Nicht jeder Kuss bleibt folgenlos

Was nun? Diese Frage stellt sich des öftern, wenn es um unser höchstes Gut geht – die Gesundheit. Bei der Ernährung zum Beispiel geht die Anzahl widersprüchlicher Ratschläge ins Uferlose.

Bruno Knellwolf
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Yellow line notepad with pen on top isolated on a white background. (Bild: Bruno Knellwolf)

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Was nun? Diese Frage stellt sich des öftern, wenn es um unser höchstes Gut geht – die Gesundheit. Bei der Ernährung zum Beispiel geht die Anzahl widersprüchlicher Ratschläge ins Uferlose.

Widersprüche gibt es auch, wenn es um die Gefahr durch Haustiere geht. Nicht etwa direkt durch Bisse oder Kratzer, sondern indirekt durch Viren, Bakterien, Pilze und Parasiten, welche das Büsi oder der Hund ins Haus schleppen. Ein Ostschweizer Präventivarzt hat sich schon vor langem gewundert, wie naiv sich Hundehalter ihr Gesicht vom besten Freund lecken lassen und sich damit Würmer aufhalsen. Eine Studie aus Nordamerika bestätigt das nun. Vor allem kleine Kinder, ältere und kranke Menschen und Schwangere seien durch Infektionen über Haustiere gefährdet. Und vielen Haustierhaltern sei die Gefahr von Krankheitsübertragungen gar nicht bewusst. Hunde und Katzen übertragen den Durchfallerreger Campylobacter jejuni, Katzen geben zudem verschiedene Bartonella-Bakterien weiter, die Fieber und schwere Entzündungen hervorrufen können. Schlangenbesitzern drohen Salmonelleninfektionen.

Doch die Studienautoren entwarnen gleichzeitig. Schon lange weiss man, dass Bauernkinder weniger anfällig auf Allergien sind, weil sie von klein auf Kontakt mit Tieren hatten. Auch der positive Effekt von Tieren auf unsere Psyche ist unumstritten. Was gilt nun also für die Besitzer der 1,3 Millionen Katzen und der 500 000 Hunde in der Schweiz? Auf Haustiere nicht verzichten, aber die Hygieneregeln beachten. Ein Hundekuss kann Folgen haben!