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Podcasts: Diese Formate sollten Sie sich anhören

Sie erzählen Geschichten, erweitern das Genre des Journalismus oder vermitteln Informationen. Während die englischsprachige Podcastszene boomt, ist sie in der Schweiz noch überschaubar.
Laura Widmer

Wer Podcasts noch nicht für sich entdeckt hat, der verpasst einiges. Die Hörserien erzählen Geschichten und Kriminalfälle, bereiten Aktualitäten des Tages auf oder bieten Diskussionen zu Sportereignissen. Aktives Zuhören ist erforderlich, um nichts zu verpassen. Podcasts sind abonnierbare Audiodateien, die meisten davon gratis verfügbar. Bei Iphones ist die Podcast-App bereits vorinstalliert, für Android gibt es verschiedene kostenlose Programme.

Die Szene ist noch überschaubar

Während das Radio als traditionelles Medium objektiv sein soll, erheben Podcasts meist keinen Anspruch auf Neutralität. Im deutschsprachigen Raum ist die Auswahl an Podcasts noch klein und die Szene in der Schweiz ist überschaubar.

Auf der Hitliste sind mehrheitlich Programme, die für das Fernsehen oder Radio produziert wurden, und dann als Audiodatei zur Verfügung gestellt werden. Ein Beispiel dafür ist «Echo der Zeit» des SRF, das im Radio ausgestrahlt wird. Weiter ist man in Deutschland, wo sowohl Publikationen wie die «Zeit» als auch verlagsunabhängige Redaktionen gute Produktionen veröffentlichen.

Millionen hören zu

Anders in den USA: Dort hat das Medium ein Millionenpublikum, und Medienhäuser wie die New York Times finanzieren Formate. Gerade Podcasts, die sich mit der Politik befassen, sind seit Trumps Amtsantritt beliebt.

Einen Boom löste vor vier Jahren «Serial» aus. Journalistin Sarah König untersuchte im zwölfteiligen Podcast den Mordfall einer High-School-Schülerin in Baltimore 1999 und setzte einen neuen Standard für den investigativen Journalismus. «True Crime», wahre Kriminalfälle, ist bis heute eines der beliebtesten Genres bei englischsprachigen Podcasts.

Über das Hörverhalten ist wenig bekannt

Genaue Hörerzahlen für Podcasts zu eruieren, ist mit der heutigen Technologie schwierig. Wurde eine Datei heruntergeladen, kann sie beliebig oft gehört werden. Für Werbekunden ist diese fehlende Transparenz ein Problem. Da wenig über das Hörerverhalten bekannt ist, scheuen sich grosse Namen noch, auf den Plattformen zu werben.

Einzelne Podcasts sind so erfolgreich, dass sie das Medium bereits wieder verlassen. So hat beispielsweise der Politpodcast «Pod Save America» einen Vertrag mit HBO für eine Fernsehsendung unterzeichnet und füllt mit Live-Shows Hallen. Auch «Homecoming», ein Spionagethriller, bei dem bekannte Namen wie «Friends»-Star David Schwimmer als Sprecher mitgewirkt haben, soll verfilmt werden.

Drei Podcasts für Einsteiger

Servus, Grüezi, Hallo

Der Podcast von drei «Zeit»-Journalisten aus Österreich, der Schweiz und Deutschland. In jeder Folge gehen sie Unterschieden und Gemeinsamkeiten der drei Länder auf den Grund und diskutieren aktuelle Themen. Eine wiederkehrende Rubrik stellt absurde Fakten oder unbekannte Persönlichkeiten vor. Der Podcast ist gerade in der Sommerpause, erscheint sonst aber immer mittwochs. Link zum Podcast

S-Town

Vom gleichen Team wie der Hit-Podcast «Serial», ist «S-Town» mehr als eine Kriminalgeschichte. Das wahre Porträt eines Uhrmachers, der faule Machenschaften in seiner amerikanischen Kleinstadt wittert, jedoch bald wegen seiner eigenen Lebensgeschichte im Mittelpunkt steht. Der Podcast über den exzentrischen John B. McLemore ist stellenweise nahe am Voyeurismus, aber ein gelungenes Beispiel für eine Reportage im Podcast-Format. Link zum Podcast

In the Dark

Die zweite Staffel des «True Crime»-Podcasts ist vor kurzem angelaufen und geht der Frage auf den Grund, weshalb ein Mann sechs Mal für das gleiche Verbrechen verurteilt wurde. Die erste Staffel rollt den Fall um einen verschwundenen Neunjährigen neu auf. Die Journalisten konzentriert sich dabei auf die mangelhafte Polizeiarbeit. Gibt einen Einblick in das fehleranfällige amerikanische Justizsystem. Link zum Podcast

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