FREIPASS #7
«Ich bin gerade an einer Weiterbildung dran»: Der Appenzeller Musiker Marius Bear im Fragebogen

Jede Woche spielen wir Ostschweizer Kulturschaffenden den Ball zu und fragen: Was lernen Sie gerade neu? Worauf freuen Sie sich? Heute mit dem Musiker Marius Bear aus Appenzell.

Roger Berhalter
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Bild: Boris Schipper

Der Appenzeller Marius Bear zählt zu den erfolgreichsten Popkünstlern der Ostschweiz, seine prägnante Stimme vergisst man nicht so schnell. Während der Pandemie konnte der Musiker nicht auftreten, doch jetzt füllt sich sein Konzertkalender allmählich wieder.

Zwischen den Live-Konzerten schreibt der 28-Jährige in Zürich und Berlin an neuen Liedern. Im Februar 2022 soll sein zweites Album «Boys Do Cry» erscheinen.

Was lernen Sie gerade neu?

Zurzeit bin ich gerade an einer Weiterbildung dran für den technischen Kaufmann. Jetzt wo wir langsam wieder Konzerte spielen können, bin ich natürlich wieder mehr am Üben.

Welche Musik haben Sie zuletzt für sich entdeckt?

Zurzeit hör ich gerade das neue Album von Chet Faker rauf und runter. Ich bin auch ein Riesenfan der Netflix-Serie «Lupin»; ich finde den Hauptdarsteller Omar Sy einfach Hammer. Was mich auch sehr geprägt hat, war die Netflix-Doku über die Überfischung der Weltmeere, «Seaspiracy». Sehr, sehr sehenswert. Ich werde in der nächsten Zeit fix keinen Fisch mehr essen, wenn ich nicht gerade am Meer bin.

Was hat Sie in den letzten Monaten am meisten beschäftigt?

Natürlich wie alle andern auch das ganze Covidthema. Vor allem, weil wir in der Musikbranche direkt davon betroffen waren. Es war schwierig für uns, längerfristig Konzerttermine zu fixen, und mir ging langsam das Geld aus. Darum bin ich noch so froh, dass wir endlich wieder spielen können.

Marius Bears neue Single «Roses», hier live gespielt in Zürich anlässlich der «Best Talent Show» von SRF3.

Quelle: Youtube

Vervollständigen Sie den Satz: «Wenn ich nicht Musiker geworden wäre, wäre ich heute...»

Baumaschinenmechaniker. Oder ich hätte den Familienbetrieb meines Vaters übernommen.

Ein Freipass für Ostschweizer Kulturschaffende

Es ist Zeit für einen vorsichtig optimistischen Blick in die Zukunft. Deshalb erscheint jeden Freitag unser Fragebogen, den wir sportlich «Freipass» nennen. Jede Woche spielen wir einer oder einem Ostschweizer Kulturschaffenden den Ball zu und sind gespannt, welche Antworten sie uns geben. Den «Freipass» nehmen wir dabei wörtlich: Wir redigieren die Antworten nur minimal und kürzen allenfalls, bearbeiten sie aber nicht weiter.

Wird die Pandemie die Kulturbranche längerfristig verändern – und sehen Sie darin auch etwas Positives?

Ja. ich hoffe, dass die Leute wieder super viel Lust auf Livemusik haben und wir so viel spielen können wie noch nie!

Video zum Song «Heart On Your Doorstep» von Marius Bear.

Quelle: Youtube

Mit wem würden Sie gerne einmal zusammenarbeiten und warum?

Mark Ronson – für mich einer der besten Musikproduzenten. Er hat zum Beispiel alles von Amy Winehouse produziert.

Worauf freuen Sie sich?

Ich freue mich jetzt auf eineinhalb Wochen Berlin. Dort werde ich neue Songs aufnehmen für unser Album, dass dann im Februar erscheint. Danach komm ich zurück und wir spielen wieder Konzerte. «What a good Life, isn’t it!»

Aktuelle Tourdaten von Marius Bear gibt es hier.

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