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Musikalisch steckt der Orient voller Wunder

Rolf App

Tonhallekonzert Ja, es hat einmal eine Zeit gegeben, da uns die Welt des Nahen und Mittleren Ostens nicht zuallererst Angst eingejagt hat. Da die Menschen nicht an Krieg und Terror gedacht haben, sondern an Märchen. Frankreich war ein besonders fruchtbarer Boden für diese an der Wende zum 20. Jahrhundert verbreitete Haltung. Und Russland. Aus diesen beiden Regionen stammten denn auch jene Werke, denen das St. Galler Tonhallekonzert vom vergangenen Donnerstag und Freitag gewidmet war – mit dem Kasachen Alan Buribayev am Dirigentenpult und der ägyptischen Mezzosopranistin Gala El Hadidi als Solistin.

Alexander Borodins «Steppenskizze aus Mittelasien» eröffnete den Abend, und schon hier zeigten sich die Qualitäten des Dirigenten – und natürlich auch jene des Sinfonieorchesters St. Gallen – in einer ebenso rhythmischen wie durchsichtigen Gestaltung. Maurice Ravels drei Orchesterlieder boten dann Gala El Hadidi Gelegenheit, mit ihrer dunklen Stimme breit auszuholen und dabei Asien zu besingen. Einen rasanten Schlusspunkt unter den ersten Teil setzte das Bacchanale aus Camille Saint-Saëns’ Oper «Samson et Dalila».

Der Konzertmeister als Solist

Nach der Pause stand dann die Tondichtung «Scheherazade» von Nikolai Rimsky-Korsakow im Zentrum. Auch wenn Rimsky-Korsakow später die Satzbezeichnungen durch neutralere Bezeichnungen ersetzt hatte, hört man doch immer wieder heraus, auf welche Märchen aus «Tausendundeiner Nacht» er sich bezog. Das lieblichere der beiden Themen, das die Prinzessin Scheherazade beschreibt, bot dem 1. Konzertmeister Igor Keller immer wieder Gelegenheit, zum Solo anzusetzen, wofür er berechtigt mit Sonderapplaus bedacht wurde. Buribayev aber manövrierte das Orchester sicher durch die wilden Wasser der vier Sätze, nur im ersten Teil war es stellenweise zu laut.

Rolf App

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