KONZERT
Wild und dicht: Das Festival Kammermusik Bodensee startet mit einer Uraufführung und einer Wiederentdeckung

Intensiv und spannend gestaltete sich am Freitag das Eröffnungskonzert des Festivals Kammermusik Bodensee auf dem Lilienberg bei Ermatingen. «Wanderer zwischen den Welten» ist das diesjährige Motto, wobei der spätromantische Komponist Paul Juon bis Sonntag im Zentrum der Konzerte steht.

Martin Preisser Jetzt kommentieren
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Das Klaviersextett zur Eröffnung des Festivals (v. l.): Angela Golubeva, Rustem Monasypov, Martin Lucas Staub, Grigory Maximenko, Claude Hauri und Richard Dubugnon (hinten rechts am Kontrabass).

Das Klaviersextett zur Eröffnung des Festivals (v. l.): Angela Golubeva, Rustem Monasypov, Martin Lucas Staub, Grigory Maximenko, Claude Hauri und Richard Dubugnon (hinten rechts am Kontrabass).

Bild: PD/Jorim Jaggi

Nein, dieses Festival ruht sich nicht auf dem gängigen Kammermusikrepertoire aus, sondern wagt ein anspruchsvolles Eröffnungskonzert, eines, bei dem das Publikum aber gerne und konzentriert mitgeht. Zum Start von Kammermusik Bodensee (das Festival gibt es mittlerweile vierzehn Jahre) begeisterte die Uraufführung des 1968 in Lausanne geborenen Komponisten Richard Dubugnon, der sich in seinem Klaviersextett «Rundtanz» op. 92 mit den Art-brut-Bildern des Schweizer Künstlers Adolf Wölfli auseinandersetzt.