Abschied
«Ich bin einfach ein Glückskind»: St.Gallens Domorganist Willibald Guggenmos geht nach 55 Dienstjahren in Pension

Weil er so viel übte, zog ihm sein erster Pfarrer Stromkosten vom Lohn ab. Mehr als fünfzig Jahre später übt Domorganist Willibald Guggenmos immer noch voller Neugier und leidenschaftlich gern. Am Sonntag feiert er seinen 66. Geburtstag und spielt sein Abschiedskonzert in der Kathedrale. Das Motto: «Happy Birthday!»

Bettina Kugler
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Willibald Guggenmos an der Hauptorgel der St.Galler Kathedrale, seinem Arbeitsplatz seit 2004: «Es waren die besten Jahre meines Lebens», sagt der gebürtige Bayer. Am 30. Juli spielt er seinen letzten Dienst.

Willibald Guggenmos an der Hauptorgel der St.Galler Kathedrale, seinem Arbeitsplatz seit 2004: «Es waren die besten Jahre meines Lebens», sagt der gebürtige Bayer. Am 30. Juli spielt er seinen letzten Dienst.

Bild: Benjamin Manser

Die neunzehn schönsten Jahre seines Lebens begannen für Willibald Guggenmos mit einem Blumenstrauss auf der Orgelbank. Es war an einem Samstagabend im Jahr 2004, als er auf die Empore kam, um seinen ersten Gottesdienst als neuer Domorganist der St.Galler Kathedrale zu spielen. Ein gutes Omen. Er traf nicht nur auf hervorragend disponierte Instrumente – die zwei historischen Chororgeln und die grosse Kuhn-Domorgel Baujahr 1968 –, sondern auch auf «tolle Kollegen, nette Menschen und grosse Gestaltungsmöglichkeiten». Es passte, von Anfang an. «Ich bin einfach ein Glückskind», sagt Guggenmos.