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Italienisches Kino: Biederer Giovanni trifft feurige Monica

Zum zehnten Mal widmen sich Ostschweizer Kinos der Reihe «Cinema Italiano». In «Come und gatto in tangenziale» prallen in Rom ein Wissenschafter und eine Arbeitslose aufeinander. Denn zu ihrem Entsetzen haben sich ihre Kinder verliebt.
Walter Gasperi
Monica und Giovanni haben nichts gemeinsam. (Bild: PD)

Monica und Giovanni haben nichts gemeinsam. (Bild: PD)

Die Reihe «Cinema Italiano» gibt mit fünf Filmen Einblick in die Vielfalt des italienischen Filmschaffens. Als Leitfaden zieht sich durch die heurige Auswahl das Aufeinanderprallen von Gegensätzen. So haben in Riccardo Milanis schwungvoller Komödie «Come un gatto in tangenziale» der Wissenschaftler Giovanni (Antonio Albanese), der für EU-Projekte zur multiethnischen Integration entwickeln soll, und die arbeitslose feurige Monica (Paola Cortellesi) nichts miteinander gemein. Während er mit seiner 14-jährigen Tochter in einer Wohnung im Zentrum Roms lebt, wohnt sie mit ihrem Sohn in einer heruntergekommenen Sozialsiedlung am Stadtrand.

Ihre Wege hätten sich wohl nie gekreuzt, doch dann verlieben sich zum Entsetzen der Eltern die Kinder. So kommt es zu Begegnungen, in denen nicht nur charakterliche und kulturelle Gegensätze aufeinanderprallen, sondern diese auch überwunden werden. Klischees werden in der Zuspitzung zwar präsentiert, aber die blendend harmonierenden Hauptdarsteller und ein Blick für Details sorgen nicht nur für beste Unterhaltung, sondern regen auch zum Überdenken der eigenen Vorurteile an.

Jähzorniger Dieb pflegt dementen Dichter

Welten trennen in Francesco Brunis «Tuto quello che vuoi» auch den an Alzheimer erkrankten Dichter Giorgio und den 22-jährigen Tagedieb Alessandro. Widerwillig übernimmt der jähzornige junge Mann auf Druck seines Vaters die Tagesbetreuung Giorgios. Langsam führen die Menschenliebe des alten Mannes und sein höfliches Benehmen aber zu einer Wandlung Alessandros und er beginnt sich auch für Giorgos Leben zu interessieren. Nicht zuletzt aufgrund des gefühlvollen Spiels der Hauptdarsteller bleibt diese warmherzige Tragikomödie dabei trotz der ernsten Themen Alter, Demenz und Tod leicht und hoffnungsvoll.

Die Flüchtlingsthematik ist vertreten durch Salvatore Alloccas «Taranta on the Road». Darin nimmt eine erfolglose Musikband zwei Tunesier, die nach Italien geflohen sind, in ihrem Kleinbus mit. Da gibt es Spannungen unter Musikern und Flüchtlingen. Langsam wird aber durch Gespräche und tiefere Einblicke in die Situation des jeweils anderen das Misstrauen abgebaut und das Roadmovie wandelt sich zu einer romantischen Komödie.

Einblick in die Schwierigkeiten des Priesterberufs, aber auch in erschütternde Verhältnisse in süditalienischen Problemregionen bietet dagegen Vincenco Marras packendes Sozialdrama «L´equilibrio». Nüchtern stellt Marra einem Priester, der die Gemeinde mit seinem Charisma mitreisst, aber heisse Eisen nicht angreifen will, einen sozial engagierten Priester gegenüber, der sich kompromisslos auch mit dem organisierten Verbrechen anlegt. Lockeren Umgang mit der Kriminalität bietet dagegen das schrille und knallbunte Mafia-Musical «Ammore e malavita».

Im Cinema Luna in Frauenfeld, im Kino Rosental in Heiden und im Kinok in St.Gallen

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