Pratteln
Konzertfabrik Z7 veranstaltet Benefiz-Konzert für Flüchtlinge

Im November wird in der Konzertfabrik Z7 in Pratteln ein Benefiz-Konzert veranstaltet. Über 80 Musikgruppen haben sich schon dafür beworben. Mit dem Konzert wird ein Zeichen für Flüchtlinge und gegen Rassismus gesetzt; die Einnahmen werden gespendet.

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Hoffentlich wird das Z7 am Benefiz-Konzert auch so gut besucht sein. (Archiv)

Hoffentlich wird das Z7 am Benefiz-Konzert auch so gut besucht sein. (Archiv)

zvg

Obschon er die Anzeige erst kürzlich aufgeschaltet hat, haben sich bereits rund 80 Musikgruppen bei Norbert Mandel gemeldet. Der Geschäftsführer der Prattler Konzertfabrik Z7 freut sich über die grosse Resonanz, die sein Aufruf bislang hervorrief. Vor wenigen Tagen verkündete er, dass Mitte November in seinem Club ein Benefiz-Konzert für die Opfer der Flüchtlingskrise stattfinden wird. Er forderte interessierte Bands auf, sich für einen Auftritt am Festival zu bewerben.

Aufgrund der vielen Anfragen spiele man nun mit dem Gedanken, die eintägige Veranstaltung auf zwei Tage auszudehnen, erklärt Mandel. «Wir werden Mitte Oktober entscheiden, wer bei uns auftritt.» Bei der Auswahl spielt für die Organisatoren die musikalische Vielfalt eine wichtige Rolle. Im Z7, in dem normalerweise harte Stromgitarren vorherrschen, werden die unterschiedlichsten Stilrichtungen zu hören sein. Sämtliche Bands verzichten auf eine Gage, wie der Geschäftsführer mitteilt. «Das ist eine Grundvoraussetzung, um bei uns spielen zu können.»

Die Einnahmen werde man vollumfänglich spenden. «Wir wissen jedoch derzeit noch nicht, welche Organisation wir berücksichtigen.» Das Geld sei bei der Planung des Benefiz-Konzerts überhaupt nicht im Mittelpunkt gestanden. «Es geht uns darum, ein Zeichen für die Flüchtlinge und gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu setzen.» Auf dem Flyer zur Veranstaltung wird die Absicht wie folgt beschrieben: «Wir und unsere Musik für eine menschenwürdige Flüchtlingspolitik und Solidarität ohne Landesgrenzen.» Es sei einfach an der Zeit, das Schweigen zu brechen und deutlich Stellung zu beziehen. Nicht umsonst nennt sich das Konzert «Maul auf! Festival». (hof)