Kulturstiftung des Kantons Thurgau ersetzt tanz:now, Werkschau Thurgau und Frauenfelder Lyriktage durch ein neues Mehrspartenformat

Der Stiftungsrat der Kulturstiftung des Kantons Thurgau will durch die Lancierung von neuen Formaten Impulse für das Kulturschaffen im Kanton Thurgau setzen. Die Bevölkerung soll mit einbezogen werden.

Christina Genova
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Werkschau Thurgau 2019: Ausstellungsansicht aus dem Kunstraum Kreuzlingen.

Werkschau Thurgau 2019: Ausstellungsansicht aus dem Kunstraum Kreuzlingen.

Reto Martin

Der Stiftungsrat der Kulturstiftung des Kantons Thurgau hat Ende Oktober 2020 entschieden, die eigenen Förderformate tanz:now, Werkschau und Frauenfelder Lyriktage durch die Ausschreibung eines Mehrspartenformats zu ersetzen. Dies teilt die Kulturstiftung in einer Medienmitteilung mit. Dadurch sollen neue Ideen in der Kulturförderung ermöglicht sowie Raum für unkonventionelle Formate geschaffen werden. Der in der Vergangenheit für die drei Festivals eingesetzte finanzielle Betrag wird für das neue Mehrspartenformat zur Verfügung stehen. Die Ausschreibung erfolgt Ende November 2020.

Nicht erst seit dem Auftreten der Coronapandemie habe sich der Stiftungsrat Gedanken darüber gemacht, wie die Förderung von professionellem Kulturschaffen in Zukunft geschehen solle. Die eigenen Förderformate tanz:now, Werkschau und Frauenfelder Lyriktage wurden aus diesem Grund mit verschiedenen Ansätzen evaluiert und diskutiert.

Einbezug der Öffentlichkeit

Mit der Lancierung des Mehrspartenformats erhofft sich die Kulturstiftung, im Jubiläumsjahr 2021 Impulse für das professionelle Kulturschaffen im Kanton Thurgau zu setzen. Es solle zu einer Debatte kommen, wie Kultur im Kanton stattfinde und wer darüber entscheide, welche Art von Projekten realisiert würden. Deshalb sei vorgesehen, dass ein Teil des Entscheidungsprozesses für das neue Mehrspartenformat mit Einbezug der Öffentlichkeit geführt werde. Damit will die Kulturstiftung die Entscheidungsfindung öffnen und Interessierte daran teilnehmen lassen.