Offene Tür im Doppelpack

Es war ein Zufallstreffer: Kunstgiesserin Antonia Möhr hatte beruflich im Gewerbebau an der Fürstenlandstrasse 19 zu tun, sah dass gezügelt wurde und sprach den Vermieter an.
Collagieren und Zappen: Felix Oliver und Antonia Möhr an der Fürstenlandstrasse. (Bild: Michel Canonica)

Collagieren und Zappen: Felix Oliver und Antonia Möhr an der Fürstenlandstrasse. (Bild: Michel Canonica)

Es war ein Zufallstreffer: Kunstgiesserin Antonia Möhr hatte beruflich im Gewerbebau an der Fürstenlandstrasse 19 zu tun, sah dass gezügelt wurde und sprach den Vermieter an. Er bot nicht nur einen Raum an, sondern war so erfreut, dass darin ein Atelier entstehen sollte, dass er sogar noch die Infrastruktur verbesserte. Kunst macht's möglich.

Nun teilen sich Antonia Möhr und Felix Oliver sei fünf Jahren das Doppelatelier und nennen sich ebenso lange schon Atelier Olif Atom. Dennoch arbeiten beide an ihren eigenen Werken weiter. Antonia Möhr collagiert und decollagiert. Ihre Bilder leben von der Textur der geklebten, geknitterten und gerissenen Papiere ebenso wie von den verwendeten Motiven, die einander verdecken und ergänzen. Immer gerät schon das nächste in den Blick. Wie beim Zapping wandern Blicke und Gedanken. Während Möhr sich auf Weiss-, Grau- und Schwarztöne konzentriert, ist Oliver an der Farbe interessiert. Früher war sie sein ausschliessliches Gestaltungsmittel. Erst in den vergangenen zwei Jahren ist er über die Typographie auch zur Form gekommen.

Atelier Olif Atom sehen sich weniger als Ausstellungskünstler. Institutionen sind ihnen nicht so wichtig wie offene Türen. So veranstalten die beiden jedes Jahr einen «Tag der offenen Tür», aber auch «Fünfstern» ist ihnen eine willkommene Gelegenheit, das eigene Netzwerk zu erweitern. Kristin Schmidt

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