Nervengift

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Botulus bedeutet im lateinischen Wurst. Der Arzt Justinus Kerner entdeckte 1820, dass das Gift die Nervenleitung hemmt. Vergiftungen mit dem Botulinumtoxin waren damals häufig die Folge beim Verzehr von verdorbenem Fleisch oder Würsten. Kerner setzte das Gift bei Patienten mit nervösen Störungen ein. 1992 entdeckte das US-Ärztepaar J. und A. Carruthers die lähmende Wirkung bei Falten. Seither ist Botox als Anti-Faltenmittel bekannt. Botox wird auch gegen übermässiges Schwitzen in der Achselhöhle, Zähneknirschen oder gegen Schielen eingesetzt. Botox ist in der Schweiz von Swissmedic zugelassen. (red)