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ORIGEN: Weltuntergang auf dem Julier

Ein Theaterturm bildet das sichtbarste Zeichen des vom 19. Juni bis 18. August dauernden Festivals.

An weit ausgreifenden Ideen mangelt es Giovanni Netzer nie – und auch nicht an der Energie und am Geschick, sie zu verwirklichen. So erobert sich das vom umtriebigen Bündner 2005 ini­tiierte Origen-Festival diesmal den Julierpass. Dort oben eröffnet am 31. Juli ein mächtiger Theaterturm von dreissig Metern Höhe mit einer Rede von Bundesrat Alain Berset – und ab 3. August mit Gion Antoni Derungs’ szenischem Oratorium «Apocalypse». Es erzählt vom Untergang Babylons und vom Ende der Welt. Die Aufführungen beginnen bei Sonnenuntergang und sind mit Postauto-Sonderfahrten erreichbar.

Es sind solche archaischen Stoffe, die Netzer gern mit der archaischen Natur seiner Heimat verbindet. Schon 2010 hatte er den Julier bespielt, drei Jahre darauf den Marmorera-Staudamm und 2014 die Oberengadiner Seen. Die Kostüme zu den Produktionen hatte die St. Galler Firma Jakob Schlaepfer kreiert und Origen ­geschenkt. Inspiriert worden zur Turm-Idee ist Netzer diesmal vom Turmbau zu Babel.

Theater – und Tanzstücke junger Choreografen

Doch ist der Julier keineswegs der einzige Schauplatz des Festivals, das sein Stammhaus in einer prachtvollen ehemaligen Scheune im Dörfchen Riom hat. Dort ­werden mehrere Tanzstücke ­uraufgeführt. Namhafte Jung­choreografen aus aller Welt ­haben für Origen neue Stücke ­kreiert. Getanzt wird übrigens auch schon auf dem Julier, in einer Tanz­veranstaltung auf der Baustelle.

Zum Tanz kommt das Theater. Abgänger der Accademia Teatro Dimitri in Verscio im Tessin interpretieren an verschiedenen Orten «La vida es sueño» («Das Leben ein Traum») des spanischen Dichters Pedro Calderón de la Barca. Gespielt wird auch in Rapperswil, Winterthur und Zürich – doch dürfte es weit reizvoller sein, sich das Stück bei schönem ­Wetter draussen in der impo­santen Bündner Landschaft anzuschauen.

Rolf App

rolf.app

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