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MUSIK: Unterm Säntis klingt’s französisch

Zum zweiten Mal geht nächstes Wochenende das kleine Festival «Musique am Berg» auf der Schwägalp über die Bühne. Klassik und Chanson sind nur zwei Stile, die Musikkultur aus dem Westen in den Bergen der Ostschweiz erlebbar machen.
Die Bergbahn steht nächstes Wochenende still: Die Schwägalp ist nur für die Musik reserviert. (Bild: Ralph Ribi)

Die Bergbahn steht nächstes Wochenende still: Die Schwägalp ist nur für die Musik reserviert. (Bild: Ralph Ribi)

«Frankophone Klänge bringen die Säntiswand ins Schwingen», titelt die Pressemitteilung der zweiten Auflage des kleinen Festivals «Musique am Berg» fast ein wenig überschwänglich. Ganz so laut dürfte es nicht werden, dafür aber abwechslungsreich. Die Bergbahn zum Säntis ist wegen Revisionsarbeiten ausser Betrieb. Die mystische Schwägalp-Landschaft ist also nächsten Samstag und Sonntag ganz für musikalische Erlebnisse reserviert.

Aus dem Westen viel Neues zu entdecken

«Ich schaue gerne gen Westen», sagt Konzertveranstalter Jürg Hochuli aus Gais und meint das nicht nur rein geografisch. Zusammen mit Nicole Borra, ebenfalls aus Gais, hat er wieder ein vierteiliges Programm zusammengestellt, das Chansons, Musettes und klassische Musik aus Frankreich sowie vorwiegend Westschweizer Interpretinnen und Interpreten in die Ostschweiz bringt. Ein kleiner, feiner Kulturtransfer, den auch Isabelle Chassot, Direktorin des Bundesamts für Kultur, so interessant findet, dass sie das Ausserrhoder Festival ideell mit einem Patronat unterstützt.

Das erste Konzert nächsten Samstag (15.30 Uhr, Eintritt frei)bestreitet die Basler Gruppe Mistral, benannt nach einem Wind in Südfrankreich. Die Gruppe stellt hierbei ihre zweite CD mit Chanson-Pop vor, der vorwiegend aus der eigenen Feder der Bandmitglieder stammt. Der zweite und vierte Anlass unterstreichen einen Aspekt der zweiten Auflage von «Musique am Berg», die Förderung junger Talente.

Im Konzert mit Studierenden des bekannten Akkordeonisten Goran Kovacevic ist die junge Wattwilerin Leonie Früh mit von der Partie, die unlängst mit dem Prix Rotary Toggenburg ausgezeichnet wurde. Sie, ihr Lehrer und vier weitere junge Akkordeonisten stellen das klassische Programm «French touch» vor, mit Kompositionen u.a. von Jean-Philippe Rameau, Richard Galliano und Astor Piazzolla (Sa, 17 Uhr).

Die Genfer Gruppe Le Sirop d’la Rue lotet die Faszination des französischen Chansons am dritten Festival-Anlass aus (Sa, 20.30 Uhr). Berühmte Namen wie Serge Gainsbourg, Georges Brassens, Jacques Brel oder Edith Piaf stehen auf dem Programm. Fast ein wenig an «eine junge Piaf» erinnere sie die Sängerin des Abends, Stéphanie Quastana, schwärmt Veranstalterin Nicole Borra schon im Vorfeld.

Nochmals klassisch wird es im vierten Konzert mit dem ­Quatuor sotto Voce aus Lausanne und der Saxofonistin Valentine Michaud, die 2017 im Rahmen des Lucerne Festivals mit einem Preis der Credit Suisse ausgezeichnet wurde. Die aparte Besetzung präsentiert Musik von Bu­soni, Satie, Couperin und George Bizet, aber auch von Lateinamerikanern wie Villa-Lobos oder Piazzolla sowie vom Russen Alexander Glasunow (So, 11.15 Uhr).

Das Festival «Musique am Berg» denkt bereits an die dritte Auflage. Und die Organisato- ren könnten sich durchaus vorstellen, dass das Festival einmal vom Berg in die Stadt, nach St. Gallen, wandern könnte, und dann wieder zurück in die Stille der Schwägalp.

Martin Preisser

Infos: musiqueamberg.ch; Vorverkauf: Bücherladen Appenzell (071 787 29 30) und Kulturbüro St. Gallen (071 222 60 77)

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