Musik für Pingpongschläger

Das Trio Zarin Moll (zwei Sängerinnen und eine Harfenistin) gastiert morgen in der Lokremise mit «Schnee» von Christian Henking. Zu erwarten ist bei aller Komplexität ein Musiktheater, das für Jung und Alt gedacht ist und Zeitgenössisches auch sinnlich präsentiert.

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Das Trio Zarin Moll gibt es seit 2008. In St. Gallen zeigen die drei Künstlerinnen ein spezielles Musiktheater. (Bild: pd)

Das Trio Zarin Moll gibt es seit 2008. In St. Gallen zeigen die drei Künstlerinnen ein spezielles Musiktheater. (Bild: pd)

«Schnee» ist ein théâtre musical, das der Berner Komponist Christian Henking dem Trio Zarin Moll auf den Leib geschrieben hat. Es ist die bereits vierte Produktion, welche Corina Schranz (Sopran), Christina Sutter (Sopran) und Vera Schnider (Harfe) gemeinsam zur Aufführung bringen.

«Schnee» bewegt sich fragil zwischen zeitgenössischer Oper, Theatermusik, Performance und abstrakter Erzählung. Es folgt in sehr freier Art und Weise dem Märchen «Schneewittchen». Das Märchen stellt aber nur eine Art Gerüst des Werkes dar, an dem sich die Szenerie festhält. Die Requisiten bestehen nebst einer Studioblitzanlage, einer Staffelei und Pingpongschlägern hauptsächlich aus den Arbeitsinstrumenten, die Musikerinnen zu benutzen pflegen: Notenständer, Metronom oder Pultlampen etwa.

Diese erwachen zum Leben und müssen auf der Bühne für die Darstellung der gesamten Handlung herhalten. Hier liegt der Kerngedanke des Werkes: die Metamorphose. Alles kann zu allem werden, wenn man es nur richtig einsetzt. Die musikalische Sprache des Werkes ist sehr vielschichtig, spielerisch und humorvoll. Es ist zeitgenössische Musik, die direkt auf einer sinnlichen Ebene erfahrbar ist. (pd)

Morgen Sa, Lokremise, 20 Uhr

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