Bühne
Zwei Adams suchen Eva: Das kleinste Theater der Schweiz führt in Steinach eine witzige Version der Schöpfungsgeschichte auf

Beim Minitheater Rosis Wirbelwind ist manches anders als bei anderen Theatern. Die beiden Hauptdarsteller sind über 80 Jahre alt, einer davon hat Autismus. Regisseur Gerold Huber hat den beiden das Stück «Eva» auf den Leib geschrieben.

Mirjam Bächtold Jetzt kommentieren
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Ernst Schneider und Albert Künzli am Bodenseeufer in Steinach. Dort wird «Eva», das neue Stück des Minitheaters Rosis Wirbelwind, ab 25. August zehnmal aufgeführt.

Ernst Schneider und Albert Künzli am Bodenseeufer in Steinach. Dort wird «Eva», das neue Stück des Minitheaters Rosis Wirbelwind, ab 25. August zehnmal aufgeführt.

Bild: Belinda Schmid

Mit dem laut ratternden roten Traktor – einem Porsche Baujahr 1957 – fahren Albert Künzli und Ernst Schneider auf die Probebühne in Wittenbach. Beide tragen weisse Nachthemden. Neben ihnen auf dem Traktor sitzt eine Puppe im grünen Minikleid. Beide Darsteller verkörpern Adam, denn bei dieser Version der Schöpfungsgeschichte ist etwas gehörig schiefgegangen. Gott war müde von der Erschaffung der Welt und überliess es dem Teufel, den Menschen zu schaffen. Deshalb fehlt im Paradies die Frau und die beiden Adams machen sich auf die Suche nach Eva, welche sie in der Puppe zu finden glauben. Doch als Albert Künzli gegen den Kunststoff klopft, bemerkt er seinen Irrtum.