OSTSCHWEIZER KULTUR-TICKER:
Neues Buch: Konstanzer Schauspielerinnen und Schauspieler erzählen, was ihnen das Spielen bedeutet +++ Ostschweizer Jazz Kollektiv spielt in der Rorschacher Kleberei +++ Spaziergang auf den Spuren jüdischer Flüchtlinge

Die Ostschweizer Kulturszene ist lebendig und vielfältig. In unserem Kultur-Ticker informieren wir sie laufend über Neuigkeiten von Kunstschaffenden und Kulturbetrieben aus der Ostschweiz.

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Rückmeldungen und Infos an: ostschweizerkultur@chmedia.ch

Donnerstag, 30. Juli, 16:56 Uhr

Neues Buch: Konstanzer Schauspielerinnen und Schauspieler erzählen, was ihnen das Spielen bedeutet

Der scheidende Konstanzer Intendant Christoph Nix.

Der scheidende Konstanzer Intendant Christoph Nix.

PD

(PD/gen) Der Intendant des Theaters Konstanz, Christoph Nix, tritt ab und gibt noch ein letztes Buch heraus. Es erscheint am Samstag, 1. August 2020 unter dem Titel «Spielen – Über den Grundimpuls des Theaters» im Verlag Stadler Konstanz.

In diesem Taschenbuch denken Schauspielerinnen und Puppenspieler, die in den vergangenen 14 Jahren auf den Bühnen des Theater Konstanz standen, über das Spielen nach. Sie schreiben, was «Spielen» für sie persönlich heisst.

Mit Beiträgen von Albert Bahmann, Ralf Beckord, Jörg Dathe, Ute Fuchs, Dan Glazer, Philip Heimke, Natalie Hünig, Odo Jergitsch, Sophie Köster, Frank Lettenewitsch, Laura Lippmann, O’tooli Masanza, Bettina Riebesel, Magdalene Schaefer, Harald Schröpfer, Anne Simmering, Yannick Zürcher und Mark Zurmühle sowie Fotografien von Ilja Mess, Bjørn Jansen und anderen.

Erstmals wird der Band bei den letzten Vorstellungen von «Hermann der Krumme oder die Erde ist rund» am 1. und 2. August 2020 am Info-Stand auf dem Konstanzer Münsterplatz angeboten. Danach ist das Buch über den Buchhandel erhältlich.

Spielen – Über den Grundimpuls des Theaters, HG. Christoph Nix, Martin Stefke und Mark Zurmühle, Verlag Stadler Konstanz, 2020, ISBN: 978-3-7977-0755-0, Taschenbuch, 76 Seiten, Verkaufspreis: 10 Euro

Mittwoch, 29.8. – 18:52 Uhr

Ostschweizer Jazz Kollektiv spielt in der Rorschacher Kleberei

Bei schönem Wetter spielt das Ostschweizer Jazz Kollektiv unter freiem Himmel.

Bei schönem Wetter spielt das Ostschweizer Jazz Kollektiv unter freiem Himmel.

PD

(PD/gen) Bereits zum dritten Mal ist das Ostschweizer Jazz Kollektiv in Rorschach zu Gast. Bisher im Rahmen der Strandfestwochen, dieses Mal wegen einer Absage durch COVID-19, am Dienstag, 4. August, 19 Uhr, zum ersten Mal in der Kleberei, einer Zwischennutzung auf dem brachliegenden Areal der ehemaligen Stickerei Feldmühle in Rorschach. Der St. Galler Jazzpianist, Komponist und Gründer des OJK, Claude Diallo, führt durch den Abend und spielt selber ab und zu mal mit.

Das Ostschweizer Jazz Kollektiv spielt zum ersten Mal in der «Kleberei».

Das Ostschweizer Jazz Kollektiv spielt zum ersten Mal in der «Kleberei».

PD

Die Hausband besteht aus: Nico Zellweger (Guitar), Marcel Waldburger (Keyboards), Urs Streckeisen (E-Bass) und Massimo Buonanno (Drums). Der Abend wird In Zusammenarbeit mit den Strandfestwochen durchgeführt. Zutritt zum Areal über die Feldmühlestrasse und Dufourstrasse. ÖV: Bahnhof Rorschach Stadt, Ausgang West benützen. Statt eines Eintritts wird eine Kollekte erhoben. Bei schönem Wetter wird der Event unter freiem Himmel durchgeführt.

Alle Infos: www.kleberei.ch (pd)

Dienstag, 28. Juli – 15:45 Uhr

Spaziergang auf den Spuren jüdischer Flüchtlinge

Das Jüdische Museum Hohenems.

Das Jüdische Museum Hohenems.

PD/Dietmar Walser

(PD/gen) Am Sonntag, 2. August, bietet das Jüdische Museum Hohenems unter dem Titel «Fluchtwege - An der Grenze. Flucht in die Schweiz 1938-1945»
eine spannende Führung in Form eines zweistündigen Spaziergangs an. Von zehn bis zwölf Uhr begibt man sich auf die Spuren jüdischer Flüchtlinge, für welche Hohenems zur NS-Zeit ein mögliches Tor in die Freiheit bedeutete. Viele versuchen hier den Greueln des Nationalsozialismus zu entkommen und wagen zuerst legal, bald aber illegal die Flucht in die Schweiz.

Paul Grüninger.

Paul Grüninger.

PD

Der Weg führt vom Jüdischen Museum Hohenems bis an den Alten Rhein und über die Staatsgrenze in die Schweiz. Von dort geht es über die Paul-Grüninger-Brücke retour zum Endpunkt der Führung beim Zollamt Hohenems (ca. vier Kilometer Wegstrecke). Wichtig: Ein gültiger Reisepass muss mitgeführt werden.

Audio-Interviews von damaligen Flüchtlingen und Fluchthelfern begleiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dem Weg. Zu hören sind persönliche Fluchtgeschichten, aber auch Berichte vom schwierigen neuen Leben nach einer gelungenen Flucht. Ebenfalls zu Wort kommen Leute, die damals bereit waren, diesen Flüchtlingen zu helfen und dafür – wie zum Beispiel der St. Galler Polizeikommandant Paul Grüninger – ihre eigene Zukunft aufs Spiel setzten.

Anmeldung bis spätestens am Freitag, 31. Juli, 16 Uhr unter office@jm-hohenems.at Die Führung ist kostenlos, bezahlt werden muss nur der Museumseintritt.

Montag, 27. Juli – 19:00 Uhr

Konstanzer Leica-Galerie zeigt Modefotografie

«Fish and Chips with the Queen», London 2018.

«Fish and Chips with the Queen», London 2018.

PD/Esther Haase

(PD/gen) «Move!», «Hold it!», «Do it again!» und «I love it!» sind die häufigsten Ausrufe der Hamburger Fotografin Esther Haase während ihrer Arbeit. Diese Ausrufe gliedern ihre Ausstellung «Move!» in der Leica-Galerie Konstanz, wo sie ein paar ihrer liebsten Aufnahmen zeigt. Die 54-Jährige hat Berühmtheiten wie Vivienne Westwood, Angela Merkel oder Karl Lagerfeld fotografiert und bewegt sich zwischen den Genres Mode, Porträt, Reportage und freien Kunstprojekten.

Die Vernissage findet am Freitag, 31. Juli, um 19 Uhr in Anwesenheit von Haase statt. Am Samstag, 1. August, führt sie um 12 Uhr durch ihre Ausstellung. Der Eintritt ist kostenlos.

«Eli jumps higher than the Mont Blanc», Megève 2010.

«Eli jumps higher than the Mont Blanc», Megève 2010.

PD/Esther Haase
Montag, 27. Juli – 18:50 Uhr

Philosophische Lesung im Botanischen Garten St.Gallen mit Florian Rexer

Florian Rexer liest im Botanischen Garten St.Gallen unter dem Titel «Humor trifft Vernunft».

Florian Rexer liest im Botanischen Garten St.Gallen unter dem Titel «Humor trifft Vernunft».

Reto Martin

(PD/gen) Schon einmal hatte der Heidener Philosoph Peter Rohner den Schauspieler und Regisseur Florian Rexer für eine Lesung seiner Texte angefragt. Beim zweiten Mal – Lockdown sei Dank – klappte es. Rexer hatte endlich Zeit und las den Text des 80-Jährigen «Warum soviel Stress» und befand: «Das gehört genau jetzt in die Welt.»

Am Samstag, 1. August, liest der Romanshorner um 14.30 Uhr im «Grünen Pavillon» im Botanischen Garten St. Gallen unter dem Titel «Humor trifft Vernunft» Texte zum Ermutigen – nicht nur von Rohner, sondern auch von Albert Einstein. Leonie Karrer spielt dazu auf der Harfe. Eine zweite Lesung findet am 27. September um 14.30 Uhr statt.

Freitag, 24. Juli – 15:19 Uhr

«kleinaberfein» in St.Gallen: Zwei weitere Konzerte abgesagt

Das österreichisch-iranische Golnar & Mahan Trio kommt nun doch nicht nach St.Gallen.

Das österreichisch-iranische Golnar & Mahan Trio kommt nun doch nicht nach St.Gallen.

Bild: PD

(PD/rbe) Konzerte mit internationalen Musikern zu veranstalten, bleibt ein schwieriges Unterfangen. Das muss auch Richard Butz erfahren, der mit seiner Konzertreihe «kleinaberfein» regelmässig Jazzmusiker aus aller Welt nach St.Gallen holt. Jetzt sagt Butz zwei weitere Konzerte ab: Jenes am 16. August mit dem Reto Suhner Quartett und jenes am 30. August mit dem österreichisch-iranischen Golnar & Mahan Trio.

Grund sind aber nicht nur schwierige Einreisebestimmungen. Auch lasse sich ein Schutzkonzept im Musiksaal der diözesanen Kirchenmusikschule nur schwer umsetzen, heisst es in einer Mitteilung. «Es wären höchstens 20 bis 25 Personen möglich, zudem müssen wir auf eine Bar und ein stimmiges Ambiente verzichten. Wir haben uns deswegen entschlossen, noch zuzuwarten.»

Der nächste Termin ist nun der 20. September. Dann soll der US-amerikanische Saxofonist Greg Osby bei «kleinaberfein» auftreten – vorausgesetzt, er darf einreisen. Sonst springt gemäss Mitteilung das Reto Suhner Quartett ein. Ob die für Oktober und November geplanten Konzerte mit südafrikanischen Musikern durchführbar sind, sei noch unsicher.

Freitag, 24. Juli – 11:17 Uhr

Bregenzer Festspiele: Schon jetzt grosse Nachfrage für 2021

Die Seebühne im Sommer 2019, als die Verdi-Oper «Rigoletto» in Bregenz zum ersten Mal zu sehen war.

Die Seebühne im Sommer 2019, als die Verdi-Oper «Rigoletto» in Bregenz zum ersten Mal zu sehen war.

Bild: PD

(PD/rbe) Die Bregenzer Festspiele künden schon jetzt Zusatzvorstellungen für 2021 an. Am 22. Juli 2021 wird auf der Seebühne die Oper «Rigoletto» von Giuseppe Verdi Premiere feiern. «Aufgrund der grossen Nachfrage zeigen die Bregenzer Festspiele im nächstjährigen Sommer zwei zusätzliche Aufführungen», teilen die Festspiele mit.

Neu im Spielplan sind die die Donnerstage 5. und 19. August 2021. Damit wird die Oper im kommenden Sommer an 28 Abenden aufgeführt. Für alle Termine sind gemäss Mitteilung noch Tickets verfügbar. Von insgesamt 203 000 Tickets seien schon 117 000 verkauft worden.

Die Oper «Rigoletto» um den gleichnamigen Hofnarren wurde erstmals 2019 bei den Bregenzer Festspielen gezeigt und führte zu 27 ausverkauften Vorstellungen. Diesen Sommer hätte die Wiederaufnahme Premiere gefeiert. Aufgrund der abgesagten Festivalsaison 2020 hat die Festivalleitung aber entschieden, «Rigoletto» auf den Sommer 2021 zu verschieben.

Montag, 20. Juli – 16:44 Uhr

Die Shake Company spielt Theater in privaten Gärten in Kirchberg und Flawil

Unter freiem Himmel: «Extrawurst» ist eine Komödie über einen fiktiven Tennisclub.

Unter freiem Himmel: «Extrawurst» ist eine Komödie über einen fiktiven Tennisclub.

Bild: PD

(PD/rbe) Für die Shake Company, die von Regisseur Dominik Flaschka gegründete Musiktheater-Produktionsfirma, fielen dieses Jahr wegen Corona alle Vorstellungen aus. Nun meldet sich die Company aber mit «Extrawurst» zurück, einer Komödie, die man «in kürzester Zeit aus dem Boden gestampft» habe, wie es in einer Mitteilung heisst. Das schweizerdeutsche Stück handelt von einem fiktiven Tennisclub, dessen Mitglieder darüber befinden, ob sie sich einen neuen Grill anschaffen wollen – und einen zusätzlichen Grill für das einzige türkische Mitglied des Clubs.

Speziell daran sind die Spielorte: Nicht in Theatern und auf konventionellen Bühnen treten die Schauspielerinnen und Schauspieler auf, sondern in privatem Rahmen: «Freunde der Shake stellen ihre privaten Gärten zur Verfügung, wo sie unter freiem Himmel spielen und die Schutzmassnahmen umsetzen können», heisst es in der Mitteilung. Selbst Risiko-Gruppen seien herzlich willkommen. Die Zuschauer seien dabei mittendrin im Geschehen und sozusagen als Mitglieder des Tennisclubs hautnah dabei.

Auf seiner Tour durch die Schweiz macht das Theaterensemble auch in der Ostschweiz Halt: Vom 7.-9. August ist die Komödie «Extrawurst» im Talbach in Kirchberg zu sehen und vom 21.-23. August im Raaschberg in Flawil. Tickets und Infos gibt es hier.

Freitag, 17. Juli – 17:02 Uhr

St.Galler Theaterpublikum verzichtet grosszügig auf Rückerstattung

Parkspiele in der Tonhalle St. Gallen: Das Publikum lauscht mit gebührendem Corona-Abstand.

Parkspiele in der Tonhalle St. Gallen: Das Publikum lauscht mit gebührendem Corona-Abstand.

Bild: Nik Roth

(PD/map) Konzert und Theater St.Gallen verabschieden sich in die Ferien. Nicht ohne einen grossen Dank an das Publikum in Tonhalle und Theater. «Eine aussergewöhnliche Spielzeit liegt hinter uns, die Mitte März abrupt endete. Für uns wie auch für alle unsere Besucher war dies eine schwierige Zeit», heisst es in einem Facebook-Post des St.Galler Operndirektors Peter Heilker. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher haben auf die Rückerstattung der Kosten für bereits gebuchte Vorstellungen verzichtet und sie Konzert und Theater St.Gallen als Spende überlassen.

So ist ein grosser Betrag von mehr als 250'000 Franken zustande gekommen. «Er hilft uns, die durch das Vorstellungsverbot entstandenen finanziellen Ausfälle zu minimieren. Diese aussergewöhnlichen Zeichen der Wertschätzung gegenüber dem Theater und dem Sinfonieorchester St. Gallen berühren uns und machen uns stolz auf unser Publikum», freuen sich die Verantwortlichen und sprechen von einer Geste der Verbundenheit: «Sie macht uns Mut, nach der Corona-Krise mit vollem Elan zurückzukehren ins Theater und in die Tonhalle, auf die Bühne und aufs Konzertpodium.»

Donnerstag, 16. Juli – 16:46 Uhr

Vaduzer Strassenkunst-Festival findet doch noch statt – zumindest ein bisschen

Die Strassenkunst (wie hier am St.Galler Festival «Aufgetischt») hat im Coronajahr einen schweren Stand.

Die Strassenkunst (wie hier am St.Galler Festival «Aufgetischt») hat im Coronajahr einen schweren Stand.

Bild: Michel Canonica (10. Mai 2015)

(PD/rbe) Das Strassenkunst-Festival in Vaduz war eigentlich auf den September verschoben. Nun ist es «aufgrund der aktuellen Situation» definitiv abgesagt, wie die Veranstalter mitteilen. Ein wenig Strassenkunst soll es aber dennoch geben, im Rahmen der Konzertreihe «Summerträff Vadoz», die jeweils am Donnerstagabend auf dem Vaduzer Rathausplatz über die Bühne geht. Am 20. und 27. August steht diese Bühne nach den Konzerten den Strassenkünstlern zur Verfügung. Pro Abend werden zwei bis drei Artisten auftreten.

Ebenfalls abgesagt ist das St.Galler Strassenkunst-Festival «Aufgetischt», das schon im Mai hätte stattfinden sollen. Auch hier war ein Verschiebedatum im Herbst vorgesehen, doch diese Woche gaben die Veranstalter bekannt, dass das «Aufgetischt» nun definitiv abgesagt sei. Ohne Planungssicherheit lasse sich kein Festival organisieren.

«Strassenkunst steht für Begegnung und Austausch, Lebensfreude und Nonkonformität. Das wollen wir nicht hinter einer Maske verstecken oder in Planquadrate zwängen», schreiben die Veranstalter. Das nächste «Aufgetischt» soll nun erst am 7. und 8. Mai 2021 stattfinden.

Mittwoch, 15.Juli – 19:10 Uhr

Bach-Kantaten in Bregenz und Feldkirch

Sopranistin Miriam Feuersinger und Cellist Thomas Platzgummer organisieren und spielen mit ihrem Ensemble die Bach-Kantate «Ich hatte viel Bekümmernis» in Vorarlberg.

Sopranistin Miriam Feuersinger und Cellist Thomas Platzgummer organisieren und spielen mit ihrem Ensemble die Bach-Kantate «Ich hatte viel Bekümmernis» in Vorarlberg.

Bild: Franz Satler

(PD/miz) Die Kantaten-Konzerte der St.Galler Bachstiftung wurden coronabedingt bis Ende Jahr abgesagt. Wer ein live-Konzert erleben möchte, dem seien die Aufführungen in Vorarlberg empfohlen. Das Ensemble «Bachkantaten in Vorarlberg» rund um die Sopranistin Miriam Feuersinger und den Cellisten Thomas Platzgummer musiziert am Wochenende die zweiteilige Kantate «Ich hatte viel Bekümmernis» BWV 21.

Am Samstag, 18.Juli, wird um 17 Uhr und um 18.30 Uhr in der St.Galluskirche in Bregenz gespielt. Am Sonntag, 19.Juli, um 18 Uhr im Dom St.Nikolaus in Feldkirch. Das Platzangebot sei pro Konzert auf 99 Personen limitiert, schreibt die Veranstalterin. Für den Sicherheitsabstand an den Veranstaltungsorten sei gesorgt. Man bittet die Zuschauerinnen und Zuschauer eine Schutzmaske zum Betreten und Verlassen der Räume mitzubringen. Kartenvorverkauf auf www.v-ticket.at

Mittwoch, 15. Juli – 12:42 Uhr

Rapperswiler Nachwuchstänzerin mit Tanzpreis ausgezeichnet

Während des Lockdowns war die Ballettschule des Hamburg Ballett John Neumeier geschlossen, Ayumi Kato konnte in Rapperswil im Theatersaal der Alten Fabrik proben.

Während des Lockdowns war die Ballettschule des Hamburg Ballett John Neumeier geschlossen, Ayumi Kato konnte in Rapperswil im Theatersaal der Alten Fabrik proben.

Bild: Screenshot

(PD/miz) Die Rapperswiler Tanzschülerin Ayumi Kato gewinnt einen Studienpreis Tanz des Migros-Kulturprozent. Die insgesamt fünf Preisträgerinnen und ein Preisträger werden mit je 14'400 Franken unterstützt – gesamthaft 86'400 Franken. Die 17-Jährige Ayumi Kato studiert seit einem Jahr an der renommierten Ballettschule des Hamburg Ballett John Neumeier.

Ayumi Kato erhält seit ihrem fünften Lebensjahr Ballettunterricht. Die Ausbildungsstätte in Hamburg war während des Lockdowns geschlossen, Kato sass in ihrem Zuhause in Rapperswil fest. Statt im Hamburger Ballettsaal konnte sie immerhin im Theatersaal der Alten Fabrik proben und trainieren.

Um den Wettbewerb trotz der Herausforderungen aufgrund des Coronavirus durchzuführen, wurde er am 9.Juli zum ersten Mal im digitalen Raum veranstaltet, schreibt Migros Kulturprozent in einer Medienmitteilung. Die Kandidatinnen und Kandidaten reichten Videoaufnahmen von Trainingseinheiten sowie eines Solos nach freier Stilwahl ein. Mit den Studienpreisen unterstütze das Migros-Kulturprozent herausragende Talente beim Übergang von der Ausbildung auf die Bühne. In der Jury sassen auch der Tanzchef der St.Galler Compagnie Kinsun Chan sowie der St.Galler Choreograf Gregor Zöllig, Leiter Tanztheater Braunschweig.

Mittwoch, 15. Juli – 12:00 Uhr

Eisenwerk Frauenfeld startet am 6.August mit neuem Programm

(PD/miz) «Wir sind wieder da!», schreiben die Programm-Verantwortlichen des Eisenwerk Frauenfeld. Nicht mehr virtuell, sondern ganz real mit Veranstaltungen wende man sich an das Publikum. Am 6.August starte man mit der Programmreihe «Sommerloch». Jeden Donnerstag, Freitag und Samstag finden bis 22.August Konzerte statt. Und auch weitere Veranstaltungen sind bereits geplant, bis Januar – Kurse, Vorstellungen, Workshops oder Konzerte.

Matterlive tritt am 7.August im Garten des Eisenwerk Frauenfeld auf.

Matterlive tritt am 7.August im Garten des Eisenwerk Frauenfeld auf.

Bild. PD

Man habe ein Schutzkonzept ausgearbeitet und unternehme alles, damit Kulturgenuss unter Einhaltung von Social Distancing möglich sei, heisst es in der Mitteilung. Die Platzzahl sei dadurch deutlich eingeschränkt, Zuschauerinnen und Zuschauer sollen den Vorverkauf nutzen. Für die Konzertreihe «Sommerloch» habe man ein Online-Formular eingerichtet, mit der Reservation würden dabei die fürs Contact Tracing notwendigen Besucherdaten erfasst.

Zum Auftakt performt am 6.August der Frauenfelder Musiker und Künstler Dave Nägeli alias DAIF mit Avantgarde-Rap und Anarcho-Pop. Am 7.August spielt Matterlive, die Mani-Matter-Coverband (nur noch Restkarten). Am 8.August steht ein Doppelkonzert auf dem Programm mit Floriano und der Frauenfelder Freizeit-Rockband Kryffo.

Montag, 13. Juli – 17:20 Uhr

Herisauer Fotograf Daniel Ammann feiert Vernissage im Kunst-Horst Eschlikon

Wer Kunst sehen will, muss manchmal hoch hinauf. In ihrem «Kunst-Horst», in einem Industrie-Turm im thurgauischen Eschlikon, zeigen die Galeristen Werner Widmer und Jordanis Theodoridis jeden Monat am 15. eine Vernissage. Von oben haben die beiden einen guten Überblick über die Kunstszene, gezeigt werden die von ihnen kuratierten Ausstellungen jeweils im Kleinst-Ausstellungsraum unten im Eingangsbereich. Die Wechsel-Gruppenausstellung «The Beauty And The Beast» beleuchtet dort auf kleinstem Raum die Porträtdarstellung.

Am Mittwoch, 15. Juli, wird um 18 Uhr die Vernissage des Herisauer Fotografen Daniel Ammann gefeiert. Er sagt, die besten Bilder entstehen am Schluss einer Sitzung, dann, wenn das Shooting schon im Kasten ist. Dann fordere er das Model beiläufig auf, etwas in die Hand zu nehmen, eine Grimasse zu schneiden oder sich zu bewegen. In diesem Moment entstehe das Bild, auf das er gewartet habe. Unverhofft – und im perfekten Moment.

Vielleicht einfach mal eine Grimasse schneiden, und man erhält ein gutes Bild, sagt Fotograf Daniel Ammann.

Vielleicht einfach mal eine Grimasse schneiden, und man erhält ein gutes Bild, sagt Fotograf Daniel Ammann.

Bild: PD
Montag, 13. Juli – 15:55 Uhr

«Ergötzliches auf Distanz»: Thomas Götz zeigt neues Programm noch wenige Tage im TV und online

Thomas Götz wirbt als Hausi Leutenegger nicht für die Ausstellung «Thurgauer Köpfe», sondern für den Event «Thurgauer Ärsche».

Thomas Götz wirbt als Hausi Leutenegger nicht für die Ausstellung «Thurgauer Köpfe», sondern für den Event «Thurgauer Ärsche».

Bild: Screenshot

(miz) Eigentlich hätten Kabarettist Thomas Götz und Filmemacher Daniel Felix jetzt Sommerpause. Doch die beiden Thurgauer haben sich noch einmal ins Zeug geworfen und präsentieren ihr Kabarettprogamm «Ergötzliches» ein zweites Mal im TV.

Für die aktuelle Juli-Ausgabe des Kultprogramms haben die beiden, die mit «Ergötzliches» seit 2012 den Thurgau mit all seinen Wunderlichkeiten auf die Schippe nehmen, noch einmal in Thomas Götz’ Corona-WG geschaut. Er selber diskutiert dort mit seinen Kult-Figuren Nationalrat Arno Schnyder, Grossrätin Sabine Schnyder und Napoleon Bonaparte (alle gespielt von Götz himself), wie das WG-Leben aggressionsfrei zu bewältigen ist und wo man die Sommerferien verbringen könnte.

Höhepunkt der Sendung: Götz als Hausi Leutenegger, der – analog zur Grossausstellung «Thurgauer Köpfe» der Thurgauer Museen – die Aktion «Thurgauer Ärsche» promoted. Insgesamt etwas behäbiger als die erste TV-Folge im April, trotzdem: Unbedingt anschauen! «Ergötzliches auf Distanz» läuft nur noch diese Woche auf Tele Diessenhofen. Online auf ergoetzliches.ch ist die Folge weiterhin verfügbar.

Donnerstag, 9. Juli – 18:20 Uhr

St.Galler Theatermacher Milo Rau: Premiere, Kinofilme, Buch und eine Einladung zum Theatertreffen

(PD/miz) Während die meisten Theatermacher sich in die wohlverdiente Sommerpause verabschieden, arbeitet der St.Galler Theatermacher Milo Rau unermüdlich weiter. Seit zwei Jahren leitet Rau das Theater NT Gent, dort hat er der kommenden Spielzeit das Motto «Stell alles in Frage» gegeben. Das passt zu seiner vor zwei Jahren begonnenen Neuerfindung des Stadttheaters, das er auf eine ästhetisch komplett neue Stufe heben will. Doch bevor am 1.Oktober die neue Saison in Gent startet, plant Rau einige weitere Projekte. In 6 Wochen feiert ein Theatermonolog Premiere, den Rau aktuell mit der Schauspielerin Ursina Lardi erarbeitet. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Salzburger Festspiele befragen Lardi und Rau den Hofmannsthal’schen Klassiker für heute: «Everywoman».

Der St.Galler Theatermacher Milo Rau, hier im Bühnenbild seiner Inszenierung «Die Wiederholung».

Der St.Galler Theatermacher Milo Rau, hier im Bühnenbild seiner Inszenierung «Die Wiederholung».

Bild: Daniel Seiffert/ BLZ

Ebenfalls in wenigen Wochen kommt ein Film von Milo Rau ins Kino: Seine Theaterproduktion «Familie» ist Anfang September in belgischen Kinos und ausgewählten Theatern zu sehen. In der Endfertigung befindet sich Milo Raus Neuverfilmung des Neuen Testaments, «Das Neue Evangelium» – darin ist der Aktivist Yvan Sagnet als erster schwarzer Jesus der europäischen Filmgeschichte zu sehen.

Wie heute Donnerstag bekannt wurde, wird die bereits für das Berliner Theatertreffen nominierte Produktion «Orest in Mossul» das niederländische Theaterfestival als eine der 9 besten Performances des vergangenen Jahres eröffnen. «Es ist eine der vielleicht wichtigsten Produktionen von Milo Rau», so die Jury, «genauso interessant wie herzzerreissend». Anlässlich der Eröffnung des Theaterfestivals wird zum ersten Mal ein Dokumentarfilm über die umstrittene Produktion zu sehen sein: «Orestes in Mosul – The Making Of».

Im September schliesslich bringt Milo Rau noch ein Buch heraus: «Why Theatre?» Es sei eine Enzyklopädie zum Zustand des Theaters, so die Ankündigung. 100 führende Theaterschaffende und Intellektuelle aus aller Welt gehen der Frage nach, was Theater heute soll und kann.

Donnerstag, 9. Juli – 17:30 Uhr

Geführter Streifzug durch die Gärten der Kartause Ittingen

Die Kartause Ittingen verfügt über eine grosse Anzahl Gärten, innerhalb und ausserhalb der Klostermauern.

Die Kartause Ittingen verfügt über eine grosse Anzahl Gärten, innerhalb und ausserhalb der Klostermauern.

Bild: Andrea Stalder

(PD/miz) Kulturgenuss an der frischen Luft: Die Kartause Ittingen lädt ein, die vielfältigen Gärten kennenzulernen. In der Kartause Ittingen sind innerhalb und ausserhalb der Klostermauern zahlreiche Gärten zu finden: augenfällige und unscheinbare, parkähnliche Flächen und kleinste Gärtchen, blühende Blumen und duftende Kräuter. Die Gärten sind auf unterschiedliche Bewohner der Kartause und ihre wechselnden Bedürfnisse zurückzuführen, schreibt die Kartause Ittingen . Interessierte erfahren im Rahmen der Führung am Sonntag, 12.Juli, um 15 Uhr mehr über die Gärten im und um das Kloster. Zur Vielfalt gehören Gemüsegärten, Hopfengarten, Mönchsgarten, kleiner und grosser Kreuzgarten, Barockgarten und zahlreiche Rosengärten. Die Führung (Anmeldung erforderlich) vermittelt Wissenswertes zum Thema Garten allgemein und zu den Gärten der Kartause im Besonderen.

Donnerstag, 9.Juli – 15:05 Uhr

Lektüre aus dem Appenzellerland für Ferien daheim

(PD/miz) Vieles spricht dieses Jahr dafür, die Sommerferien daheim zu verbringen. Rechtzeitig zum Ferienbeginn wartet der Appenzeller Verlag mit einem Programm auf, um das Appenzellerland handfest oder literarisch zu entdecken.

Der Wanderführer «Wanderparadies Appenzellerland 2» schlägt 48 Routen vor, verteilt auf alle Regionen des Appenzellerlands. Viele Wanderungen befinden sich abseits der Touristenströme, wo es zwischen all den Töbeln und Högern vielfältige Landschaften zu erleben gibt, so der Verlag in seiner Ankündigung. Wer kulturell eintauchen will, der findet Anregung im Buch «Brauchtum im Appenzellerland». Darin erklärt werden die Bräuche und Traditionen der Kantone Appenzell Inner- und Ausserrhoden im Jahreslauf.

Wer sich an der Appenzeller Mundart erfreut, findet verloren geglaubte Wörter im Buch «Helewie». Der Urnäscher Hans Hürlemann gräbt alte Ausdrücke aus und erforscht ihre Herkunft. Seine Kolumnen über die Appenzeller Dialekte aus dem Appenzeller Magazin sind in diesem Buch gesammelt. Historisches erfährt man in «Mein Vater ist Schifflisticker». Autorin Doris Walser erzählt von der Schifflistickerei im Heimbetrieb im Appenzeller Vorderland, von den wirtschaftlich schwierigen Jahren in der Stickereibranche und vom Alltag eines Ostschweizer Kindes kurz vor dem Zweiten Weltkrieg.

Doris Walser schrieb über eine Kindheit in der Ostschweiz kurz vor dem Zweiten Weltkrieg.

Doris Walser schrieb über eine Kindheit in der Ostschweiz kurz vor dem Zweiten Weltkrieg.

Bild: PD
Donnerstag, 9.Juli – 11:20 Uhr

Stiftsbezirk St.Gallen mit Entdeckungstour für Familien

(PD/miz) Spurensuche und Rätselrundgang: Der St.Galler Stiftsbezirk hat sich für die Sommermonate ein besonderes Programm für Familien ausgedacht. Für jedes Familienmitglied sei etwas dabei, schreibt das Unesco-Weltkulturerbe. Für kleinere Kinder gebe es Ende Juli «Bärenstarke Märchen» zu entdecken. Grössere im lesefähigen Alter nehme man einmal im Monat mit auf eine «Zeitreise ins Mittelalter». Und für neugierige Familien empfehle man den Rätselspass.

Für ganz Kleine (3-6 Jahre) gibt es am 28., 29. und 31.Juli «Bärenstarke Märchen» zu entdecken. Mit aufregenden Abenteuern im Stiftsbezirk samt anschliessendem Basteln oder Spielen. Für Sieben- bis Neunjährige bietet der Stiftsbezirk jeden dritten Mittwoch im Monat eine einstündige Kinderführung an: eine «Zeitreise ins frühe Mittelalter». Für Familien gibt es die zweistündige Entdeckungstour «Das verschwundene Pergament», das Rätselset dazu kann man an der Kasse beim Ausstellungssaal ausleihen.

Das Rätselset «Das verschwundene Pergament» nimmt Familien auf eine spannende Suche quer durch den St.Galler Stiftsbezirk.

Das Rätselset «Das verschwundene Pergament» nimmt Familien auf eine spannende Suche quer durch den St.Galler Stiftsbezirk.

Bild: PD
Mittwoch, 8. Juli - 12:56 Uhr

Das Kunstmuseum St.Gallen reist durch seine Sammlung

Bei Führungen im Kunstmuseum St.Gallen kann man Kunst aus Italien, den Niederlanden, Frankreich und der Schweiz kennenlernen. Dazu passend gibt es Picknickkörbe mit landestypischer Verpflegung.

Bei Führungen im Kunstmuseum St.Gallen kann man Kunst aus Italien, den Niederlanden, Frankreich und der Schweiz kennenlernen. Dazu passend gibt es Picknickkörbe mit landestypischer Verpflegung.

PD

(sda/gen) Im Sommerprogramm bietet das St. Galler Kunstmuseum die Gelegenheit, die Gemäldesammlung bei kostenlosen Schwerpunkt-Führungen kennenzulernen. Der Fokus liegt dabei auf den Ländern Italien, Niederlande, Frankreich und Schweiz.

Dazu stünden auf Wunsch Picknickkörbe mit landestypischer Verpflegung zur Verfügung, teilte das Kunstmuseum mit.So könne der Museumsbesuch im Stadtpark kulinarisch abgerundet werden.

Start ist am 12. Juli. Die Führungen werden jeweils am Sonntag und am darauffolgenden Donnerstag angeboten. Die Picknickkörbe kosten 20 Franken und sind für zwei Personen gedacht.

An anderen Führungen aus dem Sommerprogramm kann ein Teil des Gebäudes besucht werden, der regulär nicht zugänglich ist. Im Gemäldedepot gibt es einen Blick hinter die Kulissen des Museums und es werden Gemälde und Skulpturen gezeigt, die aktuell nicht ausgestellt sind.

Das Kunstmuseum St.Gallen bietet Kunsttüten für einen kreativen Museumsbesuch mit Kindern an.

Das Kunstmuseum St.Gallen bietet Kunsttüten für einen kreativen Museumsbesuch mit Kindern an.

PD

Für Kinder und Familien werden ausserdem drei Kunsttüten angeboten, die das Reisen ins Fantasiefarbenland, ins 17. Jahrhundert oder durch «Getas Universum» ermöglichen. Die Kunsttüten beinhalten Anregungen für den Museumsbesuch, Rätsel für die ganze Familie, Gestaltungsideen und Materialien um zu Hause kreativ zu werden sowie weitere Überraschungen. Die Kunsttüten sind für Kinder ab drei Jahren geeignet und kosten je 5 Franken. Für Familienmitglieder des Kunstvereins sind sie kostenlos.

Sommerprogramm im Kunstmuseum St.Gallen

Länderrundgänge und Führungen durchs Gemäldedepot

Die länderspezifischen Führungen sind kostenlos finden jeweils sonntags und donnerstags um 11 Uhr statt. Sie können besucht werden, ohne einen  Italien 12. Juli/16. Juli; Niederlande 19. Juli/23. Juli; Frankreich 26. Juli/30. Juli; Schweiz 2. August/6. August.

Führungen durch Gemäldedepot unter dem Stadtpark, das normalerweise für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist, finden jeweils mittwochs um 18.30 Uhr statt. Am 15.7., 22.7., 29.7., und 5.8.

Dienstag ,7. Juli – 14:57 Uhr

Manon stellt im St.Galler Kunstschaufenster «Hiltibold» aus

Manon im Innenhof der St.Galler Lokremise. (St.Gallen, 16.11.2013)

Manon im Innenhof der St.Galler Lokremise. (St.Gallen, 16.11.2013)

Urs Jaudas

(gen) Am 26. Juni ist sie 80 Jahre alt geworden, Manon, eine der grossen Schweizer Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts und in den 1970er Jahren Pionierin der Performancekunst. Die Geburtstagsausstellung der gebürtigen St.Gallerin in der Fotostiftung Schweiz in Winterthur fiel leider der Pandemie zum Opfer, dafür gibt es jetzt eine Miniausstellung in den Vitrinen des St.Galler Hiltibold. Was Manon darin zeigen wird, ist wie immer geheim. Am Donnerstag, 9. Juli ist ab 18 Uhr Vernissage bei der Stützmauer an der Magnihalde an der Goliathgasse 15. Ein weiteres Kunstschaufenster wird von der Künstlerin Anita Zimmermann bespielt.

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Dienstag, 7. Juli – 14:06 Uhr

Konrad Bitterli, ehemaliger Kurator des Kunstmuseums St.Gallen, spricht in Vaduz über den «Doktor Frankenstein» der Malerei

Das Bild «Stockade »von Steven Parrino ist ein sogenanntes Slot Paining.

Das Bild «Stockade »von Steven Parrino ist ein sogenanntes Slot Paining.

PD

(PD/gen) In den 1980er Jahren, als die Malerei einmal mehr für tot erklärt wurde, erfand der US-amerikanische Künstler Steven Parrino sie auf seine Weise neu und zwar radikal neu, zum Beispiel, indem er Leinwände verdrehte und löcherte. Das Kunstmuseum Liechtenstein zeigt noch bis am 16. August unter dem Titel «Nihilism Is Love» die erste umfassende Retrospektive Parrinos im deutschsprachigen Raum. Zwei, die den 2005 verstorbenen Parrino gut kannten und ihn förderten, sind Konrad Bitterli, Direktor des Kunstmuseums Winterthur, und der Genfer Galerist Pierre Huber. Am Donnerstag, 9. Juli, um 18 Uhr, treffen sich Bitterli und Huber im Kunstmuseum Liechtenstein zum Gespräch. Um Anmeldung wird gebeten.

Konrad Bitterli.

Konrad Bitterli.

Ralph Ribi

Konrad Bitterli war über 26 Jahre Kurator und stellvertretender Direktor am Kunstmuseum St.Gallen, bevor er 2017 das Kunst Museum Winterthur als Direktor übernahm. Bitterli kuratierte mehrere Ausstellungen mit Künstlerinnen und Künstler aus der New Yorker Szene. Parrinos Werk lernte er Anfang der 1990er-Jahre durch einen Studiobesuch kennen. 2009 realisierte er eine Hommage an Steven Parrino mit der Ausstellung «Born to Be Wild» im Kunstmuseum St.Gallen.

Pierre Huber eröffnete 1984 seine erste Galerie in Genf, einige Jahre später führte er die Galerie unter dem Namen Art & Public. Er vertrat die amerikanische Minimal Art und Konzeptkunst, aber auch die Genfer Kunstszene um John Armleder und Sylvie Fleury. Die künstlerische Präsenz von Steven Parrino in Europa förderte er von Beginn weg und realisierte diverse Ausstellungen mit ihm.

Frank Stella's Cat von 1992 ist eines von Steven Parrinos «Misshaped Paintings».

Frank Stella's Cat von 1992 ist eines von Steven Parrinos «Misshaped Paintings».

PD
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Montag, 6.Juli – 18:45 Uhr

Monika Helfer liest im Raum für Literatur St.Gallen

Die Vorarlberger Autorin Monika Helfer

Die Vorarlberger Autorin Monika Helfer

Bild: Ralph Ribi

(PD/miz) «Unser erster Anlass nach dem Covid-Lockdown», kündet Literaturhaus und Bibliothek Wyborada St.Gallen an. Die Macherinnen freuen sich: die Vorarlberger Schriftstellerin Monika Helfer, Trägerin des Solothurner Literaturpreises 2020, liest am Samstag, 11.Juli, um 17 Uhr im Raum für Literatur in der Hauptpost St.Gallen aus ihrem neuen Roman «Bagage». Stilsicher und facettenreich verarbeite Helfer darin ein Stück Familiengeschichte literarisch so, dass die Kritik begeistert von einem der schönsten Romane des Frühjahrs 2020 spreche.

Montag, 6.Juli – 12:38 Uhr

Öffentliche Diskussion im Stadtpark zur Zukunft des Kunstmuseums St.Gallen mit Stadtpräsident Thomas Scheitlin

(PD/miz) Das Palace St.Gallen hat sich eigentlich schon in die Sommerpause verabschiedet, doch jetzt am Mittwoch wird eine aktuelle Diskussion lanciert: Im Rahmen der Veranstaltungsreihe «Erfreuliche Universität» findet am Mittwoch, 8.Juli, um 19 Uhr eine Diskussion statt. Es geht um die Zukunft des Kunstmuseums St.Gallen sowie um die Bedeutung der Kultur für die Gesellschaft. Auf dem Podium diskutiert Peter Surber, Redaktor beim Ostschweizer Kulturmagazin Saiten, mit Stadtpräsident Thomas Scheitlin von der FDP, Stadtparlamentarierin Evelyne Angehrn von der SP, Roman Griesfelder, geschäftsführender Direktor des Kunstmuseums, sowie Thomas Stüssi, freischaffender Künstler und Leiter des Lehrgangs HF Bildende Kunst.

Der Hintergrund: Der St.Galler Stadtrat habe bisher als einzige Schweizer Regierung coronabedingte Sparmassnahmen angekündigt, schreiben die Initianten. Zu den Sparmassnahmen gehöre auch die überfällige Sanierung des Kunstmuseums. Sie soll noch einmal verschoben werden, obwohl ein fertig ausgearbeitetes Projekt auf dem Tisch liege. Aus der Bevölkerung rege sich Widerstand gegen die Sparmassnahmen. Eine Petition der «IG Kultur Ost» hätten innert weniger Tage bereits mehr als 1000 Personen unterschrieben.

Nun soll die Diskussion öffentlich geführt werden: Mit einer Podiumsdiskussion, organisiert von der Erfreulichen Universität St.Gallen und vom Kunstmuseum. Bei guter Witterung findet sie draussen auf der Terrasse vor dem Kunstmuseum statt, bei schlechtem Wetter wird sie in den Vortragssaal verlegt.

Am Podium soll diskutiert werden, welche Folgen die Verschiebung für die Institution des Kunstmuseums wie auch für die Kulturschaffenden in der Ostschweiz hat. Weiter stelle sich angesichts der Sparmassnahmen die Frage, welche Bedeutung der Kultur gesellschaftlich zukommt: für die Bildung, die Innovation, die Zukunft.

Am Mittwoch wird über die Zukunft des Kunstmuseums St.Gallen diskutiert.

Am Mittwoch wird über die Zukunft des Kunstmuseums St.Gallen diskutiert.

Bild: PD
Montag, 6.Juli – 12:15 Uhr

Kunstprojekt der Riklin-Brüder: «Zehn Gebote Vol. 2» noch einmal in St.Gallen zu sehen

Frank und Patrik Riklin meisselten ihre zehn Gebote in zehn Sandsteintafeln.

Frank und Patrik Riklin meisselten ihre zehn Gebote in zehn Sandsteintafeln.

Bild: PD

(PD/miz) Die zehn fertig gemeisselten Gebotstafeln seien am Mittwoch, 8. Juli, von 10 bis 19 Uhr zum letzten Mal vor dem Kloster St.Gallen zu sehen, schreibt Patrik Riklin. Er und sein Zwillingsbruder Frank Riklin hätten sich spontan dazu entschieden, die Gebotstafeln in St.Gallen zu verabschieden.

Zwölf Stunden später würden die insgesamt rund eine Tonne schweren Sandstein-Tafeln die Stadt verlassen, mit zehn Hubkarren sollen sie zum Bahnhof eskortiert und mit der SBB nach Zürich weiter transportiert werden. Am Donnerstagvormittag sollen die Tafeln in Zürich «neo-guerillamässig» im öffentlichen Raum ausgesetzt werden. Für die Eskorte um 6 Uhr am Donnerstagmorgen, 9. Juli suchen die Künstler noch sechs Personen, die sich für die Verschiebung der Tafeln vom Klosterplatz zum Bahnhof verantwortlich zeigen und Teil des interaktiven Projekts sein möchten. Anmeldung über info@sonderaufgaben.ch oder 076 457 12 41.

Von Montag, 22. Juni, bis Mittwoch, 1. Juli, hatten Frank und Patrik Riklin vor der St.Galler Kathedrale ihre «Zehn Gebote Vol. 2» in zehn Sandsteinblöcke gemeisselt, jeweils von 10 bis 18 Uhr. «Believe in the urgency of your thoughts» – Glaube an die Dringlichkeit deiner Gedanken – lautet das erste Glaubenssatz der Brüder, «Trust insanity and question the conventional» – Vertraue dem Wahnsinn und stelle das Konventionelle in Frage – der zweite. Patrik Riklin sagte dazu: «Unsere zehn Gebote sind die Essenz unserer Arbeit der letzten zehn Jahre.»

Freitag, 3.Juli – 16:30 Uhr

Konstanzer Freilichttheater «Hermann der Krumme - oder die Erde ist rund» ausverkauft

Das Konstanzer Freilichttheater «Hermann der Krumme – oder die Erde ist rund» setzt dem Reichenauer Benediktinermönch Hermann von Altshausen ein Denkmal.

Das Konstanzer Freilichttheater «Hermann der Krumme – oder die Erde ist rund» setzt dem Reichenauer Benediktinermönch Hermann von Altshausen ein Denkmal.

Ilja Mess

(PD/gen) Innerhalb von zwei Tagen waren alle Vorstellungen des Konstanzer Freilichttheaters «Hermann der Krumme – oder die Erde ist rund» ausverkauft. Nachdem die neue Coronaverordnung der Landesregierung es erlaubt hatte, vor bis zu 250 Menschen zu spielen, reagierte das Theater Konstanz und erhöhte die Platzkapazität unter Wahrung der Abstandsregeln. In einer Mitteilung teilt es mit:

«Die Menschen haben klar ein Bedürfnis nach Kunst und geistiger Kräftigung.»
Herrmann der Lahme war ein bedeutender Denker des frühen Mittelalters.

Herrmann der Lahme war ein bedeutender Denker des frühen Mittelalters.

Ilja Mess

Das Theater Konstanz war eines der ersten Theaterhäuser Deutschlands, das ein an die Bedingungen des Infektionsschutzes angepasstes Konzept für das Freilichttheater auf dem Münsterplatz vorgestellt hat. Das Konzept beinhaltet unter anderem zwei statt nur einer Zuschauertribüne sowie vier verschiedene Eingänge.

Auf dem Münsterplatz wird am 4. Juli 2020 das eigens für diesen Ort geschriebene Stück «Hermann der Krumme – oder die Erde ist rund» uraufgeführt. Christoph Nix erzählt die Geschichte des Reichenauer Benediktinermönches Hermann von Altshausen der trotz erheblicher körperlicher Beeinträchtigungen zu einem bedeutenden Denker, Erfinder und Künstler des frühen Mittelalters wurde. Münsterchordirektor Steffen Schreyer konnte für die Produktion gewonnen werden, seine Chöre werden eine wichtige Rolle spielen. Regie führen Christoph Nix, Lorenz Leander Haas und Choreografin Zenta Haerter.

Freitag, 3. Juli – 13:04 Uhr

Innert drei Tagen über 900 Unterschriften für den Kulturappell der IG Kultur Ost

1970 bis 1987 war das Kunstmuseum St.Gallen wegen Baufälligkeit geschlossenen. Roman Signer führte dort verschiedene Projekte durch. Zum Beispiel kurvte er 1982 mit dem Velo und gelben Band auf dem Gepäckträger um zwei Säulen und hielt das Ereignis auf einem auf einem Super-8-Film fest. Roman Signer gehört zu den Erstunterzeichnern des Kulturappells.

1970 bis 1987 war das Kunstmuseum St.Gallen wegen Baufälligkeit geschlossenen. Roman Signer führte dort verschiedene Projekte durch. Zum Beispiel kurvte er 1982 mit dem Velo und gelben Band auf dem Gepäckträger um zwei Säulen und hielt das Ereignis auf einem auf einem Super-8-Film fest. Roman Signer gehört zu den Erstunterzeichnern des Kulturappells.

PD

(PD/gen) Der am 30. Juni von der IG Kultur Ost lancierte Kulturappell gegen das Sparpaket des St.Galler Stadtrats ist auf grosses Echo gestossen: Innert 72 Stunden haben über 900 Personen den Appell unterzeichnet. Der Aufruf ist weiterhin online. Unterzeichnet haben Kulturschaffende aller Sparten, Kulturinteressierte, Exponentinnen und Exponenten aus Politik und Wirtschaft, aber auch Unterstützer, die sich als «Steuerzahler» oder «Staatsbürger» bezeichnen. Die Namen kommen zwar mehrheitlich aus der Stadt St.Gallen, aber bei weitem nicht nur: Auch die umliegenden Gemeinden und Kantone sowie andere Regionen der
Schweiz sind vertreten.

Den Anstoss zum Kulturappell hat die Ankündigung des St.Galler Stadtrats gegeben, dreissig Millionen Franken einsparen zu wollen, um möglichen Steuerausfällen wegen der Corona-Pandemie
entgegenzuwirken. Der St.Galler Stadtrat sei schweizweit die erste Regierung, die mitten in der Bewältigung des Lockdowns harte Spareinschnitte beschliesst. Und eines der Opfer der stadträtlichen «Angststrategie», wie es im Appell heisst, wäre auch die Kultur.

Serie von Aluminium-Skulpturen von Alex Hanimann im Oberlichtsaal des Kunstmuseums St.Gallen. Der St.Galler Künstler gehört ebenfalls zu den Erstunterzeichnern des Appells.

Serie von Aluminium-Skulpturen von Alex Hanimann im Oberlichtsaal des Kunstmuseums St.Gallen. Der St.Galler Künstler gehört ebenfalls zu den Erstunterzeichnern des Appells.

Sebastian Stadler

Betroffen ist namentlich das Kunstmuseum St.Gallen. Seine Renovation sei seit bald zwanzig Jahren unbestritten dringlich, heisst es im Appell. Seit 2012 liegt ein Bauprojekt vor, die Finanzierung ist durch Stadt, Kanton und Private gesichert. Werde das Projekt auf die lange Bank geschoben, sei diese Finanzierung gefährdet. Der Bau müsse zudem dringend saniert werden.

Neben dem Kunstmuseum sind auch das aktuelle Kulturschaffen und das Bildungsangebot «Kunst & Handwerk» betroffen. Zehn Prozent weniger freie Projektförderung: Damit sei der Spareffekt für die Stadtkasse minim, der Schaden für viele Projekte und das Publikum aber gross. «Statt kulturellem Aufbruch droht der Rückbau.» Die Antwort auf die Krise könne nicht Sparen und Abbauen heissen. Vielmehr sei eine antizyklische Wirtschaftspolitik und eine zukunftsgerichtete Kulturpolitik gefragt, heisst es im Appell:

«Stoppen wir die Abbau-Politik des St.Galler Stadtrats! Sanieren wir das Kunstmuseum! Sichern wir der Kultur ihre Zukunft!»
Donnerstag, 2.Juli – 12:45 Uhr

Ostschweizer Schriftsteller erhalten Werkbeiträge von Pro Helvetia

(PD/miz) Die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia spricht dieses Jahr 21 Autorinnen und Autoren aller vier Landessprachen einen Werkbeitrag für ein literarisches Vorhaben zu, schreibt die Stiftung in einer Mitteilung.. Unter den ausgewählten Projekten finden sich neben Lyrikprojekten zahlreiche Romane von etablierten wie auch von aufstrebenden Stimmen.

Christian Uetz

Christian Uetz

Bild: PD

Einer der Ausgezeichneten ist der Thurgauer Schriftsteller Christian Uetz. Der Egnacher absolvierte das Lehrerseminar Kreuzlingen, bevor er in Zürich studierte. Seit Seit 1998 lebt er als freier Schriftsteller in Zürich. 1999 nahm er mit einem Ausschnitt aus seinem Gedichtband «Zoom nicht» am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt teil und wurde mit dem 3sat-Preis ausgezeichnet. 2005 erhielt er den Thurgauer Kulturpreis.

Dragica Rajčić Holzner

Dragica Rajčić Holzner

Bild: ZVG Homepage

Auch die Schriftstellerin Dragica Rajčić Holzner wird mit einem Werkbeitrag der Stiftung Pro Helvetia geehrt. Rajčić Holzner, heute in Zürich wohnhaft, lebte ab 1978 jahrzehntelang in St.Gallen, hier erschien auch 1986 ihr erstes Buch «Halbgedichte einer Gastfrau». Von Stadt und Kanton St.Gallen wurde sie jeweils mehrfach mit Werkbeiträgen oder einem Förderpreis ausgezeichnet, zuletzt 2012. Im Jahr 2000 wurde ihr Stück «Aufliebeseen» am Theater St.Gallen uraufgeführt.

Mit Werkbeiträgen in der Höhe von je 25'000 Franken ermögliche die Schweizer Kulturstiftung Autorinnen und Autoren, ein neues literarisches Werk zu schaffen. Dieses Jahr sind insgesamt 127 Projekte in allen vier Landessprachen eingegangen. Auf Vorschlag der Jury erhielten insgesamt 21 Autorinnen und Autoren einen Werkbeitrag, davon sind 13 deutschsprachig, vier französischsprachig, drei italienischsprachig und eine rätoromanisch.

Schweizer Autorinnen und Autoren können sich nur für einen Werkbeitrag bewerben, wenn sie bereits ein literarisches Werk in einem anerkannten Verlag publiziert haben. Sind die mit Unterstützung der Werkbeiträge entstandenen Texte veröffentlicht, stellt Pro Helvetia Verlagen, Autorinnen und Autoren zusätzlich einen Promotionsbeitrag von 4000 Franken zu Verfügung.

Donnerstag, 2.Juli – 11:30 Uhr

Plakatausstellung bringt Liechtensteins Kunstschaffende nach Coronakrise wieder zurück in die Öffentlichkeit

(PD/miz) Das Amt für Kultur und die Kulturstiftung Liechtenstein will mit dem Projekt Kulturkanal einen Solidaritätsbeitrag leisten und professionellen Künstlerinnen und Künstlern ermöglichen, nach der Corona-Krise wieder zurück in die öffentliche Wahrnehmung zu kehren. Geplant ist eine Plakatausstellung vom 16. Juli bis 27. August auf dem Peter-Kaiser-Platz in Vaduz. Alle professionellen bildenden Künstlerinnen und Künstler in und von Liechtenstein seien angesprochen, eines ihrer Werke einzureichen, schreibt das Amt für Kultur in einer Mitteilung. Es könne ein bestehendes oder natürlich auch ein neues Werk sein.

Mit dem Projekt Kulturkanal soll Liechtensteins Kulturszene auch digital auf einer Plattform vereint werden.

Mit dem Projekt Kulturkanal soll Liechtensteins Kulturszene auch digital auf einer Plattform vereint werden.

Bild: Screenshot

Die Organisationsarbeit sowie die grafische Umsetzung und Präsentation übernehme das Amt für Kultur. Gleichzeitig zur Eröffnung der Plakatausstellung, die in «coronakompatibler» Form stattfinde, werde am 16. Juli die Webseite kulturkanal.li aufgeschaltet. Darauf seien die Werke aller teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler zu finden sowie Hintergrundinformationen. Der Kulturkanal soll in diesem Sinne weiter ausgebaut werden, um Liechtensteins Kulturszene auch digital auf einer Plattform zu vereinen. Weitere Informationen, die Ausschreibung mit den Teilnahmebedingungen und den Richtlinien sowie die Bewerbungsunterlagen können hier heruntergeladen werden. Bewerbungen zur Teilnahme sind bis 10. Juli 2020 möglich.

Dienstag, 30.6. – 14:27 Uhr

IG Kultur Ost lanciert Kulturappell gegen das Sparpaket des St.Galler Stadtrats

Peter Surber, Ann Katrin Cooper und Philipp Stuber von der IG Kultur Ost.

Peter Surber, Ann Katrin Cooper und Philipp Stuber von der IG Kultur Ost.

PD

(PD/gen) Die IG Kultur Ost wehrt sich mit einem Kulturappell gegen das Sparpaket des St.Galler Stadtrats, der 30 Millionen Franken einsparen will, um möglichen Steuerausfällen wegen der Corona-Pandemie entgegenzuwirken. Betroffen sind unter anderem das Kunstmuseum und das aktuelle Kulturschaffen.

50 Erstunterzeichnende aus allen Kultursparten, aus Politik und Wirtschaft haben den «Aufruf für das Kunstmuseum, die Kultur und eine lebendige Stadt St.Gallen» unterschrieben, darunter die Künstler Beni Bischof, Roman Signer und Josef Felix Müller. Auch die Politikerinnen und Politiker wie Paul Rechsteiner, Peter Olibet oder Franziska Ryser unterstützen den Kulturappell mit ihren Namen. Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter von St.Galler Kulturinstitutionen haben den Aufruf unterschrieben: Roland Wäspe und Roman Griesfelder, Direktoren des Kunstmuseums St.Gallen, Jonas Knecht, Schauspieldirektor am Theater St.Gallen oder Sandra Meier, Leiterin des Kinok.

Der St.Galler Stadtrat sei schweizweit die erste Regierung, die mitten in der Bewältigung des Lockdowns harte Spareinschnitte beschliesse, kritisiert der Kulturappell. Neben dem Kunstmuseum seien auch das aktuelle Kulturschaffen und das Bildungsangebot «Kunst & Handwerk» betroffen. Zehn Prozent weniger freie Projektförderung bedeute einen minimen Spareffekt für die Stadtkasse, aber einen grossen Schaden für viele Projekte und das Publikum. Statt kulturellem Aufbruch drohe der Rückbau:

«Die Stadt als Kulturprovinz: Das darf nicht wahr werden!»

Die Sparmassnahmen kämen nach der Coronapandemie im schlechtesten Moment. In der Krise brauche es eine antizyklische Wirtschaftspolitik und eine zukunftsgerichtete Kulturpolitik: Jetzt müsse investiert werden.

Dienstag, 30.6. – 11:14 Uhr

Die Thurgauerin Katharina Ammann tritt ihre Stelle als Direktorin des Aargauer Kunsthauses an

Dr. Katharina Ammann, neue Direktorin für das Aargauer Kunsthaus

Dr. Katharina Ammann, neue Direktorin für das Aargauer Kunsthaus

PD

(PD/gen) Ab dem 1. Juli 2020 leitet die 46-jährige Thurgauer Kunsthistorikerin Katharina Ammann das Aargauer Kunsthaus. Sie folgt auf die langjährige Direktorin Madeleine Schuppli. Katharina Ammann leitete bisher die Abteilung Kunstgeschichte des Schweizerischen Instituts für Kunstwissenschaft (SIK-ISEA) in Zürich. Sie studierte Kunstgeschichte und Englische Literatur an den Universitäten Genf und Oxford. Von 2001 bis 2004 arbeitete sie als wissenschaftliche Assistentin am Kunstmuseum Solothurn und kuratierte Ausstellungen vorwiegend zur Gegenwartskunst. Von 2008 bis 2015 war Katharina Ammann Konservatorin am Bündner Kunstmuseum Chur.

Katharina Ammann sieht eine der zentralen Aufgaben des Kunstmuseums der Zukunft darin, die Bedeutung der Kunst auch der nächsten Generation zu vermitteln und zwar durch substanzielle Inhalte und Mut zur Innovation. Sie freut sich, dies in Aarau mitzugestalten:

«Das Aargauer Kunsthaus mit seiner grossartigen Sammlung, seinem engagierten Team und seinem ausgezeichneten Ruf bringt aus meiner Sicht beste Voraussetzungen mit, denn es ist gewichtig genug, um beachtet zu werden, und flexibel genug für experimentelle Formate und aktuelle Themen.»
Montag, 30.6. – 17:34 Uhr

Am 2.Juli öffnet in Rorschach der neue Raum für Kleinkultur: Die Kleberei

(PD/jor/miz) Die diesjährige Veranstaltungsreihe auf dem Rorschacher Fabrikareal ist die zweite Ausgabe von «Kultur in der Feldmühle» und dauert bis November. Für das Fabrikareal existiert ein Überbauungsplan, der bis 2025 Wohn- und Gewerberaum schaffen soll. Als Zwischennutzung gibt es Kultur in der «Kleberei», wie das Team den neuen Kulturort nennt: Nicht nur die ehemalige Kantine der ehemaligen Stickereifabrik Feldmühle werde zum Eventraum umgestaltet, auch der Aussenraum werde zur Openair-Bühne, rund um Bühne und Bar könne man gemütlich chillen.

Geschichtsträchtig startet die «Kleberei» am Donnerstag, 2. Juli, in die Saison: Dann wird der Feldmühle-Film «Fabrikleben» von Felix Karrer gezeigt. Der Film wurde mit den Originalbändern des Schweizer Fernsehens neu digitalisiert und ist jetzt in einer limitierten Auflage als DVD erhältlich. Bei schönem Wetter wird der Film im Freien gezeigt.

Das «Kleberei»-Team schafft Platz für Kleinkunst: Jan Hasler (von links), Richard Lehner und Efisio Prasciolu.

Das «Kleberei»-Team schafft Platz für Kleinkunst: Jan Hasler (von links), Richard Lehner und Efisio Prasciolu.

Bild: Jolanda Riedener

Neben zahlreichen regionalen Künstlerinnen und Künstlern hat das Team um Richard Lehner auch den Jazzclub und das Schlofftheater eingeladen – beides sind Institutionen, die ihr Lokal in Rorschach aufgeben mussten und denen man so eine Plattform bieten wolle. Das komplette Sommerprogramm ist auf der «Kleberei»-Website einsehbar. Das Herbstprogramm wird im August vorgestellt. Das Team wolle jetzt erst einmal schauen, wie sich der Betrieb einspielt.

Montag, 29.Juni – 17:20 Uhr

Letzte Autorenlesung im Literaturhaus Thurgau und Verabschiedung von Programmleiterin Marianne Sax

(PD/miz) Die letzte Lesung vor der Sommerpause, und zugleich die letzte von Programmleiterin Marianne Sax verantwortete Veranstaltung samt ihrer Verabschiedung, findet am Donnerstag um 20 Uhr im Literaturhaus Thurgau in Gottlieben statt. Drei Jahre leitete sie das Programm des Literaturhaus Thurgau – und setzte durch, dass es den neuen Namen erhält: Literaturhaus Thurgau statt Bodman-Literaturhaus Gottlieben. Die Frauenfelder Buchhändlerin und Grossrätin Marianne Sax prägte das Literaturhaus Thurgau.

An der letzten von ihr verantworteten Lesung stellen die Autoren Carel van Schaik und Kai Michel ihr «Tagebuch der Menschheit» vor. Man erfahre, «was die Bibel über unsere Evolution verrät», so der Untertitel.

Marianne Sax musste ihren Bücherladen in Frauenfeld während der Coronakrise schliessen – ihren Kunden brachte sie die bestellten Bücher per Velo.

Marianne Sax musste ihren Bücherladen in Frauenfeld während der Coronakrise schliessen – ihren Kunden brachte sie die bestellten Bücher per Velo.

Bild: Andrea Stalder

Die Autoren nehmen einen mit auf eine Reise von Eden bis zur Apokalypse, so die Ankündigung. Sie eröffneten eine neue Perspektive auf die kulturelle Evolution des Menschen und der Religion und erklärten, warum biblische Probleme uns heute noch beschäftigen. Die Bibel sei das Buch der Bücher: Sie gehe einen selbst dann etwas an, wenn man gar nicht an Gott glaube.

Montag, 29.Juni – 17:10 Uhr

St.Galler Künstlerin Katrin Mosimann gewinnt Corona-Wettbewerb des Museum im Lagerhaus

Katrin Mosimann bei der Preisübergabe im Museum im Lagerhaus St.Gallen

Katrin Mosimann bei der Preisübergabe im Museum im Lagerhaus St.Gallen

Bild: PD

(PD/miz) «Kunst um Ausnahmezustand», so nennt das St.Galler Museum im Lagerhaus die aktuelle Ausstellung. Das besondere daran: Jede und jeder durfte ein Werk einsenden. 145 künstlerische Statements aus den ersten Monaten der Coronakrise wurden ans Museum geschickt. Noch bis 5.Juli läuft die Ausstellung.

Und noch etwas war besonders: Unter allen eingesandten Werken, die zudem sämtlich ausgestellt wurden, wurde ein Siegerwerk erkoren. Das Publikum durfte abstimmen, jetzt am Sonntag war die Preisübergabe. Als Favorit der Ausstellung «Kunst im Ausnahmezustand» wurde Katrin Mosimanns Bild «Gebeutelten» gewählt.

Katrin Mosimann Werk «Gebeutelten» ist Publikumsliebling in der Ausstellung «Kunst im Ausnahmezustand».

Katrin Mosimann Werk «Gebeutelten» ist Publikumsliebling in der Ausstellung «Kunst im Ausnahmezustand».

Bild: PD

Wie das Museum im Lagerhaus schreibt, kann das Siegerwerk nicht nur bis 5.Juli in der Ausstellung besichtigt werden – die St.Galler Künstlerin hat ein ganzes Grüppchen von «Gebeutelten» erschaffen und bietet diese im Museumsshop an.

Freitag, 26. Juni – 18:26 Uhr

Intendant Christoph Nix wechselt vom Theater Konstanz an die Tiroler Volksschauspiele

Christoph Nix, der Noch-Intendant am Theater Konstanz wechselt an die Tiroler Volksschauspiele.

Christoph Nix, der Noch-Intendant am Theater Konstanz wechselt an die Tiroler Volksschauspiele.

Theater Konstanz/Iljas Mess

(PD/gen) Christoph Nix, Gerade-noch-Intendant am Theater Konstanz, wird neuer künstlerischer Leiter der Tiroler Volksschauspiele in Telfs 2021 bis 2024. Beirat, Generalversammlung und Geschäftsführung freuen sich, dass man mit Christoph Nix «einen in allen Bereichen so erfahrenen und phantasievollen Theatermacher gewinnen konnte».

Konstanz habe sich sich in der Ära Nix nicht nur über eine beeindruckende Steigerung der Besucherzahlen freuen können, sondern habe sich sich auf Grund der Qualität seiner Produktionen auch überregionale und sogar internationale Aufmerksamkeit und Presseberichte gesichert, schreiben die Tiroler Volksschauspiele in einer Mitteilung. Die gewünschten Ecken und Kanten bringe der neue künstlerische Leiter ebenfalls mit: Christoph Nix sei nie nur gefällig (!) sondern gehe mit seinem Theater überall dorthin, wo sein Publikum ist, auf Strassen und Plätzen oder in Kirchen.

Eine Jury wählte Nix einstimmig aus 30 Bewerbungen. Der Beirat der Tiroler Volksschauspiele und die Generalversammlung, folgten der Empfehlung der Jury. Christoph Nix freut sich auf die neue Herausforderung:

«Die Tiroler lieben das Theater – und ganz besonders die grossen Geschichten der kleinen Leute. Ich bin dankbar zur richtigen Zeit am richtigen Ort.»
Freitag, 26. Juni – 12:48 Uhr

Rigolo-Tanztheaterstücks «Sospiri» in Lichtensteig bald ausverkauft

Der «Palais Lumière» steht im September in Lichtensteig.

Der «Palais Lumière» steht im September in Lichtensteig.

PD

(PD/gen) Die Premiere des neuen Stücks «Sospiri» des Rigolo Tanztheater am 4. September im Lichtensteiger Flötzli ist ausverkauft. «Die Vorstellungen vom 5., 11. und 12. September ebenso», sagt Nuria Astorga Eugster vom Rigolo. Für die Aufführungen vom 6., 9., 10. und 13. September gibt es noch Tickets.

Astorga Eugster macht Hoffnung, dass allenfalls weitere Vorstellungen angehängt werden: «Sehr viele Fans haben lange gewartet auf eine neue Show, wir bekommen Reaktionen aus der ganzen Schweiz. Viele wollen gar nicht erst warten, bis die Show in ihre Region kommt und fahren im September schon nach Lichtensteig.» Anschliessend an die Aufführungen in Lichtensteig gastiert Rigolo mit seinem Weiden-Palais in Kreuzlingen. Im Seeburgpark direkt am See steht das Ensemble vom 30. September bis 11. Oktober zehn Mal auf der Bühne. Am 23. und 24. Oktober gastiert «Sospiri» zwei Mal in der Tonhalle Wil.

Mit «Sospiri» (Seufzer) in Lichtensteig erlebt der «Palais Lumière» eine Auferstehung. Der von früheren Rigolo-Shows bekannte Weidenpalast erhielt eine neue Deckblache und wird im Laufe des Sommers im Flötzli aufgestellt.

Vorverkauf www.rigolo.ch

Donnerstag, 25. Juni – 15:50 Uhr

Der St.Galler Autor Christoph Keller erhält den Alemannischen Literaturpreis 2020

Der St.Galler Autor Christoph Keller erhält den Alemannischen Literaturpreis 2020.

Der St.Galler Autor Christoph Keller erhält den Alemannischen Literaturpreis 2020.

Gian Ehrenzeller / KEYSTONE

(gen/PD) Der St.Galler Autor Christoph Keller wird mit dem Alemannischen Literaturpreis 2020 ausgezeichnet. Der 56-jährige Schriftsteller erhält den Preis für seinen im Jahr 2019 im Limmat-Verlag erschienenen Roman «Der Boden unter den Füssen». Die vierköpfige Fachjury würdigt damit «die sprachlich und kompositorisch meisterhafte Annäherung an die drängenden Fragen unserer Zeit», die dem Autor mit seinem Werk gelungen sei. Der Festakt zur offiziellen Preisverleihung findet am Sonntag, 22. November 2020, in Waldshut-Tiengen statt.

In «Der Boden unter den Füssen» zweifelt der erfolgreiche Brückenbauer Lion am Sinn seines Tuns, als beim Einsturz seiner zuletzt fertiggestellten Konstruktion neun Menschen sterben. Er fordert ein Moratorium für neue Brückenbauprojekte wie auch für die kapitalistische Wachstumslogik insgesamt, und zieht sich in seinen heimischen Garten zurück.

Eine selbsterwählte Quarantäne als Massnahme, um die Folgen des eigenen Handelns kritisch zu reflektieren. Die Jury urteilt:

«Indem der Autor seinen Ich-Erzähler zu dieser radikalen Form der Schuldverarbeitung greifen lässt, nimmt er in prophetischer Weise den durch die Corona- Pandemie angestoßenen Diskurs über nachhaltiges Wirtschaften vorweg.»

Christoph Keller ist in St. Gallen geboren und aufgewachsen. Der Autor zahlreicher preisgekrönter Romane lebte zeitweise in den USA, wo er auf Englisch publizierte, bevor er in seine Heimatstadt St. Gallen zurückkehrte. Eine im Jahr 1978 festgestellte schwere Mus- kelerkrankung hat dazu geführt, dass er seit vielen Jahren auf die Nutzung eines Rollstuhls angewiesen ist. Verheiratet ist er mit der US-amerikanischen Lyrikerin Jan Heller Levi.

Der Alemannische Literaturpreis, der alle drei Jahre verliehen wird, ist mit 10.000 Euro dotiert und wird von der Grossen Kreisstadt Waldshut-Tiengen, dem Medienhaus Südkurier und der Sparkasse Hochrhein gestiftet. Mit dem Preis wird die deutschsprachige Literatur – auch die des Dialekts – des alemannischen Sprachraums einschließlich Vorarlberg (Österreich), Deutschschweiz und Elsass (Frankreich) seit 1981 gefördert und ausgezeichnet. Der Preis wird alle drei Jahre vergeben. Zu den bisherigen Trägern gehören u.a. Arno Geiger (2017), Thomas Hürlimann (2014) und Peter Stamm (2011).

Donnerstag, 25. Juni – 11:50 Uhr

Kunstausstellung in Schaufenstern der St.Galler Innenstadt

Nadja Veronese, Kuratorin am Kunstmuseum St.Gallen, stellt unter dem Titel «Another long evening» Kunstschaffende in Schaufenstern der St.Galler Innenstadt aus.

Nadja Veronese, Kuratorin am Kunstmuseum St.Gallen, stellt unter dem Titel «Another long evening» Kunstschaffende in Schaufenstern der St.Galler Innenstadt aus.

Urs Bucher

(gen) Nadia Veronese, Kuratorin am Kunstmuseum St. Gallen, hat die Zeit des Lockdowns zu einem besonderen Kunstprojekt inspiriert: Vom 1. Juli bis 31. August stellt sie in Schaufenstern der St. Galler Innenstadt Werke von Künstlerinnen und Künstlern aus, die ihr bei ihren Streifzügen durch die Sozialen Medien aufgefallen sind: «Ich wollte die Kunst vom virtuellen in den realen Raum überführen», sagt Veronese. Es geht ihr aber auch um die Unterstützung der Kunstschaffenden. Alle erhalten ein Honorar und einen Produktionsbeitrag. Mit dabei sind unter anderem Loredana Sperini, Beni Bischof oder Erwin Wurm. Zu den Ladengeschäften, welche ihr Schaufenster für das Kunstprojekt zur Verfügung stellen, gehört die Weinhandlung Martel, das Coiffeurgeschäft Dom Pi oder das Tabakwarengeschäft Wellauer. Unterstützt wird die ungewöhnliche Kunstausstellung, die den Titel «Another long evening» trägt, vom Kunstverein St. Gallen, einem privaten Sponsor und dem Straubenzeller Fonds.

«Another long evening» – ein Ausstellungsprojekt des Kunstvereins St.Gallen, Visualisierung.

«Another long evening» – ein Ausstellungsprojekt des Kunstvereins St.Gallen, Visualisierung.

PD
Donnerstag, 25. Juni –9:30 Uhr

Ostschweizer Kunst an Westschweizer Freiluftausstellungen

Joëlle Allets Arbeit «Skybirds» an der Skulpturentriennale Bex & Arts.

Joëlle Allets Arbeit «Skybirds» an der Skulpturentriennale Bex & Arts.

Laurent Gillieron / KEYSTONE
Künstlerin Joelle Allet .

Künstlerin Joelle Allet .

Reto Martin
Josef Felix Müllers Skulptur an der «Bex & Arts».

Josef Felix Müllers Skulptur an der «Bex & Arts».

Jaques Bétant

(gen) Die Thurgauer Künstlerin Joëlle Allet ist in diesem Sommer mit ihren Werken gleich bei zwei grossen Westschweizer Freiluftausstellungen vertreten. An der Skulpturentriennale Bex & Arts 2020 zeigt Allet neben 33 weiteren Künstlern und Künstlerinnen ihre neuste Arbeit «Skybirds». Neben Allet stellen an der Triennale auch die St.Galler Künstler Peter Kamm und Josef Felix Müller aus. Die Ausstellung trägt den Titel «Industria». Dieses Thema ist verbunden mit der Stadt Bex als historischem Ort der Salzgewinnung und heutiger Produzentin von Wein und Gips.

Peter Kamms Skulpturen bei «Bex & Arts».

Peter Kamms Skulpturen bei «Bex & Arts».

Jaques Bétant

Nach einer ersten privaten Ausstellung im Jahr 1979 wird 1981 die Triennale von Bex ins Leben gerufen. Heute hat diese Kunstinstitution unter den zahlreichen landesweiten Freilichtausstellungen ihren festen Platz.

Die Triennale bietet schweizerischen oder in der Schweiz arbeitenden Künstlerinnen und Künstlern Gelegenheit, ihre Werke vor einer historischen Kulisse auszustellen – im Park des ehemaligen Szilassy-Besitzes, einem englischen Landschaftsgarten, der 1835 hoch über Bex und der Rhoneebene angelegt und 1969 dem Kanton Waadt vermacht wurde.

Joëlle Allet ist ausserdem auch an der Walliser Twingischlucht die Twingi Land Art 2020 präsent die bis im Oktober 2020 fürs Publikum zugänglich ist. Allet zeigt dort einen weiteren Sommer ihre Arbeit «Aurum». Zusätzlich wird sie am 9. August eine kleine Performance zum Thema «Glanz» machen. Neben ihr ist mit Olga Titus eine weitere Thurgauer Künstlerin vertreten. Auch Nesa Gschwend, eine gebürtige St.Gallerin, nimmt an der Freiluftausstellung teil.

Die Twingi Land Art 2020 bringt zeitgenössische Kunst in die Berge. Fünfzehn Kunstschaffende und Künstlerkollektive haben sich mit der Natur- und Kulturlandschaft des Binntals auseinandergesetzt und zeigen entlang der historischen Fahrstrasse durch die Twingischlucht ihre Werke. Das Zusammenspiel von wildromantischer Natur und zeitgenössischer Kunst überrascht, irritiert und fordert sowohl Künstlerinnen als auch Ausstellungsbesucher heraus.

Dienstag, 23. Juni – 20:30 Uhr

«Die Gesellschaft hat sich verirrt»: Künstlerzwillinge Frank und Patrik Riklin meisseln ihre eigenen Zehn Gebote vor der St.Galler Kathedrale in Stein

(gen) Moses erhielt sie einst auf dem Sinai und bis heute bilden sie ein wichtiges ethisch-moralisches Koordinatensystem der christlich-abendländischen Kultur – die Zehn Gebote. Die St.Galler Künstlerzwillinge Frank und Patrik Riklin veröffentlichen nun im Rahmen einer plakativen Performance eine eigene Version davon, gedacht für nichts weniger als «die Gesellschaft der Zukunft». Während zehn Tagen, vom Montag, 22. Juni, bis Mittwoch, 1. Juli, meisseln sie vor der St.Galler Kathedrale ihre «Zehn Gebote Vol. 2» in zehn Sandsteinblöcke, jeweils von 10 bis 18 Uhr. Die Gebote I und II sind nach zwei Tagen Arbeit fast fertig gestellt: «Believe in the urgency of your thoughts» – Glaube an die Dringlichkeit deiner Gedanken – lautet das erste Glaubenssatz der Brüder, «Trust insanity and question the conventional» – Vertraue dem Wahnsinn und stelle das Konventionelle in Frage – der zweite. Patrik Riklin sagt dazu am Telefon:

«Unsere zehn Gebote sind die Essenz unserer Arbeit der letzten zehn Jahre.»
«How to work better» von Fischli/Weiss an einer New Yorker Hauswand. Peter Fischli wird im Herbst im Kunsthaus Bregenz ausstellen.

«How to work better» von Fischli/Weiss an einer New Yorker Hauswand. Peter Fischli wird im Herbst im Kunsthaus Bregenz ausstellen.

Jason Wyche
Courtesy of the artist, Matthew Marks Gallery, und Public Art Fund, NY

Diese Neuauflage sei nicht despektierlich gegenüber den biblischen Zehn Geboten gemeint, sagt Patrik Riklin: «Es ist kein Angriff auf die Kirche.» Im Gegenteil sei man von Seiten des Bistums St.Gallen sogar hoch erfreut über ihre Performance. Er gibt aber zu, dass das Projekt eine gewisse Brisanz habe, wenn man nur flüchtig hinschaue. Ihre «Zehn Gebote Vol. 2» seien jedoch komplett andere Glaubenssätze als jene des Alten Testamentes. Tatsächlich erinnern die zwei ersten Riklin-Gebote an das Manifest «How to work better» welches das Künstlerduo Fischli/Weiss 1991 an der Wand eines Hochhauses beim Bahnhof Zürich Oerlikon verewigte. Es besteht ebenfalls auf zehn Sätzen.

Zu ihrer neusten Arbeit lassen sich die Riklin-Brüder mit einer dramatischen und etwas hochtrabenden Aussage zitieren, die nach Weltuntergangsstimmung und freikirchlicher Rhetorik tönt:

«Durch die gesellschaftliche Notlage ist in uns die innere Notwendigkeit entstanden, ‹Zehn Geboten Vol. 2› in Stein zu meisseln, um die Welt damit zu konfrontieren. Die Gesellschaft hat sich verirrt und steht kurz vor dem Verdursten. Die Welt braucht Sinnorientierung.»

Die Dringlichkeit der Worte ist bewusst gewählt. Einerseits herrschten vielerorts auf der Welt menschenunwürdige Zustände und die Angst und Verunsicherung seien enorm, sagt Patrik Riklin. Andererseits werde man nur gehört, wenn man deutliche Worte wähle: «Wir wollen aber nicht predigen, wir sind nicht missionarisch.»

Die Aktion kann jederzeit über einen Livestream mitverfolgt werden:

Anschliessend an die zehntägige Meisselung der «Zehn Gebote Vol. 2» werden die insgesamt rund eine Tonne wiegenden Steinblöcke der Riklins nach Zürich transportiert: Dort setzen Frank und Patrik Riklin die zehn Sandstein-Tafeln an einem noch geheimen, öffentlichen Ort aus.

Komplizinnen und Komplizen zur Bewachung gesucht

Als Unterstützung für die öffentliche Kunstaktion in St.Gallen suchen die Riklin- Brüder Komplizinnen und Komplizen, die sich mit den entstehenden «Zehn Geboten Vol. 2» identifizieren können. Zu nächtlicher Stunde sind lokale und auswärtige Gebotswächter und -wächterinnen aufgerufen, die Gebotstafeln zu bewachen. Patrik Riklin ist froh um die Bewachung, denn schon am ersten Tag habe ein Passant gedroht, in der Nacht einen Überfall zu machen: «Wir bekamen etwas Angst.»

Wie üblich haben die Riklin-Brüder für ihre Aktion zwei Sponsoren, sogenannte «Komplizen», gefunden. Die Securitas St.Gallen hilft mit, die Steinblöcke auf dem Klosterplatz zu bewachen. Und auf der Plattform des Blockchain-Startup Fyooz kann in die «Zehn Geboten Vol. 2» investiert werden.

Dienstag, 23. Juni – 15:30 Uhr

Museum im Lagerhaus erhält als erstes St.Galler Museum Label für inklusive Kultur

Workshop für Menschen mit einer Demenzerkrankung.

Workshop für Menschen mit einer Demenzerkrankung.

Verein mosa!k, St.Gallen

(gen/PD) Das Museum im Lagerhaus ist das erste Museum im Kanton St. Gallen, welches das Label «Kultur inklusiv» trägt. Das Label steht für Kultur ohne Hindernisse für alle Interessierten. Dies beinhaltet einen barrierefreien Zugang zu den Kulturangeboten und dass allen Menschen mit und ohne Beeinträchtigung eine kulturelle Teilhabe ermöglicht wird.
Verliehen wird das Label von der Fachstelle «Kultur inklusiv» von Pro Infirmis.

Als Kompetenzzentrum für Outsider Art setzte sich das Museum im Lagerhaus ein für Diversität in der Kunst und im Kunstbetrieb und rückt Werke aus künstlerischen Grenzbereichen und von Autodidakten ins Zentrum, heisst es in einer Medienmitteilung. Die Künstlerinnen und Künstler selbst seien immer wieder in verschiedener Hinsicht Ausgegrenzte oder Grenzgängerinnen. Sie verfügten etwa über Psychiatrieerfahrung oder lebten mit kognitiven Beeinträchtigungen.

Workshop mit der Stiftung Kronbühl und Kunstvermittlerin Rahel Flückiger.

Workshop mit der Stiftung Kronbühl und Kunstvermittlerin Rahel Flückiger.

PD

Bei seinen Ausstellungen achtete das Museum im Lagerhaus auf eine barrierefreie Gestaltung. Partizipative Kultur- und Vermittlungsangebote, wie zum Beispiel Workshops für kognitiv beeinträchtigte Schülerinnen und Schüler oder Menschen mit einer Demenzerkrankung und auch Führungen für Psychiatriepatientinnen würden im Museum im Lagerhaus durchgeführt. Weitere Vermittlungsformate wie «Führungen in Gebärdensprache» seien in Vorbereitung. Zudem stünden Ausstellungstexte in Leichter Sprache zur Verfügung.

Montag, 22.Juni – 18:45 Uhr

Ausserrhoder Bariton Manuel Walser singt Beethovens Neunte im TV-Sender arte

(miz) «O Freunde, nicht diese Töne! Sondern lasst uns angenehmere anstimmen, und freudenvollere.» Beethovens Worte werden in die Tat umgesetzt: Seine Neunte Symphonie wird aufgeführt – allerdings ohne Publikum. Das Orchestre de la Suisse Romande spielte in der Genfer Victoria Hall, und zwar mit Sicherheitsabstand im gesamten Raum. Orchester, Solisten und Chor sind auf der Bühne, in den Logen und im Zuschauerraum verteilt. Der Ausserrhoder Bariton Manuel Walser singt sein Solo aus dem ersten Rang.

«Freude schöner Götterfunken»: Manuel Walser singt beim aussergewöhnlichen Geisterkonzert in Genf aus dem ersten Rang.

«Freude schöner Götterfunken»: Manuel Walser singt beim aussergewöhnlichen Geisterkonzert in Genf aus dem ersten Rang.

Bild: Screenshot

Der TV-Sender arte zeichnete dieses ungewöhnliche Konzert auf – eine originelle Bild-Raum-Klang-Inszenierung dieses zeitlosen Meisterwerks. Auf der Senderhomepage ist es noch bis 27.Juni zu sehen und zu hören. Inklusive grosser Vorfreude, wenn man solch ein monumentales Werk wieder live im Konzertsaal erleben darf. Bis dahin ist die Aufzeichnung (unter der Leitung von Jonathan Nott) ein prächtiger Ersatz.

Montag, 22.Juni – 17:15 Uhr

Online-Ausstellung zeigt das Schaffen des St.Galler Choreografen Martin Schläpfer

Martin Schläpfers Choreografie «Sinfonien», mit Alexander McKinnon, Marlúcia do Amaral, Alexandre Simões.

Martin Schläpfers Choreografie «Sinfonien», mit Alexander McKinnon, Marlúcia do Amaral, Alexandre Simões.

Bild: Gert Weigelt

(miz) Der St.Galler Choreograf Martin Schläpfer wird im Sommer neuer Direktor des Wiener Staatsballetts. Zum Abschluss seines elfjährigen Schaffens in Düsseldorf und Duisburg zeigt nun die Deutsche Oper am Rhein in Kooperation mit dem Deutschen Tanzarchiv Köln eine online-Retrospektive zu Choreografien von Martin Schläpfer. Fotograf Gert Weigelt, der seit vielen Jahren die Arbeit des renommierten Choreografen und Ballettdirektors mit der Kamera begleitet, hat Augenblicke festgehalten, die die beeindruckende Vielfalt des Schläpferschen Oeuvres lebendig werden lassen.

Martin Schläpfer wurde 2019 mit dem grossen St.Galler Kulturpreis ausgezeichnet. An der Preisverleihung in der Lokremise waren erstmals Choreografien von Schläpfer in St.Gallen zu sehen.

Martin Schläpfer wurde 2019 mit dem grossen St.Galler Kulturpreis ausgezeichnet. An der Preisverleihung in der Lokremise waren erstmals Choreografien von Schläpfer in St.Gallen zu sehen.

Bild: Ralph Ribi

Den Ausstellungsmachern sei es nicht nur darum gegangen, Impressionen aus verschiedenen Werken zu zeigen, sondern in der Kombination von Fotos und Zitaten Schläpfers choreografisches Denken sichtbar zu machen, heisst es in einer Mitteilung. Unter dem Titel «Von den Kraftfeldern zwischen Mensch und Körper» sollte die Ausstellung ursprünglich im April/Mai 2020 im Theater Duisburg und im Mai/Juni im Opernhaus Düsseldorf gezeigt werden. In Folge der Massnahmen zur Eindämmung des Covid-19-Virus musste die Präsentation abgesagt werden. Gut für uns Ostschweizerinnen und Ostschweizer: Stattdessen findet sie jetzt online statt.

Kuratiert wurde die Ausstellung vom stellvertretenden Leiter des Deutschen Tanzarchivs, Thomas Thorausch, und Ballettdramaturgin Anne do Paço. Auf www.kraftfeld-mensch-koerper.de lädt die Ausstellung zu einer mit vielen Zitaten kommentierten Reise durch elf Jahre Tanzkunst ein.

Montag, 22.Juni - 16:50 Uhr

Trotz Corona ruft Ostschweizer Artist-in-Residence-Programm auf, sich für 2021 zu bewerben

(miz) Die erste Ausgabe des neuen Artist-in-Residence-Programms in Arbon konnte coronabedingt noch gar nicht starten, doch davon lässt sich die Ostschweizer Textile and Design Alliance (kurz Tada) nicht unterkriegen: Selbstbewusst ruft man zur Bewerbung für 2021 auf. Bis 4.Oktober können sich Kunstschaffende aus aller Welt aus den Bereichen Kunst, Design, Architektur, Literatur oder performative Künste beim gemeinsamen Förderprogramm der Kantone St.Gallen, Appenzell Ausserrhoden und Thurgau bewerben.

St.Galler Stickerei von 1974.

St.Galler Stickerei von 1974.

Bild: Tada / Bildarchiv der ETH-Bibliothek Zürich / Fotografie Hans Krebs
Montag, 22.Juni - 16:20 Uhr

Noch wenige Restkarten für das Festival in der St.Galler Kellerbühne

(miz) In der St.Galler Kellerbühne werden die Tickets knapp: Das Festival-Programm mit Ostschweizer Künstlerinnen und Künstlern, das Kellerbühne-Leiter Matthias Peter kurzerhand auf die Beine stellte, kommt beim Publikum gut an. Für die letzten Vorstellungen diese Woche gebe es noch Restkarten, meldet die Kellerbühne.

Für Hans Fässlers Programm «Nicht ohne meinen Carbonschuh» war Stand Montag noch ein Ticket verfügbar. Für das Musik-Kabarett von Peter Lenzin wie auch für das Chanson-Konzert von Sandra Kreisler und Roger Stein gebe es noch Restkarten.

Wiedereröffnung der St.Galler Kellerbühne nach dem Lockdown mit einem Konzert von Goran Kovacevic und Peter Lenzin:Matthias Peter begrüsste das Publikum im ausverkauften Theater.

Wiedereröffnung der St.Galler Kellerbühne nach dem Lockdown mit einem Konzert von Goran Kovacevic und Peter Lenzin:Matthias Peter begrüsste das Publikum im ausverkauften Theater.

Bild: Michel Canonica (7.Juni 2020)
Freitag, 19. Juni, 18:57 Uhr

50 Tickets mehr fürs Kulturfestival St.Gallen dank neuen Lockerungen des Bundesrates

So dichtgedrängt wie bei der Ausgabe 2019 werden die Besucher dieses Jahr am Kulturfestival nicht stehen.

So dichtgedrängt wie bei der Ausgabe 2019 werden die Besucher dieses Jahr am Kulturfestival nicht stehen.

Urs Bucher

(gen) Ab dem 22. Juni 2020 sind Veranstaltungen mit bis zu 1000 Personen wieder erlaubt. Der Bundesratsentscheid vom Freitag, 19. Juni, hat Auswirkungen auf das Kulturfestival St.Gallen, das zu den wenigen Open Airs der Ostschweiz zählt, die stattfinden. Es eröffnet am Freitag, 26. Juni, mit Konzerten von Dachs und Simon Hotz.

Während bisher nur 250 Tickets verkauft werden konnten, kommen nun zusätzliche 50 Tickets für alle Abende in den Vorverkauf. Auch für die bereits ausverkauften Abende mit Crimer, Au Revoir und Saint City Orchestra. Die maximale Kapazität liegt nun bei 300 Besucherinnen und Besuchern pro Abend, da der Innenhof nicht in Sektoren unterteilt werden kann.

Mittwoch, 10.Juni – 15:02 Uhr

Solo-Jodel in freier Natur

(miz) Es ist irgendwie ein Anachronismus, auf ein Projekt aufmerksam zu machen, das eben auch davon lebt, dass es ohne Publikum stattfindet. Doch Zuhörerinnen und Zuhörer sind bei «Jodel So lo» willkommen, auch wenn nicht explizit für sie gesungen wird. Das von Noldi Alder, dem Erneuerer der Volksmusik, mit dem Roothuus Gonten 2014 ins Leben gerufene Projekt findet ab Sonntag, 14.Juni, wieder statt. Zum Auftakt jodeln Martin Fässler und Hansueli Gähler am Sonntag um 9 Uhr bei der Sonnenhalb-Kapelle in Weissbad.

Der Jodelplatz am Leuenfall Lehmen, hier bei einem Solo-Jodel 2018.

Der Jodelplatz am Leuenfall Lehmen, hier bei einem Solo-Jodel 2018.

Bild: PD

Das Roothuus Gonten, das Zentrum für Appenzeller und Toggenburger Volksmusik, organisiert das Jodelprojekt, dieses Jahr zum dritten Mal. Das erklärte Ziel: Solojodel wieder in den Alltag zurückholen. Es geht um die ursprünglichen Intention des Jodelns, mit Rugguuseli und Zäuerli Gefühle auszudrücken, im Alltag, in der Natur, im Austausch mit der Natur. Geht es im Konzert um den perfekten Gesang, steht hier der Ursprung des Singens im Mittelpunkt: Sich einfach hinstellen und jodeln.

Gesungen wird draussen, an verschiedenen Plätzen in Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden sowie im Toggenburg. Bei jedem Wetter finden zwei Jodel-Solos à 15 Minuten statt. Das Publikum wird gebeten, eine Distanz von mindestens 50 Meter zum Jodelplatz einzuhalten. Tonaufnahmen und Fotos mit Blitz sind untersagt. Das Programm erfährt man auf der Homepage des Roothuus Gonten.

Montag, 8.Juni - 18:38 Uhr

Modus Quartet spielt Open-Air-Konzert in Romanshorn

(miz) Die Lockerungen der Pandemie-Bestimmungen machen es möglich: Kurzfristig lädt die Gesellschaft für Literatur, Musik und Kunst Romanshorn ein zu einem Open Air-Konzert mit dem Modus Quartet. Die World Music-Gruppe spielt ihren Mix aus Jazz und Folk am Sonntag um 17 Uhr auf dem Vorplatz der Alten Kirche Romanshorn. Das Konzert mit der syrischen Sängerin Houry Dora Apartian findet nur bei gutem Wetter statt.

Das Modus Quartet spielt am Sonntag in Romanshorn ein Open-Air-Konzert vor der Alten Kirche.

Das Modus Quartet spielt am Sonntag in Romanshorn ein Open-Air-Konzert vor der Alten Kirche.

Bild: PD

Eigentlich hätten nächstes Wochenende in der Alten Kirche zwei Veranstaltungen im Rahmen der Thurgauer Akkordeontage stattfinden sollen, die jedoch schon vor einigen Wochen abgesagt werden mussten. Das Konzert des Modus Quartet sei nun ein schöner Schlusspunkt einer schwierigen Saison und ein positives Zeichen für die Zukunft, schreiben die Veranstalter.

Montag, 8.Juni - 15:25 Uhr

Im Eisenwerk Frauenfeld finden ab 6.August wieder Konzerte statt

Kein Sommerfest, aber viele Konzerte im Garten werden im August Eisenwerk Frauenfeld zu hören und zu erleben sein.

Kein Sommerfest, aber viele Konzerte im Garten werden im August Eisenwerk Frauenfeld zu hören und zu erleben sein.

Bild: PD

(miz) Der Kultursommer nimmt so langsam Fahrt auf. Jetzt heisst es in Frauenfeld: Ab 6. August findet im Eisenwerk wieder Kultur statt. Wie das Kulturteam in einer Mitteilung schreibt, habe sich die Programmgruppe sofort nach dem bundesrätlichen Entscheid vom 27. Mai ans Telefon gesetzt und arbeite nun mit Hochdruck daran, ein attraktives Programm für das Sommerloch zusammenzustellen. Noch steht es nicht, vermutlich nächste Woche werde man über das Programm informieren. Parallel dazu werde auch das Schutzkonzept ausgearbeitet.

Vom 6. – 22. August findet jeden Donnerstag, Freitag und Samstag ein Konzert im Garten statt. Und am 20. August gehen auch die Tore der Shedhalle wieder auf für die Vernissage des Sommerateliers mit Andrea Vogel. Die Reihe «Was macht eigentlich...» werde heute Montag mit einem letzten Beitrag abgeschlossen: Eric Scherrer hat ein Video gemacht über Aufbruchstimmung in Kultur und Beiz im Eisenwerk. Alle 18 Filme, die während des Lockdowns entstanden sind, kann man online noch immer nachschauen.

Montag, 8.Juni - 15:08 Uhr

Schubertiade-Trostpflaster im Norddeutschen Rundfunk

(miz) In diesem Jahr müssen aufgrund der Corona-Pandemie gleich mehrere Zyklen der Schubertiade im vorarlbergischen Schwarzenberg und Hohenems ausfallen, doch es gibt ein Trostpflaster im Radio. Unter dem Titel «Das Schubertiade-Trostpflaster» sendet NDR Kultur heute Abend um 20.05 Uhr ein zweistündiges Feature über die Schubertiade. «Schubertiade in Schwarzenberg und Hohenems: Höhepunkt im jährlichen Konzertkalender. Kunstlied und Kammermusik gibt es dort in einer Dichte, wie sie weltweit einzigartig ist», schreibt der NDR im Programmtext. Gemeinsam mit Schubertiade-Intendant Gerd Nachbauer und vielen Musikern begibt sich die Journalistin Fanny Tanck auf eine musikalische Reise durch die reiche und turbulente Geschichte des Festivals.

Schubertiade-Intendant Gerd Nachbauer.

Schubertiade-Intendant Gerd Nachbauer.

Bild: PD
Montag, 8.Juni - 10:34 Uhr

*5ünfstern von August bis November: 240 Ostschweizer Kunstschaffende öffnen ihre Ateliers

(miz) «Jetzt erst recht!», schreibt Brigitte Kemmann. Die Projektleiterin von «*5ünfstern offene Künstlerateliers» ist glücklich, dass die fünfte Ausgabe stattfinden kann: zwar später als geplant, dafür länger. Von 28.August bis 1.November öffnen 240 Ostschweizer Kunstschaffende ihre Ateliers und laden zu Besuchen ein. In den Kantonen Thurgau, St.Gallen, Appenzell Innerrhoden und Appenzell Ausserrhoden kann man den Künstlerinnen und Künstlern aller Sparten über die Schulter schauen.

Im Rahmen der Aktion *5ünfstern öffnen Ostschweizer Künstlerinnen und Künstler ihre Ateliers für Besucher (hier 2011 zu Besuch bei Ghislaine Ayer).

Im Rahmen der Aktion *5ünfstern öffnen Ostschweizer Künstlerinnen und Künstler ihre Ateliers für Besucher (hier 2011 zu Besuch bei Ghislaine Ayer).

Bild: Coralie Wenger

Das Begegnungsfest «Galaktisch - Ein 35ünfstern-Abenteuer - alle Künste vereint» in der Lokremise St. Gallen, zu welchem die Veranstalterinnen im Juni bis zu 700 Gäste erwartet hätten, musste pandemiebedingt abgesagt werden. Aus Termingründen könne das Fest für Künstlerinnen und Künstler leider nicht nachgeholt werden. Auch die Fahrt mit dem *5ünfstern-Bus zu verschiedenen Ateliers könne nun nicht realisiert werden.

Aber: Der kulturelle Spätsommer und Herbst sei gesichert, schreibt Brigitte Kemmann. «Mit einer nicht-jurierten Präsentation. Alle sind *5ünfstern-Künstlerinnen und -Künstler.» 240 Kunstschaffende, alles Bildende Künstlerinnen und Künstler, öffnen an zehn Wochenenden und zusätzlich an manchen Wochentagen ihre Ateliers. Manche Ateliers öffnen an einem Tag, manche an einem Wochenende, andere an vielen Tagen und Wochenenden - Besucherinnen und Besucher seien eingeladen, ihr Programm selber zusammenzustellen. Dazu sei ein geführter Atelier-Spaziergang in Rapperswil-Jona geplant am Samstag, 5. September.

Montag, 8.Juni - 10:15 Uhr

St.Galler Kulturfestival findet statt - aber als Light-Version

Kleiner, länger, regionaler: Das Kulturfestival St.Gallen im Innenhof des Historischen und Völkerkundemuseums findet 2020 in einer Light-Version statt - im Bild die Appenzeller Sängerin Riana bei ihrem Auftritt am letztjährigen Kulturfestival.

Kleiner, länger, regionaler: Das Kulturfestival St.Gallen im Innenhof des Historischen und Völkerkundemuseums findet 2020 in einer Light-Version statt - im Bild die Appenzeller Sängerin Riana bei ihrem Auftritt am letztjährigen Kulturfestival.

Bild: Urs Bucher

(mha/miz) St.Galler Festspiele, Open Air St.Gallen, St.Galler Fest und vieles mehr fiel Corona zum Opfer. Doch das St.Galler Kulturfestival im Innenhof des Historischen und Völkerkundemuseums verkündet jetzt, dass es stattfinden wird - trotz Coronavirus und den damit verbundenen Massnahmen. Jedoch wird das Festival in kleinerem Rahmen veranstaltet, wie die Festivalmacherinnen und -macher schreiben. Zudem wird es vorverschoben. Statt am 30. Juni startet das Festival bereits fünf Tage früher, am 25. Juni, also am Open-Air-Wochenende. Es dauert bis 18. Juli.

Stand heute dürfen nur 300 Personen, inklusive Musikerinnen und Helfer, in den Innenhof des Historischen und Völkerkundemuseum. Die Bühne wird gemäss Mitteilung etwas kleiner und einfacher. Zudem können bereits gebuchte, internationale Acts nicht einreisen. Die auftretenden Bands werden fast ausschliesslich aus der Ostschweiz kommen. Da die Organisatoren nun das ganze Programm umstellen müssen, steht gemäss Website erst ein Act fest: Bubble Beatz wird wie angekündigt auftreten. Die Band feiert ihr 20-Jahr-Jubiläum.

Wegen dieser Umstände haben die Veranstalterinnen und Veranstalter entschieden, den 15. Geburtstag des Kulturfestivals erst nächstes Jahr zu feiern und dieses Jahr ein Kulturfestival «light» zu veranstalten. Man versuche, bereits bestätige Künstler wie The Dead South oder Lola Marsh, für das Kulturfestival 2021 zu buchen: Dieses soll vom 30. Juni bis 24. Juli stattfinden.

Dienstag, 2. Juni – 18:30 Uhr

Ein Stück Glück zum Mitnehmen im Kunstmuseum Liechtenstein

In Zeiten der Pandemie kann jeder ein Stück Glück gebrauchen: Glückskekse-Installation «Untitled» (Fortune Cookie Corner) von Felix Gonzalez-Torres im Kunstmuseum Liechtenstein.

In Zeiten der Pandemie kann jeder ein Stück Glück gebrauchen: Glückskekse-Installation «Untitled» (Fortune Cookie Corner) von Felix Gonzalez-Torres im Kunstmuseum Liechtenstein.

Sandra Maier

(gen) Das Kunstmuseum Liechtenstein stellt in den kommenden Wochen eine Arbeit des renommierten kubanischen Künstlers Felix Gonzalez-Torres (1957-1996) aus – gemeinsam mit hunderten weiteren Personen oder Institutionen in verschiedenen Ländern. Der Eintritt ist frei und jede Besucherin und jeder Besucher darf ein Stück der Installation mitnehmen.

Christiane Meyer-Stoll, Konservatorin des Kunstmuseum Liechtenstein, gehört zu den 1000 Personen, die von Andrea Rosen, Präsidentin der Felix Gonzalez-Torres Foundation in New York eingeladen wurden, die Arbeit «Untitled» (Fortune Cookie Corner) von Felix Gonzalez-Torres auszustellen. Sie hat in Vaduz bereits in zwei Ausstellungen Werke des Künstlers gezeigt hat.

Mit der 1990 entstandenen Arbeit «Untitled» (Fortune Cookie Corner) begann Felix Gonzalez-Torres eine Reihe von «Candy Works»: Werke aus angehäuften oder ausgebreiteten, einzeln verpackten Süssigkeiten, von denen sich jede und jeder ein Stück mitnehmen darf. So sind diese Werke in stetigem Wandel, dazu bestimmt, sich selbst aufzulösen, sich aber auch immer wieder zu erneuern, wenn Süssigkeiten nachgefüllt werden.

Die Ausstellung von «Untitled» (Fortune Cookie Corner) wurde bewusst zu diesem historischen Zeitpunkt initiiert, in dem praktisch jede und jeder Einzelne von der Pandemie betroffen ist. Sie stösst Fragen an: Was bedeutet es, dass das Empfinden von Verbundenheit und Empathie oft an persönliche Betroffenheit und Erfahrung gekoppelt ist? Wie kann diese Ausstellung, indem sie verschiedenste Orte auf der Welt zu einem Schauplatz verbindet, dieses Empfinden verändern? Und wie kann sie uns helfen, darüber nachzudenken, wie wir auf Krisen – aktuelle oder auch vergangene – reagieren? Felix Gonzalez-Torres erklärte:

«Ich wollte den Menschen etwas sehr Schönes geben, etwas, das es ihnen ermöglicht, in Gedanken zu reisen.»

Im Kunstmuseum Liechtenstein werden die Glückskekse nun in einer Ecke des Seitenlichtsaals präsentiert. Zwischen 240 und 1000 Stück sollten es laut Installationsanleitung zu Beginn sein, der Ort war frei wählbar. Die Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, einen Glückskeks mitzunehmen und so das Werk Felix Gonzalez-Torres’ hinauszutragen und zu verbreiten. Nach der Hälfte der Ausstellungszeit, am 14. Juni, wird der Haufen wieder auf die ursprüngliche Stückzahl ergänzt. Die Ausstellung endet am 5. Juli 2020.

Freitag, 29. Mai – 15.30 Uhr

Vinylplatte mit St.Galler Kunst und Sound direkt aus Peking

Ansicht aus Michael Bodenmanns Ausstellung «I haven’t been everywhere but it’s ok.» 2015 in Peking.

Ansicht aus Michael Bodenmanns Ausstellung «I haven’t been everywhere but it’s ok.» 2015 in Peking.

(rbe) Warteräume und Lifte haben ihre eigene Geräuschkulisse. Der St.Galler Elektronik-Musiker Marcel Gschwend alias Bit-Tuner hat sie eingefangen und mit Synthesizern und Beats vermischt. Entstanden ist eine 45 Minuten lange, atmosphärische Musik, die 2015 in Peking zu hören war.

Der St. Galler Künstler Michael Bodenmann zeigte dort seine Ausstellung «I haven’t been everywhere but it’s ok.» Er breitete grossflächige Fantasielandschaften am Boden aus, dazu liess Bit-Tuner seine Sounds klingen. Nun ist die Performance auch hierzulande erfahrbar; in Form einer Vinylplatte mit Texten und Bildern zur Ausstellung www.tria.ch erhältlich).

Donnerstag, 28. Mai – 19:05 Uhr

Galerie Hauser & Wirth übernimmt Vertretung des Nachlasses der Trognerin Sophie Taeuber-Arp

Sophie Taeuber-Arp.

Sophie Taeuber-Arp.

PD

(gen) Die international tätige Galerie Hauser & Wirth, deren Wurzeln in der Ostschweiz liegen, hat heute in einer Medienmitteilung bekanntgegeben, die weltweite Vertretung des Nachlasses von Sophie Taeuber-Arp in Zusammenarbeit mit der Stiftung Arp zu übernehmen. Galerist Iwan Wirth, der in Oberuzwil aufgewachsen ist, sagt:

«Sophie Taeuber-Arp ist die grosse bekannte, unbekannte Künstlerin des 20. Jahrhunderts.»

Taeuber-Arp verbrachte ihre Kindheit in Trogen. Ab 1904 erhält die junge Frau in der privaten Stauffacher-Schule in St.Gallen eine dreijährige Ausbildung im Zeichnen und Entwerfen textiler Ornamente und Dessins. Anschliessend lässt sich Sophie an der St. Galler «Zeichnungsschule für Industrie und Gewerbe» zwei weitere Jahre ausbilden. Wirth sagt, dass es es für Hauser & Wirth eine grosse Ehre sei, die Vertretung des Nachlasses von Taeuber-Arp zu übernehmen, einer Künstlerin, die aus der Nähe des Ortes stamme, wo er aufgewachsen sei.

Sophie Taeuber-Arp war auf der alten 50-Franken-Note abgebildet.

Sophie Taeuber-Arp war auf der alten 50-Franken-Note abgebildet.

Hannes Thalmann

Eine grosse Retrospektive mit Werken Taeuber-Arps ist für den März 2021 im Kunstmuseum Basel geplant. Die Ausstellung wird auch in der Tate Modern in London und im Museum of Modern Art in New York zu sehen sein.

Hauser & Wirth eröffnet am 11. Juni eine Online-Ausstellung mit Taeuber-Arp-Werken, die 2021 in New York zu sehen sein wird. Ebenfalls demnächst lanciert wird die zweisprachige Website sophietaeuberarp.org. Dort wird eine Datenbank mit Recherchematerialien der Stiftung und der sich in Arbeit befindliche Catalogue raisonnée frei zugänglich sein.

Donnerstag, 28. Mai – 17:28 Uhr

Für die designierte St.Galler Kulturministerin Laura Bucher ist Kultur Nahrung für die Seele

St. Gallen - St. Gallen - Laura Bucher SP und Beat Tinner FDP gewinnen. Im Bild Regierungstätin Laura Bucher SP

St. Gallen - St. Gallen - Laura Bucher SP und Beat Tinner FDP gewinnen. Im Bild Regierungstätin Laura Bucher SP

Ralph Ribi

(gen) In der Mai-Ausgabe des SP-Politmagazins «Links» hat Laura Bucher, die designierte Kulturministerin des Kantons St.Gallen, entgegen der Gepflogenheiten noch vor Amtsantritt ein Interview mit dem Titel «Kultur ist Nahrung für die Seele». Bucher nimmt darin Stellung zu kulturellen Fragen. Sie, die sich als ambitionierte Hobbymusikerin bezeichnet, stammt aus einem musikalischen Elternhaus, schon ihr Vater spielte Klarinette. Bucher war lange Mitglied im Musikverein Diepoldsau-Schmitter und ist mit dem Musiker Roland Stillhard verheiratet. Zur Kulturförderung hat Bucher entsprechend eine klare Meinung:

«Der Staat soll nicht nur die so genannte elitäre Kultur unterstützen, sondern auch die Volkskultur, wozu ich zum Beispiel auch die Blasmusik zähle.»

Wichtig sei auch, den Kindern schon früh den Zugang zum kulturellen Leben zu ermöglichen.

Bucher, die gemäss einer Umfrage der IG Kultur Ost als 97,5 Prozent kulturfreundlich resultiert, unterstreicht diese Haltung im «Links»-Interview mit klaren Worten:

«Kultur ist kein Luxus, sondern ein notwendiger Bestandteil, eine Art Service public unserer Gesellschaft, den wir pflegen und fördern müssen.»

Sorgen macht sich Laura Bucher um die vielen selbständigen Kulturschaffenden, die wegen der Coronakrise in eine schwierige Lage geraten sind. Sie stünden sozialversicherungsrechtlich gesehen schlecht da: «Das müssen wir jetzt einmal genauer anschauen, wie ihre Situation in Zukunft verbessert werden könnte. »

Donnerstag, 28. Mai – 11:58 Uhr

Buch aus Appenzeller Verlag in SRF1-Literaturclub empfohlen

Weit gereist, geht er beim Schreiben nah heran für seine literarischen Momentaufnahmen: der Autor und Filmemacher Peter K. Wehrli.

Weit gereist, geht er beim Schreiben nah heran für seine literarischen Momentaufnahmen: der Autor und Filmemacher Peter K. Wehrli.

PD

(gen) Kürzlich haben wir Peter K. Wehrlis «Agenda für Immer» besprochen, die im Appenzeller Orte-Verlag erschienen ist. Nun wurde sein Buch in der jüngsten Ausgabe des Literaturclubs auf SRF1 von Nicola Steiner empfohlen. Am Sonntag, 14. Juni 2020, um 10.50 Uhr wird der Literaturclub auf 3sat noch einmal gezeigt.

Peter K. Wehrlis «Agenda für Immer».

Peter K. Wehrlis «Agenda für Immer».

PD

Seit fünfzig Jahren hält Peter K. Wehrli seine Eindrücke von Reisen und alltäglichen Begebenheiten mit den Mitteln der Sprache fest. Auf über zweitausend Katalognummern ist seine einzigartige Sammlung mittlerweile angewachsen, der «Katalog von Allem». Daraus entstand der immerwährende Jahreskalender «Agenda für Immer», bestehend aus 366 Einträgen, meistens jenen Tagen im Jahr zugeordnet, an denen sich das Geschilderte zugetragen hat.

Dienstag, 26.Mai - 18:40 Uhr

Theatergruppe Café Fuerte spielt im Juli Marlen Haushofers Roman «Die Wand»

Die Ausserrhoder Regisseurin Danielle Fend-Strahm inszeniert mit ihrem Ensemble Café Fuerte Theater an Nicht-Theater-Orten (wie im Sommer 2019 «Das letzte Haus» in Bregenz und Urnäsch).

Die Ausserrhoder Regisseurin Danielle Fend-Strahm inszeniert mit ihrem Ensemble Café Fuerte Theater an Nicht-Theater-Orten (wie im Sommer 2019 «Das letzte Haus» in Bregenz und Urnäsch).

Bild. PD

(miz) «Wir sind wieder da!», schreiben die künstlerischen Leiter der Ausserrhoder-Vorarlberger Theatergruppe Café Fuerte. Danielle Fend-Strahm und Tobias Fend nehmen mit ihrem Ensemble die nächste Premiere in Angriff. Ab 3.Juli werden sie eine Adaption von Marlen Haushofers Roman «Die Wand» aufführen. Premiere und die ersten Vorstellungen werden open air im vorarlbergischen Hittisau gespielt, im September folgen Vorstellungen in Lustenau, Lindau und Urnäsch.

Seit neun Jahren spielt das von der Ausserrhoder Regisseurin Danielle Fend-Strahm gegründete Ensemble Theater an Nicht-Theater-Orten. Zuletzt zeigten sie vergangenen Herbst in Trogen und Herisau ihre Produktion «Der Bus» - in einem parkierten Linienbus.

«Die Wand» sei ein unglaublich aktueller und berührender Text. «Jede Zeile von Marlen Haushofer bekommt heute eine neue, berauschende Wirkung», schreibt Danielle Fend-Strahm, und zitiert aus dem Roman:

«Ich hätte mich leichter mit einer kleinen Verrücktheit abgefunden als mit dem schrecklichen unsichtbaren Ding.»
Regisseurin Danielle Fend-Strahm

Regisseurin Danielle Fend-Strahm

Bild: Lisa Jenny

Im Roman wird eine Frau auf einem Wochenendausflug plötzlich durch eine unsichtbare Wand von der Außenwelt abgeschnitten. Völlig auf sich alleine gestellt, wird sie mit der vollen Härte und Schönheit des Daseins konfrontiert. Café Fuerte bringt diesen «verstörenden und wunderschönen Roman» mit der Tänzerin Eve Ganneau und der Schauspielerin Kristine Walther auf eine winzige Holzbühne in weiter Natur.

Um ihre Vorstellungen «coronatauglich» zu machen, hätten sie nicht viel verändern müssen. Café Fuerte spielt, wie so oft, unter freiem Himmel. Man werde nur die Stühle weiter auseinander rücken. Auch rundherum hätte man viel Platz, um auszuweichen, wenn man lieber auf Abstand Theater schauen wolle.

Dienstag, 16.Mai - 14:28 Uhr

St.Galler Kunstvitrine «Hiltibold» feiert Vernissage

Nur noch bis heute in der St.Galler Kunstvitrine «Hiltibold» zu sehen: Husmann/Tschaeni mit «Dog Lovers».

Nur noch bis heute in der St.Galler Kunstvitrine «Hiltibold» zu sehen: Husmann/Tschaeni mit «Dog Lovers».

Bild: PD

(miz) Das Konzept der kleinen Kunstschaufenster «Hiltibold» in der St.Galler Altstadt erwies sich in Coronazeiten als virentauglich: Im Vorbeiflanieren lässt sich dort Kunst entdecken. Ab Donnerstag, 28.Mai, werden in den Schaufenstern an der Stützmauer an der Magnihalde / Goliathgasse 15 neu die Werke zweier Kunstschaffenden gezeigt: Monika Rechsteiner und Stefan Vollenweider stellen dort bis 16.Juni aus. Am Donnerstag sollen ab 18 Uhr die Künstlerin und der Künstler vor den Vitrinen sogar gefeiert werden. Voraussetzungen dazu seien: Präsenzlisten, Schutzkonzepte und die Einhaltung der Hygiene- und Verhaltensregeln gemäss BAG, so die Veranstalter.

Die Arbeit von Stefan Vollenweider.

Die Arbeit von Stefan Vollenweider.

Stefan Vollenweider
Montag, 25.Mai - 17:19 Uhr

Landestheater Bregenz nimmt Spielbetrieb wieder auf

Bald auf der grossen Bühne am Landestheater Bregenz zu sehen: «Tschick», nach dem Roman von Wolfgang Herrndorf (mit David Kopp und Luzian Hirzel).

Bald auf der grossen Bühne am Landestheater Bregenz zu sehen: «Tschick», nach dem Roman von Wolfgang Herrndorf (mit David Kopp und Luzian Hirzel).

Bild: Anja Köhler

(miz) «Wir sind überglücklich, wieder Theater spielen zu können», schreibt das Vorarlberger Landestheater Bregenz. In Österreich dürfen ab 29.Mai die Theater öffnen und ein - reduziertes - Publikum empfangen. Das Landestheater Bregenz hat nun einen kleinen Extra-Spielplan für Juni auf die Beine gestellt. Im Grossen Haus, wo coronabedingt anstelle 498 neu maximal 100 Zuschauerinnen und Zuschauer mit Sicherheitsabstand Platz nehmen dürfen, werden Inszenierungen aus den kleinen Spielstätten für die grosse Bühne adaptiert.

Von Freitag, 5. Juni bis Samstag 13. Juni, werden Liederabende, Zwei-Personen-Stücke oder Performances gezeigt. Den Auftakt macht am 5.Juni «Der Tag wird kommen», ein Abend mit Texten und Liedern von Georg Kreisler. Am 7.Juni wird das Jugendstück (ab 12) «Who Cares? Welche Krise?» gezeigt. Am 9.Juni gibt es unter dem Titel «Guess Who's Back» eine Eminem-Performance. Am 10.Juni wird «Tschick» gespielt, am 12.Juni «Werther!» (nach Goethe), am 13.Juni «Hausmusik 3x3», ein «Liederabend mit Schweizer Songs - und mit Überraschungen», so die Ankündigung.

Das Theater weist darauf hin, dass die Ein- und Auslasswege so gestaltet werden, dass es nicht zu Engpässen kommt. Man verzichte deshalb vorerst auf Pausen und Gastronomie. Die Abendkasse werde nicht geöffnet sein, Tickets für die Juni-Vorstellungen seien nur im Vorverkauf erhältlich. Der Eintritt beträgt für alle Veranstaltungen 10 Euro (Schüler*innen/Studierende 5 Euro; Flatrate-Tickets bitte reservieren.) Für die Platzzuteilung gelte: «first come first serve».

In öffentlichen Gebäuden sei das Tragen von Mund-Nasen-Schutz verpflichtend, so auch im Landestheater, zumindest bis alle ihre Sitzplätze eingenommen haben. Das Theater bittet die Zuschauerinnen und Zuschauer, ihre eigene Maske mitzubringen und im Theater die Abstandsregeln einzuhalten.

Montag, 25.Mai - 15:54 Uhr

Ausstellung zeigt Alltag der Elefanten im Circus Knie

Eine Ausstellung im Stadtmuseum Rapperswil-Jona beleuchtet die 100-jährige Geschichte der Elefanten im Unternehmen Knie.

Eine Ausstellung im Stadtmuseum Rapperswil-Jona beleuchtet die 100-jährige Geschichte der Elefanten im Unternehmen Knie.

Bild: PD

(miz) Ende März musste die geplante Ausstellung «Knie’s Elefanten – 100 Jahre» aufgrund der Pandemiesituation sistiert werden. Auch der Circus Knie muss pausieren, voraussichtlich kann die Tournee erst Anfang Juli gestartet werden. Doch die Ausstellung steht jetzt in den Startlöchern. Das Stadtmuseum Rapperswil-Jona gibt nun das neue Startdatum bekannt: Am Mittwoch, 27. Mai, wird die Ausstellung eröffnet – aber ohne Vernissage-Feierlichkeiten.

Das Unternehmen Knie feiert in diesem Jahr hundert Jahre Elefantenhaltung. Die Ausstellung im Kabinett des Stadtmuseums zeige mit rund fünfzig Fotografien und vielen Programmhefte die Zirkusgeschichte und den Alltag der Elefanten: in der Manege, Backstage, beim Training, auf Reisen und im Zoo.

Montag, 25.Mai - 15:02Uhr

Ausserrhoden fördert Kultur mit 242'021 Franken

(miz) Mit insgesamt 242'021 Franken fördert Appenzell Ausserrhoden von Oktober 2019 bis März 2020 Kultur. Wie die Ausserrhoder Kantonskanzlei am Montag mitteilte, habe der Regierungsrat auf Empfehlung des Kulturrates sechs Projekte im Umfang von 144'000 Franken aus dem Kulturfonds unterstützt. Das Departement Bildung und Kultur habe von Mitte Oktober 2019 bis Mitte März 2020 zudem für 59 Gesuche weitere 98'021 Franken gesprochen. Die geförderten Projekte würden im Kulturblatt Obacht Kultur Nr. 36, das in Kürze erscheine, einzeln aufgeführt.

Das Ensemble «Café Fuerte» unter der künstlerischen Leitung der Ausserrhoder Regisseurin Danielle Fend-Strahm spielt an Nicht-Theater-Orten, wie 2019 «Das letzte Haus» in Bregenz und Urnäsch.

Das Ensemble «Café Fuerte» unter der künstlerischen Leitung der Ausserrhoder Regisseurin Danielle Fend-Strahm spielt an Nicht-Theater-Orten, wie 2019 «Das letzte Haus» in Bregenz und Urnäsch.

Bild: PD

Gefördert wurden die Vorarlberger-Ausserrhoder Theatergruppe Café Fuerte unter der künstlerischen Leitung von Danielle Fend-Strahm (theatrale Erarbeitung des Romans «Die Wand»), der Experimentalmusiker Patrick Kessler (Projekt «Low Noon» in Gais), Michael Finger aus Trogen (für das Projekt «Seelig» sowie für das 10-jährige Jubiläum des Cirque de Loin), Tanzplan Ost, der Verein Pantograph (für eine Ausstellung im Historischen und Völkerkundemuseum St.Gallen), sowie die Ostschweizer Kulturvermittlungsplattform «kklick».

Freitag, 22. Mai – 19:38 Uhr

Die St.Galler Stadtbibliothek Katharinen organisiert Vorlesetag trotz Corona

Vorlesen ist die beste Leseförderung.

Vorlesen ist die beste Leseförderung.

Martin Heimann

(gen) Vorlesen ist die einfachste und wirksamste Form der Leseförderung. Kindern, denen regelmässig vorgelesen wird, verfügen über einen grösseren Wortschatz. Ausserdem lernen sie leichter lesen und schreiben als Gleichaltrige ohne Vorleseerfahrung. Deshalb feiert die Stadtbibliothek Katharinen in St.Gallen am Mittwoch, 27. Mai 2020, den dritten Schweizer Vorlesetag.

Weil Vorlesen für den Spracherwerb von Kindern so wichtig ist, hat das Schweizerische Institut für Kinder und Jugendmedien (SIKJM) vor drei Jahren den Schweizer Vorlesetag initiiert. In den letzten beiden Jahren wurde an diesem Tag in Schulen, Bibliotheken aber auch im öffentlichen Raum und daheim vorgelesen.

Dieses Jahr musste auch die Stadtbibliothek Katharinen ihre ursprünglich geplante Veranstaltung im Kreuzgang des ehemaligen Klosters absagen. Doch feiern möchte sie diesen besonderen Tag trotzdem. Dafür lädt sie Kinder, Eltern und Grosseltern ein, daheim einander vorzulesen, mit Grosseltern auch über Telefon oder via Videochat.

Die Kinder- und Jugendbibliothek freut sich, Fotos von solchen Vorleseaktionen zu erhalten, die sie dann in der Bibliothek ausstellen wird. Mitmachen geht auch auf Instagram, dort können Fotos mit den Hashtags #vorlesetagkatharinen, #vorlesensg und der Markierung @stadtbibliothekkatharinen gepostet werden.

Zudem hat die Stadtbibliothek Katharinen für den 27. Mai 2020 eine Überraschung geplant. Die Märchenerzählerin Kathrin Raschle und ihr Mann Walter hätten ursprünglich im Kreuzgang ein Märchen vorgetragen und musikalisch umrahmt. Da es live nicht möglich ist, haben sie das Südtiroler Märchen «La Rana – das Froschmädchen» als Hörstück aufgenommen. Kathrin Raschle erzählt und Walter Rasche singt dazu alte italienische Lieder. Die Märchenstunde ist am 27. Mai ab 8 Uhr auf Youtube aufgeschaltet.

Ihre Tochter Hannah Raschle hat ein passendes Bild dazu gezeichnet. Dieses Märchen wird die Stadtbibliothek Katharinen am 27. Mai 2020 auf ihrer Webseite online stellen. Während der Schliessung der Bibliothek hat die Bibliothek bereits einige Erzählstunden als Videos online gestellt, diese sind auch weiterhin abrufbar.

Freitag, 22. Mai – 19:07 Uhr

Abgesagte Bregenzer Festspiele: Viele tauschen ihre Billette auf 2021 um

«Rigoletto» von Giuseppe Verdi, hier eine Aufnahme vom Juli 2019, ist erst 2021 wieder auf der Seebühne in Bregenz zu erleben.

«Rigoletto» von Giuseppe Verdi, hier eine Aufnahme vom Juli 2019, ist erst 2021 wieder auf der Seebühne in Bregenz zu erleben.

Eddy Risch / KEYSTONE

(sda/apa) Die Bregenzer Festspiele verzeichnen nach der Absage des Festivals wegen der Coronapandemie eine hohe Umtauschquote der Tickets auf 2021. Man werte das als «sehr positives Signal des Marktes», sagte Pressesprecher Axel Renner.

Viele Karteninhaber, sowohl Individual- als auch Gruppenbucher, wollen ihre Tickets behalten und die Aufführungen von «Rigoletto» und «Nero» im nächsten Jahr besuchen. Damit sei man bisher «sehr zufrieden». Die Reaktion der Besucher sei grossteils positiv.

Die Abwicklung funktioniere bisher gut, so Renner. Die Festspiele hatten ihren Besuchern vier Optionen angeboten: den Umtausch auf 2021, einen für mehrere Jahre gültigen Gutschein, eine Rückabwicklung oder das Spenden des Ticketbetrages an das Festival.

Die Reprise von Giuseppe Verdis Oper «Rigoletto» als Spiel auf dem See feiert am 22. Juli 2021 Premiere, einen Tag nach der Hausoper «Nero».

Mittwoch, 20. Mai – 19:25 Uhr

Kreative Lösung: Im Kaffeehaus St.Gallen erklingt Pianomusik – trotz Coronaverbot

Stadtparlamentarier und Kaffeehausbetreiber Gallus Hufenus hat einen Weg gefunden, in seinem St.Galler Kaffeehaus trotz strenger Coronavorschriften Musik erklingen zu lassen.

Stadtparlamentarier und Kaffeehausbetreiber Gallus Hufenus hat einen Weg gefunden, in seinem St.Galler Kaffeehaus trotz strenger Coronavorschriften Musik erklingen zu lassen.

Nik Roth

(gen) Im St.Galler Kaffeehaus im Linsebühlquartier ist es wegen der Schutzbestimmungen des Bundes verboten, einen Pianisten Hintergrundmusik spielen zu lassen, obwohl das Instrument über zwei Meter Abstand entfernt vom nächsten Tisch steht. In einem Gastraum ist es aktuell nur erlaubt, Speisen und Getränke anzubieten.

Trotzdem gab es am 20. Mai Musik vom Pianisten Geri Pekarek. Kaffeehausbesitzer und Stadtparlamentarier Gallus Hufenus hat sich eine kreative Lösung für das Problem einfallen lassen.

Gallus Hufenus.

Gallus Hufenus.

Michel Canonica

Da das Kaffeehaus weder Regeln brechen noch seine Identität verraten wolle, habe Pianist Pekarek im Atelier des Künstlers Martin Amstutz im benachbarten Point Jaune Museum gespielt, schreibt Hufenus in einer Mitteilung. Dort steht im geschlossenen Raum ein zweites Piano. Die Musik wurde aufgezeichnet und in Bild und Ton ins Kaffeehaus übertragen. Dies sei gemäss Bundesverwaltung erlaubt.

Da der französische Komponist Erik Satie seine Idee von «Hintergrundmusik» für Salonorchester (in einem Kaffeehaus zum Beispiel) als «Musique d’ameublement» bezeichnete, trage die Installation den gleichen Namen. Denn die Musik sei Teil der Einrichtung, ein Möbelstück der Institution, das Licht und die Wärme im Raum – aber kein Konzert, so Hufenus.

Mittwoch, 20.5. – 09:59 Uhr

Frauenfelder Theaterwerkstatt Gleis 5 plant Sommertheater

(gen) Neuigkeiten von der Theaterwerkstatt Gleis 5 in Frauenfeld: Das Team plant ein Sommertheater mit Geschichten aus dem Decamerone. Wenn das Virus ihnen keinen Strich durch die Rechnung macht, wollen die Theaterleute im August eine kleine Ostschweizer Tournee machen und an ausgewählten Orten auftreten. Im Hintergrund laufen die Vorbereitungen für das kurzfristig auf die Beine gestellte und aus der Not geborene Projekt bereits auf Hochtouren. In ihrem Newsletter schreibt die Theaterwerkstatt: «So wertvoll unsere Gehversuche in der digitalen Welt sind, so soll für uns Theaterleute der Rückzug an den Bildschirm keine dauerhafte Perspektive und der rein virtuelle Austausch mit unserem Publikum keine Alternative sein.»

Ausserdem ergänzt neu die Literaturwissenschafterin Judith Zwick das Team der Theaterwerkstatt. Die Konstanzerin leitete bisher deren Büro. Zwick wird sich um den Bereich Literatur und Hörformate kümmern.

Damit hat sie Erfahrung: In ihrem Literaturbüro konzipiert und moderiert Zwick Veranstaltungen rund um die Literatur wie beispielsweise «Auslese – eine Lese- und Gesprächsreihe» für die Stadtbibliothek Konstanz oder die grenzüberschreitende Reihe «Debüts – der erste Roman», an der auch das Literaturhaus Thurgau und das Kult-X in Kreuzlingen beteiligt waren.

Darüber hinaus entwickelt Judith Zwick Hörformate. Sie schreibt und produziert Podcasts und Hörspaziergänge. Den Audiorundgang «Baumgeflüster» im Seeburgpark Kreuzlingen hat sie 2019 gemeinsam mit Rahel Wohlgensinger und Simon Engeli im Auftrag der Stadt Kreuzlingen anlässlich der «Langen Nacht der Bodenseegärten» organisiert. Ab dem 10. Juni 2020 ist er dort erneut zu hören. Ausserdem gibt es auf Zwicks Website passend zum Hölderlin-Jahr 2020 eine Podcast-Serie, die sie jeden Freitag um ein weiteres Hörstück ergänzt.

Dienstag, 19. Mai – 17:57 Uhr

Dokfilm der Appenzellerin Yu Hao bei Sternstunde Kunst

Yu Hao beim Filmen in China.

Yu Hao beim Filmen in China.

PD

(gen) Corona hat auch den erfolgreichen Dokfilm «Plötzlich Heimweh» der Appenzeller Filmerin und Kuratorin Yu Hao für einige Wochen in die Zwangspause geschickt. Nun strahlt das Schweizer Fernsehen an Auffahrt eine verkürzte TV-Version des Films aus, um 12.00 Uhr auf SF 1, Sternstunde Kunst.

In «Plötzlich Heimweh» erzählt Yu Hao ihre eigene Geschichte. Als erfolgreiche chinesische Fernsehreporterin ist sie permanent rund um den Globus unterwegs. Bei einer Reportage in der Schweiz verliebt sie sich und kehrt bald danach zurück ins Appenzellerland. 8000 Kilometer von ihrer Familie entfernt trifft sie auf Menschen, die niemals reisen, im Einklang mit der Natur leben und das Brauchtum pflegen.

Da Yu Hao kein Wort Deutsch spricht, entdeckt sie die neue Umgebung jahrelang durch ihre Kamera. Dabei sind es nicht die Umgebung und die Traditionen, die ihre Perspektive verändern und sie mit anderen Augen auch auf sich selbst und ihr Heimatland blicken lassen, sondern die Begegnungen.

Aus den über 200 Stunden Filmmaterial hat Yu Hao einen Film gemacht, der das Appenzellerland und seine Bräuche neu aufleben lässt, dabei aber auch der Rolle einer Aussenstehenden und passiven Zuschauerin nachgeht, die über Migration und die Sehnsucht nach Heimat und Geborgenheit nachdenkt. An den 55. Solothurner Filmtagen wurde Yu Hao dafür für den Publikumspreis nominiert.

Dienstag, 19.Mai - 15:40 Uhr

Theater Winterthur stellt neuen Spielplan vor

(miz) Noch wissen die Theater nicht, wann sie wieder vor Publikum spielen dürfen und unter welchen Auflagen. Trotz dieser Unsicherheiten hat das Theater Winterthur jetzt den neuen Spielplan für die kommende Saison vorgestellt.

Nach der verkürzten Saison 2019/20 eröffnet das Theater Winterthur am 18. September gemeinsam mit der Oper Dortmund ‒ einem neuen Partner für das Theater Winterthur ‒ und dem Musikkollegium Winterthur die Saison 2020/21 mit «Carmen», der berühmten Oper von Georges Bizet. Mit Gästen von San Francisco bis St. Gallen, von Biarritz bis Berlin, dürfe sich das Publikum auf ein abwechslungsreiches und prall gefülltes Theaterprogramm in den Sparten Oper, Tanz, Schauspiel sowie Kinder- und Jugendtheater freuen, schreibt Programmleiter Thomas Guglielmetti. Er selber wird «Novecento - Die Legende vom Ozeanpianisten» inszenieren, am 23.9. feiert das Schauspielstück Premiere.

Das Schauspiel Köln gastiert mit «Die Vögel» in der Inszenierung von Stefan Bachmann im Januar 2021 im Theater Winterthur

Das Schauspiel Köln gastiert mit «Die Vögel» in der Inszenierung von Stefan Bachmann im Januar 2021 im Theater Winterthur

Bild: PD/Tommy Hetzel

Für die Spielzeit 20/21 sei die Theaterkasse ab dem 31. August 2020 geöffnet. Tickets könnten online schon ab dem 13. Juli gekauft werden, schreibt das Theater. Auf der Webseite theaterwinterthur.ch informiere man fortlaufend zur aktuellen Situation im Theater Winterthur und über allfällige Änderungen im Programm sowie über die aktuellsten Informationen zum Theaterbetrieb in Zeiten von Covid-19.

Dienstag, 19.Mai - 10:05 Uhr

Thurgauer Kulturpreis 2020 geht an die Musikerfamilie Janett

Die Musikerfamilie Janett aus Sulgen wird mit dem Thurgauer Kulturpreis ausgezeichnet.

Die Musikerfamilie Janett aus Sulgen wird mit dem Thurgauer Kulturpreis ausgezeichnet.

Bild. PD

(miz) Der diesjährige Kulturpreis des Kantons Thurgau geht an die Musikerfamilie Janett aus Sulgen. Mit dem Preis, der mit 20'000 Franken dotiert ist, würdigt der Regierungsrat das musikalische, pädagogische und generationenübergreifende Schaffen der Musikerinnen und Musiker Sibylle, Curdin, Madlaina, Cristina und Niculin Janett.

Wie die Thurgauer Staatskanzlei schreibt, gelinge der fünfköpfigen Musikerfamilie Janett aus Sulgen in ihrem musikalischen Schaffen mühelos der Sprung von alter und traditioneller Musik zu neuen und experimentellen Klängen. Sibylle, Curdin, Madlaina, Cristina und Niculin Janett pflegen, lehren und vermitteln Musik als ganz selbstverständliche Ausdrucksform und geben sie an die nächste Generation weiter, heisst es in der Mitteilung. Dabei lebten alle Familienmitglieder eine grosse stilistische Offenheit, die von Volksmusik über Klassik bis hin zu Jazz und Improvisation reicht.

Der mit 20'000 Franken dotierte Thurgauer Kulturpreis wird am Donnerstag, 3. September 2020, um 19:30 Uhr in einer öffentlichen Feier im Kulturforum Amriswil durch Regierungsrätin Monika Knill, Chefin des Departements für Erziehung und Kultur, übergeben. Die Laudatio hält der Musikwissenschaftler, Musiker und Kabarettist Flurin Caviezel.

Mit dem Preis, der seit 1986 vergeben wird, spreche der Regierungsrat seinen Dank und seine Anerkennung aus für ausserordentliche kulturelle Leistungen von Privaten und von Institutionen, die das kulturelle Leben im Kanton in besonderer Weise bereicherten. Eine Auswahl möglicher Trägerinnen und Träger des Kulturpreises werde dem Regierungsrat jeweils von der Kulturkommission des Kantons Thurgau vorgeschlagen.

Dienstag, 19.Mai - 9:52 Uhr

Forum Würth Rorschach öffnet Ausstellung, Café und Kunstshop

Kunst am See: Das Forum Würth Rorschach hat ab 21.Mai wieder geöffnet.

Kunst am See: Das Forum Würth Rorschach hat ab 21.Mai wieder geöffnet.

Bild: Ueli Steingruber

(miz) Kunst mit Aussicht - das direkt am Seeufer gelegene Forum Würth Rorschach öffnet am ab dem 21. Mai 2020 wieder seine Tore. Unter dem Motto «Zur Auffahrt wieder Hochfahren» sind ab Donnerstag die Ausstellung «Von Kopf bis Fuss - Menschenbilder im Fokus der Sammlung Würth», der Kunstshop sowie das KunstCafé wieder geöffnet, täglich von 10 bis 18 Uhr.

Unter Einhaltung der vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) vorgegebenen Sicherheitsmassnahmen habe man für die Wiedereröffnung ein Sicherheitskonzept für das Würth Haus Rorschach, das Forum Würth Rorschach und das Panorama Catering erarbeitet. Veranstaltungen fänden bis auf Weiteres aufgrund der Vorgaben des BAG nicht statt.

Die Ausstellung «Von Kopf bis Fuss» setze sich nicht nur mit der Abbildung physiologischer Bedingtheiten, sondern auch mit der wandelnden Vorstellung über das Menschsein an sich, dem Menschenbild, auseinander, schreibt das Forum Würth Rorschach in einer Mitteilung. In der Ausstellung begegne man einer Auswahl an Porträts, Skulpturen, Zeichnungen und Installationen aus dem sammlungseigenen Bestand über einen Zeitraum von rund 130 Jahren. KünstlerInnen wie Fernando Botero, Christo, Max Ernst, Edvard Munch, Pablo Picasso, Marc Quinn, Andy Warhol oder Romane Holderried-Kaesdorf verbildlichten ihre Auseinandersetzung mit Schönheit, Vergänglichkeit, Ausdruckskraft, Selbstbefragung und Normierung der menschlichen Gestalt. Die Ausstellung verstehe sich als Anregung zur Spurensuche in der aktuellen Bandbreite künstlerischer Weltsichten und Obsessionen.

Montag, 18.Mai - 14:08 Uhr

Saint City Orchestra sammelt mit gestreamtem Konzert 3600 Franken für Ostschweizer Künstler

Saint City Orchestra vor dem Konzert ohne Publikum, dafür mit Sicherheitsabstand, am 25.April im Presswerk Arbon.

Saint City Orchestra vor dem Konzert ohne Publikum, dafür mit Sicherheitsabstand, am 25.April im Presswerk Arbon.

Bild: Nik Roth

(rbe) Immer wieder neu erfahrbar ist das Konzert von Saint City Orchestra vom 25. April im Arboner Presswerk: Als Video auf Youtube. Ohne Publikum und mit Sicherheitsabstand gaben die St.Galler Irish-Folker in der leeren Halle ein treibendes Konzert und forderten das Publikum zu Hause vor den Bildschirmen auf zu spenden. Der Erlös der Aktion, 3600 Franken, geht an den Bandwettbewerb «bandXost», teilt das Saint City Orchestra mit. Mit dem Betrag wolle man «aufstrebende Künstler aus der Ostschweiz unterstützen, die durch den gecancelten Festivalsommer einen herben Rückschlag erleiden müssen».

Montag, 18.Mai - 12:32 Uhr

Kanton St.Gallen fördert 14 Kunstschaffende mit Werkbeiträgen

Darf sich über einen Aufenthalt in der Atelierwohnung in Rom freuen: Die St.Galler Künstlerin und Fotografin Tine Edel (hier in ihrer Ausstellung im ARchitekturforum St.Gallen 2017).

Darf sich über einen Aufenthalt in der Atelierwohnung in Rom freuen: Die St.Galler Künstlerin und Fotografin Tine Edel (hier in ihrer Ausstellung im ARchitekturforum St.Gallen 2017).

Bild: Michel Canonica

(miz) 70 Personen haben sich beim Amt für Kultur dieses Jahr um einen Werkbeitrag beworben, 13 weitere für einen Aufenthalt in der Atelierwohnung in Rom. Jetzt ist bekannt: Der Kanton St.Gallen fördert mit den diesjährigen Werkbeiträgen 14 Kunst- und Kulturschaffende aus sechs verschiedenen Sparten. Zudem werden drei Personen ab Dezember 2020 einen Aufenthalt in der Atelierwohnung in Rom antreten und ihren Vorhaben nachgehen können.

Voraussetzung für alle Kunstschaffenden sei ein klarer Bezug zum Kanton St.Gallen und ein Vorhaben, auf das sie in den kommenden Monaten ihren Fokus richten werden, schreibt das Amt für Kultur. In einem mehrstufigen Verfahren seien die Bewerbungsdossiers von spartenspezifischen Fachjurys begutachtet und diejenigen Kulturschaffenden bestimmt worden, die einen Werkbeitrag oder einen Aufenthalt in der Atelierwohnung erhalten.

Der Kanton geht davon aus, dass der dreimonatige Aufenthalt in der Wohnung im Quartier San Lorenzo in Rom voll ausgeschöpft werden kann. Im laufenden Jahr wurden die Aufenthalte in Rom pandemiebedingt unterbrochen oder konnten nicht angetreten werden.

Tänzerin und Choreografin Nelly Bütikofer wird mit einem Werkbeitrag des Kantons St.Gallen ausgezeichnet.

Tänzerin und Choreografin Nelly Bütikofer wird mit einem Werkbeitrag des Kantons St.Gallen ausgezeichnet.

Bild: Benjamin Manser

Mit den Werkbeiträgen und den Atelieraufenthalten fördere der Kanton künstlerisch interessante und eigenständige Vorhaben von Künstlerinnen und Künstlern aller Sparten. Die finanzielle Unterstützung soll den Ausgewählten den nötigen Freiraum geben und ermöglichen, ihre Ideen, Projekte und Werke auszuarbeiten oder ihre künstlerische Tätigkeit weiterzuentwickeln. Kriterien für die Auswahl seien Relevanz, Ausstrahlung, Eigenständigkeit sowie Professionalität.

Aus der Sparte angewandte Kunst und Design erhalten folgende Künstler und Künstlerinnen einen Werkbeitrag:
- Céline Arnould, Schmerikon
- Lionel Umbricht, St.Gallen

Im Bereich bildende Kunst:
- Kilian Rüthemann, Basel
- Andrea Vogel, St.Gallen
- Bianca Barandun, Gossau
- Rita Kappenthuler, Abtwil und Nathan Federer, St.Gallen

In der Sparte Geschichte und Gedächtnis:
- Matthias Fässler, St.Gallen

Im Bereich Literatur:
- Frédéric Zwicker, Rapperswil
- Hildegard Keller, Zürich

In der Sparte Musik:
- Ramon Landolt, Zürich
- Basil Kehl, St.Gallen
- Raphael Loher, Luzern

Im Bereich Theater und Tanz:
- Nelly Bütikofer, Rapperswil-Jona
- Livia Rita Heim, Neu St.Johann

Folgende Künstlerinnen und Künstler erhalten einen Aufenthalt in Rom:
- Sebastian Marbacher, Zürich, und Thomas Marbacher, St.Gallen
- Tine Edel, St.Gallen

Montag, 18.Mai - 12:05 Uhr

Innerrhoder Sängerin Riana veröffentlicht Début-Single

Riana bei ihrem Auftritt am Kulturfestival St.Gallen im Innenhof Historisches und Völkerkundemuseum im Sommer 2019.

Riana bei ihrem Auftritt am Kulturfestival St.Gallen im Innenhof Historisches und Völkerkundemuseum im Sommer 2019.

Bild: Urs Bucher

(miz) Riana, die Sängerin aus Appenzell, gewann 2018 den «bandXost»-Wettbewerb. Jetzt wagt sich die Innerrhoderin mit ihrer Musik zum ersten Mal an die Öffentlichkeit. Ihre Début-Single «Heart Of Gold» sei eine herzerwärmende Ballade, schreiben die Verantwortlichen des Wettbewerbs bandXost. Eine Stimme, ein Klavier, eine Geschichte, die berühre.

«Egal, öb dick-dönn, chli-gross, gschiid ode domm. Me hend alli irgendwo e guets Heez, ode?»

Etwa so klinge es, wenn Riana im Appenzeller Dialekt erkläre, wovon ihre erste Single «Heart of Gold» von der gleichnamigen EP handele. «Heart of Gold» sei einer ihrer ersten Songs, welcher eine wichtige Message verbreite: «Du bist gut so, wie du bist – mit all deinen Ecken und Kanten.»
Mit diesem Song rufe Riana die Welt dazu auf, sich gegenseitig zu zeigen, dass wir alle ein Herz aus Gold hätten.

Montag, 18.Mai - 11:45 Uhr

Werk des St.Galler Choreografen Martin Schläpfer im Stream

Mit Anmut, Witz und perlender Leichtigkeit durchs Wasser und alle seine Untiefen: Szenenbild aus Martin Schläpfers Choreografie «Forellenquintett».

Mit Anmut, Witz und perlender Leichtigkeit durchs Wasser und alle seine Untiefen: Szenenbild aus Martin Schläpfers Choreografie «Forellenquintett».

Bild: Gert Weigelt

(miz) Das ZDF und der Kultursender ARTE stellen ein Werk aus Martin Schläpfers Repertoire zur Verfügung: Schläpfers «Forellenquintett» zur gleichnamigen Komposition von Franz Schubert sei auf ihrer Homepage ab sofort kostenlos abrufbar, schreibt die Oper am Rhein Düsseldorf und Duisburg. Der St.Galler Martin Schläpfer ist noch bis zum Sommer künstlerischer Direktor und Chefchoreograf des Balletts am Rhein. Zur Spielzeit 2020/2021 übernimmt er die Leitung des Wiener Staatsballetts.

Der Film von Roger Bisson sei das Ergebnis einer aufwendigen ZDF-Fernsehproduktion, die im September 2012 im Theater Duisburg aufgezeichnet wurde, schreibt das Opernhaus: Ohne Publikum tanzte das Ballett am Rhein allein für die Kameras, die sich mit den Tänzerinnen und Tänzern auf der Bühne bewegten.

Martin Schläpfers Publikumserfolg «Forellenquintett», 2014 auch vom Ballett Zürich aufgeführt, spiele in einem Wald, in einer Märchenwelt, die an Shakespeares Sommernachtstraum erinnere. Zwischen einem Angler und seiner Forelle entspinne sich eine Beziehung voll brutaler Zärtlichkeit, ähnlich skurril wie der Versuch des Dichters Schubart, sein später so bekanntes Gedicht «Die Forelle» zu schreiben.

Das ZDF stelle die Fernsehaufzeichnung bis zum 15. Juni kostenlos zur Verfügung, schreibt die Oper am Rhein. Auf deren Homepage kann man die Aufzeichnung anschauen.

Freitag, 15. Mai – 15:08 Uhr

Gagen für Auftritte dank Streaming-Plattform der Bühne Thurtal

Nadine Arnet und Ivo Caponio traten als Musikduo «naked» beim ersten Livestream der Bühne Thurtal auf.

Nadine Arnet und Ivo Caponio traten als Musikduo «naked» beim ersten Livestream der Bühne Thurtal auf.

Bild: Screenshot

(miz) Auftritte, vor noch so wenig Publikum, sind aktuell untersagt. Die Bühne Thurtal greift nun zum naheliegenden Mittel: Sie verlegt die Bühne ins Internet, unter www.life4live.ch ist der Stream verfügbar. Der Gedanke dahinter, Künstlerinnen und Künstlern aller Sparten einen Live-Auftritt vor Live-Publikum zu ermöglichen, ist so einfach wie bestechend. Seit Mittwoch wird allabendlich gestreamt, aus dem Proberaum der Bühne Thurtal in Herisau. Pro Abend könnten mehrere Künstler auftreten, jeweils für maximal eine halbe Stunde. Das Publikum kann Geld spenden und abstimmen, anhand der Votings wird die Gage aufgeteilt.

Am ersten Abend trat das Musikduo naked auf, mit Gitarre und Ukulele heiteren Pop trällernd, vor maximal 49 live-Zuschauern. Egal, inzwischen haben sich schon mehr als 130 Personen das Video angeschaut. Das Spendenbarometer ist von 0 auf 805 Franken gestiegen. Die Bühne wird nicht neu erfunden, klar, aber immerhin genutzt.

Donnerstag, 14. Mai – 19:49 Uhr

Feier für Preisträger der St.Gallischen Kulturstiftung fällt aus

(gen) Jedes Jahr verleiht die St.Gallische Kulturstiftung im Fr̈ühling Anerkennungs- und Förderpreise an Kulturschaffende aus dem Kanton. Aufgrund der Coronakrise muss die Stiftung dieses Jahr auf eine öffentliche Preisverleihung verzichten. Die öffentliche Verleihungsfeier wird, gemeinsam mit dem jeweils im Herbst zu vergebenden Kulturpreis und einem weiteren Förderpreis, am 11. November 2020 in der Tonhalle St.Gallen durchgeführt.

Lyrikerin Monika Schnyder, Preisträgerin der St.Gallischen Kulturstiftung.

Lyrikerin Monika Schnyder, Preisträgerin der St.Gallischen Kulturstiftung.

Bild: Michel Canonica

Die St.Galler Lyrikerin Monika Schnyder erhält einen Anerkennungspreis in der Höhe von 15 000 Franken. Die 1945 in Zürich geborene Autorin habe es mit ihren Gedichten immer wieder verstanden, intensive sinnliche Momente auszuloten, wobei ihre Texte nicht auf reine Innerlichkeit zielten. Sie bezögen die Aussenwelt im Gegenteil stets mit ein und übersetzten sie in Bilder von aufgeladener Kraft, schreibt Kulturjournalist Peter Surber.

Fasnachtsbrauch Röllelibutzen aus Altstätten.

Fasnachtsbrauch Röllelibutzen aus Altstätten.

Bild: Marina Hasler

Ein Anerkennungspreis von 20 000 Franken geht an die Röllelibutzen aus Altstätten. Sie pflegten ein überliefertes Fasnachtsbrauchtum und seien gleichzeitig offen für neue Entwicklungen, schreibt die St.Gallische Kulturstiftung.

Künstler Jiří Makovec.

Künstler Jiří Makovec.

Bild: Lukas Havlenic

Ausserdem wird Künstler Jiří Makovec mit einem Förderpreis von 10 000 Franken ausgezeichnet. Mit seiner präzisen Beobachtungsgabe fange er in Fotografie und Film ebenso alltägliche wie besondere Augenblicke ein, denen oft eine leicht absurde, manchmal auch befremdliche oder humorvolle Wirkung aneigne.

Donnerstag, 14.Mai – 18:42 Uhr

Ausstellung des Sulgener Künstlers Peter Somm über seine Wahlverwandtschaft mit Adolf Dietrich verlängert

Judith Schmed

(gen) Der gebürtige Sulgener Peter Somm (das Foto zeigt ihn in seinem Atelier) besitzt nicht nur Gemälde des Thurgauer Künstlers Adolf Dietrich, sondern er fühlt sich ihm auch künstlerisch nahe. Seine Ausstellung im Kunsthaus Interlaken ist seit Mittwoch wieder offen. Sie stellt Werke von Peter Somm und Adolf Dietrich auf überraschende Art einander gegenüber. Die Ausstellung hat den Anspruch, die verbindende und augenöffnende Kraft ihrer Gemeinsamkeiten im direkten Dialog der Werke zu zeigen.

Adolf Dietrich: Kleines Mädchen im Wäschekorb, 1924.

Adolf Dietrich: Kleines Mädchen im Wäschekorb, 1924.

Die Ausstellung sei in der einzigen Woche, in der sie Anfang März zu besichtigen war, vom Publikum mit so grosser Begeisterung aufgenommen worden, dass die Schau bis zum 9. August 2020 verlängert werde, schreibt das Kunsthaus Interlaken. Wer Bedenken hat, den öffentlichen Verkehr zu benutzen, hat über das Parkhaus unter dem Kunsthaus direkten Zugang zur Ausstellung.

Peter Somm: Kreis, 2005.

Peter Somm: Kreis, 2005.

In den letzten Jahren hat Somm mit seiner Frau eine Sammlung von 25 Dietrich-Werken erworben und in die 2014 gegründete Adolf-Dietrich-Stiftung eingebracht. Somm schätzt an Dietrichs Kunst besonders deren inneren Gehalt:

«Man kann nicht unbeteiligt vor seinen Gemälden stehen. Man spürt die Seele.»
Donnerstag 14. Mai – 15:50 Uhr

Neuer Kunstraum in St.Gallen St. Fiden ab morgen wieder offen

Felix Boekamp in seinem Offspace «Chambre directe» gleich bei der Bushaltestelle St.Gallen St.Fiden.

Felix Boekamp in seinem Offspace «Chambre directe» gleich bei der Bushaltestelle St.Gallen St.Fiden.

Ralph Ribi

(gen) Kurz vor dem Lockdown eröffnete Felix Boekamp seinen neuen Kunstraum «Chambre directe – Schubiger» in St.Gallen St. Fiden. Zuvor befand sich dort während vieler Jahre das Haushaltswarengeschäft Schubiger. Zu sehen ist die Ausstellung «40 Jahre Körper als Hauptantwort – stehen, gehen, sitzen, liegen». Der Anlass für die Schau ist, dass der Künstler Franz Erhard Walther vor 40 Jahren seine erste Schweizer Soloschau in der St.Galler Galerie Wilma Lock und gleichzeitig beim Kunstverein St.Gallen im Katharinen hatte.

Die Ausstellung ist nun ab morgen Freitag, 15. Mai, auf Anfrage wieder geöffnet, sie dauert bis am 10. Juli. Zu sehen sind sogenannte Ephemera: 50 Künstlerplakate aus über 50 Jahren Ausstellungstätigkeit, Einladungskarten und Bücher.

Chambre directe – Schubiger, Rorschacher Strasse 112, 9000 St. Gallen; 076 748 95 68; felix.boekamp@gmx.de

Dienstag, 12.Mai - 18:51 Uhr

Bühne Thurtal startet offene Bühne im Livestream

(miz) Die Theater und Kleinkunstbühnen in der Schweiz dürfen noch immer nicht den Betrieb starten. Die Bühne Thurtal weicht deswegen online aus: Am Mittwoch, 13.Mai startet das kleine Herisauer Off-Theater das Projekt «Life4Live». Künstlerinnen und Künstler treten im Proberaum in Herisau auf, ihre Performance wird um 19 Uhr live gestreamt.

Das Publikum kann beim Zuschauen Geld spenden für die Kunstschaffenden und zudem abstimmen: Der Künstler, die Künstlerin mit den meisten Stimmen dürfe dann beim ersten Event nach Corona in Herisau auf der Bühne stehen, schreibt die Bühne Thurtal. Das Publikum werde aus den 50 «fleissigsten» Spender*innen von «Life4Live» bestehen.

Das Projekt laufe voraussichtlich so lange, bis wieder kleine Kulturveranstaltungen möglich seien, schreibt die Bühne Thurtal. Künstler*innen, die bei «Life4Live» mitwirken möchten, könnten sich unter studio@life4live.ch anmelden. Für die erste Ausgabe am Mittwoch hat sich die Schauspielerin, Sängerin und Sprecherin Nadine Arnet angemeldet. Das Projekt lebe von Spontaneität, wer noch auftreten werde, davon lassen sich die Macherinnen und Macher überraschen.

Simon Keller, Schauspieler, Regisseur und künstlerischer Leiter der Bühne Thurtal, hat das Projekt «Life4Live» ins Leben gerufen.

Simon Keller, Schauspieler, Regisseur und künstlerischer Leiter der Bühne Thurtal, hat das Projekt «Life4Live» ins Leben gerufen.

Bild: Christian Regg
Dienstag, 12.Mai - 18:02 Uhr

Literaturhaus Liechtenstein und Literaturhaus Vorarlberg lassen Autorinnen und Autoren Briefe schreiben

(miz) Die Grenzen sind zu, doch Kunst überwindet sie: Das Literaturhaus Liechtenstein und das künftige Literaturhaus Vorarlberg bitten gemeinsam ausgewählte Autorinnen und Autoren, die sich zuvor noch nicht begegnet sind, paarweise grenzübergreifend fünf Wochen lang in einen Briefwechsel per E-Mail zu gehen. Die Inhalte ihres Austausches legen die Partnerinnen und Partner selbst fest oder überlassen sie dem Zufall. Festgelegt ist lediglich, dass jede Woche ein Briefwechsel zwischen den beiden Partnerinnen und Partnern stattfindet.

Mit literarischem E-Mail-Briefwechsel überwinden die Schriftstellerinnen und Schriftsteller Grenzen.

Mit literarischem E-Mail-Briefwechsel überwinden die Schriftstellerinnen und Schriftsteller Grenzen.

Bild: Literatur Vorarlberg Netzwerk

Weitere Kooperationspartner sind das St.Galler Literaturhaus & Bibliothek Wyborada sowie die Südtiroler Autorinnen- und Autorenvereinigung.

Momentan kann man die Briefwechsel folgender Autorenpaare lesen:
- Christian Futscher (Wien) - Marjana Gaponenko (Mainz) - letzter Brief: 12.05.2020
- Antonie Schneider (Weiler im Allgäu) - Hansjörg Quaderer (Schaan) - letzter Brief: 12.05.2020
- Christoph Linher (Nenzing) - Roberta Dapung (Badia) - letzter Brief: 12.05.2020
- Gabriele Bösch (Hohenems) - Peter Gilgen (Ithaca, N.Y.) - letzter Brief: 27.04.2020Zum Nachlesen findet man die Briefwechsel auf den Homepages der beteiligten Literaturhäuser Liechtenstein und Vorarlberg sowie im Blog der Bibliothek Wyborada.

Dienstag, 12.Mai - 17:14 Uhr

Künstlerin gestaltet Spiele mitten im Grenzzaun zwischen Konstanz und Kreuzlingen

Gemeinsam spielen, obwohl der doppelte Grenzzaun sie trennt: Das Projekt «Gesellschaftsspielen» der Konstanzer Künstlerin Chiara Hofmann verbindet die Getrennten.

Gemeinsam spielen, obwohl der doppelte Grenzzaun sie trennt: Das Projekt «Gesellschaftsspielen» der Konstanzer Künstlerin Chiara Hofmann verbindet die Getrennten.

Bild: Chiara Hofmann

(miz) Bis vor kurzem war sie Kunst: die Grenze zwischen Konstanz und Kreuzlingen. Wegen der Coronapandemie ist sie seit Wochen geschlossen, und reisst Familien, Freunde und Bekannte auseinander. Genau dort, wo eigentlich die Kunstgrenze von Johannes Dörflinger bis vor wenigen Wochen die offene Grenze zwischen der Schweiz und Deutschland markierte, stehen nun im Abstand von zwei Metern zwei Zäune, die den direkten Kontakt zwischen Menschen auf beiden Seiten verhindern sollen. Die Malerei-Studentin Chiara Hofmann ermöglicht nun spielerisch genau den Kontakt, der durch die Zäune verunmöglicht werden soll.

Mit langen Stangen lassen sich die Spielfiguren von beiden Seiten der Grenzzäune bewegen.

Mit langen Stangen lassen sich die Spielfiguren von beiden Seiten der Grenzzäune bewegen.

Bild: Chiara Hofmann

Chiara Hofmann, Malerei-Studentin an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle an der Saale, belebt in ihrer Heimat Konstanz mit dem Projekt «Gesellschaftsspielen» die Kunstgrenze wieder, wie das Kulturamt Konstanz jetzt mitteilt. Unter dem Motto «Spielen mit Mindestabstand» startete ihr Projekt, das vom Kulturamt Konstanz unterstützt wird, am 11. April 2020 zwischen den Grenzzäunen. Hofmann gestaltete eine Serie von grossen, handbemalten Brettspielen, die sich genau in der Mitte zwischen dem Schweizer und dem deutschen Grenzzaun befinden und so ein Bindeglied zwischen den Ländern darstellen. Mit langen Stäben lassen sich die Spielfiguren von beiden Seiten des Zauns bewegen.

Auf Hofmanns Website und auch auf ihrem Instagram-Account finden sich Spielanleitungen, Gedanken, Wortspiele und Fotografien, sowie persönliche Geschichten der getrennten Menschen.

Freitag, 8. Mai – 18:33 Uhr

Die Münsterfestspiele in Konstanz finden statt

Christoph Nix, Intendant des Theater Konstanz, kann seine Abschiedsinszenierung auf dem Münsterplatz

Christoph Nix, Intendant des Theater Konstanz, kann seine Abschiedsinszenierung auf dem Münsterplatz

Reto Martin

(gen) Nun ist es abgesegnet: Intendant Christoph Nix kann seine Abschiedsinszenierung auf dem Konstanzer Münster trotz Pandemie durchführen. Zwar hat der Gemeinderat der Stadt Konstanz an seiner gestrigen Sitzung die sofortige Beendigung der Spielzeit 2019/2020 des Theaters Konstanz beschlossen. Ausnahme bilden jedoch die seit 2007 vom Theater initiierten und veranstalteten Freilichtspiele auf dem Münsterplatz. Dort wird Anfang Juli 2020 das eigens für diesen Ort geschriebene Stück «Hermann der Krumme oder die Erde ist rund» von Christoph Nix in der Regie des Autors und der Choreografin Zenta Haerter uraufgeführt werden unter strenger Beachtung des Infektionsschutzes. Geplant sind derzeit 20 bis 25 Vorstellungen vor jeweils rund 250 Zuschauern.

Aus Gründen des Infektionsschutzes sind auf dem Konstanzer Münsterplatz drei Bühnen vorgesehen.

Aus Gründen des Infektionsschutzes sind auf dem Konstanzer Münsterplatz drei Bühnen vorgesehen.

PD

In der vergangenen Woche hatte das Theater Konstanz ein an die Bedingungen des Infektionsschutzes angepasstes Konzept für die Münsterplatzfestspiele vorgestellt und damit in der Öffentlichkeit grossen Zuspruch erhalten. Auch die Kulturstaatsministerin Monika Grütters und der Präsident des Deutschen Bühnenvereins und Intendant des Deutschen Theaters Berlin Ulrich Khuon unterstützten die Initiative des seit 1607 durchgehend bespielten Theaterhauses am Bodensee.

Das Stück «Hermann der Krumme oder die Erde ist rund» erzählt die Geschichte des Benediktinermönches Hermann von Altshausen, der trotz erheblicher körperlicher Beeinträchtigungen nicht nur ein bedeutender Denker, Erfinder und Künstler des frühen Mittelalters wurde, sondern sein Leben entgegen aller Hemmnisse zu einem lebenswerten und schönen zu gestalten wusste.

Freitag, 8. Mai – 16:54 Uhr

Im St.Galler Sitterwerk und Kesselhaus Josephsohn sind ab
11. Mai Führungen für kleine Gruppen möglich

So viele Besucher wie an der Museumsnacht 2015 wird es in der Kunstbibliothek im Sitterwerk St.Gallen trotz Öffnung nicht so bald wieder haben.

So viele Besucher wie an der Museumsnacht 2015 wird es in der Kunstbibliothek im Sitterwerk St.Gallen trotz Öffnung nicht so bald wieder haben.

Ralph Ribi

(gen) Ab dem 11. Mai öffnen das St.Galler Sitterwerk mit der Kunstbibliothek und dem Kesselhaus Josephsohn wieder ihre Türen, Schubladen und Bücher. Die Lockdown-Zeit wurde genutzt um Materialien zu reinigen, Lager aufzuräumen und Bücher zu reparieren.

Zum Schutz der Besucher und Mitarbeitenden wurden die nötigen Vorkehrungen getroffen: etwa Quarantäneboxen für benutzte Bücher oder Handschuhe für Materialien. Maximal zwölf Personen sind gleichzeitig erlaubt in Kunstbibliothek und Werkstoffarchiv, maximal 20 Personen im Kesselhaus Josephsohn. Gruppen ab vier Personen werden gebeten sich anzumelden.
Führungen in Kleinstgruppen und zu Randzeiten sind möglich, Anfragen sind zu richten an post@sitterwerk.ch.

Im Kesselhaus Josephson in St.Gallen.

Im Kesselhaus Josephson in St.Gallen.

Trix Niederau

Öffnungszeiten
Ab 11. Mai bis 7. Juni: Montag bis Mittwoch, 9–17 Uhr, Sonntag und Auffahrt, 14–18 Uhr, und nach Vereinbarung. Ab 8. Juni: Montag bis Freitag, 9–17 Uhr, Sonntag, 14–18 Uhr

Freitag, 8. Mai – 11:35 Uhr

St.Galler Textilmuseum fährt Betrieb stufenweise hoch

Ausstellungsansicht aus «Fabrikanten und Manipulanten».

Ausstellungsansicht aus «Fabrikanten und Manipulanten».

Jürg Zürcher

(gen) Am Montag, den 11. Mai 2020 öffnet das Textilmuseum St. Gallen nach fast zwei Monaten Schliesszeit seine Pforten wieder für den Publikumsverkehr. Führungen, Museumsgespräche, Workshops und Vernissagen sind bis auf weiteres nicht möglich.
Die Textilbibliothek kann ab dem 13. Mai wieder besucht und genutzt werden. Der Museumsbetrieb wird stufenweise hochfahren: Den Auftakt macht die Ausstellung «Fabrikanten & Manipulanten», die ab dem 11. Mai zu einem reduzierten Eintrittspreis von fünf Franken zu sehen sein wird. Ab dem 21. Mai ist in der Lounge des Textilmuseums die «Vision Frühling Sommer 2021» zu sehen. Hochaktuelle Fragen behandelt eine von Swiss Textiles konzipierte und ebenfalls ab dem 21. Mai in der Lounge zu sehende Themenausstellung, die sich unter anderem den neuesten textiltechnologischen Entwicklungen von Gesundheitsmasken widmet.

Der plissierte Krizia-Overall aus synthetischer Chemiefaser wird in der Ausstellung «Material Matters» zu sehen sein.

Der plissierte Krizia-Overall aus synthetischer Chemiefaser wird in der Ausstellung «Material Matters» zu sehen sein.

Mirjam Graf

Ab dem 6. Juni eröffnet die Ausstellung «Material Matters. Von der Faser zur Mode», die sich mit textilen Rohstoffen, ihrer Gewinnung und Verarbeitung befasst und dabei ein besonderes Augenmerk auf Fragen der Nachhaltigkeit legt. Ergänzend werden mehr als fünfzig ausgewählte Kostüme von 1800 bis heute gezeigt, die die Vielfalt und Schönheit textiler Materialien illustrieren und deren Einfluss auf die Mode im Wandel der Zeiten verdeutlichen.

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Donnerstag, 7. Mai – 16:37 Uhr

Zeitgenössische Malerei aus dem Thurgau

Die Gemälde Heike Müllers, wie hier zum Beispiel «double painting 8», haben unter anderem Fotografien als Ausgangspunkt.

Die Gemälde Heike Müllers, wie hier zum Beispiel «double painting 8», haben unter anderem Fotografien als Ausgangspunkt.

PD

(gen) Die Vernissage der Ausstellung «Pinsel, Pixel und Pailletten» im Thurgauer Kunstmuseum konnte wegen der Pandemie nicht stattfinden. Doch ab diesem Montag, 11. Mai, ist sie nun endlich für die Besucherinnen und Besucher geöffnet. Gezeigt werden grossformatige Werke von 13 Thurgauer Künstlerinnen, nur zwei Künstler sind dabei. Sie alle widmen sich der zeitgenössischen Malerei.

Rachel Lumsden, «Sound of Pleiades».

Rachel Lumsden, «Sound of Pleiades».

PD

Die Vielfalt ist gross: Olga Titus «malt» mit Pailletten, der Ausgangspunkt der Gemälde Heike Müllers sind alte Postkarten, frühe Fotografien und gefundene Bilder. Und sie porträtiert Männer mit dem weiblichen Blick für deren Sexappeal. Auch die gebürtige Egnacherin Karin Schwarzbek erweitert die Möglichkeiten der Malerei, indem sie zum Beispiel die Leinwand mit Make-up einfärbt. Rachel Lumsdens Gemälde sind immer geheimnisvoll, manchmal surreal oder latent bedrohlich. Die Ausstellung zeigt jedenfalls, dass die Malerei noch lange nicht tot ist.

So denn das Virus will, findet am 2. Juli um 19 Uhr eine Podiumsdiskussion mit den Künstlerinnen Ute Klein, Almira Medaric und Lisa Schiess statt. Direktor Markus Landert moderiert.

Donnerstag, 7. Mai – 11:43 Uhr

Museum im Lagerhaus zeigt Kunst im Ausnahmezustand

Buntes Treiben meiner Kopfgeister von Monika Guélat.

Buntes Treiben meiner Kopfgeister von Monika Guélat.

PD

(gen) Am Dienstag öffnet auch das St.Galler Museum im Lagerhaus wieder seine Türen. Es sammelt und stellt naive Kunst, Art Brut und Aussenseiterkunst aus der Schweiz aus. Bis zu den Sommerferien ist aber nur die Galerie im Foyer im Erdgeschoss mit der Pop-up-Ausstellung «Kunst im Ausnahmezustand» zugänglich. (12. Mai – 5. Juli 2020). Die geplanten Ausstellungen «ÜberMütter» und «Linda Naeff, Matricule II.» sind auf den 31. August 2020 verschoben. Der Ausstellungsbereich im ersten Obergeschoss bleibt solange geschlossen.

Eingangsbereich zum St.Galler Museum im Lagerhaus, Kompetenzzentrum für Outsider Art und Art Brut.

Eingangsbereich zum St.Galler Museum im Lagerhaus, Kompetenzzentrum für Outsider Art und Art Brut.

Michel Canonica

Die Kuratorinnen sind begeistert über die vielen Werke, die aufgrund ihres Aufruf zur künstlerischen Mit-Mach-Aktion «Kunst im Ausnahmezustand» bis Ende April eingegangen sind. Insgesamt sind es 145 Werke. Die Ausstellung eröffnet am Dienstag, 12. Mai 2020 um 14 Uhr – aufgrund der aktuellen Situation ohne Vernissage. Der Eintritt ist frei.

Das beste Werk wir von einer Publikumsjury prämiert. Alle Besucherinnen und Besucher können bis zum 5. Juli 2020 direkt in der Ausstellung unter den Einsendungen ihr Lieblingswerk wählen. Der Gewinner oder die Gewinnern wird nach den Sommerferien verkündet.

Dienstag, 5. Mai – 18:00 Uhr

Bachstiftung legt im 2020 ein Sabbatjahr ein

Die Bachkantate wird auch im Mai nur als Livestream zu hören und zu sehen sein. Alle Konzerte fürs 2020 sind abgesagt.

Die Bachkantate wird auch im Mai nur als Livestream zu hören und zu sehen sein. Alle Konzerte fürs 2020 sind abgesagt.

Benjamin Manser

(gen) Nach den zwei pandemiebedingten Absagen der Kantatenkonzerte in den Monaten März und April sagt die J.S. Bachstiftung nun auch das Konzert von Freitag, 15. Mai 2020, ab. Die Kantate BWV 183 «Sie werden euch in den Bann tun» wird, ähnlich wie die beiden vorangegangenen Kantaten, wiederum als Konzert des 1-Mann-Ensembles Rudolf Lutz am Abend des 15. Mai aus der Kirche in Stein über ein Videostreaming erklingen. Es wird über die Website der Bachstiftung, Facebook oder Youtube aufgeschaltet und beginnt um 19.00 Uhr.

Das Führungsteam hat sich darüber hinaus entschlossen, das gesamte Jahr 2020 für die regulären Produktionen der Stiftung ad acta zu legen. Die Bachstiftung schreibt in einer Mitteilung:

«Wir wollen kein Stückwerk und wir wollen keine halbbatzigen, gegebenenfalls publikumslosen Veranstaltungen.»

Was ausfällt wird nicht 2021, sondern erst ab 2022 nachgeholt. Auch die «Appenzeller Bachtage» werden mit möglichst unverändertem Programm und möglichst denselben Mitwirkenden auf August 2022 verschoben.

Für die entfallenen Kantaten sind verschiedene Möglichkeiten angedacht, so zum Beispiel «Kantatencluster» à zwei oder sogar drei Konzerte. Denkbar sei auch eine Verdichtung des Aufführungsrhythmus von vier auf zwei oder drei Wochen. Ziel sei es jedenfalls, bis im Jahr 2023 den Rückstand aufgeholt zu haben.

Über das Jahr 2020 hinweg will die Bachstiftung mit monatlichen Livestreams mit ihrem Publikum in Verbindung bleiben. Derzeit werden noch inhaltliche Ideen gesammelt.

Dienstag, 5.Mai - 17:05 Uhr

Rheintaler Dokfilmer David Bernet spricht im Podcast der Deutschen Filmakademie über Filmen in der Krise

Dokfilmer David Bernet

Dokfilmer David Bernet

Bild: PD

(miz) Der Rheintaler und Wahlberliner David Bernet ist Dokumentarfilmer und seit der diesjährigen Berlinale Vorstand der AG Dok. Für Furore sorgte er mit seinem Dokfilm «Democracy - Im Rausch der Daten». Jetzt serzählt er im Podcast «Close Up - Corona Spezial» der Deutschen Filmakademie im Gespräch mit Christian Schwochow von dem Umgang der Dokumentarfilmschaffenden mit der Krise. Denn die Dokfilmer werden durch ihre speziellen Produktionsbedingungen vor besondere Herausforderungen gestellt. David Bernet erklärt zudem, warum Solidarität jetzt und in Zukunft an oberster Stelle stehen sollte.

Dienstag, 5. Mai – 14:19 Uhr

Kunsthalle St.Gallen: Social Distancing mit Herz und Verstand

Die Künstlerinnen und Künstler der Ausstellung «La fine ligne» in der Kunsthalle St.Gallen.

Die Künstlerinnen und Künstler der Ausstellung «La fine ligne» in der Kunsthalle St.Gallen.

Ralph Ribi

(gen) Ab dem 12. Mai ist die Kunsthalle St. Gallen wieder regulär geöffnet. Selbstverständlich werde man sich darauf vorbereiten und alle nötigen Massnahmen treffen, um die Sicherheit und Gesundheit des Publikums und des Teams zu gewährleisten, schreibt die Kunsthalle in ihrem Newsletter. Man werde Social Distancing mit Herz und Verstand praktizieren.
Die Ausstellung «La fine ligne», die abrupt geschlossen werden musste, wird wiedereröffnet. Die verlorenen Ausstellungswochen werden nachgeholt und das Projekt wird bis mindestens Ende Juli zu sehen sein. In der Zwischenzeit hat die Kunsthalle mit den Künstlerinnen und Künstlern – Linus Bill + Adrien Horni, Simone Holliger, Marine Julié und Simon Paccaud – einen Instagram-Account eröffnet, um dort den Esprit der Ausstellung lebendig zu halten. Ausserdem hofft die Kunsthalle, während des Sommers noch ein paar Überraschungen realisieren können. Es sei aber noch zu früh, um darüber zu reden.
Ende August werden voraussichtlich die Ausstellungen von Valentina Minnig und Gernot Wieland folgen, die eigentlich schon Ende April hätten eröffnet werden sollen. Für den Herbst ist ein Projekt mit Eric Baudelaire geplant. Genauere Daten werden sobald als möglich kommuniziert.

Dienstag, 5. Mai – 14:14 Uhr

Coronaliteratur zum Dritten

(gen) Das von Daniel Kissling und Benjamin von Wyl gegründete ad-hoc-Literaturmagazin Stoff für den Shutdown startet auf Crowdify das Crowdfunding für die dritte und vorerst letzte Ausgabe des Corona-Literaturmagazin unter dem Titel «Hitzefrei». Sie soll am 9. Juni erscheinen, ein Tag nach dem offiziellen Ende des Lockdowns und angesichts eines Sommers ohne Festivals, ohne Strandferien. Im Juni 2020 seien Gruppenumarmungen Utopie, schreiben Kissling und von Wyl. Als Trost bleibe einzig, dass man verschwitzte Körper ohnehin nicht so gerne umarme. Beteiligt sind wieder über 30 Schweizer Autorinnen und Autoren, darunter die St.Gallerin Bettina Dyttrich, die auch als Woz-Redaktorin arbeitet, und die Ausserrhoderin Jessica Jurassica.

Die beiden ersten Ausgaben waren ein Erfolg: Vol. 1 wurde fast 1000 Mal bestellt. Von Vol. 2 wurden bisher über 600 Exemplare in die ganze Schweiz, aber auch nach Deutschland, Österreich, Finnland und Grossbritannien verschickt. Nur eine Bestellung nach Aserbaidschan sei unmöglich gewesen, schreiben die Herausgeber: Dahin liefere die Post gegenwärtig nicht. Die beiden ersten Ausgaben können auf Crowdify weiterhin bestellt werden. Die Herausgeber gestehen, ihr Projekt «Stoff für den Shutdown» unterschätzt zu haben. Von der Resonanz her, aber auch vom Aufwand und den Kosten. Anstatt 12 000 Franken wie budgetiert kostete eine Ausgabe gut 17 000 Franken. Ihr ernüchterndes Fazit lautet:

«Crowdfundings ermöglichen keine nachhaltige Finanzierung im post-Corona-Kulturleben.»
Montag, 4.Mai – 17:26 Uhr

Theaterwerkstatt Gleis 5 Frauenfeld mit neuen Videos

(miz) Auftreten dürfen sie nicht, doch das Spielen lassen sie sich nicht nehmen: Das Team der Theaterwerkstatt Gleis 5 in Frauenfeld baut sein Streaming-Angebot weiter aus. Auf der Homepage finden sich neben einem zweiteiligen «Corona-Puppen-Thriller für Kinder und Kindsköpfe» neu auch die Rubrik, was die Teammitglieder hinter den Kulissen treiben.

Das Team der Theaterwerkstatt Gleis 5 in Frauenfeld baut das Streaming-Angebot aus.

Das Team der Theaterwerkstatt Gleis 5 in Frauenfeld baut das Streaming-Angebot aus.

Donato Caspari

Theaterhund Monty begleitet durch alle Episoden. Jeden Samstag wird dazu ein neues Video veröffentlicht. Zum Auftakt führt Regisseur Noce Noseda in seinen Keller.

Montag, 4.Mai - 16:31 Uhr

IG Kultur Ost schreibt Brief an Bundesrat

(miz) Die Interessengemeinschaft Kultur Ost hat sich mit einem offenen Brief an den Bundesrat gewandt. Für die Kulturszene sei die Unsicherheit in der Corona-Krise existenzbedrohend, schreiben die regionalen Interessengemeinschaften Kultur (IG Kultur Ost, IG Kultur Luzern, Kulturlobby Winterthur, Kulturstadt Jetzt Basel, Pro Kultur Kanton Zürich, Pro Kultur Olten, Verband Kultur Baselland).

«Der Lockdown droht zum Knockdown zu werden.»
Peter Surber, Ann Katrin Cooper und Philipp Stuber vom Vorstand der IG Kultur Ost.

Peter Surber, Ann Katrin Cooper und Philipp Stuber vom Vorstand der IG Kultur Ost.

Bild: PD

Die Unterzeichner drängen auf eine rasche Klärung der Termine auch für mittlere und kleine Veranstaltungen. Und sie warnen vor den mittel- und langfristigen Folgen der Krise für den Kulturbetrieb. Das erste Rettungspaket ende am 20. Mai, der Lockdown der Kultur drohe aber weit über dieses Datum hinaus anzudauern.

Montag, 4.Mai - 14:34 Uhr

Kino Weinfelden verkauft Popcorn und Getränke

(miz) Noch darf im Kino Weinfelden kein Film gezeigt werden. Doch das Liberty Cinema öffnet jetzt am Donnerstag, Freitag und Samstag trotzdem die Türe. Und zwar, um Esswaren und Getränke zu verkaufen. Wie das Kinoteam schreibt, hätten sie ja ziemlich überraschend Anfang März den Betrieb einstellen müssen. Jetzt befänden sich im Lager noch einige Esswaren und Getränke, die in den nächsten Wochen ihr Mindesthaltbarkeitsdatum erreichen.

Da wurden noch Filme gezeigt: Das Liberty Cinema in Weinfelden.

Da wurden noch Filme gezeigt: Das Liberty Cinema in Weinfelden.

Bild: Donato Caspari

Es sei dem Kinoteam gelungen, vom Kanton die Erlaubnis zu erhalten, diese Woche am Donnerstag & Freitag (16.00 bis 20.00 Uhr) und Samstag (15.00 bis 19.00 Uhr) den Kinokiosk im Liberty Cinema Weinfelden zu öffnen, um diese Waren zu verkaufen. Die Verkaufspreise wurden dafür stark reduziert, schreiben die Organisatoren. Zudem werde man auch frisches Popcorn anbieten sowie Kinogutscheine ausstellen. Wer also den heimischen Streaming-Kinogenuss mit original Cinema-Liberty-Popcorn verbringen möchte: auf nach Weinfelden!

Montag, 4.Mai - 10:10 Uhr

Das St.Galler Kunstschaufenster «Hiltibold» zeigt neue Werke

Wechselnde Kunst im öffentlichen Raum: «Display, Spiegel, Vehikel» (Beton, 2013) von Lutz & Guggisberg, ist noch bis 5. Mai 2020 im Kunstschaufenster an der Magnihalden St.Gallen zu sehen.

Wechselnde Kunst im öffentlichen Raum: «Display, Spiegel, Vehikel» (Beton, 2013) von Lutz & Guggisberg, ist noch bis 5. Mai 2020 im Kunstschaufenster an der Magnihalden St.Gallen zu sehen.

Bild: PD

(miz) Noch immer haben Museen und Galerien geschlossen - alle, bis auf einen kleinen Ausstellungsort: Das Kunstschaufenster Hiltibold in der St.Galler Altstadt führt auch im Lockdown den Ausstellungsbetrieb weiter. Ab Donnerstagabend können in den beiden Vitirinen die neuen Werke von Husmann/Tschaeni und Priska Rita Oeler im vorbeiflanieren begutachtet werden.

Die Zeit erlaube es leider nicht, die Künstler zu feiern, schreiben die Ausstellungsmacherinnen. Trotzdem solle man immer wieder vorbeispazieren an den beiden Kunstvitrinen in der Stützmauer an der Magnihalde / Goliathgasse in der St.Galler Altstadt. Nur noch bis 5.Mai seien die aktuellen Arbeiten von Lutz/Guggisberg und Beni Bischof zu sehen.

Donnerstag, 30.April - 16:37 Uhr

Neuer Kunstführer über Kinderdorf Pestalozzi Trogen

(miz) Das Kinderdorf Pestalozzi repräsentiere ein wichtiges Stück Kulturerbe der Schweiz und stehe zugleich für Solidarität und humanitäre Hilfe, schreibt die Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Jetzt präsentiert sie mit einem Kunstführer einen neuen Blick auf diesen bedeutenden Ort im Appenzellerland. Autor Ueli Habegger, Architekturhistoriker und früherer Denkmalpfleger der Stadt Luzern, sei als Verfasser zahlreicher Fachpublikationen bekannt.

Das 1946 gegründete Kinderdorf Pestalozzi im ausserrhodischen Trogen ist trotz mehrerer Sanierungen bis heute Original. Der Denkmalwert des baulich kontinuierlich gewachsenen Kinderdorfs besteht nicht nur in seiner architekturhistorischen Bedeutung, sondern auch in seiner Eigenschaft als Zeuge von Reformpädagogik sowie Solidarität und humanitärer Hilfe in der Schweiz nach dem Zweiten Weltkrieg. Bis heute gilt es als «Friedensdorf». Der Schweizer Architekt, Designer und Künstler Hans Fischli schuf im Kinderdorf Pestalozzi modular aufgebaute, kindgerechte Häuser, die er mit Stilelementen des typischen Appenzellerhauses verband. Schon allein das sei einzigartig, so die Herausgeber des Kunstführers.

Das Dorf Trogen ist im Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz aufgeführt. 1959/1960 kam im Kinderdorf – als Systembau – das Oberstufenschulhaus von Max Graf hinzu und 1967 Ernst Gisels Kultraum (Andachtshaus), der als überkonfessionell nutzbarer Raum durch seine in sich ruhende Geschlossenheit fasziniere, so die Herausgeber.

Solange der Lockdown gilt, ist das Besucherzentrum, wie andere Orte auch, geschlossen. Doch vom 8. Juni an sind die Pforten für Besucherinnen und Besucher wieder geöffnet. Bis dahin kann man einen kurzen Einblick auf Youtube erhaschen.

Die modular aufgebauten Häuser von Architekt Hans Fischli im Kinderdorf Pestalozzi beleuchtet jetzt ein Kunstführer neu.

Die modular aufgebauten Häuser von Architekt Hans Fischli im Kinderdorf Pestalozzi beleuchtet jetzt ein Kunstführer neu.

Bild: PD

Ueli Habegger: «Das Kinderdorf Pestalozzi in Trogen», Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK, 63 Abbildungen, 48 Seiten, 16.-

Donnerstag, 30.April - 16:23 Uhr

Neues Kochbuch versammelt kulinarische Besonderheiten vom Bodensee

(miz) In der Coronakrise haben viele daheim ihre Leidenschaft fürs Kochen ausgelebt. Da kommt das neue Kochbuch aus dem Appenzeller Verlag gerade recht. Das Kochbuch «Rorschach kocht» nimmt sich des Essens und der kulinarischen Besonderheiten am See an. Nicht nur historische Rezepte werden vorgestellt, sondern auch Rezepte aus aller Welt, schreibt der Verlag. Denn in Rorschach und Umgebung wohnen Menschen aus vielen Nationen. Diese Vielfalt hat über die Jahrzehnte das gesellschaftliche und kulturelle Leben in Rorschach und auch die Essgewohnheiten verändert.

Hinter dem Rorschacher Kochbuch steht eine Gruppe von Seniorinnen und Senioren. Das Rorschacher Kochbuch zeigt überdies in Wort und Bild die Menschen und Geschichten hinter den Rezepten. Vorgestellt werden alte Familienrezepte, Eigenkreationen und Historisches wie Dinkelfladen nach Pfahlbauer Art. Auch private Kochbücher werden geöffnet: So etwa ein Armeleute-Kochbuch, das Rezepte aus einer Zeit vorstellt, als viele Menschen unter Hunger litten.

«Rorschach kocht - Rezepte, Bilder und Geschichten»; Appenzeller Verlag, 152 Seiten, 38.-

«Rorschach kocht - Rezepte, Bilder und Geschichten»; Appenzeller Verlag, 152 Seiten, 38.-

Bild: PD
Mittwoch, 29.April - 14:10 Uhr

Theater St.Gallen startet Streaming-Angebot

So nah wie in der Schauspielkomödie «Sein oder Nichtsein» dürfen sich die Künstlerinnen und Künstler aktuell nicht kommen, deswegen stellt das Theater St.Gallen jetzt ein Online-Programm zusammen.

So nah wie in der Schauspielkomödie «Sein oder Nichtsein» dürfen sich die Künstlerinnen und Künstler aktuell nicht kommen, deswegen stellt das Theater St.Gallen jetzt ein Online-Programm zusammen.

Bild: Tanja Dorendorf / T+T Fotografie

(miz) Während andernorts die Online-Spielpläne fast platzen, blieb das Theater St.Gallen in der Coronakrise still, als sei es in Schockstarre verfallen. Zwar wurde fast täglich ein kurzes selbstgedrehtes Video der Reihe «Künstler im Homeoffice» veröffentlicht, doch ansonsten wurde nichts gestreamt. Das ändert sich ab nächster Woche.

Wie das Theater St.Gallen jetzt mitteilt, erstellt es ein weites Online-Programm. Mitglieder des Musiktheater-Ensembles werden Musikwünsche des Publikums erfüllen. Schauspielerinnen und Schauspieler werden Hörspiele einlesen. Orchestermusikerinnen und -musiker werden ihre Instrumente vorstellen. Via Livestream auf Facebook könne das Publikum Mitgliedern des Theaters und des Sinfonieorchesters einmal die Fragen stellen, die ihm schon lange unter den Nägeln brannten.

Unter der Mailadresse wunschkonzert@theatersg.ch werde man sich Lieblingspassagen aus Opern, Operetten und klassischen Musicals wünschen können. Man solle dazu noch eine Video- oder Audiobotschaft mitschicken, warum man den gewählten Titel hören möchte. Die Ensemble-Mitglieder der Sparte Musiktheater würden dann die Wunschstücke interpretieren, die als Videos auf die Webseite des Theaters St.Gallen aufgeschaltet würden, schreibt das Theater.

Die Sparte Schauspiel werde eine Reihe von Hörspielen und Hörstücken einlesen. Auf das Streamen von inszenierten Stücken werde bewusst verzichtet. Das Theater solle im Kopf der Hörerinnen und Hörer stattfinden. Gelesen werden Texte aus dem ersten «Heidi»-Buch, Krimis, Kindergeschichten und Auszüge aus dem Buch «100 wahre Geschichten» der St.Galler Autorin Brigitte Schmid-Gugler. Desweiteren sollen wenig bekannte kleine Prosatexte von Franz Kafka und Passagen aus dem Roman «Die Nachkommende» von Ivna Žic gelesen werden.

Die Musikerinnen und Musiker des Sinfonieorchesters würden den Klangkörper in seine Einzelteile zerlegen, schreibt das Theater. In Videos für die jüngsten Zuhörer wollen sie alle ihre Instrumente aus dem Orchesteralltag vorstellen.

Desweiteren sei die Videoreihe «Sommerträume» geplant, darin sollen alle Sparten zusammenkommen. Jeweils zu zweit thematisieren die Künstlerinnen und Künstler in einer Fortsetzungsreihe die Sehnsüchte und Träume eines Sommers. Im «Sofa-Talk» schliesslich werden Mitglieder des Theaters und des Sinfonieorchesters zu ihrer Arbeit und ihrem Leben befragt. Das Publikum sei via Livestream dabei und könne über Facebook die Fragen stellen, die es schon immer mal stellen wollte.

Das Online-Programm werde ab kommender Woche auf der Homepage des Theaters aufgeschaltet.

Dienstag, 28.April - 14:56 Uhr

Ausserrhoder Band «Sort of Sad» streamt erste Songs

Die junge Ausserrhoder Electropop-Band Sort of Sad veröffentlicht coronabedingt ihre ersten Songs auf Streamingplattformen.

Die junge Ausserrhoder Electropop-Band Sort of Sad veröffentlicht coronabedingt ihre ersten Songs auf Streamingplattformen.

Bild: PD

(miz) Sie hatten sich gerade erst zur Band formiert, wollten erste Songs komponieren, da kam der Lockdown. Die jungen Ausserrhoder Musiker Paula Schindler (Herisau), Elija Walz (Gais) und Gian Trüb (Herisau) hatten sich den Start ihrer Electropop-Band «Sort of Sad» anders vorgestellt. Nach der guten Resonanz nach dem ersten Auftritt hätten sie im Frühjahr 2020 erstmals mit konkreteren Songprojekten begonnen, schreiben die drei.

Trotz Lockdown haben sie an ihrem Plan festgehalten. Nach einigen intensiven Tagen des Komponieren habe «Sort of Sad» vor wenigen Tagen nun den Track «How Do You Know» auf allen erhältlichen Streamingplattformen veröffentlicht, schreibt die Band. Am 8. Mai soll der zweite Song «Want me» online gehen.

Die Songs würden zu Hause im Homestudio aufgenommen und abgemischt. Das kommende Projekt werde eine erste EP (ein kleines Album mit vier bis sechs Songs) sein, welche voraussichtlich diesen Sommer erscheinen werde. Die ersten geplanten Auftritte leider vermutlich auch auf den Herbst verschieben müssen.

Kennengelernt haben die drei sich als Schüler der Kantonsschule Trogen, wo sie gemeinsam in Bands ihre Musikleidenschaft ausleben konnten, wie sie schreiben. Diese Leidenschaft für Elektronische Musik bilde auch den Ursprung der Band.

Dienstag, 28.April - 10:36 Uhr

Walensee-Bühne verschiebt Musical «Flashdance» auf 2021

Vor zwei Jahren wurde auf der Walenseebühne das Musical «Die Schöne und das Biest» gezeigt. «Flashdance» wird nun auf 2021 verschoben.

Vor zwei Jahren wurde auf der Walenseebühne das Musical «Die Schöne und das Biest» gezeigt. «Flashdance» wird nun auf 2021 verschoben.

(miz) Nachdem der Musical-Sommer am Walensee aufgrund der Corona-Situation verschoben werden musste, verkündet die Veranstalterin jetzt die neue Spielzeit 2021: von Mittwoch, 16. Juni bis Samstag, 24. Juli 2021 würden nächstes Jahr die 80er-Jahre am Walensee Einzug halten.

Das Musical «Flashdance» nach dem gleichnamigen Film hätte diesen Juni Premiere feiern sollen. Nun findet alles genau ein Jahr später statt. Bereits gekaufte Tickets behalten ihre platzgenaue Gültigkeit für das entsprechende Verschiebedatum im Sommer 2021, schreibt die Veranstalterin TSW Musical AG. Gekaufte Tickets könnten allerdings weder rückerstattet, umgebucht oder umgetauscht werden.

Das bereits gesetzte Kreativteam werde nächsten Sommer auf die Walensee-Bühne zurückkehren, der Cast voraussichtlich ebenfalls. Regie führe Stanislav Moša, Intendant des Stadttheaters Brünn in Tschechien, die musikalische Leitung übernehme bereits zum vierten Mal der Bündner Gaudens Bieri.

Da die diesjährige Medienkonferenz rund um die Verkündung des Casts und des Bühnenbildes vom 18. März 2020 aufgrund der Coronasituation habe abgesagt werden müssen, blieben die Protagonisten der «Flashdance»-Besetzung und erste Visualisierungen des Bühnenbildes bis nächsten Frühling ein Geheimnis.

Montag, 27.April, 18:50 Uhr

Fotomuseum Winterthur will Ihr Handy kaufen - mitsamt all Ihren Bildern

(miz) Noch dauert es, bis man das Fotomuseum Winterthur wieder besuchen kann. Doch es bereitet sich auf kommende Vernissagen vor und startet mit dem Künstlerduo Eva und Franco Mattes einen Aufruf: «Wir suchen eine Person, die bereit ist, ihr gebrauchtes Handy einschliesslich aller darin enthaltenen Fotos und Videos zu verkaufen. Wir zahlen dir dafür 1’000 CHF», schreibt das Fotomuseum im Newsletter.

Gesucht wird aber nicht irgendein Handy: Es solle schon all die Tausende von Fotos und Videos enthalten, die vom Besitzer oder der Besitzerin im Laufe mehrerer Jahre aufgenommen wurden. Denn diese Fotos und Videos würden für ein Kunstwerk verwendet, das sich mit aktuellen Fragen rund um die Privatsphäre sowie Exhibitionismus und Voyeurismus in unserer vernetzten Gesellschaft befasst.

Das Werk werde in der Einzelausstellung des Künstlerduos im Fotomuseum Winterthur präsentiert, die im Januar 2021 eröffnet wird. Zudem werde das Werk Teil der Sammlung des Museums und später in Ausstellungen weltweit gezeigt. «Oder anders gesagt: Deine Fotos werden öffentlich gemacht, und das für immer», schreibt das Fotomuseum.

Was für die private Erinnerung gedacht war, das wollen die Künstler*innen Eva und Franco Mattes in einer Ausstellung öffentlich machen.

Was für die private Erinnerung gedacht war, das wollen die Künstler*innen Eva und Franco Mattes in einer Ausstellung öffentlich machen.

Bild: PD

Und noch eine Bedingung ist zu erfüllen: Man solle das Handy schicken, ohne irgendwelche der Foto- oder Videoinhalte zu entfernen. Und man müsse alle Rechte an den Fotos und Videos besitzen, einschliesslich der Rechte Dritter. Darüber hinaus wird der oder die Handyverkäufer*in gebeten, eine Lizenzvereinbarung zu unterzeichnen, die dem Künstlerduo das nicht ausschliessliche Recht zur Nutzung der Inhalte einräumt.

Das Künstlerduo Eva und Franco Mattes präsentiert sich auf seiner Homepage etwas unkenntlich.

Das Künstlerduo Eva und Franco Mattes präsentiert sich auf seiner Homepage etwas unkenntlich.

Bild: PD

Bewerben kann sich jeder, es gelte einfach nur, das Formular auszufüllen. Aus allen eingereichten Bewerbungen wird das Fotomuseum jemanden auswählen. Bei Fragen könne man sich an mattesstudio@gmail.com wenden.

Montag, 27.April - 16:05 Uhr

Organist streamt Konzert auf historischen Toggenburger Hausorgeln aus dem Ackerhus-Museum

(miz) Der Zürcher Organist Christian Gautschi spielt aktuell jeden Sonntag um 13 Uhr ein Orgelkonzert im Livestream. Für seine Corona-Sonderkonzerte ist er auf der Suche nach besonderen Instrumenten. Am Sonntag, 10.Mai, wird er nun sein Konzert im Ackerhus-Museum in Ebnat-Kappel spielen und streamen.

Das historische Toggenburger Haus bewahrt und präsentiert die Schätze, welche der Bergschullehrer Albert Edelmann zwischen 1906 und 1952 gesammelt hat. Das kleine Museum versteht sich auch als Zentrum der zwei typisch toggenburgischen Musikinstrumente, der Halszither und der Hausorgel.

Organist Christian Gautschi wird im Konzert im Ackerhus die tänzerische Seite der Orgel zeigen und Schweizer Hausorgeltänze spielen. Aber auch die andächtigen Klänge werden nicht fehlen, kündigt er an. Der Livestream ist via Gautschis Homepage oder über seinen Youtube-Kanal zu empfangen, dort kann man auch im Archiv alle bisherigen gestreamten Orgelkonzerte nachhören.

Blick ins Foyer des Ackerhus Museums in Ebnat-Kappel auf eine der beiden Hausorgeln.

Blick ins Foyer des Ackerhus Museums in Ebnat-Kappel auf eine der beiden Hausorgeln.

Bild: Ackerhus Museum
Montag, 27.April - 11:00 Uhr

Kino für Kinder: «Zauberlaterne» zieht von Weinfelden nach Romanshorn - samt Neustart der «Kleinen Laterne»

(miz) Noch weiss niemand, wann die Kinos wieder öffnen dürfen. Doch das Kinderprogramm «Zauberlaterne» plant die Zukunft. Zum neuen Schuljahr 2020/2021 zieht die «Zauberlaterne» vom Cinema Liberty Weinfelden nach Romanshorn ins Kino Roxy.

In der «Zauberlaterne» wird Sechs- bis Zwölfjährigen spielerisch die Welt des Kinos nähergebracht - ohne Eltern oder Grosseltern, dafür in pädagogischer Begleitung. Im Kino Roxy Romanshorn werden die Zauberlaterne-Vorstellungen neu nicht mehr an Mittwochnachmittagen, sondern an neun Samstagvormittagen stattfinden (10.15 Uhr: Moderation/Empfang, 10.30 Uhr: Vorstellungsbeginn). Die erste Vorstellung soll am 24. Oktober 2020 stattfinden, schreiben die Veranstalter. Ab Juni 2020 könne man die Kinder online anmelden.

Vielleicht zum ersten Mal im Kino? Beim Kinderkino «Die kleine Laterne» im Kinok St.Gallen.

Vielleicht zum ersten Mal im Kino? Beim Kinderkino «Die kleine Laterne» im Kinok St.Gallen.

Ralph Ribi

Neu wird in Romanshorn nun auch das Programm Die kleine Laterne in Romanshorn Einzug erhalten – eine Thurgauer Premiere! Darin entdecken Vier- bis Sechsjährige gemeinsam mit ihren Eltern, Grosseltern, Gotten oder Göttis drei Mal pro Jahr an einem Samstagvormittag ein Kurzfilmprogramm.

Nach drei Jahren in Weinfelden werden die ehrenamtlichen Programmleiter*innen ihr Freiwilligenengagement per Ende Juni beenden. Nun sei man auf der Suche nach einem neuen Team, das die administrative und organisatorische Freiwilligenarbeit rund um die Vorstellungen der Zauberlaterne Romanshorn sicherstellt. Man habe bereits zwei Personen gefunden, die sich um die Buchhaltung und das Sekretariat kümmern möchten. Es würden aber noch Interessierte für die Präsidentschaft (Klubleitung), Werbung und Mittelbeschaffung gesucht. Interessierte können sich per Mail melden an romanshorn@zauberlaterne.org

Montag, 27.April - 10:20 Uhr

Premiere: St.Galler Kunstmuseum führt online durch Ausstellung

(miz) Wenn die Besucherinnen und Besucher nicht ins Museum kommen dürfen, kommt das Museum eben zu ihnen. Das St.Galler Kunstmuseum bietet heute Montag um 18 Uhr eine Live-Führung durch die aktuelle Ausstellung von Siobhán Hapaska in der Kunstzone der Lokremise St.Gallen. Kuratorin Nadia Veronese erklärt die Werke der Künstlerin – digital über Live-Video (Zoom). Während des Rundgangs bestehe die Möglichkeit, Fragen zu stellen, schreibt das Kunstmuseum in der Ankündigung. Allerdings soll man sich vorab anmelden, bis heute Montag 16 Uhr unter kunstvermittlung@kunstmuseumsg.ch, um die Zugangsdaten für den Live-Zoom-Rundgang zu bekommen.

Die 56-jährige Irin Siobhán Hapaska zeigt in der Lokremise Skulpturen, die für eine Welt in Aufruhr stehen. Aber es gebe Hoffnung, schrieb unsere Rezensentin Christina Genova nach der Vernissage Anfang Februar.

Siobhán Hapaska schüttelt in der Kunstzone der Lokremise St.Gallen auch drei Olivenbäume durch.

Siobhán Hapaska schüttelt in der Kunstzone der Lokremise St.Gallen auch drei Olivenbäume durch.

Bild: Urs Bucher
Donnerstag, 23. April – 19:57 Uhr

Irish Rock als professionelles Livestream-Konzert

Das Logo des Corona-Livestream-Konzerts.

Das Logo des Corona-Livestream-Konzerts.

Bild: PD

(gen) Das St.Galler Saint City Orchestra streamt am Samstag, 25. April, live aus dem Presswerk Arbon. «Für all die abgesagten Clubshows, Festivals und die bestehende Ungewissheit lassen wir es jetzt so richtig knallen!» versprechen die fünf Musiker der Irish-Rock-Band. Das Live-Konzert ist professionell aufgegleist: Das Saint City Orchestra hat sich während einer Woche vorbereitet, fünf Profikameras werden eingesetzt und Licht- und Tontechniker sind im Einsatz, um dem Publikums zu Hause auf dem Sofa ein möglichst stimmungsvolles Konzert zu bieten. Es beginnt um 20 Uhr auf Facebook, Youtube und der Website der Band.

Es wird zwar kostenlos ausgestrahlt, Spenden sind jedoch sehr willkommen, um die Crew und den Konzertort fair zu entlöhnen. Ausserdem gehen 50 Prozent der Einnahmen an Institutionen, welche die Musikbranche unterstützen oder an andere Institutionen, welche dringend finanzielle Unterstützung brauchen. Informationen dazu werden nach dem Konzert veröffentlicht.

Donnerstag, 23. April – 15:57 Uhr

Neue Streaming-Premiere im Pantoffelkinok

Das Kinok in der Lokremise St.Gallen ist geschlossen, aber über seine Website sind diverse Streaming-Angebote verfügbar.

Das Kinok in der Lokremise St.Gallen ist geschlossen, aber über seine Website sind diverse Streaming-Angebote verfügbar.

Bild: Hanspeter Schiess

(gen) Das St.Galler Programmkino Kinok bietet zusammen mit dem Filmverleih Outside the Box auch diese Woche eine Streaming-Premiere in seinem «Pantoffel-Kinok» an: In seinem leisen Drama «All My Loving» erzählt Regisseur Edward Berger mit feinem Gespür für die menschlichen Untiefen von drei Geschwistern am Lebenswendepunkt.

Ausserdem wurde das Filmangebot auf cinefile erweitert, über vierzig Filme sind es mittlerweile. Neu findet man dort den Cannes-Gewinner «Les Misérables», Jan-Ole Gersters «Lara» mit einer brillanten Corinna Harfouch und als kleine Reminiszenz an die Éric-Rohmer-Retrospektive, die vom Lockdown gestoppt wurde, «Ma nuit chez Maud», eines seiner Meisterwerke. Weitere Kinok-Filmempfehlungen findet man über filmingo.

Donnerstag, 23. April – 15:36 Uhr

St.Galler Choreografie als kostenloser Stream

Der St.Galler Martin Schläpfer ist künstlerischer Direktor und Chefchoreograf des Balletts am Rhein in Düsseldorf.

Der St.Galler Martin Schläpfer ist künstlerischer Direktor und Chefchoreograf des Balletts am Rhein in Düsseldorf.

Bild: Gerd Weigelt

(gen) Das ZDF stellt ab morgen Freitag bis zum 15. Mai das Tanzstück «Petite Messe solennelle» des St.Galler Choreografen Martin Schläpfer als kostenlosen Stream zur Verfügung. Es beruht auf der gleichnamigen Komposition Gioachino Rossinis und wurde 2017 im Opernhaus Düsseldorf uraufgeführt. In seinem Spätwerk kombiniert der italienische Komponist Opernhaftes mit zutiefst Religiösem und verschränkt mondäne Tanzmusikanklänge mit einer eigentümlichen Nachdenklichkeit. Für seine Choreografie wählte Martin Schläpfer Rossinis ursprüngliche Fassung der «Petite Messe solennelle» mit einer ungewöhnlichen Besetzung aus Gesangssolisten, Chor, zwei Klavieren und Harmonium. Martin Schläpfer sagte über seine Uraufführung:

«Mich interessiert das poröse Gestein zwischen Leben und Gelebtem, Geistigem und Göttlichem, Niedrigem und Hohem, Tanz, Theater, Poesie und Commedia dell’arte.»
«Petite Messe solennelle» in der Choreografie Martin Schläpfers.

«Petite Messe solennelle» in der Choreografie Martin Schläpfers.

Bild: Gert Weigelt
Mittwoch, 22. April – 17:15 Uhr

Podcasts vom Direktor des Kunsthauses Bregenz

Thomas D. Trummer, Direktor des Kunsthauses Bregenz, erklärt Klassiker der Kunstgeschichte.

Thomas D. Trummer, Direktor des Kunsthauses Bregenz, erklärt Klassiker der Kunstgeschichte.

Bild: Miro Kuzmanovic

(gen) Seit der Corona-bedingten Schließung des Kunsthaus Bregenz Mitte März publiziert Direktor Thomas D. Trummer eine Serie von akustischen Bildbeschreibungen unter dem Titel Sonic Views. Trummer greift in seinen Betrachtungen Gedanken zur aktuellen Situation auf und entdeckt Bezüge dazu in den thematisierten Werken. Ursprünglich an die Freunde des Kunsthaus Bregenz gerichtet, ist die Podcast-Reihe ab sofort verfügbar und wird laufend erweitert.

Vier bis fünf Minuten dauern die Bildbetrachtungen jeweils, neun sind bereits aufgeschaltet. Darunter ist Giorgio de Chiricos «Piazza d'Italia Metafisica» von 1921 (siehe oben), aber auch Werke von Giotto, Mondrian oder Sarah Lucas.

Mittwoch, 22. April – 16:13 Uhr

Salensteiner Galerie The View präsentiert «Künstler der Woche»

(gen) Weil es aufgrund der aktuellen Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus nicht möglich ist, die Künstlerinnen und Künstler und ihre Arbeiten vor Ort vorzustellen, hat die Salensteiner Galerie The View das digitale Format «Künstler der Woche» gestartet. Jedem Künstler werden in einem kurzen Interview dieselben drei Fragen gestellt: An welchem Projekt arbeitest Du gerade? Wie beeinflusst die gegenwärtige Situation Dein künstlerisches Schaffen? Chancen in der Krise - kann die Pandemie aus Deiner Sicht auch positive Veränderungen bewirken? Videos und Fotos ergänzen den Einblick in das aktuelle Schaffen des vorgestellten Künstlers. Gestartet wurde mit Stefan Bircheneder. Letzte Woche war der Fotograf Marc Peschke dran, der als freier Autor auch für diese Zeitung schreibt. Diese Woche wird der Wigoltinger Bildhauer Gabriel Mazenauer vorgestellt. Im Interview sagt der Künstler:

«Sobald wieder Normalität zurückkehrt, werde ich als erstes meine Sehnsucht nach Kunst und Kultur stillen.»

Er hoffe, dass dies auch anderen so gehe, und dass durch die Krise der Wert der Kultur nachhaltig erkannt werde.

Mittwoch, 22. April – 14:57 Uhr

Schau von Sonja Lippuner in der Kunsthalle Arbon verlängert

Sonja Lippuners Ausstellung «orten» wird bis am 19. Juli verlängert.

Sonja Lippuners Ausstellung «orten» wird bis am 19. Juli verlängert.

Ladina Bischof

(gen) Die Kunsthalle Arbon hat ihr Jahresprogramm angepasst: Die bereits virtuell eröffnete Sonja Lippuners Ausstellung «orten» wird bis am 19. Juli verlängert in der Hoffnung, dass die Lage sich im Juni normalisiert. Die in Hugelshofen aufgewachsene Künstlerin hat ihre Installation trotz Lockdown fertig gestellt.
Die Schau des Zürcher Künstlers Reto Boller «bereit zu tragen», die am 7. Juni hätte aufgehen sollen, wird auf nächstes Jahr verschoben. Wie der Vorstand der Kunsthalle in seinem Newsletter schreibt, wolle man damit verhindern, dass eine zweite Ausstellung ohne gebührende Eröffnung und nur virtuell präsentiert werden könne.

Christoph Rütimanns Performance «Eine Einigelung unterwegs» anlässlich der Vernissage der Werkschau Thurgau 2019.

Christoph Rütimanns Performance «Eine Einigelung unterwegs» anlässlich der Vernissage der Werkschau Thurgau 2019.

Bild: Reto Martin

Verschoben ist auch die Einwasserung von Christoph Rütimanns «Einigelung», die im April geplant war. Der Müllheimer Künstler rollte sein Objekt aus Abfallholz anlässlich der Vernissage der Thurgauer Werkschau 2019 unter tatkräftiger Mithilfe engagierter Zuschauer und mit dem Künstler als Inhalt in die Kunsthalle Arbon. Es steht nun vor dem stillgelegten Hotel Metropol und wartet auf seine «Einwasserung». Auf einem Floss soll es später im Jahr, sobald es die Coronasituation zulässt, über den Bodensee via Kreuzlingen und Konstanz nach Berlingen zum Adolf Dietrich-Haus gebracht werden. Die Kunsthalle Arbon wird den Moment, da die Kugel den Seeweg antritt, mit einem kleinen Festakt begleiten.
Um die Zeit bis Juni kulturell zu überbrücken, stellt die Kunsthalle Arbon am 25. April einen Videorundgang durch Lippuners Ausstellung sowie einen Podcast mit einen Künstlergespräch online.

Dienstag, 21. April –15:17 Uhr

Ittinger Pfingskonzerte holen Programm 2023 nach

(miz) Erstmals in der 26-jährigen Geschichte müssen die Ittinger Pfingstkonzerte abgesagt werden. Wie die Stiftung Kartause Ittingen schreibt, könne das internationale Kammermusikfestival 2020 unter der künstlerischen Leitung des deutsch-französischen Cellisten Nicolas Altstaedt aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden.

Doch Nicolas Altstaedt werde erfreulicherweise mit seinem für dieses Jahr erarbeiteten Programm «Autonomia» an Pfingsten 2023 in der Kartause Ittingen zu Gast sein. Fürs kommende Jahr 2021 kann bereits heute und erneut die international zu den gefragtesten Musikerinnen gehörende Geigerin Isabelle Faust angekündigt werden. Nach 2017 wird sie zum zweiten Mal künstlerische Leiterin der Ittinger Pfingstkonzerte.

Im Januar spielte noch das Dover Quartet am Ittinger Sonntagskonzert in der Remise der Kartause Ittingen.

Im Januar spielte noch das Dover Quartet am Ittinger Sonntagskonzert in der Remise der Kartause Ittingen.

Bild: Reto Martin

Einen ersten kleinen Schritt der Öffnung nach der kompletten Schliessung seit dem 17. März mache die Kartause Ittingen am 27. April mit der Wiedereröffnung des Kloster­ladens. Ab nächstem Montag seien nebst den hausgemachten Spezialitäten auch die Tee- und Heilkräuter sowie weitere Topfpflanzen aus der eigenen Gärtnerei im Angebot.

Der Klosterladen der Kartause Ittingen empfängt ab 27.April Besucherinnen und Besucher.

Der Klosterladen der Kartause Ittingen empfängt ab 27.April Besucherinnen und Besucher.

Bild: PD

Momentan sei das Team der Kartause Ittingen beschäftigt mit der Vorbereitung der Öffnung der Hotelangebote für Privatgäste. Ab dem 1. Mai seien das Übernachten unter dem Sternenhimmel im Bubblehotel oder Ferien in der Mönchsklause wieder möglich. Nur auf die Kultur muss man noch etwas länger warten.

Dienstag, 21.April - 15:06 Uhr

Frauenbibliothek Wyborada St.Gallen startet Abholservice

Die Frauenbibliothek Wyborada in St.Gallen führt ein umfassendes Mediensortiment über aktuelle und historische Frauenthemen.

Die Frauenbibliothek Wyborada in St.Gallen führt ein umfassendes Mediensortiment über aktuelle und historische Frauenthemen.

Bild: Urs Jaudas

(miz) Da die Bibliotheken noch bis mindestens 8.Juni geschlossen bleiben, startet die Wyborada-Bibliothek St.Gallen ein Online-Angebot. Wie die Institution mitteilt, können Wyborada-Mitglieder ab sofort Medien über aktuelle und historische Frauenthemen in der Fachbibliothek im Online-Katalog bestellen und sie jeweils am Donnerstagnachmittag von 15-18 Uhr in der Davidstrasse 42 abholen. Als Suchtipp wird genannt, man solle beim Suchschlitz unter Gesamtbestand «Wyborada» auswählen. Wer bis Donnerstag Mittag online bestelle, könne noch am selben Tag die Bücher im unbedienten Abholservice abholen.

Da alle Veranstaltungen verschoben wurden, arbeite das Wyborada-Team an der Entwicklung eines alternativen Auftritts für Autorinnen und Autoren. Informationen dazu werde es bald auf der Homepage geben. Neu betreibt die Wyborada auch einen Facebook-Account.

Autorin Ruth Erat

Autorin Ruth Erat

Ladina Bischof

Am Donnerstag, 23.April, am Welttag des Buches, hätte die Autorin Ruth Erat im Architekturforum Ostschweiz ihre Textcollage «Wiborada und Wyborada - notwendig radikal» zur Inklusin Wiborada und zur Bibliothek Wyborada gelesen. Der Essay aus literarischen, historischen, journalistischen und eigenen Texten erscheint nun in Druckform. Die Textcollage erscheint in Kleinauflage, 48 Seiten, 20 CHF, zu bestellen direkt bei der Autorin: rutherat@hotmail.com

Dienstag, 21.April - 9:20 Uhr

31. Schaffhauser Jazzfestival nicht abgesagt - es geht online

Florian Arbenz & Convergence treten am 31.Schaffhauser Jazzfestival auf - diesmal im Livestream statt vor Live-Publikum.

Florian Arbenz & Convergence treten am 31.Schaffhauser Jazzfestival auf - diesmal im Livestream statt vor Live-Publikum.

Bild: PD

(miz) Ringsherum werden Festivals und Kulturevents abgesagt - das Schaffhauser Jazzfestival geht einen anderen Weg: Dort hat man sich entschieden, die Werkschau des aktuellen Schweizer Jazz im Online-Format durchzuziehen und das Festival neu zu erfinden. Dadurch könne die ganze Welt über die bekannten Stream-Plattformen am Festival teilnehmen, schreiben die Organisatorinnen und Organisatoren. In der Schweiz sei es über das Schaffhauser Fernsehen im TV-Netz zu sehen. Informationen zum Programm und Ablauf auf der Homepage des Festivals.

Da das Publikum nicht in der Halle der ehemaligen Schaffhauser Garnspinnerei anwesend sein kann, hat das Organisationsteam zusammen mit den Musikerinnen und Musikern in Rekordgeschwindigkeit ein neues Festivalformat entwickelt. Unter Einhaltung der Sicherheitsanforderungen startet das Festival am 13. Mai wie geplant um 20.15 Uhr mit dem ersten Konzert als Livestream aus dem Kulturzentrum Kammgarn. Bis zum Samstag, 16. Mai werden an den vier Festival-Abenden neben Livestream- Konzerten auch wenige Stunden vorher produzierte Konzerte gesendet, angereichert mit Interviews, einem Blick hinter die Bühne oder speziellen Botschaften von Musikerinnen und Musikern. Auch die Schaffhauser Jazzgespräche werden ins Programm integriert.

Das Schaffhauser Jazzfestival dokumentiere seit 30 Jahren die heimische Jazzszene. Die aktuellsten Schweizer Jazz-Produktionen bleiben wie geplant im Programm, allerdings mit kleinen Anpassungen, da einige ausländische Bandmitglieder nicht in die Schweiz einreisen können.

Kostenfreier Zugang, freiwilliger digitaler Kollekte-Topf

Das Wegfallen der Kommunikation mit dem Publikum vor Ort sei sicher ein «Opfer», dem nichts entgegengesetzt werden könne, schreiben die Organisatoren. Der Genuss am Bildschirm definiere das Konzerterlebnis dieser interaktiven Musik neu. Zudem könne man das Festival über die Streams auf bekannten Plattformen an jedem Ort der Welt mit verfolgen. Der Zugang zum Festival sei kostenfrei. Ein freiwilliger digitaler Kollekte- und Solidaritäts-Topf ermögliche eine Unterstützung des Projekts.

Das Organisationsteam freut sich über die breite Unterstützung: Als sich der Entwurf eines Live-Stream- Festivals abzeichnete, hätten alle Musikerinnen und Musiker, Sponsoren und Stiftungen, Stadt und Kanton Schaffhausen ihre Unterstützung sofort zugesagt.

Dienstag, 21.April - 8:30 Uhr

Stiftung Sitterwerk publiziert online-Journal

So spektakulär wie hier in der Kunstgiesserei Sitterwerk beim Mitternachtsguss an der Museumsnacht St.Gallen geht es auf der Onlineplattform «Journal» (noch?) nicht zu.

So spektakulär wie hier in der Kunstgiesserei Sitterwerk beim Mitternachtsguss an der Museumsnacht St.Gallen geht es auf der Onlineplattform «Journal» (noch?) nicht zu.

Bild: Michel Canonica

(miz) Kunstbibliothek und Werkstoffarchiv der Stiftung Sitterwerk sind coronabedingt geschlossen. Doch die Stiftung Sitterwerk St.Gallen stellt nun Inhalte ins Netz und bespielt verstärkt die Onlineplattform. Das Journal begleite das jüngste «Projekt Transfer - Material lesen, Bücher berühren, Wissen giessen» der Stiftung Sitterwerk. Dieses habe die Erweiterung des Systems der dynamischen Ordnung im Fokus, verkünden die Macherinnen und Macher.

Das Journal diene als Onlineplattform, die den Projektverlauf begleite, reflektiere und weiterführende Debatten anstossen möchte. Durch Essays, Interviews und das Hervorheben von Projekt-Highlights beschäftige es sich mit Fragestellungen zu den Themen Aktivierung von Archiven und Bibliotheken, alternative Ordnungsstrukturen und Prozessdokumentation.

Montag, 20.April - 17:30 Uhr

Theaterhaus Thurgau Weinfelden mit grossem online-Programm

Szenenbild aus «Shakespeare auf Mostfahrt» vom Theater Theagovia.

Szenenbild aus «Shakespeare auf Mostfahrt» vom Theater Theagovia.

Bild: PD

(miz) Das Theaterhaus Thurgau in Weinfelden steht bis zum Sommer still. Doch die drei Haus-Gruppen bühni wyfelde, theagovia und Theater Bilitz bieten nun die Möglichkeiten, trotzdem Kultur zu geniessen. Wie das Theaterhaus schreibt, seien auch für Schulklassen digitale Theater-Angebote entstanden.

Das Theagovia Theater hat eine Aufzeichnung der Inszenierung «Shakespeare auf Mostfahrt» online gestellt. Das Stück entstand 2016 als Teil einer Trilogie und war erfolgreich in der Ostschweiz auf Tounee.

Das umfassendste online-Programm bietet das Theater Bilitz in Weinfelden mit dem Covid-Spezial. «Damit wir Ihnen in diesen verrückten Zeiten ein kulturelles Trosthäppchen offerieren können, hat unser Techniker, Tom Felix, kurzerhand ein ‹ad hoc-Tonstudio› eingerichtet», schreiben die Theatermacherinnen und -macher. «So können wir Ihnen ein paar Aufnahmen für den Lockdown-Alltag weiterschenken.»

Die Hörgeschenke sind Märchen, Texte von Tucholsky, «Ohr-Häppchen für Kinder» , und Einblicke in die Kult-Inszenierung «Herz eines Boxers», die im März Wiederaufnahme hätte feiern sollen. Ein kleiner Trost, bis die Bilitze wieder live spielen dürfen, ist es allemal. Das Angebot wird laufend ausgebaut.

Das Theater Bilitz hat zudem für Schulklassen aus dem Thurgau und darüber seit zwei Wochen das Fern-Lern-Theater eingerichtet. Für Thurgauer Schulen ist alles kostenlos dank der Zusammenarbeit mit dem kantonalen Amt für Volksschule. Da es in der Sekundarstufe 2 bis am 8. Juni keinen Präsenzunterricht gibt, plant das Theater Bilitz zusätzlich ein Angebot für Mittel- und Berufsschulen zum Jugendstück «Das Herz eines Boxers». Infos dazu werden in den nächsten Tagen im Fern-Lern-Theater veröffentlicht.

Roland Lötscher, Leiter des Theater Bilitz, im Jugendstück «Das Herz eines Boxers».

Roland Lötscher, Leiter des Theater Bilitz, im Jugendstück «Das Herz eines Boxers».

Bild: PD

Mit der von ihr geschaffenen Kunstfigur Elfriede Meier ist Michaela Bauer, Regisseurin bei Theagovia Theater, seit 15 Jahren in Deutschland und der Schweiz unterwegs. Nun hat Elfriede hat aus der Not eine Tugend gemacht und ihr Wohnzimmer zum improvisierten Videostudio umgebaut. Von hier aus sendet sie in loser Folge mit kurzen Videoclips ihre Kommentare in alle Welt - natürlich auch zu dem heute alles beherrschenden Thema.

Montag, 20.April - 11:15 Uhr

Thomas Götz' Satireprogramm «Ergötzliches» jetzt im TV

Thomas Götz spielte bereits im Februar-Programm «Ergötzliches» im Theaterhaus Weinfelden auf das Coronavirus an.

Thomas Götz spielte bereits im Februar-Programm «Ergötzliches» im Theaterhaus Weinfelden auf das Coronavirus an.

Andrea Stalder

(miz) Die Live-Auftritte musste der Thurgauer Kabarettist Thomas Götz alle absagen. Doch das Programm kann er trotzdem zeigen: Anstatt im Theaterhaus Thurgau Weinfelden tritt Thomas Götz jetzt auf Tele D (Tele Diessenhofen) auf. Die Produktion «Ergötzliches trotzt der Krise» wird ab heute Montag, 20. April, für mindestens eine Woche über den Sender. Die erste Ausstrahlung startet heute um 18 Uhr, 21.13 Uhr und 0:26 Uhr. Die weiteren Sendetermine der nächsten Tage werden auf der Homepage des Senders Tele D veröffentlicht. Da Götz und sein Kameramann Daniel Felix die Show selber produzieren und finanzieren und nun keine Eintrittsgelder einnehmen können, bitten sie statt Eintritt um Kollekte.

Montag, 20.April - 10:00 Uhr

Museum im Lagerhaus St.Gallen plant Mitmach-Ausstellung

Jan-Piet Graf (*1971), Ohne Titel, 2012, Tusche und Filzstift auf Papier.

Jan-Piet Graf (*1971), Ohne Titel, 2012, Tusche und Filzstift auf Papier.

Bild: Museum im Lagerhaus

(miz) Das Museum im Lagerhaus St.Gallen plant in Zeiten des Corona-Stillstands eine Sonderausstellung: «Kunst im Ausnahmezustand». Dafür ruft das Museum alle auf, zu Papier und Stift zu greifen. Denn als Kompetenzzentrum für Outsider Art und Art Brut ist das Museum im Lagerhaus seit jeher ein Ort, an dem der Kunst von Autodidakten und Laien besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird. «Nun möchten wir euch dazu einladen, künstlerisch tätig zu werden», schreiben die Museumsmacher und -macherinnen in einer Mitteilung. Ziel sei, die im «Ausnahmezustand» erschaffenen Werke auszustellen, sobald die Normalität wieder Einzug gehalten habe.

Das Museum nennt als einzige Vorgabe für die Kunstwerke für die Jekami-Sonderausstellung, dass das Blatt mindestens A6 (Postkartenformat) bis maximal A3-Format gross sein dürfe. Von der Bleistiftzeichnung bis hin zur geklebten Collage sei alles erlaubt. Spannende Anregungen finde man auf der Museumswebsite.

Teilnehmende sollen auf einem separaten Info-Blatt zwecks Kontaktaufnahme Namen, Anschrift und Mailadresse, bzw. Telefonnummer notieren. Zudem solle man dort einige Gedanken formulieren, die zur Gestaltungsidee inspiriert haben. Die Arbeit soll man ungeknickt mitsamt dem Info-Blatt bis 30. April 2020 schicken an:
Museum im Lagerhaus
Davidstrasse 44
9000 St. Gallen

Die Ausstellungsmacherinnen wollen sich nach Ablauf der Einreichefrist melden. Sie kündigen an, dass sämtliche Werke ausgestellt werde. Die beste Arbeit soll zudem als Motiv auf Postkarten gedruckt werden. Der oder die Kunstschaffende erhalte 50 Exemplare davon als Anerkennung. Pro Teilnehmendem könne nur ein Werk eingereicht werde. Skulpturen und Objekte sowie Arbeiten, die über A3-Format hinausgehen, können nicht angenommen werden, schreibt das Museum.

Donnerstag, 16.April - 16:00 Uhr

Theater Konstanz dreht Mini-Serie «Die Theater WG»

Sie stecken im Lockdown in Konstanz fest: Die Schauspielerinnen und Schauspieler aus Malawi, Togo, Burundi, Tansania und dem Kongo.

Sie stecken im Lockdown in Konstanz fest: Die Schauspielerinnen und Schauspieler aus Malawi, Togo, Burundi, Tansania und dem Kongo.

Bild: PD

(miz) Das Theater Konstanz hat nicht nur einen eigenen online-Spielplan erstellt. Etliche Lesungen, Mitschnitte von Inszenierungen oder Hörspiele laden auf der Theaterhomepage zum Entdeckt-Werden ein. Jetzt probiert man dort auch ein neues Format aus: die eigens gedrehte Mini-Serie «Die Theater-WG: From backstage till lockdown».

Der besondere Hintergrund dieser Aktion: Die Performer*innen der Produktion «König Baabu», die am 4.April hätte Premiere feiern sollen, sind Gäste aus Malawi, Togo, Burundi, Tansania und dem Kongo, die nun den Ausnahmezustand in Deutschland fernab ihrer Familien in Konstanz erleben. Die Flüge in ihre Heimatländer sind zurzeit eingestellt. Seit Mittwoch, 15.April werden nun Kürzest-Filme veröffentlicht, die die Stimmen und das augenzwinkernde Schaffen aus «78462 Konstanz - Die Theater-WG» versammeln.

Donnerstag, 16.April - 14:45 Uhr

Thomas Götz zeigt Satireshow «Ergötzliches» jetzt im TV

Bereits in seinem Februar-Programm spielte Thomas Götz in «Ergötzliches» im Theaterhaus Weinfelden auf das Coronavirus an.

Bereits in seinem Februar-Programm spielte Thomas Götz in «Ergötzliches» im Theaterhaus Weinfelden auf das Coronavirus an.

Bild. Andrea Stalder

(miz) Das Theaterhaus Thurgau hat den Betrieb bis Ende April 2020 eingestellt. Deshalb kann die Kult-Satireshow «Ergötzliches» von und mit Thomas Götz nicht als Theaterprogramm durchgeführt werden, alle Apriltermine wurden abgesagt. Doch das Team geht neue Wege und «Ergötzliches» findet in neuem Format statt: «In Zusammenarbeit mit Tele D (Tele Diessenhofen) produzieren wir eine Fernsehsendung und werden diese ab Montag, 20. April ausstrahlen», schreibt Thomas Götz auf seiner Homepage. Sobald die genauen Ausstrahlungstermine bekannt seien, werde er sie hier publizieren.

Mittwoch, 15.April - 18:30 Uhr

Vernissage im Kunstschaufenster Hiltibold in St.Gallen

Schon abgebaut: Die Arbeit «Menetekel» von Karin Karinna Bühler war bis 14.April im Kunstfenster Hiltibold in St.Gallen zu sehen.

Schon abgebaut: Die Arbeit «Menetekel» von Karin Karinna Bühler war bis 14.April im Kunstfenster Hiltibold in St.Gallen zu sehen.

Bild: PD

(miz) Kunst kann nur noch im Atelier stattfinden oder im Internet. Ausser, sie wird im öffentlichen Raum präsentiert, und lässt sich beim Flanieren entdecken. Ein Vorteil des von den St.Galler Künstlerinnen Anita Zimmermann und Marianne Rinderknecht erschaffenen Kunstschaufensters Hiltibold. In der St.Galler Altstadt, zwischen Magnihalden und Goliathgasse, werden seit 2016 die in die Mauer eingelassenen Glasvitrinen von Künstlerinnen und Künstlern gestaltet. Im Abstand von drei Wochen werden je zwei aktuelle Positionen in den beiden Vitrinen gezeigt.«Das soll sein wie eine Zeitung, in der man lesen kann, welcher Künstler gerade was macht», sagte damals Initiantin Anita Zimmermann auf tagblatt-online.

Jetzt, in Coronazeiten, wo alle Galerien und Kunsträume und Museen keine Besucher empfangen dürfen, kann «Hiltibold» weiter Kunst zeigen. Die Veranstalterinnen teilen mit, dass am Freitag, 17. April, ab Mittag die neue Ausstellung von Lutz/Guggisberg & Beni Bischof eröffnet wird. «Die Zeit erlaubt es leider nicht, unsere Künstler zu feiern», schreiben Marianne Rinderknecht und Anita Zimmermann. Aber man soll doch trotzdem vorbei spazieren. Und so lässt sich auch im Lockdown ganz analog und ohne Internet Kunst geniessen.

Mittwoch, 15.April - 17:30 Uhr

Tanzfestival Bregenzer Frühling findet jetzt im Herbst statt

Die Danish Dance Theatre Company zeigt am «Bregenzer Frühling» im Herbst ihre Choreografie «Siren».

Die Danish Dance Theatre Company zeigt am «Bregenzer Frühling» im Herbst ihre Choreografie «Siren».

Bild: PD

(miz) Wegen Corona konnte das Tanzfestival «Bregenzer Frühling» nicht wie geplant von März bis Mai stattfinden. Doch es wurde nicht abgesagt, sondern verschoben. Nun stehen die Ersatzdaten, wie die Veranstalter mitteilen: Sämtliche Tanzkompanien sowie das Dornbirner Aktionstheater Ensemble und die Vorarlberger Choreografin Silvia Salzmann haben für den diesjährigen Herbst zugesagt, getanzt wird nun vom 14.Oktober bis 4.Dezember. Der Bregenzer Frühling wird also ein Bregenzer Herbst. Die Termine stehen, einzig derjenige für die Aufführung des Aktionstheater Ensemble ist noch in Abstimmung und wird vermutlich auf Anfang September verlegt.

Geplanter Auftakt des «Bregenzer Frühlings» im Herbst ist die Produktion «Chapter 3: The Brutal Journey of the Heart» der israelischen L-E-V Dance Company am 14. Oktober. Die koreanische Jeon Misook Company gastiert am 30. Oktober mit «Bow» in Bregenz. Am 6. November entführt die Danish Dance Theatre Company das Publikum mit «Siren» in faszinierende Wasserwelten. Die Familienvorstellung des Tanztheaters «Alles nur Lemminge» findet am 13. November um 16 Uhr im Magazin 4 statt.

Die Black Box Company präsentiert am 19. November 2020 ihre österreichische Erstaufführung «Punk – A rebel never dies». Eine kraftvolle Tanzperformance, die menschliche und gesellschaftliche Mechanismen untersuche, welche eine Rebellion ausmachen, so die Veranstalter. Bisher war geplant, dass die Company ihr Stück «A Space in the Dark» vorstellt, jedoch beginnen für die Kompanien im Herbst bereits die neuen Saisons. Den Abschluss bildet die Company Maguy Marin am 4. Dezember mit ihrem Klassiker «May B».

Die Veranstaltungen finden jeweils um 20 Uhr im Festspielhaus Bregenz statt. Alle für das Frühjahr gekauften Tanzpässe und Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit.

Mittwoch, 15.April - 9:37 Uhr

«Geiler Block» im August in Saurer-Gebäude in Arbon

Werner Widmer, Anita Zimmermann und Jordanis Theodoridis planen einen «Geilen Block», eine Kunstaktion mit 50 Einzelausstellungen in Arbon.

Werner Widmer, Anita Zimmermann und Jordanis Theodoridis planen einen «Geilen Block», eine Kunstaktion mit 50 Einzelausstellungen in Arbon.

Bild: PD

(miz) Die aktuelle Präsentation in ihrem neuen Ausstellungsort Horst in Eschlikon müssen die Galeristen Werner Widmer und Jordanis Theodoridis absagen. Jeweils am 15. eines Monats präsentieren widmertheodoridis in ihrem Kunsthorst, dem Kleinst-Ausstellungsort im alten Turm der ehemaligen Ziegelei im Thurgauischen Eschlikon, eine Künstlerin, einen Künstler unter dem Thema «The Beauty and the Beast». Jetzt im April müsse die monatliche Präsentation ruhen, schreiben die Kunstveranstalter.

Doch sie schmieden bereits grosse Pläne für die nach-Corona-Zeit: Wie Widmer und Theodoridis ankündigen, werden sie mit der St.Galler Künstlerin Anita Zimmermann einen neuen «Geilen Block» mit 50 Einzelausstellungen organisieren, kuratieren und präsentieren. An vier Augustwochenenden gebe es im ehemaligen Saurer-Informatikgebäude in Arbon Kunst und Schnörkel bekannter Künstler und Persönlichkeiten, so die Ankündigung. Die Vernissage soll am 7. August um 18 Uhr stattfinden.

Anita Zimmermann hat bereist 2015 und 2017 eine Art Pop-Up-Ausstellung in leerstehenden Gebäuden realisiert. Als Leila Bock erschuf sie den «Geilen Block», versammelte 2015 in St.Gallen und 2017 im Ausserrhodischen Trogen Künstlerinnen und Künstler, die die leerstehenden Gebäude während einer kurzen Zeitspanne bespielten und in einen riesigen Ausstellungsraum verwandelten.

Zimmermann hatte für die beiden ersten Ausgaben Künstlerinnen und Künstler aus ihrem Netzwerke eingeladen. Sie wollte Plattformen für Kunst schaffen. Neid- und eifersuchtsfrei Kunstwelten zusammenführen, das stehe hinter der Idee «Geiler Block», sagte Anita Zimmermann 2017.

Dienstag, 14.April – 17:30 Uhr

Roothuus Gonten ist im Video der Volksmusik auf der Spur

Die junge Appenzeller Geigerin Andrea Müller (links) spielt gerne Volksmusik.

Die junge Appenzeller Geigerin Andrea Müller (links) spielt gerne Volksmusik.

Bild: Screenshot

(miz) Das Roothuus Gonten, das Zentrum für Appenzeller und Toggenburger Volksmusik, ist wie alle anderen Kulturinstitutionen auch bis auf weiteres geschlossen. Doch auch hier nutzt man jetzt die neuen Medien, um den Kontakt zum Publikum nicht ganz zu verlieren. So veröffentlichte das Roothuus einen wunderbaren Kurzfilm auf YouTube: «Der Volksmusik auf der Spur». Darin erzählen vier junge Musikerinnen und Musiker aus dem Appenzellerland, was Volksmusik für sie bedeutet, wie sie zur Musik kamen, warum sie musizieren oder singen. Den YouTube-Kanal betreibt das Roothuus Gonten schon seit sechs Jahren, doch lag er die letzten Jahre brach. Jetzt senden die Volksmusikkundler einen kleinen künstlerischen Gruss in Lockdown-Zeiten.

Dienstag, 14.April – 16:30 Uhr

Konstanzer Galerie Geiger betreibt jetzt YouTube-Kanal

Kunsthistoriker und Galerist Stephan Geiger führt auf Youtube in das Werk des Künstlers Klaus Staudt ein.

Kunsthistoriker und Galerist Stephan Geiger führt auf Youtube in das Werk des Künstlers Klaus Staudt ein.

Bild: Screenshot

(miz) Ein Besuch in der Galerie hätte vermutlich mehr Zeit in Anspruch genommen: Gerade einmal 4:34 Minuten dauert die Einführung von Galerist und Kunsthistoriker Stephan Geiger. Doch lieber kurz als gar nicht! Da die Konstanzer Galerie Geiger wegen Corona geschlossen ist und die aktuelle Ausstellung «Klaus Staudt - Schichten und Transparenzen» (8. März bis 25. April 2020) nicht vor Ort besucht werden kann), hat die Galerie jetzt einen eigenen YouTube-Kanal gestartet.

Im ersten online gestellten Video gibt der Kunsthistoriker, Kurator und Sechziger-Jahre-Experte Dr. Stephan Geiger eine kurze Einführung in das vielschichtige Werk von Klaus Staudt. Neben einer Einordnung des 1932 geborenen Künstlers in die Kunstgeschichte nach 1945 werden Besonderheiten seines Werkes erläutert. Dabei wird auch seine Stellung in der Avantgarde-Kunst der Sechziger Jahre insbesondere sein Verhältnis zur Konstruktiven Kunst, zur internationalen ZERO-Bewegung und der Op Art angesprochen.

Dienstag, 14. April – 14:22 Uhr

Vorarlberger Landestheater Bregenz liest täglich aus Kinderbuch

Vevi (Vivienne Causemann) erlebt allerlei Abenteuer mit dem Wurzelmädchen und der Mäusefamilie, mit der Dicken Berta oder den kugelrunden Bewohner*innen des Kugelplaneten.

Vevi (Vivienne Causemann) erlebt allerlei Abenteuer mit dem Wurzelmädchen und der Mäusefamilie, mit der Dicken Berta oder den kugelrunden Bewohner*innen des Kugelplaneten.

Bild: Anja Köhler

(miz) Für die österreichischen Theater ist die aktuelle Spielzeit bereits zu Ende. Bis Ende Juni sind dort sämtlich Vorstellungen abgesagt worden. Trotzdem findet Kultur statt, die Theater weichen ins Netz aus. Das Vorarlberger Landestheater Bregenz veröffentlicht täglich eine Art Hörspiel für die ganze Familie: Die Schauspielerinnen und Schauspieler lesen das Kinderbuch «Vevi». Seit dem 6. April wird jeweils um 17 Uhr eines der insgesamt achtzehn Hörkapitel auf der Theaterhomepage bereitgestellt, als Fortsetzung mit täglichen Uploads. «Vevi» biete Gelegenheit, die wunderbare Sprache wie den Erfindungsreichtum der ganz zu Unrecht in Vergessenheit geratenen österreichischen Autorin Erica Lillegg kennenzulernen und zu geniessen, schreibt das Landestheater. Dort feierte «Vevi» im November 2019 Premiere als Familienstück.

Montag, 13. April – 18:04 Uhr

St.Galler Kunstkiosk veranstaltet täglichen Kunstwettbewerb

Das Logo des Kunstwettbewerbs des Kunstkiosks St.Gallen.

Das Logo des Kunstwettbewerbs des Kunstkiosks St.Gallen.

Bild: PD/Kunstkiosk St.Gallen

(gen) Der Kunstkiosk St.Gallen veranstaltet täglich einen Kunstwettbewerb. Jeweils um 15 Uhr wird auf der Instagram-Story das Thema angekündigt, heute lautet es «Fernweh». Mami, Grosi, Schwester oder Bruder – alle dürfen mitmachen. Jeder habe eine Chance auf den Gewinn, egal ob man gut oder schlecht zeichnen könne, schreiben die Veranstalter. Einreichen kann man die Kunstwerke – Zeichnungen, Malereien, Fotos, Skulpturen oder Performances – bis 17 Uhr, bzw. 19 Uhr. Alle eingeschickten Kunstwerke werden wiederum über die Instagram-Story gezeigt und können von den Besucherinnen und Besuchern bewertet werden.

Montag, 13. April – 17:15 Uhr

Online-Angebote der Stiftsbibliothek St.Gallen

(gen) Die Stiftsbibliothek St.Gallen hat neue virtuelle Vermittlungsangebote entwickelt, die man bequem von zu Hause aus entdecken kann. Das neueste Angebot heisst «Herangezoomt» und ermöglicht auf spielerische Art tiefe Einblicke in die aktuelle Sommerausstellung «Die schönsten Seiten der Schweiz». In einem virtuellen Rundgang wird eine Auswahl dieser Seiten präsentiert und auf Besonderheiten und Details gezoomt, welche die Schönheiten der Buchmalerei und Schreibkunst aufscheinen lassen. Den Auftakt macht der Folchart-Psalter, ein Meisterwerk spätkarolingischer Initialkunst. Während der nächsten zwei Monate wird jeweils am Mittwoch eine weitere Handschrift aufgeschaltet.

Zu entdecken gibt es auch die Videosammlung der Stiftsbibliothek. Darunter ist auch «Gallus und die irische Mission», ein Film, der fester Bestandteil der Ausstellung «Gallus und sein Kloster – 1400 Jahre Kulturgeschichte» im Gewölbekeller der Stiftsbibliothek ist.

Zu entdecken gibt es auch die digitalisierten Sammlungen: die Handschriften der Stiftsbibliothek, erforschen Sie die Urkunden des Stiftsarchivs und betrachten Sie die Kunstgegenstände des Katholischen Konfessionsteils des Kantons St.Gallen.

Montag, 13. April – 16:58 Uhr

St.Galler Musiker steuert Track zu Coronacompilation bei

Der St.Galler Musiker Bit-Tuner hat für die Compilation «Make Some Room» einen Track beigesteuert.

Der St.Galler Musiker Bit-Tuner hat für die Compilation «Make Some Room» einen Track beigesteuert.

Bild: PD

(gen) Der St. Galler Bit-Tuner, alias Marcel Gschwend, ist einer von 150 Musikerinnen und Musikern, die an der Compilation «Make Some Room: Electronic Relief in Switzerland» beteiligt sind. Er hat den Track «Coming Home» beigesteuert. Die Compilation ist ein Zeichen der Solidarität in Zeiten von Covid-19, der Erlös geht zu 100 Prozent an die Künstler. Auf «Make Some Room» ist vom Schweizer Elektronikpionier Bruno Spoerri bis hin zu Techno-Wegbereitern wie Thomas Fehlmann, Marco Repetto oder Yello alles vertreten, was in der Schweizer Clubkultur und elektronischen Musikszene Rang und Namen hat. Die Compilation ist eine Gemeinschaftsaktion diverser Akteure aus der Schweizer Clubkultur und der elektronischen Musikszene. Sie möchten Clubmusik auch einem Publikum zugänglich machen, dass kaum im Bild ist, was alles an kreativer Arbeit in Studios, Kellern und Schlafzimmern in der ganzen Schweiz gedeiht.

Donnerstag, 9. April – 21:00 Uhr

Kreative Anregungen vom Kunstmuseum St.Gallen

(gen) Das Kunstmuseum St.Gallen erweitert fortlaufend das digitale Angebot auf seiner Webseite und auf den Social-Media-Kanälen. Am kommenden Dienstag (14.4.), um 17 Uhr bietet der Kunstverein St.Gallen die Möglichkeit, gemeinsam mit dem St.Galler Grafiker und Illustrator Joël Roth mittels Videokonferenz (Zoom) zu zeichnen. Der Zeichnungsworkshop findet in deutscher Sprache statt, die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt, Anmeldung unter kunstverein@kunstmuseumsg.ch Schülerinnen und Schüler und Menschen, die sich gerne kreativ mit der Sammlung des Kunstmuseums St.Gallen auseinandersetzen möchten, finden hier zahlreiche Aufgaben. Ausserdem ist die Videoarbeit «Afterall (a space mambo)» der italienischen Künstlerin Rä di Martino aus aus der aktuellen Ausstellung Metamorphosis Overdrive in voller Länge verfügbar.

Donnerstag, 9. April – 18:30 Uhr

Mit Robinson zu Hause würfeln und basteln

(gen) Das Kunstzeughaus Rapperswil-Jona beherbergt eine der grössten Robinson-Bibliotheken weltweit. Die Bibliothek umfasst rund 4000 Robinsonaden: Bücher in allen Variationen sowie Zeichnungen, Spiele, Filme und Mappenwerke. In einem nigelnagelneuen Video stellen die beiden Co-Direktorinnen des Museums, Céline Gaillard und Simone Kobler, diese Bibliothek nun vor. Es ist nur eines der neuen Angebote, welche das Kunstzeughaus auf seiner Website unter Museum zuhause zur Verfügung stellt für alle, die Kultur auch in ihren eigenen vier Wänden geniessen möchten. Man kann auch ein historisches Robinson-Würfelspiel herunterladen und bei einem Malwettbewerb mitmachen: Es gilt bis am 30. April eine Trauminsel zu malen. Im Angebot sind ausserdem die Kunstwerke des Monats oder die Anleitung zum Basteln einer Klanginstallation.

Donnerstag, 9. April – 18:00 Uhr

Hörspiel für Kinder: Das kleine Boot will zum Mond

Das Theater Konstanz hat das Kinderstück der «Mond und das Boot» als Hörspiel produziert.

Das Theater Konstanz hat das Kinderstück der «Mond und das Boot» als Hörspiel produziert.

Bild: Michael Schrodt

(gen) Das Theater Konstanz bietet unter Theater für Zuhause Mitschnitte seiner Inszenierungen an, zum Beispiel die Kammeroper «Mord auf dem Säntis», die 2011 am Originalschauplatz auf dem Säntis uraufgeführt wurde. Neu kommen auch Hörspiele dazu. Als erstes wurde das musikalische Kinderstück «Der Mond und das Boot» von Roberto Frabetti und Bruno Cappagli aufgenommen. Es ist geeignet für Kinder ab fünf Jahren. In diesem poetischen Tanzgedicht träumt ein kleines Boot davon, einmal zum Mond zu fahren. Auf seiner nächtlichen Reise begegnet es einem Fisch, einem Wal und einem Pelikan. Sie alle tanzen auf den Wellen und singen dem Mond ein Lied. Doch erreichen können sie den schönen Mond nie. Erst als die Sterne auftauchen und den Mond im Morgengrauen mit nach unten geleiten, gibt er dem kleinen Schiff einen Kuss. Es wiegt in den Wellen und träumt sich ins Paradies.
In den kommenden Tagen folgt für junges Publikum ab zehn Jahren Patricks Trick von Kristo Šagor. Für die Hörspiele benötigt man ein Passwort. Es ist erhältlich über Empfang.Theater@konstanz.de

Mittwoch, 8. April – 20:13 Uhr

Vier Hörstücke aus der Welt der Igel

(gen) Schauspieler Marcus Schäfer und Musiker Willi Häne bleiben trotz Lockdown nicht untätig, sondern nutzen die Zeit, um eine ihrer Theater-am-Tisch-Lesungen als Hörstück in vier Teilen zugänglich zu machen. Es ist der Text «Das Weltbild der Igel» von Peter Kurzeck (1943-2013), den die beiden St. Galler interpretieren. Er sei ein Zauberer, dessen Texte glücklich machten, schreiben die beiden. Und das kann in diesen Zeiten nicht schaden. Jede Woche produzieren Schäfer und Häne zu Hause einen neuen Teil, jeder dauert eine Viertelstunde. Teil eins ist bereits auf Youtube zu finden, Teil zwei wird morgen online gestellt. In Teil eins sitzt der Erzähler in der Küche und erzählt von den Igeln aus seiner Kindheit in den 1950er Jahren: «Wenn die Igel aufwachen, ist schon wieder Abend und sie brauchen eine Weile, bis ihnen wieder alles einfällt.»

Mittwoch, 8. April – 20:39 Uhr

Literatur für den Shutdown

(gen) Ende März ist das Printmagazin «Stoff für den Shutdown» erschienen. Das Coronaprojekt kam dank Crowdfunding zu Stande. Über 32 000 Franken kamen dafür bisher zusammen, die zweite Ausgabe ist für Ende April geplant. Heft eins vereint literarische Texte von 30 Schweizer Autorinnen und Autoren. Darunter ist auch die Thurgauerin Tabea Steiner, der Thurgauer David «Daif» Nägeli und die Appenzellerin Jessica Jurassica. Nun werden die Texte im verlassenen Saal des Theaters am Neumarkt in Zürich von Schauspielerinnen und Schauspielern des Ensembles und der freien Szene gesprochen und dabei live von elektronischer Musik begleitet. Die Ausstrahlung erfolgt in zwei Teilen auf https://kapsel.space/ diesen Samstag und am 18. April, jeweils um 21 Uhr. Die Aufnahmen sind auch nachher noch auf Vimeo verfügbar.

Montag, 6. April – 14:30 Uhr

Hund Monty grüsst aus der Theaterwerkstatt Gleis 5 Frauenfeld

(gen) Die Theaterwerkstatt Gleis 5 in Frauenfeld ist verwaist. Doch nein, nicht ganz. Einer vom Team hält die Stellung. Hund Monty macht sich nützlich und kümmert sich um all das, was sonst liegenbleibt. Das Team der Theaterwerkstatt Gleis 5 sendet als kleine Aufmunterung ein Video, um seinem Publikum die Wartezeit zu verkürzen:

Ausserdem hat die Theaterwerkstatt Gleis 5 auch positive Nachrichten zu verkünden: Für das Programm 2020 erhält sie aus dem Lotteriefonds des Kantons Thurgau einen Beitrag von 50 000 Franken. Zusätzlich hat die Stadt Frauenfeld den Leistungsbeitrag auf 25 000 Franken erhöht.

Montag, 6. April – 14:12 Uhr

Botschaften aus dem Homeoffice der Eisenwerker

(gen) Was machen die Leute vom Eisenwerk Frauenfeld jetzt, wo sie so schon seit drei Wochen weder Konzerte, noch Ausstellungen organisieren können? Auf Facebook und auf der Homepage ist die Serie «Was macht eigentlich...» gestartet, in welcher die Eisenwerkerinnen- und werker aus ihrem Alltag im Homeoffice berichten. Marco Kern, Bandbooker und Konzertveranstalter, ist vor allem mit dem Absagen, Umbuchen und Verschieben von Konzerten beschäftigt. Neben dieser mühsamen Seite des Lockdowns freut er sich aber über die Entschleunigung, die er mit sich bringt. Und die zusätzliche Zeit, die er mit seiner Tochter verbringen kann. Leider musste Kern auch alle Konzerte und Proben seiner eigenen Band absagen, dafür musiziert er in seiner Stube – für seine Tochter und mit ihr.

Almira Medaric, Co-Programmleiterin des Shed im Eisenwerk, erzählt in ihrem Video, dass leider das Atelierstipendium «Tanz mit Bruce», das sie mitbetreut, abgesagt werden musste. Es wurde auf nächstes Jahr verschoben. Medaric arbeitet nun von zu Hause aus als studentische Mitarbeiterin und daneben auch als Künstlerin. Sie bedauert, dass ihre Einzelausstellung im Kunstverein Frauenfeld abgesagt werden musste. Dafür hat sie jetzt mehr Zeit für ihr Hobby: ein Aquarium mit Zierfischen.

Montag, 6. April – 13:30 Uhr

Der St.Galler Autor Milo Rau ist endlich mehrere Wochen zu Hause

Der St.Galler Regisseur und Autor Milo Rau.

Der St.Galler Regisseur und Autor Milo Rau.

(Bild: SRF/Thomas Mueller)

(gen) Der St.Galler Regisseur Milo Rau kehrte mit einem der letzten Flugzeuge von Brasilien nach Europa zurück. Dort sollte eigentlich am 17. April seine «Antigone im Amazonas» Premiere feiern. Das erzählt Rau im Newsletter von SRF Kultur, wo sich ab sofort Schweizer Kulturschaffende zu Wort melden. Da er als Regisseur und Autor extrem viel unterwegs sei, bedeute die Coronaquarantäne für ihn vor allem eines: die Möglichkeit, endlich einmal für mehrere Wochen zu Hause zu sein und mit seinen Töchtern und seiner Freundin Zeit zu verbringen. Der Theatermacher gibt auch Kulturtipps für den Lockdown. «Das Theater funktioniert nur als Präsenzmedium», schreibt Rau. Trotzdem werde er sich als sentimentaler und atheistischer Katholik das Corona-Passionsspiel des Schauspielhauses Zürich ansehen. Rau empfiehlt auch das Pantoffelkino des St.Galler Programmkinos Kinok, wo er «filmisch sozialisiert» worden sei, oder das Coronatagebuch der Appenzeller Autorin Dorothee Elmiger.

Freitag, 3. April – 16:24 Uhr

Zweites digitales Coronaforum der IG Kultur Ost

Peter Surber, Ann Katrin Cooper und Philipp Stuber vom Vorstand der IG Kultur Ost.

Peter Surber, Ann Katrin Cooper und Philipp Stuber vom Vorstand der IG Kultur Ost.

(Bild: PD)

(gen) Die IG Kultur Ost lädt zum zweiten digitalen Coronaforum auf Zoom ein, in welchem Kulturschaffende und Vertreterinnen von Institutionen wichtige Informationen bekommen und Fragen stellen können. Es findet am Montag, 6. April um 20 Uhr statt. Informationen zum Anlass und Beitritt zum Meeting auf www.ig-kultur-ost.ch/corona-forum.
Wie können Gesuche eingereicht werden? Wie steht es um Kosten und Gagen bei verschobenen Anlässen? Katrin Meier, Leiterin des St.Galler Amts für Kultur, und Etrit Hasler von Suisseculture sociale geben Auskunft. Fragen können auch vorweg an info@ig-kultur-ost.ch gestellt werden.

Freitag, 3. April – 14:00 Uhr

Bachkantate zum zweiten Mal als Live-Stream

Bachkantate als Live-Stream am Laptop in der Stube: Da sind auch kleine Zuhörer willkommen.

Bachkantate als Live-Stream am Laptop in der Stube: Da sind auch kleine Zuhörer willkommen.



(Bild: Benjamin Manser)

(gen) Die Bach-Stiftung führt bereits zum zweiten Mal ein Kantatenkonzert als Live-Stream durch wiederum mit Rudolf Lutz an Keyboard und Orgel in der Kirche Stein AR. Auf dem Programm steht am Freitag, 17. April 2020, um 19.00 Uhr die Kantate BWV 4 «Christ lag in Todesbanden». Anhand von acht Strophen aus dem gleichnamigen Luther-Choral führt der ganz junge Bach vom Tal des Todes und der Finsternis zum endgültigen und lichten Abendmahl im Paradies. Es werde keine leichte Kost werden, schreiben die Veranstalter. Dies angesichts der herrschenden Seuche und ihrer gravierenden Folgen, aber auch und gerade aufgrund von Textvorlage und Musik. Sanfter Trost sei nicht absehbar – «es war ein wunderlicher Krieg, da Tod und Leben rungen».
Das Konzert kann auch zu einem späteren Zeitpunkt nachgehört und geschaut werden, auf dem Youtube-Kanal der Bach-Stiftung oder auf Facebook. Das echte Kantatenkonzert samt Einführungsworkshop und Reflexion wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. (gen/3.4.20)

Freitag, 3. April – 13:30 Uhr

Thurgauer Salsasong für die Quarantäne

Jan Geiger

Jan Geiger

(Bild: PD)

(gen) Der Thurgauer Musiker Jan Geiger, alias «Klebeband», hat zur Coronakrise den Salsasong Latino Quarantino komponiert. Dazu gibt es einen witzigen Videoclip, der in diesen alles andere als lustigen Zeiten ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern vermag. Geiger spielt seit rund 20 Jahren im Improvisations-Jazztrio Rosset Meyer Geiger und wurde in der Ostschweiz mit der Band «Herr Bitter» bekannt. Vor einem Jahr stand er mit seinem Soloprojekt, der Ein-Mann-Band Klebeband erstmals auf der Bühne.

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Der Ostschweizer Jan Geiger wagt sich mit seinem neuen Klebeband-Programm erstmals vor Publikum. Der Musiker besticht vor allem durch seine scharfsinnigen, kritischen, aber auch witzigen Texte. Am Mittwoch gastiert er in der Kellerbühne St. Gallen.
Philipp Bürkler