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OPER: St. Galler Musiktheater wird deutlich aufgewertet

Der deutsche Dirigent Michael Balke hat am Theater St. Gallen mit Puccinis «Tosca» und mit Franz Schrekers «Die Gezeichneten» aufhorchen lassen. Nun ist er zum Ersten Ständigen Gastdirigenten ernannt worden.
Michael Balke. (Bild: Michel Canonica)

Michael Balke. (Bild: Michel Canonica)

Auf Englisch klingt der Titel noch edler: Principal Guest Conductor heisst da ein Erster Ständiger Gastdirigent. Die neue Funktion ersetzt am Theater St. Gallen die Rolle des Ersten Kapellmeisters. Der deutsche Dirigent Michael Balke wird in dieser neuen Position ab nächster Saison an der Seite des ebenfalls neuen Chefdirigenten Modestas Pitrenas mit einem Zweijahresvertrag fest ans Haus gebunden. Balke, der einige Zeit in Italien lebte und auch als Assistent beim Maggio Musicale in Florenz und am Teatro di ­Verona tätig war, ist einer der aufstrebenden und auch international immer gefragteren jungen Operndirigenten.

Ein klares Zeichen für Kontinuität

«Michael Balke beherrscht das deutsche wie das italienische Fach gleichermassen souverän», freut sich der St. Galler Opernchef Peter Heilker über die neue Opernkraft an seinem Haus. «Mit einem fest angestellten Ersten Ständigen Gastdirigenten setzen wir auch ein Zeichen für Kontinuität», sagt Heilker.

Was Balke kann, hat er in St. Gallen 2016 mit einer packenden «Tosca» bewiesen und in der aktuellen Spielzeit mit seinem Engagement für schwere deutsche Kost, Franz Schrekers «Die Gezeichneten». Hier fiel ein Dirigat auf, das gleichermassen präzise wie leidenschaftlich das Bühnengeschehen unterstützte. Mit grosser Sicherheit führte Balke durch die komplexe Partitur.

Michael Balke, der Vater von Zwillingen ist und in München lebt, war fünf Jahre Erster Kapellmeister und Stellvertretender Ge­neralmusikdirektor am Theater Magdeburg. 2018 wird er in Verona «Salome» von Richard Strauss dirigieren und hat in Amsterdam sein Début mit dem Concert­gebouw Orchestra.

Mit der Installation eines ­Ersten Ständigen Gastdirigenten wird in St. Gallen das Musik­theater deutlich aufgewertet. Und Balke freut sich auf das St. Galler Orchester. «Die Chemie hat bei den bisherigen Produktionen sofort gestimmt», sagt er. «Dieses Sinfonieorchester ist sowohl in der Oper als auch im Sinfo­nischen unglaublich flexibel. Das war einer der Hauptgründe, warum ich die Anfrage aus St. Gallen gerne angenommen habe.» Balke wird 2019 auf dem Klosterplatz seine erste St. Galler Festspieloper dirigieren.

Martin Preisser

martin.preisser@tagblatt.ch

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