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Abschluss von Klang-Musiktage: Kontraste in tollem Ambiente

Gerda Neunhoeffer
Fabio di Càsola brillierte auch zum Abschluss des Festivals, das er selber künstlerisch leitet. (Bild Pius Amrein, 15. Juni 2018)

Fabio di Càsola brillierte auch zum Abschluss des Festivals, das er selber künstlerisch leitet. (Bild Pius Amrein, 15. Juni 2018)

Als kleine Europatournee war das Konzert am Samstag auf Schloss Meggenhorn übertitelt. Mozarts «Kleine Nachtmusik» war der österreichische Einstieg. Das Fiacorda-Ensemble, das aus der «Camerata Luzern» entstanden ist, reiste quasi weiter nach England mit dem Quintett von Arthur Somervell. Der weiche Klarinettenklang von Fabio di Càsola erhob sich reizvoll über den Streichern, die Nähe zu Brahms war hörbar.

Italienisch lebhaft ging es in Rossinis Sonata für zwei Violinen, Cello und Kontrabass weiter. Unglaublich, was der 12-jährige Rossini für Ideen hatte, die ganze spätere Operndramatik ist schon spürbar. In Tschaikowskys Herbstlied und «Danse Russe» aus «Schwanensee» (arrangiert für Klarinette und Streicher vom ersten Geiger Robert Zimansky) landete man in Russland. Und die Zugabe «Plaisir d’amour» von Martini führte über zum Apéro.

Haydn mit Ecken und Kanten

Voller Energie zeigte sich das hoch gelobte Quartetto Energie Nove aus Lugano in der Matinee am Sonntag. Es spielte Haydn mit Ecken und Kanten und geschärfter erster Violine. In Schuberts Quartettsatz c-Moll kamen dynamische Extreme und klangliche Grenzgänge fantastisch zur Geltung. Und Smetanas «Tanz der Komödianten» und die Polka aus der Oper «Die verkaufte Braut» wandelten sich unter den vier versierten Musikern zu unwiderstehlich deftiger Tanzmusik.

In Beethovens Streichquartett c-Moll op. 18 Nr. 4 aber hörte man Unerhörtes; heftigste Akzente, höchst dichtes Legato, eigenwillige Klangfarben und unglaublich viel Spannung, die sich im Ende des Allegros zu fast unspielbarem – nicht bei diesem Quartett – Tempo steigerte. Und wenn man so nahe dabei ist wie im Schloss Meggen, geht es besonders unter die Haut. Als Zugabe erklang der erste Satz aus Beethovens 5. Sinfonie. Es ist Intendant Roland Meier und Fabio di Càsola gelungen, mit Bläsern und Streichern vier Konzerte voller Kontraste in herrlichem Ambiente anzubieten, und die vielen Zuhörer waren begeistert.

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