Öfter mal im Zug reisen

Umwelt Mit Vintage-Möbeln, Interrail und WG-Essen kann man seinen ökologischen Fussabdruck verbessern. Eine Fachfrau gibt jungen Menschen Tips. Notiert von Laurien Gschwend

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Wer im Zug reist, hat keinen Jetlag – dafür Spass. Und tut erst noch etwas Gutes für die Umwelt. (Bild: fotolia)

Wer im Zug reist, hat keinen Jetlag – dafür Spass. Und tut erst noch etwas Gutes für die Umwelt. (Bild: fotolia)

1. Im Zug durch Europa reisen

Exotische Länder bereisen ist eine tolle Sache. Damit man aber nicht jedes Jahr mehrere Male fliegt, sollte man auch ab und zu Destinationen in Europa als Reiseziel wählen. Wer meint, Paris und London bereits auswendig zu kennen, der soll doch einmal ins belgische Brügge reisen. Dort gibt's verwinkelte Gassen, kein einziges Hochhaus, coole Clubs und süsse Waffeln. Damit die Reise zu einem Abenteuer wird, kann man auch ein Interrail-Ticket lösen und mit Freunden in wenigen Wochen Europa entdecken.

2. Gemeinsam kochen

Selbst gekochtes Essen schmeckt immer toll – nur leider ist das nicht wirklich energiesparend. Beim Kochen sollte man darauf achten, dass man nicht zu viele Pfannen verwendet und immer Deckel benutzt. Gut ist es auch, wenn man saisonale Nahrungsmittel aus der Region verwendet. Wer kann, kauft Gemüse und Fleisch am besten auf einem Bio-Hof in der Nähe. Unser Tip an alle, die in einer WG wohnen: Unbedingt gemeinsame Kochabende organisieren! Wenn man nämlich Nudeln für alle macht, anstatt nur für sich selbst, ist dies besser für die Umwelt. Und es ist sowieso viel schöner, gemeinsam zu essen.

3. Abfall trennen

«Gurkenschalen kommen bei mir in den Abfallkübel, weil ich keinen Kompost habe.» Schluss mit solchen Ausreden. Wer sich längerfristig für die Umwelt einsetzen will, sollte sich über verschiedene Recycling-Methoden informieren. So gibt es zum Beispiel in jedem Quartier einen Ort, wo man Kompost entsorgen kann, auch wenn man zu Hause keine Möglichkeit dafür hat.

4. Auf Vintage setzen

Beim Möbel- und Kleiderkauf gilt: Wer sich nicht informiert, verhält sich nicht ökologisch und schadet womöglich der Umwelt. Grosse Mode- und Möbelhäuser bieten neuerdings Conscious-Linien an, die nachhaltige Produkte versprechen. Am besten kauft man seine Möbel und Accessoires jedoch in Brockenhäusern, denn so kann man den Verschleiss hochwertiger Ware verhindern. Vintage ist momentan sowieso angesagt.

5. Energie gezielt einsetzen

Sein Handy sollte man unbedingt am Tag aufladen. Und zwar, bis der Akku voll ist, und nicht länger. Aufladegeräte den Rest des Tages und über Nacht aus der Steckdose ziehen. Computer und Fernseher über Nacht vollständig ausschalten. Der Stand-by-Modus braucht viel Strom. Eine gute Organisation ist auch in WGs unumgänglich. So ist es praktisch, wenn die WG-Mitglieder gemeinsam besprechen, wer am Abend welche Elektro-Geräte ausschaltet.

6. Natürlich schön sein

Wer sich täglich schminkt und frisiert, sollte unbedingt auf folgende Punkte achten: Föhn und Glätteisen kaufen, die möglichst wenig Strom verbrauchen. Da kann die Fachperson im Laden weiterhelfen. Bei Beauty-Produkten sollte man darauf achten, dass sie aus natürlichen Inhaltsstoffen hergestellt sind. Die kosten zwar etwas mehr, machen unsere Haut jedoch umso schöner.

7. Autos teilen

Wer nach der Autoprüfung überlegt, sich einen eigenen Wagen zu kaufen, sollte sich genau über den Benzinverbrauch informieren. Hybrid-Autos sind eine gute Wahl, aber leider oft zu teuer für junge Menschen. Am besten ist jedoch: Mobility nutzen und sich nur ein Auto mieten, wenn man es unbedingt benötigt – oder Fahrgemeinschaften bilden.

Sieke Paysen, WWF Ostschweiz, sagt, wie man den ökologischen Fussabdruck verbessert. (Bild: Quelle)

Sieke Paysen, WWF Ostschweiz, sagt, wie man den ökologischen Fussabdruck verbessert. (Bild: Quelle)

Topf (Bild: (27415673))

Topf (Bild: (27415673))

Craft Bag with decoupage on white background

Craft Bag with decoupage on white background

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