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Kino: Neue Herausforderungen für kleinen Drachen

Drache Tabaluga muss sich warm anziehen: Auch der kleine Drache Kokosnuss ist jetzt wieder in unseren Kinos unterwegs, um ein zweites grosses Leinwandabenteuer zu meistern.
Matthias von Viereck (DPA)
Drache Kokosnuss trägt einen seiner Freunde auf Händen. (Bild: Impuls)

Drache Kokosnuss trägt einen seiner Freunde auf Händen. (Bild: Impuls)

Gerade erst ist ein anderer animierter und recht süsser Feuerspucker in den Kinos gelandet: der von Rocksänger Peter Maffay erfundene Tabaluga. Unmittelbar nach Weihnachten stürzt sich nun auch der kleine Drache Kokosnuss ins Abenteuer. Das animierte Werk wartet mit den Stimmen etwa von Max von der Groeben, Carolin Kebekus und Dustin Semmelrogge auf.

Es ist Kokosnuss’ zweites Leinwandabenteuer. Der erste Film mit dem putzigen, orangefarbenen Drachen von 2014 zog über eine Million Kinozuschauer an und wurde in mehr als 200 Länder und Territorien verkauft. Auch dieser Film basiert auf den schon in mehr als 20 Sprachen übersetzten Kinderbüchern Ingo Siegners.

Ferien ohne Stachelschwein? Keine Chance!

Kokosnuss kann sich kaum noch einkriegen vor Freude: Erstmals soll seine Truppe gemeinsam mit den Feuerdrachen in ein Sommerlager reisen. Plätze für Stachelschweine sind an Bord des Schaufelraddampfers eigentlich keine vorgesehen. Matilda aber gehört nicht nur zu genau dieser Spezies, sondern auch zu den besten Freunden von Kokosnuss und Oskar, dem vegetarischen Fressdrachen.

Also hecken die beiden einen Plan aus – Ferien ohne Matilda können sich die Drachenbuben schlichtweg nicht vorstellen. Matilda wird an Bord des Dampfers geschmuggelt, in der Hoffnung, der blinde Passagier möge unerkannt bleiben. Schliesslich sind es aber Probleme und Herausforderungen ganz anderer Art, die auf Kokosnuss und den Rest der Crew warten.

Nicht nur mit der enervierend-vorlauten Art der Feuerdrachenschwestern Ananas, Mango und Pampelmuse muss man zurechtkommen; bald schon gerät der Dampfer ins Stocken, als plötzlich Wasserdrachen auftauchen, um Kokosnuss und Co. die Weiterfahrt zu verhageln.

Betonung auf das Verbindende

Was bei Tabaluga die vermeintlich bösen und kaltherzigen Eisländer, sind bei Kokosnuss, entstanden unter der Ägide von Regisseur Anthony Power, die Wasserdrachen: Beim ersten Zusammentreffen der unterschiedlichen Drachenarten werden böse Blicke ausgetauscht. Der tapfere Kokosnuss indes macht bereits in diesem Moment einen ersten Schritt hin in Richtung Verständigung. Ganz ähnlich wie unlängst in Tabalugas Kinoabenteuer werden auch hier mehr die Gemeinsamkeiten betont als das Trennende.

Bei allen Animositäten müssen die ungleichen Drachen einsehen, dass sie nur gemeinsam eine Chance haben. Die gleichsam fotorealistisch anmutenden Leinwandbilder sorgen für eine nicht eben kleine Menge an Augenschmaus; die angenehme Erzählgeschwindigkeit des 80-minütigen Films harmoniert gut mit der unaufdringlichen musikalischen Flankierung.

Sprösslinge, die bereits mit Kokosnuss und seinen Freunden durch die in unzähligen Kinderzimmern herumfliegenden Bücher Ingo Siegners vertraut sind, werden sich schnell im Filmgeschehen zurechtfinden – und für das Gros der begleitenden Erwachsenen besteht auch kaum Einschlafgefahr.

«Drache Kokosnuss» läuft seit dem 27. Dezember den Kinos.

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