Mutter Beimer macht Ferien

Am Fernsehen

Martin Weber
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Die Nachricht erschreckte die Fangemeinde: Erstmals in ihrer mehr als 30-jährigen Geschichte macht die «Lindenstrasse» Sommerpause. Fünf Wochen lang ist nichts von Mutter Beimer, Gabi Zenker oder Momo Sperling zu sehen. Ist das der Anfang vom Ende des Dauerbrenners, der seit 1985 die bundesrepublikanische Wirklichkeit abbildet, ja ein prominenter Teil davon geworden ist? Seit Jahren wird über das Ende der «Lindenstrasse» spekuliert, die Serie von Hans W. Geissendörfer wurde oft totgesagt. Diesen Sonntag flimmert die letzte Folge «Eins, zwei, cha cha cha» (Episode 1637) vor der Sommerpause über den Bildschirm.

«Unsere Fans sind sehr treu»

Beim WDR, der die Serie produziert, will man von einer Krise oder gar einer baldigen Einstellung nichts wissen. WDR-Sprecherin Kathrin Hof nennt es eine «Kreativ-Pause im Sommer»: «Während der Ferien ist das ja nichts Ungewöhnliches, auch andere Sendereihen legen eine Pause ein.» Dass man wegen der Sommerpause Zuschauer verliert, glaubt sie nicht: «Unsere Fans sind sehr treu, aber auch offen für Neues.» Mit der Treue ist das freilich so eine Sache, schliesslich sind der «Lindenstrasse» in den vergangenen Jahren viele Zuschauer abhanden­gekommen: Schalteten Mitte der Neunzigerjahre noch an die 9 Millionen ein, sind es 2017 etwas über 2,3 Millionen Fans.

Wie geht es mit der Dauer­serie weiter? Im Augenblick sei es noch zu früh, Fragen zur mittel- oder langfristigen Entwicklung der Serie zu beantworten, sagt die WDR-Sprecherin. Der aktuelle Vertrag läuft noch bis 2019.

Für die erste Folge nach der Sommerpause (20.8.) hat man sich etwas Besonderes ausgedacht: In der Episode 1638 «Engelchen flieg» werden nicht drei Handlungsstränge parallel abgearbeitet, sondern nur einer, der sich um die Familie Sperling dreht und die Geschehnisse in den vergangenen fünf Wochen.

Martin Weber

Heute So, 18.50 Uhr, ARD