Clubkultur
Mit dem eigenen Avatar im St.Galler Kugl tanzen: Fünf Schweizer Städte laden zur virtuellen Clubnacht

Die Bar- und Clubkommissionen der Städte St.Gallen, Zürich, Basel, Bern und Lausanne organisieren am Samstag eine gemeinsame Party. Die DJs legen in echt auf, die Gäste sind aber nur als digitale Stellvertreter vor Ort.

Roger Berhalter
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Noch ist der virtuelle Club leer...

Noch ist der virtuelle Club leer...

Bilder: PD
...bald aber schon voll tanzender Avatare.

...bald aber schon voll tanzender Avatare.

Heute Samstag öffnet das Kugl auf dem Güterbahnhofareal in St.Gallen wieder seine Türen. Wenn auch nur für eine Nacht und nur virtuell. Die Bar- und Clubkommissionen von fünf Schweizer Städten haben sich für die Aktion «Dance Together» zusammengetan und eine virtuelle Party organisiert.

Heute ab 22 Uhr kann man im Club «D!» in Lausanne, im Mascotte in Zürich, im Kapitel Bollwerk in Bern und im Balz-Club in Basel tanzen. Oder eben im Kugl zu den DJs Maert&Colre (vom Partylabel Ostklang), Morgan Button (Schwarzmatt), Manuel Moreno (Stickerei) und Diego Negretti (We Need Techno). Die DJs sind vor Ort und legen in echt auf. Die Gäste aber sind nur als virtuelle Avatare präsent.

Der Clubkultur eine Stimme geben

Wer die Webseite von «Dance Together» besucht, kann sich einen digitalen Stellvertreter gestalten und anschliessend einen Club nach Wahl betreten. Dort sieht man auf einem Bildschirm den DJ live auflegen. Man kann nicht nur tanzen, sondern sich auch mit den anderen Gästen unterhalten.

Der Trailer zur Aktion «Dance Together» gibt einen Einblick in die virtuelle Party.

Bild: Youtube

«Wir wollen mit der Aktion die Schweizer Clublandschaft zelebrieren», sagt Marc Frischknecht von Nacht Gallen, dem Verband der Gastro- und Nachtkultur-Betriebe der Stadt St.Gallen. Regelmässig tausche sich Nacht Gallen mit den Partnerverbänden von Lausanne, Bern, Basel und Zürich aus, um der Schweizer Clubkultur eine gemeinsame Stimme zu geben.

Marc Frischknecht von der Interessengemeinschaft Nacht Gallen.

Marc Frischknecht von der Interessengemeinschaft Nacht Gallen.

Bild: PD/Ladina Bischof

Am Freitag haben die Verbände eine Medienmitteilung zu «Dance Together» verschickt. Politische Forderungen sucht man darin vergebens. Darum gehe es nicht, sagt Frischknecht:

«Wir möchten den Leuten die Möglichkeit geben, etwas Clubatmosphäre zu schnuppern.»

Das soll die Zeit des Wartens auf das Nachtleben überbrücken. Denn für die Clubs gilt, wie es in der Mitteilung heisst, «first out, last in»: Sie waren die ersten Häuser, die schliessen mussten, und werden die letzten sein, die wieder öffnen dürfen.

Sa, 21. Mai, 22–03 Uhr; www.dance-together.ch