Beatrice Egli stürmt die Hitparade: Im Interview erklärt sie ihre wiederentdeckte Liebe zur Schweiz

Wegen Corona hat Beatrice Egli die Liebe zur Schweiz neu entdeckt. Ihr Album darüber hat’s diese Woche auf Platz 1 der Hitparade geschafft.

Interview: Steffen Rüth
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Liebt es, einfach mal in der Natur Zeit zu verbringen: Beatrice Egli.

Liebt es, einfach mal in der Natur Zeit zu verbringen: Beatrice Egli.



Zvg / FRI

Vor einem Jahr hatten Sie keinen festen Wohnsitz. Haben Sie inzwischen was?

Beatrice Egli: Ja! Ich wohne jetzt am Zürichsee. Während der Coronazeit war ich schon sehr froh, dass ich ein eigenes Heim hatte. Auch andere Städte waren eine Überlegung, doch am Zürichsee habe ich es einfach viel näher zu meinen Freunden und zu meiner Familie.

Sie werden sesshaft?

So sesshaft wie man werden kann, wenn man so lebt wie ich – mit meiner Energie und meinem Beruf und als Single (lacht).

Das ist also weiter aktuell?

Ja, immer noch. Ich sage zwar öfter, dass ich verliebt bin, aber damit meine ich das Verliebtsein ins Leben. Davon handelt auch mein Song «Das 5. Element». Die Liebe hat für mich viel mehr Facetten als nur die Liebe mit dem Partner oder der Partnerin. Für mich ist die Liebe die Grundessenz der guten Dinge im Leben. Liebe ist allumfassend. Irgendwann wird es hoffentlich auch für mich eine Partnerliebe geben, dann vielleicht eine Kinderliebe, noch später irgendwann die Enkelliebe (lacht). Alles ist möglich. Aber statt dieser einen «grossen Liebe» geniesse ich gerade zum Beispiel die Liebe zur Erde, zum Wasser, zu den Bergen, zum Essen.

Waren Sie während Corona oft in der Natur unterwegs?

Total. Hier am Zürichsee, aber auch in der ganzen Schweiz. Die Schweiz ist ein kleines Land, doch es gibt für mich noch so viele unentdeckte Ecken. Ich habe längst noch nicht alles gesehen. In dieser Zeit ist mir wieder so richtig bewusst geworden, wie schön die Schweiz ist. Resultat ist das Album «Mini Schwiiz – mini Heimat», wo ich auf Schweizerdeutsch, Französisch und Italienisch singe.

Sind Sie eher Bergmensch oder Wassermensch?

Alles! Ich bin gerne in der Stadt, auf dem See, in den Bergen. Ich fühle mich überall wohl.

Sie haben vor Ihrem letzten Album eine Pause eingelegt, weil Sie ein bisschen ausgebrannt waren. Wie steht’s um Ihr aktuelles Energielevel?

Bestens. Ich kann immer noch arbeiten, aber wegen der ausgefallenen Konzerte weniger als sonst. Dafür gebe ich privat gerade Vollgas. Vor Corona habe ich immer gesagt, ich würde gar nichts vermissen, aber jetzt weiss ich, dass mir doch was gefehlt hat. Sachen mit Freunden zu erleben, rauszugehen, sonntags auszuschlafen, zusammen zu brunchen. Die Freunde auch mal länger zu sehen als einfach nur für eine Stunde. Auch deshalb bin ich gerade so verliebt in mein Leben. Eine Flusswanderung zu unternehmen, einfach mal schwimmen zu gehen – solche Dinge hatte ich sehr lange nicht mehr erlebt.

Hören Sie hier in Beatrice Eglis neues Album