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Ostschweizer Design und Kunst prämiert

Damit hatte Claudia Caviezel nicht gerechnet. Der St. Galler Textildesignerin wurde am Dienstag in Basel der Schweizer Grand Prix Design überreicht, ein Preis, den man in der Regel im gesetzten Alter für sein Lebenswerk erhält.
Christina Genova
Claudia Caviezel gestaltete Bettwäsche für Atelier Pfister. (Bild: pd)

Claudia Caviezel gestaltete Bettwäsche für Atelier Pfister. (Bild: pd)

Damit hatte Claudia Caviezel nicht gerechnet. Der St. Galler Textildesignerin wurde am Dienstag in Basel der Schweizer Grand Prix Design überreicht, ein Preis, den man in der Regel im gesetzten Alter für sein Lebenswerk erhält. «Zuerst war ich extrem überrascht», sagt die erst 39-Jährige, «dann freute ich mich riesig.»

Die Jury lobt Claudia Caviezels hervorragendes Gespür für Materialien und ihren einzigartigen Instinkt für Muster und Farben. Die Designerin arbeitet seit 2011 hauptberuflich als Leiterin für Stoffdesign und -entwicklung beim St. Galler Modeunternehmen Akris. Daneben verfolgt sie weitere Projekte, auch Innenarchitektur interessiert sie. Vor zwei Jahren hat Claudia Caviezel für das Kino Rex in Thun Tapeten, Teppiche und das Farbkonzept entworfen. Für Atelier Pfister entstanden seit 2011 Bettwäsche, Kissen, Teppiche und sogar ein Sofa; im August kommt eine Vasenkollektion dazu. Töpfern ist seit einem Jahr das Hobby der in Zug aufgewachsenen Designerin: «Es ist schön, mit den Händen zu arbeiten.»

Eine lebendige Maschine

Nicht nur die Schweizer Designpreise, sondern auch die Swiss Art Awards werden parallel zur Art Basel verliehen. Mit Florian Germann kam dieses Jahr ein Thurgauer zum Zug. Der aus Gottshaus bei Hauptwil stammende 38jährige Künstler lebt mittlerweile in Zürich und auf Fuerteventura. Die Soundskulptur «emf/liquidstate» mit welcher er gewonnen hat, ist «eine Maschine, die lebt». So drückt es Léa Fluck, die Verantwortliche vom Bundesamt für Kultur, aus. Die von Florian Germann selbstgebaute Skulptur besteht aus einem mit einer grünen, geléeartigen Flüssigkeit gefüllten Plexiglasbecken. Die grüne Farbe stammt von japanischen Nuru-Algen, die Germann zu Hause gezüchtet hat. Je mehr Leute vor dem Becken stehen, desto stärker beginnt es darin zu blubbern. Auslöser dafür ist ein Druckluftgerät, das Florian Germann mit einem Bewegungsmelder verbunden hat. Der Künstler hat die Jury sowohl mit seiner handwerklichen Perfektion als auch mit seiner formalen Präzision überzeugt.

Ausstellung bis 19.6.: Swiss Art Awards Messe Basel Halle 4, Swiss Design Awards Halle 3.

Florian Germanns lebende Skulptur blubbert gerne. (Bild: pd)

Florian Germanns lebende Skulptur blubbert gerne. (Bild: pd)

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