Ostschweizer Kultur-Ticker
Dokfilm über Prozess gegen griechische Rechtsradikale +++ Belgisches Jazztrio spielt in St.Gallen +++ Mehr Geld für die Thurgauer Kultur

Die Ostschweizer Kulturszene ist lebendig und vielfältig. In unserem Kultur-Ticker informieren wir Sie laufend über Neuigkeiten von Kunstschaffenden und Kulturbetrieben aus der Ostschweiz.

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Rückmeldungen und Infos an: ostschweizerkultur@chmedia.ch

Dok-Film über Prozess gegen die rechtsradikale, griechische Partei «Goldene Mörgenröte» im Palace St.Gallen

Demo gegen die rechtsradikale «Goldene Morgenröte» in Athen.

Demo gegen die rechtsradikale «Goldene Morgenröte» in Athen.

Bild: PD

Die Erfreuliche Universität im St.Galler Kulturzentrum Palace zeigt am Montag, 26. Januar, um 20.15 Uhr, den Film «Goldene Morgenröte - unser aller Angelegenheit» der griechischen Filmemacherin Angélique Kourounis. Fünf Jahre nach ihrem mehrfach ausgezeichneten Film über die Nazipartei «Goldene Morgenröte», die sieben Jahre lang drittstärkste Kraft im griechischen Parlament war, berichtet Kourounis in ihrem neuen Film vom Athener Prozess gegen diese Partei, der im Oktober 2021 zu langen Haftstrafen gegen führende Parteimitglieder geführt hat.

Das Filmplakat.

Das Filmplakat.

Bild: PD

Der Film fragt nach den Möglichkeiten einer Demokratie, mit zivilen Mitteln ihre zerstörerischen Kräfte zu bekämpfen. Er berichtet vom Prozess, zeigt das Anwachsen des antifaschistischen Bewusstseins in der griechischen Zivilgesellschaft und richtet die Frage, wie in Europa auf den Vormarsch der radikalen Rechten zu reagieren ist, an Politikerinnen, Analytiker, Aktivistinnen und Antifaschisten in Griechenland und Deutschland. (pd/gen)

Im Anschluss folgt eine Publikumsdiskussion zum Film und zur extremen Rechten in Europa mit dem Regieteam Angélique Kourounis und Thomas Jacobi. 

Belgisches Jazztrio spielt in St.Gallen

Die belgische Band Dans Dans kommt nach St.Gallen.

Die belgische Band Dans Dans kommt nach St.Gallen.

Bild: PD

Der St.Galler Jazzverein Amboss & Steigbügel lädt am Montag, 26. September, zu einem weiteren Konzert im Restaurant Perronnord in St.Gallen. Zu Gast ist das belgische Trio Dans Dans. Das Konzert beginnt um 20 Uhr, ab 17 Uhr gibt es Vinyl und Tapas.

Dans Dans vereint die Qualitäten der drei Musiker Bert Dockx (Flying Horseman), Fred Lyenn Jacques (Lyenn, The Mark Lanegan Band) und Steven Cassiers (Dez Mona, DAAU). Mal ekstatisch, mal melodiös wird so ziemlich alles aus einer ikonischen Rock-Jazz-Formation mit elektrischer Gitarre, E-Bass und Schlagzeug geholt, was geht, ohne dabei ins Kitschige und Machohafte abzudriften. Stimmung und Atmosphäre weisen den Weg, mehr Kino als Fitness-Center. Erdig wummern Bass und Perkussion, bieten den nötigen Kontrast, damit die Gitarre luftig und leicht sich in höchste Höhen spielen kann. Spaghettiwestern trifft auf Bitches Brew, Mark Knöpfler und Nick Cave trinken ein Bier in einer Bar, irgendwo dampft ein Gully, ein alter Cadillac gleitet über den Mulholland Drive. (pd/wec)

2 Millionen Franken mehr pro Jahr für die Thurgauer Kultur

Die Theaterwerkstatt Gleis 5 in Frauenfeld gehört zu den vom Kanton Thurgau geförderten Institutionen.

Die Theaterwerkstatt Gleis 5 in Frauenfeld gehört zu den vom Kanton Thurgau geförderten Institutionen.

Bild: Regina Jaeger

Der Thurgauer Regierungsrat hat das umfassend überarbeitete Kulturkonzept des Kantons Thurgau für die Jahre 2023 bis 2026 genehmigt und lässt damit der Kultur jährlich über zwei Millionen Franken mehr aus dem Lotteriefonds zufliessen. Die kommenden vier Jahre legt der Kanton den Fokus auf die Umsetzung von Infrastrukturprojekten der kantonalen Museen und auf die Stärkung von Kulturinstitutionen, Kulturvereinen und Kulturschaffenden.

Um Kulturinstitutionen im Kanton zu stärken, werden jährliche Beiträge erhöht und neue Leistungsvereinbarungen abgeschlossen. Zudem sind neu auch Infrastrukturbeiträge an kulturell besonders bedeutsame Veranstaltungsorte möglich.

Mit der neuen Fassung des Kulturkonzepts setzt der Kanton zwei Schwerpunkte in der Kulturförderung, Mit einem Schwerpunkt will er Institutionen und Kulturschaffende in ihrer Tätigkeit und Transformation unterstützen.

Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung der Museumsstrategie. Einerseits gilt es, die anstehenden und geplanten Bauprojekte der Museen aufzugleisen und zu begleiten, andererseits wird weiterhin an einer stärkeren Zusammenarbeit und Synergienutzung sowie an gemeinsamen Projekten der kantonalen Museen gearbeitet. Neu werden zudem auch regionale Museen mit Sammlungen, die für den Kanton von Bedeutung sind, mittels Leistungsvereinbarungen unterstützt und in die strategischen Überlegungen zur Weiterentwicklung der kantonalen Museumslandschaft einbezogen. (pd/gen)

Finnisches Klavierkonzert in Frauenfeld des neuen Sinfonischen Orchesters Schweiz

Die Thurgauer Dirigentin Annedore Neufeld hat ein neues Orchester gegründet.

Die Thurgauer Dirigentin Annedore Neufeld hat ein neues Orchester gegründet.  

Bild: Benjamin Manser

Die Diessenhofener Dirigentin Annedore Neufeld hat das neue Sinfonische Orchester Schweiz mitbegründet. Es präsentiert sich erstmals dem Publikum am Sonntag, 25. September, 17 Uhr, in der evangelischen Stadtkirche Frauenfeld. Mit der ersten Sinfonie von Johannes Brahms und der Schweizer Erstaufführung des dritten Klavierkonzerts des Finnen Einojuhani Rautavaara. OSolist ist Benjamin Engeli. (pd/map)

Hybrides Jazzkonzert mit Claude Diallo in Kreuzlingen

Claude Diallos Jazzkonzert wird per Live-Stream übertragen.

Claude Diallos Jazzkonzert wird per Live-Stream übertragen.

Bild: Michel Canonica

Am Samstag, 24. September, 20 Uhr, findet im Kult-X in Kreuzlingen ein hybrides Jazzkonzert statt. Das Live-Konzert wird per Stream übertragen. Rad Rose Ann Dimalanta, die ehemalige Pianistin von Prince, spielt mit dem Ostschweizer Jazzpianisten Claude Diallo. Begleitet werden die beiden Pianisten vom amerikanischen Schlagzeuger James Williams, der zwischen 2006 und 2008 mehrmals mit dem Trio von Claude Diallo in der Schweiz zu Besuch war. (pd/map)

Mit dem St.Galler Akkordeonisten Goran Kovačević und Freunden quer durch die Volksmusik Europas

Akkordeonist Goran Kovačević reist mit seinen musikalischen Freunden einen Abend lang quer durch Europa.

Akkordeonist Goran Kovačević reist mit seinen musikalischen Freunden einen Abend lang quer durch Europa. 

Bild: Hildegard Bickel

Der St.Galler Akkordeonist Goran Kovačević kennt keine musikalischen Berührungsängste. Mühelos wechselt er die Genres, spielt Alpenmusik, Balkan-Sound, Jazz und Tango,  Klassik, Avantgarde. 

Am Samstag stellt der Musiker dieses Talent im Konzertlokal Industrie 36 in Rorschach unter Beweis und lädt seine Freunde zum gemeinsamen Musizieren ein. Der Abend beginnt um 18.30 Uhr mit dem Rheintaler Saxofonisten Peter Lenzin und Swingin Balkan Soul. Es folgt um 20 Uhr ein Konzert mit der traditionellen Appenzeller Streichmusik Appenzeller Echo und zum Abschluss des Abends tritt Goran Kovačević mit dem Baro Drom Orkestar aus Florenz auf. Das unkonventionelle Ensemble mischt Klezmer, armenische, balkanische Musik und Pizzica aus dem Salento (Apulien). Das Konzert beginnt um 21.30 Uhr. (pd/gen)

Ab Türöffnung um 17.30 Uhr bis Konzertbeginn um 18.30 Uhr gibt es ein Buffet mit kleinen Appenzeller und Balkan-Spezialitäten.

Freiluft-Ausstellung um den Bettenauer Weiher bei Oberuzwil

Rund um den idyllischen Bettenauer Weiher sind 18 wetterfeste Fotografien zum Thema Glück zu sehen.

Rund um den idyllischen Bettenauer Weiher sind 18 wetterfeste Fotografien zum Thema Glück zu sehen.

Bild: PD

Bereits zum zweiten Mal organisiert die Oberuzwiler Galerie Fafou die  Freiluftausstellung «Draussen» um den Bettenauer Weiher . Vom 24. September bis am 16. Oktober werden 18 Fotografien zum Thema Glück präsentiert. Die Bilder in der Grösse von 150 cm auf 100 cm sind auf einem Gewebe gedruckt, das Wind und Wetter standhält.

Der Rundweg dauert eine Dreiviertelstunde (keine Beleuchtung) und ist für alle zugänglich. Beim Pfadiheim als auch am östlichen Ende des Weihers ist je eine Infotafel aufgestellt. Zu erreichen ist der Bettenauer Weiher vom Bahnhof Uzwil einfach mit dem Bus (Haltestelle Schützenhaus) oder mit dem Auto. Die Ausstellung wird am Samstag, 24. September, 16 Uhr, am Bettenauer Weiher eröffnet.

In der Galerie Fafou erfährt man in der Ausstellung «Drinnen» mehr über die beteiligten Fotografinnen und Fotografen und deren Werke. Im Erzähl-café am Sonntag, 2. Oktober, ab 15 Uhr, wird Walter Strub Episoden aus und um den Betti erzählen. Wer mehr zur Geschichte des Bettenauer Weihers erfahren will, kommt am 9. Oktober um 15 Uhr zum Historien-Sonntag mit Klaus Sohmer in die Galerie. (pd/gen)

U20-Poetry-Slam-Meisterschaften in St.Gallen: Das internationale Wettdichten beginnt

Bild: PD

Am Donnerstag, 22. September, beginnen die internationalen deutschsprachigen U20-Poetry-Slam-Meisterschaften in St.Gallen. Bis zum Einzelfinale am Samstag, 24. September, werden sich über 70 Jungpoetinnen und Jungpoeten aus insgesamt sieben Nationen messen.

In sechs Locations werden die Poetinnen und Poeten gegeneinander antreten und um den Einzug ins grosse Einzel- und Teamfinale kämpfen. Das Organisationskomitee bestehend aus Piera Cadruvi, Fabian Engeler, Stefan Weisskopf, Pierre Lippuner und Stefanie Rohner freut sich, dass St.Gallen, der Geburtsort des U20-Slams, die Bühne für die Meisterschaften sein darf, wie es in einer Mitteilung heisst. An den internationalen Meisterschaften starten acht Schweizerinnen und Schweizer, darunter mit Vanessa Schenk auch eine Ostschweizerin. (pd/wec)

Alle Infos und Tickets für alle Veranstaltungen finden sich auf der Website der Veranstaltenden.

Disorder: St.Galler Bands laden am Freitag und Samstag in ihre Proberäume

Am Freitag, 23. September, und am Samstag, 24. September, laden wiederum Bands sowie Musikerinnen und Musiker in ihre Proberäume in der Stadt St.Gallen und spielen Gratiskonzerte.

Im Rahmen des Disorder-Festivals öffnen verschiedene Bands ihre Proberäume und geben öffentliche Konzerte darin. Im Bild die Band Karluk, die auch dieses Jahr wieder teilnimmt.

Im Rahmen des Disorder-Festivals öffnen verschiedene Bands ihre Proberäume und geben öffentliche Konzerte darin. Im Bild die Band Karluk, die auch dieses Jahr wieder teilnimmt. 

Ralph Ribi

Das Bandraum-Festival Disorder möchte die Begeisterung für lokale Bandmusik wecken. Dieses Jahr geht es zum neunten Mal über die Bühne. Organisiert wird der Anlass von den Bands sowie den Musikern und Musikerinnen selbst. Einmal jährlich öffnen sie ihre Garagen, Proberäumen und Ateliers für alle Interessierten. Den Besucherinnen und Besuchern bietet sich so die Chance, in die Welt der Bandräume einzutauchen. Der Eintritt ist kostenlos. (pd/arc)

Weitere Informationen und welche Bands in diesem Jahr teilnehmen unter www.disorder.ch.

Neue Kuratorin am Kunstmuseum St.Gallen

Die international renommierte Kuratorin Melanie Bühler ist ab diesem Herbst für das Kunstmuseum St.Gallen tätig. Das geht aus einer Medienmitteilung hervor. Die gebürtige Schaffhauserin wird das Team des Kunstmuseums vorerst als Freelancerin und ab 2023 als Senior Curator verstärken.

Melanie Bühler ist seit 2017 Kuratorin für zeitgenössische Kunst am Frans Hals Museum im niederländischen Haarlem. Ab diesem Herbst ist sie für das Kunstmuseum St.Gallen tätig.

Melanie Bühler ist seit 2017 Kuratorin für zeitgenössische Kunst am Frans Hals Museum im niederländischen Haarlem. Ab diesem Herbst ist sie für das Kunstmuseum St.Gallen tätig.

Bild: Anneke Hymmen

Die 39-Jährige wird in Zusammenarbeit mit dem neuen Direktor Gianni Jetzer, der im November sein Amt antritt, sowie der langjährigen Leiterin des Kunstvereins St.Gallen, Nadia Veronese, die künftige Entwicklung des Museums mitgestalten. Veronese wird ebenfalls die Funktion des Senior Curator übernehmen.

Melanie Bühler ist seit 2017 Kuratorin für zeitgenössische Kunst am Frans Hals Museum im niederländischen Haarlem. Aktuell arbeitet sie am Projekt «The Art of Critique», das die kunsthistorische Bewegung der Institutionskritik überdenkt. Zu ihren jüngsten Ausstellungen gehören gemäss Mitteilung «Image Power» (2020) und «Noise! Frans Hals, Otherwise» (2018), beide im Frans Hals Museum, sowie «Private Public Relations» (2017) in der Pinakothek der Moderne in München.

Bühler ist ausserdem Gründerin und Kuratorin von «Lunch Bytes» (2010 – 2015). Dabei handelt es sich um ein Projekt über Kunst und digitale Kultur. Dafür arbeitete sie unter anderem mit der Art Basel, dem Institute of Contemporary Arts, London, dem Haus der Kulturen der Welt, Berlin und dem Hirshhorn Museum und Sculpture Garden, Washington D.C., zusammen. Auch ist Bühler die Herausgeberin diverser Publikationen und Autorin von Texten, die in verschiedenen Ausstellungskatalogen und Kunstmagazinen erschienen sind. (pd/arc)

Auf poetischem Streifzug durch Palermo: «Little Italy», das Stück der Vorarlberger Autorin Kathi Klein wird in Bregenz uraufgeführt

Auf poetischem Streifzug durch Palermo:« Little Italy», das Bühnenstück der jungen Vorarlberger Autorin Kathi Klein.

Auf poetischem Streifzug durch Palermo:« Little Italy», das Bühnenstück der jungen Vorarlberger Autorin Kathi Klein.

Bild: Sarah Mistura

Vier Schauspielerinnen begeben sich auf einen poetischen Streifzug durch Palermo, auf eine Suche nach sich selbst, nach der eigenen Identität und Geschichte. Das Stück «Little Italy» der 1996 in Bregenz geborenen Autorin Kathi Klein wirft einen kaleidoskopischen, jungen, sehnsüchtig kritischen Blick auf die heutige zersplitterte Welt und ihre verunsicherten Bewohnerinnen und Bewohner. Ein junges Stück für – nicht nur - junges Publikum.

Die Uraufführung von «Little Italy» in der Inszenierung von Stephan Kasimir findet am Donnerstag, 22. September im Theater Kosmos in Bregenz statt. Die Vorstellung beginnt um 20 Uhr. (pd/gen)

Weitere Vorstellungen 24., 29., 30. September und 1., 6., 7., 8. Oktober.

Am Wochenende gratis ins Kunsthaus Bregenz

Jordan Wolfson im Kunsthaus Bregenz.

Jordan Wolfson im Kunsthaus Bregenz.

Bild: Miro Kuzmanovic

Am 24. und 25. September – zwei Wochen vor Ausstellungsfinale – ist der Eintritt in die Sommerausstellung «Jordan Wolfson»  im Kunsthaus Bregenz ein Wochenende lang kostenfrei. Ermöglicht wird der freie Eintritt von der Sammlung Thiess, München. Die Sammlung für zeitgenössische Kunst ist Leihgeberin von zwei Wandarbeiten, die in der Ausstellung des US-amerikanischen Künstlers zu sehen sind. «Jordan Wolfson» läuft noch bis zum 9. Oktober.

Wenige Tage später ist die Schweizer Kuratorin Beatrix Ruf zu Gast im Kunsthaus. Als eine der frühesten Förderinnen von Jordan Wolfson kennt sie seine Werke wie wenig andere. Am Mittwoch, den 28. September, um 18 Uhr spricht sie im Kunsthaus Bregenz mit  Direktor Thomas D. Trummer über Wolfsons Ausstellung. Der Eintritt zur Veranstaltung ist ebenfalls kostenfrei. (pd/gen)

Künstlerinnengespräch mit Miriam Cahn in der Kunsthalle Ziegelhütte in Appenzell

Die Baslerin Miriam Cahn ist eine Künstlerin, die sich nicht scheut, mit ihrem Engegement anzuecken.

Die Baslerin Miriam Cahn ist eine Künstlerin, die sich nicht scheut, mit ihrem Engegement anzuecken.

Bild: Jiri Reiner

Die zweiundzwanzig Werk Miriam Cahns, welche für die Ausstellung «R.A.W. or the Sirens of Titan» in der Kunsthalle Ziegelhütte in Appenzell ausgewählt wurden, erzählen von Träumen, Hoffnung, Verzweiflung, Gewalt, Vertreibung, Sexualität, Stolz, Mutterliebe, Kindsvertrauen.

Miriam Cahn, die zu den bedeutendsten Künstlerinnen der Gegenwart gehört, ist in Basel aufgewachsen und  lebt heute im Bergell. Sie ist am Donnerstag, 22. September, um 19.30 Uhr zu Gast in der Kunsthalle Ziegelhütte. Museumsleiter und Kurator Roland Scotti spricht mit ihr über ihre Kunst.

Museumsleiter Roland Scotti mit einen Werk Miriam Cahns in der aktuellen Ausstellung «R.A.W or the Sirens of Titan».

Museumsleiter Roland Scotti mit einen Werk Miriam Cahns in der aktuellen Ausstellung «R.A.W or the Sirens of Titan».

Michel Canonica

Seit über vier Jahrzehnten schafft Miriam Cahn Werke von grosser Intimität, die geprägt sind von einem kompromisslosen Widerstand gegen jede Form von Diskriminierung. Sie setzt sich kritisch mit gesellschaftspolitischen Fragen wie Gleichberechtigung, Krieg und Flucht auseinander. Erst kürzlich meldete sich Miriam Cahn zu Wort in Zusammenhang mit der Kontroverse um die Sammlung Bührle am Kunsthaus Zürich.  (pd/gen)

Türöffnung ab 18 Uhr, Start Gespräch 19.30 Uhr, Eintritt 10  Franken, inklusive Ausstellungsbesuch.

Die Künstlerin Harlis Schweizer setzt sich in die Hiltibold-Vitrine und zeichnet das Geschehen in der Goliathgasse

Wer am Mittwoch, 21. September, und am Donnerstag, 22. September, das Kunstschaufenster Hiltibold in der Goliathgasse passiert, der wird mit hoher Wahrscheinlichkeit beobachtet und vielleicht sogar gezeichnet. Die Künstlerin Harlis Schweizer wird nämlich an den beiden Tagen Platz hinter der Glasscheibe nehmen und von dort aus das Geschehen in der Gasse zeichnen.

Harlis Schweizer zeichnet am Mittwoch und am Donnerstag in einer der Hiltibold-Vitrinen.

Harlis Schweizer zeichnet am Mittwoch und am Donnerstag in einer der Hiltibold-Vitrinen.

Bild: Tobias Garcia (17. Dezember 2021)

Ihre Arbeit in der Vitrine wird die Künstlerin aus Bühler jeweils um 10 Uhr aufnehmen. Ihren ungewöhnlichen Arbeitsplatz verlässt sie sowohl am Mittwoch als auch am Donnerstag um 18 Uhr. Ihre Werke wird sie fortlaufend an die Vitrine hängen. Und zwar so, dass sie von aussen sichtbar sind. Dies wird Harlis Schweizer so lange wiederholen, bis der Ausblick nur noch durch die engen Abstände zwischen den Bildern und dem Fensterrahmen möglich ist. Die Vitrine wird im Laufe der Zeit fast keinen Ausblick mehr gewähren und verwandelt sich so in eine Kabine, einen geschützten Raum.

An der Eröffnung, die am Donnerstag um 18 Uhr beginnt, verlässt Harlis Schweizer den Ort dann endgültig. Inwendig wird dann nur noch ihr Arbeitsplatz mit dem letzten gezeichneten Bild, das die verstellte Aussicht zeigt, auf dem Tisch zu erkennen sein. Einblick erhält nur, wer sich ganz nahe an die Glasscheibe wagt.

In der zweiten Vitrine wird ab Donnerstag ein Film von Georgette Maag aus Zürich zu sehen sein. Dieser zeigt einen Tunnel, in dem sich der Betrachter auf eine Lichtquelle am Ende des Tunnels bewegt. Kurz bevor man denkt, dass man aus dem Tunnel kommt, fährt die Kamera aber wieder zurück. Auch Georgette Maag wird an der Eröffnung erwartet. (arc)

Kinderstück feiert Premiere in der Lokremise

Im Reigen der Saisoneröffnungspremieren des Theaters St.Gallen steht am Mittwoch, 21. September, das neue Kinderstück «Lahme Ente, blindes Huhn» von Ulrich Hub auf dem Programm. Das Stück wird ab 14 Uhr in der Lokremise gezeigt.

Das Stück handelt von einer Ente und einem Huhn, die Freundschaft schliessen.

Das Stück handelt von einer Ente und einem Huhn, die Freundschaft schliessen.

Bild: PD

Das Theaterstück thematisiert die Kraft der Freundschaft zwischen einem Huhn und einer Ente, die beide so ihre Schwächen haben. Das Werk des Autors Ulrich Hub ist eine lebhafte Geschichte, die mit viel Wortwitz, Situationskomik und Zärtlichkeit erzählt wird.

Regie führt Christian Hettkamp. Er gehört seit vielen Jahren zum Schauspielensemble des Theaters und arbeitet auch als Sprachcoach und Regisseur. Die beiden Theaterfiguren werden von Robi Tissi Graf und Paul Furtwängler dargestellt. Beide stehen im letzten Jahr ihres Schauspielstudiums. Im Rahmen einer Kooperation zwischen der Hochschule der Künste Bern und dem Theater St.Gallen erhalten Graf und Furtwängler während eines halben Jahres praktische Einblicke in den Theateralltag. (pd/arc)

Katja Petrowskaja liest im Kunstmuseum St.Gallen

Die ukrainisch-deutsche Autorin Katja Petrowskaja.

Die ukrainisch-deutsche Autorin Katja Petrowskaja.

Bild: PD

Die NZZ reiht Katja Petrowskaja neben AutorInnen wie Walter Benjamin oder Susan Sontag ein in den «Horizont der grossen Foto-Literatur». Ob sie Eisbären in Königsberg betrachtet, Bergmänner im Donbass oder ihre eigene Mutter am Schwarzen Meer – es ist eine Schule des Sehens, zu der die ukrainisch-deutsche Schriftstellerin einlädt. Katja Petrowskaja liest am Donnerstag, 22. September, 20 Uhr, eingeladen vom Literaturhaus Wyborada, im Kunstmuseum St.Gallen aus ihren in der Bibliothek Suhrkamp erschienenen Prosaminiaturen, die Fotos werden projiziert.

Mit diesen Foto-Kolumnen, die sie 2015 in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung zu schreiben begann, hat Katja Petrowskaja, die 1970 in Kiew geboren wurden, ihr eigenes Genre geschaffen: kurze Prosa, Landschaft, Biografie, Zeitgeschichte und Form auf minimalem Raum verdichtend. Und sie knüpft, zwischen den Zeilen, die Fragen daran: Woraus besteht die Gegenwart? Aus dem, was in Ausstellungen hängt, an Plakatwänden verwittert oder über die Bildschirme läuft? Wie gelingt es, den intimen Moment der Bestürzung oder des Staunens in Sprache zu verwandeln? (pd/map)

Anmeldung wünschenswert, aber nicht zwingend: literaturhaus@wyborada.ch

Theater St.Gallen bietet Kurse für Jugendliche an

Auch in dieser Saison lädt das Theater St.Gallen wieder 13- bis 15-Jährige zum Theaterspielen ein.

Die Kurse finden jeweils am Mittwochnachmittag statt.

Die Kurse finden jeweils am Mittwochnachmittag statt.

Bild: PD

Die Jugendliche können im Rahmen des Kurses jeweils am Mittwochnachmittag unter Anleitung des Theaterpädagogen Mario Franchi Theaterluft schnuppern. Sie schlüpfen in Figuren, üben sich im Improvisieren und erwecken Geschichten zum Leben. Mitte Dezember gibt’s zum Abschluss eine Präsentation für Familienangehörige in der Lokremise.

Kursstart ist am Mittwoch, 26. Oktober, um 15 Uhr, in der Lokremise. Anmeldungen können bis Freitag, 30. September, via E-Mail an g.besio@theatersg.ch oder telefonisch unter 071 242 05 25 vorgenommen werden. (pd/arc)

Weitere Informationen gibt’s im Internet.

Zwischen Fragilität und Stärke: Einzelausstellung der Londoner Künstlerin Grace Schwindt im Kunstmuseum St.Gallen

Grace Schwindt in ihrer Einzelausstellung im Kunstmuseum St.Gallen.

Grace Schwindt in ihrer Einzelausstellung im Kunstmuseum St.Gallen.

Bild: Michel Canonica 

Ausgrenzung, Zerstörung, Gewalt und Wandel, aber auch Fürsorge und Zuwendung sind Themen, welchen sich die Plastikerin und Performancekünstlerin Grace Schwindt in ihrer Kunst widmet. Häufig balancieren die Werke der gebürtigen Deutschen, die schon seit langem in London lebt, zwischen Fragilität und Stärke ebenso wie zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion. Häufig enthalten sie surreale Elemente.

«Arched Figure» von Grace Schwindt vor dem Kunstmuseum St. Gallen. Entstanden 2022 in der Kunstgiesserei St.Gallen.

«Arched Figure» von Grace Schwindt vor dem Kunstmuseum St. Gallen. Entstanden 2022 in der Kunstgiesserei St.Gallen.

Bild: Sebastian Stadler

Heute Abend eröffnet im Kunstmuseum St.Gallen um 18.30 Uhr  die Einzelausstellung  «Defiant Bodies» der 43-jährigen Künstlerin. Von 19 bis 22 Uhr ist ausserdem ihre Performance «The Boxer» zu sehen, an der fünf Performende beteiligt sind.

Neben den Arbeiten im Museum ist im Aussenraum Grace Schwindts Skulptur «Arched Figure» zu sehen, die in der Kunstgiesserei in St.Gallen entstanden ist. (pd/gen)

Grace Schwindts Ausstellung ist bis 5. Februar 2023 zu sehen.

75 Jahre Urs C. Eigenmann: Jubiläumskonzert mit off&out in Rorschach

Eine Ostschweizer Jazzlegende: Urs C. Eigenmann.

Eine Ostschweizer Jazzlegende: Urs C. Eigenmann.

Bild: PD

Mit einem Jubiläumskonzert feiert der St.Galler Pianist, Komponist, Arrangeur und Veranstalter Urs C. Eigenmann mit seiner Band off&out seinen 75. Geburtstag, «70 Jahre Tastendrücken» sowie «54 Jahre off&out». Das Konzert findet am Samstag, 17. September, um 20 Uhr in der Industrie36 in Rorschach statt.

In Bern gründete Urs C. Eigenmann im Jahr 1967 sein erstes Trio. Es war eine eigentliche Modern Blues Band und es fanden regelmässig Konzerte in Bern und Umgebung statt. Ein Jahr später gründete er mit dem (erst kürzlich verstorbenen) Gitarristen Virginio «Gini» Zambelli die Band off&out, die unter anderem wiederholt am damaligen Jazzfestival Zürich spielte und in dessen Rahmen ihr der Preis und der Spezialpreis des internationalen Festivals Zürich verliehen wurde. Es folgten turbulente Jahre mit vielen Wechseln in der Besetzung.

2015 wurde die Band für das von Eigenmann in St.Gallen initiierte internationale Festival «jazzin» wiederbelebt. Die aktuelle Besetzung ist mit der Sängerin Leandra Wiesli, Michael Neff (Trompete/Flügelhorn), Ekkehard Sassenhausen (Saxophon), Uli Binetsch (Posaune), Alex Steiner (Gitarre), Marc Ray Oxendine (Bass), Andy Leumann (Schlagzeug) und Urs C. Eigenmann (Tasteninstrumente). (pd/wec)

Details: https://www.industrie36.events/event/off-out-75-jahre-urs-c-eigenmann

Dokfilm über Thurgauer Clown Olli Hauenstein  in den Kinos der Region

Der Thurgauer Filmemacher Diego Hauenstein hat einen Film über seine Eltern gedreht. Er stellt ihn in den Kinos der Region vor.

Der Thurgauer Filmemacher Diego Hauenstein hat einen Film über seine Eltern gedreht. Er stellt ihn in den Kinos der Region vor.

Bild: Ramon Konigshausen

Seit über vierzig Jahren steht der Thurgauer Olli Hauenstein als Clown auf der Bühne. Eine Karriere mit Höhen und Tiefen, die ohne die Unterstützung durch seine Frau Ulrike nicht möglich gewesen wäre. In seinem ersten Langfilm «Ich hätte am Kronleuchter hängen bleiben müssen» porträtiert Regisseur Diego Hauenstein liebevoll seine Eltern und ihr Leben im Spannungsfeld zwischen Familie, künstlerischer Selbstverwirklichung, Schaffenskrisen und den Herausforderungen des Älterwerdens.

Ulrike und Olli Hauenstein lernen sich 1985 auf Tournee des Circus Roncalli kennen. Er lebt als Teil des erfolg­reichen Clownduos Illi & Olli seinen Kindheitstraum. Sie hat kurz zuvor ihr Leben als Kinderkrankenschwester in Berlin hinter sich gelassen, näht Zircuskostüme und führt diese vor. Als die Saison vorbei ist, zieht Ulrike mit Olli in die Schweiz.

Diego Hauenstein stellt den Film gemeinsam mit seinen Protagonisten in den nächsten Tagen in diversen Kinos der Region vor. (pd/gen)

  • Sonntag, 18. September, 10.30 - 12.30 Uhr, Ciné Wil.
  • Sonntag, 18. September, 19 - 21 Uhr, Kult-X, Kreuzlingen.
  • Mittwoch, 21, September, 20 Uhr, Kinok, St.Gallen; das Gespräch führt der freischaffende Journalist Andri Bösch. 
  • Sonntag, 25. September, 11 Uhr, Cinema Luna, Frauenfeld.

Joya Marleen nimmt an der vierten Staffel «Sing meinen Song – Das Schweizer Tauschkonzert» teil

Im ersten Quartal 2023 startet die vierte Staffel von «Sing meinen Song - Das Schweizer Tauschkonzert» auf dem Schweizer TV-Sender 3+. Seit Donnerstag ist bekannt, welche Künstlerinnen und Künstler teilnehmen werden. Eine von ihnen ist die St.Gallerin Joya Marleen.

Gastgeber Seven, Luca Hänni, Peter Reber, Baschi, Anna Rossinelli, Joya Marleen und EAZ während der Dreharbeiten in Gran Canaria.

Gastgeber Seven, Luca Hänni, Peter Reber, Baschi, Anna Rossinelli, Joya Marleen und EAZ während der Dreharbeiten in Gran Canaria.

Bild: PD

Joya Marleen, die mit bürgerlichem Namen Schedler heisst, wurde im Sommer 2020 dank ihres Songs «Nightmare» bekannt. Und in diesem Jahr hamsterte sie an den Swiss Music Awards fleissig Auszeichnungen. Sie gewann gleich in drei Kategorien: «Best Talent», «Best Female Act» und «Best Hit».

Neben der 19-jährigen St.Gallerin nehmen Anna Rossinelli, Baschi, Peter Reber, Luca Hänni und EAZ an der TV-Sendung teil. Gedreht wird die Show in Gran Canaria. Gastgeber ist auch in diesem Jahr wieder der Schweizer Soulsänger Seven. 

In jeder der acht Folgen interpretieren die Künstlerinnen und Künstler jeweils die Songs eines anderen Teilnehmer beziehungsweise einer anderen Teilnehmerin. (pd/arc)

Neuer Hörspaziergang «Endstationen» auf dem Friedhof Rosenberg in Winterthur

Der neue Hörspaziergang «Endstationen» auf dem Friedhof Rosenberg in Winterthur widmet sich dem grössten Rätsel der Menschheit.

Der neue Hörspaziergang «Endstationen» auf dem Friedhof Rosenberg in Winterthur widmet sich dem grössten Rätsel der Menschheit.

Bild: Stefan Kubli

Was hat eine erotische Statue auf einem Friedhof zu sagen? Inwiefern hängen Literatur und Kunst mit dem Tod zusammen? Der neue Hörspaziergang «Endstationen» auf dem Friedhof Rosenberg in Winterthur lädt ein, diesen und weiteren Fragen nachzugehen und mehr über eines der grössten Rätsel der Menschheit zu erfahren: den Tod. Es gibt 22 Hörstationen mit ausgewählten Stimmen aus Literatur, Theater, Kunst und Geschichte. Die Vernissage findet am Sonntag, 18. September, um 16.30 Uhr statt (Anmeldung unter info@lauschig.ch). Der Hörspaziergang ist eine Produktion der Frauenfelder Theaterwerkstatt Gleis 5 in Kooperation mit «lauschig – wOrte im Freien». (pd/wec)

Literaturfestival und Stadtparcours in Bad Ragaz

Einer der Gäste am Literaturfestival Die Rahmenhandlung in Bad Ragaz: Charles Lewinsky.

Einer der Gäste am Literaturfestival Die Rahmenhandlung in Bad Ragaz: Charles Lewinsky. 

Bild: Claudio Thoma

Vom 16. bis 18. September gastiert das Festival «Die Rahmenhandlung» in Bad Ragaz. Das unkonventionelle Festival vereint Literatur und Musik in noch nie da gewesener Form und verteilt sich auf fünfzehn aussergewöhnliche Räumlichkeiten im gesamten Dorf – etwa das Rathaus, das Restaurant From Heaven, das Grand Resort oder den Kindergarten. Das Publikum wird dabei in kleine Gruppen aufgeteilt und im 20-Minuten-Takt analog eines Stadtparcours von Lesung zu Lesung geführt. Zu Gast sind namhafte Grössen wie Charles Lewinsky, Petra Ivanov oder Sunil Mann. Jeder Parcours wird mit einem Konzert abgeschlossen. Es treten unter anderem Argyle, Panda Lux und Ella Ronen auf.

Am Sonntagnachmittag bietet der Parcours 2 ein spezielles Kinder- und Familienprogramm (für 8-12 Jährige). Zusätzlich gibt es eine Abschlussveranstaltung mit Charles Lewinsky um 20 Uhr im Restaurant From Heaven. (pd/wec)

Tickets gibt es nur im Vorverkauf. Sie sind im Buchladen Bad Ragaz und im Restaurant From Heaven erhältlich. Weitere Informationen unter: www.dierahmenhandlung.com

Grosses Theaterfest in Konstanz

Die Spiegelhalle gehört zu den Schauplätzen des Fests des Theaters Konstanz zum Saisonauftakt.

Die Spiegelhalle gehört zu den Schauplätzen des Fests des Theaters Konstanz zum Saisonauftakt.

Bild: Ilja Mess

Kaum zurück aus der Sommerpause lädt das Team des Theaters Konstanz am Samstag, 17. September, von 15 bis 20 Uhr zum grossen Theaterfest mit buntem Programm.

Auf dem Münsterplatz wird Kinderschminken und Kopfputzschau, Basteln und Theaterspielen angeboten. Es gibt Technik- und Werkstattführungen und  öffentliche Proben. In der Werkstatt liest ausserdem Thomas Fritz Jung aus dem Familienstück «Die wilde Sophie». Wer Lust hat, spielt mit Intendantin Karin Becker in ihrem Büro Tischtennis (16.30-17.45 Uhr).

In der Spiegelhalle gibt es Kaffee und Kuchen, das Projekt «Theater hinter Gittern» wird vorgestellt, der Performance Club zeigt «Prinzip Hoffnung» und ab 17.30 Uhr wird ein Tanzworkshop angeboten.

Im Stadttheater findet im Foyer ein Kostümflohmarkt statt, die schönsten Stücke werden versteigert. Ausserdem lädt Rudi Hartmann zum Pop-Up-Chor und Patrick O. Beck präsentiert «Knolls Katzen». Highlight ist der musikalische Abschluss des Ensembles – ab etwa 19 Uhr. (pd/gen)

Die Nesslauer Musikerin und Künstlerin Livia Rita präsentiert ihr Début-Album auf einem Sessellift

Bereits 2020 machte Livia Rita eine Fashionshow auf dem Wolzenalp-Sessellift im Obertoggenburg.

Bereits 2020 machte Livia Rita eine Fashionshow auf dem Wolzenalp-Sessellift im Obertoggenburg.

Bild: PD

Am 7. Oktober erscheint das Début-Album «Fuga Futura» der Nesslauer Künstlerin, Musikerin und «Alpenhexe» Livia Rita. Es ist ein Gesamtkunstwerk bestehend aus Art-Fashion, Tanz und mystischem Ökopop. Um den Album-Release zu feiern, veranstaltet Livia Rita zusammen mit ihrem Avantgardeners Collective eine Performance auf dem Wolzenalp-Sessellift im Obertoggenburg.

Eingehüllt in transformierende ArtFashion-Kostüme verkörpern die Performerinnen und Performer die futuristischen Identitäten der sogenannten «Creatures», die den einzelnen Songs von «Fuga Futura» entspringen. Auf der Sesselbahn werden sie zum Sound des Albums durch die Lüfte schweben und den Zuschauenden, die ihnen auf dem Lift «entgegenfliegen», einen Einblick in die hybride Welt von «Fuga Futura» ermöglichen.

Die «Sessellift Artfashion Show» findet am Samstag, 24. September, sowie am Sonntag, 25. September, jeweils zwischen 12 und 13 Uhr statt. Bei schlechter Witterung wird die Performance nach innen in die Talstation verlegt. (pd/wec)

Neuer Domorganist an der Kathedrale St.Gallen kommt aus Bayern

Der katholische Konfessionsteil des Kantons St.Gallen hat einen Nachfolger des in Pension tretenden Domorganisten Willibald Guggenmos gefunden. Wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht, tritt Christoph Schönfelder aus München per 1. August 2023 in die Fussstapfen von Guggenmoos.

Christoph Schönfelder war einer von 26 Bewerbern für die Stelle als neuer Domorganist der Kathedrale St.Gallen.

Christoph Schönfelder war einer von 26 Bewerbern für die Stelle als neuer Domorganist der Kathedrale St.Gallen.

Bild: Matthias Jud

Schönfelder überzeugte die Findungskommission nicht nur musikalisch, sondern auch aufgrund seines theologischen und liturgischen Wissens sowie als Mensch, heisst es im Communiqué. Insgesamt bewarben sich 26 Personen für die Stelle – zehn davon aus der Schweiz; 16 aus dem Ausland. Für Raphael Kühne, Administrationspräsident des Katholischen Konfessionsteil St.Gallen, zeige die Zahl der Bewerber, welch hohe Attraktivität die Stelle in St.Gallen habe.

Der 30-jährige Schönfelder stammt ursprünglich aus Landshut in Bayern. Derzeit arbeitet er als hauptamtlicher Dozent für liturgisches Orgelspiel an der Hochschule für Musik und Theater in München. Seine musikalische Grundausbildung absolvierte er einst bei den Regensburger Domspatzen. Zusätzlich genoss er beim dortigen Domorganisten Orgelunterricht. Später studierte Schönfelder Orgel, katholische Kirchenmusik und Klavier an derselben Hochschule, wo er heute doziert.

Privatstudien zur Musik des 19. und 20. Jahrhunderts zogen ihn danach nach Italien und im Laufe der Zeit gewann er zahlreiche Orgelimprovisationswettbewerbe. Konzertreisen führten ihn unter anderem bis nach Südkorea. Schönfelders Transkription von Rachmaninows zweitem Klavierkonzert für Orgel wurde vom Bayrischen Rundfunk dokumentiert, ebenso spielte Schönfelder Franz Liszts Totentanz auf der Orgel ein.

Gemäss Mitteilung freut sich Schönfelder riesig auf seine neue Stelle in St.Gallen. Er wird wie folgt zitiert: «Einerseits die Möglichkeit zu haben, mit meinen Improvisationen und Literaturstücken die Feier der Liturgie zu bereichern und andererseits an der Diözesanen Kirchenmusikschule (DKMS) tätig zu sein und dort mein pädagogisches Wissen zu vermitteln, sind Herausforderungen, die mich begeistern.»

Sein Arbeitspensum in St.Gallen wird 90 Prozent betragen. Der Grossteil davon ist für liturgische Tätigkeiten inklusive Proben oder Ensemblebegleitung reserviert. Der Rest für die Konzerttätigkeiten und seine Lehrtätigkeit an der DKMS.

Der amtierende Domorganist Willibald Guggenmos wird Ende Juli mit 66 Jahren in den Ruhestand treten. Er wirkte seit September 2004 als Domorganist an der Kathedrale St.Gallen. Raphael Kühne lobt sein Wirken. Guggenmos habe die Kathedrale orgelmusikalisch geprägt wie kaum einer vor ihm, heisst es im Schreiben. Sowohl die eigenen als auch die internationalen Domorgelkonzerte habe Guggenmos zu einem kulturellen Höhepunkt weit über die Stadtgrenze hinaus gemacht. Eine ausführliche Würdigung erfolge zu gegebener Zeit. (pd/arc)

HSG: Frank Heer liest aus seinem Werk «Alice»

Zur Feier des zwanzigjährigen Bestehens der Lesereihe «Das andere Buch an der Uni» liest Frank Heer am Donnerstag, 15. September, aus seinem Roman «Alice» in der Bibliothek der Universität St.Gallen. Die Lesung ist öffentlich und kostenlos, sie beginnt um 19.30 Uhr.

Frank Heer ist in Uzwil geboren. Er schreibt nicht nur Romane, sondern ist auch Redaktor bei der «NZZ am Sonntag».

Frank Heer ist in Uzwil geboren. Er schreibt nicht nur Romane, sondern ist auch Redaktor bei der «NZZ am Sonntag».

Bild: PD

Das Buch des St.Galler Autors erzählt von der Begegnung eines jungen Lokalreporters mit der Musikerin Alice, von Menschen und Erinnerungen, die verschwinden und unverhofft wieder auftauchen. Musikalisch lässt sich Frank Heer von Kassettenrekorder und Schlagzeug geräuschvoll begleiten.

Die Lesereihe holte in den vergangenen zwanzig Jahren Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus den angrenzenden Ländern nach St.Gallen. Das Themenspektrum der dargebotenen Geschichten war vielseitig: Das Publikum hörte Auszüge aus Liebes- und Abenteuerromanen, Krimis, Mythen, Dramen und Autobiografien. (pd/arc)

Ein Bein in der Pop-Welt, ein Bein in der Kunst: Bekannte feministische Künstlerin stellt in St.Fiden aus und singt im Palace

Vergessene Frauen, vergessene deutsche Geschichte: Das sind die Themen der Künstlerin und Musikerin Michaela Melián. Die 64-jährige Münchnerin gehört zu den wichtigen weiblichen Stimmen im internationalen Kunstbetrieb. Nun kommt die preisgekrönte Soundkünstlerin nach St.Gallen. Am Freitag, 19 Uhr, eröffnet sie ihre Ausstellung «Tout ce qui sonne» im Kunstraum Chambre Directe Schubiger in St.Fiden, am Samstag um 21 Uhr gibt sie ein Konzert im Palace.

Michaela Melián arbeitet als Musikerin, Künstlerin und Professorin für zeitbezogene Medien in Hamburg.

Michaela Melián arbeitet als Musikerin, Künstlerin und Professorin für zeitbezogene Medien in Hamburg.

Bild: PD

Michaela Meliáns Karriere begann in den 1970ern als Mitherausgeberin der Zeitschrift «Mode und Verzweiflung». Dann tourte sie mit ihrer Band F.S.K., Freiwillige Selbstkontrolle, durch die Welt – zwischen Punkrock und beginnender Neuen Deutschen Welle. Heute arbeitet sie als Musikerin, Künstlerin und Professorin für zeitbezogene Medien in Hamburg. «Dass man ein Bein in der Pop-Welt hat und ein Bein in der Kunstwelt, das finde ich eher spannend. Sonst würde mir auch langweilig werden», sagte sie einmal. Mehrfach preisgekrönt wurde ihr Hörspiel «Föhrenwald» um das gleichnamige jüdische Auffang- und Durchgangslager, das nach dem Zweiten Weltkrieg zwölf Jahre lang bestand und dessen Bewohner dort auf ihre Ausreise ins Ausland warteten.

2007 hat sie für das Palace in St. Gallen einen Bühnenprospekt entworfen, auf dem eine Zeichnung der Hollywood-Diva Hedy Lamarr zu sehen ist: Hedy Lamarr hat 1941 in Hollywood zusammen mit dem Avantgarde-Komponisten George Antheil am Klavier ein Frequenzsprungverfahren entwickelt, das ermöglichte, Torpedos mittels Funksignalen über den raschen Wechsel der Frequenzen ortungs- und störungssicher gegen die die USA bedrohenden Nazi-U-Boote zu lenken. Die Erfindung wird 1942 patentiert, aber nicht vom Militär eingesetzt. Heute findet sie aber bei Mobiltelefonen grossflächig Verwendung.

Dieses «Frequency Hopping» genannte Verfahren ist Ausgangspunkt für eine Vielzahl von Meliáns Arbeiten. In diesem Zusammenhang zeigt sie im Chambre Directe Schubiger verschiedene Arbeiten auf Glas und Papier. Melián malt mit der Nähmaschine. Sie steht für Hausarbeit und für ausgebeutete Näherinnen quer über den Erdball. Aus diesem Symbol für schlecht bezahlte Frauenarbeit macht Melián ein Werkzeug weiblicher Selbstbestimmung. (pd/mem)

Eröffnung: Fr. 16.09.2022, 19:00; Chambre Directe – Schubiger, Rorschacher Strasse 112, 9000 St.Gallen; Eröffnungsrede, Flexmaster 3000 und ein 1/2 vom intergalaktischen Pulk (erst zum zweiten Mal im Sternensystem); Ausstellungsdauer: Sa 17.09.2022 – So 30.10.2022, Öffnungszeiten Do. 17:00 – 19:00 oder nach telefonischer Vereinbarung 076 748 95 68. Veranstaltungshinweis: Samstag, 17. September, Palace, St.Gallen,Tür 20:00, Beginn 21:00, 20.-; Melián spricht über ihre Arbeiten und spielt ein Konzert im Trio mit Ruth May und Elen Harutyuyan. Im Anschluss ans Konzert legt  Flexmaster 3000 und ein ½ vom intergalaktischen Pulk auf.

Kellerbühne St.Gallen präsentiert Ostschweizer Premiere von Uta Köbernicks neuem Kabarett-Programm

Uta Köbernick kommt für die Ostschweizer Premiere ihres brandneuen Programms in die Kellerbühne St.Gallen.

Uta Köbernick kommt für die Ostschweizer Premiere ihres brandneuen Programms in die Kellerbühne St.Gallen.

Bild: Carole Lauener

Die Kellerbühne St.Gallen zeigt diese Woche als Ostschweizer Premiere das brandneue Programm «Uta Köbernick geht's ruhig» der vielfach ausgezeichneten Kabarettistin Uta Köbernick. Die 46-jährige, gebürtige Berlinerin, die schon lange in Zürich lebt, präsentiert am 15., 16. und 17. September Lieder und Texte «wie frisch aus dem Bett gestiegen».

Köbernick hinterfragt und nimmt gesellschaftspolitische Verhältnisse mit viel Spielwitz unter die Lupe. Auf die Frage, ob sie Protestsongs singe, antwortet sie einmal: «Nein, Widerständchen!» In ihrem neuen Musikkabarett-Programm geht es darum, «wie wir Zeit empfinden, wie wir sie vollstopfen, wie wir sie, verschwenden. Und um die Frage: Kann man Zeit überhaupt verschwenden?» (pd/gen)

Kellerbühne St.Gallen, 15., 16. und 17. September, 20 Uhr. Es sind für alle Vorstellungen Plätze verfügbar.

Hommage an zwei wuselnde Transitorte: Vorpremieren von «Mahatah – Stories from Main Stations» in Wil und St.Gallen in Anwesenheit des Regieduos

Wuselnder Transitort: Der Hauptbahnhof Zürich.  Filmstill aus «Mahatah - Side Stories from Main Stations».

Wuselnder Transitort: Der Hauptbahnhof Zürich. Filmstill aus «Mahatah - Side Stories from Main Stations».

Bild: PD

Am Dienstag, 13. September, finden in Wil und St.Gallen die Vorpremieren des Schweizer Dokumentarfilms «Mahatah - Side Stories from Main Stations» statt. Die Aargauer Filmemacherin Sandra Gysi und der Co-Regisseur Ahmed Abdel Mohsen werden den Film präsentieren und Fragen dazu beantworten.

Der Trailer zu Mahatah - Side Stories from Main Stations».

Video: Vimeo

Die Hauptbahnhöfe von Kairo und Zürich sind faszinierende Universen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. In der Hitze Kairos hilft Gelassenheit, in Zürich die Klimaanlage. Die regieführenden Sandra Gysi und Ahmed Abdel Mohsen nähern sich den wuselnden Transitorten poetisch an. In mosaikartigen Kurzporträts wird der Arbeitsalltag in den beiden Hauptbahnhöfen von Kairo und Zürich einander gegenüberstellt.(pd/gen)

Di, 13. September, 18 Uhr, Cinewil Wil; 20.15 Uhr, Kinok St. Gallen, das Gespräch führt die Filmwissenschafterin Tatjana Simeunović.

Literaturhaus Wyborada feiert mit Christoph Kellers und Gästen

Superheld: Der St.Galler Schrifsteller Christoph Keller mit Hund Stanley.

Superheld: Der St.Galler Schrifsteller Christoph Keller mit Hund Stanley.

Bild: Jan Heller Levi

Mit einer Booklaunch-Party startet das St.Galler Literaturhaus Wyborada am Donnerstag, 15. September in die neue Saison. Gefeiert wird die erste internationale Ausgabe von Christoph Kellers Buch «Every Cripple a Superhero» ab 19 Uhr in der Militärkantine St.Gallen. Der St.Galler Autor schreibt darin über die unzähligen Barrieren, denen er als von Spinaler Muskelatrophie Betroffener im Alltag begegnet; «Splitter aus dem Leben in der Exklusion» nennt das Buch auch. Die deutsche Ausgabe «Jeder Krüppel ein Superheld» erschien 2020 im Limmat Verlag.

Der Schrifsteller Michael Fehr.

Der Schrifsteller Michael Fehr.

Bild: pd
Die Schrifstellerin Dorothee Elmiger.

Die Schrifstellerin Dorothee Elmiger.

Bild: pd

Mit Christoph Keller auf der Bühne sind am Donnerstag prominente literarische Gäste, Dorothee Elmiger, Michael Fehr, Meral Kureyshi und Peter Weber. Denn nicht nur in seinen Offenen Briefen ergreift Keller das Wort für Menschen, die mit Beeinträchtigungen zu leben haben, sondern auch mit den Mitteln der Literatur.

Den vielstimmigen, mehrsprachigen, leider nicht ganz barrierefreien Abend werden Kay Rauber & Matthias Zuber (Handpans) musikalisch bereichern, anschliessend gibt es einen Apéro. Türöffnung ist ab 18.30 Uhr. (pd/bk.)

Satirischer Doppelabend zum Start in die Theatersaison

Das Theater St.Gallen startet am Mittwoch, 14. September, mit einer Schweizer Erstaufführung in die neue Saison. Ab 20 Uhr werden zwei Kurzkomödien der deutschen Dramatikerin Theresia Walser gezeigt. Der satirische Doppelabend in der Lokremise mit dem Titel «Ein bisschen Ruhe vor dem Sturm | Nach der Ruhe vor dem Sturm» leuchtet ins Innere der Theaterwelt. Die Inszenierungen stammen vom Schauspieldirektor Jonas Knecht und der Leitenden Schauspieldramaturgin Anja Horst.

Zum Start in die neue Theatersaison werden zwei komödiantische Kammerspiele der Deutschen Dramatikerin Theresia Walser gezeigt.

Zum Start in die neue Theatersaison werden zwei komödiantische Kammerspiele der Deutschen Dramatikerin Theresia Walser gezeigt.

Bild: Donato Caspari

Die beiden Kammerspiele sind nicht nur treffende Satiren über die Mechanismen und das Funktionieren des Theaters, sondern sie erlauben gleichzeitig erhellende und erheiternde Blicke auf das Spiel der Eitelkeiten im ganz gewöhnlichen Leben – in dem mit dem Verhältnis von Wirklichkeit und Illusion nicht minder raffiniert gespielt wird als auf der Bühne, schreibt das Theater St.Gallen in der Mitteilung.

«Ein bisschen Ruhe vor dem Sturm» handelt von drei Schauspielern, die auf den Auftritt in einer Talkshow warten. In der Sendung soll es um ihr Metier und ihre Karrieren gehen. Noch bevor die Kamera läuft, verstricken sich die drei in eine hitzige Debatte und verhandeln die Darstellbarkeit des Bösen, die Frage, ob man über Goebbels lachen darf, oder die These, dass ein Schauspieler gar keinen Regisseur braucht.

In «Nach der Ruhe vor dem Sturm» sind hingegen zwei altgediente Schauspielerinnen bereit für ihren Auftritt in einer Talkshow. Die eine hat ihre Lebensrolle gefunden als Chefhostess in der Kreuzfahrtschmonzette «Das Glücksschiff», die andere hat in grossen Frauenrollen brilliert und beherrscht den Selbstmord Penthesileas wie kaum eine andere. Die beiden Frauen reden sich bereits vor der Show mit heissen Themen warm – etwa mit den Fragen, wie man als Schauspielerin würdig von der Bühne abgeht, oder ob die Jahrtausende alte Pimmeldramatik aus der Pimmelperspektive noch up to date ist. (pd/arc)

Musik, Kleider und Industriegeschichte in der Kleberei Rorschach

Singer-Songwriter am Freitag in der Kleberei Rorschach (von links): Isa Fisch (Geige), Stella Locher (Keyboards/Gesang) und Sebastian Bill (Gitarre/Gesang).

Singer-Songwriter am Freitag in der Kleberei Rorschach (von links): Isa Fisch (Geige), Stella Locher (Keyboards/Gesang) und Sebastian Bill (Gitarre/Gesang).

Bild: PD

In der Kleberei Rorschach auf dem Areal der ehemaligen Stickereifabrik Feldmühle ist von Freitag bis Sonntag ein abwechslungsreiches Programm zu erleben.

Am Freitag, 9. September, 20.30 Uhr, sind die Singer-Songwriter Stella & Sebastian mit Isa Fisch zu Gast. Sie spielen Eigenkompositionen und Coversongs. Vor allem die Zusammenarbeit mit der Geigerin Isa Fisch (alias Julia Herkert) dürfte Überraschendes auf die Bühne bringen.

Am Sonntag, 11. September, 10.30 Uhr, präsentieren der bekannte Saxofonist Peter Lenzin und der Gitarrist Saki Hatzigeorgiou an einer Matinee Songs aus seinem aktuellen Album «Love & Life». Authentische und ehrliche Musik, die von Herzen kommt. Dazu werden Kaffee und Gipfeli serviert.

Peter Lenzin (Saxofon) und Saki Hatzigeorgiou (Gitarre) spielen eine Matinee in der Kleberei.

Peter Lenzin (Saxofon) und Saki Hatzigeorgiou (Gitarre) spielen eine Matinee in der Kleberei.

Bild: PD

Der Sonntagnachmittag 11. September, gehört dann zwischen 14 und 17 Uhr all jenen, die sich für Kleider, Accessoires und historische Industriegebäude interessieren. Am Kleidertausch erwarten Kati Zünd von NähWas und ihr Team Frauen und Männer, die Kleider tauschen möchten. Pro Person können fünf Stücke gebracht werden. Dies können Kleider, Schuhe und modische Accessoires sein.

Um 14 Uhr nehmen Richard Lehner und Efisio Prasciolu Personen mit auf einen spannenden Rundgang durch die Räume der ehemaligen Stickereifabrik Feldmühle AG. Zu sehen sein werden einzigartige Bauwerke, Treppenhäuser, Maschinen und Brennöfen, ebenso die Arbeitsplätze, an denen früher Stickereien, Kunstseide und Klebebänder hergestellt wurden. (pd/gen)

Für den Feldmühle-Rundgang und die Konzerte lohnt sich eine Anmeldung, da die Platzzahl beschränkt ist. Anmeldung: raum@kleberei.ch

Weltschall-Kollektiv lädt zum eintägigen Open Air bei der «Militärkantine» St.Gallen

Auf dem Parkplatz der «Militärkantine» in St.Gallen findet am Samstag, 10. September, erstmals das Orbit-Open-Air statt. Auftreten werden fünf Bands aus der Schweiz, die ein Spektrum von Synthie-Pop bis Indie-Rock abdecken. Die Veranstalterinnen des Weltschall-Kollektivs führen das Festival zum zweiten Mal durch – erstmals an diesem Standort, wieder mit Gratis-Eintritt, aber unter neuem Namen; im vergangenen Jahr hiess das Festival noch Areal-Bach-Open-Air und es fand auch dort statt.

Das Open-Air findet erstmals bei der «Militärkantine» statt.

Das Open-Air findet erstmals bei der «Militärkantine» statt.

Bild: Benjamin Manser

Von 15 bis 22 Uhr werden die Bands Prozpera aus Frauenfeld, Frantic aus Wil, Paraphon aus St.Gallen, Ladunna aus dem Bündnerland und Lou Kaena aus Zürich auf der Bühne stehen. Das Festival will gemäss Communiqué Gross und Klein, Jung und Alt, Einheimische und Auswärtige anziehen. «Wir wollen Vielfalt und Integration fördern und sprechen bewusst kein spezifisches Publikum an», wir Romina Hengartner vom Weltschall-Kollektiv in der Mitteilung zitiert.

Die Gagen der Künstlerinnen und Künstler übernehmen verschiedene Sponsoren und Sponsorinnen. Sie übernehmen auch die Produktions- und Werbekosten. Wer einen finanziellen Beitrag ans Open-Air leisten will, kann einen Solidaritätsbeitrag beisteuern. Für das leibliche Wohl werden hausgemachte Pizzen, Grilladen und Drinks vom Restaurant Militärkantine angeboten.

Liebhaberinnen und Liebhaber elektronischer Musik können das Festival in der Tankstell-Bar ausklingen lassen. Dort legen nach den Live-Auftritten die zwei St.Galler DJs Alon Levi und Anna einen Mix aus House und Techno auf. (pd/arc)

Stadtufer-Sommerfest in Lichtensteig

Im Areal Stadtufer steigt ein zweitägiges Sommerfest.

Im Areal Stadtufer steigt ein zweitägiges Sommerfest.

Bild: PD

Die Genossenschaft Stadtufer veranstaltet im Areal Stadtufer, der ehemaligen Textilfabrik am Stadtufer in Lichtensteig, ein zweitägiges Sommerfest mit einem vielfältigen Programm. Damit wird der diesjährige Kauf der Fabrik und deren fortschreitende Umnutzung als Kultur-, Wohn- und Arbeitsort gefeiert.

Der St.Galler Multiinstrumentalist Marcello Wick.

Der St.Galler Multiinstrumentalist Marcello Wick.

Bild: Belinda Schmid

Das Fest beginnt heute Freitag, 9. September um 18 Uhr. Um 20 Uhr tritt das Duo Wotsala auf, bestehend aus Marcello Wick, Stimmkünstler aus St.Gallen, und dem Bregenzer Multiinstrumentalisten Andreas Paragioudakis.

Die Jazzband der Musikschule Toggenburg spielt um 22 Uhr. Ab 23.30 Uhr legt DJ Eluzis auf.

Riccarda Naef, aka Jeffi Lou, tritt am Stadtufer-Sommerfest auf.

Riccarda Naef, aka Jeffi Lou, tritt am Stadtufer-Sommerfest auf.

Bild: Arthur Gamsa

Am Samstagnachmittag, 10. September,  ist  das Gofechössi – Junges Theater Toggenburg mit «Zirkuswelten» zu Gast. Zwei der besten Slackliner der Schweiz zeigen eine umwerfende Show auf einem dünnen Seil. Sie treten um 14 Uhr, 15 Uhr, 16 Uhr und 17 Uhr auf.

DJ Candy Sändy.

DJ Candy Sändy.

Bild: Ralph Ribi

Der musikalische Samstagabend beginnt mit der feministischen St.Galler Sängerin Jeffi Lou. Sie spielt ab 20 Uhr ein komplett neues Set. Es folgen um 21 Uhr die Schweizer Rapperin La Nefera und um 22.30 Uhr das Zürcher Duo ENL. Den Abend schliesst um 24 Uhr die St.Gallerin Claude Bühler, aka DJ Candy Sändy, vom feministischen Netzwerk Salon vert ab. (pd/ gen)

Richard Tisserand verabschiedet sich aus gesundheitlichen Gründen vom Kunstraum Kreuzlingen

Kurator Richard Tisserand hört aus gesundheitlichen Gründen auf.

Kurator Richard Tisserand hört aus gesundheitlichen Gründen auf.

Bild: Andri Vöhringer

17 Jahre lang hat Richard Tisserand den Kunstraum Kreuzlingen
kuratiert. Nun ist er aus gesundheitlichen dazu gezwungen, sein Amt
niederzulegen. Im Auftrag der Thurgauischen Kunstgesellschaft stellt sein guter Freund und langjähriger Assistenzkurator Reto Müller zum Abschied Tisserands eigenes künstlerisches Schaffen aus. Die Vernissage findet am 16. September ab 18 Uhr statt, die Ausstellung «Oeuvre complete –Richard Tisserand» dauert bis 31. Dezember.

Der Kunstraum Kreuzlingen soll wärend der Dauer der Ausstellung zum Forum, zum Begegnungs- und Diskussionsort werden. Richard Tisserand unterhält sich mit Kunsthistorikerinnen, Freunden und Kolleginnen über die Kunst und sein Leben. Die Termine für die Gespräche werden auf der Website und und im Newsletter bekannt gegeben.

Im Tiefparterre wird das fortlaufende Projekt der Thurgauischen Kunstgesellschaft «Kunst persönlich» mit Videoporträts und Interviews von Jeremias Heppeler mit Thurgauer Kulturschaffenden gezeigt. (pd/gen)

Neue Leiterin für die Sitterwerk-Kunstbibliothek in St.Gallen

Eveline Wüthrich löst Roland Früh in der Leitung der Kunstbibliothek der Stiftung Sitterwerk in St.Gallen ab.

Eveline Wüthrich löst Roland Früh in der Leitung der Kunstbibliothek der Stiftung Sitterwerk in St.Gallen ab.

Bild: PD

Nach genau acht Jahren gibt Roland Früh die Leitung der Sitterwerk-Kunstbibliothek in St.Gallen weiter und wird Fachreferent in der Bibliothek des Schweizerischen Instituts für Kunstgeschichte in Zürich. Eveline Wüthrich tritt am 1. Oktober Frühs Nachfolge an. Wüthrich hat Kunstgeschichte und Curatorial and Critical Studies studiert. Bisher leitete sie die Kunstbuchmesse I Never Read, Art Book Fair Basel, die sie 2012 zusammen mit einem kleinen Team gegründet hatte und die auch in Zukunft jährlich in Basel stattfinden wird.

Wie die Stiftung Sitterwerk in einer Mitteilung schreibt, schaffe Eveline Wüthrich mit der Messe und in ihrer kuratorischen Arbeit soziale Räume, in denen künstlerische Inhalte für eine breite Öffentlichkeit zugänglich werden. Diesen Ansatz und ihr grosses Netzwerk werde sie auch im Sitterwerk nutzen.(pd/gen)

Autorin Regina Dürig zu Gast in Flawil

Die Bieler Autorin Regina Dürig.

Die Bieler Autorin Regina Dürig.

Bild: Anja Fonseka

Am Sonntag, 11. September, um 17 Uhr ist Regina Dürig im Rahmen einer Sofalesung zu Gast in Flawil. Sie liest aus ihrer Novelle «Federn lassen»

Dürig ist Autorin, Performerin und Dozentin für Literarisches Schreiben an der Hochschule der Künste Bern, dem Schweizerischen Literaturinstitut in Biel und an der Volkshochschule Biel/Lyss. Für ihre Arbeiten hat Regina Dürig zahlreiche Auszeichnungen erhalten, unter anderem den Peter-Härtling-Preis, den Literaturpreis Wartholz und den Literaturpreis des Kantons Bern. Regina Dürig lebt in Biel.

Sofalesungen sind öffentliche Lesungen, die in den Räumen privater Gastgeberinnen und Gastgeber stattfinden. Infos zum genauen Ort finden sich unter diesem Link. (pd/wec)

Eintritt: 12 Franken  / ermässigt 8 Franken

Graffiti-Künstler stellt im Haus zur Ameise in St.Gallen Fische aus, die im Dunkeln leuchten

Sope zeichnet Fische mit präzisem, feinem Strich.

Sope zeichnet Fische mit präzisem, feinem Strich.

Bild: PD

Der Freiburger Graffiti-Künstler Sope stellt am Freitag und Samstag, 9. und 10. September, unter dem Titel «Be Water My Friend» im Haus zur Ameise in St.Gallen aus. Sope hat 1998 angefangen Graffiti zu malen. Der Autodidakt zeigt im auf Illustration und Grafik spezialisierten Haus zur Ameise eine Serie von Fischen, die im Dunkeln leuchten. Sie ist in den letzten anderthalb Jahren entstanden. (pd/gen)

Öffnungszeiten Ausstellung: Freitag, 9.9., 18 bis 22 Uhr, Samstag, 10.9., 16 bis 20 Uhr. Haus zur Ameise, Augustinergasse 17, St.Gallen.

Voting läuft: Zwei Ostschweizer Acts im Halbfinale des Cokestudio Soundcheck

Jeffrey Rulloda und Noelle Bobst alias Echotypes. Rulloda kommt aus Herisau.

Jeffrey Rulloda und Noelle Bobst alias Echotypes. Rulloda kommt aus Herisau.

Bild: PD

Der Cokestudio Soundcheck ist der grösste Newcomer-Musikwettbewerb der Schweiz. Von den insgesamt 160 Acts, die sich für die diesjährige Ausgabe beworben habe, hat die Jury im Juli zwölf Halbfinalistinnen und -finalisten ausgewählt. Darunter sind auch zwei Ostschweizer: Der in Herisau aufgewachsene Jeffrey Rulloda mit seiner Band Echotypes sowie der Sirnacher Rapper Kilian Mizrahi alias xthedoc.

Der Thurgauer Rapper Kilian Mizrahi alias xthedoc.

Der Thurgauer Rapper Kilian Mizrahi alias xthedoc.

Bild: PD

Aktuell kämpfen sie um die Stimmen der Bevölkerung: Bis zum 16. September kann in einem Onlinevoting abgestimmt werden, welche vier Acts ins Finale einziehen und am 8. Oktober in Zürich live um den Sieg kämpfen. Auf die Gewinnerinnen und Gewinner wartet Startkapital sowie ein Jahr lang professionelle Beratung und Unterstützung durch eine Managementagentur im Wert von insgesamt 50’000 Franken. (pd/wec)

Ukrainische Hochzeitsmusik in Romanshorn

Die neunköpfige Hudaki Village Band bei einem Auftritt im Rahmen des Lucerne Festival im Sommer 2021.

Die neunköpfige Hudaki Village Band bei einem Auftritt im Rahmen des Lucerne Festival im Sommer 2021.

Bild: Patrick Huerlimann

«Hudaki» werden im südwestlichen Zipfel der Ukraine Musikanten genannt, die zu Hochzeiten und anderen Festen die traditionelle Musik spielen. Die neunköpfige Hudaki Village Band wurde vor bald 20 Jahren gegründet, lange war nicht klar ob sie wegen des Krieges in der Ukraine überhaupt in die Schweiz einreisen kann.

Die Hochzeitsmusikanten wandern in den Karpaten von Fest zu Fest. Verschiedene musikalische Einflüsse machen die traditionelle Musik der Hudaki Village Band facettenreich und einzigartig. Slawische Gesangstradition, rumänische Melodien und Klezmer-Rhythmen sind während Jahrhunderten zu einer lokalen Crossover-Musik verschmolzen. Am Sonntag, 11. September, tritt die Hudaki Village Band im Rahmen der Reihe Klangreich im Kino Roxy in Romanshorn auf. Das Konzert beginnt um 17 Uhr. (pd/gen)

Sonntag, 11. September, 17 Uhr, Kino Roxy, Salmsacherstr. 1,  Romanshorn.

Abstrakte Kunst in der alten Rorschacher Trafostation

Die Alte Trafostation in Rorschach bietet mit ihren hohen, langen Räumen ideale Bedingungen für Kunstausstellungen. Momentan stellt dort Roland Büchler aus.

Die Alte Trafostation in Rorschach bietet mit ihren hohen, langen Räumen ideale Bedingungen für Kunstausstellungen. Momentan stellt dort Roland Büchler aus.

Bild: PD

Roland Büchler wohnt seit 30 Jahren in Rorschacherberg und malt fast täglich in seinem Atelier beim Gleis 2 am Rorschacher Hafen. Vor 18 Jahren begann er mit seiner künstlerischen Tätigkeit, seitdem konnte er seine Werke an über 30 Ausstellungen im In- und Ausland zeigen.

Künstler Roland Büchler.

Künstler Roland Büchler.

Bild: PD

Nun stellt er im alten Trafogebäude in Rorschach bis 18. September seine abstrakte Malerei aus. Das Trafogebäude mit seinen hohen und langen Räumen wird vom Kunstverein Rorschach betreut. «Bildermacher» Roland Büchler zeigt 30 neue Arbeiten, die fast alle in den letzten zwei Coronajahren entstanden sind. (pd/gen)

Alte Trafostation im Stadtwald, Adolf-Gaudy-Weg, Rorschach. Öffnungszeiten: 10./11./17./18. September, 14 bis 16 Uhr. Der Künstler ist immer anwesend.

Eine Minute Privat-Performance für eine Person: Künstlerduo tritt in Container auf dem St.Galler Gallusplatz auf

Die One-Minute-Performances von Schmalz & Gombas sind ein Langzeitprojekt.

Die One-Minute-Performances von Schmalz & Gombas sind ein Langzeitprojekt.

Bild: PD

Das Thurgauer Künstlerduo Schmalz & Gombas bestehend aus René Schmalz und Gabriella Gombas tritt am 8. und 9. September in einem mobilen Kunstcontainer auf dem Gallusplatz in St.Gallen auf. Darin wird von 13.30 Uhr bis 18 Uhr jeweils für eine besuchende Person eine Minute lang kostenlos eine Performance aufgeführt.

Diese «One-Minute-Performance for One Person» ist individuell auf die Besucherin oder den Besucher angepasst, sodass jeder und jede ein Unikat bekommt. Der erste Eindruck, der von der besuchenden Person ausgeht, wird von Schmalz & Gombas aufgenommen und mit Stimme, Klang und in kleinen Tanzfragmenten zum Ausdruck gebracht. (pd/gen)

Am 16. und 17. September treten Schmalz-Gombas mit ihren «One-Minute-Performances »in Kreuzlingen zwischen der Hauptstrasse 54 und 56 auf.

Kunstinstallation macht halt auf dem St.Galler Lattich-Areal

Von Freitag, 9. September, bis Donnerstag, 6. Oktober, steht auf dem Lattich-Areal die Kunstinstallation «Nachdenken über das koloniale Erbe» von Cilgia Rageth. Aus diesem Anlass findet am Freitag eine besinnliche Veranstaltung auf dem Areal statt. Beginn ist um 19 Uhr.

Die Kunstinstallation «Nachdenken über das koloniale Erbe» von Cilgia Rageth wird an 50 Standorten in der Schweiz gezeigt. Ab Freitag ist sie in St.Gallen zu sehen.

Die Kunstinstallation «Nachdenken über das koloniale Erbe» von Cilgia Rageth wird an 50 Standorten in der Schweiz gezeigt. Ab Freitag ist sie in St.Gallen zu sehen.

Patrick Lüthy (Olten, 22. April 2022)

Nach der Begrüssung durch Adelheid Karli, Heks, wird an der Veranstaltung Thomas Metzger, PHSG, das Wort ergreifen. Musikalisch umrahmt wird der Anlass von Roman Rutishauser. Während des Zeitraums, in dem die Kunstinstallation auf dem Lattich-Areal steht, finden ausserdem zwei Rahmenveranstaltungen statt. Am Samstag, 10. September, führt Hans Fässler eine besondere Stadtführung mit dem Titel «Im Westen viel Neues» durch. Treffpunkt ist um 10 Uhr auf dem Lattich-Areal. Die Führung dauert zwei Stunden.

Am Freitag, 16. September, wird Hans Fässler hingegen ein illustriertes Referat halten. Das Thema lautet «Auswanderung und Solddienst. Was sie mit Sklaverei und Kolonialismus zu tun haben. Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr im GBS-Modul 311 auf dem Lattich-Areal und dauert zirka 90 Minuten. (pd/arc)

Weitere Informationen gibt’s im Internet.

Künstlerduo im Architekturforum Ostschweiz

Mindaugas Matulis und Linus Stiefel zeigen ab Freitag, 9. September, ihre aktuelle künstlerische Arbeit «Mendog&Stevil» im Architekturforum Ostschweiz in St.Gallen. Die Ausstellung dauert bis am Sonntag, 2. Oktober. Eröffnet wird sie am Donnerstag, 8. September, um 18.30 Uhr. Anlässlich der Museumsnacht findet um 20 Uhr eine Performance statt.

Mendog und Stevil sind zwei Männer in schlecht sitzenden Anzügen aus einem Second-Hand-Laden und spazieren in diesen durch die Welt.

Mendog und Stevil sind zwei Männer in schlecht sitzenden Anzügen aus einem Second-Hand-Laden und spazieren in diesen durch die Welt. 

Matulis und Stiefel haben 2021 einen Werkbeitrag der Stadt St.Gallen erhalten. Im Zentrum ihres Kunstprojekts stehen die Kunstfiguren mit den Namen Mendog und Stevil: zwei Männer in schlecht sitzenden Anzügen aus einem Second-Hand-Laden in Vilnius, der Heimatstadt Matulis’. Die beiden spazieren durch die Welt und können dabei alles sein, was sie wollen; Künstler, Schauspieler, Dekorationsmaler und Geschäftsmänner.

Sie sind in vermeintlich wichtigen Gesprächen in brachliegenden Landschaften zu sehen, steigen in Hotels ab und unternehmen unergründliche Dinge in namenlosen Städten. Die beiden Protagonisten sind unterwegs, erforschen die Wechselwirkung der Kunstfiguren bei Begegnungen im öffentlichen und privaten Raum. Dabei entstehen Selbstportraits, spielerische Szenen und Selbstinszenierungen in den Städten, Landschaften, den Hotels und Strassen. Das Projekt vereint Fotografie, Malerei, Performance und Musik.

Linus Stiefel, Jahrgang 1996, hat den Bachelor Fine Arts an der Zürcher Hochschule der Künste absolviert, arbeitete im St.Galler «Palace» mit, war temporär am Schauspielhaus Zürich als Videoassistent tätig und ist seit 2020 freischaffender Künstler. Er arbeitet mit Video, Fotografie und Musik.

Mindaugas Matulis, Jahrgang 1997, geboren in Litauen, hat den Bachelor Visuelle Kommunikation mit der Vertiefung Fotografie an der École cantonale d’art de Lausanne (ECAL) absolviert und arbeitet ebenfalls seit 2020 freischaffend. Seine Arbeit umfasst verschiedene Disziplinen wie Fotografie, Video, Collagen, Malerei und digitale Arbeiten. (sk/arc)

Besonderes Open Air beim Rümpeltum St.Gallen

Am Samstag, 10. September, lädt der St.Galler Verein Latzhose zum diesjährigen Latzhosen Air, welches erstmals beim Rümpeltum auf dem Bach-Areal in St.Gallen stattfindet. Es handelt sich um ein besonderes Open Air. Bei der Gestaltung des Programm waren dem Verein insbesondere Diversität und Inklusion ein grosses Anliegen.

Das Latzhosen Air wurde bisher dreimal im «Schwarzen Engel» durchgeführt. Am Samstag kommt es zur Premiere auf dem Bach-Areal.

Das Latzhosen Air wurde bisher dreimal im «Schwarzen Engel» durchgeführt. Am Samstag kommt es zur Premiere auf dem Bach-Areal. 

Bild: Michel Canonica

Gemäss Facebook-Seite des Vereins beginnt der Anlass um 13 Uhr. Auftreten werden folgende Künstlerinnen, Künstler und Ensembles:

  • Cheibe Balagan
  • Lily Claire
  • Damian Bright
  • Prince Jelleh
  • Komiktheater
  • Moonpools
  • Max Berend
  • Bahnhofbuffet Chancental
  • DJ Leaneye
  • DJ V.L.G.G.

Der Verein Latzhose wurde im Jahr 2018 aus dem Wunsch heraus gegründet, gesellschaftliche Inklusionsprozesse zu fördern. Ziel des Vereins ist es, Zugänge zu schaffen, die es ermöglichen, sozialen Ausschliessungen von Menschen entgegenzuwirken. (pd/arc)

Wanderausstellung macht halt in St.Gallen

Ab Mittwoch, 7. September, sind in der Kirche St.Mangen in St.Gallen Werke des reformierten Pfarrers Josua Boesch (1922-2012) zu sehen. Gezeigt werden Metall-Ikonen im Original.

Eine Metall-Ikone von Josua Boesch.

Eine Metall-Ikone von Josua Boesch.

Bild: PD

Die Wanderausstellung wurde anlässlich des 100. Geburtstages des Pfarrers auf die Beine gestellt. Sie vermittelt auch Eindrücke der Spiritualität von Boesch. In der Kirche St.Mangen wird die Ausstellung bis am Sonntag, 18. September gezeigt. Geöffnet ist die Ausstellung jeweils von 9 bis 18 Uhr.

Die Vernissage findet am Donnerstag, 8. September, statt. Am Anlass halten Vreni und Bruno Dörig einen Eröffnungsvortrag. Das Ehepaar war eng mit Josua Boesch befreundet und begleitete seinen spirituellen Weg. Musikalisch umrahmt wird die Vernissage von Milena Hofmann (Harfe) und Michelle Falk (Querflöte). Ausserdem gibt’s einen Apéro.

Im Rahmen der Ausstellung wird an drei Abenden unter dem Titel «Begegnung mit Josua Boesch: Persönliche Erfahrungen mit seinen Ikonen» in das Werk und die Spiritualität des Pfarrers eingeführt. Am Montag, 12. September, ist Theodor Pindl zu Gast. Am Mittwoch,
14. September, und am Freitag, 16. September, spricht wiederum Bruno Dörig. Die drei Gesprächsabende dauern jeweils eine Stunde und beginnen um 19 Uhr. (pd/arc)

Weitere Informationen zur Wanderausstellung sind online abrufbar.

Premiere von «Drii Winter» in Anwesenheit der Hauptdarstellerin und des Hauptdarstellers im Kinok

Am Dienstag, 6. September, 20 Uhr, findet die Premiere von «Drii Winter» im Kinok in der Lokremise St.Gallen statt. Zu Gast sind die Hauptdarstellerin Michèle Brand und Hauptdarsteller Simon Wisler.

Der Film erzählt die Liebesgeschichte zwischen Marco und Anna. Gespielt werden die Rollen von Michèle Brand und Simon Wisler.

Der Film erzählt die Liebesgeschichte zwischen Marco und Anna. Gespielt werden die Rollen von Michèle Brand und Simon Wisler.

Bild: PD

Der Film, der für die Schweiz ins Oscar-Rennen geschickt wird, war ein Ereignis an der diesjährigen Berlinale. Er beginnt beinahe wie ein Western: Ein Fremder ist kürzlich in ein abgelegenes Urner Bergdorf gezogen, wo die Alteingesessenen eine verschworene Gemeinschaft bilden. Man begegnet dem bulligen Mann, der Marco heisst, zunächst mit Misstrauen und Argwohn.

Doch Marco ist nicht nur ein zupackender Arbeiter, er hat im Dorf auch seine grosse Liebe gefunden. Anna serviert in der Dorfbeiz und hat noch einen Job als Briefträgerin. Als geschiedene Mutter einer kleinen Tochter ist auch sie eine Aussenseiterin. Als die beiden in der Dorfkirche heiraten, scheint das Glück perfekt und das Gerede der Leute hört auf.

Doch nur für kurze Zeit, denn bald erschüttert ein Schicksalsschlag das Leben des jungen Paares. Wie eine griechische Tragödie nimmt diese Geschichte ihren Lauf – wortkarg, unspektakulär, immer mit der rauen Bergwelt im Hintergrund. Regisseur und Drehbuchautor Michael Koch setzt sie bewusst wie eine zusätzliche Filmfigur ein und führt das Kino so zu seinen Ursprüngen, dem Erzählen in Bildern, zurück.

Die raue Bergwelt im Hintergrund wird bewusst wie eine zusätzliche Filmfigur eingesetzt.

Die raue Bergwelt im Hintergrund wird bewusst wie eine zusätzliche Filmfigur eingesetzt.

Bild: PD

Neben den berauschenden Bilder des deutschen Kameramanns Armin Dierolf und den schauspielerischen Leistungen des ganz aus Laien bestehenden Ensembles ist es der für einen Schweizer Film ungewöhnliche Mut zur Tragödie, der dieses Werk auszeichnet. Das eigenwillige Drama erinnert an «Höhenfeuer» von Fredi M. Murer. Das Gespräch nach der Vorstellung führt der Filmjournalist Geri Krebs. (pd/arc)

Ticketreservationen können im Internet vorgenommen werden.

Herbstserenade mit Uraufführung im Kloster Fischingen

Gloria Isabel Ramos Triano dirigiert die Weltsaiten Sinfonietta.

Gloria Isabel Ramos Triano dirigiert die Weltsaiten Sinfonietta.

Bild: PD

Am Sonntag, 25. September, 16 Uhr, findet im Kloster Fischingen (Bibliothek) ein spezielles Konzert statt. Zu Gast ist die Weltsaiten Sinfonietta unter der Leitung von Gloria Isabel Ramos Triano. Zu Beginn erklingt die Stimme des zeitgenössischen spanischen Komponisten Jordi Capellas. In einer Uraufführung. Das Stück ist reich an speziellen akustischen Farben. Danach ist die Pianistin Fabienne Romer mit  Joseph Haydns sonnigem G-Dur Klavierkonzert zu hören. Haydn schrieb dieses Klavierkonzert für die berühmte blinde Pianistin und Komponistin Maria Theresia von Paradies. Der faszinierendste Satz ist das Finale, ein typisch Haydn’sches Rondo voller Elan und Witz. Weiter geht es im Konzert mit der Serenade von Dvořák, einem sehr lichtvollen Stück. Die Tonart E-Dur gewährt hier einen glänzenden Charakter. Der 4. Satz ist der Höhepunkt der Serenade, er ist einer der innigsten Sätze der gesamten Romantik, in welchem eine grosse Intensität von Gefühlen zelebriert wird. (pd/map)

Multikulturell besetztes Swing-Quartett im Schloss Wartegg

Linus Wyrsch an der Klarinette.

Linus Wyrsch an der Klarinette.

Bild: Kevin Harkins

Der Innerschwyzer Klarinettist und Saxophonist Linus Wyrsch lebt seit 15 Jahren in New York. Nun tritt er am Sonntag, 4. September, mit seinem  «Linus NYC Quartet with Gizem Gokoglu» im Schloss Wartegg in Rorschacherberg auf.

Das Quartett besteht aus der aus Nordzypern stammenden Komponistin und Sängerin Gizem Gokoglu, dem neapolitanischen Pianisten Alessandro d’Episcopo und Linus’ Vater Urs Wyrsch am Bass. Das Quartett tritt regelmässig zusammen in Europa auf und durfte kurz vor der Pandemie sogar in New York beim Schweizer Botschafter auftreten. Ab 17 Uhr spielt das Quartett beliebte amerikanische und europäische Standards, raffinierte Eigenkompositionen und swingende Improvisationen. (pd/gen)

Der Fotograf des «Marlboro Man» kommt nach St.Gallen

Hannes Schmid wurde berühmt mit seiner ikonischen Marlboro-Kampagne.

Hannes Schmid wurde berühmt mit seiner ikonischen Marlboro-Kampagne.

Bild: Bruno Kissling

Der Schweizer Fotograf und Künstler Hannes Schmid hat mit seinen Marlboro-Bildern ein Symbol für den American Way of Life geschaffen. Am 10. September gibt der gebürtige Toggenburger in St.Gallen an einem bildstarken Vortrag im Pfalzkeller Einblicke in sein Schaffen.

Hannes Schmids Werbekampagne für die Zigarettenmarke Marlboro ist legendär.

Hannes Schmids Werbekampagne für die Zigarettenmarke Marlboro ist legendär.

Bild: Hannes Schmid

Eingeladen wurde der 75-Jährige von der Sektion Ostschweiz & Fürstentum Liechtenstein des Verbandes Schweizer Berufsfotografen und Filmgestalter. Ab 16.30 Uhr erzählt er über sein Leben als Fotograf - von den grossen Rockstars in den 1970er- und 1980er-Jahren  (Abba, AC/DC, Freddy Mercury) über Modefotografie für Zeitschriften wie Vogue, Elle, Cosmopolitan, Harper’s Bazaar und Stern, bis hin zur weltbekannten Werbeikone, dem «Marlboro Man». Zudem berichtet er über sein Hilfsprojekt «Smiling Gecko» in Kambodscha. (pd/gen)

Der Vortrag im Pfalzkeller St.Gallen ist öffentlich, die Türöffnung ist um 16.30 Uhr, der Vortrag beginnt um 17 Uhr.

Jüdisches Museums Hohenems erhält Österreichischen Museumspreis 2022

Das Jüdische Museum Hohenems erhält den Österreichischen Museumspreis 2022.

Das Jüdische Museum Hohenems erhält den Österreichischen Museumspreis 2022.

Bild: Dietmar Walser

Der Österreichische Museumspreis 2022 geht an das Jüdische Museum Hohenems. Der mit 20'000 Euro dotierte Preis wird jährlich durch den Museumsbeirat des Bundesministeriums für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport (BMKÖS) für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Museumsarbeit vergeben.

Museumsdirektor Hanno Loewy.

Museumsdirektor Hanno Loewy.

Bild: Dietmar Walser

Der Museumsbeirat schreibt unter anderem Folgendes: «Das Museum Hohenems ist ein mutiges Museum, dass sich kein Blatt vor den Mund nimmt, gerne provokante Fragen in den Raum bringt und offen ist für den Diskurs mit allen Interessierten.» Das Jüdische Museum Hohenems sei ein kleines historisches Museum in einer kleinen Gemeinde im äussersten Westen Österreichs. Die Bedeutung des Museums reiche jedoch weit über den Ort oder die Region hinaus.

Wie das Museumsteam um Direktor Hanno Loewy schreibt, sei diese  Anerkennung eine grosse Ermutigung und zugleich eine völlige Überraschung – hatte doch das Vorarlberger Museum im Jahr 1991, unmittelbar nach seiner Eröffnung, diese Würdigung schon einmal erhalten. (pd/gen)

Die offizielle Verleihung des Preises erfolgt am 13. Oktober im Rahmen des Österreichischen Museumstages in Klagenfurt.

Kampfplatz Spielplatz: Das Duo Hart auf Hart ist mit «Wollen Sie wippen» im Theater an der Grenze in Kreuzlingen zu Gast 

Bild: PD

Selten hat ein Stück so gut zum Kreuzlinger Theater an der Grenze gepasst wie «Wollen Sie wippen». Das Duo Hart auf Hart, bestehend aus Rhaban Straumann und Elisabeth Hart, diskutiert in Sichtweite des schweizerisch-deutschen Hauptzoll über die Beziehungen der beiden Nationen.

Der Schweizer und die Deutsche, die am Samstag, 3. September, um 20 Uhr im Kult-X auftreten,  siedeln ihr satirisches Schauspiel passenderweise auf einem Spielplatz an. Gemeinsam beobachten sie kleine Diktatoren im Sand und haben dabei die Grossen der Welt vor Augen. Er ergötzt sich am Leiden der Eltern, sie findet Gefallen an der Manipulation der Spielgeräte. Mit gebührender Distanz und ohne Moralkeule sprechen sie über gesellschaftliche relevante Themen. (pd/gen)

«Wollen Sie wippen?», Samstag, 3. September, 20 Uhr im Kult-X Kreuzlingen. Tickets (30 Franken, ermässigt 15) über programm.theaterandergrenze.ch oder Buchhandlung Bodan, Hauptstrasse 35, Kreuzlingen.

Zeughaus Teufen: Neue Co-Leitung ab Januar 2023

Lilia und David Glanzmann.

Lilia und David Glanzmann.

Bild: Florian Spring

Der Stiftungsrat der Stiftung Grubenmann-Sammlung hat anlässlich seiner letzten Sitzung Lilia und David Glanzmann zur neuen Co-Leitung des Zeughauses Teufen gewählt, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Das Team übernimmt ab 1. Januar 2023 die Stelle von Ueli Vogt, der das Museum nach zehnjähriger Tätigkeit verlässt.

David Glanzmann, geboren 1990, hat Visuelle Kommunikation und Wirtschaftswissenschaften in Düsseldorf und Rapperswil studiert. Er verantwortet «Kunsthoch», den Aktionstag der Institutionen zeitgenössischer Kunst in und um Luzern, und ist Stiftungsrat des Atelier Cité Paris von Visarte Zentralschweiz. Seit 2019 ist David Glanzmann im Museum im Bellpark in Kriens tätig. In dieser Funktion hat er Ausstellungen mitkuratiert, publizierte Begleitpublikationen und betätigte sich in Organisation und Administration.

Lilia Glanzmann, geboren 1981, leitet den Studienbereich Textildesign der Hochschule Luzern (HSLU). Davor war sie Geschäftsleiterin und Delegierte des Verwaltungsrates des Architekturmagazins Hochparterre. Dort war sie dreizehn Jahre lang als Redaktorin tätig. Sie hat an der HSLU Textildesign studiert und 2007 abgeschlossen. Ihre Journalismus-Ausbildung hat sie am MAZ absolviert. Sie ist als Autorin für Design und Architektur aktiv sowie Mitglied der Kommission Kunst am Bau der Visarte Zentralschweiz.

Seit 2014 ein Paar, führen Lilia und David Glanzmann mit einem interdisziplinären Team den Offspace Ahoi in der Luzerner Altstadt. Lilia und David Glanzmann wollen mit ihrem Schaffen aktuelle Fragen unserer Welt bearbeiten: «Kunst kann da eine wichtige Rolle spielen.» Sie planen jährlich mehrere Ausstellungen mit einem belebenden Rahmenprogramm. «Das Zeughaus Teufen ist ein gutes Beispiel für ein Museum, dass sich erfolgreich in seinem ländlichen Kontext behauptet und dabei kontinuierlich an überregionaler Ausstrahlung gewinnt.» So wollen sie auch weiterhin auf überraschende und unvoreingenommene Weise Akzente zu künstlerischen und gesellschaftlichen Themen setzen. (pd/wec)

zeughausteufen.ch

Drei Herbstkonzerte mit dem Jugendorchester Thurgau

Dirigent Gabriel Estarellas Pascual bei einem Konzert mit dem Jugendorchester Thurgau.

Dirigent Gabriel Estarellas Pascual bei einem Konzert mit dem Jugendorchester Thurgau.

Bild: PD

Rund fünfzig musizierende Jugendliche sind für die Herbstkonzerte des Jugendorchesters Thurgau auf der Bühne. Mit einem schwungvollen Programm. Unter der Leitung des Dirigenten Gabriel Estarellas Pascual steht die von Leichtigkeit gezeichnete Ouvertüre zur Oper «La finta giardiniera» von Wolfgang Amadeus Mozart am Beginn des Konzerts. Dann erklingen gleich zwei Sinfonie, die berühmte Sinfonie mit dem Paukenschlag von Joseph Haydn und die erste Sinfonie in c-Moll von Felix Mendelssohn Bartholdy. Das Jugendorchester Thurgau hat sich unter seinem Dirigenten in den letzten Jahren einen sehr guten Ruf als hochkarätig musizierende Jugendformation erworben. Die Interpretationen des Orchesters gelten als mitreissend und engagiert. Das neue Programm ist dreimal in der Region zu hören: In der Tonhalle Wil (Sonntag, 11. 9., 17 Uhr), in der evangelischen Kirche Steckborn (Samstag, 17. Dezember, 19.30 Uhr) und in der evangelischen Kirche Frauenfeld (Sonntag, 18. September, 17 Uhr). Der Eintritt ist frei (Kollekte). (map)

Das Jugendorchester Thurgau spielt Beethovens «Egmont-Ouvertüre».

Quelle: Youtube

Lesung und Gespräch mit Kulturwissenschafterin Ina Boesch in Heiden

Kulturwissenschafterin und Publizistin Ina Boesch liest aus ihrem Buch «Weltwärts».

Kulturwissenschafterin und Publizistin Ina Boesch liest aus ihrem Buch «Weltwärts».

Bild: PD

Jeden ersten Montag im Monat wird das Bistro im Dunant Plaza im ehemaligen Hotel Krone in Heiden zur öffentlichen Stube, zum Konzertlokal, zum Literatursalon oder Gesprächs-Forum. Das «Montags-Plaza» bietet einen offenen Treffpunkt mit Tiefgang rund um heutige Gesellschaftsfragen aus dem Themenspeicher Henry Dunants. Am Montag, 5. September, ist Kulturwissenschafterin und Publizistin Ina Boesch zu Gast. Sie liest aus ihrem Buch «Weltwärts».

Im Buch folgt sie den globalen Spuren ihrer Vorfahren, der Zürcher Familie Kitt, über Jahrhunderte hinweg und besuchte für diese Reise Schauplätze in der Karibik, in den USA und in Ägypten. Sie durchforstete Archive und verwebt ihre Recherchen mit Fakten und Fiktion zu lebhaften Geschichten über Bankrott, Landraub und Mumien. Im Anschluss an die Lesung findet ein Gespräch mit der Autorin statt. (pd/wec)

Türöffnung, Bar offen: 18.18 Uhr
Beginn der Veranstaltung: 19.19 Uhr
Moderation: Kaba Rössler, Co-Leiterin Dunant-Museum
Eintritt frei, Kollekte.

Theater St.Gallen sucht junge People of Colour für Opernproduktion

Auf dem Spielplan der Saison 2022/23 des Theaters St.Gallen steht unter anderem die Oper The Time of Our Singing von Kris Defoort und Peter van Kraij. Für die Produktion, die am 11. März Premiere feiert, werden junge People of Colour im Alter von 12 bis 18 Jahren gesucht.

Interessierte sollten über Grundkenntnisse in Gesang verfügen und Lust haben auf der Bühne zu singen und zu spielen.

Interessierte sollten über Grundkenntnisse in Gesang verfügen und Lust haben auf der Bühne zu singen und zu spielen.

Symbolbild: Getty

Wie das Theater in der Mitteilung schreibt, sollten Interessierte über Grundkenntnisse in Gesang verfügen und Lust haben, auf der Bühne zu singen und zu spielen. Gesprochene Passagen beinhaltet der Einsatz keine, Theatererfahrung ist somit nicht notwendig. Bedingung ist hingegen die Verfügbarkeit an den Proben- und Vorstellungstermine. Einzelne musikalische Proben finden ab Oktober statt, szenisch wird zwischen 13. Februar und 9. März jeweils abends geprobt. Die Vorstellungen stehen am 11., 19. und 21. März sowie am 19., 21. und 23. April auf dem Programm.

Für die Besetzung der Rollen führt das Theater am Samstag, 24. September, ab 14.30 Uhr, einen Auswahlworkshop durch. Anmeldungen sind möglich bis 16. September an audition@theatersg.ch. Wer weitere Informationen zum Einsatz erhalten möchte, der kann sich ebenfalls unter der angegebenen E-Mail-Adresse melden.

Die auf dem gleichnamigen Roman von Richard Powers basierende Oper The Time of Our Singing verzahnt persönliche Erfahrungen mit historischen Ereignissen, deren Themen deutliche Parallelen mit der jüngsten Geschichte der USA aufweisen: Black Lives Matter, Polizeibrutalität und manipulierte Wahlen begleiten die Brüder Jonah und Joey Storm auf ihrem Lebensweg.

Vor dem Hintergrund der Rassentrennung im Nachkriegsamerika erzählt die Oper vom Leben einer Familie mit einer schwarzen Mutter und einem weissen Vater. Die Eltern erziehen ihre Kinder mit viel Liebe zur Musik, die später für die Kinder bei der Suche nach der eigenen Identität Grund für Entzweiung, aber auch für Zusammenhalt birgt. Der belgische Komponist Kris Defoort lässt in sein 2021 uraufgeführtes Werk Zitate aus dem Jazz- und Klassik-Repertoire einfliessen und erweitert das Orchester um ein Jazzensemble. (pd/arc)

Finissage mit Vintage-Möbel-Auktion im St.Galler Kunstraum Chambre Directe Schubiger

Felix Boekamp führt den Kunstraum Chambre Directe Schubiger in St.Gallen St.Fiden.

Felix Boekamp führt den Kunstraum Chambre Directe Schubiger in St.Gallen St.Fiden.

Ralph Ribi

Am Freitag, 2. September, findet ab 17 Uhr die Finissage der Ausstellung «Ephemeres, Multiple und Nippes 1» im St.Galler Kunstraum Chambre Directe Schubiger statt. Dort zeigt der St.Galler Künstler Felix Boekamp Objekte und Raritäten aus seiner Sammlung. Münzen des US-amerikanischen Künstlers Paul McCarthy und des Italieners Maurizio Catellan, eine Wachspuppe von Mike Kelley, ein Fellobjekt der französischen Konzeptkünstlerin Sophie Calle oder eine Tasche von Jenny Holzer gehören zu den Ausstellungsstücken.

Felix Boekamp inszeniert seine Ephemera-Sammlung auf Vintagemöbeln aus den Sechzigerjahren und kombiniert sie mit Keramiken und diversen Lampen. Das ganze Ausstellungsmobiliar wird an der Finissage ab 19 Uhr versteigert. 50 Prozent des Erlöses kommt dem benachbarten Solidaritätshaus Ostschweiz zugute, das sich für Geflüchtete einsetzt.

Das Ausstellungsmobiliar kann am Freitag, 2. September, von 17 bis 19 Uhr vorbesichtigt werden. Das Mobiliar ist mit Nummer und Startpreis gekennzeichnet. Jede Bieterin muss sich vor 19 Uhr vor Ort registrieren und erhält eine Saalkarte. Die ersteigerten Objekte müssen direkt nach der Auktion bar oder per Twint bezahlt werden. (gen/mem)

Die Ausstellung in der Chambre Directe Schubiger, Rorschacherstrasse 112, St.Gallen, ist noch wie folgt geöffnet: Mittwoch, 31. August, 17 bis 19 Uhr; Donnerstag, 1. September, 17 bis 19 Uhr; Freitag, 2. September, 17 bis 19 Uhr (Finissage mit Versteigerung).

Die gebürtige St.Gallerin Juliette Uzor erhält Manor-Kunstpreis 2023

Die Expertinnen und Experten haben entschieden: Die gebürtige Stadtsanktgallerin Juliette Uzor gehört zu den sieben Preisträgerinnen und Preisträgern des Manor-Kunstpreises 2023. Der Preis wird jährlich an Kunstschaffende der aufstrebenden Schweizer Kunstszene verliehen. Er deckt verschiedene Bereiche der künstlerischen Kreation ab: unter anderem Malerei, Skulptur, Fotografie, Videokunst etc.

Juliette Uzor ist 1992 in der Stadt St.Gallen geboren. Mittlerweile lebt sie in Zürich.

Juliette Uzor ist 1992 in der Stadt St.Gallen geboren. Mittlerweile lebt sie in Zürich.

Bild: Brigham Baker

Die Kunst von Juliette Uzor kann im kommenden Jahr im Kunstmuseum St.Gallen entdeckt werden. Uzor ist 1992 in der Stadt St.Gallen geboren und ist Künstlerin und Tänzerin. Sie hat Kunst und Vermittlung in Bern studiert und erhielt den Master in Art Education an der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK. 2019 absolvierte sie ausserdem den Bachelor in Contemporary Dance an der La Manufacture in Lausanne. Heute lebt und arbeitet sie in Zürich.

Uzor nahm unter anderem am Freetown-Performance-Festival in Sierra Leone teil und performte in der Stadt St.Gallen bereits im Kunstmuseum und in der Kunsthalle. Ausserdem trat sie bereits in der Kunsthalle Zürich sowie in zahlreichen Off-Spaces im In- und Ausland auf. Mit dem Manor-Kunstpreis wird das Kunstmuseum St.Gallen gemäss Mitteilung die erste Einzelausstellung von Uzor in einem Schweizer Museum beherbergen und die erste Publikation der Künstlerin herausgeben. (pd/arc)

Konzert von Hoehn in der Kleberei Rorschach

Hoehn sind Samuel und Silvan Kuntz aus Rorschach, bekannt als Gitarristen der Band Panda Lux.

Hoehn sind Samuel und Silvan Kuntz aus Rorschach, bekannt als Gitarristen der Band Panda Lux. 

Bild: PD

Am Freitag, 2. September, setzt die Kleberei Rorschach die Reihe mit Künstlerinnen und Künstlern aus der Region fort: Mit Samuel und Silvan Kuntz, den beiden Gitarristen der Band Panda Lux, sind zwei Musiker zu Gast, die mit ihren Klangwelten für Gänsehaut sorgen. Konzertbeginn ist um 20.30 Uhr. Türöffnung und Bar ab 19.30 Uhr.

Aus tiefster Verbundenheit kreieren die beiden Brüder, die unter dem Bandnamen Hoehn auftreten, ihre Instrumental-Kompositionen. Dabei sprechen sie ihre eigene musikalische Sprache: Einflüsse aus langjährigem gemeinsamem Songwriting bei der Band Panda Lux verschmelzen mit ihren handwerklichen Fähigkeiten aus dem Studium der Gitarre. Vielschichtige, rhythmische Geflechte reichen klaren Melodien die Hand und punktueller Falsett-Gesang schwebt darüber wie Morgennebel auf der ruhigen See. (pd/wec)

Infos und Reservationen: www.kleberei.ch

Benjamin Engeli und Immanuel Richter treten in Ittingen auf

Der aus Kreuzlingen stammende Pianist Benjamin Engeli ist wieder einmal im Thurgau zu hören.

Der aus Kreuzlingen stammende Pianist Benjamin Engeli ist wieder einmal im Thurgau zu hören.

Bild: PD

Es ist ein schmissiges, mitreissendes und vitales Konzert: Dmitri Schostakowitschs Konzert Nr. 1 für Klavier, Streichorchester und Trompete. Das Thurgauer Kammerorchester unter der Leitung seines Dirigenten Claude Villaret hat es für sein Konzert am Sonntag, 11. September, 11.30 Uhr, in der Kartause Ittingen aufs Programm gesetzt. Mit Benjamin Engeli ist ein international erfolgreicher und vielseitiger Schweizer Pianist mit Thurgauer Wurzeln zu hören. Den Trompetenpart übernimmt der bekannte Trompeter Immanuel Richter.

Zur Eröffnung steht von Sergej Prokofjew der Tanz der Ritter aus «Romeo und Julia» auf dem Programm. Die Matinee präsentiert dann von Alexander Borodin die Streichersymphonie Nr. 2 in D-Dur. Weniger bekannt sein dürfte der Name von Myroslaw Skoryk (1938 - 2020). Er war ein ukrainischer Komponist, der auch in Kiew lehrte. Von ihm erklingt «Melody» aus «The High pass». (map)

Sechs Mal Gespräche und Lesungen im Garten des Verlagshauses Schwellbrunn

Im Garten des Verlagshauses Schwellbrunn lesen am 27. August sechs Autorinnen und Autoren.

Im Garten des Verlagshauses Schwellbrunn lesen am 27. August sechs Autorinnen und Autoren.

Bild: Michel Canonica

Das Verlagshaus Schwellbrunn lädt am Samstag, 27. August, von 10 bis 18 Uhr in seinen Garten ein. Unter dem Titel «WortOrt» werden sechs Lesungen von Autorinnen und Autoren aus dem Verlagsprogramm geboten. Beteiligt sind:  Irene Hofstetter, Helga S. Giger, Marcel Steiner, Anita Glunk, Karin Antilli Frick und Ruth Weber. Bei Regen findet die Veranstaltung drinnen statt.

Die Lektorinnen Christine König und Susanna Schoch sprechen mit den Autorinnen und Autoren über ihre Arbeit, ihr Leben, über Gott und die Welt. Gespräch und Lesung dauern jeweils etwa eine halbe Stunde. Zwischen den Programmpunkten gibt es die Möglichkeit, sich in der Gartenwirtschaft oder der Gaststube zur Linde zu verpflegen. Die Lesungen sind gratis und können einzeln besucht werden, die Anzahl Sitzplätze ist beschränkt. (pd/gen)

Verlagshaus Schwellbrunn, Im Rank 83, Schwellbrunn.

Literaturhaus Thurgau: «Literatur am Tisch» mit Urs Mannhart

Schriftsteller Urs Mannhart.

Schriftsteller Urs Mannhart.

Bild: Beat Schweizer / Aargauer Zeitung

Am Donnerstag, 1. September, lädt das Literaturhaus Thurgau in Gottlieben zur Veranstaltung «Literatur am Tisch». Zu Gast ist Urs Mannhart mit seinem Roman «Gschwind oder Das mutmasslich zweckfreie Zirpen der Grillen». Alle Teilnehmenden sollten das Buch gelesen haben. Das Treffen beginnt um 18 Uhr; im Anschluss findet um 20 Uhr eine Lesung statt.

Urs Mannhart erfindet in seinem Roman eine weitere Seltene Erde: das Rapacitanium. Der Name ist abgeleitet aus dem Französischen rapacité, auf Deutsch: Habgier. Nomen est omen: Der Roman spielt mit der Annahme, die wohlstandsverliebte Schweiz werde selbst zum Kerngebiet des Abbaus Seltener Erden. Pascal Gschwind, verantwortlich für den globalen Handel mit Rapacitanium, hetzt auf internationale Konferenzen, während zu Hause seine Familie ihn kaum mehr zu Gesicht bekommt, und er steht schliesslich vor einem Dilemma. 

Urs Mannhart, geboren 1975 in Rohrbach im Kanton Bern, ist Schriftsteller, Reporter und Biolandwirt. Er hat Zivildienst geleistet bei Grossraubwildbiologen und Drogenkranken, hat ein Studium der Germanistik und der Philosophie abgebrochen, ist lange Jahre für die Genossenschaft Velokurier Bern gefahren, war engagiert als Nachtwächter in einem Asylzentrum und absolvierte auf Demeter-Betrieben die landwirtschaftliche Ausbildung. Für sein literarisches Werk erhielt er eine Reihe von Preisen, darunter den Conrad-Ferdinand-Meyer-Preis 2017. Im selben Jahr war er zum Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb eingeladen; sein Text stand auf der Shortlist. (pd/wec)

Eintritt Lesung: 10 Franken; inkl. «Literatur am Tisch»: 25 Franken. Reservationen empfohlen: +41 (0)71 669 34 80 oder sekretariat@bodmanhaus.ch

«Spotlights»: Ein neues Ausstellungsformat im Kunstzeughaus Rapperswil

Mit dem jungen Ostschweizer Künstler Fernando Obieta wird am Freitag, 2. September, um 18 Uhr das neue Ausstellungsformat «Spotlights» der IG Halle im Kunstzeughaus Rapperswil eröffnet. Konzentriert auf ein Wochenende, haben diese Ausstellungen den Austausch zum Ziel: Der Künstler ist nicht nur zur Vernissage, sondern auch am Samstag und Sonntag von 14 bis 16 Uhr anwesend.

Fernando Obietas künstlerische Arbeit konzentriert sich auf die Reflexion von (digitalen) Medien, Systemen, Diensten und Lösungen. In seiner Serie «Suggesting» setzt er sich mit dem Medium Fotografie auseinander. Spielerisch hinterfragt er die Bedeutung des Fotografierens und lädt dazu ein, sich kritisch mit dem Bild-Text-Verhältnis auseinanderzusetzen. Das Projekt ist Teil der übergreifenden Serie «machines congregating» zu Medien- und Technologiekritik.

Fernando Obieta: «Suggesting, that your perspective is just»,  Analogfotografie und Text auf Blueback.

Fernando Obieta: «Suggesting, that your perspective is just»,  Analogfotografie und Text auf Blueback.

Bild: Fernando Obieta

Das neue Format «Spotlights» ist Teil des Jubiläumsprojekts der IG Halle Rapperswil. Seit 1992 fördert die Kunstinstitution mit ihren Ausstellungen die persönliche Begegnung von Kunstschaffenden mit dem Publikum. Die «Spotlights» sollen zwei Mal pro Jahr im Aktionsraum des Kunstzeughauses, Tor 13, stattfinden. (pd/wec)

Dauer der Ausstellung: 2. bis 4. September

Nach nur zehn Monaten gibt Fabienne Klauser die Geschäftsführung der Stiftung Lokremise auf Ende November ab

Die Meldung kommt überraschend. Fabienne Klauser, die Geschäftsführerin der Lokremise, gibt ihr Amt auf Ende November ab. Dies teilt der Stiftungsrat der Stiftung Lokremise auf seiner Website mit. Klauser hatte die Geschäftsführung des Kulturzentrums beim St.Galler Hauptbahnhof erst im Februar übernommen.

Fabienne Klauser hat die Geschäftsführung erst im Februar übernommen. Auf Ende November gibt sie ihr Amt bereits wieder ab.

Fabienne Klauser hat die Geschäftsführung erst im Februar übernommen. Auf Ende November gibt sie ihr Amt bereits wieder ab.

Bild: Michel Canonica (20. Januar 2022)

Im Communiqué schreibt der Stiftungsrat, dass Klausers Weggang nicht am gesamten Team, den Kunden oder den Gästen der Lokremise liege. «Sie hat sich aus persönlichen Gründen und auf eigenen Wunsch für diesen Schritt entschieden. Wo es sie hinzieht, ist noch offen und wir wünschen ihr alles Gute für die weitere Zukunft.» Stiftungsratspräsidentin Kathrin Lettner sagt auf Anfrage: «Wir bedauern diesen Schritt natürlich sehr, respektieren aber selbstverständlich den Entscheid von Fabienne Klauser.»

Die 41-jährige St.Gallerin, die in Degersheim aufgewachsen ist, gilt als Netzwerkerin und Macherin. Gegenüber dem «Tagblatt» sagte Klauser im Januar, sie wolle das kulturelle Programm in der Lokremise weiter ausbauen und diese zu einem noch lebendigeren Ort machen. «Einem Ort für alle.» Nach rund zehn Monaten steigt sie nun jedoch Ende November aus der Lok aus.

Der Stiftungsrat der Lokremise hat die Stelle für die Geschäftsführung bereits neu ausgeschrieben. Die Bewerbungsfrist für die Nachfolge läuft bis am 10. September 2022. (pd/sab)

Gegen die gesellschaftliche Spaltung: acht junge Schweizer Kunstschaffende stellen in der Kunsthalle St.Gallen aus

Eva Zornio «Life lives in gaps/ La vie vit dans les vides», Ausstellungsansicht, EAC - Les Halles, Porrentruy, 2021.

Eva Zornio «Life lives in gaps/ La vie vit dans les vides», Ausstellungsansicht, EAC - Les Halles, Porrentruy, 2021. 

Bild: Sebastien Verdon

Die junge Kuratorin Céline Matter hat für die Ausstellung «Entangled Events» (verstrickte Ereignisse) in der Kunsthalle St.Gallen acht Schweizer Kunstschaffende eingeladen. Sie untersuchen die menschliche Erfahrung, sowohl Individuum, als auch Teil der Gesellschaft zu sein. Welches sind subjektive Erfahrungen, welches kollektive? Was kann die Kunst der fortschreitenden gesellschaftlichen Spaltung entgegensetzen?

Die Vernissage findet am Freitag, 26. August, um 18 Uhr statt. An der Ausstellung sind folgende Kunstschaffende beteiligt: Camille Aleña, Mohamed Almusibli, Camille Kaiser, Roman Selim Khereddine, Natalie Portman und Eva Zornio. (pd/gen)

Dauer der Ausstellung: 27. August – 6. November 2022  

Swiss Symphonic Wind Orchestra mit dem Programm «Transformationen»

Das 2021 gegründete Swiss Symphonic Orchestra präsentiert immer wieder auch hochkarätige Schweizer Blasmusikliteratur.

Das 2021 gegründete Swiss Symphonic Orchestra präsentiert immer wieder auch hochkarätige Schweizer Blasmusikliteratur.

Bild: PD

Das im Jahr 2021 neu gegründete Swiss Symphonic Wind Orchestra unter der Leitung von Niki Wüthrich geht in die zweite Runde. Unter dem Titel «Transformationen» spielt es bekannte Werke wie «Bilder einer Ausstellung» von Modest Mussorgsky (in der Instrumentierung des Japaners Tohru Takahashi) und die «Rhapsody in Blue» von George Gershwin, ebenfalls  neu arrangiert.

Das Swiss Symphonic Wind Orchestra nähert sich im ersten Konzertteil der Thematik Transformation über das Werk «Aurora Awakes» des US-amerikanischen Komponisten John Mackey. Die musikalische Beschreibung des sich täglich wiederholenden Wandels von der Nacht zum Tag, vom Dunkel zum Licht, von intimer Stille zu unbändiger Energie, skizziert die mystischen letzten Momente vor Tagesanbruch.

Das namensgebende Werk des Programms, «Transformationen» des Luzerner Komponisten Albert Benz (1927– 1988), eröffnet den zweiten Konzertabschnitt. Das Grundthema der Komposition stammt aus der «Petite Suite d‘orchestre»von Georges Bizet. 

In seinem Werk «Recycling» hebt der junge Freiburger Komponist Benedikt Hayoz die Transformation von Musik auf eine neue, bewusste Ebene. So verwendet er bestehende musikalische Elemente und gibt ihnen über abwechslungsreiche Arrangements eine neue Form, in der die ursprünglichen Züge der Fragmente kaum mehr wiederzuerkennen sind.

Der Schweizer Jazz- Musiker und Komponist Mathias Rüegg (*1952), der von Kritikern als «Grenzgänger» zwischen Jazz und Klassik gesehen wird, interpretiert Gershwins «Rhapsody in Blue» neu, ohne dabei die visionären Konzepte des Werkes aus den Augen zu verlieren. Im Auftrag des Swiss Symphonic Wind Orchestra entsteht so, auf Basis des Originals für Klavier und Orchester, ein sprühendes und mitreissendes Werk, dessen Solopart durch den brillanten Solisten Manuel Leuenberger an der Marimba dargeboten wird.

Um seine Einzigartigkeit zu unterstreichen, legt das Orchester programmatisch einen Fokus auf hochstehende Trouvaillen der sinfonischen Blasorchesterliteratur aus der Schweiz. Das Orchester setzt sich aus professionellen MusikerInnen an den Stimmführerpositionen und aus ambitionierten Musiktalenten zusammen. Als fixes Ensemble führt das «Swiss Symphonic Wind Orchestra» mindestens ein bis zwei Konzertprojekte pro Jahr durch. (pd/map)

Konzerte: Sa, 3. 9., 19.30 Uhr, Tonhalle St.Gallen; Sa, 10. 9., 19.30 Uhr, Casino Frauenfeld; Reservierung: Bis 30. 8. unter info@sswo.ch

Die Zürcher Künstlerin Ana Strika in der Kunsthalle Arbon

Eine Installation der Zürcher Künstlerin Ana Strika. Sie stellt in der Kunsthalle Arbon aus.

Eine Installation der Zürcher Künstlerin Ana Strika. Sie stellt in der Kunsthalle Arbon aus.

Bild: PD

Aus einem Fundus alltäglicher Materialien entwickelt die Zürcher Künstlerin Ana Strika eine Installation, in welcher die Kunsthalle Arbon zur Kulisse wird für eine geheimnisvolle Produktionsstätte. Darin spiegeln sich Überlegungen zu Verwertungskreisläufen – von Ressourcen, aber auch von Gedanken. Die produzierte Ware kann denn auch vieles sein, in erster Linie ist sie ein Sprungbrett für die Vorstellungskraft.

Die Ausstellung «Taktzeit» eröffnet am Samstag, 27. August, um 17 Uhr. Eine Einführung durch die Kuratorin Deborah Keller erfolgt um 17.30 Uhr.
Anschliessend gibt es einen Apéro mit Sommerbuffet.

Patrizia Keller, die neue Kuratorin der Kunsthalle Arbon.

Patrizia Keller, die neue Kuratorin der Kunsthalle Arbon.

Bild: Anja Wille-Schori

Anna Strikas Ausstellung ist die letzte, die von der Kuratorin Deborah Keller eröffnet wird. Ihre Nachfolgerin Patrizia Keller hat das Projekt bereits begleitet. Deborah Keller wird Chefredaktorin des Kunstbulletins. Deshalb stösst Patrizia Keller vom Nidwaldner Museum in Stans zum Team der Kunsthalle Arbon. (pd/gen)

Er Nazipilot, sie seine Schwester: Lesung aus Buch über die Geschwister von Werra in Frauenfeld

Autor Wilfried Meichtry ist wie die Geschwister von Werra in Leuk aufgewachsen.

Autor Wilfried Meichtry ist wie die Geschwister von Werra in Leuk aufgewachsen.

Bild: PD

Franz von Werra war ein gefeierter Nazipilot. Er und seine Schwester  Emma werden als  Kinder werden  aus einer verarmten Walliser Adelsfamilie gerissen und nach Deutschland gebracht. Sie wachsen auf, ohne zu wissen, woher sie stammen. Bis sie ihr Geheimnis erfahren.

Das Buchcover.

Das Buchcover.

Bild: PD

Historiker Wilfried Meichtry hat die Familiengeschichte, die niemanden kalt lässt, erforscht und darüber das Buch «Du und ich, ewig eins: das Schicksal der Geschwister von Werra» geschrieben. Er ist am Donnerstag, 25. August, um 19.30 Uhr im Bücherladen von Marianne Sax in Frauenfeld zu Gast. Das Gespräch mit dem Autor wird moderiert von Luzia Stettler. (pd/gen)

«Familie» ist das Motto beim Orgelherbst 2022 in St.Maria Neudorf

Martin, Julia und Maria Flüge: als Trio Klangstreich treffen sie in St.Maria Neudorf auf Organistin Maja Bösch und deren Tochter Noemi.

Martin, Julia und Maria Flüge: als Trio Klangstreich treffen sie in St.Maria Neudorf auf Organistin Maja Bösch und deren Tochter Noemi.

Bild: pd

Die grösste Orgel der Stadt St.Gallen - zudem eine der bedeutendsten historischen Orgeln der Schweiz - befindet sich nicht im Dom, sondern im Osten der Stadt: in der Kirche St.Maria Neudorf. Jährlich ab Ende August bis in den Herbst hinein organisiert der 2006 gegründete Verein «Freunde der Orgel St.Maria» eine Konzertreihe an der 1927 nach Grundsätzen der sogenannten Elsässer Orgelreform gebauten Monumentalorgel, die über ein Fernwerk verfügt. 

Die St.Galler Organistin Maja Bösch.

Die St.Galler Organistin Maja Bösch.

Bild:pd

2022 steht beim Orgelherbst in Neudorf die «Familie» thematisch im Mittelpunkt: Organistin Maja Bösch hat dazu Musikerinnen und Musiker eingeladen, die nicht nur zu Hause in der Stube gemeinsam als Paar oder Familie musizieren. Familie wird aber auch ein wenig weiter gefasst; mit eingeschlossen sind Klangverwandtschaften und Instrumentenfamilien.

Den Auftakt machen am Samstag, 27. August Maria und Martin Flüge, die seit vielen Jahren als Duo «Klangstreich» mit Cello und Schlagwerk, Vibraphon und Marimbaphon auftreten. Gemeinsam mit ihrer Tochter Julia (Cello und Fagott) und der in der Nachbarschaft lebenden Organistin Maja Bösch mit ihrer Tochter Noemi (Cello) werden sie die Klangmöglichkeiten der verschiedenen Instrumente ausschöpfen und ein variantenreiches Konzert gestalten.

«Orgel vierhändig und vierfüssig» heisst es am 17. September: Zu Gast sind Eva und Marco Brandazza-Lüthy. Das Luzerner Musikerpaar ist seit 1987 kirchenmusikalisch tätig und konzertiert regelmässig, häufig als Duo. Im Konzert am 1. Oktober trifft die Orgel auf ihr verwandte historische Blasinstrumente - und einen Kontrabass. Es spielen Tina Zweimüller (Orgel), die Kontrabassistin Jojo Kunz und Markus Meier, Orgelbauer, Fagottist und Chorleiter, an diversen alten Blasinstrumenten. 

Das Konzert in der Olma-Woche am 15. Oktober steht traditionell im Zeichen der Begegnung von Orgel und Volksmusik. Eingeladen sind die junge Toggenburger Organistin Heidi Bollhalder und der Schwyzerörgelispieler Dominik Flückiger mit seinen Triokollegen Elias Büchel (Gitarre) und Pirmin Huber (Kontrabass). Die Konzerte beginnen jeweils um 19.15 Uhr; der Eintritt ist frei, es wird um eine angemessene Kollekte gebeten. (pd/bk.)

Ausstellung «Giraffenhochzeit» in ehemaligem St.Galler Brautmodengeschäft mit Kunstsupermarkt und «Schnörkeln» im Park

Künstlerin Anita Zimmermann tritt als Organisatorin des Geilen Blocks unter dem Pseudonym Leila Bock auf.

Künstlerin Anita Zimmermann tritt als Organisatorin des Geilen Blocks unter dem Pseudonym Leila Bock auf.

Bild: Andrea Tina Stalder

Die Künstlerin Anita Zimmermann alias Leila Bock organisiert im September bereits das zweite Zwischennutzungsprojekt in diesem Jahr. In einem ehemaligen Brautmodengeschäft an der Zürcherstrasse 35 in St.Gallen findet an drei Wochenenden im September wieder ein sogenannter Geiler Block statt. Es ist das fünfte Kunstprojekt, dass Anita Zimmermann unter diesem Namen seit 2015 organisiert. Die Vernissage vom 8. September beginnt um 19 Uhr.

Folgende zwölf Kunstschaffenden stellen unter dem Titel «Giraffenhochzeit» vom 8. bis 25. September aus: Herbert Weber, Birgit Widmer, Marianne Rinderknecht, Barbara Signer, Stefan Rohner, Urs Eberle, Raoul Doré, Alexandra Maurer, Susann Albrecht, Andrea G. Corciulo, Heike Müller und Beatrice Dörig.

Die Ausstellung im ehemaligen Brautmodengeschäft wird begleitet von sogenannten «Schnörkeln» im Park an der Dürrenmattstrasse 30. Dort sind Installationen und Beiträge von Kunstschaffenden und Persönlichkeiten aus der St.Galler Kulturszene zu erleben, darunter von Gianni Jetzer, dem künftigen Direktor des Kunstmuseums St.Gallen, von der HSG-Professorin Yvette Sanchez und vom Historiker Hans Fässler.

Im Kulturraum Pool an der Dürrenmattstrasse 24 findet ein Kunstsupermarkt statt.

Im Kulturraum Pool an der Dürrenmattstrasse 24 findet ein Kunstsupermarkt statt.

Bild: Arthur Gamsa

Am 17. und 18. September findet ausserdem im Kulturraum Pool an der Dürrenmattstrasse 24 von 10 bis 20 Uhr ein unjurierter Kunstsupermarkt statt. Jedes Werk kostet 200 Franken, 10 Prozent davon gehen an die Organisierenden. Alle Kunstschaffenden sind eingeladen, ihre Werke am  16. September von 16 bis 20 Uhr anzuliefern. (pd/gen)

Öffnungszeiten «Giraffenhochzeit»: 9./10./11. September, 10 bis 22 Uhr; 16./17./18. September, 10 bis 22 Uhr; 23./24./25./September, 10 bis 22 Uhr.

Ticketvorverkauf zur Museumsnacht St.Gallen startet

Am heutigen Dienstag beginnt der Ticketvorverkauf zur diesjährigen St.Galler Museumsnacht vom 10. September. Tickets sind gemäss Communiqué an den Kassen der teilnehmenden Museen, bei der Tourist Information im Klosterbezirk sowie am VBSG-Schalter im Rathaus erhältlich. 

An der diesjährigen Museumsnacht nehmen 26 Institutionen teil.

An der diesjährigen Museumsnacht nehmen 26 Institutionen teil.

Bild: Michel Canonica (11. September 2021)

An der 16. Museumsnacht nehmen insgesamt 26 Institutionen teil. Das Programm hält so manche Überraschung bereit. Im Museum im Lagerhaus wird beispielsweise der Chorkreis St.Gallen Nordlicht-Gesänge zum Besten geben. In der Bibliothek Hauptpost finden Rätoromanisch-Sprachkurse statt und im Stiftsbezirk gehen die Besucherinnen und Besucher auf die Suche nach der verlorenen Schmuckschatulle der letzten Kaiserin von Österreich-Ungarn. Das detaillierte Programm ist online abrufbar.

Zum ersten Mal nimmt auch der historische Polizeiposten an der Unterstrasse an der Museumsnacht teil. Das Publikum kann dort die Polizeigeschichte von 1907 bis 1933 und was sich dazumal in der Gefängniszelle abspielte, erleben. (pd/arc)

Saisoneröffnung Literaturhaus Wyborada mit Noemi Somalvicos Debütroman im Bistro des Figurentheaters St.Gallen

Die Solothurnerin Noemi Somalvico stellt in St.Gallen ihren Debütroman «Ist hier das Jenseits, fragt Schwein» vor.

Die Solothurnerin Noemi Somalvico stellt in St.Gallen ihren Debütroman «Ist hier das Jenseits, fragt Schwein» vor.

Bild: PD

Wie auch zum Start ins Frühjahrsprogramm ist es wieder ein Debüt, das die Herbstsaison des Literaturhauses Wyborada in St.Gallen eröffnet: Die junge Autorin Noemi Somalvico liest am Donnerstag, 25. August, um 19.30 Uhr im Bistro des Figurentheaters St. Gallen aus ihrem Erstling «Ist hier das Jenseits, fragt Schwein»

1994 in Solothurn geboren, studierte Somalvico Literarisches Schreiben in Biel und Contemporary Arts Practice in Bern. Ihre Erzählungen und Lyrik wurden in Zeitschriften und Anthologien abgedruckt.

In «Ist hier das Jenseits, fragt Schwein» geht es ums Diesseits und ums Jenseits. Das Schwein ist alleine und bläst Trübsal, ebenso das Reh, das vom Hirsch verlassen wurde.  Der Dachs hingegen hat einen Apparat erfunden, mit dem man die Dimension wechseln und sich direkt in Gottes Wohnung beamen kann. Nur, dass es halt auch Gott nicht so gut geht und er mit seiner Schöpfung nicht so viel anzufangen weiss. Gemeinsam mit Gott machen sich die Tiere auf eine Reise. (pd/gen)

Anlässlich der Saisoneröffnung offeriert das Literaturhaus Wyborada allen Gästen ein Glas zur Begrüssung.

Feier zur Verleihung des Thurgauer Kulturpreises an die Pianistin Simone Keller

Die in Weinfelden aufgewachsene Pianistin Simone Keller ist Trägerin des Thurgauer Kulturpreises 2022.

Die in Weinfelden aufgewachsene Pianistin Simone Keller ist Trägerin des Thurgauer Kulturpreises 2022.

Bild: Reto Martin

Morgen Mittwoch, 24. August, wird der  Kulturpreis 2022 des Kantons Thurgau an die Musikerin Simone Keller verliehen. Mit dem Preis, der mit 20’000 Franken dotiert ist, würdigt der Regierungsrat das langjährige Schaffen der Pianistin.

Die Feier im Eisenwerk Frauenfeld beginnt um 19.30 Uhr. Regierungsrätin Monika Knill, Chefin des Departements für Erziehung und Kultur, begrüsst die Gäste und übergibt den Kulturpreis. Die Laudatio hält die Musikjournalistin Theresa Beyer.

Wie der Regierungsratin einer Mitteilung schreibt, zeichne sich die Pianistin Simone Keller durch herausragende Virtuosität, grosse Spielfreude und soziales Engagement aus. Mit dem Thurgauer Kulturpreis, der seit 1986 vergeben wird, spricht der Regierungsrat seinen Dank und seine Anerkennung aus für ausserordentliche kulturelle Leistungen von Privaten und von Institutionen, die das kulturelle Leben im Kanton in besonderer Weise bereichern. (pd/gen)

Filmpremiere im Kinok St.Gallen mit Bestsellerautor Martin Suter

Er war Werbetexter und Drehbuchautor, bevor er Romane zu schreiben begann; seit vielen Jahren ist Martin Suter der erfolgreichste Schweizer Schriftsteller. Erfolgversprechend scheint auch André Schäfers Dokumentarfilm «Alles über Martin Suter. Ausser die Wahrheit», der diese Woche in die Kinos kommt. Der Dokumentarfilm will durch fiktive Einschübe Martin Suters Romane zum Leben erwecken und ihn durch die Geschichten aus seinem umfangreichen Werk fassbar machen – ganz im Sinn des Autors, der das lustvolle, ironische Spiel mit der Wahrheit seit vielen Jahren und zur grossen Freude seiner Leser:innen zelebriert.

Die Premiere im Kinok St.Gallen am 26. August um 19 Uhr in Anwesenheit von Martin Suter und André Schäfer wird aufgrund der grossen Nachfrage parallel auch im grossen Theatersaal der Lokremise gezeigt. Das von Anya Schutzbach moderierte Gespräch mit dem Autor und dem Regisseur wird dorthin übertragen. (pd/bk.)