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MUSIK: Polar-Synthesizer und Schweizer Hackbrett

Zum zwölften Mal präsentiert das Nordklang-Festival in St. Gallen Ende Februar das vielfältige Musikschaffen aus nordischen Ländern. Die Macher setzen auf Experimente und Tradition.
Philipp.buerkler@tagblatt.ch
Das Frauentrio Shitney vertont live einen Stummfilm. (Bild: PD)

Das Frauentrio Shitney vertont live einen Stummfilm. (Bild: PD)

Grönland, Island, Norwegen, Finnland, Dänemark, Estland, Schweden oder Färöer Inseln: Ein Dutzend Künstlerinnen und Künstler aus diesen nordischen Ländern stehen Ende Februar auf fünf verschiedenen Bühnen des Nordklang-Festivals in St. Gallen. Die Organisatoren haben ein Musikprogramm zusammengestellt, das sich zwischen Experiment und Tradition bewegt und das Publikum eintauchen lässt in das nordische Musikschaffen. Eines der Highlights 2018 ist der grönländische Künstler Ulf Fleischer. «Er ist der Mani Matter von Grönland, seine Lieder singen in seiner Heimat Kinder schon in der Grundschule», erklärt Co-Organisatorin Larissa Bissegger. Im Kinok vertont das dänisch-schwedisch-estländische Frauentrio Shitney live den in Island spielenden schwedischen Stummfilm «The Outlaw and his Wife» aus dem Jahr 1918.

Musikalisch ist das Spektrum breit: Electronic, Folk, Rock, Singer-Songwriter, Electropop, Pop, bis Free Jazz und Hackbrett. Die Festivalmacher legen grossen Wert auf die musikalische Qualität. «Wir buchen nur Künstler, die wir zuvor selbst live gesehen haben, weil CD-Aufnahmen meistens anders klingen als Live-Auftitte», sagt Co-Organisator Steffen Wöhrle. Er und Bissegger reisen deshalb regelmässig in den Norden, um sich die Bands und Künstlerinnen persönlich anzuhören.

Alle Künstler spielen ohne Gage, bezahlt werden nur Flug und Hotel. Dennoch ist die Betreuung wichtig. «Jemand von uns holt die Musiker am Bahnhof St. Gallen ab und bringt sie ins Hotel oder macht mit ihnen eine Stadtführung», erklärt Wöhrle. Finanzielle Probleme machten dieses Jahr vor allem die teuren Flugtickets für die Künstlerinnen und Künstler. «Ein Swiss-Flug von Kopenhagen nach Zürich kostet derzeit rund 600 Franken, das ist mehr als ein Flug nach New York», sagt Bissegger. Angst hätten sie vor einem allfälligen Vulkanausbruch auf Island, der den Flugbetrieb lahmlegen würde. «Die Künstler müssen uns ein SMS schicken, sobald sie in Zürich gelandet sind, dann sind wir beruhigt», sagt Wöhrle. Das Schönste sei jeweils nach den Auftritten das «Feierabendbier» nachts um zwei.

Philipp Bürkler

philipp.buerkler@tagblatt.ch

Nordklang-Festival

Fr/Sa, 23./24. Februar; Infos und Tickets: nordklang.ch

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