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NEUER INTENDANT: Frischer Wind für «die Burg»

Martin Kusej will am Wiener Burgtheater die grösste deutschsprachige Bühne wieder stärker politisieren.

«Es ist in der Tat Zeit, wieder politisch zu werden», sagte der 56-jährige Martin Kusej am Freitag in Wien nach seiner offiziellen Ernennung. «Wir erleben gerade einen weltweiten Siegeszug von Dummheit und Ignoranz.» Das Theater könne als Ort des Nachdenkens und der Seelenbildung ein Gegenpol dazu sein, meinte der Österreicher, der aktuell Intendant des Münchner Residenztheaters ist. Kusej wird in der Spielzeit 2019/2020 die Nachfolge der scheidenden Direktorin Karin Bergmann antreten. «Ich freue mich, dass der wichtigste Regisseur des Landes das wichtigste Theater des Landes übernehmen wird», sagte Österreichs Kulturminister Thomas Drozda. «Es fühlt sich richtig an, es fühlt sich gut an.» Kusej kündigte einen Kurs an, der möglicherweise nicht bei jedem Burgtheater-Besucher auf Gegenliebe stossen wird: «Ich stehe für Veränderung, Irritation und Aufregung.» Angesichts eines multikulturellen Umfelds sei es auch nicht mehr zeitgemäss, wenn Deutsch die einzige Sprache auf der Bühne sei, speziell im vielsprachigen Wien. Hier sei eine Öffnung des Hauses angezeigt. Grundsätzlich glaube er, dass auch für junge Menschen die analoge Welt des Theaters, wo echte Schauspieler noch richtig schwitzten, ihren Reiz habe. (sda)

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