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Von der Christkind-Ausstellung bis zur Lightshow: Wir präsentieren fünf Kulturtipps für die Festtage

Für alle, die zwischen den Feiertagen mal Abstand von Christbaum und Familie brauchen, hat die Kulturredaktion abwechslungsreiche und überraschende Veranstaltungen aus der ganzen Ostschweiz zusammengestellt.

Christina Genova, Bettina Kugler, Claudio Weder
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Bei einem weihnächtlichen Spaziergang durch das Dorf Bad Ragaz gibt es zahlreiche Licht-Installationen zu entdecken.

Bei einem weihnächtlichen Spaziergang durch das Dorf Bad Ragaz gibt es zahlreiche Licht-Installationen zu entdecken.

Bild: PD

Museum Appenzell: Eine Ausstellung voller Christkinder

Dieses Fatschenkind aus der Sammlung des Museums Appenzell entstand um 1870.

Dieses Fatschenkind aus der Sammlung des Museums Appenzell entstand um 1870.

Bild: Urs Baumann

Das Jesuskindlein ist mit Spitzen, Tüll und Pailletten verziert. Gebettet ist das sogenannte Fatschenkind aus Wachs in ein Holzkästchen, das üppig mit Stoff und Blumenranken ausgepolstert ist. Das Museum Appenzell widmet den Fatschenkindern aus seiner Sammlung eine kleine Weihnachtsschau. Fatschen sind Stoffbinden, in welche Säuglinge einst fest eingewickelt wurden. Fatschenkinder wurden seit dem Mittelalter von Klosterfrauen in aufwendiger Handarbeit hergestellt und dienten der persönlichen Andacht. Man nannte die Figuren auch Trösterlein, da ihnen alle Sorgen anvertraut werden konnten. An Weihnachten wurden die Fatschenkinder in Kirchen, Kapellen oder zu Hause aufgestellt. Am 5. Januar findet um 18.30 Uhr eine Kurzführung durch die Ausstellung statt. (gen)

Bis 13.2., 25.12. und 1.1. geschlossen. Museum Appenzell, Hauptgasse 4.

Bad Ragaz: Ein weihnächtlicher Licht-Spaziergang

Dieses Lichtkunstwerk steht im Kurpark in Bad Ragaz.

Dieses Lichtkunstwerk steht im Kurpark in Bad Ragaz.

Bild: PD

Ein besonders pandemietauglicher Kulturtipp für die Festtage ist die Freiluft-Ausstellung «Lichterglanz» in Bad Ragaz. Noch bis zum 1. Januar 2022 gibt es an zehn verschiedenen Stationen im Dorf weihnächtliche Lichtinstallationen zu bestaunen: beleuchtete Gebäudefassaden, geschmückte Brücken oder faszinierende Lichtkunstobjekte. Die Installationen können von 17 bis 22 Uhr in einem individuellen Rundgang besucht werden. Der Licht-Spaziergang ist kostenlos. (wec)

«Lichterglanz», 20.11. bis 1.1.22, 17 bis 22 Uhr, Bad Ragaz Dorf.

«Organ Fireworks»: Festliche Orgelmusik zur Jahreswende

Am Silvesterabend erklingen in der Kathedrale St.Gallen festliche Orgelwerke.

Am Silvesterabend erklingen in der Kathedrale St.Gallen festliche Orgelwerke.

Bild: Sabrina Stübi

Zur schönen Tradition geworden ist «Organ Fireworks», das musikalische Feuerwerk, das Domorganist Willibald Guggenmos jeweils zur Jahreswende an der Domorgel zündet. Am Silvesterabend spielt er ab 22 Uhr in der St.Galler Kathedrale festliche Orgelwerke von Roland Diggle, Rudolf Bibl, Eugène Gigout, Edward Elgar und anderen. Der Eintritt ist frei, aber das Konzert ist masken- und zertifikatspflichtig. (bk.)

Kino: Aschenbrödel und andere Weihnachtsfilme

Szene aus dem Weihnachtsklassiker «Drei Nüsse für Aschenbrödel».

Szene aus dem Weihnachtsklassiker «Drei Nüsse für Aschenbrödel».

Bild: PD

Was wäre Weihnachten ohne Weihnachtsfilme? Gerade für Familien mit Kindern bietet sich über die Festtage ein Kinobesuch an. Das Kinok in St.Gallen zeigt an Heiligabend um 14.30 Uhr sieben Animations-Kurzfilme für Kinder, am 25. Dezember läuft um 15.30 Uhr der Klassiker «Drei Nüsse für Aschenbrödel». Auch in den Thurgauer Kinos steht der eine oder andere Weihnachtsfilm auf dem Programm: Das Cinema Luna in Frauenfeld zeigt am 24. Dezember um 14 Uhr «Elise und das vergessene Weihnachtsfest», zur selben Zeit kann man sich im Kino Roxy in Romanshorn «Lauras Stern – eine Weihnachtsgeschichte» angucken. Das Liberty Cinema in Weinfelden zeigt am 24. Dezember um 10.30 Uhr den Film «Ein Junge namens Weihnacht». (wec)

Treppenhaus Rorschach: Ein Jass zum Jahresende

Jassen für Anfänger und Fortgeschrittene und zwischendurch zur Stärkung eine Suppe.

Jassen für Anfänger und Fortgeschrittene und zwischendurch zur Stärkung eine Suppe.

Bild: Chris Iseli

Warum das Jahresende nicht mit einem Jass ausklingen lassen? Das ist am 29. Dezember im Rorschacher Kulturlokal Treppenhaus unter dem Motto «Suppe & Jass» möglich, Jassturniere haben dort mittlerweile Tradition. Ab 18 Uhr erhalten blutige Anfänger im «Treppi», wie die Cafébar liebevoll genannt wird, einen Jass-Crashkurs. Von 19 bis 23 Uhr findet dann das eigentliche Turnier mit vier Partien à zwei Runden statt. Die schlechteste Partie wird gestrichen. Für hauseigene Preise sei gesorgt, schreibt der Veranstalter. Zur Stärkung zwischendurch wird Suppe serviert, der Eintritt ist kostenlos. (gen)

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