Auszeichnung

Thurgauer Slam-Poetin Lara Stoll erhält den Salzburger Stier 2021, der Ehrenstier geht an St.Galler Kabarettist Joachim Rittmeyer

Grosse Ehre für Lara Stoll und Joachim Rittmeyer. Sie erhalten beide einen Salzburger Stier. Im letzten Jahr wurde der renommierte Kabarettpreis an Renato Kaiser vergeben.

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Lara Stoll macht nicht nur Poetry Slam, sondern singt auch noch. Und Filme macht sie auch. Und vieles mehr auch.

Lara Stoll macht nicht nur Poetry Slam, sondern singt auch noch. Und Filme macht sie auch. Und vieles mehr auch.

Donato Caspari

(mg) Sie sei «die Punkerin der Schweizer Poetry-Slam-Szene», heisst es auf der Seite des Salzburger Stiers über Lara Stoll. Die 33-jährige ist die diesjährige Preisträgerin des Salzburger Stiers für die Schweiz. Die gebürtige Thurgauerin ist auch Filmemacherin, Schauspielerin und Autorin. Unlängst erschien von ihr der Film «Das Höllentor von Zürich», der komplett in einem Badezimmer spielt.

«Lara Stoll bleibt sich selbst immer und überall treu und setzt dem Publikum schonungslos vor, was ihre schräge Fantasie ihr zuträgt», heisst es in der Würdigung. Sie erzähle Alltagsgeschichten, «die ins Apokalyptische abdriften oder einfach nur wunderbar grotesk werden».

Im vergangenen Jahr war Renato Kaiser der Schweizer Preisträger. 2021 erhalten der Stand-up-Künstler Moritz Neumeier (Deutschland) und Kabarettist und Schauspieler Thomas Stipsits (Österreich) die Preise für ihre Länder. Die Auszeichnung ist mit 6000 Euro dotiert und gilt als einer der wichtigsten Kabarettpreise im deutschsprachigen Raum.

Der St.Galler Kabarettist Joachim Rittmeyer wird am 8. Mai 2021 mit dem Salzburger Ehrenstier ausgezeichnet.

Der St.Galler Kabarettist Joachim Rittmeyer wird am 8. Mai 2021 mit dem Salzburger Ehrenstier ausgezeichnet.

Eveline Beerkircher

Der diesjährige Ehrenstier geht an den St. Galler Joachim Rittmeyer. Er sei «der Grossmeister der skurrilen Rituale und wunderlichen Denkmanöver.» Er werde «verehrt für seinen ebenso subversiven wie liebenswürdigen Humor, sein virtuoses Spiel mit Schweizer Macken und Dialekten, seine Musikalität und seinen Mut zur kompromisslosen Entschleunigung.» Die Preisverleihung findet am 8. Mai 2021 in Karlsruhe statt.