freundschaften und dramatischen Lebensschicksalen bis zu dem grossen Unglück seines Lebens, dem Verlust seines Gehörs.

Reservation unter: www.forum-b.ch. Die Platzanzahl ist beschränkt.

Mittwoch, 8. September – 13:20 Uhr

Poetisches und politisches Kabarett auf der Kellerbühne in St.Gallen

Das Kabarett-Duo Schön & Gut ist vom 8. bis 10. September auf der Kellerbühne zu sehen.

Das Kabarett-Duo Schön & Gut ist vom 8. bis 10. September auf der Kellerbühne zu sehen.

Bild: PD

(pd/sig) «Aller Tage Abend» heisst die Fortsetzung der Grosshöchstetter-Dorfsatire von dem Kabarettduo «Schön & Gut». Anna-Katharina Rickert und Ralf Schlatter bringen poetisches und politisches Kabarett auf die Kellerbühne in St.Gallen. Zu sehen sind sie vom Mittwoch, 8. September, bis am Freitag, 10. September.

Die Story kurzgefasst: Das Dörfchen Grosshöchstetten dreht ganz schön am Rad. Vor allem Gemeindepräsident Kellenberger ist am Rotieren. Auf der Schönmatt, hoch über Grosshöchstetten, liegt heute die Zukunft in der Luft: drei wuchtige Windräder. Das Volk hat er mit Würsten und Aktien so gut wie im Sack, wäre da nicht eine ominöse Aktivistin, die drauf und dran ist, ihm den Wind aus den Rädern zu nehmen.

Das Duo hebt ab - aber ins Rotieren geraten sie nicht.

Das Duo hebt ab - aber ins Rotieren geraten sie nicht.

Bild: PD

Die Segel hingegen setzt Matrosentochter Katharina Gut, während Metzgerssohn Georg Schön seit Neustem auf Tofu steht. Plötzlich wird das Rad ausgebremst und die Zukunft steht in den Sternen. Und vielleicht muss nicht nur das Rad neu erfunden werden...

Der sechste Streich von «Schön & Gut» beinhaltet einmal mehr Wortwitz, Gesang, geistreiche Satire und grenzenlose Fantasie.

Reservation und Tickets unter: www.kellerbuehne.ch. In der Kellerbühne gilt weiterhin Maskenpflicht.

Dienstag, 7. September – 17:15 Uhr

Neue Werke von Hans Schweizer und Hannes Schmid an der Universität St.Gallen

Fotograf Hannes Schmid bei der Einweihung seiner Porträts an der Universität St.Gallen.

Fotograf Hannes Schmid bei der Einweihung seiner Porträts an der Universität St.Gallen.

Bild: Hannes Thalmann

(pd/gen) An der Universität St.Gallen wurden am Freitag zwei Werke eingeweiht, die mit dem Appenzellerland verbunden sind. Wie Yvette Sánchez von der Kunstkommission der HSG in ihrer Eröffnungsrede sagte, gehe es darum, neben den internationalen Künstlerinnen und Künstlern, deren Werke als Kunst am Bau vertreten sind, immer wieder auch die regionale Verankerung der HSG zu unterstreichen. Die drei Protagonisten Hans, Hannes und Hans, Krüsi, Schmid und Schweizer teilen nicht nur die Vornamen und den Appenzeller Bezug, sondern einiges mehr.

Hannes Schmid porträtierte den Art-Brut-Künstler Hans Krüsi mit verschmitztem Blick.

Hannes Schmid porträtierte den Art-Brut-Künstler Hans Krüsi mit verschmitztem Blick.

Bild: Hannes Thalmann

Hannes Schmids vier Fotoporträts von Hans Krüsi stammen aus dem Jahr 1993. Der Art-Brut-Künstler Krüsi wuchs bei Pflegeeltern in Speicher und danach im Waisenhaus auf. Danach musste er als Knecht arbeiten, obwohl er gerne eine Gärtnerlehre absolviert hätte. Später lebte er vom Blumenverkauf, oft an der Zürcher Bahnhofstrasse. Ab Mitte der 1970er-Jahre erweiterte Krüsi sein Verkaufsangebot um kleinformatige Bilder, auf welche bald die Galerie Buchmann und die Medien aufmerksam wurden. So wurde er bekannt und konnte alsbald von seiner Kunst leben.

Wie Krüsi litt auch Hannes Schmid als Kind an Tuberkulose. Auch er wurde in eine ärmliche Familie geboren und lebte dann als Kind in der Ostschweiz, im Alpstein. Beide verkauften Blumen, die sie teilweise selbst gepflückt hatten. Und beide gelangten auf hauptsächlich autodidaktischem Weg zur Kunst. Hannes Schmid, der eine Elektrikerlehre machen durfte, reiste ab seinem 22. Lebensjahr in die grosse weite Welt. Er wurde bekannt, zuerst als Mode- und Werbefotograf, zum Beispiel des Marlboro Man. Dazu kamen in den 1970er- und 1980er-Jahren zahlreiche Porträts von Rock- und Popstars.

«Lost in AR» von Hans Schweizer zeigt vier Gestalten, die unterwegs sind.

«Lost in AR» von Hans Schweizer zeigt vier Gestalten, die unterwegs sind.

Bild: Hannes Thalmann

Gleich um die Ecke der vier Krüsi-Porträts findet man Hans Schweizers Ölgemälde «Lost in AR» von 2010, ausgewählt aus einem sehr reichhaltigen Oeuvre aus einem halben Jahrhundert. Aus der gleichen Generation wie Hannes Schmid stammend, ist Hans Schweizer 1942 in Herisau geboren und im Toggenburg aufgewachsen. Nach diversen Aufenthalten im Ausland (Paris, Kanada, Deutschland) lebt und arbeitet er seit 1990 in Gais.

Auf Schweizers Gemälde schleppen geheimnisvolle Gestalten Lasten durch eine dunstige Umgebung. Diese Lasten sind in drei Fällen Bilder im Bild. Eine der drei Figuren hat zusätzlich eine Tasche über die linke Schulter gehängt. Die vierte Figur, vornübergebeugt, marschiert weniger zögerlich, zielstrebiger als die anderen drei, und schleppt einen Koffer mit sich.

Dienstag, 7. September – 14:57 Uhr

Das fahrende Kulturlokal MiniCirc macht Halt in St.Gallen

Stephan Dietrich und Irmi Fiedler spielen Jojo und Néné.

Stephan Dietrich und Irmi Fiedler spielen Jojo und Néné.

Bild: PD

(pd/sig) Seit 23 Jahren ist er schon unterwegs, der MiniCirc, das kleinste fahrende Kulturlokal. Im September gastieren die beiden Unterhaltungskünstler Stephan Dietrich und Irmi Fiedler mit Zelt, Wagen und Hühnern im Stadtpark in St. Gallen. Vom 16. bis 19. September zeigen sie ihr neues Stück «EiEiEi!», das im Mai in Aarau seine Premiere feierte. Die Aufführungen finden jeweils um 19 Uhr im Stadtpark statt.

«EiEiEi!» bietet heiteren Theaterspass für Kinder und Erwachsene.

«EiEiEi!» bietet heiteren Theaterspass für Kinder und Erwachsene.

Bild: PD

Es ist eine vergnügliche Geschichte über Jojo und Néné, über Hühner, Vögel, die Zeit und über die Sehnsucht. Geeignet ist das Stück für Kinder ab fünf Jahren und Erwachsene. Es spielen Stephan Dietrich und Irmi Fiedler. Regie führte der Clowning-Lehrer Bernard Stöckli.

Um Reservation wird wegen eingeschränkter Platzzahl gebeten, Telefon: 079 697 08 72

Dienstag, 7. September – 13:24 Uhr

Kinostart des Ostschweizer Dokumentarfilms «Auf die eigene Art»

Der Dokumentarfilm porträtiert drei aussergewöhnliche Menschen.

Der Dokumentarfilm porträtiert drei aussergewöhnliche Menschen.

Bild: PD

(pd/sig) Zweieinhalb Jahre hat der Lütisburger Filmemacher und Regisseur Manuel Schweizer Rohmaterial für seinen Dokumentarfilm gesammelt: 82 Stunden Film kamen zusammen, investiert hatte er ungefähr 4500 Arbeitsstunden. Jetzt sind es nur noch 87 Minuten, die ab dem 9. September schweizweit im Kino zu sehen sind.

Im Ostschweizer Dokumentarfilm «Auf die eigene Art» erzählen drei aussergewöhnliche Menschen ihre unbürgerliche Lebensgeschichte: Es wird der ruhige Thomas Zolliker gezeigt, der seine Zeit mit Aikido oder in der Goldschmiede-Werkstatt verbringt. Brigitte Uttar Korneztky widmet sich dem Schutz der Natur- und Tierwelt, sei es im eigenen Garten oder in Indien im Auftrag der Elefanten. Ganz anders das Leben von Peter Keller, der lieber sammelt und repariert, als funktionierende Gegenstände im Schrott verschwinden zu lassen. Der Film will inspirieren, sein Leben ganz «auf die eigene Art» zu gestalten.

Video: Youtube

Bis zum Kinostart finden noch weitere Vorpremieren in Anwesenheit des Regisseurs in der Ostschweiz statt: Am 8. September ist der Film in Herisau im Cinetreff zu sehen, am 9. September läuft er im Cinema Scala in St.Gallen und am 12. September im Kino Rosental in Heiden.

Dienstag, 7. September – 10:27 Uhr

Die Frauenfelder Singer-Songwriterin Prozpera hat ein Mini-Album veröffentlicht

Die Frauenfelderin Prozpera produziert «Bedroom-Pop» im Schlafzimmer.

Die Frauenfelderin Prozpera produziert «Bedroom-Pop» im Schlafzimmer.

Bild: PD

(chg) Die Thurgauer Musikerin Prozpera hat dieses Jahr ihr erstes Mini-Album «How to Kill a God» veröffentlicht. Musik macht die junge Künstlerin jedoch schon länger. Seit 2019 erschienen bereits acht ihrer Singles auf dem Streamingportal Spotify. Die 19-Jährige wohnt noch bei ihren Eltern, wo sie auch ihre Tracks produziert. Ihre ruhigen und gefühlvollen Songs hat die Newcomerin allesamt in ihrem Schlafzimmer aufgenommen und gemixt. Deswegen ordnet die Frauenfelderin ihre Musik in das Genre «Bedroom-Pop» ein.

Durch das selbstständige Aufnehmen ihrer Musik sei zwar einerseits die Qualität ihres Sounds etwas eingeschränkt, andererseits sei es jedoch eine Art Selbstermächtigung. «Ich muss mir von niemandem etwas einreden lassen und kann mir alle Zeit der Welt nehmen», sagt Prozpera gegenüber «thurgaukultur».

Dienstag, 7. September – 09:55 Uhr

Bach in G: Das Ensemble Alte Musik St.Gallen musiziert im Kloster Fischingen

Organist Michael Wersin gibt eine Konzerteinführung in Bachs Messschaffen.

Organist Michael Wersin gibt eine Konzerteinführung in Bachs Messschaffen.

Bild: PD

(pd/sig) Zwei Messen vom barocken Meister Johann Sebastian Bach spielt das Ensemble Alte Musik und das Collegium instrumentale St.Gallen am Sonntag, 19. September, um 16 Uhr im Kloster Fischingen. Einmal ist Bachs Messe in «naivem, idyllenmässigem» G-Dur zu hören, das zu barocken Zeiten gern für Musik zum «zärtlichen Dank» und «zu ländlichem Vergnügen» verwendet wurde. Danach erklingt die Messe im «allerschönesten und ernsthaften» g-Moll. Es singen Miriam Feuersinger (Sopran), Terry Wey (Alt), Daniel Johannsen (Tenor) und Lisandro Abadie (Bass).

Für diese lutherischen Kurzmessen in Latein griff Bach auf eigene deutschsprachige Kantatensätze zurück. Fachsprachlich handelt es sich um «Parodien», weil er mit diesem Verfahren seine eigene Musik recycelt und parodiert. Bach hat für die Messsätze nicht nur viele besonders grossartige, sondern vor allem in puncto Wort-Ton-Bezug erstaunlich gut passende Chöre und Arien gewählt.

Der Organist und Musikwissenschaftler Michael Wersin gibt um 15 Uhr in der Bibliothek des Klosters eine Konzerteinführung in Bachs komplexen musikalischen Kosmos.

Montag, 6. September – 15:50 Uhr

Das Musical «Wüstenblume» des Theaters St.Gallen ist für den Musical-Theater-Preis nominiert

Naomi Simmonds spielt in «Wüstenblume» die Rolle des somalischen Mädchens Waris Dirie.

Naomi Simmonds spielt in «Wüstenblume» die Rolle des somalischen Mädchens Waris Dirie.

Bild: Andreas J. Etter

(pd/sig) Im Februar 2020 feierte es seine Uraufführung im Theater St.Gallen: Jetzt hat das Musical «Wüstenblume» von Uwe Fahrenkrog-Petersen und Gil Mehmert sechs Nominationen für den deutschen Musical-Theater-Preis erhalten. Nominierungen gab es in den Kategorien «Bestes Musical», «Beste Komposition» (Uwe Fahrenkrog-Petersen), «Bestes musikalisches Arrangement» (Koen Schoots), «Beste Regie» (Gil Mehmert), «Beste Choreografie» (Jonathan Huor) und «Beste Darstellerin in einer Hauptrolle» (Naomi Simmonds).

Waris Dirie wird in «Wüstenblume» vom Fotografen Terence Donovan als Topmodel entdeckt.

Waris Dirie wird in «Wüstenblume» vom Fotografen Terence Donovan als Topmodel entdeckt.

Bild: Andreas J. Etter

Die Preisträger werden bei der Preisverleihung am 4. Oktober in Hamburg bekannt gegeben. «Wüstenblume» kam in St.Gallen wenige Wochen vor dem ersten Lockdown im Februar 2020 auf die Bühne. Das Musical erzählt die Biografie des somalischen Nomadenmädchens und späteren Topmodels Waris Dirie und seinen Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung. Ab dem 27. Oktober steht «Wüstenblume» wieder auf dem Spielplan des Theaters St.Gallen.

Montag, 6. September – 14:16 Uhr

Kunstmuseum Liechtenstein mit Hilti Art Foundation temporär geschlossen

Das Kunstmuseum Liechtenstein bleibt knapp zwei Monate geschlossen.

Das Kunstmuseum Liechtenstein bleibt knapp zwei Monate geschlossen.

Bild: Stefan Altenburger

(pd/sig) Aufgrund von Wartungsarbeiten bleibt das Kunstmuseum Liechtenstein mit Hilti Art Foundation ab dem 16. September für einige Wochen geschlossen. Am 11. November – dem 21. «Geburtstag» des Kunstmuseums – findet die grosse Wiedereröffnung des Hauses mit drei neuen Ausstellungen statt.

Die temporäre Schliessung dient der Installation in ein nachhaltige Beleuchtungstechnik: Die Lichtdecke des Kunstmuseums wird von Leuchtstoffröhren auf LED umgerüstet und damit auf einen energiesparenden Standard gebracht. Insgesamt 1'250 Röhren müssen ausgewechselt werden.

Ab dem 12. November sind im Kunstmuseum Liechtenstein dann Installationen der Brasilianerin Rivane Neuenschwander zu sehen: Sie geht damit den Bedingungen des Lebens auf den Grund, indem sie Ameisen, Schnecken oder den Regen zu gestaltenden Protagonisten werden lässt. Eröffnet wird auch die Ausstellung «Körper - Geste - Raum» mit Malereien, Plastiken und Grafiken aus der Hilti Art Foundation, die das Verhältnis von menschlichem Körper und Raum untersuchen. Ausserdem werden noch Malereien aus der Kunstsammlung der VP Bank Liechtenstein ausgestellt: Gesammelt wurden sie in den 1970er-Jahren von dem Generaldirektor Dr. Heinz Batlinerder, der Kunst in den Arbeitsalltag integrieren wollte.

Körper, Bewegung und Raum: In der neuen Ausstellung werden unter anderem Bilder von Ferdinand Hodler gezeigt.

Körper, Bewegung und Raum: In der neuen Ausstellung werden unter anderem Bilder von Ferdinand Hodler gezeigt.

Bild: Alessandro Della Valle

Einblicke hinter die Kulissen und Ausblicke auf die geplanten Ausstellungen vermittelt eine Veranstaltungsreihe während der Schliesszeit: Im Abstand von zwei Wochen geben Kuratorinnen und Kuratoren Einblick in die laufenden Vorbereitungen. Am Donnerstag, 23. September gibt es um 18 Uhr eine Backstage-Führung mit Erläuterung der Lichtsituation und Ausstellungsplanung mit Marcel Meier, dem Leiter für Museumstechnik. Am Donnerstag, 7. Oktober gibt der Kurator Uwe Wieczorek Einblick in die Ausstellungsplanung zu Körper – Geste – Raum. Mehr Informationen zu den Führungen unter: www.kunstmuseum.li

Montag, 6. September – 10:15 Uhr

SchnozJennyCaflisch mit Sängerin Gabriela Krapf im Eisenwerk Frauenfeld

Gabriela Krapf singt Musik der isländischen Songwriterin Björk.

Gabriela Krapf singt Musik der isländischen Songwriterin Björk.

Bild: Reto Martin

(pd/sig) Vier Ostschweizer Instrumentalisten, eine Sängerin und die Musik der Isländerin Björk: Das sind SchnozJennyCaflisch und Gabriela Krapf. Mit ihrem Programm «The Music of Björk» treten sie am 22. September um 20.15 Uhr im Eisenwerk in Frauenfeld auf.

Weit suchen mussten sie die Musiker von SchnozJennyCaflisch nicht, schreiben die Veranstalterinnen in der Konzertankündigung: Der St.Galler Bassist Marc Jenny programmierte selbst vor nicht allzu langer Zeit die Konzertreihe jazz:now im Eisenwerk. Der Gitarrist Andy Schnoz und der Schlagzeuger Rolf Caflisch stammen aus Chur, die Sängerin Gabiela Krapf aus Teufen.

Video: Youtube

Gemeinsam setzen sie Songs der isländischen Sängerin Björk um: Die Musik ist vielschichtig, intensiv und bisweilen verstörend neben der Norm. Ihre einzigartige Stimme und der furchtlose Experimentiergeist machten sie zu einer der bedeutendsten Sängerinnen der 1990 Jahre. Das Quartett findet ihren eigenen Zugang zu der Musik, nimmt sich die nötige Freiheit für diesen Prozess und kommentiert Björk aus dem Heute. Es klingt nach FreeSpace, Electronics und viel Sound.

Vorverkauf auf Ticketino. Eintritt frei mit der jazz:now Membercard.

Sonntag, 5. September – 16:30 Uhr

Barockkonzert in der Kathedrale mit dem Bassbariton Peter Harvey

Spezialist für geistliche Barockmusik: der Bassbariton Peter Harvey.

Spezialist für geistliche Barockmusik: der Bassbariton Peter Harvey.

Bild: pd

(pd/bk.) Mit seiner warmen, edel timbrierten Stimme ist der englische Bariton Peter Harvey ein idealer Interpret für die hochexpressiven Kantilenen in der geistlichen Musik von Johann Sebastian Bach – das Ostschweizer Publikum konnte ihn bereits mehrfach in den Kantatenkonzerten der Bachstiftung St. Gallen erleben. Wie für ihn gemacht ist in diesem Sinne die bekannte Bass-Solokantate «Ich will den Kreuzstab gerne tragen» BWV 56. Sie steht im Zentrum des Barockkonzerts am 18. September, 19.15 Uhr, in der St. Galler Kathedrale, in dem Peter Harvey gemeinsam mit dem Collegium Instrumentale der Dommusik unter der Leitung von Michael Wersin zu hören sein wird.

Neben der «Kreuzstab»-Kantate wird Harvey drei grosse Bassarien aus weiteren Kantaten Johann Sebastian Bachs singen. Ausserdem steht das Oboenkonzert BWV 1059R mit Kerstin Kramp als Solistin auf dem Programm. Es handelt sich hierbei um eine Rekonstruktion auf Basis eines Cembalokonzerts, welches mit Sicherheit auf eine verschollene Originalversion Johann Sebastian Bachs zurückgeht.

Samstag 18. September, 19.15 Uhr, Kathedrale St. Gallen. Eintritt frei, Kollekte.

Freitag, 3. September – 16:58 Uhr

Crimer veröffentlicht neue Single

Crimer bei einem Konzert am Sommernachtsfest Romanshorn im Jahr 2019.

Crimer bei einem Konzert am Sommernachtsfest Romanshorn im Jahr 2019.

Bild: Reto Martin

(pd/wec) Lange war es still um Alexander Frei alias Crimer. Nun meldet sich der Solokünstler zurück: Heute Freitag ist seine neue Single «Church» erschienen. Es ist die letzte Single, die der Balgacher herausgibt, bevor am 15. Oktober sein zweites Album «Fake Nails» erscheinen wird. Erstmals live zu hören sind die Songs des neuen Albums am 12. November im Palace St. Gallen.

Der 31-jährige Musiker ist bekannt für seinen synthiegeladenen Pop, der sich an die 80er-Jahre anlehnt. Im Jahr 2018 veröffentlichte Crimer sein erstes Album «Leave Me Baby», darauf ist auch der Hit «Brotherlove», der ihn schweizweit bekannt machte. Noch im selben Jahr wurde Crimer mit dem Swiss Music Award als «Best Talent» ausgezeichnet.

Freitag, 3. September – 10:17 Uhr

Philipp Kuhn wird neuer Leiter des Kulturamts Thurgau

Der designierte Leiter des Thurgauer Kulturamtes heisst Philipp Kuhn.

Der designierte Leiter des Thurgauer Kulturamtes heisst Philipp Kuhn.

Bild: PD

(pd/gen) Der neue Leiter des Kulturamts des Kantons Thurgau heisst Philipp Kuhn. Der gebürtige Steckborner ist ein erfahrener Kulturbeamter. Der 46-Jährige tritt am 1. März 2022 die Nachfolge von Martha Monstein an, die nach acht Jahren als Amtsleiterin pensioniert wird.

Nach seiner Ausbildung zum Elektromechaniker arbeitete Kuhn während zwölf Jahren für die Firma Bernina International AG und erlangte parallel dazu an der Maturitätsschule für Erwachsene in Frauenfeld die Maturität. Im Anschluss absolvierte er an der Universität Zürich ein Studium in Politologie, Soziologie und Völkerrecht.

Philipp Kuhn war mehrere Jahre als Stabsleiter und stellvertretender Abteilungsleiter für die Abteilung Kultur des Kantons Aargau. Als Mitglied der Geschäftsleitung verantwortete er mit einem Team die Kulturförderung via Lotteriefonds und Leistungsvereinbarungen.

2018 wechselte Philipp Kuhn als Leiter Stab und stellvertretender Direktor Kultur in das Präsidialdepartement der Stadt Zürich und leitete dort ein Team mit rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.Von Februar bis Juli 2021 leitete Philipp Kuhn die städtische Kulturabteilung als Direktor ad interim.

Donnerstag, 2. September – 19:06 Uhr

Die Jugendphilharmonie Quarta spielt in der Tonhalle St.Gallen

Die Jugendphilharmonie Quarta spielt Strawinsky und Piazzolla.

Die Jugendphilharmonie Quarta spielt Strawinsky und Piazzolla.

Bild: PD

(pd/sig) Die Vier-Länder Jugendphilharmonie Quarta ist zurück: Unter dem Titel «Zwischen Igor und Astor» stehen der Tanz und der Tango im Mittelpunkt. Am 9. September um 19.30 Uhr ist das Jugendorchester in der Tonhalle St.Gallen zu hören.

Die jungen Musikerinnen und Musiker spielen unter der Leitung von Christoph Eberle ein tänzerisches Orchesterkonzert: Es erklingen Igor Strawinskys «Pulcinella» und «Tango für Orchester» und eine Auswahl an Werken von Astor Piazzolla, Jean Sibelius und Edward Elgar. Ausserdem stehen zum ersten Mal Eigenkompositionen auf dem Programm: Die Musik stammt aus der Feder von Juan Carlos Diaz Bueno (Querflöte) und Raphael Brunner (Akkordeon). Zugleich sind die Musiker die Solisten der diesjährigen Konzerte. Unter dem Namen «Das Kollektiv» treten sie schon seit mehreren Jahren als Duo auf.

Das Kollektiv mit Juan Carlos Diaz und Raphael Brunner.

Video: Youtube

Kartenvorverkauf unter: st.gallen@noten.ch

Donnerstag, 2. September – 12:29 Uhr

Der St.Galler Kabarettist Manuel Stahlberger erhält einen Schweizer Theaterpreis

Manuel Stahlberger tourt zurzeit mit seinem Soloprogramm.

Manuel Stahlberger tourt zurzeit mit seinem Soloprogramm.

Bild: Michel Canonica

(pd/sig) Jedes Jahr ehrt das Bundesamt für Kultur einen Schweizer Kulturschaffenden mit dem Schweizer Grand Prix Darstellende Künste. Er geht diesen Sommer an den Zürcher Dekorationsgestalter, Choreografen und Erfinder Martin Zimmermann.

Zusätzlich werden zwei Tanzpreise, sechs Theaterpreise, ein interdisziplinärer Preis und zwei Produktionspreise an Personen oder Institutionen vergeben, die sich in einem Bereich der Darstellenden Künste in der Schweiz verdient gemacht haben. Die Preissumme beträgt jeweils 40'000 Franken.

Einen dieser Theaterpreise erhält der St.Galler Kabarettist, Liedermacher und Comic-Zeichner Manuel Stahlberger.

Humorvolle Gesellschaftskritik in Comicform: Stahlberger zeichnete fürs Magazin «Saiten» die Reihe «Herr Mäder».

Humorvolle Gesellschaftskritik in Comicform: Stahlberger zeichnete fürs Magazin «Saiten» die Reihe «Herr Mäder».

Bild: Urs Bucher

Seit bald 30 Jahren steht er auf Schweizer Kleinkunstbühnen. Aktuell tritt er mit seinem Programm «Eigener Schatten» auf. Zum anderen singt Stahlberger in der gleichnamigen Band, mit der er schon vier Alben veröffentlicht hat. Zudem machte er sich als Zeichner einen Namen, etwa mit den «Herr Mäder»-Comics im Ostschweizer Kulturmagazin «Saiten».

Im Mai hat die Universität St.Gallen (HSG) Stahlberger ihren neuen Kulturpreis verleihen, sie loben ihn besonders für seine «hyperfeine Beobachtungsgabe und den unerbittlich entlarvenden Umgang mit seinen Figuren». Auch im Rahmen der Schweizer Theaterpreise war er bereits 2016 für den Schweizer Kleinkunstpreis nominiert.

Donnerstag, 2. September – 10:37 Uhr

Gruselig-poetisches Herbstprogramm im Literaturhaus Wyborada in St.Gallen

Die St. Gallerin Autorin Isabel Rohner liest am 11. September aus ihrem neuen Krimi.

Die St. Gallerin Autorin Isabel Rohner liest am 11. September aus ihrem neuen Krimi.

Bild: Benjamin Manser

(pd/sig) Mitternachts-Krimi, Bleistift-Dichtung und eine poetische Pilzbox: Das Literaturhaus Wyborada gibt sein Herbstprogramm bekannt. Es verspricht unheimlich, poetisch und gesellschaftskritisch zu werden.

Am 11. September findet um 23 Uhr im verlassenen Dachstock der Wyborada-Bibliothek eine schaurig-komische Mitternachts-Krimi-Lesung statt. Die St.Galler Autorin Isabel Rohner wird aus ihrem neusten Krimi «Gretchens Rache» vorlesen. Es ist ein humorvoller Roman, der Klischees aufs Korn nimmt und sich kritisch mit dem männerdominierten Literaturmarkt auseinandersetzt.

Im Krimi «Gretchens Rache» treffen sich Autorinnen und Kritikerin einem Hotel, um sich in gehobener Atmosphäre über Literatur zu unterhalten. Romanheldin ist Linn Kegel, eine feministische Krimiautorin, die diesen Literaturbetrieb eigentlich hasst, aber von ihrem Verleger gezwungen wird, an der Tagung teilzunehmen. Was dann beim abendlichen Krimidinner geschieht ist wahrlich (nicht) zum Totlachen…

Der Schriftsteller Peter Weber liest aus seiner poetischen «Pilzbox».

Der Schriftsteller Peter Weber liest aus seiner poetischen «Pilzbox».

Bild: Ralph Ribi

Am Mittwoch, 15. September, um 19.30 Uhr öffnet der Toggenburger Autor Peter Weber im grünen Pavillon des Botanischen Gartens in St.Gallen eine poetische «Pilzbox». Mit seinem Text und einer Maultrommel ergründet er die sichtbaren und unsichtbaren Prozesse des Schreibens, inspiriert von Friedrich Dürrenmatts «Stoffe-Projekt».

Am Samstag, 25. September, findet um 18 Uhr die Buchvernissage von «Mutter, mach dir keine Sorgen, das ist eine ganz andere Welt» in der Bibliothek Hauptpost im Raum für Literatur statt. Das Buch wird von mehreren Ostschweizer Asylorganisationen herausgegeben: Darin erzählen elf unbegleitete, minderjährige Asylsuchende von ihren Fluchterfahrungen und ihrem Alltag in der Schweiz.

Begrenzte Platzzahl, Anmeldung an: literaturhaus@wyborada.ch
Eintritt bei den Lesungen: Erwachsene: 20.–, mit KulturLegi: 10.–. Der Eintritt zur Buchvernissage ist frei.

Mittwoch, 1. September – 15:25 Uhr

Buchvernissage von «Happy Switzerland»

«Happy Switzerland» ist bei «Support your local artist» als Buch oder Plakat erhältlich.

«Happy Switzerland» ist bei «Support your local artist» als Buch oder Plakat erhältlich.

Bild: PD

(pd/sig) Den Alltagssorgen mit Humor und Positivität die Stirn bieten: Das will die Community von «Support your local artist» mit ihrem Projekt «Happy Switzerland». In dem Buch beantworten 53 Künstlerinnen und Künstler aus der ganzen Schweiz die Frage «Warum liebe ich die Schweiz?» mit originellen, visuellen Kreationen. Einen Beitrag aus der Ostschweiz leistete der St.Galler Illustrator Drü Egg.

Der Künstler Gaspard Louane fasste die Illustrationen und Texte in einem Buch zusammen, das ab sofort unter: www.supportyourlocalartist.ch erhältlich ist. Die Buchtaufe dazu findet am 4. September von 11 bis 17 Uhr in der Kolly Galerie in Zürich statt. Dort werden auch alle im Buch vorkommenden Bilder ausgestellt. Es ist ein Blick auf das Positive in unserem Land: Die Illustrationen heben die gesellschaftlichen Werte hervor, die uns verbinden und die Hoffnung geben.

Mittwoch, 1. September – 12:50 Uhr

Das Ackerhus in Ebnat-Kappel erhält Kulturerbe-Label vom Kanton St.Gallen

Im Ackerhus werden bemalte Möbel und alte Instrumente ausgestellt.

Im Ackerhus werden bemalte Möbel und alte Instrumente ausgestellt.

Bild: PD

(pd/sig) Die Albert Edelmann-Stiftung in Ebnat-Kappel bewahrt im Ackerhus historische Toggenburger Instrumente, Notenmanuskripte und bemalte Möbel aus dem 17. bis 19. Jahrhundert auf. Diese Bestände wurden neu als bewegliches Kulturerbe des Kantons unter Schutz gestellt. Regierungsrätin Laura Bucher hat sie am vergangenen Freitag im Ackerhus in Ebnat-Kappel mit dem kantonalen Kulturerbe-Label ausgezeichnet.

Zum Sammlungsbereich Musik gehören Toggenburger Hausorgeln, Halszithern und andere Instrumente und zahlreiche handschriftliche Notenmanuskripte. Sie geben Zeugnis von der Toggenburger Hausmusik der letzten 200 Jahre. Der in Ebnat-Kappel wohnhafte Lehrer, Maler und Kulturförderer Albert Edelmann hat dieses Kulturgut im 20. Jahrhundert wieder erschlossen und vermittelt. Anhand der bemalten Möbel des 17. bis 19. Jahrhunderts lässt sich die Kulturgeschichte der Möbel- und Bauernmalerei im Toggenburg nachzeichnen.

Mittwoch, 1. September – 09.57 Uhr

HSG-Kunstkommission weiht neue Kunst-am-Bau-Werke ein

Der gebürtige Toggenburger Hannes Schmid hat den naiven Künstler Hans Krüsi in den 1990er Jahren porträtiert.

Der gebürtige Toggenburger Hannes Schmid hat den naiven Künstler Hans Krüsi in den 1990er Jahren porträtiert.

Bild: Stefan Kaiser

(pd/gen) Die Kunstkommission der Universität St.Gallen hat für ihre hochkarätige Sammlung neue Werke erworben. Zum einen ist es das Gemälde «Lost in AR» des Gaiser Künstlers Hans Schweizer. Zum anderen sind es Porträtaufnahmen des aus Speicher gebürtigen Art-Brut-Künstlers Hans Krüsi (1920-1995), die Hannes Schmid 1993 angefertigt hat. Der im Toggenburg aufgewachsene Fotograf wurde bekannt für seine Inszenierung des «Marlboro Man».

Der Künstler Hans Schweizer.

Der Künstler Hans Schweizer.

Bild: Nik Roth

Die neuen Werke werden am Freitag, 3. September, um 18 Uhr eingeweiht. Treffpunkt ist der Eingang zum Techniktrakt (neben dem Lehrprovisorium 23, Curtistrasse). Die beiden Künstler, Hans Schweizer und Hannes Schmid, werden anwesend sein.

Dienstag, 31. August – 19:10 Uhr

Romantisches Lied, Buchdruck und Klimakunst in Appenzell

Sopranistin Malin Hartelius mit Ruth Killius an der Bratsche und Martin Lucas Staub am Flügel.

Sopranistin Malin Hartelius mit Ruth Killius an der Bratsche und Martin Lucas Staub am Flügel.

Bild: PD

(pd/sig) Von lyrischer Sehnsucht, Zaubern auf weissem Papier und Kunst zum Klima: Appenzell bietet einen reichen Kultur-September. Am Freitag, 3. September, um 20 Uhr, findet in der Kunsthalle Ziegelhütte ein Kammermusikkonzert mit den Lieblingskomponisten der Romantik statt. Die schwedische Sopranistin Malin Hartelius, die deutsche Bratschistin Ruth Killius, die Schweizer Nachwuchsklarinettistin Mariana Rüegg und der Pianisten Martin Lucas Staub interpretieren Lieder von Franz Schubert und Louis Spohr. Dazu spielen sie die ausdrucksstarken Fantasiestücke op. 73 von Robert Schumann und die zweite Violasonate von Johannes Brahms.

Noch bis am Sonntag, 19. September, läuft die Ausstellung «Zaubern auf weissem Papier» im Kunstmuseum Appenzell. Die Ausstellung des Göttinger Verlegers Gerhard Steidl beinhaltet Buchdruckkunst aus über fünf Dekaden – die Besucherinnen erfahren Wissenswertes über Buchherstellung, Gestaltung, Papier, Druck und Bindung. Ausserdem werden Künstlerbücher von Andy Warhol, Karl Lagerfeld und Dayanita Singh gezeigt. Die letzte öffentliche Führung durch die Ausstellung findet am Sonntag, 5. September, um 14.00 Uhr mit Kunstvermittlerin Christine Musits statt.

Der Trailer zu Ty Waltingers «Climate Paintings».

Video: Youtube

Auch nur noch bis am 19. September sind die Malereien und der Farbraum «Climate Paintings» von Ty Waltinger im grossen Saal der Kunsthalle Ziegelhütte zu sehen. Der Künstler beschäftigt sich intensiv mit Mineral- und Naturpigmenten. Ausserdem interessiert er sich für «prozessualen Werke», also Kunst, die sich durch die Natur, das Klima, die Temperatur verändert. Die Kunstwerke, die dabei entstehen, sind Metaphern für das Werden und das Vergehen.

Tickets für das Konzert sind unter: www.h-gebertka.ch erhältlich.

Dienstag, 31. August – 16:40 Uhr

Der Zürcher Autor Urs Faes liest aus seinem neuen Roman «Untertags»

Die Lesung mit Urs Faes findet am Donnerstag, 2. September, im Literaturhaus Thurgau statt.

Die Lesung mit Urs Faes findet am Donnerstag, 2. September, im Literaturhaus Thurgau statt.

Bild: Sandra Ardizzone

(pd/sig) Der Autor Urs Faes erzählt in «Untertags» die Geschichte einer Beziehung von ihrem Ende her. Es ist auch eine Geschichte von Krankheit, Fürsorge und der Verunsicherung, wenn einer sich selbst abhandenkommt und die Vergangenheit zur Gegenwart wird.

Am 2. September um 19.30 Uhr liest der Autor im Literaturhaus Thurgau in Gottlieben aus seinem Roman. Das Gespräch im Anschluss daran moderiert der Veranstalter Gallus Frei-Tomic.

«Untertags» erschien im Herbst 2020 im Suhrkamp Verlag.

«Untertags» erschien im Herbst 2020 im Suhrkamp Verlag.

Bild: PD

Ein Mann und eine Frau lernen sich in den späten Jahren ihres Lebens kennen. Sie erfahren tiefe Zuwendung und Glück, im Alltag und auf Reisen in die Rocky Mountains. Doch bald treten die Gebrechen des Alters auf: Der Protagonist Jakov neigt zunehmend zu Zerstreutheit. Ein Name bleibt aus, ein Termin wird versäumt, ein Kehrichtsack landet im Teich des Nachbarn. Seine Orientierung wird weiter schwinden, seine Sprache versiegen. Herta bemüht sich um Zuversicht, aber Jakov verliert immer mehr den Bezug zur Welt und wird von der Vergangenheit eingeholt.

Der Autor Urs Faes lebt und arbeitet in Zürich. Seine Bücher wurden vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Schweizerischen Schillerpreis und dem Zolliker Kunstpreis. Seine Romane «Paarbildung» und «Halt auf Verlangen» standen auf der Shortlist für den Schweizer Buchpreis.

Dienstag, 31. August – 13:57 Uhr

Frauen an die Tasten: Vier Konzerte zum Herbstbeginn in der Kirche St.Maria Neudorf

Organistin Maja Bösch spielt spielt am 18. September mit dem Duo Kellerheims.

Organistin Maja Bösch spielt spielt am 18. September mit dem Duo Kellerheims.

Bild: Michel Canonica

(pd/sig) «Die Orgel ist auch weiblich», finden die «Freunde der Orgel» der Kirche St.Maria Neudorf in St.Gallen und künden unter diesem Thema vier abwechslungsreiche Konzerte im September und Oktober an. Und: Es ist (fast) ein reines Frauenprogramm; mit einer Ausnahme: Pater Theo Flury, Stiftsorganist des Klosters Einsiedeln, spielt und improvisiert im ersten Konzert mit der Frauenchoralschola der Dommusik St.Gallen.

Zu hören sind die Sängerinnen mit Theo Flury am Samstag, 4. September, um 19.15 Uhr in der Kirche St.Maria: Die Frauenschola unter der Leitung von Rita Keller interpretiert gregorianische Gesänge, dazu improvisiert Theo Flury frei an der Orgel. Das sozusagen «klostermusikalische» Zusammentreffen von der ehemaligen Benediktinerabtei St.Gallen und dem Kloster Einsiedeln ist insbesondere spannend, da beide Kirchenmusikzentren sich intensiv für die Pflege und Aufführungspraxis des gregorianischen Chorals einsetzen.

Die Frauenchoralschola der Dommusik singt am 4. September gregorianische Gesänge.

Die Frauenchoralschola der Dommusik singt am 4. September gregorianische Gesänge.

Bild: PD

Weitere Konzerte im Orgelherbst:

  • Am Samstag, 18. September, um 19.15 Uhr spielen das junge Duo Kellerheims (mit Hanna Keller und Alessia Heim) am Hackbrett und Maja Bösch an der Orgel ein volkstümliches, leichtfüssiges und modernes Programm.
  • Am Samstag, 2. Oktober, um 19.15 Uhr gibt Konzertorganistin Elisabeth Zawadke ein Orgelkonzert, ausschliesslich mit Werken von Komponistinnen: Musik von Frauen für Frauen also.
  • Und am Samstag, 16. Oktober, um 19.15 Uhr findet das OLMA-Konzert mit der volkstümlichen Frauenformation «Vielsaitig» und der Organistin Lea Rezzonico statt.

Der Eintritt ist frei, es gibt eine Kollekte.

Dienstag, 31. August – 12:00 Uhr

Peter Roth führt seine Kompositionen über Texte von Niklaus Meienberg in Trogen auf

Der Toggenburger Komponist hat Texte von Niklaus Meienberg vertont.

Der Toggenburger Komponist hat Texte von Niklaus Meienberg vertont.

Bild: Ralph Ribi

(pd/sig) Letztes Jahr hätte der St.Galler Journalist Niklaus Meienberg seinen 80. Geburtstag gefeiert: In seinem Gedenken komponierte der Toggenburger Peter Roth Musik zu Meienbergs sprachgewaltigen Texten. Das Chorprojekt St.Gallen führt die Werke am Sonntag, 5. September, in zwei Konzerten in der Kirche Trogen auf, einmal um 17 Uhr, und einmal um 19.30 Uhr. Zwei Rahmenveranstaltungen führen jeweils eine Stunde vor Konzertbeginn in die Werke ein. Sein Konzert im Nachgang Meienbergs nennt der Komponist: «Media vita in morte sumus» (Mitten im Leben sind wir vom Tod umgeben).

In den Kompositionen beschäftigt sich Peter Roth neben den Worten Meienbergs vor allem mit Zensur. Genau wie Meienberg für seine Recherchen Schreibverbot erhielt, riskieren immer diejenigen, die mit unbequemen Fakten konfrontieren, dass sie lächerlich gemacht werden. Roth spinnt den Faden von der Seherin Kassandra im trojanischen Krieg bis hin zur jugendlichen Aktivistin Greta Thunberg. Die Gedanken von Meienberg verknüpft Roth mit Texten des Dichters Notker I. Balbulus von St.Gallen aus dem 10. Jahrhundert und des persischen Sufi-Gelehrten Dschallaludin Rumi.

Der Autor und Journalist Niklaus Meienberg.

Der Autor und Journalist Niklaus Meienberg.

Michel Canonica

Vor dem Konzert führt der Historiker Matthias Fässler im Kronensaal Trogen in das Gedicht «geboren und aufgewachsen in / gefärbt und gebleicht in» von Niklaus Meienberg ein. Nach einem Streifzug durch das Leben des Schriftstellers landet er bei der Frage, die auch den Journalisten in Meienberg auch umgetrieben hätte: Wie stickig ist es in den Mauern von St.Gallen denn noch heute?

In der zweiten Rahmenveranstaltung in der Kirche Trogen gibt Maria Walpen eine kurze Einführung ins Choralsingen. Sie stimmt «Media Vita» von Notker Balbulus an und lädt die Teilnehmenden ein zum Mitsingen – um so die Kraft dieser einstimmigen Gesänge zu erleben.

Montag, 30. August – 15:42 Uhr

Ausstellungseröffnung «Bestimmt» in der Alten Fabrik Rapperswil

Die Künstlerin Kira van Eijsden beschäftigt sich in ihrem Video «Neverending I - Lärm machen» mit den Rollen von Mann und Frau.

Die Künstlerin Kira van Eijsden beschäftigt sich in ihrem Video «Neverending I - Lärm machen» mit den Rollen von Mann und Frau.

Bild: Videostill

(pd/sig) Zum 50. Jubiläum des Schweizer Frauenstimmrechts präsentiert die Gebert Stiftung für Kultur die Ausstellung «Bestimmt» in der Alten Fabrik in Rapperswil. Sie soll jungen, lokal verankerten Kunstschaffenden eine Plattform bieten, um auf aktuelle, gesellschaftliche Themen aufmerksam zu machen. Die Ausstellungseröffnung findet am 3. September um 18 Uhr statt.

Die Künstlerinnen und Künstler stellen mit ihren Werken brisante Fragen: Es geht um eine Auseinandersetzung mit Wut und Zorn, um Feminismus, um Erotik- und Genderfragen bis hin zu Alltagsrassismus und Migrationsgeschichten. Die Ausstellung knüpft an den feministischen Diskurs, der soziale Konflikte als Kraft eines Gesellschaftswandels versteht.

Videokünstlerin Morena Barra will mit den fotografischen Nahaufnahmen zum Nachdenken über Körperlichkeit anregen.

Videokünstlerin Morena Barra will mit den fotografischen Nahaufnahmen zum Nachdenken über Körperlichkeit anregen.

Es sind Werke von mehreren Ostschweizer Kulturschaffenden zu sehen. Die Videokünstlerin Morena Barra, die in St.Gallen lebt und arbeitet, beschäftigt sich mit Erotik und Körperlichkeit. Der Fokus liegt auf Gegensätzlichkeiten wie Norm und Abnorm, Realität und Surrealität, Lust und Ekel. Sie zeigt die dreiteilige Videoinstallation «bouffer | friss, le pied | die Füsse, sentir | schmecke, le parfum | das Parfüm».

Die gebürtige Amriswilerin Thi My Lien Nguyen untersucht in ihrer fotografischen Arbeit «Through my matriarchs» die Integration asiatischer Gemeinschaften in abendländischen Kulturen. Und die Künstlerin und Kuratorin Claude Bühler aus St. Gallen zeigt eine realitätsgetreue Fotoserie mit dokumentarischem Ansatz: Darin setzt sie sich mit den internationalen Verstrickungen der Rüstungsindustrie auseinander und verfolgt damit den feministischen Gedanken, die vom Patriarchat geprägten kriegerischen Mechanismen sichtbar zu machen.

Montag, 30. August – 11:38 Uhr

Die Wanderausstellung «Die 100 besten Plakate» kommt nach St.Gallen

Die «100 besten Plakate» kommen nach St.Gallen - die Ausstellung ist in die Schule für Gestaltung zu sehen.

Die «100 besten Plakate» kommen nach St.Gallen - die Ausstellung ist in die Schule für Gestaltung zu sehen.

Bild: PD

(pd/sig) Der Wettbewerb «100 beste Plakate» kürt jedes Jahr die herausragendsten Plakate aus den Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz. Vom 3. bis 25. September ist die Ausstellung an der Schule für Gestaltung in St.Gallen zu sehen. Auch Werke aus der Ostschweiz haben es unter die 100 Besten geschafft. Eröffnet wird die Ausstellung am Freitag, 3. September um 19 Uhr.

Ein Preisträgerplakat «Hammer» von 2020 aus der Zürich.

Ein Preisträgerplakat «Hammer» von 2020 aus der Zürich.

Bild: David Schatz, Sereina Rothenberger

Der St.Galler Grafiker Philip Kerschbaum holt die Wanderausstellung bereits zum dritten Mal in die Schule für Gestaltung. St.Gallen habe eine lange Plakattradition, heisst es in der Mitteilung. Dass die Qualität hierzulande hoch ist, zeigt ein Blick auf die Prämierten: Mit 50 von 100 Plakaten hat die Schweiz die Nase vorn. Keine Ausstellung bilde den aktuellen Stand in Grafik, Typografie, Illustration und Fotografie so zuverlässig ab wie «100 beste Plakate». Es sei auch für die Auszubildenden an der Schule für Gestaltung ein wichtiger Gradmesser, um aktuelle Trends kennenzulernen.

Das Schweizer Gewinnerplakat «Jacques et Brigitte» aus der Westschweiz von 2020.

Das Schweizer Gewinnerplakat «Jacques et Brigitte» aus der Westschweiz von 2020.

Bild: Brigitte Speich

Ein grosses Thema in diesem Jahr ist «Augmented Reality», eine erweiterte Realität in Plakaten. Gerade während der Corona-Pandemie habe das animierte Plakat an Bedeutung gewonnen, sagt Kerschbaum. Weil man ständig vor den Bildschirmen sitzt, werde das physische Plakat seltener wahrgenommen. Durch Animation lässt sich die Botschaft noch stärker vermitteln, die Bewegung ist ein eigenes Stilmittel.

Bei der diesjährigen Ausgabe sind auch Gewinner aus der Ostschweiz dabei: Der St.Galler Grafiker Marc Lieberherr hat gemeinsam mit seinem Kollegen und Grafikerlernenden David Zwicker zum 30-jährigen Bestehen der Firma Zwicker Leuchten ein Plakat entworfen und gewonnen. Zu weiteren Ostschweizer Ausgezeichneten gehören unter anderem der international renommierte Grafikdesigner David Kühne und ein Plakat des Palace St.Gallen.

Montag, 30. August - 08:28 Uhr

Bilderbuchpremiere in Herisau mit der Autorin Anna Schindler

In der Wolkenbäckerei: Bilderbuchheld Valentin auf Traumreise.

In der Wolkenbäckerei: Bilderbuchheld Valentin auf Traumreise.

Illustration: Katrin Dageför

(pd/bk.) Wie eine kleine Bohne sieht das Stückchen Traum aus, das Valentin beim Aufwachen gerade noch einfangen kann; also wird es eingepflanzt - und wächst und wächst und wächst, traumhaft schnell! Im Traumbaum öffnet sich eine Tür... was Valentin im Souterrain und in den oberen Etagen erlebt, davon erzählt Anna Schindlers Gutenachtabenteuer «Valentins Wunderbaum» für Kinder ab 5 Jahren, schwebend leicht und fantasievoll, mit augenzwinkernden Illustrationen von Katrin Dageför.

Die Buchtaufe findet am Donnerstag, 2. September, um 19 Uhr in Herisau statt: im Rosengarten beim Springbrunnen. Eingeladen sind Kinder und Erwachsene, organisiert wird die Veranstaltung von der Herisauer Buchhandlung Buchpunkt.

«Valentins Wunderbaum» ist bereits die dritte Geschichte der in Herisau lebenden Autorin, die im Verlag Edition Pastorplatz Köln erscheint. Wieder greift Anna Schindler auf einen vergriffenen Titel aus ihrer eigenen Kindheit in einem Haus voller Bücher zurück: Das Bilderbuch «Der wunderbare Baum» von Ulf Löfgren aus dem Jahr 1970. Die deutsche Ausgabe erschien damals im Zürcher Atlantis Verlag, den Schindlers Grossmutter Bettina Hürlimann lange Jahre leitete.

Freitag, 27. August – 10:38 Uhr

Die Popband Waterback spielt am Freitag, 27. August, in der Kleberei Rorschach

Die vierköpfige Popband Waterback spielt heute live in der Kleberei.

Die vierköpfige Popband Waterback spielt heute live in der Kleberei.

Bild: PD

(pd/sig) Die Rorschacher Popband Waterback spielt am kommenden Freitag, 27. August, 20.30 Uhr, live auf der Openairbühne der Kleberei auf dem Areal der ehemaligen Stickereifabrik Feldmühle. Die Bar hat ab 19 Uhr geöffnet.

Die Band Waterback mit Massimo Natali, Oswaldo Dolci, Tobias Schneider und Andreas Aeschbacher hat die letzten zwei Jahre hauptsächlich im Studio gearbeitet. Auf der Openairbühne der Kleberei werden sie ihr neues Programm mit Schlagzeug und kräftigeren E-Gitarrenklängen präsentieren und nebst Songs von ihrem Album «Tell Me How You Feel» auch neue Kompositionen vorstellen. Auch vom «Unplugged Programm» mit Cajon und akustischen Gitarren werden Ausschnitte zu hören sein.

Donnerstag, 26. August – 14:24 Uhr

Nestlinge, Knödel und Schallplatten: Kunst von Felix Boekamp im Alpenhof

Der Künstler Felix Boekamp geht mit seiner Kunst auf den Berg – in den Alpenhof.

Der Künstler Felix Boekamp geht mit seiner Kunst auf den Berg – in den Alpenhof.

Bild: Arthur Gamsa

(pd/bk.) Der in St.Gallen und Hamburg lebende Künstler Felix Boekamp lädt am Samstag, 28. August, ab 14 Uhr zur Vernissage seiner Ausstellung «Vom Nestling zum Ästling» in den Alpenhof auf dem St.Anton ein. Zu sehen sind Zeichnungen, Plakate und Objekte. Der 44-Jährige, der in St.Fiden den Kunstraum Chambre Directe Schubiger betreibt, wurde kürzlich mit einem Werkbeitrag des Kantons St.Gallen ausgezeichnet. Es sei schon lange sein Wunsch, im Alpenhof auszustellen, «der wie ein Alpendampfer über dem Rheintal thront», so heisst es in der Mitteilung.

Neugierig macht auch die Eröffnungsrede um 18 Uhr: Hierzu wird Flexmaster 3000 und ein ½ erwartet; laut Programm «Mitglied eines intergalaktischen Pulks». Nach Grilladen und einem Knödelintermezzo präsentieren Boekamp und Norbert Möslang, Schöpfer der St.Galler Bahnhofsuhr, «Heisses aus der musikalischen Dampfküche».

Die Ausstellung dauert bis 10. Oktober und ist jeweils samstags von 13 bis 16 Uhr geöffnet. Dazu erscheint ein Katalog mit Schallplatte und eine Radierung auf gefärbtem Büttenpapier in limitierter Auflage.

Donnerstag, 26. August – 12:35 Uhr

Lange Nacht der Bodenseegärten in der Kartause Ittingen

Im alten Kloster der Kartause findet ein lauschiger Kulturabend statt.

Im alten Kloster der Kartause findet ein lauschiger Kulturabend statt.

Bild: PD

(pd/sig) Am Samstag, 4. September, erwacht die Kartause Ittingen zum Leben: Unter dem Motto «Klang und Kunst im Kreuzgarten» werden die Innenbereiche und Kreuzgärten des ehemaligen Klosters von 18 bis 23 Uhr zu einer Bühne für ein buntes Kulturprogramm:

Inspiriert von den aktuellen Ausstellungen des Kunstmuseums Thurgau wird das Fliegen zum Leitthema: Zunächst findet eine Vernissage mit besonderen Flugobjekten statt, die während des Sommers von einer Gruppe von Migrantinnen konstruiert wurden. Dann trägt der Schauspieler Giuseppe Spina im grossen Kreuzgarten «wahnsinnige Poesie» vor. Sobald die Dämmerung anbricht, wird eine farbige Videoarbeit der Künstlerin Ursula Palla sichtbar, die barocke Stillleben mit digitaler Raffinesse zum Leben erweckt.

Schauspieler Giuseppe Spina trägt Lyrik vor.

Schauspieler Giuseppe Spina trägt Lyrik vor.

Bild: Donato Caspari

Für jazzige Klänge zum Nacheinbruch sorgt das XOLO-Quartett im kerzenbeleuchteten Kreuzgarten: Jürg Lanfranconi (Perkussion und Klarinette), Hannes Geisser (Saxofon und Perkussion), Martin Peter (Gitarre) und Stefan Mölkner (Kontrabass) spielen ein Repertoire von Tango über Blues zu Latin. Giuseppe Spina lässt den Abend schliesslich mit «Flug-Lyrik» in der Klosterkirche ausklingen.

Es ist eine Anmeldung erforderlich, per E-Mail an sekretariat.kunstmuseum@tg.ch oder über die Webseite www.kunstmuseum.ch.

Montag, 23. August – 11:30 Uhr

Die Kulturstiftung Thurgau feiert ihr Jubiläum mit Kulturschaffenden

Der Schriftsteller Usama Al Shahmani lädt auf einen literarischen Rundgang ein.

Der Schriftsteller Usama Al Shahmani lädt auf einen literarischen Rundgang ein.

Bild: Reto Martin

(pd/sig) 30 Jahre schon fördert die Kulturstiftung Thurgau die Schreibenden, Musiktalente, Bühnentiere und Kreativköpfe in ihrem Kanton. Das wäre «genug Grund für eine Festschrift», heisst es in der Mitteilung; die Stiftung wählt dieses Jahr einen anderen Weg. Mit der Rechnung «30 x 6 = 2021» laden sie zu ihrem 30. Jubiläum sechs Kulturschaffende zu Veranstaltungen ein. Das Jubeljahr sei damit «Rückblick und Ausblick zugleich».

Am 25. August (18 Uhr) und am 28. August (17 Uhr) lädt der Autor Usama Al Shahmani zu zwei literarischen Rundgängen ein. Die Spaziergänge mit Lesung dauern zwei Stunden. Treffpunkt ist bei der Kulturstiftung Thurgau an der Lindenstrasse 12 in Frauenfeld.

Vom 24. September bis zum 14. Oktober verwandelt die Thurgauer Künstlerin Rahel Müller die Geschäftsstelle der Kulturstiftung in einen Ausstellungsraum. Darin zeigt sie Malereien und Installationen, gesammelt unter dem Titel «Branches + Dots». Die Eröffnung findet am 24. September um 16 Uhr statt. Öffnungszeiten jeweils Mittwoch und Donnerstag zwischen 14 und 19 Uhr.

Das Kukuruz Quartett spielt am 22. Oktober im Thurgauer Staatsarchiv.

Video: Youtube

Am 22. Oktober wird der gewöhnlich mucksmäuschenstille Lesesaal des Thurgauer Staatsarchivs zum Klangraum für neue Musik: Das Kukuruz Quartett aus Philip Bartels, Duri Collenberg, Vera Kappeler und Simone Keller spielt mit vier Klavieren Kompositionen des afroamerikanischen Komponisten Julius Eastman. Konzertbeginn um 19 Uhr, Eintritt nur mit Covid-Zertifikat.

Wie können wir wieder lernen, mit verschiedenen Meinungen und Ansichten auszukommen?, hat sich die Regisseurin und Journalistin Samantha Zaugg gefragt. Eine Antwort fand sie in einem alten Klassenfoto. In der Schule hätten sich oft sehr bunt zusammengewürfelte junge Menschen über Jahre zu einer Gemeinschaft zusammengerauft. Sie suchte erneute Annäherung zu ihren alten Klassenkameraden und dokumentierte diese Erfahrung unter dem Titel «Bridges Over Troubled Bubbles» in Text und Bild. Die Präsentation der Arbeit mit anschliessender Diskussion findet am 23. Februar im Kulturzentrum Kult-X in Kreuzlingen statt.

Anmeldung für die Leserundgänge mit Usama Al Shahmani unter: jubilaeum@kulturstiftung.ch

Donnerstag, 19. August –17:04 Uhr

A-Cappella-Band Bliss startet Tour in Heerbrugg

Drei der fünf Sänger von Bliss stammen aus der Ostschweiz.

Drei der fünf Sänger von Bliss stammen aus der Ostschweiz.

Bild: Christian Knecht

(pd/gen) Bliss ist die erfolgreichste A-Cappella-Band der Schweiz. Drei der fünf Sänger stammen aus der Ostschweiz. Am Montag, 23. August, treten sie zum ersten Mal seit anderthalb Jahren wieder auf, und zwar in Heerbrugg. Sie starten dort ihre Tour «Volljährig» im Kinotheater Madlen und sind bis Donnerstag jeden Abend ab 20 Uhr zu erleben.

Im aktuellen Programm begeben sich die A-Capella-Sänger zurück in eine Zeit, als die Musik ab Kassette kam, der Schnurrbart allgegenwärtig war und die erste Liebe noch beim Flaschendrehen und nicht auf Instagram gefunden wurde. Die vermeintlich erwachsen gewordenen Kindsköpfe zollen den musikalischen Helden ihrer Jugend Respekt.

Weitere Auftritte in der Ostschweiz finden am 16. September im Casino Frauenfeld, am 15. September in Schaan, am 17. September im Casino Herisau und am 25. September in der Spurbar Flawil statt.

Donnerstag, 19. August – 13:08 Uhr

Frauen und Architektur: Vortrag und Gespräch im Architekturforum in St.Gallen

Die Architektin Eva Lanter in ihrer Installation ‹Isolation Brute› im vergangenen Mai.

Die Architektin Eva Lanter in ihrer Installation ‹Isolation Brute› im vergangenen Mai.

Bild: PD

(pd/sig) Die St.Galler Architektur war jahrhundertelang in Männerhand. Zwar haben auch Architektinnen in den vergangenen 20 Jahren einige Bauten errichtet, doch handelt es sich um Einzelfälle. Und noch immer gibt es in St.Gallen – anders als etwa in Zürich – sehr wenige Architekturbüros, die von Frauen geführt werden.

Nina Keel, Kunsthistorikerin aus St.Gallen, Inge Beckel, Frauenforscherin und Architekturpublizistin, und Architektin Kathrin Simmen tauschen sich darüber aus, was das Frausein in der Architektur bedeutet, und stellen Werke der Ostschweizerinnen Dorothea David, Vreny Gross und Eva Lanter vor. Sie fragen sich: Welche gesellschaftlichen und persönlichen Faktoren müssen gegeben sein, damit Frauen ein eigenes Büro eröffnen, Einsitz in Fachgremien erhalten oder eine leitende Position in städtischen Ämtern erlangen?

Der Vortrag mit Gespräch findet am Montag, 6. September, um 19.30 Uhr im Architekturforum an der Davidstrasse 40 in St. Gallen statt. Es moderiert die Ethikerin Susanne Brauer. Die Veranstaltung wird auch als Livestream auf der Webseite des Forums gezeigt.

Anmeldung erforderlich, bis Freitag 3. September an info@a-f-o.ch
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Donnerstag, 19. August – 12:30 Uhr

Fotograf Paolo Caverzasio stellt seine «Denkmäler des Augenblicks» in Wil aus

Ein farbenkräftiger Augenblick durch die Linse von Caverzasio.

Ein farbenkräftiger Augenblick durch die Linse von Caverzasio.

Bild: Paolo Caverzasio

(pd/sig) Eine Gewehrkurgel durchschlägt ein mit Farbpulver gefülltes Weinglas, Splitter schiessen in die Luft, Farbe zerstreut sich - und Paolo Caverzasio drückt den Auslöser. Auf ganz besondere Weise entsteht seine Fotografie: Einem Bild geht immer eine Explosion voraus.

Der Kunstfotograf Paolo Caverzasio stellt seine explosive Kunst ab Freitag, dem 20. August, in der Dienerschaftskapelle im Hof zu Wil aus. Die Vernissage zur Ausstellung findet am Samstag, 21. August, ab 15 Uhr statt. Mit seinen Werken, die er «Fotografische Denkmäler des Augenblicks» nennt, versucht er Momente festzuhalten, die zu kurz sind, als dass unser Gehirn sie registrieren könnte. Die Fotografie helfe ihm auch, mit der Diagnose einer schweren Krankheit umzugehen, heisst es in der Ausstellungsbeschreibung. Die Einsicht um die Begrenztheit des eigenen Lebens habe seine kreative Arbeit in ganz neue Richtungen gelenkt.

Die Gewehrkugel, die das Glas durchschlägt, ist auf den Bildern nie zu sehen.

Die Gewehrkugel, die das Glas durchschlägt, ist auf den Bildern nie zu sehen.

Bild: Paolo Caverzasio

Mit den Bildern will Caverzasio eine Botschaft vermitteln: «Das Leben besteht aus einer langen Kette von Augenblicken. Ich möchte die Menschen auffordern, jeden Augenblick ihres Daseins als wertvoll anzunehmen».

Video: Youtube

Die Ausstellung ist bis zum 26. September zu sehen und ist täglich geöffnet. Der Künstler ist jeweils an den Wochenenden anwesend.

Mittwoch, 18. August – 17:23 Uhr

Die Theaterwerkstatt Stageapple bietet im September Schnupperkurse

(pd/sig) Im September können junge Menschen das Theaterhaus Thurgau, die Theaterpädagoginnen und sich selbst auf der Bühne kennenlernen. Das Team von Stageapple bietet Einblick in die Proberäume, die Bühne und den Zuschauerraum, erprobt mit den Teilnehmenden verschiedenste Theaterübungen, erfindet Szenen und improvisiert Musik und Schauspiel. An den vier Mittwochnachmittagen am 8., 15., 22. und 29. September werden verschiedene Theaterthemen behandelt, unter anderem «Wo, wer, was, wieso, warum? Improvisierte Szenen», «Figuren aus der Requisitenkiste», «Sprachmusik & Songs» oder «1000 Tode. Szenen aus dem Nichts.»

Die Schnuppernachmittage finden in drei Gruppen statt: von 13.30 bis 14.30 Uhr beginnt die jüngste Gruppe mit Kindern von 5 bis 7 Jahren, danach folgen die 8- bis 12-Jährigen und ab 16.30 Uhr Jugendliche ab 13 Jahren. Das Schnuppern ist an einzelnen oder auch an allen vier Nachmittagen möglich.

Auch für Erwachsene bietet die Stageapple-Crew in der kommenden Saison Theaterspass: Am Wochenende des 9. und 10. Oktobers findet ein Kurs rund um Bewegungstheater statt. Unter dem Motto «Animal Moves» (Tierbewegungen) werden mit dem Bewegungsschauspieler Samuel Mosima Bewegungen in Ausdruck verwandelt. Der kreative Umgang mit dem Körper steht im Vordergrund.

Am 4. und 5. Dezember geht es um grosse Dramen, wenig Hemmungen und viel Improvisation. Gemeinsam mit der Theaterpädagogin Michaela Bauer sollen aus dem Nichts Figuren, Orte und Geschichten entstehen. Die Teilnehmenden reisen gemeinsam in die Welt der Gefühle, Wünsche und Motivationen. Daraus entwickeln sich Gesichter mit Tiefe und Verletzlichkeit - Figuren, die dem Publikum erlauben, mitzuleiden und sich mitzufreuen.

Mehr Informationen und Anmeldung unter www.stageapple.ch.