Neue Musik aus Istanbuls Schmelztiegel

Drucken
Teilen

St. Gallen Als «der neue Sound von Istanbul» betitelte die britische Zeitung «The Guardian» die Musik von Gaye Su Akyol, die am Samstag im Palace auftritt. Istanbul ist und bleibt ein Schmelztiegel verschiedenster Kulturen. Wer dort mit offenen Augen und Ohren aufwächst, nimmt sie alle auf einmal auf.

Fragt man Gaye Su Akyol nach ihrer Musik, kommt sie kaum drum herum, sich ebenfalls in dieser Richtung zu äussern. Die familiären Wurzeln der 1985 geborenen Musikerin liegen in einem anatolischen Dorf, sie selbst war oft da und beschreibt die traditionelle Musik von dort als einen genauso wichtigen Einfluss wie Nirvana, Sonic Youth, Joy Division und Jefferson Airplane. Schliesslich traf die Musikerin auf die Band Bubituzak und konnte ihre Ideen umsetzen. 2013 nahmen sie das Debütalbum «Develerle Yasiyorum» auf und wurde bald darauf fester Bestandteil der Istanbuler Undergroundmusikszene und auf zahlreichen internationalen Festivals bejubelt. Das neue Album heisst «Hologram imparatorlusu» («Hologramm Imperium»). Spaghettiwestern-Gitarren ranken sich um einen dichten Wirbel aus schwülen orientalischen, anatolischen Surf-Melodien und Anatolien-Rock der 70er-Jahre. Die Musik ist cineastisch und wird von Gayes «leichter, aber eleganter Stimme» (The Guardian) perfekt orchestriert. Die Songtexte sind mal persönlich, mal traum- oder albtraumhaft und auch mal politisch. (red)

Sa, 22 Uhr, Palace

Aktuelle Nachrichten