OSTSCHWEIZER KULTUR-TICKER: Bühne Thurtal verkündet Pläne für aktuelle Saison +++ Theaterverein Toggenburg sagt Aufführungen ab +++ Filmdiskussion im Kino Roxy Romanshorn

Die Ostschweizer Kulturszene ist lebendig und vielfältig. In unserem Kultur-Ticker informieren wir Sie laufend über Neuigkeiten von Kunstschaffenden und Kulturbetrieben aus der Ostschweiz.

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Rückmeldungen und Infos an: ostschweizerkultur@chmedia.ch

Montag, 26.Oktober – 19:58 Uhr

Bühne Thurtal verkündet Pläne für aktuelle Saison

(miz) Mit Spannung und Unbehagen erwartet die Kulturszene die Pressekonferenz des Bundesrates am Mittwoch – dort werden die neuen Massnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie verkündet. Und es könnte auch das Kulturleben treffen. Doch die Bühne Thurtal ist optimistisch: Per Livestream und Youtube-Video meldet sich das kleine Off-Theater aus Herisau und gibt die Pläne für die aktuelle Saison bekannt.

Simon Keller, Geschäftsführer und Künstlerischer Leiter, lässt zuerst die vergangene pandemiebedingt verkürzte Saison Revue passieren, bevor er mit Unterstützung zweier Darsteller die Pläne enthüllt. Die verschobenen Stücke werden nachgeholt, das Kinderstück «Eine Woche voller Samstage» wird in einem grösseren Raum aufgeführt. Und man plane ein Stück rund um die Probleme des abgesagten Freilichtspiels «Zwinglis Frau», das werde eine rasante Komödie, so Keller

Simon Keller, Künstlerischer Leiter Bühne Thurtal

Simon Keller, Künstlerischer Leiter Bühne Thurtal

Bild: PD

Das Kinderstück «Eine Woche voller Samstage» feiert am 25.November in der Tonhalle Wil Premiere, es wird dort gespielt bis 13.Januar 2021. Die direkt vor dem Lockdown fixfertig geprobte Dinnerkomödie «Verdammte Baustelle» wird nun am 7., 9. und 10.Januar 2021 im Eisenwerk Frauenfeld aufgeführt – und soll auch gestreamt werden. Im Sommer 2021 wolle man dann das Freilichtheater «Zwinglis Frau» im Klosterhof Fischingen nachholen, Premiere ist am 17.Juli 2021. Die Tribüne werde grösser gebaut, so dass das Publikum mit Abstand sitzen könne. Zudem schreibe die Bühne Thurtal ein Stück über die Situation vom Sommer 2020, «eine rasante Komödie» kündigt Keller an. Sie soll handeln von der Entstehung rund um «Zwinglis Frau», von arroganten Schauspielern, von einer Produktion, die sie nicht im Griff haben, von einer Klosterleitung, die nicht spielen lassen wolle.

Simon Keller endet das Video mit einem Aufruf: Theater zu machen, das sei nicht ihr Hobby, sondern ihr Job. Nirgends sei die Ansteckungsrate niedriger als im Theater. Vielleicht sehe man sich bald, im Theater, wo man sich für zwei, drei Stunden ablenken lassen könne von der Situation da draussen.

Montag, 26.Oktober – 19:21 Uhr

Theaterverein Toggenburg sagt Aufführungen ab

(mkn/pd) Die Produktionsleitung hat entschieden, alle Aufführungen des Theaterstücks «Bettelmann» im Dömli in Ebnat-Kappel abzusagen. Das teilten die Initianten der Aufführungen heute mit. Das Stoppsignal kommt kurz vor der Hauptprobe und fünf Tage vor der Premiere.

Christian Heeb, Produktionschef, bedauert, dass es die Umstände nicht zulassen, momentan eine Aufführung mit rund 30 Protagonisten auf und hinter der Bühne durchzuführen. Es bestehe auch das Risiko, dass Mitglieder des Ensembles ausfallen könnten, heisst es weiter. Im Communiqué wird auch angedeutet, dass der Vorverkauf schlecht gelaufen ist.

Eine der letzten Proben: Der Theaterverein Toggenburg hat fünf Tage vor der Premiere die Aufführungen des Stücks «Der Bettelmann» abgesagt.

Eine der letzten Proben: Der Theaterverein Toggenburg hat fünf Tage vor der Premiere die Aufführungen des Stücks «Der Bettelmann» abgesagt.

Bild: PD

Die Kosten für die bereits reservierten oder schon bezahlte Tickets werden vollumfänglich in den nächsten Tagen zurückerstattet, hält die Produktionsleitung zum Schluss fest.

Montag, 26.Oktober – 18:35 Uhr

Filmdiskussion im Kino Roxy Romanshorn

Apokalyptisches Setting: Der Dokumentarfilm «Welcome to Sodom» zeigt, wo unser ausrangierter Elektroschrott landet, auf der weltgrössten Elektor-Müllhalde der Welt in Ghana.

Apokalyptisches Setting: Der Dokumentarfilm «Welcome to Sodom» zeigt, wo unser ausrangierter Elektroschrott landet, auf der weltgrössten Elektor-Müllhalde der Welt in Ghana.

Bild: Blackbox Film

(pd/miz) Am Donnerstag, 29.Oktober, 19.30 Uhr, zeigt das Kino Roxy Romanshorn den Dokumentarfilm «Welcome to Sodom – Dein Smartphone ist schon hier». Darin beschreiben die österreichischen Filmemacher Florian Weigensamer und Christian Krönes, wie am Rande der Millionenmetropole Accra in Ghana etwa 6000 Frauen, Männer und Kinder auf der grössten Elektro-Müllhalde der Welt leben und arbeiten. Rund 250'000 Tonnen ausrangierte Computer, Smartphones und andere Geräte aus einer weit entfernten, elektrifizierten und digitalisierten Welt gelangen Jahr für Jahr hierher. Der Dokumentarfilm «Welcome to Sodom» lasse die Zuschauer hinter die Kulissen von Europas grösster Müllhalde mitten in Afrika blicken und porträtiere die Verlierer der digitalen Revolution, heisst es in der Ankündigung.

Im Anschluss an die Vorstellung findet in Zusammenarbeit mit dem Reparier Kafi Romanshorn eine Podiumsdiskussion statt. Das Filmgespräch führen Mathias Schluep vom World Resources Forum, Markus Krattiger von Chance for Children und Aaron Brönimann, Brönimann and Friends Foundation; Gaby Zimmermann moderiert.

Montag, 26.Oktober – 16:49 Uhr

Eisenwerk Frauenfeld verkündet kommende Veranstaltungen

(pd/miz) Das Eisenwerk Frauenfeld schreibt, die Zeiten seien wieder unsicher geworden, auch sei selber wüssten erst kurz vorher, ob eine Veranstaltung tatsächlich durchgeführt werden könne. Doch man unternehme alles, um den Veranstaltungsbesuch so sicher wie möglich zu machen. Stand heute sind kommende Veranstaltungen im Eisenwerk geplant:

  • Freitag, 30.10., 20 Uhr: «Schönholzer&Schönholzer: Solo», ein Musiktheaterabend des Liedermachers Daniel Schönholzer
  • Samstag, 31.10., 21 Uhr: «Genem Live», die Ostschweizer Electro-Pop Band GeneM meldet sich mit neuem Live-Set zurück
  • Donnerstag, 4.11., 19 Uhr: «Finissage der Ausstellung von Karin Reichmuth», ein letzter Abend mit der Künstlerin in ihrer Ausstellung «Ich werde, Dur wirst, es wirrt» // «Dasein und andere Orte»
  • Donnerstag, 5.11., 20.15 Uhr: «Molingkick», Wiener Blues, das neue Programm «Bitterblau» des Wiener Dichters und Sängers Carl Kick und des Tiroler Multiinstrumentalisten Mike Moling
  • Freitag, 6.11., 20 Uhr: «Ausbauchen», das Solostück der Ausserrhoder Schauspielerin Suramira Vos, mit dem sie den diesjährigen Nachwuchs-Preis Jungsegler-Award des Schaffhauser Theaterfestivals Nordart gewann
Suramira Vos in dem von ihr entwickelten Solostück «Ausbauchen», mit dem sie den Jungsegler-Award 2020 gewann.

Suramira Vos in dem von ihr entwickelten Solostück «Ausbauchen», mit dem sie den Jungsegler-Award 2020 gewann.

Bild: Ingo Höhn

Da die Platzkapazitäten stark eingeschränkt seien, empfiehlt das Eisenwerk-Team unbedingt die Nutzung des Vorverkaufs – neu für alle Veranstaltungen. Wenn man eine Ticketversicherung abschliesse, im Verlauf des Bestellprozesses, erhalte man das Geld anstandslos von Ticketino zurück, falls man nicht an der Veranstaltung teilnehmen könnn.
Vor Ort gelte ein angepasstes Schutzkonzept, mit Masken- und Registrationspflicht.

Montag, 26.Oktober – 10:59 Uhr

Henry-Dunant-Museum Heiden sagt Gedenkveranstaltung ab

(pd/miz) Am Freitag, 30.Oktober, sollte in Heiden die Gedenkfeier zum 110.Todestag von Henry Dunant stattfinden. Das Henry-Dunant-Museum Heiden teilt jetzt mit, dass die Veranstaltung mit Jakob Kellenberger, ehemaliger Präsident des Internationalen Roten Kreuzes, aufgrund der aktuellen Situation abgesagt werde. Geplant sei nun, dass Jakob Kellenberger die Gedenkrede am 30.10.2021 zu Henry Dunants 111.Todestag halten werde.

Montag, 26.Oktober – 10:51 Uhr

Appenzeller Kammerorchester verschiebt Konzerte auf 2021

(pd/miz) Schweren Herzens habe man sich dazu entschieden, die beiden Konzerte vom 7. November 2020 in der Aula der Kantonsschule Trogen und vom 8. November 2020 in der Tonhalle St.Gallen abzusagen, schreibt das Appenzeller Kammerorchester in einer Mitteilung. Auch das Dreikönigskonzert vom 10. Januar 2021 in Degersheim werde falle nun aus. Die Konzerte werden nun verschoben auf Freitag, 28. Mai 2021 und Sonntag, 30. Mai 2021.

Das Orchester hätte sich sehr darauf gefreut, endlich wieder einmal vor Publikum spielen zu dürfen. Dank der intensiven Probenarbeit, auch unter erschwerten Bedingungen, fühlte man sich dazu bereit. Doch nach eingehenden Diskussionen im Vorstand und mit dem ganzen Orchester sei man zum Schluss gekommen, dass sich – trotz detailliertem Schutzkonzept – eine Durchführung nicht verantworten lasse.

Grund sei die gegenwärtige Situation mit den steigenden Covid-19-Ansteckungen. So sei es höchst ungewiss, ob Proben und Konzerte bald überhaupt noch stattfinden können. Zudem nehme man die Bedenken mehrerer Mitglieder des Orchester ernst, die sich beim Zusammenkommen und Spielen nicht wohl gefühlt hätten.

Montag, 26.Oktober – 10:21 Uhr

St.Galler Domkapellmeister schreibt offenen Brief an Bundesrat: Neuerlicher Lockdown für Chöre würde Profis existenziell treffen

(chs) Die Angst um ein drohendes Singverbot hat den St.Galler Domkapellmeister Andreas Gut bewogen, sich mit einem offenen Brief an den Bundesrat zu wenden. Mit einem generellen Singverbot für Laienchöre enttäusche die Landesregierung nicht in erster Linie Sängerinnen und Sänger, heisst es im Schreiben. Vielmehr würden Profis in ihrer Existenz bedroht, die von Laien-Ensemblen regelmässig als Instrumentalisten und Solisten beigezogen würden.

Andreas Gut appelliert an den Bundesrat: «Bitte bedenken Sie dies bei der Entscheidungsfindung am Mittwoch.» Eine Verschärfung der Schutzkonzepte, etwa die Vergrösserung des Abstandes auf 2,5 Meter, Singen mit Maske, Registrierung für das Publikum und anderes Mehr hält der Domkapellmeister «für gesellschaftlich verträglicher». Der St.Galler Domkapellmeister steht der grössten Kirchenmusik der Schweiz vor. Dazu zählen 15 Gesangs- und Instrumentalensembles mit Professionellen und Laien, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.

Das Collegium Instrumentale unter Leitung des St.Galler Domkapellmeisters Andreas Gut.

Das Collegium Instrumentale unter Leitung des St.Galler Domkapellmeisters Andreas Gut.

Bild: PD

Die Schutzkonzepte der weltlichen und kirchlichen Behörden würden in St.Gallen seit März jeweils umgehend umgesetzt, hält Domkapellmeister Andres Gut in seinem offenen Brief fest. Bisher habe sich kein einziger Covid-19-Fall in seinen Kreisen ereignet: «Wir sind äusserst diszipliniert und versuchen ernsthaft, alles daran zu setzen, der Gefahr beim Singen professionell zu begegnen.» Aktuell seien die geltenden Vorschriften für den Betrieb in der Kathedrale sogar freiwillig verschärft worden.

Als Domkapellmeister sei er aber indirekt auch Arbeitgeber für jährlich Hunderte Professionelle und Laien in der Grossregion St.Gallen-Bodensee, den Regionen Winterthur, Zürich, Basel und im süddeutschen Raum. Jetzt höre er zahllose Sorgen über existenzbedrohende Situationen bei freischaffenden Sängerinnen und Musikern, deren Agenden leer seien. Für sie wäre ein neuerlicher kirchenmusikalischer Lockdown verheerend, schreibt Domkapellmeister Andreas Gut.

Sonntag, 25. Oktober – 11:47 Uhr

Christoph Kellers Lesung in der Kellerbühne St.Gallen findet nicht statt

Christoph Keller.

Christoph Keller.

Benjamin Manser

(pd/gen) Angesichts des wütenden Virus' kann es der St.Galler Autor Christoph Keller nicht verantworten, die Lesung in der Kellerbühne St.Gallen vom Montag, 26. Oktober, durchzuführen. Sie ist abgesagt und auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Keller hätte sein neues Buch «Jeder Krüppel ein Superheld» vorstellen wollen.

Zumindest im virtuellen Raum kann sich der Autor weiterhin gefahrlos zu Wort melden. Er schreibt für diese Zeitung einen monatlichen Blog, in welchem er sich gegen die Diskriminierung von behinderten Menschen einsetzt.

Freitag, 23. Oktober – 19:07 Uhr

Contrapunkt-Konzert im Pfalzkeller St.Gallen abgesagt

Die Uraufführung von Francisco Obietas Komposition findet nicht statt.

Die Uraufführung von Francisco Obietas Komposition findet nicht statt.

Urs Bucher

(pd/gen) Was gestern noch galt, gilt heute schon nicht mehr. Das bringen die Zeiten der Pandemie mit sich. Leider findet das gestern im Kultur-Ticker angekündigte Konzertprogramm «Nocturne» der Reihe Contrapunkt im Pfalzkeller St.Gallen vom Dienstag, 27. Oktober, nun doch nicht statt. Als Uraufführung wäre ein Werk des aus Argentinien stammenden und schon lange in der Region lebenden Francisco Obieta zu hören gewesen. Das Vorarlberger Ensemble Pulsart, das zu Gast gewesen wäre, kann es in Anbetracht der steigenden Ansteckungszahlen nicht verantworten, Studierende in grossen Gruppen musizieren zu lassen und auch nicht, eine Konzertreise in die Schweiz zu machen.

Freitag, 23. Oktober – 18:01 Uhr

Birgit Widmer stellt in der Galerie Stellwerk Heerbrugg aus

Die Gaiser Künstlerin Birgit Widmer.

Die Gaiser Künstlerin Birgit Widmer.

PD

(pd/gen) Für die Ausstellung «Physische Notiz» im Stellwerk Heerbrugg realisiert die Ausserrhoder Künstlerin Birgit Widmer eine Raumintervention mit dem Haus als wiederkehrendem Thema. Wie die Künstlerin schreibt, stamme ihr Interesse dafür unter anderem aus der Analogie des Hauses zum Körper. Ebenso interessiert Widmer die scheinbare Schutzfunktion des Hauses, die eine Illusion oder ein Irrtum sein könnte.

Galerie Stellwerk Heerbrugg, Vernissage Freitag, 23. Oktober, 19 Uhr, Öffnungszeiten: Sa, 24.10., 14-18 Uhr, So, 25.10., 14-18 Uhr, Fr., 30.10., 18-20 Uhr, Sa, 31.10., 14-18 Uhr, So, 1.11., 14-18 Uhr.

Freitag, 23. Oktober – 15:16 Uhr

Finissage der Billboards am See in Rorschach abgesagt

Billboards mit Fotos von Jiri Makovec beim Rorschacher Kornhaus.

Billboards mit Fotos von Jiri Makovec beim Rorschacher Kornhaus.

pd

(pd/gen) Noch bis zum 31. Oktober können in Rorschach beim Kornhaus die Billboards mit Fotografien von Jiří Makovec an der Seeuferpromenade bewundert werden. Mit seinen Bilder im Grossformat nimmt der Künstler nimmt den Betrachter mit auf seine weltweiten Streifzüge.

Leider kann die für den 31. Oktober vorgesehene Finissage mit dem Swinging Apéro in der aktuellen coronabedingten Situation nicht durchgeführt werden.

Freitag, 23. Oktober – 14:10 Uhr

Musikalische Geschichten erzählen von der Verbindung St.Gallen-Westbalkan

Proben mit Abstand: Die sieben Musikerinnen und Musiker der Klangperformance «I am not alone».

Proben mit Abstand: Die sieben Musikerinnen und Musiker der Klangperformance «I am not alone».

Bild: PD

(PD/rbe) Am 7. November, 14.30 bis 17 Uhr, wird im Textilmuseum St.Gallen eine Live-Klangperformance gezeigt. Sieben Musikerinnen und Musiker spielen Improvisationen und weben an Geschichten, die von den Verbindungen zwischen St.Gallen und dem Westbalkan erzählen. Dies teilt das Textilmuseum mit, eines von 15 verschiedenen Museen in der Schweiz, in der die Performance «I am not alone» gezeigt wird.

Angekündigt wird eine «imaginäre Balkanreise», denn die Performance setzt sich mit der über 2000 Jahre alten antiken Balkanroute Via Egnatia auseinander. Dies basierend auf Gesprächen, die mit der lokalen Bevölkerung im Rahmen einer Forschungsreise geführt wurden.

Die billigen Arbeitskräfte aus der Textilindustrie in der Schweiz im 19. Jahrhundert fänden sich heute nicht mehr in der Ostschweiz, sondern etwa in Mazedonien, Griechenland oder der Türkei, heisst es weiter. «Vor diesem Hintergrund wird «I am not alone» im Textilmuseum vom Kleid unserer eigenen kulturellen Vergangenheit berichten und Verbindungen zur aktuellen Ausstellung im Museum ziehen.»

Die Performance dauert zweieinhalb Stunden, ein Besuch ist aber gemäss Mitteilung jederzeit möglich und die Verweildauer frei wählbar. Am 22. November ist die Performance zudem im Polenmuseum in Rapperswil zu hören.

Freitag, 23. Oktober – 11:22 Uhr

«Fünfstern»: Die offenen Ateliers bleiben bis 1. November offen

Künstlerische Arbeit: Insgesamt 240 Künstlerinnen und Künstlern in der ganzen Ostschweiz kann man derzeit im Atelier besuchen.

Künstlerische Arbeit: Insgesamt 240 Künstlerinnen und Künstlern in der ganzen Ostschweiz kann man derzeit im Atelier besuchen.

Bild: Sandra Ardizzone

(PD/rbe) Im Rahmen der Aktion «Fünfstern» sind seit Ende August Künstlerateliers in der ganzen Ostschweiz öffentlich zugänglich. Insgesamt 240 Künstlerinnen und Künstlern kann man an ihrem kreativen Arbeitsort besuchen. Nun teilt Organisatorin Brigitte Kemmann mit, dass «Fünfstern» wie geplant durchgeführt werde und bis zum 1. November dauere. Man tue dies in der aktuellen Coronasituation «mit Freude, aber die Künstlerinnen und Künstler sicherlich auch mit gemischten Gefühlen».

Nicht alle Ateliers sind immer zugänglich; die Künstlerinnen und Künstler entscheiden selber, wann und wie lange sie ihr Atelier öffnen. Auf der interaktiven Webseite kann man sich einfach einen Überblick verschaffen. Am kommenden Wochenende vom 24. und 25. Oktober kann man beispielsweise Ausflüge planen nach Bottighofen, Kreuzlingen, Wolfertswil, Diessenhofen oder Flawil sowie nach Altstätten, Lüchingen, Gais, Rehetobel oder Rorschach.

Organisatorin Brigitte Kemmann hat bei den teilnehmenden Künstlerinnen und Künstlern Rückmeldungen eingeholt. Sie zieht daraus eine positive Zwischenbilanz, wie sie schreibt: Es seien zwar insgesamt weniger Besucherinnen und Besucher gekommen, «diese sind aber länger in den Ateliers, es kommt zu vielen sehr guten Gesprächen, es ist viel Interesse vorhanden und die Verkäufe sind auch nicht ohne».

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Donnerstag, 22.Oktober – 17:07 Uhr

Kammgarn Schaffhausen stellt Betrieb bis Ende Oktober ein

(pd/miz) An der heutigen Geschäftsleitungssitzung habe man entschieden, dass die Kammgarn ihren Betrieb bis Ende Oktober einstellt. Dies schreibt das Team vom KiK Kultur im Kammgarn in Schaffhausen. Diese Entscheidung sei nicht leicht gefallen, in Anbetracht der aktuellen Situation sei der Entscheid aber sicher richtig. Wie es im November weitergeht, sofern es denn überhaupt weitergehen darf, entscheide man nächste Woche. Sollte es zu weiteren Absagen kommen, werde auf den Social-Media Kanälen, der Website und per Medienmitteilung informiert.

Aktuell sind folgende Veranstaltungen betroffen:

  • 24.10.2020: Party «Best Of 90s»
    abgesagt
  • 29.10.2020: Bierdegustation «Paar Bier a d'Schnorre Vol. 13»
    abgesagt
  • 30.10.2020: Vera Kappeler, Solo Piano «360°» 
    Ersatzdatum in Abklärung
  • 31.10.2020: Funk-Konzert «Paulo Mendonça» 
    verschoben auf den 17.10.21
Donnerstag, 22.Oktober – 16:33 Uhr

Joachim B.Schmidt liest im Literaturhaus Thurgau

(pd/miz) Am Samstag, 31.Oktober, liest der Schriftsteller Joachim B. Schmidt aus seinem neuen Roman «Kalmann» im Literaturhaus Thurgau. Die Veranstaltung in Gottlieben beginnt um 19.30 Uhr. Schmidt, geboren 1981 in Graubünden, ist Journalist, Autor von Romanen und diverser Kurzgeschichten. 2007 ist er nach Island ausgewandert, wo er mit seiner Familie in Reykjavik lebt und Touristen über die Insel führt, schreibt das Literaturhaus in seiner Ankündigung. Durch den Abend führt der Programmleiter des Literaturhauses Thurgau, Gallus Frei-Tomic. Reservationen unter www.literaturhausthurgau.ch oder +41 71 669 34 80

Schriftsteller Joachim B. Schmidt

Schriftsteller Joachim B. Schmidt

Bild: Eva Schram/Diogenes Verlag / Aargauer Zeitung

Über den Roman hat Tagblatt-Rezensent Peter Exinger geschrieben: «Nun hat Schmidt seinen vierten Roman vorgelegt. Und das in einem renommierten Schweizer Verlag, bei Diogenes. Der Name des Romans lautet wie die Hauptfigur, Kalmann. Es handelt sich um den Ich-Erzähler. Die 350 Seiten spielen in Island und handeln von einem Vermisstenfall. Am Ende des Buches liegt die Hauptperson selbst ganz unten. Nämlich unter einem toten Eisbären. Schmidt hat eine Geschichte geschrieben, die am Rande spielt. Weit entfernt von der Hauptstadt Reykjavik, weit entfernt von dem, was man Leben nennt, und doch ist dieser Roman voll Wärme, Zuversicht und Mut.»

Donnerstag, 21.Oktober – 15:49 Uhr

Zeughaus Teufen sagt Druckwerkstatt mit Gret Zellweger ab

(pd/miz) Die auf Sonntag, 25. Oktober 2020, 14 Uhr angesetzte Druckwerkstatt mit Gret Zellweger müsse man leider absagen. Ueli Vogt, Kurator des Zeughaus Teufen, schreibt weiter, er werde sobald wie möglich einen alternativen Termin anbieten. Das Zeughaus sei aber offen, am Sonntag sei möglicherweise Gret Zellweger sogar anwesend.

Da im Zeughaus privilegierte Platzverhältnisse herrschten, sei das unter Einhaltung des Sicherheitskonzepts (Aufnahme der Adressen, Masken, Distanzeinhaltung, Möglichkeiten der Handhygiene) gut zu verantworten. Man könne also ungeniert in der Wunderkammer stöbern und dadurch den Alltag bereichern.

Donnerstag, 22.Oktober – 15:25 Uhr

Vorstellungsausfall am Theater St.Gallen: Kein Corona

Mit «Zendijwa» feierte das St.Galler Tanzensemble seine erste Premiere der neuen Spielzeit.

Mit «Zendijwa» feierte das St.Galler Tanzensemble seine erste Premiere der neuen Spielzeit.

Bild: Gregory Batardon

(miz) Gestern Mittwochabend ein Schreckmoment: Auf der Homepage des Theaters St.Gallen steht: «Vorstellung abgesagt». Das Tanzstück «Zendijwa» in der Lokremise St.Gallen fällt aus. Heute gibt das Theater auf Anfrage Entwarnung: Eine Tänzerin war erkältet, worauf sie als Vorsichtsmassnahme auf Corona getestet wurde. Das Ergebnis ist negativ. Leider habe es mit der Auswertung des Tests auf Mittwochabend nicht mehr gereicht, so dass die Vorstellung «Zendijwa» vorsichtshalber gestrichen werden musste.

Ob es am Theater und im Sinfonieorchester bislang Coronafälle gab, möchte das Theater nicht sagen. Man kommuniziere Krankheitsfälle oder nicht eintretende Krankheitsfälle in der Belegschaft nicht, weil sie nicht von öffentlichem Interesse seien. Wenn aber eine Vorstellung aus irgend einem Grund abgesagt werden müsse, dann geben man diesen gerne bekannt.

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Donnerstag, 22.Oktober – 10:37 Uhr

Mittagskonzerte in St.Galler Kirche St.Laurenzen

Pianist Cornelius Claudio Kreusch.

Pianist Cornelius Claudio Kreusch.

Bild: PD

(pd/miz) «Musik zwischen Klassik und Jazz», unter diesem Titel finden ab 4.November jeden Mittwoch wieder die halbstündigen Live-Konzerte in der St.Galler Kirche St.Laurenzen statt. Jeweils eine halbe Stunde, von 12.15 bis 12.45 Uhr, treten in der Kirche verschiedene Musiker auf. Die Reihe ist geplant bis Februar 2021. Zum Auftakt spielt Pianist Cornelius Claudio Kreusch sein Programm auf dem Flügel: «Zauberberg. Eine musikalische Hommage an Thomas Mann».

Die eingehaltenen Schutzvorkehrungen (auch mit Maske für alle Teilnehmenden) und die Grösse der Kirche machen die Weiterführung der beliebten Reihe möglich, schreibt Pfarrer Hansruedi Felix.

Das Programm «Musik zwischen Klassik und Jazz» bis Ende 2020:

  • 11. November: «BERG - Folkjazz aus Norwegen, Simmental und dem Appenzell»; Fabian M. Mueller, Piano
  • 18. November: «Der Seele bleibt Platz zum Träumen»; Hannah Chaja, Sadio Cissokho Cello, Kora, Gesang
  • 25. November: «In Frieda's Küche»; Karin Fuster Gesang, Akkordeon, Gitarre, Loop
  • 2. Dezember: «Fernweh»; Barbara Hürlimann, Yuko Ishikawa Violinen
  • 9. Dezember: «orangemoon»; Roland Horni, Franziska Rohner, Dani Schmid, Marlis van der Linde, Thomas Bosshard: Bass, Piano, Trompete, Flügelhorn, Flöte, Altsaxophon, Drums
  • 16. Dezember: «Faszination Gitarre: A Song of Joy»; Lothar Theissmann Gitarre
  • 23. Dezember: «Meisterwerke für Harfe»; Joanna Thalmann Harfe
Donnerstag, 22. Oktober – 09:00 Uhr

Uraufführung eines Nachtstücks von Francisco Obieta

(pd/map) Das Vorarlberger Ensemble Pulsart hat sich in St. Gallen schon einige Male einen guten Namen für die Darstellung zeitgenössischer Musik erspielt. Nächsten Dienstag, 27. Oktober, 20 Uhr, ist es in der Reihe Contrapunkt wieder im Pfalzkeller St. Gallen zu Gast. Das Programm steht unter dem Motto «Nocturne» und ist der «Nacht und all ihren Schattierungen» gewidmet. Die Musiker aus Vorarlberg spielen Werke von Luigi Dallapiccola, Kamran Ince und Marc-Anthony Turnage. Als Uraufführung ist ein Werk des aus Argentinien stammenden und schon lange in der Region lebenden Francisco Obieta zu hören, der jüngst im Pfalzkeller seine neueste Oper «Nausikaa» vorstellte. Obieta hat ein Nachtstück mit dem Titel «A Fallout of Nightmares - A 21. Century Awakening» komponiert. In diesem Werk kommt die Nacht düster daher. Aus hoffnungsvollen Träumen eines neuen, heilbringenden Jahrtausends erwacht man jäh und merkt, dass nichts mehr ist wie gedacht. Die Kunst lebe in der Gegenwart und folge den aktuellen Geschehnissen der Zeit, schreibt der Komponist, dessen Musik sich oft aus modernen und Tango-Elementen zusammensetzt.

Der Komponist Francisco Obieta

Der Komponist Francisco Obieta

Bild: PD
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Francisco Obieta: «Als Musiker bin ich ein Logopäde der Seele»

Er könne nicht für den Kopf schreiben, sondern nur für die Herzen. Der Komponist, Dirigent und Kontrabassist Francisco Obieta hat sich mit Musik, die viele Stile vereint, einen Namen gemacht - und wird mit einem Anerkennungspreis der St.Gallischen Kulturstiftung ausgezeichnet. Dieser ist für ihn ein Applaus der Politik.
Martin Preisser
Mittwoch, 21.Oktober – 17:53 Uhr

Theagovia Theater Weinfelden sagt Premiere ab

(pd/miz) Der Vorstand des Theagovia Theaters Weinfelden sagt die Premiere ab. Wie er in einer Mitteilung schreibt, habe man sich auf Grund der stark steigenden Corona-Zahlen entschieden, die Aufführungen der diesjährigen Produktion «Zukunftsmusik» nicht durchzuführen. Covid-19 zwinge das Theater, die Aufführungen des neuen Stücks auf das kommende Jahr zu verschieben. Nur so könne man in dieser gerade sehr dynamischen Phase der Pandemie die Spieler, alle im Theaterhaus wirkenden Helfer und nicht zuletzt das Publikum wirkungsvoll vor Ansteckung schützen.

«Zukunftsmusik» soll voraussichtlich im nächsten Herbst auf die Bühne kommen, angedachter Premierentermin ist Samstag, 30. Oktober 2021.

Donnerstag, 21. Oktober 2020 – 17.21 Uhr

Urbane Landschaften auf Wadensocken

Die Socken mit St.Galler Muster sind in zwei farblichen Ausführungen erhältlich.

Die Socken mit St.Galler Muster sind in zwei farblichen Ausführungen erhältlich.

Bild: PD

(PD/rbe) Der St.Galler Illustrator und Künstler Dominik Rüegg ist für seine urbanen Landschaften bekannt. Drü Egg, so sein Künstlername, malt sie beispielsweise auf Hauswände, Badezimmerkacheln, Bücherregale oder Schaufenster. Jetzt gibt es seine charakteristischen Sujets auch auf Socken, wie es in einer Mitteilung heisst.

Rüegg hat dazu mit Thomas Gfeller aus Bern zusammengespannt, dem Geschäftsführer und Designer des Labels Thomas Jakobson. Ziel sei es gewesen, «die illustrierten Landschaften des Künstlers Drü Egg in ein Muster umzuwandeln, welches perfekt zu den Socken von Thomas Jakobson passt». Entstanden sind Wadensocken, die in Deutschland produziert werden und in zwei Farben erhältlich sind: türkis-mint-weiss und schwarz-grau-weiss.

Am 22. Oktober wird die Zusammenarbeit der zwei Gestalter im Haus zur Ameise in St.Gallen gefeiert, wo sich auch Dominik Rüeggs Atelier befindet. Ab dem 23. Oktober sind die Socken unter www.supportyourlocalartist.ch erhältlich.

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Mittwoch, 21.Oktober – 15:51 Uhr

Demotape Clinic sucht die besten Schweizer Nachwuchs-Songs

(pd/miz) Die Demotape Clinic von m4music, dem Popmusikfestival des Migros-Kulturprozent, sucht zum 23. Mal die besten Schweizer Nachwuchs-Songs. Die 60 überzeugendsten Demos, aufgeteilt in die vier Kategorien Pop, Rock, Lyrics & Beats und Electronic, werden am 25. und 26. März 2021 durch eine Jury aus Musikprofis bewertet. Bis Sonntag, 13. Dezember 2020, kann man sich anmelden auf www.m4music.ch/de/demotape-clinic/anmelden

Verliehen werden Fondation-Suisa-Awards im Gesamtwert von 17'000 Franken, heisst es in der Ausschreibung. Daneben profitieren die Gewinner*innen von Radio-Airplay, Festival-Auftritten, Publizität in der Schweizer Musikszene und einem Coaching durch «Double», der Mentorats-Plattform des Migros-Kulturprozent.

Mittwoch, 21.Oktober – 15:02 Uhr

Liedermacherfestival in Rorschach

Liedermacherfestival «Liederlich»: eine Bühne, ein Abend, vier Künstler.

Liedermacherfestival «Liederlich»: eine Bühne, ein Abend, vier Künstler.

PD

(gen/pd) Am Freitag, 23. Oktober, 20 Uhr, findet im Würth-Haus in Rorschach das Liedermacherfestival «Liederlich» statt. Mit dabei ist Manuel Stahlberger. Der manchmal tief-, oft un- und meistens feinsinnige St. Galler trifft an diesem Abend auf Uta Köbernick, die laut eigenem Bekunden scheinintegrierte Zürcherin aus Ostberlin. Beide Kabarettisten sind Preisträger des Salzburger Stiers.

Der dritte im Bunde, Christian J. Käser stammt aus Herisau und ist das Improvisationstalent der Schweizer Liedermacherszene. Aus dem Stegreif und auf Zuruf des Publikums lässt er auf beeindruckende Weise spontane Lieder entstehen. Reto Zeller, alljährlicher Gastgeber des Festivals, führt wie gewohnt durch die Show und gibt dem Ganzen mit seinen verschrobenen Liedern den letzten Schliff.

Freitag, 23. Oktober, 20.00 Uhr, CHF 30.–; Tickets im Würth Haus Rorschach oder unter
w w w. seetickets. ch.


Mittwoch, 21.Oktober – 8:58 Uhr

Gare de Lion sagt alle Veranstaltungen 2020 ab – zwei werden online als Livestream durchgeführt

(pd/miz) Aufgrund der neuen Massnahmen, die der Kanton St.Gallen letzten Freitag beschlossen hat, müssen vorläufig alle Veranstaltungen im Gare de Lion abgesagt werden. «Insbesondere das Tanzverbot und die ausschliesslich sitzend zu erfolgende Konsumation machen uns einen gewaltigen Strich durch die Rechnung», schreibt das Team des Kulturbahnhofs in Wil in einer Mitteilung. An einen ausgelassenen Party-, Tanz- oder Konzertabend sei derzeit nicht zu denken.

Man habe Verständnis für die getroffenen Massnahmen, die dem Schutz aller dienen, dennoch könne der Betrieb im Gare de Lion unter diesen Umständen nicht aufrecht erhalten werden.

Folgende Veranstaltungen werden online als Livestream durchgeführt und können auf der Website unter www.garedelion.ch verfolgt werden:
- 24.10.2020, BandXost Qualifikation
- 30.10.2020, OJK Jazz Jam Session

Mittwoch, 20.Oktober – 08:30 Uhr

Neue Coronamassnahmen am Theater Konstanz

Neu gilt hier eine Maskenpflicht: Blick in den coronabedingt ausgebeinten Zuschauerraum des Theaters Konstanz.

Neu gilt hier eine Maskenpflicht: Blick in den coronabedingt ausgebeinten Zuschauerraum des Theaters Konstanz.

Bild: Ilja Mess

(pd/gen) Aufgrund der Ausrufung der Pandemiestufe 3 in Baden-Württemberg muss die Bewirtung vor den Vorstellungen im Stadttheater Konstanz bis auf Weiteres eingestellt werden, wie das Theater in einer Mitteilung schreibt.

Außerdem besteht im Stadttheater neu nicht mehr nur auf den Begegnungswegen im Foyer und im Treppenhaus sowie beim Betreten und Verlassen des Zuschauerraumes Maskenpflicht, sondern auch auf den Zuschauerplätzen während der Vorstellungen oder der öffentlichen Proben.

In den Spielstätten «Werkstatt» und «Spiegelhalle» kann aufgrund des geringeren Zuschaueraufkommens während der Vorstellung die Mund-Nasenschutz-Maske abgenommen werden.

Dienstag, 19.Oktober – 18:11 Uhr

Experimentelle Ausstellung in der Kunsthalle Ziegelhütte in Appenzell

Das Logo der experimentellen Ausstellung «APP'N'CELL NOW».

Das Logo der experimentellen Ausstellung «APP'N'CELL NOW».

Screenshot Kunsthalle Ziegelhütte

(pd/gen) Vom 15. November 2020 bis 14. März 2021 gewährt die Kunsthalle Ziegelhütte in Appenzell unter dem Titel «APP’N’CELL NOW» einen Einblick in die Reichhaltigkeit der zeitgenössischen «Kunstszene» im Appenzellerland.

Grundlage für das experimentelle Format bilden zwei Listen von den Kulturämtern der Halbkantone AI und AR. Dort sind 126 Künstlerinnen und Künstler verzeichnet (AI: 38; AR: 88), die im Appenzellerland geboren sind, die aktuell hier arbeiten oder die in besonderer Weise mit der Kunstlandschaft verbunden sind – und die bereits auf die eine oder andere Weise von den Kantonen gefördert wurden. Von den 126 eingeladenen Kunstschaffenden nehmen 57 an dem Experiment teil.

Wie die Kunsthalle Ziegelhütte mitteilt, soll die Ausstellung ohne übergeordnetes Konzept, ohne Jury, ohne Hierarchie funktionieren. «APP’N’CELL NOW» solle ein Ort sein, an dem sich Künstlerinnen und Künstler treffen, kommunizieren können – untereinander und mit dem Publikum. Nicht nur Kunstwerke sollen präsentiert, sondern auch Vernetzungen, Diskurse, Kooperationen in Gang gesetzt werden, welche das grosse künstlerische Potenzial der Kulturregion Appenzellerland zumindest temporär sichtbar werden lasse.

Die Hoffnung der Kunsthalle Ziegelhütte wäre, mit «APP’N’CELL NOW» eine öffentlich-private Partnerschaft zu initiieren, die in Zukunft eine Präsenz der vielfältigen Kunstszenen in einer «Kunsthalle für das Appenzellerland» ermöglicht.

Dienstag, 19.Oktober – 16:09 Uhr

Traditionelle St.Galler Herbstauktion nur online und schriftlich

Diese Alpabfahrt von Babeli Giezendanner, wird auf 3000 bis 4000 Franken geschätzt.

Diese Alpabfahrt von Babeli Giezendanner, wird auf 3000 bis 4000 Franken geschätzt.

Screenshot/Beurret & Bailly Auktionen/Galerie Widmer

(pd/gen) Aufgrund der aussergewöhnlichen Situation führt Beurret & Bailly Auktionen/Galerie Widmer dieses Jahr die traditionelle St. Galler Herbstauktion ausnahmsweise nur online und schriftlich durch. Alle Objekte werden in der Vorbesichtigung, vom 5. bis zum 10. November in St. Gallen ausgestellt. Im Angebot sind nur zehn Werke, die alle von Ostschweizer Künstlerinnen und Künstlern stammen.

Die Toggenburger Senntummalerin Babeli Giezendanner (1831-1905) ist mit einer Alpabfahrt vertreten, ihr Lehrmeister Johannes Müller ((1806-1897) mit einem Bauernhof. Nicht fehlen dürfen Carl August Liner (1871-1946) und sein Sohn Carl Walter Liner (1914-1997), von denen je zwei Werke in den Verkauf gelangen. Von Hans Zeller (1897-1983) ist eine Appenzeller Landschaft mit Säntis und das Porträt einer Innerrhoderin in Sonntagstracht im Angebot.

Die St.Galler Jugendstilmalerin Martha Cunz (1876-1961) ist mit zwei Landschaften vertreten. Von der Thurgauer Künstlerin Helen Dahm(1878-1997), die kürzlich im Thurgauer Kunstmuseum eine grosse Einzelausstellung hatte, wird ein Weihnachtskaktus versteigert, und von der Appenzellerin Sibylle Neff (1920-1969) stammt «Bauernfamilie vor Hof».

Vorbesichtigung: Unterstrasse 11, St.Gallen, Donnerstag, 5. und Freitag, 6. November, von 11 bis 17 Uhr; Samstag, 7. und Sonntag, 8. November, von 11 bis 16 Uhr; Montag, 9. und Dienstag, 10. November, von 11 bis 17 Uhr
Auktionsstart: Am Donnerstag, 5. November, wird der Katalog auf der Online-Auktionsplattform invaluable.com veröffentlicht mit der Möglichkeit, sich im Internet für die Auktion anzumelden und Gebote abzugeben. Gebote können bis zum 10. November um 12 Uhr ebenfalls schriftlich unterbreitet werden.
Auktionsende: Mittwoch, 11. November, ab 11 Uhr

Dienstag, 19.Oktober – 11:50 Uhr

Kulturamt Thurgau fördert zwei Musikprojekte

Micha Stuhlmann bei der Auffführung von« Ohrmuscheln auf Treibsand» im Februar 2020.

Micha Stuhlmann bei der Auffführung von« Ohrmuscheln auf Treibsand» im Februar 2020.

PD

(pd/gen) Im Januar 2020 hat das Kulturamt Thurgau die Ausschreibung «KosmosMusik Thurgau» zur Förderung von innovativen, partizipativen und genreübergreifenden Musikprojekten im Kanton Thurgau lanciert. Bis am 30. Juni 2020 sind acht Projekte eingegangen, welche von einer Fachjury beurteilt wurden. Eine fünfköpfige Fachjury hat zwei Projekte ausgewählt.

Ausgezeichnet wurde das Musiktheaterprojekt «Chronik eines Aussterbens oder der innere Klang» von Micha Stuhlmann und Beat Keller sowie die Konzertreihe «NOEISE» für zeitgenössische Musik des Trompeters Christoph Luchsinger.

Micha Stuhlmann und Beat Keller.

Micha Stuhlmann und Beat Keller.

Mario Gaccioli

Das interdisziplinäre Projekt «Chronik eines Aussterbens oder der innere Klang» wird als Freilichtspiel mit Beteiligung eines Thurgauer Chors im Frühling 2022 im Schreckenmoos in Kreuzlingen aufgeführt. In einer Performance verbinden Micha Stuhlmann und Beat Keller Musik, Theater und Tanz. Das Projekt wird zudem filmisch festgehalten.

Christoph Luchsinger konzipiert eine innovative Konzertreihe, die zeitgenössische Musik einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen will und an unkonventionellen Orten stattfindet. Geplant sind bisher drei Programme, die in der Saison 2021/22 zur Aufführung gelangen.

Dienstag, 19.Oktober – 11:00 Uhr

Gesang und Trommel im Alten Zeughaus Herisau

Die beiden Schweizer Jazzgrössen Andreas Schaerer und Lucas Niggli spielen am Freitag im Alten Zeughaus Herisau.

Die beiden Schweizer Jazzgrössen Andreas Schaerer und Lucas Niggli spielen am Freitag im Alten Zeughaus Herisau.

PD

(pd/gen) Die Stimme und die Trommel sind die beiden archaischsten Instrumente der Musik. Die beiden weitgereisten Schweizer Jazzmusiker Andreas Schaerer (Stimme) und Lucas Niggli (Trommel) bringen beides zusammen. Am Freitag, 23. Oktober, 20.30 Uhr, spielen sie auf Einladung von «Kultur is Dorf» im Alten Zeughaus Herisau. Wie die Veranstalter schreiben, spielten Schaerer und Niggli eine freie und doch sehr präzise Improvisationsmusik, die keine dogmatischen Grenzen kenne und direkt auf und unter die Haut gehe.

Dienstag, 19.Oktober – 10:25 Uhr

St.Galler Digitalfestival «Sankt Elektronika» abgesagt

(pd/gen) Wegen den jüngsten epidemiologischen Entwicklungen wird das digitale Festival «Sankt Elektronika», das vom 29. Oktober bis 2. November in der St. Galler Innenstadt hätte stattfinden sollen, in Rücksprache mit der Stadt St.Gallen abgesagt. Dies teilen die Veranstalter Lukas Hofstetter und Marc Frischknecht mit. Einzelne Workshops und Veranstaltungen werden aber dennoch durchgeführt.

Trotz der Absage des Gesamtanlasses stünden die beiden Veranstalter und die Stadt St.Gallen als Hauptpartner nach wie vor hinter dem Festival und dem Konzept. Die Stadt bedaure die Absage ebenfalls. Trotz Absage sehe die Stadt grosses Potenzial in diesem Anlass und prüfe mit den Veranstaltern eine Durchführung im Jahr 2021 im Rahmen der nationalen Digitaltage.

Veranstaltungen und Workshops, die trotzdem stattfinden:

  • Learning Labs St.Gallen, 29.10 bis 3.11., Online & Startfeld Innovationszentrum
  • Einführung 3D-Drucker,  Donnerstag, 29.10., 17 – 18 Uhr, Kulturbüro
  • Stadt zum Mitmachen, nachhaltige Stadtentwicklung dank digitaler Partizipation, Freitag, 30.10., 17 – 18 Uhr, Onlineveranstaltung, Anmeldung hier.
  • Data Café, Samstag, 31.10., 9 – 13 Uhr, Bärenplatz
  • Digitale Kunstinstallation «5x14» von Lucid, 27.10 bis 02.11., Rathaus
Montag, 19.Oktober – 18:55 Uhr

Palace St.Gallen will das Beste aus den neuen Coronavorschriften machen: Leise Kritik am kantonalen Tanzverbot, Konzert abgesagt

(pd/vre) Das Palace reagiert in seinem Newsletter auf die Verschärfung der Coronaregeln durch den Kanton. Obwohl dies fürs Kulturzentrum in St.Gallen einschneidend sind, wollen die Verantwortlichen «nicht gleich den Kopf in den Plüschsessel stecken», auch wenn ein Palace ohne Tanz schwer vorstellbar sei. Man werde den Umgang mit den neuen Regeln im Team diskutieren und versuchen, das Beste daraus zu machen.

Das Palace-Team verstehe den Ernst der Lage und stehe auch hinter einer Verschärfung der Corona-Schutzmassnahmen, heisst es im Newsletter weiter. Kritik übt es allerdings am Bild, das die Regierung von Tänzerinnen und Tänzern als «unsittlich, lüstern und unehrlich» hat. Das Palace-Team hofft, dass sich der Regierungsrat dann auch solidarisch mit der Kultur zeige und sich für den Erhalt einer lebendigen Nachtkulturszene einsetze - etwa mit Ausweitung der Kurzarbeit oder Finanzierungshilfen.

Die deutsche Band Fehler Kurti wird nun nicht am 24.Oktober im Palace St.Gallen auftreten.

Die deutsche Band Fehler Kurti wird nun nicht am 24.Oktober im Palace St.Gallen auftreten.

Bild: PD/Peter Neusser

Aufgrund der aktuellen Lage abgesagt hat das Palace die Alien-Transistor-Night vom kommenden Samstag mit den drei deutschen Bands Fehler Kuti, Saroos und Joasihno. Die derzeitige Coronalage lasse die Durchführung des Konzerts nicht zu. Das Palace-Team bemüht sich aber, einen Ersatztermin dafür im kommenden Jahr zu finden. Alle bereits gekauften Tickets behielten ihre Gültigkeit, könnten aber natürlich auch zurückgegeben werden, heisst es im Newsletter des Kulturzentrums.

Detaillierte Infos zum Palace-Programm gibt's im Internet.

Montag, 19.Oktober – 14:41 Uhr

Vernissage in St.Gallen abgesagt, Ausstellung findet aber statt

(pd/miz) Die Ausstellung der schönsten Bücher aus der Schweiz, Deutschland und Österreich hätte am Donnerstag, 22.Oktober mit einer Vernissage im Raum für Literatur in der Hauptpost St.Gallen eröffnet werden sollen. Die Vernissage wurde nun abgesagt, wie der Kanton mitteilt. Die Ausstellung findet statt, zu besichtigen ist sie ab 23.Oktober. Die Kantonsbibliothek Vadiana St.Gallen präsentiert in der Bibliothek Hauptpost die im laufenden Jahr ausgezeichneten schönsten Bücher aus der Schweiz, Deutschland und Österreich.

Montag, 19.Oktober – 13:30 Uhr

Noonday-Konzert im Eisenwerk Frauenfeld abgesagt

(pd/miz) Auf ihrer Homepage steht zwar noch «Yeah, es geht wieder los», doch das stimmt nur bedingt. Die Band Noonday aus der Region Frauenfeld hätte am Donnerstag, 22.Oktober, im Eisenwerk Frauenfeld auftreten sollen. Jetzt wurde das Konzert von der Band abgesagt beziehungsweise in den Frühling 2021 verschoben, wie das Eisenwerk Frauenfeld mitteilt.

Die Band Noonday aus der Region Frauenfeld hat ihr Konzert im Eisenwerk Frauenfeld auf Frühling 2021 verschoben.

Die Band Noonday aus der Region Frauenfeld hat ihr Konzert im Eisenwerk Frauenfeld auf Frühling 2021 verschoben.

Bild: PD

Die Führung durch die Kunstausstellung im Shed im Eisenwerk Frauenfeld am selben Abend findet jedoch statt. Die Künstlerin Karin Reichmuth erzählt am 22.Oktober um 19.30 Uhr auf einem Rundgang durch ihre Ausstellung «Ich werde, Du wirst, es wirrt» // «Dasein und andere Orte» von ihrem Arbeitsprozess in der Werkstatt in Carrara in Italien und dem Entwickeln des Ausstellungs-Konzeptes für den Shed. Mirjam Wanner führt durch den Rundgang und das Gespräch.

Montag, 19.Oktober – 12:58 Uhr

Theaterkabarett in Kreuzlingen findet trotzdem statt

(pd/miz) Trotz zweiter Welle, mit Abstand und Maskenpflicht, bietet das Kreuzlinger Theater an der Grenze «feinstes Schweizer Theaterkabarett». Wie das kleine Theater mitteilt, spielt am Freitag, 23.Oktober das Duo «Pasta del Amore». Und eine Woche später, am 30.Oktober, tritt das Schauspieler-Duo Strohmann-Kauz auf mit «Sitzläder – der letzte Stammtisch».

«Pasta del Amore», das Schauspieler-Duo Bruno Maurer und Christian Gysi, zeigt am 23.10. um 20 Uhr sein Programm «Show zäme» auf Mundart. Darin verschwinden die Grenzen der einzelnen Genres, heisst es in der Ankündigung. Mit einer gehörigen Portion Selbstironie und Spielfreude setzen Pasta del Amore alles um, was ihnen an theatralen Darstellungsformen über den Weg läuft.

Das Schauspieler-Duo Strohmann-Kauz (alias Rhaban Straumann und Matthias Kunz) spielt am 30.10. um 20 Uhr sein Mundart-Programm «Sitzläder – der letzte Stammtisch». Darin lassen die beiden die rüstigen Senioren Ruedi und Heinz aus dem Altersheim abhauen und in ihre alte, längst geschlossene Stammbeiz einsteigen. Dort begegnen sie neuen Bewohnern und alten Bekannten. Strohmann-Kauz erzählen eine Geschichte über Erinnerungen und Leidenschaft, entlebte Dorfkerne und Innenstädte, über junge Nostalgie, echte Freundschaft und alte Kampfbereitschaft, so die Ankündigung.

Wegen der Pandemie-Vorsichtsmassnahmen sollte der Vorverkauf z.B. über Kreuzlingen-Tourismus oder Starticket.ch genutzt werden. Es stehen im Theater an der Grenze nur 36 Plätze zur Verfügung, schreiben die Veranstalter. Im Theater gilt Maskenpflicht.

Freitag, 16. Oktober – 18:13 Uhr

«Goldiga Törgga» 2020 für Clownin Gardi Hutter

Die 67-jährige Gardi Hutter ist in Altstätten aufgewachsen.

Die 67-jährige Gardi Hutter ist in Altstätten aufgewachsen.

PD

(pd/gen) Die Rheintaler Kulturstiftung zeichnet dieses Jahr die Clownin, Schauspielerin und Autorin Gardi Hutter mit dem mit 15000 Franken dotierten «Goldiga Törgga» (goldener Maiskolben) aus. Der Preis wird für ausserordentliche Leistungen von Rheintaler Kulturschaffenden oder Künstlerinnen und Künstlern mit Rheintaler Wurzeln verliehen. Gardi Hutter ist in Altstätten aufgewachsen. Die öffentliche Preisverleihung findet am 5. November aufgrund von Covid-19 in kleinem Rahmen im Kinotheater Madlen in Heerbrugg statt. Fürs grosse Publikum wird die Preisverleihung als Live-Stream auf Youtube oder Facebook übertragen.

Freitag, 16. Oktober – 15:22 Uhr

Literarische Leckerbissen mit Hildegard Keller

Hildegard Keller und Christof Burkard.

Hildegard Keller und Christof Burkard.

PD

Am Mittwoch, 28. Oktober, um 19 Uhr, lädt die Gesellschaft für deutsche Sprache und Literatur im Raum für Literatur in St.Gallen zu einem Abend ein, an welchem Weltliteratur in Form von Leckerbissen präsentiert wird. «Frisch auf den Tisch» ist der zweite Band der Edition Maulhelden. Hildegard Keller ist die Autorin und Illustratorin der elf Porträts von Leibdichterinnen und -dichtern, Christof Burkard ist der Urheber der zwölf Rezepte. Im Zentrum des Abends stehen die im Buch vorgestellten Frauen, von Rosa Luxemburg über Alfonsina Storni und Hannah Arendt bis zu Ingeborg Bachmann.

Während Hildegard Keller aus «Frisch auf den Tisch» vortragen wird, serviert Christoph Burkhard im anschliessenden Apéro - quasi als Zwischen- oder Nachgang - selbst gebackene Flammkuchen, passend zu den Texten. Die Literaturwissenschafterin und ihr «Störkoch» werden aber auch frisch von der Leber weg erzählen, was es mit dem wahren Maulheldentum auf sich hat.

Lesung und Apéro 28.10., 19 Uhr, Raum für Literatur, Hauptpost St-Gallen
Eintritt Fr.15.-, ermässigt Fr. 10.-

Freitag, 16. Oktober – 12:21 Uhr

Stipendiaten der Dogo Residenz in Lichtensteig stellen aus

Stadtbrücke Lichtensteig.

Stadtbrücke Lichtensteig.

PD/Sascha Erni

(pd/gen) Vom 14. bis 28. November findet im denkmalgeschützten Industriebau Stadtbrücke in Lichtensteig die Ausstellung «Dogo Totale – In Relation» statt. Die Arbeiten von 9 Künstlerinnen und Künstlern aus der Schweiz und Deutschland setzen sich mit einer Vielfalt an Themen wie beispielsweise Privatsphäre, Mensch und Pilz oder die Arbeit als Künstlerin unter den Voraussetzungen einer anhaltenden Pandemie auseinander und machen sichtbar, was über das Jahr in der Dogo Residenz für Neue Kunst entstanden ist. Dabei löst sich die Ausstellung vom Anspruch, abgeschlossene Antworten und monokausale Erklärungen zu liefern.

Neben der Ausstellung gibt es ein vielfältiges Rahmenprogramm mit Konzerten von Big Zis, Elio Ricca, einer Performance von Tobias Rüetschi oder Rundgängen unter Covid-Schutzbestimmungen.

Sa, 14.11., ab 18 Uhr Vernissage;19.30 Uhr: Performance Tobias Rüetschi, 21 Uhr: Big Zis (Konzert: Fr. 20.-); 22.30 Uhr: Young Porno Büsi (Afterparty)
So, 22.11., 14 – 17 Uhr, Rundgang 14 Uhr
Sa, 28.11.2020, ab 18 Uhr Finissage und Rundgang; 19 Uhr: Essen

Freitag, 16. Oktober – 10:16 Uhr

Filmclub für Kinder in der St.Galler Bibliothek Katharinen

Der neue Filmclub in der Stadtbibliothek Katharinen in St.Gallen will Kinder fürs Kino begeistern.

Der neue Filmclub in der Stadtbibliothek Katharinen in St.Gallen will Kinder fürs Kino begeistern.

Peter Appius

(pd/gen) Die Stadtbibliothek Katharinen in St.Gallen startet im November mit einem Filmclub. An vier Nachmittagen im November und Dezember schauen die Kinder von acht bis zwölf Jahren sich in der Kinder- und Jugendbibliothek einen Film an. Anschliessend diskutieren sie gemeinsam über Inhalt und Form des Filmes und werden auch selbst kreativ.

Geleitet wird der Filmclub von Bibliotheksmitarbeiter Marco Albini, der durch die Lernenden der Stadtbibliothek unterstützt wird. In seiner Freizeit schreibt er regelmässig Rezensionen für das Online-Filmmagazin «OutNow.CH», moderiert einen Film-Podcast und ist ein begeisterter Sammler von Filmfiguren und Sammelstücken. Letztes Jahr war ein Teil seiner Sammlung in der Ausstellung «Filmwelten» in der Stadtbibliothek zu bewundern. Marco Albini ist seit seiner Kindheit fasziniert von der Filmwelt und freut sich, sein Wissen und seine Begeisterung zu teilen.

Im ersten Zyklus trifft sich der Film-Club an vier Mittwochnachmittagen (4.11, 18.11., 2.12., 16.12.). Die Anmeldefrist läuft bis 31. Oktober 2020, die Teilnehmerzahl ist auf zehn Kinder beschränkt. Die Kinder- und Jugendbibliothek plant den Filmclub im nächsten Jahr weiterzuführen und auch andere Altersgruppen anzusprechen.

Weitere Informationen und das Anmeldeformular finden sich auf www.bibliothek.stadt.sg.ch.

Donnerstag, 15. Oktober – 19:01 Uhr

Brunnenkunst im St.Galler Kunstraum Auto ex Nextex

Der KunstraumAuto ex Nextex befindet sich im Haus zum Auto an der Wassergasse 47 in St.Gallen .

Der KunstraumAuto ex Nextex befindet sich im Haus zum Auto an der Wassergasse 47 in St.Gallen .

Nik Roth

(pd/gen) Im St.Galler Kunstraum Auto ex Nextex, der von Visarte Ostschweiz betrieben wird, stellen vom 22. Oktober bis am 15. November unter dem Titel «Remixing: Öffentlichkeit, Brunnen und andere Geschichten» sieben Ostschweizer Kunstschaffende aus.

Barbara Brülisauer, Andy Guhl, Marc Norbert Hörler, Frank Keller, Thi My Lien Nguyen und Marion Täschler wählten je einen Brunnen als Ausgangspunkt für eine künstlerische Arbeit. Entstanden sind neue Arbeiten von Fotografie über Film bis zu Performance, Installation und Publikation. Im Rahmen der Ausstellung findet ein Steinaufzug und eine Steinsetzung mit Andy Guhl und eine Podiumsdiskussion statt.

Wie die Kuratorinnen in einer Mitteilung schreiben, entstand die Idee zur Ausstellung aus der Beobachtung heraus, dass Brunnen unter den Kunstwerken im öffentlichen Raum einen besonderen Platz einnehmen, da sie eine funktionale Aufgabe mit Kunst verbinden. In den Städten zieren Brunnen Plätze, sind Versammlungsort und laden zum Verweilen ein. In Dörfern haben sie, nebst den Kirchen, einen ortsbildenden Charakter.

Vernissage Donnerstag 22. Oktober,19 bis 22 Uhr.

Donnerstag, 15. Oktober – 17:42 Uhr

Thurgauerin vertritt Ostschweiz an der Jungkunst 2020

Jungkunst-Logo 2020.

Jungkunst-Logo 2020.

PD


(pd/gen) Vom 22. bis 25. Oktober findet in der Industriehalle 53 in Winterthur zum 14. Mal die Jungkunst statt, eine Ausstellung für Nachwuchskünstlerinnen, die nicht älter als 35 Jahre alt sind. Bei der Ausgabe 2020 machen 20 Kunstschaffende aus der der ganzen Schweiz mit, die von einer Fachjury ausgewählt wurden und für welche Kunst nicht nur Hobby, sondern Lebensmittelpunkt ist. Die einzige Teilnehmerin aus der Ostschweiz ist die 26-jährige Thurgauerin Lina Maria Sommer, die in Weiern und in Zürich lebtund arbeitet.

Lina Maria Sommer.

Lina Maria Sommer.

PD

Dank viel Platz sowie Maskenpflicht kann das Festival trotz Pandemie stattfinden. Alle Infos zum Schutzkonzept gibt es hier: www.jungkunst.ch/covidinfo. Wie die Veranstalter schreiben, träfen viele Arbeiten den Zeitgeist und setzten sich mit der Klimakrise auseinander, übten auf mehreren Ebenen Gesellschaftskritik oder deckten Unbeachtetes auf. Malerei und Installationen setzten den diesjährigen Trend an der Jungkunst.

An den vier Festivaltagen wird ausserdem ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm geboten: Tanz, Klang, Theatersport, Konzerte und Live-Radio mit Künstlerinnen-Interviews. Mit dabei sind Andrina Bollinger, Femi Luna, Radio Stadtfilter und in Zusammenarbeit mit dem Theater am Gleis performen Badumts, das Ensemble TaG, die Tänzerin Naomi Kamihigashi, das Ensemble Le Pli und das Merge Dance Collective.

Eines der Werke Lina Maria Sommers.

Eines der Werke Lina Maria Sommers.

PD
Donnerstag, 15. Oktober – 10:53 Uhr

Hans Josephsohn-Ausstellung in Schaffhausen verlängert

Hans Josephsohn hätte dieses Jahr seinen 100. Geburtstag gefeiert.

Hans Josephsohn hätte dieses Jahr seinen 100. Geburtstag gefeiert.

Trix Niederau

(pd/gen) Die Sonderausstellung zum 100. Geburtstag des Schweizer Bildhauers Hans Josephsohn (1920–2012) im Museum zu Allerheiligen Schaffhausen wird aufgrund des erfreulichen Publikums- und Medieninteresses noch um eine Woche bis zum 22. November 2020 verlängert. Unter dem Titel «Schauen ist das Wichtigste» werden Arbeiten Josephsohns aus den 1950er bis in die 2000er Jahre gezeigt.

Öffnungszeiten: Di – So 11 – 17 Uhr, www.allerheiligen.ch

Mittwoch, 14. Oktober – 20:56 Uhr

Renato Kaiser springt in der St. Galler Kellerbühne ein

Renato Kaiser springt in die Bresche: mit einer Zusatzvorstellung seines neuen Programms «Hilfe!» am 22.10. in der St. Galler Kellerbühne.

Renato Kaiser springt in die Bresche: mit einer Zusatzvorstellung seines neuen Programms «Hilfe!» am 22.10. in der St. Galler Kellerbühne.

Bild: pd

(pd/bk.) Die aktuelle Covid-19-Lage macht Reisen wieder schwierig und führt zu kurzfristigen Absagen: So kann Ulrich Michael Heissig alias Irmgard Knef aus Berlin nächste Woche wegen der neuen Quarantäneregelung nicht in der St. Galler Kellerbühne auftreten. Geplant war ein dreitägiges Gastspiel von Donnerstag 22. bis und mit Samstag 24. Oktober. Hilfe kommt prompt – in Gestalt des Satirikers Renato Kaiser. Er wird am 22. Oktober eine Zusatzvorstellung seines neuen Programms «Hilfe!» geben, Ehrensache. Schon diese Woche macht er damit Station in der Kellerbühne; die Vorstellungen sind allerdings bereits komplett ausverkauft.

Mittwoch, 14. Oktober – 18:30 Uhr

Thurgauer Künstler performen im Fünfeckpalast in Trogen

Die Künstler René Schmalz und Gabriella Gombas beim Vorbereiten ihrer Performance in der Zellweger-Wohnung.

Die Künstler René Schmalz und Gabriella Gombas beim Vorbereiten ihrer Performance in der Zellweger-Wohnung.

pd/Dieter Langhart

(pd/gen) Die Künstler René Schmalz und Gabriella Gombas aus Gottlieben erwecken die Wohnung der Textilhändlerdynastie Zellweger im Fünfeckpalast in Trogen vorübergehend zum Leben. Sie wird unter dem Titel «Zoologie der Träume» zum Schauplatz von Interventionen in Form von Hautzeichnungen, Tiermasken und Fotografien. Die Vernissage findet am Freitag, 16. Oktober um 18.30 Uhr im Kulturraum des Fünfeckpalastes statt mit einer Begrüssung durch Heidi Eisenhut, der Leiterin der Kantonsbibliothek Appenzell Ausserrhoden. Im Anschluss folgt die Performance «Den Zellwegern HAUTNAH». Ausserdem ist im Innenhof des Fünfeckpalastes vom 16. Oktober bis 16. November eine Fotoinstallation zu sehen (Eintritt frei).

Das Projekt begleitet der Kulturjournalist Dieter Langhart mit einer Zeitung, die im Kanton Appenzell Ausserrhoden und an ausgewählten Orten in der Ostschweiz aufliegt. Ein PDF der Zeitung findet man auf schmalz-gombas.ch

Sa, 31.,Oktober, 17 Uhr, Künstlergespräch mit Schmalz/Gombas; Führung durch die Zellweger-Wohnung mit Heidi Eisenhut; Eintritt frei, max. zehn Personen. Anmeldung erforderlich: 071 558 08 91, kontakt@schmalz-gombas.ch

Mittwoch, 14. Oktober – 12:36 Uhr

Finissage und Workshop mit der Thurgauer Künstlerin Olga Titus

Olga Titus stellt in der Kunsthalle Wil ausMichel Canonica / TAGBLATT

Olga Titus stellt in der Kunsthalle Wil aus
Michel Canonica / TAGBLATT

Michel Canonica

(pd/gen) Am Sonntag, 18. Oktober, ist der letzte Tag von Olga Titus' Ausstellung «Show del Masai» in der Kunsthalle Wil. Infolge der ansteigenden Infektionszahlen findet keine offizielle Finissage statt. Zwischen 11 und 16 Uhr ist es aber möglich, die Ausstellung zu besuchen und mit der Künstlerin und Sonja Rüegg, der Leiterin der Kunsthalle Wil, ins Gespräch zu kommen. Titus, die in Sulgen aufgewachsen ist, hat mit ihren textilen, collageartigen Bildwelten und mit geschredderten, dreidimensionalen Objekten, die Kunsthalle in einen exotischen Garten verwandelt.

Teil der Wiler Ausstellung sind auch Paillettenbilder. Im Rahmen eines Erwachsenen-Workshops im Forum Würth in Rorschach am 22. Oktober von 18 bis 20.30 Uhr, wird Olga Titus ihre langjährige Arbeit mit Stoffen und Motiven aus aller Welt vorstellen. Ausserdem erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit, ihr Porträt auf Paillettenstoffen zu verewigen (Kosten Fr. 50.-, inkl. Material). Anmeldung bis 2 Tage vor der Veranstaltung unter rorschach@forum-wuerth.ch

Die Kunsthalle Wil ist auch am Donnerstag, 15. Oktober und Freitag, 16. Oktober, von 16 bis 19 Uhr und am Samstag, 17. Oktober von 11 bis 14 Uhr geöffnet.

Mittwoch, 14. Oktober – 09:10 Uhr

Thurgauer Autor Stefan Keller liest im Palace St.Gallen

Stefan Keller hat eine kleine Weltgeschichte des Arbeitens im Kanton Thurgau geschrieben.

Stefan Keller hat eine kleine Weltgeschichte des Arbeitens im Kanton Thurgau geschrieben.

Reto Martin

Am Dienstag, 20. Oktober, findet im St. Galler Palace im Rahmen der Erfreulichen Universität eine Lesung und ein Gespräch mit dem dem Thurgauer Historiker Stefan Keller statt. Für sein jüngstes Buch «Spuren der Arbeit» trug er aus Lokalblättern, Tagebüchern, Gerichtsakten und Briefwechseln die Schicksale von arbeitenden Menschen zusammen. Seine gross angelegte historische Reportage zeigt 200 Jahre Geschichte der Arbeit exemplarisch im Kanton Thurgau.

Cover von Stefan Kellers Buch «Spuren der Arbeit».

Cover von Stefan Kellers Buch «Spuren der Arbeit».

PD

Man erfährt von Stickern und Nachstickerinnen, von Eisengiessern, Knechten und Mägden, von Kinderarbeit, Hungersnot und dem Glück von Textilkaufleuten am anderen Ende der Welt, von jungen Italienerinnen, die in wilde Streiks treten und von der Feuerwehr abgespritzt werden. Erfolgsgeschichten, Rückschläge, Wirtschaftskrisen, revolutionäre Umtriebe, soziale Umwälzungen – ein weit aufgespanntes Panorama, konsequent von den Menschen und ihren Biografien her erzählt.

Tür 19.45 Uhr, Beginn 20:15 Uhr, Kollekte; Um möglichst vielen Menschen die Teilnahme an den Veranstaltungen im Palace zu ermöglichen, wird gebeten, eine Maske zu tragen.

Dienstag, 13. Oktober – 17:56 Uhr

St.Galler Tanzkompagnie Rotes Velo zeigt «Terra Incognita»

Odyssee durch Raum und Zeit: «Terra Incognita», das neue Stück der Tanzkompagnie Rotes Velo.

Odyssee durch Raum und Zeit: «Terra Incognita», das neue Stück der Tanzkompagnie Rotes Velo.

PD

(pd/gen) Die St.Galler Tanzkompagnie Rotes Velo gastiert mit ihrem neuen Stück Terra Incognita am 20. und 21. Oktober in St.Gallen und am 1. November in Herisau. Die Heldenfigur Sheohe begibt sich darin auf eine Odyssee durch Raum und Zeit, als noch Drachen und Seeschlangen den Kartographen dazu dienten, unerforschte Gebiete darzustellen. Ein orakelhaften Traum ermutigt die Figur, vom Geburtsort wegzugehen und die Welt zu erkunden. In einer Mitteilung schreibt die Kompagnie, dass das Stück auf der Hypothese basiere, dass jede Lebensreise des Menschen mit den gleichen Impulsen beginne: entweder mir der Dringlichkeit, geliebt zu werden, oder der Angst vor dem Sterben. Und letztendlich dem Wunsch, die Welt zu erfassen und zu verstehen, wer wir sind, was uns umgibt, und warum wir hier sind.

20./21. Oktober, 20 Uhr, Grabenhalle St.Gallen, 1. November, 18 Uhr – Tanzraum Herisau; Es wird empfohlen, Tickets direkt online zu kaufen und nicht erst an der Abendkasse. Im Theater wird um das Tragen von Gesichtsmasken gebeten.

Dienstag, 13. Oktober – 14:51 Uhr

Vortrag zum 100. Geburtstag von Hans Josephsohn in Rorschach

Hans Josephsohns Grosse Liegende gehört zur Sammlung Würth.

Hans Josephsohns Grosse Liegende gehört zur Sammlung Würth.

PD

(pd/gen) Am Samstag, 17. Oktober 2020, lädt das Forum Würth Rorschach zum Vortrag «100 Jahre Hans Josephsohn» ein. Die Wissenschafterinnen Claudia Keller und Bärbel Küster sind die Herausgeberinnen eines Sammelbandes, der die Ergebnisse einer internationalen Tagung an der Universität Zürich zum 100. Geburtstag des Künstlers enthält. Er erscheint unter dem Titel «Gestundete Zeit ‒ 100 Jahre Hans Josephsohn» bei Scheidegger & Spiess in Zürich.

Der Vortrag richtet mit einer gemeinsamen Werkbetrachtung den Blick auf die Details der Liegenden in der Sammlung Würth Rorschach.
In ihrem Vortrag legen die Forscherinnen dar, dass Josephsohns zeitlos erscheinenden Werke dennoch an neueste Positionen der Plastik im ausgehenden 20. Jahrhundert anschliessen.
Im Anschluss an den Vortrag sind alle Besuchenden herzlich eingeladen, am Publikumsgespräch teilzunehmen.

Samstag, 17. Oktober, 17 Uhr, Kosten Fr 10.-; Anmeldung bis 2 Tage vor der Veranstaltung per E-Mail: rorschach@forum-wuerth.ch

Dienstag, 13. Oktober – 11:22 Uhr

Ostschweizer interpretieren Schuberts Winterreise fürs 21. Jahrhundert

Standbild aus der Videoarbeit der Künstlerin Caroline Schenk, welche Schuberts Winterreise neu interpretiert.

Standbild aus der Videoarbeit der Künstlerin Caroline Schenk, welche Schuberts Winterreise neu interpretiert.

(pd/gen) Die Uzwiler Sängerin Mona Somm und der St.Galler Kulturvermittler Jacques Erlanger haben das Musik- und Kunstprojekt «PlaySchubert» iniitiert. Es soll Schuberts Winterreise einem jungen Publikum zugänglich machen. Die Band Extrafish und die Künstlerin Caroline Schenk interpretieren Schuberts Lieder-Zyklus neu.

Valentin Baumgartner von der Band Extrafish komponierte einen trippigen und dubbigen Song-Zyklus. Die Video- und Performancekünstlerin Caroline Schenk entwickelte eine Installation mit zwölf Monitoren, worin sie den Spuren des Wanderers der Winterreise nachspürt. Ab 30. Oktober 2020 geht «PlaySchubert» auf Tournée durch acht Städte der Deutschschweiz.

Orte und Ausstellungsdauer: Kult-X Kreuzlingen: 30. Oktober bis 15. November 2020; Zeughaus Teufen: 21. November – 6. Dezember 2020; Lokremise St.Gallen: 17. Dezember 2020 – 3. Januar 2021; Hof zu Wil / Kunsthalle Wil: 29. Januar – 7. Februar 2021; Talhof / GBS St.Gallen: 30. April bis 12. Mai 2021. Ausstellung gratis, Konzerte jeweils im Anschluss an die Vernissagen (Zeiten: playschubert.ch), Eintritt: 20.-/10.-

Montag, 12. Oktober – 19:00 Uhr

Podiumsdiskussion zum Film «Corpus Christi» im Kinok St.Gallen

Der Kleinkriminelle Daniel gibt sich in einem polnischen Dorf als Priester aus.

Der Kleinkriminelle Daniel gibt sich in einem polnischen Dorf als Priester aus.

PD

(pd/gen) Im polnischen Film «Corpus Christi» gibt sich ein junger Kleinkrimineller in einem Dorf als Priester aus und stellt die Gemeinde als charismatischer Seelsorger auf den Kopf. Seine unorthodoxe, lockere Art macht ihn vor allem bei jüngeren Dorfbewohnern ausgesprochen beliebt. Bald schon stösst er auf ein düsteres Geheimnis. Corpus Christi war 2020 unter den fünf Nominierten für den Ausland-Oscar. Regisseur Jan Komasa spricht in seinem Drama existentielle Fragen von Macht, Moral und Vergebung an.
Nach der Vorstellung vom 18. Oktober findet im St. Galler Kinok eine Podiumsdiskussion mit dem St. Galler Autor und Theologen Stephan Sigg und dem Gefängnisseelsorger Christian Leutenegger statt. Moderiert wird der Anlass von Ann-Kathrin Gässlein von der katholischen Kirche St.Gallen.

Nächste Vorstellungen Kinok St.Gallen: So 18. Oktober, 17 Uhr / Mi 28.Oktober,13.30 Uhr.

Montag, 12. Oktober – 17:22 Uhr

Rachel Lumsden stellt bei Adrian Bleisch in Arbon aus

Die St.Galler Künstlerin Rachel Lumsden stellt in der Galerie Adrian Bleisch in Arbon aus.

Die St.Galler Künstlerin Rachel Lumsden stellt in der Galerie Adrian Bleisch in Arbon aus.

pd

(pd/gen) Mit «Here be Dragons» bezeichneten angelsächsische Kartographen der frühen Neuzeit unerforschte oder wenig erkundete und deshalb gefährliche Gebiete auf Seekarten. Der Titel sei aus mehreren Gründen stimmig für die Ausstellung neuer, grossformatiger Malereien der St.Galler Künstlerin Rachel Lumsden in der Galerie Adrian Bleisch in Arbon, schreibt der Galerist in einer Mitteilung: Zu sehen seien zum einen Seestücke von existentieller Wucht, zum anderen atmeten viele Bilder eine Stimmung des Ungewissen und des noch Unbekannten. Viele von Lumsdens Malereien oszillierten lustvoll zwischen Abstraktion und Figuration.

Es sei vielleicht kein Zufall, dass sämtliche der ausgestellten Arbeiten 2020 entstanden seien: Die Malerei der ursprünglich aus England stammenden Künstlerin habe der Langsamkeit ihres Mediums zum Trotz immer die Fähigkeit, an die Innenseite der Gegenwart zu rühren.

Vernissage, Samstag, 17. Oktober, 16 – 19 Uhr, 17 Uhr: Einführung durch Deborah Keller, Kuratorin Kunsthalle Arbon und Kunstkritikerin; Ausstellung bis 14. November; Rundgang mit Rachel Lumsden Sonntag, 8. November 2020, 11 Uhr

Montag, 12. Oktober – 14:13 Uhr

Jeans for Jesus-Konzert im St.Galler Palace verschoben

Die Berner Elektropop-Band Jeans for Jesus.

Die Berner Elektropop-Band Jeans for Jesus.

PD/Mathias Guenther

(pd/gen) Leider muss das Konzert der Jeans for Jesus und Capslock Superstar im St.Galler Palace vom Freitag, 16. Oktober, nochmals verschoben werden. Dies geschieht auf Wunsch der Band, die dazu ein Statement abgegeben hat (siehe unten). Das Konzert findet neu am Samstag, 17. April 2021, statt – alle bereits gekauften Tickets behalten ihre Gültigkeit. Bei Fragen kann man sich unter kontakt@palace.sg melden. Wer sein Ticket zurückerstattet haben will, schreibt an support@petzi.ch.

Offizielles Statement der Band:
Aufgrund der unterschiedlichen kantonalen Bestimmungen in Bezug auf Sportanlässe und Jeans-for-Jesus-Konzerte und den damit verbundenen Schutzkonzepten und Kapazitätseinschränkungen, ist es uns nicht möglich, die anstehende Clubtournee als Ganzes und ohne Qualitätseinschränkungen sowie signifikante Lohneinbussen für uns und unsere Mitarbeitenden durchzuführen. Darum haben wir uns schweren Herzens entschlossen die Konzerte ins Frühjahr 2021 zu verschieben. Die Tickets behalten ihre Gültigkeit. Wir freuen uns, euch im Frühjahr zu sehen.
Stay safe,
eure Jeans

Montag, 12. Oktober – 11:24 Uhr

Toggenburger Blockflötistin spielt Solo in Waldkirch

Das neu gegründete Kammerorchester «SäntisBarock».

Das neu gegründete Kammerorchester «SäntisBarock».

PD

(pd/gen) Das von der Toggenburger Blockflötistin Madeleine Imbeck neu gegründete Kammerorchester «SäntisBarock» bringt am Samstag in Waldkirch Blockflötensolokonzerte aus der Barockzeit zur Aufführung. Auf dem Programm stehen Werke von Georg Friedrich Händel, William Babell und Robert Woodcock. Es handelt sich um Musikstücke, die allesamt um das Jahr 1700 herum in London entstanden sind. Die Blockflöte erlebte damals eine Blütezeit. Kurz zuvor hatten französische Musiker neuartige Blockflöten aus Frankreich auf die Britischen Inseln gebracht. Die Musiker wurden vom Publikum in London begeistert empfangen und haben Komponisten zu neuen Werken inspiriert .«Wir können heute aufgrund der Partituren nur erahnen, mit welcher Virtuosität im damaligen London auf kleinen und grossen Blockflöten musiziert wurde», schreibt Madeleine Imbeck in einer Mitteilung. Die Musikerinnen und Musiker von «SäntisBarock» haben sich während ihres Studiums an der Musikhochschule für Alte Musik in Basel kennengelernt und spielen auf historischen Instrumenten.

Samstag, 17. Oktober 2020, 17.00 Uhr, St. Blasius Kirche, Waldkirch SG; Eintritt frei - Kollekte.

Freitag, 9.Oktober – 17:20 Uhr

Ausstellungsprojekt «Thurgauer Köpfe» geht in die Verlängerung

(pd/TZ) Noch bis zum Sonntag, 18. Oktober zeigen die sechs kantonalen Thurgauer Museen ihre Ausstellungen im Rahmen des gemeinsamen Projekts «Thurgauer Köpfe». Nach einem Corona-bedingten verspäteten Start im Juni besuchten zahlreiche Personen die Ausstellungen im Historischen Museum, Ittinger Museum, Kunstmuseum, Museum für Archäologie, Naturmuseum und im Napoleonmuseum. Aufgrund des grossen Interesses verlängern nun alle sechs Museen die Dauer ihrer jeweiligen Ausstellung, beziehungsweise laden im nächsten Jahr nochmals zum Besuch ein.

Eine Dame aus Konstanz hat dieses Kleid von Eugénie originalgetreu nachgeschneidert. Einblick in die Ausstellung im Napoleonmuseum zum «Thurgauer Kopf» Eugénie.

Eine Dame aus Konstanz hat dieses Kleid von Eugénie originalgetreu nachgeschneidert. Einblick in die Ausstellung im Napoleonmuseum zum «Thurgauer Kopf» Eugénie.

Bild: Andrea Stalder (Salenstein, 6. Juni 2020)
  • Das Historische Museum in Frauenfeld schliesst die Ausstellung «Thurgauer Köpfe – Tot oder lebendig» am Sonntag, 18. Oktober 2020 und eröffnet sie nochmals von Sonntag, 28. März bis Samstag, 23. Oktober 2021.
  • Das Ittinger Museum verlängert die Ausstellung «Thurgauer Köpfe – Ein Bankierssohn pflügt um» bis zum Sonntag, 19. Dezember 2021.
  • Das Kunstmuseum Thurgau in Warth verlängert die Ausstellung «Thurgauer Köpfe – Frauen erobern die Kunst» bis zum Sonntag, 1. November 2020.
  • Das Museum für Archäologie in Frauenfeld verlängert die Ausstellung «Thurgauer Köpfe – Archäologe ohne Vergangenheit?» bis zum Sonntag, 7. Februar 2021.
  • Das Thurgauer Naturmuseum in Frauenfeld verlängert die Ausstellung "Thurgauer Köpfe – Einzigartig vielfältig» bis zum Sonntag, 7. Februar 2021.
  • Das Napoleonmuseum im schloss Arenenberg verlängert die Ausstellung «Thurgauer Köpfe – Eine Kaiserin bringt Kohle» bis Ende März 2021, ab Herbst dann unter dem Titel «Eugénie – Eine Kaiserin bringt Kohle».

Informationen zu den Ausstellungen sind auf den Webseiten der einzelnen Museen zu finden. Weiterhin erhältlich ist ausserdem der illustrierte Katalog, der die verschiedenen Herangehensweisen der Ausstellungsmacher zum Thema «Thurgauer Köpfe» veranschaulicht. Das Buch kann für 20 Franken in den Shops der beteiligten Museen bezogen werden.

Freitag, 9.Oktober – 16:12 Uhr

Feldkircher Literaturtage thematisieren Sprache der Coronakrise

(pd/miz) Viele Veranstaltungen müssen abgesagt werden, doch Feldkirch trotzt der Coronakrise: Im Theater am Saumarkt Feldkirch finden vom 22. bis 25.Oktober die Feldkircher Literaturtage statt. In drei Autorinnenlesungen und Diskussionen wird das Thema «Alphabet der Krise» beleuchtet.

Spätestens in einer Krise zeige sich, wie Sprache sich verschärfe, schreiben die Veranstalter. Begriffe wie «Shutdown», «Risikogruppen», «Kontaktbeschränkung» oder «Triage» gehörten zum Diskurs der Bedrohung. Die Feldkircher Literaturtage untersuchen, wie Autorinnen und Autoren damit umgehen: Wie verändert sich die Sprache im Kontext der Covid19-Pandemie? Und wie findet man nach der Krise wieder zurück zu einer Sprache der Vielfalt und Poesie?

Die in Zürich lebende Autorin Ilma Rakusa liest am 22.Oktober in Feldkirch.

Die in Zürich lebende Autorin Ilma Rakusa liest am 22.Oktober in Feldkirch.

Bild: Giorgio von Arb

Zum Auftakt liest die in Zürich lebende Schriftstellerin Ilma Rakusa am Donnerstag, 22.Oktober um 20.15 Uhr aus ihrem Buch «Mein Alphabet», das Gespräch führt Christian Zillner. Am 23. Oktober liest Julya Rabinowich aus «Dazwischen: Ich / Hinter Glas», am 24.Oktober liest Lydia Haider «Und wie wir hassen!». Tickets und Informationen www.saumarkt.at

Freitag, 9.Oktober – 15:55 Uhr

Bluestage im Innerrhoder Hof Weissbad wegen Corona nicht mehr öffentlich

(pd/miz) Das Hotel Hof Weissbad in Appenzell Innerrhoden hätte am 30. und 31.Oktober Bluestage durchgeführt. Wie das Hotel nun mitteilt, werden die geplanten Konzerte zwar stattfinden, doch leider unter Ausschluss der Öffentlichkeit – nur noch Hotelgäste kommen in den Musikgenuss. Wegen dem Ansteckungsrisiko müsse man auf Publikum von aussen verzichten, schreibt das Hotel bedauernd.

Freitag, 9.Oktober – 15:43 Uhr

Ostschweizer Autoren zu Gast bei SRF

(pd/miz) Gleich zwei Ostschweizer Autoren sind zu Gast im TV und im Radio. Die Appenzeller Schriftstellerin Dorothee Elmiger ist am 11.Oktober zu Gast in der Radiosendung «52 beste Bücher» auf SRF 2 Kultur, sie spricht dort über ihren neuen Roman «Aus der Zuckerfabrik», mit dem sie sowohl für den Schweizer als auch für den Deutschen Buchpreis nominiert ist. Die Sendung ist schon jetzt als Podcast hörbar.

Der Thurgauer Schriftsteller Usama Al Shahmani war am 6.Oktober Gast der Jubiläumssendung «Literaturclub». Dieses TV-Format stellt seit 30 Jahren spannende Bücher vor. Usama Al Shamani diskutierte mit Nicola Steiner, Elke Heidenreich und Thomas Strässle unter anderem über Dorothee Elmigers Buch «Aus der Zuckerfabrik»: nachzusehen hier.

Freitag, 9.Oktober – 12:10 Uhr

Teenager schnuppern Bühnenluft: Jugendliche erwecken in einem Kurs am Theater St.Gallen Geschichten zum Leben

(pd/dwi) Das Theater St. Gallen lädt Teenager im Alter von 13 bis 15 Jahren zum Theaterspielen ein. Unter Anleitung von Theaterpädagoge Mario Franchi können die Jugendlichen gemäss Mitteilung des Theaters jeweils am Mittwochnachmittag Theaterluft schnuppern. Sie schlüpfen in Figuren, üben sich im Improvisieren und erwecken Geschichten zum Leben, wie es heisst.

Jugendliche im Alter von 13 bis 15 Jahren können ab 21. Oktober Theaterluft schnuppern.

Jugendliche im Alter von 13 bis 15 Jahren können ab 21. Oktober Theaterluft schnuppern.

Bild: PD

Zum Abschluss gibt es Mitte Dezember in der Lokremise eine Präsentation für Familienangehörige. Kursstart ist am Mittwoch, 21. Oktober, um 15 Uhr. Der Kurs findet auf der Probebühne in der Lachen statt. Anmeldung unter g.besio@theatersg.ch oder Telefon 071 242 05 25

Zudem gibt es einen Wochenendkurs für Kinder im Alter von 10 bis 12: In professioneller Begleitung von Schauspielerin Diana Dengler und Regisseurin Susanne Schemschies können die jungen Theaterfans spielerisch Theaterluft schnuppern, schreibt das Theater. Während zwei Halbtagen üben sie sich im Rollenspiel. Kursdauer: Samstag, 24. Oktober, 14.30 bis 17 Uhr, und Sonntag, 25. Oktober, 11 bis 14.30 Uhr, Probebühne St.Gallen-Lachen. Anmeldung: g.besio@theatersg.ch oder 071 242 05 25. Infos auf www.theatersg.ch/de/kids

Freitag, 9.Oktober – 10:57 Uhr

St.Galler Fotografin Tine Edel mit Vonovia Award ausgezeichnet

(miz) Beim renommierten Vonovia Award wurde gestern die St.Galler Fotografin Tine Edel mit einem Preis ausgezeichnet. An der Preisverleihung in Hamburg wurde die St.Galler Künstlerin mit dem mit 10'000 Euro dotierten dritten Platz geehrt. Für die diesjährige Ausschreibung wurden 575 Einreichungen gezählt.

Die St.Galler Fotografin Tine Edel (zweite von links) wurde gestern beim Vonovia Award mit dem dritten Platz ausgezeichnet.

Die St.Galler Fotografin Tine Edel (zweite von links) wurde gestern beim Vonovia Award mit dem dritten Platz ausgezeichnet.

Bild: Screenshot

Tine Edel überzeugte die Jury mit ihrer Arbeit «Die vier Wände». Das Thema des diesjährigen Wettbewerbs lautete «Zuhause». Gefragt wurde, ob Zuhause noch der geschützte Ort sei – für viele eine Wohlfühloase, der Sehnsuchtsort – oder doch eher zum Gefängnis geworden sei? Wie lasse sich das Zusammenleben neu organisieren? Mit wem teile man das Zuhause? Wie könne man heute Zuhause neu weiterdenken? Mit diesen und weiteren Fragen setzten sich 2020 die Wettbewerbsteilnehmer auseinander.

Tine Edel überzeugte mit analoger Schwarzweissfotografie. «Ohne Kamera und nur durch Papierschablonen entstehen im analogen Fotolabor Belichtungen auf silberbasiertem Fotopapier», sagt sie über ihre Arbeitsweise. In der Manier des Fotogramms würden dunkle Bildteile länger belichtet und dadurch schwärzer als hellere Bildteile, die weniger Licht erreiche. Die Helldunkel-Abstufungen erzeugten die Illusion eines dreidimensionalen Körpers. «Das lichtempfindliche Fotopapier wird in der Arbeit ‹Die vier Wände› zur Spielfläche für räumliche Versuche in Graustufen.»

Die Jury zeigte sich begeistert: In dieser Arbeit würden Räume entstehen, die fast schon wie Illustrationen wirkten. Räumlichkeit, Einfachheit und Komplexität – das zeichne Tine Edels Arbeiten aus. Edel greife das Thema Raum auf eine sehr ästhetische und experimentelle Art und Weise auf. Ihre Arbeit wirke ungewöhnlich zeitlos, das mache ihren Reiz aus.

Aus Tine Edels prämierter Serie «Die vier Wände».

Aus Tine Edels prämierter Serie «Die vier Wände».

Bild: Tine Edel
Donnerstag, 8.Oktober – 18:47 Uhr

Kolumnistentreffen auf dem Säntis wegen Corona abgesagt

(pd/miz) Die «Kolumination», das Kolumnistentreffen auf dem Säntis, hätte am 23. und 24.Oktober stattfinden sollen. Doch jetzt musste die zweite Ausgabe des Festivals um ein Jahr verschoben werden: «Die unsichere Lage sowie Einreisebeschränkungen haben das Organisationsteam dazu bewogen, das Kolumnisten- und Slammertreffen zu verschieben», schreiben die Veranstalter.

Die steigenden Fallzahlen in der Schweiz und in Deutschland sowie die verschärften Reisebeschränkungen hätten die Verantwortlichen veranlasst, die zweite «Kolumination» um ein Jahr zu verschieben. Aufgrund der Vorschriften des Kantons St.Gallen für Einreisende aus Wien müssten die beiden Teilnehmerinnen Tanja Maljartschuk, Kolumnistin, und Mieze Medusa, Slammerin, für zehn Tage in Quarantäne. Dies gälte auch für Teilnehmende aus Risikogebieten. Das Programm 2020 solle nun mit den gleichen Kolumnisten und Slammern im Herbst 2021 stattfinden, und zwar am 22. und 23.Oktober.

Das erste Kolumnistentreffen auf dem Säntis fand grossen Anklang.

Das erste Kolumnistentreffen auf dem Säntis fand grossen Anklang.

Bild: PD

«Leistung» bleibt das Thema der zweiten «Kolumination »auf dem Säntis. An der Veranstaltung treten nun im kommenden Jahr sechs der bekanntesten Kolumnistinnen und Kolumnisten und drei namhafte Slammer auf – jeweils aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Birgit Schmid, NZZ, Tamara Wernli, Weltwoche, Tanja Maljartschuk, Falter, Jan Fleischhauer, Focus, und Julia Voss, FAZ, werden im Herbst 2021 ihre Kolumnen zum Besten geben. Bei den Slammern treten Mieze Medusa, Österreich, Marvin Suckut, Deutschland, und Gregor Stäheli aus der Schweiz auf. Rainer Hank, der ehemalige Leiter der Wirtschaftsredaktion der FAS, macht sich grundsätzliche Gedanken über die Stärken und Gefahren von Kolumnen.

Axel Hacke erhält den «Preis der Kolumination» nun 2021.

Axel Hacke erhält den «Preis der Kolumination» nun 2021.

Bild: PD

Am Festival wird jährlich auch der «Preis der Kolumination» verliehen. Im vergangenen Jahr durfte die Auszeichnung Beat Kappeler entgegennehmen. Kappeler wird als ehemaliger Preisträger die Laudatio auf den neuen Preisträger halten – auf Axel Hacke vom SZ-Magazin.

Die bereits gebuchten Tickets bleiben für 2021 gültig. Infos unter www.kolumination.ch

Donnerstag, 8.Oktober – 17:1 Uhr

Schweizer Nachwuchstalente treten im «Tibits» auf

(pd/vpr) Im Oktober und November 2020 will «Tibits» Schweizer Nachwuchstalenten eine Bühne geben. Jene Bühne, «die sie im Frühling und Sommer vermissten», schreibt die Restaurantkette in einer Medienmitteilung. Auch das «Tibits» St.Gallen beim Kornhausplatz am Hauptbahnhof sei an drei Abenden dabei und verwandele das Restaurant zur einer Wohnzimmerbühne.

Den Anfang macht am 17. Oktober die Zürcher Songwriterin Sophie Louise, deren Texte «nah an der 25-Jährigen selbst, aber mit schutzkonzeptkonformen Abstand zum Publikum erlebt werden können», heisst es weiter. Am 28. Oktober geht es weiter mit der Newcomerin Veronica Fusaro. Das Finale liefert Tom Hauser am 25. November mit einem Ausflug in den folkigen Minimalelectro.

Zur Livemusik gibt es Buffet à discrétion, Reservierung ist obligatorisch.

Donnerstag, 8.Oktober – 17:05 Uhr

Vernissage in der Galerie am Gleis Uzwil

Norbert Rechsteiner meisselt das «Sein» in Stein.

Norbert Rechsteiner meisselt das «Sein» in Stein.

Bild: PD

(pd/miz) Die beide Oberuzwiler Künstler Marlies Gemperle und Norbert Rechsteiner feiern zusammen Vernissage ihrer Ausstellung «Sein & Stein» in der Galerie am Gleis Uzwil. Am Samstag, 24.Oktober, wird die Ausstellung um 16 Uhr eröffnet. Sie zeige einen Ausschnitt der Werke der beiden Kunstschaffenden, schreibt die Galerie in einer Ankündigung. Beide halten verschiedene Arten von Sein künstlerisch fest, so die Galerie weiter. Während Marlies Gemperle den Lauf des Lebens auf Leinwand festhält, meisselt Norbert Rechsteiner seine Interpretationen aus Stein.

Ein Werk von Marlies Gemperle.

Ein Werk von Marlies Gemperle.

Bild: PD
Donnerstag, 8.Oktober – 15:08 Uhr

Kunst zum Zuhören in St.Galler Telefonkabine

Mirjam Kradolfer an der Vernissage vor ihrem Werk in der St.Galler «Wechselkabine».

Mirjam Kradolfer an der Vernissage vor ihrem Werk in der St.Galler «Wechselkabine».

Bild: PD

(pd/miz) «Call me» oder «ruf mich an» – die elektronische Musik, welche das Werk von Mirjam Kradolfer begleitet, tönt aus der Wechselkabine und animiert zum genauen Hinsehen. Die Kunstinstallation von Mirjam Kradolfer in der «Wechselkabine» – einer umfunktionierten Telefonkabine bei der St.Leonhardsbrücke in St.Gallen – feierte gestern Vernissage und ist bis Ende Oktober 2020 ausgestellt, heisst es in einer Mitteilung. Mit ihrem Werk mache Mirjam Kradolfer auf die Arbeit von Tel143 aufmerksam. Vielen Menschen fehle die Aufforderung «call me» und somit ein Gegenüber, das ihnen zuhöre. Bei Tel143 – der Dargebotenen Hand Ostschweiz/FL – hören rund 60 Freiwillig Mitarbeitende den Anrufenden zu. Zuhören tönt nach einer passiven Tätigkeit. Sieht man genauer hin, stellt man fest, dass Zuhören ein aktiver Prozess bedeutet. Dieses symbolisiert auch das Kunstwerk von Mirjam Kradolfer.

Donnerstag, 8.Oktober – 12:59 Uhr

Fashionshow auf Sesselbahn der Wolzenalp schon am Freitag

(miz) Spontane Planänderung: Gestern Mittag hatten wir im Kulturticker angekündigt, dass die Toggenburger Künstlerin Livia Rita ihre Fashionshow auf dem sessellift am Samstag durchführt. Doch weil das Wetter nicht mitspielt, hat Livia Rita spontan umdisponiert. Schon am Freitag, 9.Oktober, lässt die Toggenburger Künstlerin Livia Rita ihre Models und ihr Mode auf der Sesselbahn der Wolzenalp beim Toggenburgischen Krummenau durch die Luft fliegen. Wetterbedingt eine Spontanaktion, aber sie wolle den sonnig warmen letzten Sommertag nutzen. Zwischen 14 und 16.30 Uhr könne man frei den Sesselilift nehmen und Corona-Abstand-garantiert durch die Lüfte vorbei an verschiedenen Performenden in Livia Ritas ArtFashion fliegen, schreibt die Künstlerin. Eine Fahrt dauert 30 Minuten.

Die Toggenburger Künstlerin Livia Rita präsentiert ihre Kreationen auf der Sesselbahn der Wolzenalp.

Die Toggenburger Künstlerin Livia Rita präsentiert ihre Kreationen auf der Sesselbahn der Wolzenalp.

Bild: Lisa Jenny
Donnerstag, 8.Oktober – 8:56 Uhr

Film und Diskussion zur Geschlechtertransition

(pd/miz) Das St.Galler Programmkino lädt am Freitag, 9.Oktober, um 18.30 Uhr zur Filmvorführung mit anschliessender Publikumsdiskussion. Gezeigt wird der Dokumentarfilm «Sous la peau», in welchem der Regisseur Robin Harsch drei junge Transpersonen und ihre Eltern begleitet hat auf ihrem Weg zu gesellschaftlicher Akzeptanz. Harsch beleuchtet den Prozess der Geschlechtertransition und die damit verbundenen Herausforderungen und Fragen betreffend Geschlecht und Identität, heisst es in der Ankündigung. Zur Vorstellung am Freitag ist Robin Harsch im Kinok zu Gast. Das Gespräch führt Carmen Jeanguenat, Mitorganisatorin des «Pride Month @HSG».

Szenenbild aus dem Dokfilm «Sous la peau».

Szenenbild aus dem Dokfilm «Sous la peau».

Bild: PD
Mittwoch, 7.Oktober – 17:35 Uhr

Comedian-Tryout im Treppenhaus Rorschach

(pd/miz) Der preisgekrönte «Feel Good Comedian» (so der Titel seines letzten Programms) Joël von Mutzenbecher feiert kommende Woche mit seinem neuen Programm Premiere in Basel. Morgen Abend, Donnerstag, 8.Oktober, um 20 Uhr, präsentiert er ein Tryout des neuen Programms im Treppenhaus Rorschach. «Stand uf!» ist sein fünftes Schweizer Stan-Up-Programm in sieben Jahren. Es sei ein positives und lebensbejahendes Werk, so die Ankündigung.

Das Plakat zu seinem neuen Programm: Joël von Mutzenbecher

Das Plakat zu seinem neuen Programm: Joël von Mutzenbecher

Bild: PD
Mittwoch, 7.Oktober – 14:45 Uhr

Modeschau auf dem Toggenburger Sessellift

(pd/miz) Sie hätte schon letztes Wochenende stattfinden sollen, die Modeschau «into the skies» auf der Sesselbahn der Wolzenalp bei Nesslau im Toggenburg. Doch das Wetter war zu schlecht. Dieses zeige sich sehr launisch, aber nun sei es definitiv, schreibt die Künstlerin Livia Rita: Die Sesselilift Modeschau findet am Samstag, 10. Oktober statt, zwischen 11 und 13 Uhr, sowie von 14 Uhr bis 15.30 Uhr. «Wir nennen es den letzten Tag des Sommers, dann kommt ja dann der Schnee…», schreibt die Künstlerin.

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Auf das ungewöhnliche Format kam sie durch die besonderen Umstände: «Dieses Jahr geht’s nicht zur London Fashion Week, sondern ‹into the skies› auf der Wolzenalp Sesselbahn - also sozusagen zur Obertoggenburger ArtFashion Week», schreibt Livia Rita. Die Models sowie die Zuschauenden werden durch die Lüfte schweben - womit auch die zwei Meter Corona-Abstand in frischer Bergluft garantiert seien.

Man könne ArtFashion in einem natürlichen, aber ungewöhnlichen Lebensraum fliegend erleben. Es sei ja sowieso höchste Zeit, der Modewelt und deren Spektakel in Zeiten von Umweltkrisen und Corona, frischen, revolutionären Wind einzuhauchen, schreibt die Künstlerin.

Mittwoch – 12:49 Uhr

Letzte Wochen der Ausstellung in St.Galler Stiftsbibliothek

(pd/miz) Wenn der Winter kommt, schliesst die Stiftsbibliothek für einen Monat ihre Pforten. Die Sommerausstellung «Die schönsten Seiten der Schweiz» ist nur noch bis 8.November zu sehen. Vom 9. November an schliesst die Stiftsbibliothek wegen Umbauarbeiten ihre Pforten, heisst es in einer Mitteilung. Gewölbekeller und Ausstellungssaal seien aber weiterhin geöffnet. Mit der Vernissage zur Winterausstellung «Beten – Gespräch mit Gott» am 8. Dezember ist dann auch die Stiftsbibliothek wieder da.

Mittwoch – 11:02 Uhr

Herbst-Sturm-Lesen in Gais

(pd/miz) Alle unterhaltsamen Anlässe in Gais seien wegen der Corona-Pandemie abgesagt oder verschoben worden. Doch die Organisatorinnen und Organisatoren des kleinen Lese-Festivals Herbst-Sturm-Lesen trotzen am 25. Oktober von 10 bis 17 Uhr den Corona-Turbulenzen, heisst es in einer Mitteilung. Zum zweiten Mal soll das kleine Festival im ausserrhodischen Gais stattfinden, in der Sturmbeiz. Diese sei mit den Appenzeller Bahnen erreichbar (Station Rietli, zwischen Gais und Altstätten).

Das von der Gaiser Autorin Anita Glunkins Leben gerufene Herbst-Sturm-Lesen bietet Schreibenden eine Plattform, ihre Texte zu präsentieren. In der zweiten Auflage von Herbst-Sturm-Lesen treten zwischen 10 und 17 Uhr auf: Kinderbuchautorin und Lerncoach Ruth Monstein aus St.Gallen, Romanautorin Monika Rösinger aus Bütschwil, Anne Enderli aus Gais, die sich für Menschen mit Leseschwäche engagiert, Journalistin Monica Dörig aus Appenzell, Mundartdichter Jack E. Griss aus Altstätten und der Dialekt- und Brauchtumsforscher Hans Hürlemann aus Urnäsch. Die von Reto Pfändler moderierten Lesungen dauern jeweils eine halbe Stunde, dazwischen gibt es 20 Minuten Pause.

Das Signet der zweiten Herbst-Sturm-Lesung in Gais.

Das Signet der zweiten Herbst-Sturm-Lesung in Gais.

Bild: PD

Das Team präsentiert ein Schutzkonzept: Gehen und stehen mit Maske, sitzen und geniessen ohne Maske. Das OK sorge dafür, dass die gebotenen Abstände eingehalten werden: Ausserhalb der Sturmbeiz, wo im vergangenen Jahr das erste Herbst-Sturm-Lesen stattfand, werde ein geräumiges geheiztes Zelt aufgestellt. Es stehen Desinfektionsmittel und Mundschutzmasken bereit. Die Daten der Besucherinnen und Besucher werden registriert (und nach zwei Wochen wieder gelöscht). Es wird daher um Anmeldung gebeten an otto@starkenmuehle.ch oder per Telefon 071 793 12 71. Spontane Besuche seien natürlich möglich.

Dienstag, 6.Oktober – 18:35 Uhr

«Comedian Harmonists» singen im Thurgau

Der Thurgauer Musiker David Lang (rechts) hat die Hits der Comedian Harmonists neu arrangiert.

Der Thurgauer Musiker David Lang (rechts) hat die Hits der Comedian Harmonists neu arrangiert.

Bild: PD

(pd/miz) Das Thurgauer Vokalensemble Männergesang erzählt die Geschichte der ersten Boygroup der Welt, heisst es in der Ankündigung. Unter der Leitung des Thurgauer Musikers David Lang lässt das Ensemble Männergesang die alten Hits der Comedian Harmonists wieder aufleben. Das Programm «Kennen Sie die Comedian Harmonists?» wird vom 23. bis 31. Oktober an verschiedenen Orten im Thurgau und der Region aufgeführt.

Die Sänger Reto Hofstetter (Operette Sirnach), Chasper Mani (Musical RunggleBuur Mammern), Simon Savoy Ensemble Vocale de Lausanne) und David Lang (Komposition und Konzept) werden von Jean-Pierre Dix am Bass begleitet. David Lang hat die Lieder der Comedian Harmonists in eigenen Arrangements überarbeitet. Infos zum Programm gibt es hier.

Konzertdaten im Oktober:

  • 23. Oktober 2020, Rathaus Weinfelden, 19.30 Uhr
  • 24. Oktober 2020, Katholische Kirche Steckborn, 19.30 Uhr
  • 25. Oktober 2020, Kulturforum Amriswil, 17 Uhr
  • 29. Oktober 2020, Kirche Burg Stein a.R., 19.30 Uhr
  • 30. Oktober 2020, Kirche Kurzdorf St. Johann Frauenfeld, 19.30 Uhr
  • 31. Oktober 2020, Reformierte Kirche Seuzach, 19.30 Uhr
Dienstag, 6.Oktober – 15:50 Uhr

Diskussion über Thurgauer Künstler Johannes Diem

(pd/miz) Ein Jahrzehnt nach dem Tod des Thurgauer Künstlers Johannes Diem wird dessen Werk kritisch gewürdigt. Am Sonntag, 18. Oktober, um 14 Uhr, im Turmhaus-Foyer in Steckborn werden Fachleute über das Werk von Johannes Diem diskutieren. Anhand seines 1976 fertiggestellten Hauptwerks mit dem Titel «Blumenwiese» lädt der Kulturjournalist János Stefan Buchwardt in Kooperation mit dem Steckborner «Haus zur Glocke» zu einem interdisziplinären Fachgespräch ein.

Unter der Moderation von Christoph Ullmann wollen die Kunsthistorikerin Lucia Angela Cavegn, der Umweltnaturwissenschafter Joggi Rieder, die Hausherrin Judit Villiger und Buchwardt verschiedenen Fragen nachgehen: Diem – ein Naturbeobachter und verkannter Schöpfer magischer Lebensräume? Welchen Welt- und Umweltbezug kann oder muss Kunst in einem Umfeld einnehmen, in dem Ökologien in aller Munde sind? Ist eine Neubewertung von Johannes Diems Schaffen nicht längst überfällig? Eintritt frei (Kollekte), eine Anmeldung sei obligatorisch, so die Veranstalter: und zwar unter info@hauszurglocke.ch

Dienstag, 6.Oktober – 14:08 Uhr

Tinguely-Werk kommt nach Liechtenstein

Diese Skulptur «Ohne Titel, 1983» von Jean Tinguely gehört neu zur Sammlung des Kunstmuseums Liechtenstein.

Diese Skulptur «Ohne Titel, 1983» von Jean Tinguely gehört neu zur Sammlung des Kunstmuseums Liechtenstein.

BIld: PD

(pd/miz) Das Kunstmuseum Liechtenstein erhält einen Neuzugang in die Sammlung: Die Skulptur «Ohne Titel, 1983» von Jean Tinguely. Am Donnerstag, 8.Oktober, wird das Werk um 18 Uhr erstmals öffentlich präsentiert und anschliessend einen Monat lang zu besichtigen sein. Die Kölner Kunsthistorikerin Stefanie Poley wird an der Präsentation zum Werk Tinguely’s allgemein und zur Skulptur Ohne Titel ,1983 im Besonderen sprechen.

Jean Tinguely (1925 – 1991) gehört zu den international bedeutendsten Künstlern seit 1945. Er wurde insbesondere durch seine kinetischen Skulpturen bekannt, die er in spielerischer und zugleich hintersinniger Weise aus Fundstücken konstruierte. Berühmt sind auch seine Brunnengestaltungen, etwa in Basel oder (gemeinsam mit Niki de St. Phalle) in Paris.

Die Ars Rhenia Stiftung, Triesen, hat beschlossen, dem Kunstmuseum Liechtenstein anlässlich seines 20-jährigen Bestehens den Ankauf eines Werkes von Jean Tinguely zu finanzieren. Damit setzt die Stiftung ihre bereits in der Vergangenheit wiederholt praktizierte Förderung des Museums mit einer erneuten mäzenatischen Geste fort, heisst es in einer Mitteilung.

Das Werk Ohne Titel, 1983, stammt aus den späten Schaffensjahren des Künstlers. Während er in dieser Zeit bereits monumentale Konstruktionen realisierte, ist diese Skulptur von überraschender Zartheit und Intimität. Sie ergänzt damit in kongenialer Weise die Wandarbeit Der Rosenkavalier, ebenfalls von 1983, die sich bereits seit den frühen 1990er Jahren in der Sammlung des Museums befindet.

Dienstag, 6.Oktober – 13:36 Uhr

Bregenzer Meisterkonzerte wegen Corona verschoben

(pd/miz) Aufgrund der Beschränkungen und COVID-19-Massnahmen können die Bregenzer Meisterkonzerte mit ihrer neuen Konzertsaison im Oktober nicht beginnen. Dies schreibt die Stadt Bregenz in einer Mitteilung. Die geplanten Meisterkonzerte am 11. Oktober und am 25. Oktober würden daher verschoben.

Die Absagen seien nicht nur für das Publikum und den Veranstalter bitter, sondern vor allem auch für die Musikerinnen und Musiker, die derzeit eine besonders schwere Zeit erleben. Die Kulturabteilung der Landeshauptstadt Bregenz sei daher bemüht, für die beiden entfallenen Konzerte Ersatztermine zu finden. Sobald die neuen Termine fixiert seien, werden diese umgehend veröffentlicht.

Dienstag, 6.Oktober – 12:16 Uhr

Vernissage Kunstmuseum Appenzell: «Ein Bild schreit nach dem nächsten!»

Künstler Markus Weggenmann vor einem seiner grossformatigen Werke.

Künstler Markus Weggenmann vor einem seiner grossformatigen Werke.

Bild: PD

(pd/miz) Am Sonntag, 25.Oktober, eröffnet im Kunstmuseum Appenzell die Ausstellung «Markus Weggenmann – Ein Bild schreit nach dem nächsten!» mit einer Vernissage um 11 Uhr. Für das Museum gehe mit dieser Ausstellung ein Wunsch in Erfüllung, heisst es in der Ankündigung. Nach rund zehn Jahren komme es nun zur zweiten Zusammenarbeit mit dem in Zürich und Cumbel/Lumnezia lebenden Künstler Markus Weggenmann (*1953).

Bereits 2010 waren seine Arbeiten in Appenzell in der wegweisenden Ausstellung «Farbe ǀ Wasser – Colour ǀ Water» zu sehen. Seitdem habe der Wunsch bestanden, mit diesem Maler eine Werkschau einzurichten. Nun könne im Kunstmuseum eine retrospektiv angelegte Ausstellung gezeigt werden.

Eine Arbeit von Markus Weggenmann aus dem Jahr 2003.

Eine Arbeit von Markus Weggenmann aus dem Jahr 2003.

Bild: PD

In den 10 Räumen des Kunstmuseums werden alle bedeutenden Werkgruppen von Markus Weggenmann vorgestellt, schreibt Kurator Roland Scotti. Ausgehend von den frühesten Werken, den «Bagatellen» aus den 1970er und 1980er Jahren, die noch neben der damals ausgeübten Tätigkeit als Ergotherapeut entstanden, bilden im Rundgang die «Streifenbilder», die «Boulevards», die hochglänzenden «Autolackbilder», die Gouachen und die seit den 2010er Jahren entstehenden hochpigmentierten Leimfarbenbilder eigens für die besondere Architektur des Museums inszenierte Schwerpunkte. Der Rundgang wird mit einer grossformatigen Wandmalerei beendet, die für den Ort geschaffen wird. Die Ausstellung wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler kuratiert und durch die Galerie Mark Müller/Zürich unterstützt.

Dienstag, 6.Oktober – 10:59 Uhr

Kinderatelier im Kunstmuseum

(pd/miz) Dass Kunst nicht abstrakt, sondern ganz konkret erfahrbar sein kann, das vermittelt das Kinderatelier im Kunstmuseum Liechtenstein in Vaduz. Am Mittwoch, 7.Oktober und Donnerstag, 8.Oktober, jeweils von 14 bis 17 Uhr, können Kinder (im Alter von 7 bis 12) einen Nachmittag im Museum verbringen – mit Zeit zum Betrachten, Entdecken und selber Machen.

Wie hängt das Leben der Pflanzen mit dem der Menschen zusammen? Was können sie, was können wir? Und wie lernen wir voneinander? Die aktuelle Ausstellung «Parlament der Pflanzen» zeige, was verschiedene Künstlerinnen und Künstler an Pflanzen interessiert und an unserem Zusammenleben, so die Ankündigung. Im Ferien-Atelier werde unter anderem mit Modelliermasse und Wachs untersucht, wie Blatt- und Handflächen verschmelzen. Anmeldungen unter www.kunstmuseum.li

Montag, 5.Oktober – 19:09 Uhr

Theater Konstanz lädt zum Zwiegespräch

Intendantin Karin Becker lädt Interessierte zum Zweiergespräch.

Intendantin Karin Becker lädt Interessierte zum Zweiergespräch.

Bild: PD

(pd/miz) «Was wollten Sie schon immer einmal wissen? Was interessiert Sie am neuen Spielplan? Was an den Abläufen hinter den Kulissen eines Theaters? Was zu speziellen Theaterberufen? Fragen Sie uns!» Das schreibt das Theater Konstanz in einer Mitteilung. Es lädt Interessierte am Freitag, 9. Oktober, von 15-17 Uhr auf den Münsterplatz ein, die dort in Zweiergesprächen ihre Fragen stellen können.

Den Publikumsfragen stellen sich Intendantin Karin Becker, Dramaturginnen, das Junge Theater Konstanz mit Theaterpädagoginnen und Leiter Kristo Šagor sowie viele andere.

Montag, 5.Oktober – 16:55 Uhr

Ausstellung zeigt die schönsten Bücher aus der Schweiz, Deutschland und Österreich

(pd/miz) Die Kantonsbibliothek Vadiana St.Gallen eröffnet die Ausstellung «Die schönsten Bücher aus der Schweiz, Deutschland und Österreich» am 22.Oktober um 19 Uhr. Diese zeigt die 59 Preisträger, die aufgrund hervorragender Leistungen in der Buchgestaltung und –produktion prämiert worden. Zur Vernissage im Raum für Literatur in der Hauptpost werden vier kurze Buchpräsentationen gezeigt. Vorgestellt werden vier «Schönste Schweizer Bücher 2019» mit St.Galler Beteiligung durch die Beteiligten selbst: Neben dem Gestaltertrio PIN (Samuel Bänziger, Rosario Florio, Larissa Kasper) und dem Künstler Alex Hanimann gehören dazu auch die beiden in St.Gallen aufgewachsenen Gestalter Krispin Heé und Tim Wetter vom Studio Krispin Heé aus Zürich und Berlin. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, ist eine Anmeldung unter michael.zwicker@sg.ch erforderlich.

Montag, 5.Oktober – 12:25 Uhr

Buchvernissage und Performance: Vom Insektentöter zum Fliegenretter

«Wie viel Wert hat eine Fliege für Sie als Insektizidhersteller?» – mit dieser Frage konfrontierten die zwei St.Galler Konzeptkünstler Frank und Patrik Riklin den Insektizidproduzenten Hans-Dietrich Reckhaus vor neun Jahren. Daraus ist 2012 die gemeinsame Kunstaktion «Fliege retten in Deppendorf» entstanden.

Hans-Dietrich Reckhaus und die Riklin-Brüder.

Hans-Dietrich Reckhaus und die Riklin-Brüder.

Bild: PD

Diese Aktion habe eine «faszinierende Transformation» bei Reckhaus ausgelöst, schreibt dieser in einer Medienmitteilung. Seine Wandlung beschreibt Reckhaus nun im Buch «Fliegen lassen». Seine Transformation vom «Insektentöter zum Instektenretter» sei nicht nur positiv angekommen:

«Für manche meiner Kunden sind diese Ideen zu absurd, verdreht und widersinnig. Wie kann sich ein Insektenbekämpfer das Insektenretten auf die Fahne schreiben?»

Am Dienstag, 6. Oktober, von 16 bis 18 Uhr, präsentiert Hans-Dieter Reckhaus das Buch im Rahmen einer riklinschen Performance vor dem Vadian-Denkmal in St.Gallen.

Das Buch «Fliegen lassen» zeige auf, wie ein einzelnes Unternehmen radikal und konsequent eine ganze Branche revolutionieren kann – ermöglicht durch die Komplizenschaft mit der Kunst.

Montag, 5.Oktober – 11:07 Uhr

«Sankt Electronika»: Neues digitales Festival in St.Gallen

Für Digital-Cracks und Laien jeden Alters: Das neue St.Galler Digitalfestival «Sankt Elektronika» stellt ein vielfältiges Programm auf die Beine.

Für Digital-Cracks und Laien jeden Alters: Das neue St.Galler Digitalfestival «Sankt Elektronika» stellt ein vielfältiges Programm auf die Beine.

Bild. PD

(pd/miz) In der St. Galler Innenstadt findet vom 29. Oktober bis 2. November 2020 erstmals das digitale Festival «Sankt Elektronika» statt. «Sankt Elektronika» findet im Rahmen der nationalen Digitaltage von «digitalswitzerland» und in Zusammenarbeit mit der Stadt St.Gallen statt. An verschiedenen Orten in der Innenstadt werden Installationen von digitalen Künstlerinnen und Künstlern, Kurse, Panels und Artist Talks geboten. Das Herzstück der Veranstaltung sei die «digitale Spielwiese», schreiben die Veranstalter.

Das Festival wird zum ersten Mal durchgeführt, es soll laut Veranstaltern Lukas Hofstetter, Marc Frischknecht und Samuel Zuberbühler fester Bestandteil von St.Gallen werden. Abends werden Konzerte und ausgewählte Netzwerkanlässe stattfinden. Nebst «ParadigMan» mit seinem energiegeladenen Techno oder «Claude» mit experimentellen Klangproduktionen seien zwei Kopfhörerkonzerte mit «Wassily» in der Schutzengelkappelle geplant.

Die Veranstaltungen des Festivals «Sankt Elektronika» werden stattfinden im Pfalzkeller,Talhof, Øya Bar Kafé, Haus zur Ameise, Rathaus, Hauptbahnhof, Schutzengelkapelle sowie im Kunstmuseum. Das digitale Festival sei für Digital-Cracks wie Laien jeden Alters gleichermassen gedacht. Der Eintritt sei frei. Genau Angaben zum Programm auf www.sanktelektronika.ch

Montag, 5.Oktober – 9:17 Uhr

Konzertchor Ostschweiz geht auf «Winterreise»

(pd/miz) Der Konzertchor Ostschweiz startet mit Konzerten in Heiden, Arbon und Altstätten am 18., 20. und 21. November die Reise durch den Winter. Schuberts Liederzyklus Winterreise gebe Gelegenheit, an verloren gegangenes Geliebtes zurückzudenken und auf den kommenden Frühling zu hoffen, schreibt der Chor in seiner Ankündigung. Das besondere an den Aufführungen: Der Konzertchor singt die Winterreise im Arrangement von Gregor Meyer, der dem Solo-Bariton neben Klavierbegleitung einen Chor an die Seite stellt, ohne dabei die Melodie oder den Text des Solisten zu verändern. Dieses Arrangement verspreche eine Neuentdeckung des bekannten Werkes, so die Ankündigung.

Bariton Tobias Wicki und Pianistin Maki Wiederkehr werden unter der Leitung von David Bertschinger, der den Konzertchor Ostschweiz seit 2017 leitet, gemeinsam mit dem Chor die «Winterreise» interpretieren. Am 18.November in der evangelischen Kirche Heiden, am 21. November in der Evangelischen Kirche Altstätten, am 22.November in der Evangelischen Kirche Arbon (oder im Presswerk Arbon).

Der Konzertchor Ostschweiz wurde 2015 gegründet.

Der Konzertchor Ostschweiz wurde 2015 gegründet.

Bild: PD
Freitag, 2. Oktober – 18:45 Uhr

Lesung von Lana Lux in Gottlieben abgesagt

Die Schriftstellerin Lana Lux.

Die Schriftstellerin Lana Lux.

Bild: PD

(PD/rbe) Am Samstag, 3. Oktober, hätte Lana Lux im Literaturhaus Thurgau in Gottlieben eine Lesung halten sollen. Wegen Krankheit der Autorin muss die Lesung nun aber abgesagt werden, wie das Team des Literaturhauses mitteilt.

Lux hätte aus ihrem Roman «Jägerin und Sammlerin» gelesen, in dem Mutter und Tochter erzählen. «Der Roman zeigt», schreibt Gallus Frei-Tomic vom Literaturhaus, «wie sehr Empfindung und Wahrnehmung, Ursache und Wirkung auseinanderdriften können, selbst in allergrösster Nähe, zwischen Mutter und Tochter, Tochter und Mutter. Der Roman ist eine Schlacht, eine der vielen Schlachten der Gegenwart. Der Roman spiegelt die Welt zwischen Konsum, Rausch, Sehnsucht und Erwartungen.»

Donnerstag, 1.Oktober – 15:59 Uhr

Schwullesbisches Filmfestival im November in Frauenfeld

(pd/miz) Das von Frühling auf Herbst verschobene 23. Pink Apple gibt seine neuen Termine bekannt. Wie das Organisationskomitee in einer Mitteilung schreibt, gastiert das grösste schwullesbische Filmfestival der Schweiz vom 27. bis 29 November in Frauenfeld. Das Zürcher Programm läuft vom 20.Oktober bis 15.Dezember, dort werden jeden Dienstagabend vier Filmprogramme präsentiert sowie am 21. und 22.November.

Das Festival in Frauenfeld, dort wurde Pink Apple seinerzeit gegründet, startet im Cinema Luna am Freitag, 27.November um 19 Uhr mit dem Film «Futur Drei». Um 19.45 feiert die Webserie «Anne+» Schweizer Premiere. Am Samstag wartet ein vollgepackter Festivaltag auf das Frauenfelder Publikum, von 12.45 Uhr bis Mitternacht stehen elf Filme auf dem Programm. Zum abschluss laufen am Sonntag nochmals neun Filme, ab 11 Uhr. Das genaue Programm findet man auf pinkapple.ch

Mit einem Fokus erinnere Pink Apple 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs an die Verfolgung und Ermordung von queeren Menschen während des Nationalsozialismus, schreiben die VeranstalterInnen. Über den neuesten Stand der Forschung orientiere die Professorin Anna Hájková in einem Vortrag. Am traditionellen Public Viewing sei der Dokumentarfilm «Escape to Life – Die Erika und Klaus Mann Story» (D 2001) zu sehen – in Anwesenheit von Co-Regisseur Wieland Speck. Weitere Fokusthemen befassten sich mit Konversionstherapie und Coming-out. Der Pink Apple Festival Award 2020 an Ulrike Ottinger wird am 9. Januar 2021 im Filmpodium Zürich vergeben.

Donnerstag, 1. Oktober – 10:14 Uhr

Erste Single des Duos Mischgewebe: «I Wanna Now You»

Sie gehören zu jenen Bands, die von der Coronakrise besonders hart getroffen wurden. Das st.galler-bündner Duo Mischgewebe hat im vergangenen November den Wettbewerb «bandXost» gewonnen. 2020 wäre also ihr Jahr gewesen mit zahlreichen Auftritten in Clubs und an Festivals. Doch alle diese Konzerte wurden entweder abgesagt oder auf nächstes Jahr verschoben.

Bill Bühler und Melanie Danuser sind Mischgewebe.

Bill Bühler und Melanie Danuser sind Mischgewebe.

Bild: PD

Nun veröffentlichen Mischgewebe ihre erste Single: «I Wanna Know You». Der Song ist ein Vorbote auf das kommende Album «Violet». Auch ein Video gibt es schon dazu, ein äusserst sehenswertes, gedreht vom Zürcher Künstlerduo Rico Scagliola und Michael Meier.

«I Wanna Know You» ist ein mit gehörig Bass unterfütterter Popsong, in dem rasselnde Hi-Hats auf gregorianische Chöre treffen. Mischgewebe schreiben in einer Mitteilung, dass sie mit ihrer Musik nichts weniger als «die Welt erobern» wollen «und dabei Menschen begegnen, sie kennenlernen, spüren, vibrieren und tanzen sehen».

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Mittwoch, 30. September – 19:28 Uhr

Der St.Galler Manuel Stahlberger veröffentlicht die Lieder aus seinem Kabarettprogramm als Album

Neues aus der Höhle: Manuel Stahlberger (rechts) und Bit-Tuner.

Neues aus der Höhle: Manuel Stahlberger (rechts) und Bit-Tuner.

Bild: PD

(PD/rbe) «I däre Show» heisst das Album, das Manuel Stahlberger und Bit-Tuner veröffentlichen. Es versammelt die Lieder aus Stahlbergers aktuellem Soloprogramm «Eigener Schatten», wie es in einer Mitteilung heisst. Die Musik hat der St.Galler Bit-Tuner produziert, der in Stahlbergers Band auch Bass spielt.

Die Texte des Albums hat Stahlberger geschrieben. In «Di heilig Famili» beschreibt er beispielsweise das gemeinsame Fondueessen an Weihnachten. In «Loch im Augelid» tappt man gemäss Mitteilung auf der plastischen Chirurgie durch einen surrealen Albtraum, in dem der Chefarzt unter anderem Ohrenhaut aufs Auge transplantiert. Auch für Fussballfans ist etwas dabei: In «S erscht Mol» erzählt Stahlberger detailgetreu, wie er im März 1983 zum ersten Mal mit seinem Vater an ein Fussballspiel ins Espenmoos geht.

Einen ersten Videoclip gibt es schon: «Dureringe». Das Album «I däre Show» erscheint am 16. Oktober und wird am 28. Oktober im Palace in St.Gallen getauft.

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Mittwoch, 30.September – 17:59 Uhr

Wegen Corona: Meisterzyklus-Konzert in St.Galler Tonhalle geändert

(pd/miz) Eigentlich hätte am Freitag, 13. November das indische Ensemble in der Tonhalle St.Gallen auftreten sollen. Doch wegen der aktuell geltenden Quarantänemassnahmen könne das indische Ensemble nicht in St.Gallen auftreten, das Programm werde in der kommenden Saison nachgeholt. Stattdessen treten die Cissokho Brothers auf, schreibt das Sinfonieorchester St.Gallen.

Die Formation Cissokho Brothers.

Die Formation Cissokho Brothers.

Bild: PD

Die Cissokho Brothers entstammen einer prominenten senegalesischen Musiker-Dynastie und präsentieren am 13. November um 19.30 Uhr in der St.Galler Tonhalle Musik aus dem Erbe der westafrikanischen Musiker und Geschichtenerzähler. In dieser jahrhundertealten Tradition trugen die professionellen Barden ihre Lieder und Balladen mit Unterstützung von Instrumenten vor. Drei dieser afrikanischen Stegharfen präsentieren die Cissokho Brothers in ihrem St.Galler Konzert, neben dem Xylofon-ähnlichen Balafon und einer Reihe traditioneller Perkussionsinstrumente.

«Meisterzyklus grenzenlos» ist eine Konzertreihe von Konzert und Theater St.Gallen, die Entdeckungsreisen durch musikalische Traditionen aus aller Welt in die Tonhalle St.Gallen bringt.

Mittwoch, 30.September – 17:38 Uhr

Schriftstellerin Dragica Rajčić liest in St.Gallen

(pd/miz) Die St.Galler Bibliothek Wyborada samt Literaturhaus bleibt über die Herbstferien zwar geschlossen, macht aber neugierig auf den Anlass nach den Ferien: Am Donnerstag, 22.10. ist Dragica Rajčić Holzner zu Gast in der Kunsthalle St.Gallen. Die gebürtige Kroatin lebte lange Zeit in St.Gallen. Ihre letzte Lesung in der Stadt ist schon ein paar Jahre her, dafür kommt die Autorin nun gleich mit zwei Büchern im Gepäck: «Glück» und dem erst kürzlich veröffentlichten Roman «Liebe um Liebe», dessen Entstehung auch in Rajčićs Briefwechsel mit Julia Weber für das Literaturhausprojekt Cara Roberta Thema war. Das Gespräch am 22.Oktober moderiert der St.Galler Kulturjournalist Peter Surber. Die Veranstalterinnen weisen darauf hin, dass die Platzzahl beschränkt sei und eine Reservation empfohlen.

Die Schriftstellerin Dragica Rajčić liest am 22.Oktober in der Kunsthalle St.Gallen.

Die Schriftstellerin Dragica Rajčić liest am 22.Oktober in der Kunsthalle St.Gallen.

Bild: Florian Bachmann
Mittwoch, 30. September - 12:29 Uhr

Comedian Claudio Zuccolini jubiliert in der St. Galler Kellerbühne

(pd/bk.) Gerade hat der Bündner Komiker Claudio Zuccolini für sein Programm «Darum!» den Haupt- und den Publikumspreis an den Swiss Comedy Awards gewonnen - heute und am Wochenende ist er damit in der Kellerbühne St. Gallen zu Gast.

Grund zum Feiern hatte er schon vorher: Zwanzig Jahre Ehe, dreissig Jahre Übergewicht und fünfzig Jahre lustig unterwegs im Leben, das sind die Jubiläen, um die es in «Darum!» geht. Seine Geschichten stammen direkt aus seinem Alltag und sind beste, witzigste Unterhaltung. Als Komiker ist ihm nichts peinlich, weder der verpasste flotte Dreier noch der Besuch beim Urologen. Nur die Kindesübergabe in der Kita - die könnte schneller gehen. Doch dann hätten seine Fans auch weniger zu lachen.

Mittwoch, 30.9. bis Sonntag, 3.10., 20 Uhr, Kellerbühne St. Gallen. Reservation unter Tel. 058 568 44 49 oder online: www.kellerbuehne.ch

Mittwoch, 30.September – 12:08 Uhr

Theater Konstanz sucht Theaterbegeisterte aus der Region für neues Stadtensemble

(pd/miz) Das Theater Konstanz gründet ein «Stadtensemble». Gedacht ist es laut Ausschreibung für Theaterbegeisterte aus Konstanz und der Region zwischen 16 und 99 Jahren (wobei auch engagierte 100-Jährige sicher nicht ausgeschlossen würden). Am Samstag, 10.Oktober, wird das Projekt auf der Werkstattbühne von 11 bis 12 Uhr vorgestellt. Workshops finden am selben Tag von 13 bis 17 Uhr statt sowie am Sonntag, 11.Oktober, von 11-17 Uhr.

Gemeinsam mit der Regisseurin Anne-Stine Peters und Tanja Jäckel, die seit 2007 als Tanz- und Theaterpädagogin sowie Regisseurin am Jungen Theater Konstanz arbeitet, werde unter professionellen Bedingungen ein Theaterabend entwickelt. Die Premiere soll am 10.4.2021 in der Spiegelhalle stattfinden. Das erste Projekt nehme das Stück «Hin und her» des österreichisch-ungarischen Schriftstellers Ödön von Horváth als Grundlage. Die Komödie, die 1933 entstand, spielt auf einer Brücke, die, über einen Grenzfluss führend, zwei Staaten miteinander verbindet.

Mittwoch, 30.September – 11:50 Uhr

«Die letzten Europäer»: Neue Ausstellung im Jüdischen Museum Hohenems beleuchtet Vertreibung einer Familie

(pd/miz) Am 4.Oktober eröffnet das Jüdische Museum Hohenems seine neue Ausstellung. Diese erkunde die neuerliche Bedrohung eines geeinten und friedlichen Europas. Das Vorarlberger Museum will mit der Ausstellung aufrütteln: «75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ist Europa von einem Rückfall in nationalistische und fremdenfeindliche Ideologien bedroht», schreiben die Ausstellungsmacher. Der europäische Imperativ «Nie wieder!» werde von vielen in Frage gestellt, sogar in Österreich.

Fotoalbum mit Aufnahmen des land- und viehwirtschaftlichen Betriebes der Familie Brunner, sowie Gruppenfotos und Porträtaufnahmen. Auf dem grossen Foto abgebildet ist Rodolfo Brunner mit Benito Mussolini (undatiert).

Fotoalbum mit Aufnahmen des land- und viehwirtschaftlichen Betriebes der Familie Brunner, sowie Gruppenfotos und Porträtaufnahmen. Auf dem grossen Foto abgebildet ist Rodolfo Brunner mit Benito Mussolini (undatiert).

Bild: Dietmar Walser/Jüdisches Museum Hohenems (Nachlass Carlo Alberto Brunner)

Ausgangspunkt für die Ausstellung «Die letzten Europäer» sei der Nachlass von Carlo Alberto Brunner. Dieser umfasst bestehend Briefe und Dokumente, Memorabilia und Alltagsgegenstände der Hohenemser Familie Brunner, die sich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach Triest aufmachte, um zur rasanten Entwicklung der habsburgischen Mittelmeermetropole beizutragen. Ihr steiler sozialer und kultureller Aufstieg endete mit der Entwicklung Europas zu einem Kontinent des gegenseitigen Hasses und in den Verheerungen zweier Weltkriege, die Teile der Familie in alle Welt zerstreute.

Aktuell entdeckten Europas Nationalisten ihre eigene Fantasie vom «christlich-jüdischen Abendland» – als Kampfbegriff gegen Zuwanderung und Integration. Die Werte der Aufklärung, die die Grundlage europäischer Verständigung nach den Katastrophen des 20. Jahrhunderts bildeten, würden in ihr Gegenteil verkehrt und so zum Mittel der Abschottung und der Ausgrenzung. Während der Corona-Pandemie sei die Europäische Gemeinschaft weiter auseinander statt näher zusammengerückt. Nationale Interessen würden gegen europäische Lösungen ausgespielt.

Vor diesem Hintergrund blicke das Jüdische Museum Hohenems auf jüdische Individuen, die angesichts der Zerstörungen Europas und der versuchten Vernichtung der europäischen Juden im 20. Jahrhundert nationale und kulturelle Grenzen überschritten und die universelle Geltung von Menschenrechten erneut vehement einforderten.

Mittwoch, 30.September – 9:40 Uhr

Neue Ausschreibung für Wiler Kunstschaffende

(pd/miz) Die Stadt Wil ruft Wiler Künstlerinnen und Künstler dazu auf, sich für die neue Ausstellungsrunde 2021 im Foyer Bronschhofen zu bewerben. Im Verwaltungsgebäude Bronschhofen können im Foyer Wiler Kunstschaffende Werke ausstellen, um Besucherinnen und Besuchern einen Einblick ins örtliche Kunstschaffen zu gewähren. Wie die Stadt Wil mitteilt, könnten sich Künstlerinnen und Künstler mit Wohnsitz in der Stadt Wil oder Kunstschaffende, die in Wil aufgewachsen sind und einen Bezug zu Wil haben, bewerben. Einsendeschluss ist der 30.November.

Organisiert wird das ganze von einer Fachgruppe, die aus Mitgliedern der Kulturkommission der Stadt Wil besteht. Die Ausstellungen sollen nach Absprache jeweils drei bis vier Monate dauern. Wer sich bewerben möchte: Eine thematische Vorgabe bestehe nicht, so die Stadt Wil. Allerdings sind umfassende Dokumentationen einzureichen, in denen das künstlerische Schaffen von mindestens der vergangenen zwei Jahre ersichtlich wird. Zur Eröffnung der Ausstellung wird eine Vernissage organisiert, wenn es während der Ausstellung zu Verkäufen kommt, gehen 80 Prozent des Verkaufspreises an die Kunstschaffenden. Weiter heisst es: «Die Einladung zur Teilnahme geht per Brief an uns bekannte Kunstschaffende und wird zeitgleich auf der Webseite der Stadt Wil publik gemacht».

Die Zuzwiler Künstlerin Claire Lieberherr stellt ab 1.Oktober im Foyer Bronschhofen Frauenbilder aus ihrer aktuellen Serie «Unter Freundinnen» aus.

Die Zuzwiler Künstlerin Claire Lieberherr stellt ab 1.Oktober im Foyer Bronschhofen Frauenbilder aus ihrer aktuellen Serie «Unter Freundinnen» aus.

Bild: PD/Claire Lieberherr

Die nächste Vernissage findet am Donnerstag, 1.Oktober statt. Um 18.30 Uhr präsentiert die Zuzwiler Künstlerin Claire Lieberherr eine Auswahl ihrer Werke. Die Ausstellung geht bis 11.Dezember.

Dienstag, 29.September – 17:44 Uhr

Lana Lux liest in Gottlieben

(pd/miz) Die deutsche Schriftstellerin und Illustratorin Lana Lux liest aus ihrem neuen Roman «Jägerin und Sammlerin» im Literaturhaus Thurgau in Gottlieben. Am Samstag, 3. Oktober 2020, um 19:30 Uhr, moderiert von Programmleiter Gallus Frei-Tomic. In ihrem zweiten Roman erzählt Lana Lux nicht nur über eine zerstörte Mutter-Tochter-Beziehung, sondern auch von Entwurzelung und vom komplizierten Ankommen in der Fremde.

Schriftstellerin und Illustratorin Lana Lux.

Schriftstellerin und Illustratorin Lana Lux.

Bild: Joachim Gern

Lana Lux, so das Pseudonym der Autorin, wuchs im ukrainischen Dnjepropetrowsk auf. Im Alter von zehn Jahren emigrierte ihre Familie nach Deutschland. Gleich mit ihrem ersten Roman, «Kukolka» (2017), landete sie einen Erfolg. Lana Lux erzählt darin die Geschichte eines ukrainischen Waisenmädchens, das in Deutschland in ein Netz aus Menschenhandel, Macht und Missbrauch gerät. Auch ihr zweiter Roman, erschienen im Frühjahr 2020, wurde von der Kritik positiv aufgenommen: Gelobt wurde unter anderem die präzise, unprätentiöse Wärme der Erzählung und Lux' unglaubliches Talent für Spannung.

Dienstag, 29.September – 13:15 Uhr

Thurgau schreibt Förderbeiträge für Kulturschaffende aus

(pd/miz) 150'000 Franken: Diese Summe steht zur Unterstützung von Kulturschaffenden im Thurgau zur Verfügung. Sechs Förderbeiträge à je 25'000 Franken schreibt der Kanton aus. Die Beiträge sollen – im Sinne eines Stipendiums – einen persönlichen und künstlerischen Entwicklungsschritt ermöglichen sowie Freiraum schaffen für eine gezielte Vertiefung oder Erweiterung der künstlerischen Kompetenzen, schreibt das Thurgauer Amt für Kultur.

Um einen Förderbeitrag bewerben können sich professionell tätige Kulturschaffende aller Sparten, die ihren gesetzlichen Wohnsitz im Thurgau haben oder einen engen persönlichen Bezug zum Kanton aufweisen (wobei das Bürgerrecht nicht ausschlaggebend sei), heisst es in der Ausschreibung.

Die Ausschreibungsunterlagen können beim Kulturamt des Kantons Thurgau, Grabenstrasse 11, 8510 Frauenfeld, E-Mail: kulturamt@tg.ch, Tel. 058 345 73 73, bezogen oder auf der Homepage www.kulturamt.tg.ch abgerufen werden. Eingabeschluss ist der 31. Januar 2021 (Datum des elektronischen Posteingangs oder des Poststempels). Die Unterlagen sind bei Bewerbungen auf postalischem Weg in fünffacher Ausführung (max. Format A4, keine Originale) einzureichen und werden in der Regel nicht retourniert.

In einem zweistufigen Verfahren entscheidet eine Jury über die einzelnen Anträge. Bei der Vergabe der Beiträge werden verschiedene Sparten berücksichtigt. Die Förderbeiträge werden an einer öffentlichen Veranstaltung im Juni 2021 überreicht.

Dienstag, 29.September – 12:26 Uhr

Stiftsbibliothek St.Gallen veröffentlicht neue Datenbank

Die neue Datenbank zur Geschichte kirchlicher Institutionen in der Schweiz ist online. Das schreibt die Stiftsbibliothek St.Gallen. Diese führt das Register der Helvetia Sacra seit 2018. Die völlig neu konzipierte Datenbank sei allen Interessierten frei zugänglich. Sie ergänze das gleichnamige gedruckte Nachschlagewerk.

In 28 Bänden, die zwischen 1972 und 2007 herausgegeben wurden, wird die Geschichte der Bistümer, Stifte und Klöster beschrieben, ergänzt mit Kurzbiografien der Oberen und Oberinnen. Bibliografien und Verzeichnisse archivalischer Quellen sind bis heute Grundlage für tiefergehende historische Recherchen zu den kirchlichen Einrichtungen, schreibt die Stiftsbibliothek. Bis 2018 wurde der Registerband dieses Lexikons vom Schwabe-Verlag als Online-Datenbank betrieben. Diese wird nun von der Stiftsbibliothek St. Gallen in neuer Form weitergeführt.

Neu findet man die kirchenhistorischen Informationen frei zugänglich in der Datenbank Sacra Helvetica, die die Stiftsbibliothek St.Gallen führt.

Neu findet man die kirchenhistorischen Informationen frei zugänglich in der Datenbank Sacra Helvetica, die die Stiftsbibliothek St.Gallen führt.

Bild: David Suter

Die Datenbank Helvetia Sacra sei jetzt neu konzipiert worden. Sie verstehe sich als dynamische Informationssammlung zur Geschichte der kirchlichen Einrichtungen der Schweiz. Neben dem Register der Helvetia Sacra würden auch Inhalte anderer Projekte darauf veröffentlicht. Ein erstes solches Projekt, das zurzeit erarbeitet und sukzessive online publiziert werde, sei das Handbuch der Schweizer Klosterbibliotheken. Mittelfristig sei auch die digitale Publikation der inzwischen vergriffenen Bände der Helvetia Sacra geplant. Online erhält man Einblick unter helvetiasacra.ch

Dienstag, 29.September – 10:18 Uhr

Neue Präsidentin für St.Gallische Kulturstiftung und neue Preisträger

(pd/miz) Die St.Gallische Kulturstiftung bekommt eine neue Präsidentin. Wie die Stiftung in einer Mittelung schreibt, endet für Corinne Schatz nach 12-jährigem Engagement die Zeit als Stiftungsrätin und Präsidentin der Kulturstiftung. Neue Präsidentin wird Barbara Schlumpf aus Uznach. Sie sei als Regisseurin und Theaterautorin weit über die Region bekannt und habe bereits die letzten vier Jahre dem Gremium angehört.

Zudem gab die Kulturstiftung neue Preisträger bekannt: Die Werdenberger Theater-, Filmschauspielerin und Regisseurin Simona Specker erhält einen Förderpreis. Der Kulturpreis geht an den Musiker, Chorleiter und Dirigenten Max Aeberli aus Rapperswil.

Chorleiter Max Aeberli aus Rapperswil wird mit dem Kulturpreis der St.Gallischen Kulturstiftung 2020 ausgezeichnet.

Chorleiter Max Aeberli aus Rapperswil wird mit dem Kulturpreis der St.Gallischen Kulturstiftung 2020 ausgezeichnet.

Bild. PD

Doch die neue Präsidentin ist nicht der einzige Wechsel. Auf Ende der Amtsdauer 2016/2020 verliessen mehrere Mitglieder die St.Gallische Kulturstiftung, wie es weiter in der Mitteilung heisst. Von Amtes wegen habe der ehemalige Regierungsrat Martin Klöti den Vorstand verlassen. Ebenfalls ihr Amt haben niedergelegt Beat de Coi, Sargans, der Wattwiler Kulturjournalist Hansruedi Kugler, Barbara Sager aus Wil sowie Reni Schmitter, St.Gallen. Ab dem 1. Juni 2020 setzt sich der Stiftungsrat der St.Gallischen Kulturstiftung wie folgt zusammen: Barbara Schlumpf, Uznach (Präsidentin), Regierungsrätin Laura Bucher, St.Margrethen (Vizepräsidentin), Adrian Scherrer, Grabs (Vizepräsident), Hans Bärtsch, Mels, Thomas Birri, Berg, Meinrad Gschwend, Altstätten, Nina Keel, St.Gallen, Claudia Reeb, St.Gallen, Katrin Schulthess, Grabs, Christian Spoerlé, Ebnat-Kappel, Brigitte Wiederkehr, St.Gallen, sowie Katrin Meier, Leiterin Amt für Kultur, mit beratender Stimme.

Die Werdenberger Schauspielerin und Regisseurin Simona Specker wird von der St.Gallischen Kulturstiftung mit einem Förderpreis ausgezeichnet.

Die Werdenberger Schauspielerin und Regisseurin Simona Specker wird von der St.Gallischen Kulturstiftung mit einem Förderpreis ausgezeichnet.

Bild: PD

Der neue Vorstand der St.Gallischen Kulturstiftung wird erstmals öffentlich in Erscheinung treten an der Preisverleihung am Mittwoch, 11. November 2020 in der Tonhalle St.Gallen. Da verleiht die St.Gallische Kulturstiftung die jetzt gesprochenen sowie die bereits im Frühjahr gesprochenen Förder-, Anerkennungs- und Kulturpreise. Die Preisverleihung, die im Frühjahr wegen Corona abgesagt werden musste, wird am 11.11. nachgeholt. Neben Simona Specker und Max Aeberli nehmen nun auch Jiři Makovec, Monika Schnyder und der Verein Röllelibutzen ihre Förder- und Anerkennungspreise persönlich entgegen. Wer dabei sein möchte: Anmeldungen bis 3.November auf kulturstiftung.sg/anmeldung/

Montag, 28.September – 18:58 Uhr

Usama Al Shahmani liest im Thurgau

Packender Erzähler: Schriftsteller Usama Al Shahmani bei einer Lesung in Bischofszell.

Packender Erzähler: Schriftsteller Usama Al Shahmani bei einer Lesung in Bischofszell.

Bild: Barbara Hettich

(pd/miz) Der Thurgauer Schriftsteller Usama Al Shahmani hat mit seinem neuen Roman «Im Fallen lernt die Feder fliegen» erneut für Aufregung gesorgt: Ihm ist wieder ein grosser Erfolg gelungen. Am Mittwoch, 30.September, feiert Al Shahmani in Frauenfeld Buchvernissage. Die Veranstaltung im evangelischen Kirchgemeindehaus ist allerdings schon ausverkauft, wie die Thurgauer Kantonsbibliothek meldet. Doch mit etwas Glück ergattert man vielleicht noch letzte Tickets für die Lesung von Shahmani am 1.Oktober. Um 19.30 Uhr liest der Schriftsteller aus seinem neuen Roman in Kreuzlingen in der Papeterie Bodan.

Usama Al Shahmani kam einst als Flüchtling vom Irak in die Schweiz. Ein regimekritisches Theaterstück wurde ihm zum Verhängnis. Heute schreibt der Autor sensationelle Romane – auf Deutsch. Sein neustes Werk «Im Fallen lernt die Feder fliegen» handelt von einer Irakerin, die im Spannungsfeld zwischen Heimat und Exil nicht zur Ruhe kommt. Der Roman rückt die Sprache ganz ins Zentrum, oder vielmehr den schmerzhaften Verlust der Sprache.

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Ehemaliger irakischer Flüchtling Usama al-Shahmani legt berührenden Roman vor

Als Flüchtling kam Usama al-Shahmani einst vom Irak in die Schweiz. Ein regimekritisches Theaterstück wurde ihm zum Verhängnis. Heute schreibt der Autor sensationelle Romane – auf Deutsch. Sein neustes Werk «Im Fallen lernt die Feder fliegen» handelt von einer Irakerin, die im Spannungsfeld zwischen Heimat und Exil nicht zur Ruhe kommt.
Dieter Langhart
Montag, 28.September – 15:53 Uhr

Alte Äpfel im Kunstmuseum Liechtenstein

(pd/miz) Klar, der Thurgau ist und bleibt der einzig wahre Apfelkanton. Doch auch woanders kümmert man sich um diese Obstsorte. Das Kunstmuseum Liechtenstein bietet nun eine Veranstaltung der besonderen Art an. Am Donnerstag, 1. Oktober, hält Eva Körbitz um 18 Uhr einen Vortrag zum Thema «Alte Obstsorten – neu entdeckt». Körbitz ist Geschäftsführerin des Vereins Hortus aus Balzers. Dieser unterstützt die Erhaltung der Hochstamm-Obstbäume und fördert den Erhalt und die Nutzung regionaler und alter Sorten. Im Kunstmuseum Liechtenstein gibt Eva Körbitz am Donnerstag einen Einblick in die Geschichte und Geschichten rund um die alten Obstsorten in Liechtenstein.

Das Kunstmuseum zeigt aktuell die Ausstellung «Parlament der Pflanzen». Der Seitenlichtsaal des Museum wird dabei zu einem sich wandelnden und wachsenden Projektraum, der die unmittelbare Aussenwelt mit Fragestellungen der Kunst verbindet, schreiben die Ausstellungsmacherinnen. Dabei sollen vielfältige naturwissenschaftliche Ansätze und künstlerisch-poetische Perspektiven auf das Pflanzenreich aufeinander treffen und sich «befruchten». Initiativen, Vereine und Akteure aus verschiedenen Disziplinen wie Botanik, Floristik und Gartenbau, Forst- und Landwirtschaft, (Landschafts-) Architektur, Meteorologie und Kunst werden von ihrer Beziehung zu den Pflanzen berichten.

Alte Obstsorten wie die Apfelsorte «Rösli Marie» lassen sich im Kunstmuseum Liechtenstein am 1.Oktober entdecken.

Alte Obstsorten wie die Apfelsorte «Rösli Marie» lassen sich im Kunstmuseum Liechtenstein am 1.Oktober entdecken.

Bild: PD
Montag, 28.September – 12:08 Uhr

Freudenhaus Lustenau muss Veranstaltungen absagen

(pd/miz) «Der Kulturherbst und ein Virus...», schreibt das Freudenhaus Lustenau resigniert. Man habe sich auf einen Herbst voller Kunst und Kultur gefreut, doch es habe da ein Virus gegeben, dass eben auch noch mitsprechen wolle, so die Veranstalter. So müssen nun nicht nur der Freudenhaus Flohmarkt von Sonntag, 4.Oktober abgesagt werden, sondern gleich zahlreiche weitere Veranstaltungen:

  • Constanza Sommi | Anna Sandreuter & Lisa Moon (8.+9. Oktober 2020) - Neu: Frühjahr 2021
  • Gabby Young (10. Oktober 2020) - Neu: Frühjahr 2021
  • Ariane & Roxana (16.+17. Oktober) - Neu: Frühjahr 2021
  • Stermann & Grissemann (24. Oktober 2020) - Neu: Frühjahr 2021
  • Gravity & Other Myths (1.-6. Dezember 2020) - Neu: Herbst 2021

Das Freudenhaus Lustenau ist ein mobiles Theaterzelt, und bietet eine Bühne für Circus, Theater und Musik in Lustenau. 2004 gegründet, gestaltet das Freudenhaus das kulturelle Leben in Vorarlberg mit, zuerst an verschiedenen Standorten in Bregenz und Lustenau. Seit 2016 steht dieses nostalgische Etablissement nur noch in Lustenau.

Das Freudenhaus Lustenau ist eine Bühne für Circus, Theater und Musik.

Das Freudenhaus Lustenau ist eine Bühne für Circus, Theater und Musik.

Bild: PD
Montag, 28.September – 10:35 Uhr

Kulturpunkt Flawil startet nach-Corona-Betrieb

(pd/miz) Ab Samstag, 3. Oktober ist der Kulturpunkt Flawil «zurück nach der sommerlichen Durststrecke», melden die Veranstalter. Obwohl bereits wieder mehrere Kulturanlässe abgesagt oder verschoben werden mussten,sei man zuversichtlich, über Herbst und Winter ein hochkarätiges Programm präsentieren zu können. Am 3.Oktober spielen um 20.30 Uhr Noche Cubana con Son & Mas Orquesta kubanischen Son, Salsa und mehr. Es sei eine fiesta cubana, ein feurig heisses Fest für Aficionados karibischer Rhythmen, so die Veranstalter.

Noche Cubana con Son & Mas Orquesta treten im Kulturpunkt Flawil auf.

Noche Cubana con Son & Mas Orquesta treten im Kulturpunkt Flawil auf.

Bild: PD

Die Band sei eine bunte Musikertruppe aus verschiedenen Ecken Lateinamerikas, die sich in Europa zusammengetan hätten, um die Elemente der karibischen Traditionen zu einem neuen und authentischen Ganzen zu fügen. Eine gute Prise Heimweh sei jedoch unüberhörbar.

Am 9. Oktober treten um 20.30 Uhr die Schweizer Soundkünstler Mich Gerber & Andi Pupato auf, am 10.Oktober die Geigerin und der Akkordeonist Nina Ulli & Goran Kovacevic.

Der Kulturpunkt Flawil hat ein Schutzkonzept erarbeitet: Bei Veranstaltungen mit Bestuhlung wird zwischen den Gästegruppen jeweils 1 Sitz freigelassen. Bei Veranstaltungen ohne Bestuhlung wird die Kapazität des Saals auf 80 Personen beschränkt, zudem wird ein eigener, bestuhlter Bereich unter Einhaltung der Abstandsregeln eingerichtet, damit die Gäste die Möglichkeit haben, einen Platz einzunehmen, wo keine Enge herrscht. Wenn es bei Veranstaltungen eine Pause gibt, wird diese verlängert, damit die maximale Personenzahl auf den Toiletten eingehalten werden kann.

«Chaibä Corona», schreibt der Kulturpunkt Flawil weiter. Viele Existenzen seien bedroht worden – und seien es noch immer. Besonders hart habe das Virus Kulturschaffende getroffen. Der Kulturpunkt hatte Glück im Unglück: «Die Kulturförderstelle des Kanton St.Gallen, der Gemeinderat der Gemeinde Flawil, und mit besonderem Engagement der Gemeindepräsident und Vereinsmitglied Elmar Metzger unterstützen unseren Kulturbetrieb. Somit müssen wir, zumindest in nächster Zeit, nicht um unsere Existenz bangen.»

Aber viele andere Künstlerinnen und Künstler hätten dieses Glück nicht, so der Kulturpunkt weiter. Vor allem jene in den Ländern, wo es keine Förderungsorgane gebe. Knallharte Lockdowns hätten ganze Jahreseinkommen von vielen Musikschaffenden verpuffen lassen. So zum Beispiel in Afrika, wo die Lage der Künstler mehr als nur alarmierend sei.
«Ihre Hilferufe schmerzen in unseren Ohren», schreibt der Kulturpunkt Flawil. Und ruft dazu auf, das Projekt #Soulidarity zu unterstützen.
#Soulidarity sei ein weltweites Bündnis von Kultur-Botschaftern, welches sich zum Ziel gesetzt hat in einer ersten Etappe 700'000.- Euro zu sammeln und somit Hunderten von KünstlerInnen zu helfen.

Samstag, 26. September - 11:35 Uhr

Kofferpacken für die Kleinen im Figurentheater St. Gallen

Verreisen ist schön - ins Theater gehen aber auch. Edith Zwygart verbindet beides im Figurentheater St. Gallen.

Verreisen ist schön - ins Theater gehen aber auch. Edith Zwygart verbindet beides im Figurentheater St. Gallen.

Bild:pd

(pd/bk.) Im Estrich steht ein Koffer. Er ist gepackt und wartet auf die nächste Reise. Aber irgendetwas stinkt da ... Hat ein ungebetener Gast sich eingeschlichen? Oder eine Socke sich vor dem Waschen gedrückt? Eine sinnlich-vergnügliche Suche nach dem Übeltäter beginnt: für kleine Theaterzuschauer ab drei Jahren, zusammen mit der Schauspielerin und Theaterpädagogin Edith Zwygart.

Edith Zwygart öffnet den Theaterkoffer für Zuschauer ab 3.

Edith Zwygart öffnet den Theaterkoffer für Zuschauer ab 3.

Bild:pd

Das rund 30-minütige Stück ist die Nummer 4 der Reihe «Zippel Zappel - für die Kleinen» im Figurentheater St. Gallen. Behutsam und in kleiner Runde werden die Kinder ins Spiel einbezogen und erfahren erste feine theatralische Momente. Für die Regie zeichnet Frauke Jacobi, Co-Leiterin des Figurentheaters, verantwortlich; die Idee und die Figuren hat Edith Zwygart entwickelt. Zu sehen ist «Zippel Zappel Nr.4» am Wochenende und am kommenden Mittwoch - falls da die Koffer noch im Estrich stehen und nicht bereits in die Herbstferien verreist sind.

Da die Platzzahl auf 35 Personen beschränkt ist, empfiehlt sich eine schnelle Reservierung unter Tel. 058 568 44 49 (Vorverkauf) oder 071 222 60 60 (Abendkasse, 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn).

Samstag, 26.9., 14.30 Uhr, Sonntag, 27.9., 11 Uhr, Mittwoch 30.9., 14.30 Uhr, Figurentheater St. Gallen

Freitag, 25. September – 19:02 Uhr

St.Galler Künstlerin Katja Schenker spricht zu «Schönheit und Kunst»

Katja Schenker und ihre Skulptur «Dreamer (Wie tief ist die Zeit?)».

Katja Schenker und ihre Skulptur «Dreamer (Wie tief ist die Zeit?)».

Juri Junkov / BLZ

(pd/gen) Katja Schenker, Künstlerin und gebürtige St.Gallerin, ist am Montag, 28. September 2020, 19.30 Uhr im Architekturforum Ostschweiz in St.Gallen zu Gast. Thema des Abends ist «Schönheit und Kunst». Schenker wird ihr bisher spektakulärstes Kunstprojekt vorstellen, das sie im Lichthof des Neubaus der Fachhochschule Nordwestschweiz in Muttenz realisierte: einen über 100 Tonnen schweren, 11 Meter hohen Monolithen aus Beton, prall gefüllt mit eingegossenen Naturgegenständen. Es trägt den «Dreamer (Wie tief ist die Zeit?)». Dazu schreibt die Künstlerin: «Der gigantische Monolith enthält in der Natur vorgefundene Materialien, in denen der bewegte Lauf der Zeit bereits kondensiert und zur Ruhe gekommen ist: Holz, Gestein, Metalle.» Die Fundgegenstände wurden auf gut vier Quadratmetern etappenweise zu einem Turm aufgeschichtet und in Beton eingegossen. Anschliessend war die Diamantseilsäge auf dem Platz, um das eingegossene Material im Längsschnitt wieder freizulegen. Nach einem kurzen Inputreferat Katja Schenkers diskutiert sie mit dem Künstler und Verleger Josef Felix Müller und der Kunsthistorikerin Gabrielle Schaad. Das Gespräch wird moderiert von der Philosophin Barbara Bleisch.

Anmeldung obligatorisch: info@a-f-o.ch. Eintritt Fr. 10.- , Mitglieder gratis. Architekturforum Ostschweiz, Davidstrasse 40, St. Gallen.

Freitag, 25. September – 15:53 Uhr

Preis für Plakatekampagne des Theaters St.Gallen

Eines der Plakate der ausgezeichneten Kampagne für das Theater St.Gallen.

Eines der Plakate der ausgezeichneten Kampagne für das Theater St.Gallen.

(pd/gen) Mit einer Plakatkampagne für das Theater St.Gallen hat die St.Galler Agentur TGG Hafen Senn Stieger den Joseph Binder Award gewonnen, einen international ausgerichteten Österreichischen Designpreis. Die Grundidee der Kampagne bestehe in der maximalen Reduktion, wie der visuelle Gestalter Matthias Christ in einem Interview mit dem Blog des Gewerblichen Berufs- und Weiterbildungszentrum St.Gallen erklärte. Man habe sich überlegt, wie mit wenig grafischen Mitteln ganz verschiedene Stimmungen erzielt werden könnten. Entscheidend sei auch gewesen, ein visuelles Konzept zu finden, das über mehrere Spielzeiten funktioniere. Es gebe feste Regeln, aber auch spielerische Elemente: «Bestenfalls lassen die Plakate im Kopf der Betrachter Rätsel entstehen und machen neugierig.»

Freitag, 25. September – 15:35 Uhr

Stillleben in der St.Galler Galerie Max Oertli

«Früchte mit Krug» von Annelies Debrunner.

«Früchte mit Krug» von Annelies Debrunner.

pd

(pd/gen) Die aus den Niederlanden stammende und seit langem in St.Gallen lebende Künstlerin und Kunstpädagogin Annelies Debrunner zeigt in der St.Galler Galerie Max Oertli rund dreissig in Öl gemalte Stillleben. Ihre Hauptthemen sind Früchte und Blumen. Ausgewogene Komposition, das Spiel mit Kontrasten, dem Gegensatz von Hell-Dunkel zeichnen diese Bilder aus, die zu einem stillen Erleben einladen.

Ausstellung Annelies Debrunner «Stillleben» - Ölbilder in der Galerie Max Oertli, Mühlensteg 3, 9000 St.Gallen; bis 4. Oktober. Öffnungszeiten: Do/Fr: 14-19 Uhr, Sa/So: 10-16 Uhr. Die Künstlerin ist anwesend.

Freitag, 25. September – 09:42 Uhr

Symphonieorchester Vorarlberg muss kurzfristig Konzerte absagen

Das Sinfonieorchester Vorarlberg dürfte derzeit höchstens vor 250 Zuhörerinnen und Zuhörern im Montforthaus Feldkirch spielen – das sind zu wenig, und man müsste Abonnenten ausladen.

Das Sinfonieorchester Vorarlberg dürfte derzeit höchstens vor 250 Zuhörerinnen und Zuhörern im Montforthaus Feldkirch spielen – das sind zu wenig, und man müsste Abonnenten ausladen.

Bild: pd

(pd/bk.) Das Symphonieorchester Vorarlberg hat die von heute, Freitag, bis Sonntag geplanten vier Konzerte in Feldkirch und Bregenz mit dem deutschen Violinisten Kolja Blacher kurzfristig abgesagt. Die Gesundheitsbehörde des Landes hatte dem Orchester am Donnerstag eine Besucherzahl von maximal 250 Personen vorgeschrieben – trotz eines zuvor bewilligten Covid-19-Sicherheitskonzepts mit strengen Sicherheitsmassnahmen.

Der Geiger Kolja Blacher.

Der Geiger Kolja Blacher.

Bild: pd

Für die vier Abo- Konzerte, jeweils zwei im Montforthaus Feldkirch und zwei im Festspielhaus Bregenz, waren jeweils zwischen 400 und 1000 Besucherinnen und Besucher gebucht; auf dem Programm standen Werke von Joseph Haydn, Samuel Barber und Leonard Bernstein.

Die Entscheidung der Behörde sei für das Orchester schwer nachvollziehbar, sagt Geschäftsführer Sebastian Hazod. Mit vier Terminen und einer reduzierten Zahl an Plätzen hätte man die bisher geltenden coronabedingten Abstandsregeln einhalten können.

Am Donnerstag jedoch hatte die Gesundheitsbehörde die maximale Besucherzahl auf 250 beschränkt. «Das ist für uns weder wirtschaftlich noch organisatorisch zu schaffen», sagt SOV-Geschäftsführer Hazod:

«Wie sollten wir innerhalb eines Tages eine Auswahl unter 1000 Besucherinnen und Besuchern treffen und 750 von ihnen über eine Absage benachrichtigen?»

Es sei für ihn unverständlich, dass ein Orchesterkonzert gleich behandelt werde wie ein Fussballspiel, und dass Vorarlberg strenger vorgehe als Wien mit noch höheren Infektionszahlen. Schliesslich hätten Veranstaltungen wie die Bregenzer Festtage gezeigt, dass die Sicherheit der Musiker und der Besucher gewährleistet werden könne.

Man werde sich nun um eine rasche Rückabwicklung der Buchungen bemühen und die Gagen aus Fairness gegenüber den Musikerinnen und Musikern bezahlen.

Donnerstag, 24. September – 18:53 Uhr

Kammermusikensemble «Tacchi alti» im Kloster Fischingen

Das Schweizer Kammermusikensemble «Tacchi alti» im «Tiefenrausch».

Das Schweizer Kammermusikensemble «Tacchi alti» im «Tiefenrausch».

pd

(pd/gen) Das bekannte Schweizer Kammermusikensemble «Tacchi alti» geht trotz Corona mit ihrem Programm «Tiefenrausch» auf Schweizer Tournee. «Der Coronavirus hat zwar die Vorbereitungen erschwert, umso glücklicher sind wir, dass es nun losgeht», sagt Barbara-Gabriella Bossert, Leiterin von «Tacchi alti». Das Ensemble macht am Sonntag, 27. September, um 16 Uhr Halt im Kloster Fischingen. Begleitet wird es vom Streichorchester Junge Zürcher Harmoniker.

Die Flötistin Barbara-Gabriella Bossert und die Harfenistin Kathrin Bertschi haben sich während ihres Studiums an der Musikhochschule in Luzern kennengelernt und gründeten vor zwölf Jahren das Ensemble «Tacchi alti». Ein wenig später ist der Bratschist Hannes Bärtschi dazu gestossen. Seitdem hat das Trio Hunderte von Konzerten in der Schweiz und im Ausland gegeben.

Impression von den Proben mit Maske.

Impression von den Proben mit Maske.

PD

Das Programm umfasst vier Werke, die sich in unterschiedlicher Form mit stillen, emotionalen Momenten – aber auch mit atemberaubenden Erlebnissen befassen. Béla Bartók komponierte das Divertimento für Streichorchester vor Beginn des zweiten Weltkrieges in den Schweizer Bergen, einer letzten, unrealen Insel der Ruhe. Weit entfernt vom schnellen Treiben des Lebens entsteht das Adagietto aus der Sinfonie Nr. 5 von Gustav Mahler, eine intime Liebeserklärung an Alma. Die Schönheit unwirklicher Momente fasziniert auch den Zürcher Komponisten Martin Wettstein, dessen Tripelkonzert «Tiefenrausch» «Tacchi alti» und die Jungen Zürcher Harmoniker uraufführen. Mit László Weiner wird ausserdem das Werk eines vergessen gegangenen, jüdischen Komponisten aus Ungarn wiederentdeckt.

Donnerstag, 24. September – 14:25 Uhr

72. Poetry Slam am 26. September in der Grabenhalle

Die zweifache österreichische Slammeisterin Agnes Maier aus Graz.

Die zweifache österreichische Slammeisterin Agnes Maier aus Graz.

Bild: PD

(PD/rbe) Im Frühling fielen in der Stadt St.Gallen mehrere Poetry-Slam-Anlässe ins Wasser. Unter anderem lief die beliebte Sonntagabend-Reihe «Tatwort» wegen Corona sang- und klanglos aus. Jetzt startet aber die neue St.Galler Poetry-Slam-Saison. Oder wie es in einer Mitteilung von Slamgallen mit der szeneüblichen, ironischen Übertreibung heisst: «Das Paris-Dakar unter den Literaturveranstaltungen rockt endlich wieder die Gallusstadt.» Der erste St.Galler Poetry-Slam-Abend findet am 26. September ab 20 Uhr in der Grabenhalle statt.

Auf der Bühne stehen gemäss Mitteilung «eine Auswahl der tollsten, wortgewaltigsten, bestaussehendsten und erfolgreichsten Slampoetinnen und -poeten». Namentlich sind dies die zweifache österreichische Slammeisterin Agnes Maier aus Graz, das Berner Slamurgestein Fehmi Taner, die Seriensiegerin und zurzeit erfolgreichste Schweizer Slampoetin Rebekka Lindauer aus Zürich, der deutschsprachige Slamchampion 2018 Valerio Moser aus Langenthal, die Schaffhauser Slamlegende Diego Häberli, die Zürcher Slamveranstalterin Rahel Annina Fink, der Thurgauer Mundartpoet Sven Hirsbrunner und die Basler Lyrikerin Sarah Altenaichinger. Richi Küttel und Etrit Hasler werden den Anlass moderieren.

Zur neuen Slamsaison gehört auch ein Coronaschutzkonzept. So erhalten nur 250 Gäste Zutritt. Zudem werden gemäss Mitteilung die Kontaktdaten erhoben, da der Mindestabstand zwischen den Besuchern trotz reduzierter Kapazität teilweise unterschritten werde.

Donnerstag, 24. September – 11:02 Uhr

Illustrationen zur Migration im St.Galler Haus zur Ameise

(pd/gen) Bereits als Dreijährige war die freischaffende Illustratorin und Grafikerin Sarah Furrer, die unter dem Namen SAFU auftritt, nicht vom Zeichnen und Malen abzuhalten. Die Werke der Zürcherin sind urban, zeitgenössisch und doch poetisch. Am liebsten arbeitet Sarah Furrer mit schwarzen Stiften, Molotow-Markern, Acryl und Tinte. Nun stellt ab heute Abend bis am Samstag unter dem Titel «This isn’t Happiness» in St.Gallen im Haus zur Ameise eine Arbeit rund um Fluchtbewegungen aus. Seit der ersten Recherche 2015 ist das Thema bei der Künstlerin SAFU immer aktuell geblieben.

Vernissage Donnerstag 24. September 2020, 18 – 22 Uhr; Öffnungszeiten: Freitag, 25. September 2020, 16 – 20 Uhr, Samstag 26. September 2020, 15 – 20 Uhr

Mittwoch, 23. September – 19:57 Uhr

Künstlerpaar Monica Germann & Daniel Lorenzi in Heiden

Eine Zeichnung von Monica Germann & Daniel Lorenzi.

Eine Zeichnung von Monica Germann & Daniel Lorenzi.

PD

(pd/gen) Das Henry-Dunant-Museum in Heiden richtet sich neu aus und plant einen Umbau. Während der Umbauzeit ab Juli 2021 und der Schliessung des Museums im Dunant-Haus bespielt das Museum die Parterre-Räumlichkeiten des ehemaligen Hotel Krone unter dem Label «Dunant Plaza». Bereits ab Oktober bereitet sich das Museum dort für die zweijährige Zwischennutzung vor und führt erste Aktionen durch.

Monica Germann und Daniel Lorenzi.

Monica Germann und Daniel Lorenzi.

PD

Den Auftakt macht das Künstlerpaar Monica Germann & Daniel Lorenzi. Die beiden realisieren an den Fensterfronten des «Dunant Plaza» eine künstlerische Intervention. Die «Window Paintings» setzen sich inhaltlich mit dem Wirken Dunants auseinander. Mit figurativen Tuschezeichnungen greifen sie Themen wie Verwüstung und Verletzlichkeit, Solidarität und Hilfe, Pflegen und Retten auf. Der Realisierungsprozess kann zwischen dem 5. und 15. Oktober 2020 mitverfolgt werden.

Vernissage «Window Paintings» in Anwesenheit des Künstlerduos Germann & Lorenzi, Samstag, 17. Oktober, 16 Uhr am Kirchplatz 9, Heiden. Die «Window Paintings» an den Verandafenstern können bis 6. Januar 2021 jederzeit von aussen besichtigt werden.

Mittwoch, 23. September – 15:05 Uhr

Bandraumfestival Disorder diesmal unter freiem Himmel

Auch die Band Karluk macht am diesjährigen «Disorder» wieder mit und lädt in ihren Proberaum in der St.Galler Reithalle.

Auch die Band Karluk macht am diesjährigen «Disorder» wieder mit und lädt in ihren Proberaum in der St.Galler Reithalle.

Bild: Ralph Ribi (24. September 2014)

(PD/rbe) Am 25. und 26. September findet in der Stadt St.Gallen das Bandraumfestival Disorder statt. Ein «unkompliziertes Do-it-yourself-Festival, das von St.Galler Bands initiiert wurde, um das Interesse an Bandmusik zu wecken und die Vielfalt des St.Galler Musikschaffens aufzuzeigen», heisst es in einer Medienmitteilung. Ähnlich wie bei offenen Künstlerateliers sollen die Bands ihre sonst privaten Proberäume öffnen und vor Publikum spielen.

Weil Proberäume aber auch meist klein und fensterlos sind, ist das «Disorder» im Coronajahr in gewohnter Form nicht möglich. Viele Konzerte finden stattdessen unter freiem Himmel statt; insgesamt zehn Bands machen diesmal mit. Am Freitag gibt es zwei Konzerte im so genannten Atelier Urbanes Grün am St.Galler Güterbahnhof. Dort treten der Singer-Songwriter Lowray (20 Uhr) und der Liedermacher Simon Hotz (21 Uhr) auf.

Am Samstag startet das «Disorder» im Museum Point Jaune an der Linsebühlstrasse. Von 15 bis 18 Uhr spielen Café Deseado dort ihren patagonischen Tango. Weiter geht es vor dem Talhof: Um 16 Uhr spielen Di Üblichä Verdächtige ihren funky Hip-Hop mit schweizerdeutschem Rap. Danach wird es lauter mit Post-Rock von Locque (17.30 Uhr) und den jungen Punks von Vs the world (19 Uhr).

Nach Sonnenuntergang verlagert sich das Festival in die Bandräume in der Reithalle. Als erstes treten Karluk um 19.30 Uhr auf, danach ist der brachiale Sound von Drill zu hören (21.30 Uhr), ab 23.30 Uhr singt Kaufmann seinen Slacker-Pop, und als letzte Band ist um 00.30 Uhr In Love Your Mother zu hören.

Update vom 25. September: Die Konzerte am Freitag im Atelier Urbanes Grün am St.Galler Güterbahnhof wurden wegen des regnerischen Wetters kurzfristig in die Grabenhalle verlegt.

Eine interaktive Karte mit den Spielorten gibt's auf der Webseite des Festivals.

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Mittwoch, 23.September – 13:00 Uhr

Alexandra Maurer stellt bei Paul Hafner in St.Gallen aus

Inspiriert von Baustellen und Bergen: Neue Malerei von Alexandra Maurer.

Inspiriert von Baustellen und Bergen: Neue Malerei von Alexandra Maurer.

PD
Alexandra Maurer.

Alexandra Maurer.

Luca Linder

(pd/gen) Inspiriert durch Baustellen in Berlin und Genf sowie dem Erleben der Prättigauer Bergwelt sind in den letzten zwei Jahren im Schaffensprozess von Alexandra Maurer neue, präzise, abstrakte Malereien entstanden. Die gebürtige St.Gallerin, die seit vielen Jahren in Genf lebt, zeigt sie in der Galerie von Paul Hafner in St.Gallen. Die Vernissage der Einzelausstellung «aufgespaltet» findet am Freitag, 25. September, von 16.30 Uhr bis 19.30 Uhr statt. Alexandra Maurer wird anwesend sein. Die Ausstellung dauert bis am 20. Dezember.

Paul Hafner kuratiert die Ausstellungen und ist jeweils am Samstag in der Galerie (oder nach Vereinbarung) anwesend. Das Design- und Grafikbüro Sags stellt Ausstellungsfläche zur Verfügung, organisiert den Betrieb und stellt die Öffnungszeiten der Galerie sicher (Mittwoch bis Freitag, 14–17 Uhr, Samstag 11–16 Uhr).

Mittwoch, 23.September – 8:43 Uhr

Clowneskes Theaterstück in St.Gallen und Herisau

Der Ausserrhoder Schauspieler Pascal Démarais zeigt ein clowneskes Theaterstück.

Der Ausserrhoder Schauspieler Pascal Démarais zeigt ein clowneskes Theaterstück.

Bild: PD

(pd/miz) Der Ausserrhoder Schauspieler Pascal Démarais hat mitten in der Coronakrise einen neuen Soloabend erarbeitet. «Einfach Freddy» vereine visuelle Komik, Zauberei und elegante Wortspiele, schreibt er in einer Ankündigung. Démarais hat ein clowneskes Theaterstück für alle ab 10 bis 99 Jahren entwickelt. Am Samstag, 26.September, spielt Démarais «Einfach Freddy» im St.Galler Theater 111. Am Freitag, 2.Oktober, zeigt er sein Clowntheater in der Stuhlfabrik Herisau. Vorstellungsbeginn ist jeweils um 20 Uhr.

Das Stück sei einfach gut fürs Gemüt, mit schöner Live-Musik vom Ausserrhoder Duo Rondom und feinem Humor, sagt Pascal Démarais über seinen Abend, «eine Seifenblase im Alltag». Der Theaterclown nimmt sein Publikum in rund 75 Minuten mit in eine Welt voller Fantasie und Poesie. Premiere feierte er mit «Einfach Freddy» am 4.September im Fabriggli Buchs, dort ist Démarais Leiter der hauseigenen Theaterwerkstätte spiel.raum.

Dienstag, 22. September – 18:06 Uhr

Feministischer Salon Vert zu Gast im Palace St.Gallen

Die Tracks der drei Frauen von Plastiq sind frei improvisiert.

Die Tracks der drei Frauen von Plastiq sind frei improvisiert.

pd/Yelda Yilmaz
Claude Bühler.

Claude Bühler.

Ralph Ribi

(pd/gen) Am Donnerstag tritt im Palace St.Gallen mit Plastiq eine Band auf, deren Musik ist komplett frei improvisiert ist. Die Stimmen von Raphaela Andrade, Lena Geue und Luka Lenzin sind gleichberechtigt und verweigern sich jeglicher Hierarchie. Die Tracks, die zum ersten und einzigen Mal erklingen, formen die drei Frauen aus Beats auf Kassetten, ihren Stimmen und Synthesizern. Der Raum und das Publikum werden mit einbezogen. Plastiq tönt nach eigenem Bekunden nach Krautrock und Garage.

Jessica Jurassica.

Jessica Jurassica.

pd

Zu Gast ist auch der Salon Vert, ein feministisches Netzwerk für junge Künstlerinnen. Die Appenzellerin Jessica Jurassica und die St.Gallerin Claude Bühler verweben gesprochenes Wort und elektronischen Noise zu einer mehrdimensionalen Erzählstunde. Sie engagieren sich beide im Teamfeminist9000, das innerhalb des Palace versucht, dessen Strukturen diverser zu gestalten und den Zugang zum Musikmachen und Konzerteveranstalten zu vereinfachen.

Donnerstag, 24. September, Plastiq, Jessica Jurassica & Claude Teamfeminist9000
Tür 20.00 Uhr Beginn 21.00 Uhr

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Dienstag, 22. September – 15:20 Uhr

Ostschweizer Autoren in Sammelband zur Coronazeit

(pd/gen) Im März 2020, als die Corona-Pandemie das öffentliche Leben zum Stillstand brachte und Toilettenpapier zum scheinbar überlebenswichtigsten Gut überhaupt avancierte, initiierte das Aargauer Literaturhaus verschiedene Online-Projekte. Entstanden sind literarisch Zeugnisse einer aussergewöhnlichen Zeit. Si erscheinen nur beim Midas-Verlag zusammengefasst in der Publikation «Schwellenzeit – 44 Autorinnen und Autoren schreiben zur Corona-Zeit». Darunter sind auch der Thurgauer Autor Peter Stamm und die Appenzeller Autorin Dorothee Elmiger, die beide Tagebuch geführt haben. Sie dokumentieren Befindlichkeit und Lage in der Zeit des Lockdowns im Frühling 2020. Der Teil »Corona einmal um die Welt« umfasst ausserdem 23 Essays internationaler Autorinnen und wie Zsófia Bán, Judith Schalansky oder Etgar Keret und lenkt den Blick über die Landesgrenzen hinaus. Und last but not least haben sich 20 Schriftstellerinnen und Schriftsteller, unter ihnen Ruth Schweikert, Simone Meier und Stephan Pörtner, auf das Experiment eines Fortsetzungsromans eingelassen.

Bettina Spoerri, Anne Wieser: Schwellenzeit. 44 Autoren schreiben zur Corona-Zeit, Midas, 240 Seiten, Fr. 28.–

Dienstag, 22. September – 14:36 Uhr

Der St.Galler Verleger und Künstler Josef Felix Müller öffnet sein Atelier

Einblick ins Atelier von Josef Felix Müller.

Einblick ins Atelier von Josef Felix Müller.

PD

(pd/gen) Am Samstag, 26. September, öffnet der Künstler und Verleger Josef Felix Müller im Rahmen von «Fünfstern – Offene Ateliers» von 12 bis 20 Uhr die Türen seines Ateliers. Es wird das aktuelle Programm und die Neuveröffentlichungen seines Vexer-Verlags vorstellen. Mehrere Buchpremieren sind angekündigt, darunter auch um 14 Uhr jene von Alexandra Hopf, die als eine der aktuellen Stipendiatinnen von Tada – Textile and Design Alliance in Arbon weilt. Auch alle weiteren Stipendiatinnen und Stipendiaten sind bei Müller zu Gast. Um 13 Uhr hält der Thurgauer Architekt Roman Giuliani einen Vortrag und stellt die Publikation «Moos. Giuliani. Herrmann. Architekten 1995–2020» vor.
Um 12 Uhr und um 19 Uhr gibt es eine Musikperformance mit Bo Wiget und um 19.30 Uhr spielt zum Ausklang die Jazzgruppe Rock Street 5.

Josef Felix Müller.

Josef Felix Müller.

Hanspeter Schiess


Da das Atelier hat eine Grundfläche von 600 Quadratmetern habe, sei ausreichend Platz vorhanden, um den Sicherheitsabstand von 1,5 Metern einzuhalten, schreibt Müller in einer Mitteilung. Desinfektionsmittel stehen bereit und eine Gästeliste wird geführt. Eingang und Ausgang seien separiert, so dass sich die Besucherinnen und Besucher beim Kommen und Gehen nicht auf engem Raum kreuzen.

Atelier Josef Felix Müller
Lukasstrasse 29
9008 St. Gallen
Detailprogramm unter www.vexer.ch/cms/index.php

Dienstag, 22. September – 12:02 Uhr

Kostümverkauf des Theaters St.Gallen

Eine grosse Vielfalt an Kostümen kommt in den Verkauf.

Eine grosse Vielfalt an Kostümen kommt in den Verkauf.

pd

(pd/gen) Das Theater St.Gallen meldet, dass sein Kostümfundus aus allen Nähten platze. Deshalb sei wieder einmal Räumen angesagt. Am Samstag, 26. September, veranstaltet das Theater deshalb von 9.00 bis 15.30 Uhr in der Olma-Halle 9.0 einen Kostümverkauf. Zu Schnäppchenpreisen gebe es Kleider, Röcke, Hosen, Jacken, Hüte und vieles mehr aus Inszenierungen der vergangenen Jahre. Von mittelalterlichen Gewändern über Renaissanceroben bis zu Fantasie- und Tierkostümen – es sei für jeden Geschmack und jede Preiskategorie etwas dabei. Auch die Maskenabteilung werde ausgewählte Perücken und Masken zum Verkauf anbieten. Da der Mindestabstand von 1,50 Meter nicht garantiert werden könne, teilt das Theater mit, dass in der Halle eine Schutzmaske getragen werden müsse. Es ist nur Barzahlung möglich.

Dienstag, 22. September – 10:38 Uhr

Drei SRF-Sendungen zur reichen Kultur der Ostschweiz

SRF-Moderator Norbert Bischofberger entdeckt die Ostschweiz als Sehnsuchtsort.

SRF-Moderator Norbert Bischofberger entdeckt die Ostschweiz als Sehnsuchtsort.

PD

(pg/gen) In der dreiteiligen SRF-«Sternstunden»-Reihe «Spirituelle Wege – Sehnsuchtsort Ostschweiz» begegnet Moderator Norbert Bischofberger in der Ostschweiz einer reichen Kultur. In der ersten Folge wandert er vom Rheinfall nach Konstanz. Dabei erfährt Bischofberger mit der philosophierenden Komponistin und Musikerin Helena Winkelman die heilende Kraft der Musik. Er lässt sich in einem Klostergarten von der Ethnobotanikerin Maja Dal Cero in die Geheimnisse alter Heilpflanzen wie Mönchspfeffer, Färberkamille und Salbei einführen. Er lernt die Hypnose als Therapieform kennen und trifft in Konstanz seinen Jugendfreund, den Filmemacher Luke Gasser.

Norbert Bischofberger wandert in der zweiten Folge vom Bodensee bis in den Alpstein. In St. Gallen befragt er den Biologen und Bärenflüsterer David Bittner zur Legende von Gallus und dem Bären. Und mit dem Bischof Markus Büchel teilt er Erinnerungen aus früheren Zeiten.

In der dritten Folge wandert der Moderator vom Alpstein bis nach Einsiedeln. An einem Bergsee entdeckt er eine Geschichte der Sagenerzählerin Rita Breu und lässt sich von einem geheimnisvollen Gebetsheiler in seine Heilkunst einführen.

Ausstrahlungsdaten:
Folge 1: Sonntag, 27. September 2020, 10.00 Uhr, SRF 1
Folge 2: Sonntag, 4. Oktober 2020, 10.00 Uhr, SRF 1
Folge 3: Sonntag, 11. Oktober 2020, 10.00 Uhr, SRF 1

Dienstag, 22. September – 10:14 Uhr

Romanshorner Lyriker Pascal Beer liest in der Comedia St.Gallen

Auor und Verleger Pascal Beer.

Auor und Verleger Pascal Beer.

Reto Martin

(pd/gen) Am Freitag, 25.9.2020 um 19 Uhr findet in der Comedia St.Gallen die Buchvernissage von Pascal Beers neuem Lyrik-Band «Der wütendste Mann der Stadt» statt. Der Romanshorner lebt zwar mittlerweile im Aargau, hat hier aber immer noch eine Fangemeinde. Beer schreibt Gedichte und Prosa und hat den Verlag Muscat Media gegründet. «Beer kann Ironie und Weltschmerz, Philosophie und Bewusstseinsstrom, wenngleich einige Phrasen und Metaphern erzwungen oder pathetisch tönen», schreibt unser Rezensent Dieter Langhart in seiner Besprechung.

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ANTIHELD: Verdammt verruchtes Leben

Der Thurgauer Pascal Beer legt nach einem Gedichtband seinen ersten Roman vor. «Reise ans Ende der Welt» stellt einen ­Helden zwischen Alpenkindheit und Absturz als junger Mann vor. Deftig, aber gut beobachtet.
Montag, 21. September – 17:59 Uhr

Kabarett hoch drei in der Kellerbühne St. Gallen

Seit 1985 eine feste Grösse in der Kellerbühne: Michael und Sibylle Birkenmeier. Nach mehr als 35 Jahren politischem Kabarett verabschieden sie sich nun mit «Schwindelfrei» von der Bühne.

Seit 1985 eine feste Grösse in der Kellerbühne: Michael und Sibylle Birkenmeier. Nach mehr als 35 Jahren politischem Kabarett verabschieden sie sich nun mit «Schwindelfrei» von der Bühne.

Bild: zVg

(pd/bk.) Fast schon ein kleines Kabarett-Festival bietet die Kellerbühne St. Gallen in den kommenden Tagen. Nach dem Wochenstart mit Franz Hohler vor ausverkauftem Haus folgen am Mittwoch, 23. September, zwei junge Damen, die sich beim «Bundesordner» am Casino Winterthur einen Namen als Satirikerinnen gemacht haben: Lea Whitcher und Jane Mumford, besser bekannt als Duo «9 Volt Nelly». In ihrem abendfüllenden Programm «Bäng! Bäng! Bäng!» mimen sie zwei furchtlose Ex-Beauty-Queens aus Texas, die in «Swederland» neues Glück als Singer-Songwriterinnen finden wollen – bewaffnet mit Gitarre, Steckenpferd und einem Optimismus, der sogar die brutalste Realität unter den Tisch trinken kann.

Mit Christoph Simon geht es am Freitag, 25. September, auf Tour im VW-Bus. Drei Menschen (ein Poet, ein Hippie, eine Hausärztin) suchen darin das Gute und Wahre und finden stattdessen das Leichte... und Katzenkörbe. «Der Suboptimist» ist das vierte Soloprogramm des zweifachen Schweizermeisters im Poetry-Slam; auch hier «taucht er tief in allzu menschliche Freundeskreise» – das bescherte Christoph Simon vor zwei Jahren den «Salzburger Stier», den wichtigsten Kabarettpreis im deutschsprachigen Raum.

Am Sonntag, 27. September sind dann Sibylle und Michael Birkenmeier zu Gast: «Schwindelfrei» ist Titel ihrer Abschiedstour, auf der die Geschwister St. Gallen nicht auslassen – man kennt sie hier seit 1985 von Programmen wie «Stich ins Harz», «Dasein im Design», «Der Mund ist aufgegangen» oder «Freiheit Gleichheit Kopf ab!». Die Birkenmeiers stehen für sprachlich prägnantes Theaterkabarett mit politischer Tiefenschärfe: von Altersmilde keine Spur.

Beginn jeweils 20 Uhr. Reservation online unter www.kellerbuehne.ch oder telefonisch: 058 568 44 49; print@home und Kartenzahlung möglich. Abendkasse eine Stunde vor Vorstellungsbeginn, Tel. 071 223 39 59

Montag, 21.September – 11:14 Uhr

Psychiatrie St.Gallen Nord zu Gast an Kunstfestival in Brasilien

(pd/miz) Die «Ateliers – Living Museum» der Psychiatrie St.Gallen Nord in Wil vernetzen sich am 24. September online mit Brasilien und senden via YouTube aus Wil in die Welt hinaus. Wie die Psychiatrie St.Gallen Nord in einer Mitteilung schreibt, werden die Wiler Ateliers den zweiten Tag des Kunstfestivals «Soy Loco Por Ti Juquery» mitgestalten. Im Fokus stehe die Kunsttherapie und deren Erfolge bei psychischen Erkrankungen.

Blick ins «Living Museum» der Psychiatrie St.Gallen Nord in Wil.

Blick ins «Living Museum» der Psychiatrie St.Gallen Nord in Wil.

Bild: PD

Seit 2018 finde im brasilianischen Sao Paulo jeweils im September das öffentliche Festival «Soy Loco Por Ti Juquery», zu deutsch «Ich bin verrückt nach dir Juquery», für Kunst und neue Medien statt. Durchgeführt auf dem stillgelegten Psychiatriegelände des Juquery Hospital zeige es auf vielfältige Weise, wie Kunst in der Therapie psychisch kranker Menschen Erfolge erzielen kann. Bisher geprägt von persönlichen Begegnungen, schaffe das Coronavirus dieses Jahr ein Festival mit neuer, virtueller Begegnungskultur.

Via YouTube-Kanal lädt das Festival vom 23. bis 26. September zu Online-Treffen und -Seminaren ein. Am 24. September senden die «Ateliers – Living Museum» der Psychiatrie St.Gallen Nord ab 15 Uhr von Wil in die Welt hinaus und prägen den zweiten Festivaltag.

Ein virtueller Rundgang durch das «Living Museum» gewähre Einblick in die Ateliers. Künstlerporträts zeigen, was die Kunstschaffenden antreibe, wie sich ihr Alltag gestalte und woraus sie ihre Kreativität schöpften, so die Ankündigung. Zudem diskutierten Experten in Rio de Janeiro, Sao Paulo, New York und Wil online miteinander über die Rolle des künstlerischen Schaffens im Heilungsprozess psychisch kranker Menschen. Weitere Akzente setzen die Living Session Band und zwei Kunstschaffende beim Live Painting. Die Übertragung könne am 24. September ab 15 Uhr live auf dem YouTube-Kanal des Festivals mitverfolgt werden. Die gesamte Veranstaltung werde auf Englisch durchgeführt.

Montag, 21.September – 9:43 Uhr

Ulrike Ulrich liest in Gottlieben

(pd/miz) «Wir sind definitiv zurück im Kulturleben», schreibt das Literaturhaus Thurgau in Gottlieben. Und weiter: Man leiste einen Beitrag zum neu erwachten kulturellen Leben in der Region, im Thurgau, in der Ostschweiz. Der nächste Beitrag zum kulturellen Leben ist die Lesung mit Schriftstellerin Ulrike Ulrich am Donnerstag, 24.September, um 19.30 Uhr.

Schriftstellerin Ulrike Ulrich liest am 24.9. im Literaturhaus Thurgau.

Schriftstellerin Ulrike Ulrich liest am 24.9. im Literaturhaus Thurgau.

Bild: Ute Schendel

Ulrike Ulrich ist eine Schriftstellerin, die zwar in Deutschland geboren ist, die jedoch schon seit Jahren in Zürich lebt und daher nahezu als eine schweizerische Autorin gilt, schreibt das Literaturhaus. Ulrike Ulrich liest am Donnerstag in Gottlieben aus ihrem neuen Roman «Während wir feiern». Cornelia Mächler moderiert den Abend.

Inspiriert von Virginia Woolfs Klassiker «Mrs Dalloway» zeichne Ulrike Ulrich ein Panoramabild unseres Lebens in Europa – vielstimmig, mit eigenem Ton und literarischer Brillanz. Mit «Während wir feiern» sei ihr ein literarisch ansprechender Gesellschaftsroman gelungen. Kritiker Martin Ebel schrieb im Tagesanzeiger: «Die Kaleidoskopform spiegelt auf den ersten Blick das schweizerische Selbstverständnis, eine c zu sein, perfekt wider: Jeder kommt zu Wort und Ausdruck (oft glänzend formuliert und auf den Punkt gebracht). Auf den zweiten Blick zeigt gerade die Form in ihrer ganzen Diversität, dass der Konsens nur an der Oberfläche besteht. Darunter knirscht es gewaltig in dieser Gesellschaft.»

Reservationen unter www.literaturhausthurgau.ch oder +41 71 669 34 80

Freitag, 18. September – 21:14 Uhr

Schräge Geschichten mit Anton Brüschweiler und Manuel Stahlberger in der Hauptpost St.Gallen

Anton Brühschweiler liest, Manuel Stahlberger spielt.

Anton Brühschweiler liest, Manuel Stahlberger spielt.

PD

Seit mehr als zehn Jahren schreibt der Berner Musiker, Komponist und Autor Anton Brüschweiler Kolumnen für die Wochenzeitung Emmental-Entlebuch. Jene vom 7. Mai 2020 beginnt unter dem Titel «Cor und Ona» so: «Was bisher geschah: Am 5.3.20 raten mir Freunde wegen eines rund um Gysenstein grassierenden Virus zu Hamsterkäufen. Am 7.3.20 kaufe ich deshalb zwei Hamster. Zu Ehren der Krankheit taufe ich das Männchen Cor und das Weibchen Ona. Was Hamster gegen das Virus helfen sollen, ist mir schleierhaft.»

Brüschweiler, der in der alten Käserei Gysenstein im Emmental wohnt und dort auch Konzerte veranstaltet, hat sich mit seinen schrägen Geschichten eine treue Fangemeinde erschrieben. Nun sind die Texte unter dem Titel Das «AntWort: Die Wahrheit des Absurden» in Buchform erschienen. Er scheine die Leser und Leserinnen damit ebenso zu verunsichern wie auch zu begeistern, schreibt die Gesellschaft für deutsche Sprache und Literatur in einer Mitteilung. Sie veranstaltet am Dienstag, 22. September, 19 Uhr, im Raum für Literatur in der Hauptpost St.Gallen eine Lesung mit Brüschweiler. Er liest aus seinen Kolumnen, musikalisch begleitet durch den St.Galler Liedermacher Manuel Stahlberger. Es werde ein Abend, «der die Absurdität der Welt grossartig würdigt und Lachmuskeln strapaziert», versprechen die Veranstalter.

Eintritt Fr 15.–, ermässigt Fr. 10.–, Mitglieder gratis.

Freitag, 18. September – 17:16 Uhr

Krimilesung im Pentorama in Amriswil

Die Basler Schriftstellerin Sandra Hughes.

Die Basler Schriftstellerin Sandra Hughes.

Bild: Sven Schnyder/Kampa-Verlag

(pd/rbe) In Zusammenarbeit mit der 2. Kulturnacht Amriswil präsentiert das Literaturhaus Thurgau eine Krimilesung mit der Basler Schriftstellerin Sandra Hughes. Am Samstag, 19. September, 19.30 Uhr, liest sie im Pentorama in Amriswil aus ihrem ersten Emma-Tschopp-Krimi «Tessiner Verwicklungen», das im Kampa-Verlag erschienen ist.

Dabei handelt es sich um einen Krimi um Pasta und dunkle Familiengeheimnisse, wie es in der Ankündigung heisst: «Sandra Hughes erster Krimi ist ein gelungenes Stück Literatur.» Das Buch sei «hintergründig und faszinierend konstruiert mit einer Ermittlerin, die für einmal nicht den gängigen Klischees entspricht, den Krimiautoren gerne anzapfen, wenn es darum geht, einen neuen Schnüffler zu erfinden».

Die Lesung ist kostenlos, eine Reservierung ist aber nötig, um die Rückverfolgung der Besucher zu gewährleisten. Entweder per Mail an sekretariat@bodmanhaus.ch oder über das Reservationsformular auf der Webseite.

Samstag, 19. September, 19.30 Uhr, Pentorama, Amriswil

Freitag, 18. September – 14:13 Uhr

Lesung mit Thomas Meyer in Teufen

Thomas Meyer.

Thomas Meyer.

LZ / Boris Bürgisser

(pd/gen) Am Dienstag, 22. September, liest Thomas Meyer auf Einladung der Lesegesellschaft Teufen aus seinem aktuellen Roman «Wolkenbruchs waghalsiges Stelldichein mit der Spionin». Sein Debütroman «Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse» wurde zu einem Best- und Longseller, dessen Verfilmung ein grosser Kinoerfolg. Über sein aktuelles Buch schreiben die Veranstalter Folgendes:
«Wolkenbruchs waghalsiges Stelldichein mit der Spionin ist ein Feuerwerk. Durch Asoziale und Geisteskranke, mit Künstlicher Intelligenz, Witz und Ironie wird das Weltjüdische Manifest aufgekocht. Die globale Verschwörung hat Meyer in seinem zweiten «Wolkenbruch» mal pointiert, mal trashig komponiert.» Durch vorhandene Desinfektionsmittel und eine angepasste Bespielung des Saals können Distanz- und Hygieneregeln eingehalten werden.

19:30 Uhr, Lindensaal Teufen, Zeughausstrasse 4
Eintritt: Mitglieder Fr. 10 / Nichtmitglieder Fr. 20 / Jugendliche gratis, Bar ab 19 Uhr geöffnet.

Freitag 18. September – 11:26 Uhr

Basler Madrigalisten mit einer sensationellen Wiederentdeckung in der Kathedrale St. Gallen

(pd/bk.) Wie viele können sie das Wort «Corona» kaum mehr hören und suchen wieder den Kontakt zum Publikum: die Basler Madrigalisten. Derzeit ist der Profichor unter der Leitung von Raphael Immoos mit einer musikalischen Sensation im Gepäck auf Tournée und macht am Samstag, 19. September Station in St. Gallen.

Zu erleben ist die Missa «Defensor Pacis – Verteidiger des Friedens» des Schweizer Komponisten Benno Ammann. Das grandiose 12stimmige Werk entstand 1946 unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg und wurde 1947 in Rom bei der Heiligsprechung des Einsiedlers Niklaus von Flüe uraufgeführt. Danach geriet die Messe in Vergessenheit.

In Kooperation mit dem Schweizer Radio SRF haben die Basler Madrigalisten unter der Leitung von Raphael Immoos die Messe wieder ausgegraben und im vergangenen Jahr nach der Schweizer Erstaufführung eine erste Aufnahme vorgelegt. Nach der Corona-Pause ist das renommierte Ensemble nun wieder unterwegs mit der fast in Vergessenheit geratenen Messe zu Ehren des Schweizer Heiligen, Friedensstifters und Eremiten.

Text und Musik, so schreiben die Madrigalisten auf ihrer Webseite, können gerade in Krisenzeiten «essenzielle Nahrung» werden, den Geist beflügeln und berühren, zur seelischen Gesundheit beitragen. «Kultur war immer dann hochkarätig, wenn die Not am grössten war», davon ist das Ensemble überzeugt – die Messe Bruno Ammanns wird das sinnfällig machen.

Das Konzert findet am 19.9. um 19.15 Uhr bei freiem Eintritt mit Kollekte statt; es gilt das Schutzkonzept der Kathedrale.

Donnerstag, 17.September – 17:32 Uhr

Thurgauer Kammerorchester startet in neue Saison

(pd/miz) Mit Musik von Mozart, Haydn, Spengler und Tschaikowsky eröffnet das Thurgauer Kammerorchester am Sonntag, 27.September die Konzertsaison nach der coronabedingten Pause. Auf dem Programm stehen Bekanntes, Bewährtes und Neues. Unter der Leitung von Claude Villaret spielt das Thurgauer Kammerorchester Mozarts lebensfrohes Divertimento D-Dur KV 136. Im virtuosen Cellokonzert Nr. 1 in C-Dur von Joseph Haydn tritt Christoph Croisé als Solist auf. Der junge Schweizer Shooting-Star der internationalen Musikszene ist Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe. Der Cellist wurde für seine CD mit Haydns Cellokonzerten mit dem «Clef d’Or ResMusica» ausgezeichnet.

Das Thurgauer Kammerorchester wurde 1932 gegründet. Heute wird es vom international tätigen Dirigenten Claude Villaret geleitet.

Das Thurgauer Kammerorchester wurde 1932 gegründet. Heute wird es vom international tätigen Dirigenten Claude Villaret geleitet.

Bild: PD

Zudem steht «Oraison spectrale» auf dem Programm, eine mystische Komposition des französischen Komponisten Alexandre Spengler von 1977. Das TKO spielt die Oraison spectrale in der Fassung für Streichorchester als Uraufführung. Mit der Serenade für Streichorchester in C op.48 von Tschaikowsky rundet das Thurgauer Kammerorchester sein Eröffnungskonzert ab.

Das Konzert findet am 27.9. um 11.30 Uhr in der Remise der Kartause Ittingen statt. Konzertprogramm und Tickets unter www.kartause.ch.


Donnerstag, 17. September – 17:20 Uhr

Buch- und Ausstellungsvernissage von Gret Zellweger in Teufen

Gret Zellweger baut ihre Ausstellung im Museum in Stein auf

Gret Zellweger baut ihre Ausstellung im Museum in Stein auf

Mareycke Frehner

(pd/gen) Seit vierzig Jahren verdient Gret Zellweger ihren Lebensunterhalt als Kunstschaffende, malt Bilder, gestaltet Holzschnitte, Kalligrafien und Objekte aus Metall. Anlässlich ihres 75. Geburtstags stellt sie – zum ersten Mal – in ihrer Heimatgemeinde Teufen aus. Im Zeughaus Teufen zeigt sie eine Wand mit 75 Monotypien – für jedes Lebensjahr eine. Auf farbigem Hintergrund arrangiert sie handgeschnittene Tier-, Berg- oder Mensch-Schablonen, kombiniert diese zu Brauchtums- und Bergsportszenen und spielt mit Kontrasten.

Gret Zellweger: Appenzellerland. Appenzeller Verlag, Fr. 48.–

Gret Zellweger: Appenzellerland. Appenzeller Verlag, Fr. 48.–

Gret Zellweger ist in Teufen geboren und aufgewachsen. Nach Haushaltlehrjahr, Landwirtschaftlicher Schule und Auslandaufenthalt in Connecticut, USA, wandte sie sich dem Kunsthandwerk zu. Seit 1981 selbständige Kunsthandwerkerin. Gret Zellweger war auch politisch aktiv, unter anderem im Ausserrhoder Kantonsrat.

Die Vernissage findet am 27. September 2020 um 14 Uhr statt, gleichzeitig stellt Gret Zellweger ihre neue Publikation vor, die im Appenzeller Verlag erscheint.

Donnerstag, 17. September – 14:43 Uhr

Kulturwissenschafterin Elisabeth Bronfen liest in Bregenz

Kulturwissenschafterin Elisabeth Bronfen.

Kulturwissenschafterin Elisabeth Bronfen.

Severin Bigler / KUL

(pd/gen) Wie wichtig sind Kunst und Kultur angesichts einer weltweiten Bedrohung durch eine Pandemie? Die Zürcher Kulturwissenschafterin und Autorin Elisabeth Bronfen stellt sich am Freitag, 18. September, 19 Uhr, im Kunsthaus Bregenz den Fragen des Direktors Thomas D. Trummer und liest aus ihrem kürzlich erschienenen Buch «Angesteckt: Zeitgemässes über Pandemie und Kultur». Bei ihrem Versuch, den Ausbruch der Covid-19-Pandemie zu verstehen, durchforstete Elisabeth Bronfen Texte von Walter Benjamin bis Albert Camus, Reden von Politikerinnen und Politikern, Klassiker des Film noir und moderne Thriller.

Eintritt frei, freie Platzwahl, keine Reservierung.

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Donnerstag, 17.September – 14:11 Uhr

Kino nur für Kinder startet wieder

(pd/miz) Am Samstag, den 19.09.2020, startet die «Zauberlaterne» ihre zweite Saison im St.Galler Programmkino Kinok in der Lokremise. Mit grosser Erleichterung kündigt die Zauberlaterne, nach der Unterbrechung der Filmvorführungen im Frühjahr, ihre Rückkehr an. Der Kinderfilmklub werde seine Vorstellungen unter Einhaltung von Schutzmassnahmen wieder aufnehmen können, so die Ankündigung. In St.Gallen wird zum Start der Zauberlaterne am 19.9. um 10.15 Uhr der Filmklassiker «Drei Nüsse für Aschenbrödel» gezeigt, die Schauspieler Matthias Flückiger und Tim Kalhammer sowie die Gastkünstlerin Rosemarie Wolf moderieren den Anlass, der nur Kindern offensteht.

Im tschechischen Film von 1973 darf das Aschenbrödel schiessen, reiten und auf Bäume klettern – ein Prinz kommt natürlich auch vor.

Im tschechischen Film von 1973 darf das Aschenbrödel schiessen, reiten und auf Bäume klettern – ein Prinz kommt natürlich auch vor.

Bild: PD

Auch im Kino Roxy Romanshorn nimmt die Zauberlaterne den Betrieb wieder auf. Am 24.Oktober startet dort das spezielle Vermittlungs-Programm für Kinder von 6 bis 12 Jahre. Jeden Monat können Kinder einen neuen Film im Kino entdecken, die Vorführungen werden spielerisch pädagogisch eingerahmt. Die Filmvorführungen finden ohne Eltern statt, die Kinder werden jedoch von Helfern betreut.

Donnerstag, 17. September – 11:40 Uhr

Nach dem Stream jetzt wieder in echt: Das Saint City Orchestra gibt in Arbon ein Konzert

Das Saint City Orchestra in Aktion.

Das Saint City Orchestra in Aktion.

Bild: PD

(PD/rbe) Wie alle Musikerinnen und Musiker im Coronajahr mussten auch die Mitglieder des Saint City Orchestra in den vergangenen Monaten eine lange Durststrecke verkraften. Die Auftritte der Irish-Rocker an Sommerfestivals fielen ins Wasser – mit Ausnahme des Kulturfestivals in St.Gallen – und auch die für diesen Herbst geplante Deutschlandtour kann nicht stattfinden. Sie wird auf nächstes Jahr verschoben.

Ein Konzert in Arbon ist nun aber fix: Am Samstag, 26. September, ab 20 Uhr, tritt das Saint City Orchestra im Presswerk in Arbon auf. Diesmal mit Publikum: Schon im April standen die vier Musiker im Presswerk auf der Bühne, allerdings spielten sie damals in einer leeren Halle und vor Kameras. Das Publikum sass zu Hause und streamte das Konzert. Nach dem Stream gibt es das Irish-Folk-Orchester nun also wieder in echt.

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Donnerstag, 17. September – 10:03 Uhr

Martina Morger erhält den Manor-Kunstpreis St.Gallen

Martina Morger.

Martina Morger.

(PD/Wei Zhang)

(pd/gen) Die Liechtensteiner Künstlerin Martina Morger erhält den Manor-Kunstpreis St.Gallen 2021. Der mit 15'000 Franken dotierte Preis wird alle zwei Jahre in St.Gallen verliehen. Begleitet wird er von einer Einzelausstellung im Kunstmuseum St.Gallen, zu der eine eigene Publikation erscheint. Zudem erwirbt die Stifterfirma ein Werk der Künstlerin. Wie bereits für frühere Preisträgerinnen und Preisträger ermöglicht das Kunstmuseum St.Gallen auch Martina Morger eine umfassende Einzelausstellung.

Wie das Kunstmuseum St.Gallen in einer Mitteilung schreibt, zeichne die Jury mit Martina Morger eine Performance- und Multimediakünstlerin aus, die unbeirrt und kompromisslos arbeite und gesellschaftliche sowie ökonomische Arbeits- und Lebensbedingungen kritisch hinterfrage. Die 31-Jährige beschäftige sich mit der Stellung der Frau und im Besonderen mit der Stellung der Künstlerin in der modernen, kapitalistischen Gesellschaft.

Mittwoch, 16. September – 18:50 Uhr

Claude Diallo geht mit seinem Trio auf Tour

Der St.Galler Jazzpianist Claude Diallo.

Der St.Galler Jazzpianist Claude Diallo.

Bild: Urs Bucher (St.Gallen, 19. Januar 2017)

(PD/rbe) Sein neues Album «I Found A New Home» konnte Claude Diallo im Frühling noch herausbringen. Die dazugehörige Tour jedoch musste der St.Galler Jazzpianist wegen Corona absagen. Nun holt er die Konzerte nach: Ab morgen Freitag tourt er mit seinem Trio Claude Diallo Situation durch die Region und die Schweiz und gibt acht Konzerte in einer Woche. Unter anderem tritt das Trio auf Schloss Wartegg in Rorschacherberg sowie in den Avo Lounges in Bad Ragaz, Gossau und Wolfhalden auf.

Seine Mitmusiker, die auf dem Album zu hören sind, kann Diallo allerdings nicht mit auf die Tour nehmen. Bassist Luques Curtis und Schlagzeuger Andy Bauer, beide aus New York, dürfen wegen Corona nicht in die Schweiz einreisen. Stattdessen spielt Diallo nun zusammen mit Massimo Buonanno am Schlagzeug und Rosario Bonaccorso am Bass.

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Mittwoch, 16. September – 17:48 Uhr

Ermatinger Jochen Kelter stellt in Kreuzlingen neuen Lyrikband vor

Jochen Kelter.

Jochen Kelter.

PD/Copyright: Fraktura Verlag, Zagreb

(pd/gen) Der Ermatinger Lyriker, Essayist und Erzähler Jochen Kelter stellt am Donnerstag, 17. September, im Museum Rosenegg in Kreuzlingen seinen neuen Gedichtband «Fremd bin ich eingezogen» vor, der kürzlich im neu gegründeten Thurgauer Caracol-Verlag erschienen ist. Die Buchpremiere beginnt um 20 Uhr, der Eintritt ist frei, eine Reservation wird empfohlen (anmeldung@caracol-verlag.ch). Kelter hat seine neuen Gedichte in zehn Zyklen komponiert: Er streift mit seinen Gedanken und Gefühlen durch Zeiten und Räume, Landschaften, menschliche Schicksale, Kämpfe und Kriege. Die Poesie soll kein «kulturelles Luxusgut» sein, sondern Stellung beziehen, davon ist der politisch engagierte Autor überzeugt.

Mittwoch, 16. September – 12:38 Uhr

Thurgauer Künstler Florian Germann stellt im Helmhaus Zürich aus

Florian Germann, hier vor zwei Jahren im Kunstraum Kreuzlingen.

Florian Germann, hier vor zwei Jahren im Kunstraum Kreuzlingen.

Reto Martin

Der Thurgauer Künstler Florian Germann, der schon lange in Zürich lebt, stellt ab dem 25. September zusammen mit vier Kolleginnen und Kollegen im Helmhaus Zürich aus. Der Titel der Schau besteht aus sieben Nomen, die wie Hashtags aneinandergereiht sind: «/Natur/Kunst/Tiere/Körper/Maschinen/Menschen/Gefühle/». Die Ausstellung vereint Werke von fünf Künstlerinnen und Künstlern aus der mittleren und jüngeren Generation, alle leben sie in Zürich. Wie das Helmhaus in einer Mitteilung schreibt, seien sie alle Spezialisten für Zusammenhänge. Sie zeigten Hybride zwischen Technoidem und Organischem, humanoide, animalische Körper, die in postapokalyptische Oasen führen.

Eines der hybriden Werke, die Florian Germann im Helmhaus Zürich zeigen wird.

Eines der hybriden Werke, die Florian Germann im Helmhaus Zürich zeigen wird.

PD

Für einmal möchte das Helmhaus seinen Besucherinnen und Besuchern Einblick geben in eine Ausstellung, die noch im Entstehen ist. Eine Woche vor der Eröffnung sind die beteiligten Kunstschaffenden und der Kurator im Rahmen der Gesprächsreihe «Willkommen in der Problemzone» zu Gast und bieten die Gelegenheit, sie zu ihren Werken zu befragen. Der Anlass findet am Donnerstag, 17. September 2020, 18.30 Uhr statt.

Vernissage, Donnerstag, 24. September 2020, 18 Uhr

Mittwoch, 16. September – 06:00 Uhr

Brasilianischer Blues im Kaffeehaus St.Gallen

Odeon Chôro Ensemble.

Odeon Chôro Ensemble.

PD

(pd/gen) «Die Veranstaltungsdichte im Kaffeehaus St.Gallen ist nach wie vor reduziert. Aber zwischendurch findet doch mal ein Konzert statt», schreibt Gastgeber Gallus Hufenus. Kommenden Freitag, 18. September, 20 Uhr, bringt das Odeon Chôro Ensemble um den Arnegger Jürg Kindle die brasilianische Belle Epoque ins Kaffeehaus - den Chôro: es sei ein freudiges Wiederhören mit dem brasilianischem Blues, so Hufenus. Die Musik der portugiesischem Auswanderer mische sich mit afro- und brasilianischen Rhythmen und schaffe so einen eigenen Stil - den Chôro. Aus diesem wiederum sei später der bekannte Samba entstanden: «Wir aber hören die Salonmusik der Copacabana – so was wie ‹Tangos brasileiras›. Zum Weinen und Tanzen schön.»

Registrierungspflicht, Eintritt frei, Kollekte

Dienstag, 15. September – 16:30 Uhr

Appenzeller Kulturvermittlerin zu Gast bei St.Galler Designerin

Die Appenzeller Kulturvermittlerin Agathe Nisple.

Die Appenzeller Kulturvermittlerin Agathe Nisple.

PD

(pd/gen) Die Appenzeller Kulturvermittlerin Agathe Nisple macht mit ihrem Kleinstausstellungsraum «Station» Halt in St.Gallen. Im Rahmen der Designplattform «Petit Salon» ist sie zu Gast im Atelier «Aéthérée» der Modedesignerin Ly-Ling Vilaysane an der Bahnhofstrasse 15 (hinterer Eingang). Sie zeigt Kunstkarten, Editionen und schöne Alltagsdinge.

Weitere Gäste sind: die Sattlerei von Fiona Losinger, die Keramikerin Irene Bernegger, die Goldschmiedin Patricia Rogenmoser und Josephine Hosse mit hochwertigen Schals aus Seide, Wolle und Baumwolle. Am 18. September wird die Modesoziologin Monika Kritzmöller um 18:30 Uhr aus ihrem neusten Werk «Evita» lesen.

Die St.Galler Designerin Ly-Ling Vilaysane.

Die St.Galler Designerin Ly-Ling Vilaysane.

Kenneth Nars / BLZ

Vom 24. bis 26. September hat Ly-Ling Vilaysane von Aéthérée weitere Kreative in ihr Atelier eingeladen. In diesem Rahmen wird am Samstag, 26. September um 11 Uhr eine Spezialvorstellung des Film «Ly-Ling und Herr Urgesi» im Kinok St.Gallen gezeigt. die Plätze sind begrenzt, deshalb wird um eine Reservierung der Tickets per E-Mail an dolores@giancarlomoos.com gebeten.

Öffnungszeiten: Donnerstag, 17. September – 17–20 Uhr
Freitag, 18. September – 10–14 Uhr und 17–20 Uhr
Samstag, 18. September – 10–16 Uhr
Donnerstag, 24. September – 17-20 Uhr
Freitag, 25. September – 10-14 Uhr und 17-20 Uhr
Samstag, 26.September – 10-16 Uhr

Dienstag, 15. September – 14:16 Uhr

Die Thurgauer Autorin Tabea Steiner liest in Steckborn

Die Thurgauer Autorin Tabea Steiner.

Die Thurgauer Autorin Tabea Steiner.

PD

(pd/gen) Die Thurgauer Autorin Tabea Steiner liest aus ihrem Debütroman «Balg». Dies im Rahmen des 12. Literaturwochenendes Untersee am Samstag, 19.09.20 um 16.00 Uhr, im Foyer des Turmhof Steckborn, organisiert vom Haus zur Glocke in Steckborn.
«Der Traum vom Familienidyll auf dem Land erweist sich in Tabea Steiners Debütroman «Balg» als trügerisch. Der Alltag mit Kind ist für Antonia und Chris anstrengender als erwartet, zur Isolation und Überforderung gesellt sich eine zunehmende Entfremdung. Diese Entwicklung zeichnet Tabea Steiner in einer einfachen, lakonischen Sprache mit glasklaren Bildern nach», lobten die Juroren des Schweizer Buchpreises 2019, zu welchem der Roman nominiert war.

Das Schutzkonzept im Haus zur Glocke beschränkt die Zahl der Personen auf maximal 30 und verlangt eine Maskenpflicht in den Räumen. Daher ist eine Anmeldung obligatorisch unter: info@hauszurglocke.ch

Dienstag, 15.September – 11:58Uhr

Landestheater Bregenz für Nestroy-Preis nominiert

Die Inszenierung aus dem Abend «Cold Songs: Rom» am Landestheater Bregenz, der jetzt für einen Nestry nominiert wurde.

Die Inszenierung aus dem Abend «Cold Songs: Rom» am Landestheater Bregenz, der jetzt für einen Nestry nominiert wurde.

Bild: Anja Köhler

(pd/miz) Er wird jährlich vergeben und gilt inzwischen als eine der wichtigsten Theaterauszeichnungen im deutschsprachigen Raum: der österreichische Nestroy-Preis. Wie das Landestheater Bregenz jetzt schreibt, wurde «Cold Songs: Rom» für den Nestroy-Theaterpreis in der Kategorie «Beste Bundesländer-Aufführung» nominiert. Das Grossprojekt, bestehend aus den beiden Römerdramen «Coriolanus» (Regie: Catharina May) und «Julius Caesar» (Regie: Johannes Lepper) von William Shakespeare und der Uraufführung «Der ideale Staat in mir» (Regie: Agnes Kitzler) von Bettina Erasmy, feierte am 21. September 2019 zur Spielzeiteröffnung im grossen Haus und in der Box des Vorarlberger Landestheaters Premiere.

Zudem sei man auch sehr stolz auf die Nominierung von Regisseurin Bérénice Hebenstreit in der Kategorie «Bester Nachwuchs weiblich» mit der Inszenierung «Urfaust/FaustIn and out» am Volkstheater in Wien, schreibt das Vorarlberger Landestheater. In Bregenz inszenierte Bérénice Hebenstreit bereits zwei Mal: 2019 «Der Flüchtling» von Fritz Hochwälder und in der vergangenen Spielzeit das Familienstück «Vevi» nach dem Roman von Erica Lillegg. Am 10.April 2021 wird Hebenstreit in Bregenz die Uraufführung «Sprich nur ein Wort» inszenieren.

Ein Theater so zum Vibrieren bringen, dass es die ganze Stadt durchrüttelt: Das sei das erklärte Ziel der Intendantin des Vorarlberger Landestheaters, Stephanie Gräve, schreibt Nestroy-Jury-Mitglied Wolfgang Huber-Lang über die Nominierung. «Am Ende von «Cold Songs: Rom» hatte man viel davon gehört, wie das ist mit den Mächtigen und den Ohnmächtigen, mit Staat und Privat. Und man hatte mehr als einen blossen Eindruck davon gewonnen, wie ein Theater klassische Stoffe und Zeitgenossenschaft, mithin: Literatur und Haltung, verbinden möchte.»

Neben dem Landestheater Bregenz wurden in der Kategorie noch das Schauspielhaus Graz (mit «Die Physiker») und das Landestheater St.Pölten (mit «Hamlet») nominiert. Die Nestroy-Preisverleihung findet am 4.Oktober 2020 statt und wird ab 21.25 Uhr auf ORF 3 übertragen.

Der Nestroy-Preis wurde im Jahr 2000 unter anderem von der Stadt Wien ins Leben gerufen. Er gilt inzwischen als eine der wichtigsten Theaterauszeichnungen im deutschsprachigen Raum. Prämiert werden Theaterschaffende österreichischer Bühnen in Aufführungen des vorangegangenen Theaterjahres. Der Preis für die beste Aufführung wird für den gesamtdeutschen Raum vergeben. In diesem Jahr werden zum ersten Mal in 15 Kategorien Preise vergeben. Neu wird ein «Corona-Spezialpreis» verliehen.

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Julia Nehmiz
Dienstag, 15. September – 11:05 Uhr

Kunstführer über Kinderdorf Pestalozzi in Trogen

Das Kinderdorf Pestalozzi.

Das Kinderdorf Pestalozzi.

PD

(pd/gen) Das Kinderdorf Pestalozzi in Trogen stellt ein wichtiges Stück Kulturerbe der Schweiz dar und steht zugleich für Solidarität und humanitäre Hilfe. Die Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK präsentiert mit einem Kunstführer einen neuen Blick auf diesen bedeutenden Ort im Appenzellerland, der bis heute in die Welt ausstrahlt. Autor ist der Architekturhistoriker Ueli Habegger.

Das 1946 gegründete Kinderdorf Pestalozzi in Trogen ist trotz mehrerer Sanierungen bis heute Original. Der Denkmalwert des baulich kontinuierlich gewachsenen Kinderdorfs besteht allerdings nicht nur in seiner architekturhistorischen Bedeutung, sondern auch in seiner Eigenschaft als Zeuge von Reformpädagogik sowie Solidarität und humanitärer Hilfe in der Schweiz nach dem Zweiten Weltkrieg.

Ueli Habegger: Das Kinderdorf Pestalozzi in Trogen. Schweizerische Gesellschaft für Kunstgeschichte, 48 S. Fr. 16.–

Ueli Habegger: Das Kinderdorf Pestalozzi in Trogen. Schweizerische Gesellschaft für Kunstgeschichte, 48 S. Fr. 16.–

Der Schweizer Architekt, Designer und Künstler Hans Fischli schuf im Kinderdorf Pestalozzi modular aufgebaute, kindgerechte Häuser, die er mit Stilelementen des typischen Appenzellerhauses verband. 1959/1960 kam im Kinderdorf – als Systembau – das Oberstufenschulhaus von Max Graf hinzu und 1967 Ernst Gisels Kultraum (Andachtshaus), der als überkonfessionell nutzbarer Raum durch seine in sich ruhende Geschlossenheit fasziniert und den spektakulären Abschluss des Kinderdorfs an der westlichen Hangkante bildet.

Vernissage Freitag, 18. September, 18 Uhr, Andachtshaus Kinderdorf Pestalozzi; obligatorische Anmeldung unter
071 343 73 73 oder gaestebetreuung@pestalozzi.ch

Dienstag, 15. September – 9:30 Uhr

Pianistin wird Quarantäne-Opfer

(pd/map) Angela Hewitt, die kanadische Weltklassepianistin, wäre am kommenden Freitag in St.Gallen ein überaus gern gesehener Gast für eine weitere Streaming-Veranstaltung der J.S.-Bach-Stiftung gewesen. Die aktuellen Quarantänebestimmungen lassen es aber nicht zu, dass sie aus England anreist. Die Musikerin, die bei vergangenen Appenzeller Bach-Tagen mit grossartigen Rezitals in Erscheinung trat, zeigt sich auf Facebook traurig, dass sie nicht reisen darf, hofft aber, das bald nachholen zu können. Die Bach-Stiftung bietet am gleichen Datum und zur gleichen Zeit eine neue Spezialsendung an: Unter dem Motto «Our favourites» gibt es am Freitag ab 18:45 Uhr ein «Parlando» mit Rudolf Lutz, Konrad Hummler und Xoán Castiñeira über das Jahrzehnte-Projekt der J. S. Bach-Stiftung. Mit ihren Lieblingsstücken aus dem Vokalwerk lassen die drei 14 Jahre Bach-Kantaten-Reihe Revue passieren.

Die Pianstin Angela Hewitt 2011 anlässlich eines Konzerts in St. Gallen.

Die Pianstin Angela Hewitt 2011 anlässlich eines Konzerts in St. Gallen.

Bild: Hanspeter Schiess
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Angela Hewitt: Das Staunen über den staunenden Bach

Es ist ein geistiges Exercitium allererster Ordnung, die «Kunst der Fuge» integral darzustellen, und eine intellektuelle wie emotionale Herausforderung dazu. Wieder einmal möchte man den Begriff denkwürdig wagen für das, was am Eröffnungskonzert der diesjährigen St.
Martin Preisser
Montag, 14 September – 18:45 Uhr

«Nacht der Kleinkünste» tourt durch Ostschweiz

Akrobatik, Kabarett, Komik, Musik und Stepptanz: Die «Nacht der Kleinkünste» mit vielfältigem Programm.

Akrobatik, Kabarett, Komik, Musik und Stepptanz: Die «Nacht der Kleinkünste» mit vielfältigem Programm.

Bild: PD

(pd/miz) Gleich an mehreren Orten in der Ostschweiz ist die «Entdeckungsreise durch die Schweizer Kleinkunst auf Mundart» zu sehen. Die «Nacht der Kleinkünste» feiert am 16.September in der Alten Kaserne Winterthur Premiere. Das Programm bestreiten der Kabarettist Simon Chen, Singer-Songwriter Res Wepfer, die Akrobaten der Gruppe «gemEINsam» und Stepptänzer Daniel Borak den Abend. Die Komikerin Margrit Bornet führt moderierend durch das Programm.

Die «Nacht der Kleinkünste» ist in der Ostschweiz zu sehen am:

Beim Auftritt im Diogenes Theater in Altstätten wird Spokenword-Literatin Stefanie Grob anstelle von Kabarettist Simon Chen mit auftreten.

Die Nacht der Kleinkünste sei ein Laboratorium, in dem Kleinkunst in ihrer ganzen Vielfalt entwickelt, aufgekocht, gemischt und präsentiert werde, schreiben die Veranstalter. Das Variété biete einen Querschnitt durch das kontrastreiche Spektrum der Kleinkunst.

Montag, 14.September – 15:22 Uhr

«Signers Kajak» erscheint jetzt als Künstlerbuch

Am 16.Mai 2019 fand zum 20. Mal die Wasserung des Kajaks von Roman Signer statt. Der St.Galler Künstler feierte dieses Jubiläum mit einer stummen Performance im roten Kajak ohne Bug und Heck, in welchen er «Platz nahm».

Am 16.Mai 2019 fand zum 20. Mal die Wasserung des Kajaks von Roman Signer statt. Der St.Galler Künstler feierte dieses Jubiläum mit einer stummen Performance im roten Kajak ohne Bug und Heck, in welchen er «Platz nahm».

Bild: Ueli Wild

(pd/miz) Der St.Galler Künstler Roman Signer hat 1998 sein knallrotes Plastik-Kajak in Aarau platziert. In der Holzrinne des dort in die Tiefe stürzenden Stadtbachs im Hof des «Roschtigen Hunds» – des Landjägerwachthauses. Jedes Jahr wird es dort zu Beginn des Sommers wieder installiert und neu zu Wasser gelassen. Jetzt versammelt ein Buch die Geschichte der 20 Wasserungen.

Das Buch über die 20 Wasserungen von Roman Signers Kajak in Aarau.

Das Buch über die 20 Wasserungen von Roman Signers Kajak in Aarau.

Bild: PD

Der Vexer-Verlag des St.Galler Künstlers Josef Felix Müller hat das Buch über die 20 Wasserungen herausgebracht. Diese Publikation dokumentiert die 20 Einladungskarten und Plakate, die für diese Arbeit in den letzten Jahren realisiert worden sind, schreibt der Verlag.

Seit 1999 wird das Kajak von Roman Signer einmal jährlich in Aarau gewässert, schreibt der Verlag. Am Nachmittag wird zu diesem Anlass der Stadtbach ab der Grabenquermauer abgestellt. Der Hauswart holt das Kajak aus dem Dachstock des Landjägerwachthauses und legt dieses an einer Stahlkette befestigt in die Wasserrinne. Carlo Mettauer hält als Beauftragter der Ortsbürger eine festliche Rede. Nach einem Musikstück gibt ein Mitarbeiter der Ortsbürger ein Signal an den Werkhof-Vertreter, der oberhalb der Rinne einen Schieber öffnet. Nach einiger Zeit ergiesst sich das Wasser mit starkem Strahl in die Rinne und lässt das Kajak auf der Gischt tanzen.

Das Kunstwerk ist wieder installiert: Auch die 20. Wasserung des Kajaks von Roman Signer in Aarau war erfolgreich.

Das Kunstwerk ist wieder installiert: Auch die 20. Wasserung des Kajaks von Roman Signer in Aarau war erfolgreich.

Bild: Ueli Wild
Montag, 14.September – 11:20 Uhr

Jazzkonzert im TAK Theater Liechtenstein wegen Corona abgesagt

(pd/miz) Fast hatte man den Eindruck, im Kulturleben herrscht wieder so etwas wie eine neue Normalität. Wie fragil diese ist, zeigt eine Mitteilung des TAK Theaters Liechtenstein. Denn das für diesen Samstag geplante Konzert muss um ein Jahr verschoben werden. Aufgrund der Reisebeschränkungen im Zusammenhang mit Covid-19 können Daniel Herskedal und seine Mitmusiker leider nicht aus Norwegen anreisen, schreibt das Theater. Deshalb müsse das geplante TAK_music / Jazz Konzert mit dem norwegischen Jazztubisten und seiner Band, ursprünglich geplant für Samstag, 19.09.2020 um 20.09 Uhr, in den Herbst 2021 verschoben werden. Ein genauer Termin stehe noch nicht fest.

Wer für dieses Konzert bereits Tickets gekauft oder das Konzert im Abo ausgewählt habe, könne sich bis zum 18. September 2020 an den TAK-Vorverkauf wenden, schreibt das TAK weite.r. Die Tickets könnten in eine andere Vorstellung der eigenen Wahl getauscht (Programm unter www.tak.li) oder der Ticket- bzw. anteilige Abopreis könne erstattet werden. Reservationen würden gelöscht.

Das TAK Theater war am Wochenende in die neue Saison gestartet, zum Auftakt zeigte das neue Schauspielensemble den Politthriller «Tage des Verrats». Die TAK Vaduzer Weltklassik Konzerte eröffnen am Mittwoch, 16. September 2020 um 20 Uhr im Vaduzer-Saal, Vaduz mit dem Programm von Vesselina Kasarova und den CHAARTS Chamber Artists: Kasarova, die zu den bedeutendsten und vielseitigsten Sängerinnen der Gegenwart zählt, singt Arien von Mozart und Lieder aus ihrer bulgarischen Heimat.

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Montag, 14.September – 9:04 Uhr

Ausserrhoder Theatergruppe zeigt «Die Wand» auf Hinterbergalpen

Kristine Walther ist die Protagonistin in «Die Wand», einer Inszenierung nach dem Roman von Marlen Haushofer.

Kristine Walther ist die Protagonistin in «Die Wand», einer Inszenierung nach dem Roman von Marlen Haushofer.

Bild: PD

(pd/miz) Die Ausserrhoder-Vorarlberger Theatercompagnie Café Fuerte zeigt noch drei mal die Inszenierung «Die Wand». Die Dramatisierung des Romans von Marlen Haushofer war bereits 14 Mal in Vorarlberg, der Schweiz und Süddeutschland zu sehen. Zuletzt wurde das Stück am Wochenende in Urnäsch aufgeführt. Jetzt werden die letzten drei Vorstellungen gespielt – an einem besonderen Ort: Die Ausserrhoder Regisseurin Danielle Fend-Strahm zeigt ihre Inszenierung auf Hinterbergalpen in Hittisau, Vorarlberg. Am 16., 17. und 18.September, Treffpunkt ist um 19.30 Uhr auf dem Dorfplatz Hittisau, dann wandern die Zuschauerinnen und Zuschauer gemeinsam zum Spielort. Danielle Fend-Strahm bringt diesen verstörenden und wunderschönen Roman mit der Tänzerin Eve Ganneau und der Schauspielerin Kristine Walther auf eine winzige Holzbühne in weiter Natur. Infos und Tickets auf cafefuerte.ch

In Marlen Haushofers Roman wird eine namenlose Ich-Erzählerin bei einem Wochenendausflug in einer Jagdhütte plötzlich durch eine unsichtbare Wand von der Aussenwelt abgeschnitten. Alles Leben hinter der Wand scheint erloschen. Sie selber muss nun um ihr Überleben kämpfen, und um das der ihr zugelaufenen Tiere.

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Montag, 14.September – 8:48 Uhr

Protagonisten des Dokfilms «Shalom Allah» diskutieren in Romanshorn über ihre Konversion zum Islam

(pd/miz) Der Schweizer Filmemacher David Vogel hat für seinen Dokfilm «Shalom Allah» vier Schweizer Konvertiten sieben Jahre lang begleitet und ihren Weg zum Islam dokumentiert. Sein Film wird ab 15.September im Kino Roxy Romanshorn gezeigt. Am Mittwoch, 23. September, sind der Regisseur David Vogel und seine Protagonistenfamilie zum Gespräch anwesend. Nach der Filmvorführung werden Vogel und das Ehepaar Lo Manto Fragen zum Film beantworten. Matthias Loretan führt durch das Gespräch.

Der Film zeigt, wie Aïcha, Johan und das Ehepaar Lo Manto einen Schritt in ihrem Leben gemacht haben, der viele Menschen in ihrem Umfeld verstört. Sie haben das muslimische Glaubensbekenntnis abgelegt. Damit beginnt ihre Verwandlung und Neuorientierung. Aïcha zieht von der ländlichen Provinz in die Grossstadt und befolgt euphorisch die strengen Regeln ihrer neuen Religion. Die Lo Mantos versuchen sich in ihrer Umgebung gegen Vorurteile zu behaupten. Und Johan trägt Bart und kokettiert mit seiner Rolle als strenggläubiger Muslim. Oder bildet sich der Filmemacher David Vogel das nur ein? Welche Rolle spielt seine eigene jüdische Vergangenheit? Je länger er seine Protagonisten begleitet, desto mehr spürt er, dass er seine eigene Biografie nicht ignorieren kann. Seine religiöse Vergangenheit holt ihn ein, jene, die er weit hinter sich gelassen zu haben glaubte.

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Freitag, 11. September – 15:15 Uhr

Laura Vogt präsentiert ihren Roman im Literaturhaus Thurgau

Autorin Laura Vogt mit ihrem neuen Roman «Was uns betrifft».

Autorin Laura Vogt mit ihrem neuen Roman «Was uns betrifft».

Bild: Urs Bucher (26. März 2020)

(pd/rbe) Am Donnerstag, 17. September, 19.30 Uhr, liest die Autorin Laura Vogt im Literaturhaus Thurgau in Gottlieben. Die gebürtige Teufnerin schreibt neben Prosa auch lyrische, dramatische und journalistische Texte und ist als Schriftdolmetscherin und Mentorin tätig. 2016 erschien ihr Debütroman «So einfach war es also zu gehen».

In Gottlieben liest Vogt aus ihrem neuen, zweiten Roman «Was uns betrifft». Dieser strotzt gemäss Mitteilung «von beinah triefender Weiblichkeit, nie entblössend, nie voyeuristisch, aber unsäglich ehrlich und direkt». Vogt wirft mit dem Buch Fragen auf: Was bedeutet es in der heutigen Zeit, Mutter zu sein? Was ist Weiblichkeit? Welche Beziehungen sind möglich, und wie bleibt man darin selbstbestimmt?

Reservationen sind auf der Webseite des Literaturhauses möglich.

Freitag, 11. September – 13:02 Uhr

Dreimal Videokunst im Kunstmuseum Winterthur

Standbild aus Bill Violas Video «The Reflecting Pool» aus der Sammlung von Heinz. E. Toggenburger im Kunstmuseum Winterthur..

Standbild aus Bill Violas Video «The Reflecting Pool» aus der Sammlung von Heinz. E. Toggenburger im Kunstmuseum Winterthur..

(pd/gen) Im Kunstmuseum Winterthur sind ab dem 12. September gleich drei Ausstellungen neuer Medien zu sehen. Zu entdecken gibt es Werke von Videokünstlerinnen und -künstlern von den 1960er Jahren bis in die Gegenwart.

Dank einer grosszügigen Schenkung von Heinz E. Toggenburger konnte das Kunstmuseum Winterthur die Grundlage für eine Sammlung neuer Medien schaffen. Mit der Ausstellung «Bewegte Bilder» gewährt es erstmals Einblick in diese Sammlung. Einen Schwerpunkt bilden exemplarische Werke herausragender Videokünstlerinnen und -künstler wie John Baldessari, Bruce Nauman, Carolee Schneeman oder Lawrence Weiner. Die Nachfolgegenerationen sind mit Matt Mullican, Bill Viola und Mona Hatoum vertreten. Den wichtigsten Schwerpunkt bilden indes Videoarbeiten von den 1990er Jahren bis zur Gegenwart mit Werken von Sylvie Fleury, Pipilotti Rist und Lutz & Guggisberg.

Begleitet wird die Sammlungsausstellung durch Einzelausstellungen von David Claerbout und Keren Cytter. Der Belgier David Claerbout ist in den vergangenen Jahren gleichermassen mit spektakulären wie vielschichtigen Videoarbeiten hervorgetreten. Keren Cytter hingegen erzählt Geschichten – absurde, witzige und meist abgründige. Dabei bedient sich die in Tel Aviv geborene und heute in New York lebende Künstlerin unterschiedlicher formaler Möglichkeiten des experimentellen Kinos, des Film noir und «Direct Cinema».

Vernissage Freitag, 11. September, 18.30 Uhr; Kurzfilme von Keren Cytter im Kino Cameo Winterthur Sonntag, 13. September, 19 Uhr; Ausstellung bis 16.11.20

Freitag, 11. September – 10:13 Uhr

Das Vokalensembe Calmus huldigt in der St. Galler Laurenzenkirche Meistern aus Leipzig

Das Leipziger Calmus-Ensemble singt a cappella – heute von Leipziger Meistern der Vokalkunst, sonst oft auch in eigenen Arrangements, von Bach bis Pop.

Das Leipziger Calmus-Ensemble singt a cappella – heute von Leipziger Meistern der Vokalkunst, sonst oft auch in eigenen Arrangements, von Bach bis Pop.

Bild:pd

(pd/bk.) Die Mitglieder haben ihre Gesangsausbildung in weltweit bekannten Leipziger Institutionen absolviert: Anja Pöche sang im Gewandhaus-Kinderchor, ihre Kollegen Stefan Kahle, Friedrich Bracks, Ludwig Böhme und Manuel Helmeke waren Thomaner. Nach der Schulzeit formierten sich die fünf zum Calmus-Ensemble und sind seither unterwegs als Klangbotschafter ihrer Heimatstadt – auch in St. Gallen waren sie schon mehrfach zu hören mit klug zusammengestellten, einfallsreichen Programmen. Präzision, Klangkultur und Leichtigkeit sind ihr Markenzeichen, in Konzerten begeistern sie durch Farbenreichtum, Witz und spürbare Musizierfreude.

Heute Abend macht das Calmus-Ensemble erneut Station in St. Gallen: Es singt im Rahmen der Laurenzenkonzerte 2020 Werke von «Leipziger Meistern der Vokalkunst», allen voran Johann Sebastian Bach und Felix Mendelssohn Bartholdy. Ein Höhepunkt wird die Vokalbearbeitung des b-moll-Präludiums aus Bachs «Wohltemperiertem Clavier» sein, auf die Worte des Psalms 51 «Miserere».

Freitag, 11.9., 19.30 Uhr, Kirche St. Laurenzen. Eintritt frei, Kollekte – Nächstes Konzert der Reihe: 18.9., 19.30 Uhr: Chopin und Liszt A Tempo. Mit einer kurzen Einführung ins «A Tempo Projekt». Bernhard Ruchti, Klavier.

Donnerstag, 10. September – 18:47 Uhr

Das St.Galler Schaufensterkunstprojekt «Another long evening» wird fortgesetzt

Nadia Veronese ist die Initiantin von «Another long evening».

Nadia Veronese ist die Initiantin von «Another long evening».

Michel Canonica

(gen) Das Ausstellungsprojekt «Another long evening» verwandelt Schaufenster von lokalen Geschäften in der Stadt St.Gallen zu Ausstellungsorten für nationale und internationale Kunst. Eigentlich wäre die Ausstellung, die am 1. Juli startete, am 31. August zu Ende gegangen. Doch in einigen Schaufenstern sind auch noch im September Werke der Skulptur, Malerei, Fotografie sowie Videoarbeiten zu sehen. Dazu zählen: Franz Ackermann bei Unikatessen, Hugo Borner bei Picante Bar Club, Patrick Cipriani bei LaVigna, kappenthuler/federer bei Ex Walder Schuhe, Barbara Signer bei Le Soir le Jour und Herbert Weber bei Elisabeth Berger.

Ab Samstag, 12. September, wird neu eine Videoprojektion der international renommierten St.Galler Videokünstlerin Pipilotti Rist im Haupthaus von Mode Weber einsehbar sein. Bei Goldschmiede Gabriela Frei wird ausserdem noch bis Ende September das Video «Lèche-vitrines» der frisch gekürten Manor-Preisträgerin 2021 Martina Morger zu sehen sein.Danach werden dort Ostschweizer Künstler im wöchentlichen Turnus Videos zeigen, vorerst bis Ende Jahr.

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Donnerstag, 10. September – 16:35 Uhr

Der St.Galler Christian Roellin eröffnet in seiner ehemaligen Galerie einen Kulturraum

Christian Roellin in seinem Kulturraum.

Christian Roellin in seinem Kulturraum.

Nik Roth

(gen) Vor bald vier Jahren schloss der St.Galler Galerist Christian Roellin seine Galerie, die er 2004 im städtischen Lagerhaus an der Davidstrasse eröffnet hatte. Vor seiner Tätigkeit als Galerist hatte der Ökonom Kunstsammlungen für die UBS, die Helvetia- und Winterthur Versicherungen aufgebaut. 2009 war Roellin nach einem Jahr Auszeit an die Talhofstrasse 11 umgezogen, direkt neben sein Wohnhaus, in ein Gebäude, wo früher sein Grossvater Käse gelagert hatte.

Werke Othmar Eders.

Werke Othmar Eders.

PD

Bei seinem Rückzug von der Galerietätigkeit Anfang 2017 hatte Christian Roellin laut über die Idee nachgedacht, künftig das St.Galler Kulturleben durch kurze Aktionen mit Kunst, Musik und Lesungen zu bereichern. Daraufhin war es lange still um ihn geworden, bis der mittlerweile 72-Jährige Anfang 2020 die Wiedereröffnung seiner Galerie als Kulturraum ankündigte. Die Einladungskarten waren schon gedruckt, doch dann kam die Pandemie und mit ihr der Lockdown, und es wurde vorerst nichts daraus.

Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Am Samstag, 12. September, ist nun endlich soweit: Ein Wochenende lang, und auf Anfrage auch in der darauffolgenden Woche, ist die Ausstellung des Thurgauer Künstlers Othmar Eder zu besichtigen. Die Laudatio hält Markus Landert, der Direktor des Thurgauer Kunstmuseums. Eine Vorbesichtigung auf Anfrage schon ab dem 10. September möglich.

Vernissage Samstag, 12. September, 11 Uhr, Talhofstrasse 11, St.Gallen; Öffnungszeiten: Sa, 12.9., 11–16 Uhr, So, 13.9., 11–16 Uhr; Vor- und Nachbesichtigung 10.–16. September, Tel. 079 219 98 24, kulturraum@christianroellin.ch

Donnerstag, 10.September – 13:04 Uhr

Finissage im Kunsthorst Eschlikon

Jordanis Theodoridis bei der ersten Präsentation der Ausstellungsserie «The Beauty and the Beast» im November 2019 im Kunsthorst Eschlikon. Jetzt endet die Reihe.

Jordanis Theodoridis bei der ersten Präsentation der Ausstellungsserie «The Beauty and the Beast» im November 2019 im Kunsthorst Eschlikon. Jetzt endet die Reihe.

Bild: Andrea Stalder

(pd/miz) Finissage im Kunsthorst Eschlikon: Die Ostschweizer Galeristen Werner Widmer und Jordanis Theodoridis zeigen kommenden Dienstag, 15.September, 18 Uhr zum letzten Mal eine Ausstellung der Reihe «The Beauty and the Beast». Unter dem Titel «Supplement» präsentieren für den letzten Teil der Gruppenausstellung eine Auswahl von Werken aus der Sammlung von widmertheodoridis. Die Arbeiten zeigten unterschiedliche Aspekte der Porträtdarstellung und ermöglichten ein nochmaliges Eintauchen in das Thema von «The Beauty and the Beast», schreiben die Galeristen in ihrer Ankündigung.

Auf ihrer Kleinstausstellungsfläche im Horst Eschlikon, untergebracht auf dem Areal der früheren Ziegelei, präsentierten sie seit November vergangenen Jahres jeden Monat und immer nur am 15. künstlerische Positionen dieser Gruppenausstellung, die sich der Porträtdarstellung widmet. Ausgehend von der Abbildung menschlicher Figuren und Gesichter greife «The Beauty and the Beast» aktuelle Themen und Begriffe der zeitgenössischen Kunst, wie Repräsentation und Schönheitsideal, Verfremdung und Realität, Identität auf.

Ursprünglich sollte die Ausstellungsreihe am 15.August 2020 enden – jetzt wird sie am 15.September mit einer zusätzlichen Präsentation abgeschlossen.

Donnerstag, 10. September, 10:07 Uhr

Drei neue Songs der St.Galler Band No Brain Justice

(rbe) Um die Band No Brain Justice ist es in den vergangenen Jahren ruhig geworden. Nun haben die St.Galler Musiker ihre Band wieder reaktiviert und einen ersten Song veröffentlicht. «The Truth» heisst er und ist ab sofort auf Spotify verfügbar. Im Oktober soll ein zweiter Song folgen, und Ende Jahr dann der dritte inklusive Video.

Bei No Brain Justice handelt es sich sozusagen um eine St.Galler Supergroup, da Musiker aus mehreren bekannten Bands versammelt. Schlagzeug spielt Lorenz Niederer, der unter dem Namen Silentbass bekannt ist und in der Band The Peoples Republic spielt. An der Gitarre ist Tobias Maienfisch, der unter dem Namen Lowray ein eigenes Singer-Songwriter-Projekt verfolgt. Als Sänger und Gitarrist tritt Urs Kaufmann auf, ebenfalls bekannt von The Peoples Republic. Bass spielt Urs Hättenschwiler.

Mittwoch, 9. September – 15:57 Uhr

Neue Direktorin für das Kunstmuseum Liechtenstein

Letizia Ragaglia, designierte Direktorin des Kunstmuseums Liechtenstein.

Letizia Ragaglia, designierte Direktorin des Kunstmuseums Liechtenstein.

PD

(pd/gen) Letizia Ragaglia wird im kommenden Jahr als Direktorin die Leitung des Kunstmuseums Liechtenstein übernehmen. In einem mehrstufigen Auswahlverfahren, das von einer internationalen Beratungsfirma begleitet wurde, hat der Stiftungsrat des Museums mit Unterstützung einer internationalen Findungskommission Frau Ragaglia einstimmig zur neuen Direktorin gewählt. Sie wird ihre neue Funktion am 1. Juli 2021 antreten.
Letizia Ragaglia übernimmt die Direktion des Kunstmuseum Liechtenstein von Dr. Friedemann Malsch, der im Sommer 2021 in den Ruhestand geht. Dr. Malsch war Gründungsdirektor des Museums und leitet dieses seit seiner Eröffnung im November 2000. Wie das Museum in einer Mitteilung schreibt, habe er es in seiner mehr als 20-jährigen Amtszeit verstanden, dem Museum ein klares und eigenständiges Profil zu geben, das heute im Konzert der internationalen Museen moderner und zeitgenössischer Kunst wahrgenommen und anerkannt werde.

Letizia Ragaglia bringt weitreichende Erfahrung als Kuratorin und in der Museumsleitung mit. Nach ihrem Studium der Kunstgeschichte und Museumskunde war die 51-jährige Südtirolerin zunächst freie Kuratorin, dann 2002–2008 Chefkuratorin am Museion – Museum für moderne und zeitgenössische Kunst in Bozen. Anschliessend übernahm sie bis Mai 2020 dessen Leitung. Ragaglia freut sich sehr auf ihre kommenden Aufgaben und sagt dazu:

«Es ist für mich eine Freude und Ehre, in Liechtenstein ein neues Kapitel meines Werdegangs einschlagen zu dürfen.»
Mittwoch, 9. September, 15:16 Uhr

Rheintaler Dokfilm über einen Katzenmann in der «New York Times» erwähnt

Lasse Linder, Filmemacher aus Widnau, wirft mit seinem Kurzfilm «Nachts sind alle Katzen grau» hohe Wellen.

Lasse Linder, Filmemacher aus Widnau, wirft mit seinem Kurzfilm «Nachts sind alle Katzen grau» hohe Wellen.

Bild: Hanspeter Schiess (Zürich. 13. Januar 2020)

(rbe) Grosse Ehre für den Widnauer Filmemacher Lasse Linder. Die New York Times hat seinen Kurzfilm «Nachts sind alle Katzen grau» prominent auf ihrer Webseite platziert. Lindners Film wurde in die «Op-Docs»-Serie der New York Times aufgenommen, einer kuratierten Auswahl an Dokfilmen aufstrebender Filmemacher. Die Resonanz auf die Beiträge ist jeweils gross; auch Linders Film hat innert eines Tages schon fast 300 Kommentare ausgelöst.

«Nachts sind alle Katzen grau» portraitiert einen 48-jährigen Bregenzer, der allein mit seinen Katzen lebt. Zu sehen ist der Alltag dieses Katzenmannes mit Fokus auf seine eigensinnige Beziehung zu seinen zwei Katzen. Dieses Trio errichte sich eine Welt, die ihnen allein gehöre, schreibt die New York Times in einem kurzen Beitrag. Linders Film erinnere daran, «dass Familie das ist, was wir daraus machen. Alles, was sie definiert, ist Liebe».

Der 18-minütige Dokumentarfilm ist Linders Abschlussarbeit seines Filmstudiums an der Hochschule Luzern. Die Jury des Filmfestivals in Locarno würdigte «Nachts sind alle Katzen grau» mit einer speziellen Erwähnung und hob den Dokfilm so aus der Masse heraus.

Seither war der Streifen an zahlreichen weiteren Filmfestivals auf der ganzen Welt zu sehen, von Toronto bis St.Petersburg, von Italien bis Brasilien. Auch diverse Auszeichnungen hat der Rheintaler Filmemacher inzwischen gewonnen.

Mittwoch, 9. September – 14:45 Uhr

Vier-Länder-Jugendorchester Quarta in St. Gallen

(map) Die Jugendphilharmonie Quarta vereint junge, talentierte Musikerinnen und Musiker unter der Leitung des Vorarlberger Dirigenten Christoph Eberle. Seit 2016 und mit grossem Erfolg beim Publikum. Bei Quarta spielen junge Menschen aus den vier Bodensee-Anrainerstaaten zusammen. Im Corona-Jahr war eigentlich Gustav Mahlers vierte Sinfonie geplant. Die grosse Besetzung konnte die Corona-Auflagen allerdings nicht erfüllen.

Jetzt tourt das Orchester dafür mit Beethovens sechster Sinfonie, der «Pastorale» in der Region. Dazu gibt es Beethovens zweite Romanze für Violine und Orchester sowie Mozarts A-Dur-Sinfonie KV 201. Das begeisternde und mitreissende Orchester, das etwa 2017 mit Mahlers erster Sinfonie das Publikum völlig mitriss, gastiert am Samstag, 12.9., 19.30 Uhr, in der Tonhalle St.Gallen.

Das Jugendorchester Quarta unter seinem Dirigenten Christoph Eberle.

Das Jugendorchester Quarta unter seinem Dirigenten Christoph Eberle.

Bild: PD
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ORCHESTER: Musizieren ohne Ellbogendenken

Das Vier-Länder-Jugendorchester Quarta unter dem Vorarlberger Dirigenten Christoph Eberle startet in die zweite Saison. Mit einem ambitionieren Programm. Neu ist das Orchester eine Partnerschaft mit dem Konservatorium Winterthur eingegangen.
Mittwoch, 9. September – 12:50 Uhr

Kleberei Rorschach startet mit neuem Herbstprogramm

Die Ska-Pop-Band Frank.

Die Ska-Pop-Band Frank.

Bild: pd

(pd/map) Am Donnerstag, 10. September, 20 Uhr, gehört die Bühne der Kleberei in Rorschach zwei Bands, die es zu entdecken lohnt. Im Vorprogramm sind Roxana Fischbacher & Band zu erleben, und als Hauptact spielen und singen Frank mitreissenden Ska-Pop. Frank ist eine Gruppe junger Musiker, die seit 2016 zusammen sind und mit ihrem kreativen Sound frischen Wind in die Ska-Pop Szene bringen. Die Kleberei Rorschach startet mit diesem Konzert erstmals auch ein Herbstprogramm. Bis Ende November stehen fünfzehn Veranstaltungen verschiedener Sparten auf dem Programm.

Mittwoch, 9. September - 12:40 Uhr

Offene Ateliers im Atelierhaus im Sitterwerk St.Gallen

Künstlerin Axelle Stiefel.

Künstlerin Axelle Stiefel.

PD

(pd/gen) Ausstellungen wurden verschoben, Vernissagen abgesagt, Produktionen eingefroren, Recherchereisen annulliert, Ateliers aufgegeben. Die letzten Monate waren für viele Künstlerinnen und Künstler eine Herausforderung. In diesen unsicheren Zeiten war das Atelierhaus der Stiftung Sitterwerk in St.Gallen ein willkommener Ort der Isolation und Kontemplation, wo Leben und Schaffen weitergehen. Zwischen März und September 2020 waren die Ateliers dicht besetzt. Endlich dürfen die Türen wieder geöffnet werden. Am Donnerstag, 10. September, um 17 Uhr, präsentiert sich die ganze Fülle an Kunstschaffenden, die während und seit dem Lockdown im Ateliershaus gearbeitet hat. Anwesend sein werden Axelle Stiefel, Cécile Hummel, Camille Henrot, Micha Zweifel und Sabrina Chou. Auch für Verpflegung ist gesorgt, es wird Dim Sum offeriert.

Um die Schutzmassnahmen bezüglich Covid-19 einhalten zu können, wird um eine Voranmeldung gebeten: post@sitterwerk.ch. Es gelten die Abstandsregeln, Desinfektionsmittel und Schutzmasken stehen bereit. Während des Anlasses muss in den Innenräumen eine Maske getragen werden.

Dienstag, 8. September – 16:26 Uhr

Leiter des Klangfestivals Toggenburg gewinnt Award

Der Leiter des Klangfestivals Toggenburg Christian Zehnder.

Der Leiter des Klangfestivals Toggenburg Christian Zehnder.

Florian Arnold (urner Zeitung) / Urner Zeitung

(pd/gen) Der Musiker, Stimmkünstler und Leiter des Klangfestivals Toggenburg, Christian Zehnder, erhält einen von drei goldenen Albert Mountain Awards. Diese werden von der schweizerischen King Albert I Memorial Foundation verliehen und am 25. September 2020 übergeben. Zum ersten Mal führt die Foundation die Preisverleihung im Alpinen Museum der Schweiz in Bern durch. Der goldene Albert Mountain Award wird für massgebliche Verdienste in der Welt der Berge verliehen: Neben Christian Zehnder erhalten auch die französische Zeitschrift «L’Alpe» und das schweizerische WSL-Institut für Schnee- und Lawinen- forschung SLF die Auszeichnung.

Der 1961 geborene Christian Zehnder sei als Grenzgänger zwischen Jazz, Klassik und alpiner Volksmusik ein Wegbereiter der Neuen Musik, schreibt das Alpine Museum in einer Mitteilung. Er habe die Begriffe Urban Jodeling und Neue alpine Musik geprägt, Echos und andere Urklänge erforscht und in grösster Selbstverständlichkeit Oper mit Jodel und Avantgarde mit Heimatklängen verbunden.

Dienstag, 8. September – 14:58 Uhr

Lesung mit der St.Galler Autorin Rebecca C. Schnyder im Museum im Lagerhaus

Die St.Galler Autorin Rebecca C. Schnyder.

Die St.Galler Autorin Rebecca C. Schnyder.

Nik Roth

(pd/gen) Eveline Ketterer, André Willmund und die Autorin Rebecca C. Schnyder lesen am Freitag, 18. September, um 19 Uhr im St.Galler Museum im Lagerhaus aus ihrem 2017 uraufgeführten Stück «Alles trennt».
Seit Renata von ihrem Mann verlassen wurde, zählen für sie nur noch der Alkohol und die Beziehung zu ihrem Kind. Um ihre Tochter Lina immer mehr an sich zu binden, zwingt Renata ihr deshalb ein rigides Ordnungssystem auf. Als eines Tages der Jurastudent Leo auftaucht, um eine Räumungsklage vorbeizubringen, droht die strikte Ordnung zwischen Mutter und Tochter jedoch zu bröckeln.
In kurzen, zarten Episoden entwickelt die Autorin ein zerstörerisches Spiel um Schuld und Sühne und eine berührende Geschichte, in der die Sehnsucht nach individueller Entfaltung Überhand gewinnt.

Dienstag, 8. September – 12:12 Uhr

Filmperlen im Kunstmuseum St.Gallen

Der Film «Afterall» von Rä di Martino ist Teil der Ausstellung «Metamorphosis Overdrive» und am Sonntag, 13. September, als Vorfilm zu sehen.

Der Film «Afterall» von Rä di Martino ist Teil der Ausstellung «Metamorphosis Overdrive» und am Sonntag, 13. September, als Vorfilm zu sehen.

Sebastian Stadler

(pd/gen) Der Cineclub St.Gallen lanciert in Zusammenarbeit mit dem Kunstverein St.Gallen eine Filmreihe im Kunstmuseum St.Gallen. Verschiedene Spiel- und Dokumentarfilme werden jeweils von einem Vorfilm aus der Sammlung des Kunstmuseums ergänzt.

Kürzlich kam der Vorstand des Cineclub auf die Idee, in Zusammenarbeit mit weiteren Kunst- und Kulturinstitutionen, Filme auch ausserhalb ihres gewohnten Projektionsraums zu zeigen. Eine erste Kooperation mit dem Kunstverein St.Gallen entstand. Deshalb werden ab September 2020 im Kunstmuseum künstlerisch herausragende Filme, die auf Kunstinhalten basieren, gezeigt. Die Vorfilme stammen aus der bedeutenden Videosammlung des Kunstmuseums.

Die erste Reihe von drei Spiel- oder Dokumentarfilmen setzt am 13. September den Schwerpunkt auf ein Künstlerportait (Andy Goldworthy), dann am 25. Oktober auf eine filmische schwarz-weiss Trouvaille von Hitchcock (Blackmail, 1929), sowie am 8. November auf ein fotografisches Roadmovie der Filmkünstlerin Agnes Varda (Visages Villages).

Alle drei Filme werden ergänzt durch einen passenden Kurzfilm aus der Sammlung des Kunstmuseums St. Gallen: 13.9., Vorfilm Afterall, 2019, Video von Rä di Martino; 25.10., Vorfilm Gucci Satellite
1997, Video von Sylvie Fleury; 8.11., Vorfilm Siegrun 4-26-95
1995, Video von Beat Streuli.

Filmvorführungen im Vortragssaal des Kunstmuseums St.Gallen,, Eintritt CHF 25.– / CHF 10.– für Mitglieder des Cineclubs und / oder Kunstvereins St.Gallen. Der Museumseintritt ist im Eintrittspreis enthalten.

Dienstag, 7. September – 09:20 Uhr

Thurgauer Trio Arsis spielt in Weinfelden

Von links: Oboistin Marietta Bossart mit den Mitgliedern des Trios Arsis: Flurina Sarott, Cristina Janett und Delaja Mösinger.

Von links: Oboistin Marietta Bossart mit den Mitgliedern des Trios Arsis: Flurina Sarott, Cristina Janett und Delaja Mösinger.

(pd/gen) Am Samstag, 12. September, spielt das Thurgauer Trio Arsis um 20 Uhr im evangelischen Kirchgemeindehaus Weinfelden unter dem Titel «Nicht ganz klassisch» bekannte und unbekannte Musik aus der Klassik und dem Neoklassizismus: Beethoven, Arrieu, Arnold, Telemann, Bacewicz und Mozart. Unterstützt wird es von der Oboistin Marietta Bosshart, die mit dem Holzblasinstrument eine weitere Klangfarbe einbringt. Die Cellistin Cristina Janett ist in Sulgen, Violinistin Delaja Mösinger in Weinfelden aufgewachsen. Geigerin Flurina Sarott unterrichtet derzeit an der Jugendmusikschule Weinfelden und auch Cristina Janett war bis vor einiger Zeit als Cellolehrerin dort tätig.

Die Werke des Komponisten Arnold und der beiden Komponistinnen Arrieu und Bacewicz sind in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstanden und lassen sich dem Neoklassizismus zuordnen. Mit der Gegenüberstellung von Werken aus der Klassik und aus dem Neoklassizismus möchte das Trio Arsis dem Publikum ermöglichen, die Verwandtschaft dieser beiden Formsprachen hörend zu entdecken und sich an den jeweiligen Eigenheiten zu erfreuen, wie es in einer Mitteilung schreibt.

Montag, 7.September – 17:24 Uhr

Finissage im Zeughaus Teufen

Wodurch wird unsere Wahrnehmung der Welt geprägt? Das Ausstellungsprojekt «Apropos flüchtige Augenblicke» im Zeughaus Teufen ging dieser Frage nach.

Wodurch wird unsere Wahrnehmung der Welt geprägt? Das Ausstellungsprojekt «Apropos flüchtige Augenblicke» im Zeughaus Teufen ging dieser Frage nach.

Bild: PD

(pd/miz) Noch hingehen: Am Sonntag, 13.September, feiert Kurator Ueli Vogt im Zeughaus Teufen ab 14 Uhr Finissage des Projekts «Apropos flüchtige Blicke». Seit mehr als einem Jahr hängen die Bilder des Apropos-Projekts im Zeughaus Teufen. Was sehen wir, wenn wir durch die Welt gehen? Wodurch wird diese Wahrnehmung geprägt? Diesen Fragen ging das Projekt Apropos nach, mit Bildern unter anderem von Daniel Ammann, Martin Benz, Peter Egloff, Joshua Loher oder Eva Rekade. Es sei eher als offenes Projekt denn als Ausstellung gedacht. Aus dem Fundus der Bilder sollten immer wieder neue Themen und Querbezüge aufgenommen und vertieft werden. Am Sonntag, 13.September nun zum letzten Mal.

Vieles sei im Zeughaus Teufen neu dazu gekommen, so die Bilder von Regula Engeler, die noch bis zum Sonntag, 27.09.20 zu sehen seien. Oder die «Stirnwand» mit Hella Sturzenegger, der nächste und letzte Wechsel dieses Formates werde am 13.Dezember stattfinden. Zudem seien viele Architekturstudien und -modelle der Architekturwerkstatt St.Gallen eingezogen wie auch klingende Arbeiten des Projekts Homework.

Die Ausstellung «Apropos flüchtige Augenblicke» war als langanhaltendes Projekt mit vielen kleinen und intensiven Ergänzungsprojekten gedacht, heisst es in einer Mitteilung. Dieses dynamische Format habe sich als erstaunlich flexibel erwiesen und habe auch während der Pandemiewelle standgehalten.

Montag, 7.September - 15:38 Uhr

Ausstellung in Werdenberg zeigt prämierte Wettbewerbsbeiträge

(pd/miz) Am 11.September feiert die Fotoausstellung «Vertikale und Verdichtung» in Werdenberg Vernissage. Diese wird von der kantonalen Denkmalpflege St.Gallen durchgeführt – und beruht auf einem von der Denkmalpflege ausgeschriebenen Wettbewerb.

Zu den Europäischen Tagen des Denkmals, die am 12. und 13. September 2020 stattfinden, hatte die kantonale Denkmalpflege zum sechsten Mal einen Fotowettbewerb ausgeschrieben. Gesucht wurden Sichten auf das Thema «Vertikale und Verdichtung» in unserer gebauten Umwelt, so die Ausschreibung. 230 Fotos wurden zu eingereicht, schreibt die Denkmalpflege in einer Mitteilung.

Eine Fachjury prämierte die 50 besten Bilder, die in einem Taschenbuch veröffentlicht werden. Zusätzlich werden die zehn besten Bilder vom 11. September bis am 4. Oktober 2020 im Städtli Werdenberg ausgestellt. Die drei Erstplatzierten erhalten ein Preisgeld.

Die Ausstellung wird am 11. September 2020 mit einer Vernissage und der Prämierung der ersten drei Ränge eröffnet. Um 16.15 Uhr startet der Anlass mit einem Architekturspaziergang vom Städtli zum Schloss Werdenberg. Um 17.30 Uhr beginnt die Vernissage mit Fachvortrag und Prämierung der Siegerfotos. Detailinformationen zum Anlass auf der Website der kantonalen Denkmalpflege

Sieht so das verdichtete Bauen der Zukunft aus? Mit diesem Bild laden die Europäischen Tage des Denkmals zu den diesjährigen Veranstaltungen.

Sieht so das verdichtete Bauen der Zukunft aus? Mit diesem Bild laden die Europäischen Tage des Denkmals zu den diesjährigen Veranstaltungen.

Bild: PD
Montag, 7.September – 11:44 Uhr

Jens Steiner liest und diskutiert seinen neuen Roman in Gottlieben

Der Schweizer Schriftsteller Jens Steiner ist zur Zeit Stipendiat der Kulturstiftung des Kantons Thurgau.

Der Schweizer Schriftsteller Jens Steiner ist zur Zeit Stipendiat der Kulturstiftung des Kantons Thurgau.

Bild: Gian Ehrenzeller / KEYSTONE (Romanshorn, 19.8.2020)

(pd/miz) Am Donnerstag beginnt die neue Reihe «Literaturtisch» im Literaturhaus Thurgau. Gallus Frei-Tomic, Programmleiter des Literaturhauses, bittet den Schriftsteller Jens Steiner zu Tisch. Am 10.September startet der «Literaturtisch» um 18 Uhr, die Lesung dann um 20 Uhr. Das neue Format sei eine einmalige Gelegenheit, einer Autorin oder einem Autor zu begegnen, so Frei-Tomic. Und auch der Schreibende würde das Format geniessen. Die Kenntnis des Buches sei von Vorteil, heisst es in der Ankündigung, die Platzzahl sei beschränkt.

Der Schriftsteller Jens Steiner, aktuell Stipendiat 2020 der Kulturstiftung des Kantons Thurgau, diskutiert am Donnerstag, 10. September um 18 Uhr im Literaturhaus Thurgau in Gottlieben mit Leserinnen und Lesern über seinen neuen Roman «Ameisen unterm Brennglas». Um 20 Uhr wird Steiner dann aus seinem neuen Roman lesen. In diesem zeichnet Steiner mit präzisem Blick und feinem Humor eine Milieustudie, die zeigt, wie Überforderung, Ängste und Einsamkeit die Mitte der Gesellschaft immer fragiler werden lassen.

Mit der neuen Reihe sollen sich Leserinnen, Leser und Autorinnen und Autoren im Austausch begegnen. «Meist haben die Autorinnen und Autoren wenig Chancen zu erfahren, was die Leser vom Buch wirklich denken», sagte Gallus Frei-Tomiv im Interview mit dem Tagblatt. Im neuen Format «Literaturtisch» sollen maximal 15 Personen, die das Buch bereits gelesen haben, mit dem Autor oder der Autorin an einem Tisch sitzen und diskutieren. «So soll ein Austausch entstehen, was in klassischen Lesungen nicht passiert.» Reservationen unter www.literaturhausthurgau.ch oder +41 71 669 34 80.

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Julia Nehmiz
Montag, 7.September – 10:38 Uhr

Thurgauer Künstler zeigt Einzelausstellung im Haus für Kunst Uri

(pd/miz) Der Künstler Valentin Magaro, 1972 im thurgauischen Münsterlingen geboren, eröffnet am 12.September um 17.30 Uhr seine Einzelausstellung im Haus für Kunst Uri. Magaro setzt sich als Zeichner und Maler mit Bildtraditionen und Darstellungsmöglichkeiten der Gegenwart auseinander. Für seine Einzelausstellung im Haus für Kunst Uri lässt sich der Künstler vom Werk Heinrich Danioths inspirieren, zum Teil schafft er reagierend darauf neue Werkzyklen oder er kombiniert seine Arbeiten im Dialog mit Arbeiten des 1953 verstorben Künstlers. Magaro nähert sich dabei den Bildmotiven über Figuren, die überzeichnet oder drastisch karikaturistisch, wie auch stereotyp die innerbildliche Erzählung in die Gegenwart katapultieren und ein spannungsvolles Gespräch mit Danioths Malerei aufnehmen.

Valentin Magaro absolvierte die Vorkurse für Gestaltung in Romanshorn und St.Gallen, besuchte die Fachklasse für wissenschaftliches Zeichnen in Zürich. Seit 2001 zeigt er Einzelausstellungen im In- und Ausland, so 2019 im Shed Eisenwerk Frauenfeld, 2017 in der Galerie Bleisch Arbon oder 2015 im Museum Rosenegg in Kreuzlingen; zudem war er in zahlreichen Gruppenausstellungen zu sehen. Magaro wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Adolf-Dietrich-Förderpreis 2007, IBK-Förderpreis 2010, Förderbeitrag Kanton Thurgau 2012. Er lebt und arbeitet in Winterthur.

Valentin Magaro, ohne Titel 2020, Acryl und Tusche auf Papier/Collage, 59 x 42 cm.

Valentin Magaro, ohne Titel 2020, Acryl und Tusche auf Papier/Collage, 59 x 42 cm.

Bild: PD
Freitag 4. September – 19:07 Uhr

Café Fuerte inszeniert «Die Wand» in Urnäsch

Schauspielerin Kristine Wather im Café Fuerte-Stück «Die Wand».

Schauspielerin Kristine Wather im Café Fuerte-Stück «Die Wand».

PD

(pd/gen) Eine Frau wird auf einem Wochenendausflug plötzlich durch eine unsichtbare Wand von der Außenwelt abgeschnitten. Völlig auf sich alleine gestellt, wird sie mit der vollen Härte und Schönheit des Daseins konfrontiert. Die freie Theatergruppe Café Fuerte bringt den verstörenden und wunderschönen Roman «Die Wand» der österreichischen Autorin Marlen Haushofer mit der Tänzerin Eve Ganneau und der Schauspielerin Kristine Walther auf eine winzige, einen Quadratmeter grosse Holzbühne vor die Werkstatt Saienbrücke in Urnäsch. Café Fuerte macht seit 2012 ortsspezifisches Theater zu aktuellen Themen an besonderen Plätzen im ländlichen Raum in Vorarlberg und im Appenzellerland.

Die Regisseurin Danielle Fend-Strahm schreibt zum Stück:

«Dieses Abgeschlossensein in diesem Roman, dieses unsichtbare Etwas, dass es da gibt. Das Alles hat nun, nach diesem ersten Halbjahr mit ‹Corona›, eine ganz andere Bedeutung bekommen. »

Urnäsch, Werkstatt Saienbrücke: 10/11/12 September, 19.30 Uhr.

Freitag, 4. September – 18:40 Uhr

Billboards künden die Ausstellung von Peter Fischli im Kunsthaus Bregenz an

Filmstills kündigen Die Ausstellung von Peter Fischli im Kunsthaus Bregenz an.

Filmstills kündigen Die Ausstellung von Peter Fischli im Kunsthaus Bregenz an.

PD/Alicia Olmos Ochoa

(pd/gen) Auf den Billboards entlang der Bregenzer Seestrasse in Bregenz ist der Künstler Peter Fischli schon vor seiner Ausstellungseröffnung am Freitag, 11. September, vertreten. Seit dieser Woche hängen dort Filmstills einer Videoarbeit mit dem Titel «Work, Summer 2018». Es ist ein Werk des renommierten Schweizer Künstlers Peter Fischli, der dafür GoPro-Werbetrailer zu einem Filmporträt der Freizeitkultur zusammengeschnitten hat. Das Original ist im Rahmen der Einzelausstellung Peter Fischli im Kunsthaus Bregenz zu sehen, zusammen mit weiteren Arbeiten, die zu einem grossen Teil eigens für Bregenz entstanden sind.

Die Standbilder stammen aus einem Filmporträt der Freizeitkultur, das in der Ausstellung von Peter Fischli im Kunshaus Bregenz zu sehen sein wird.

Die Standbilder stammen aus einem Filmporträt der Freizeitkultur, das in der Ausstellung von Peter Fischli im Kunshaus Bregenz zu sehen sein wird.

Rudolf Sagmeister

Die Einzelausstellung »Peter Fischli« eröffnet am Freitag, den 11. September, Vernissage von 15 bis 20 Uhr. Am Samstag, 12. September, 11 Uhr, lädt das Kunsthaus Bregenz zum Künstlerfrühstück. Ab 11 Uhr spricht Peter Fischli mit Direktor Thomas D. Trummer über die Entstehung der Ausstellung. Zur allgemeinen Sicherheit gilt am Eröffnungswochenende Maskenpflicht.

Freitag, 4. September – 11:18 Uhr

Arno Camenisch liest aus seinem Roman «Goldene Jahre»

Der Bündner Schriftsteller Arno Camenisch.

Der Bündner Schriftsteller Arno Camenisch.

Janosch Abel

(pd/rbe) Seine Texte wurden in 20 Sprachen übersetzt, seine Lesereisen führen ihn rund um die Welt, von Hongkong über Moskau und Buenos Aires bis nach New York. Jetzt liest der Bündner Schriftsteller Arno Camenisch wieder einmal in der Region: Am kommenden Montag (7. September), 19.30 Uhr, ist er in Frauenfeld zu Gast und liest in der Buchhandlung von Orell Füssli am Bahnhofplatz.

Camenisch stellt seinen aktuellen Roman «Goldene Jahre» vor. Dieser handelt von Margrit und Rosa-Maria, die seit 51 Jahren einen Kiosk samt Zapfsäule betreiben. Alle kommen bei ihnen vorbei, der Kiosk ist die Zentrale im Dorf. Camenisch erzählt mit viel Witz und grosser Liebe von einer Welt im Wandel und führt mit «Goldene Jahre» seine Heimat-Chronik weiter.

Um eine Reservation unter 058 100 75 10 oder per Mail an frauenfeld@orellfuessli.ch wird gebeten, mit Angabe der Kontaktdaten.

Freitag, 4. September – 09:58 Uhr

Fischinger Freilichtproduktion «Nöd Zwingli» erfolgreich abgeschlossen

«Nöd Zwingli» fand im Innenhof des Klosters Fischingen statt.

«Nöd Zwingli» fand im Innenhof des Klosters Fischingen statt.

PD

(pd/gen) Insgesamt über 1300 Personen haben im Sommer 2020 die Liebeskomödie «Nöd Zwingli» der Bühne Thurtal im Kloster Fischingen besucht. Sämtliche Vorstellungen der kurzfristig auf die Beine gestellten Eigenproduktion der Bühne Thurtal waren ausverkauft. Bei «Nöd Zwingli» wirkten sowohl Profischauspielerinnen als auch Laiendarsteller mit.

Das Ensemble der Bühne Thurtal spielte «Nöd Zwingli» zwischen dem 7. und 22. August 2020 unter freiem Himmel im Innenhof des Klosters Fischingen. Dank Wetterglück konnten alle Vorstellungen plangemäss durchgeführt werden. Das Publikum sass auf selbst platzierten Klapp- und Liegestühlen, sodass die Abstandsregeln zum Schutz gegen das Coronavirus eingehalten werden konnten.

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«Der Schmerz war schon sehr heftig»: Simon Keller inszeniert in Fischingen wegen Corona statt «Zwinglis Frau» die witzig-romantische Komödie «Nöd Zwingli»

Eigentlich hätte das Freilichtspiel «Zwinglis Frau» seine erste grosse Produktion als neuer künstlerischer Leiter der Bühne Thurtal werden sollen, aber die Pandemie machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Simon Keller erzählt, wie er und sein Ensemble sich trotzdem nicht unterkriegen liessen und gemeinsam die Liebesgeschichte «Nöd Zwingli» schrieben.
Christina Genova