Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Mütter und Töchter

In Neapel spielt der Hauptteil des Roman-Vierteilers von Elena Ferrante. (Bild: Getty (Neapel, 8. August 2017))

In Neapel spielt der Hauptteil des Roman-Vierteilers von Elena Ferrante. (Bild: Getty (Neapel, 8. August 2017))

Die Beziehungen zwischen Müttern und Töchtern haben eine hohe Bedeutung in Ferrantes Werk. Sie zeichnet sie aber als komplexe Erfahrung von grosser Ambivalenz. Die Schwangerschaft beschreibt sie beispielsweise als «ein Stück Fleisch», das im Innern der Mutter heranwächst, bei der Geburt im Kampf von widerstrebenden Kräften aus dem Körper ausgestossen wird und dann weiterwächst. Ein drastisches Bild. Ihre Figuren tun sich schwer mit der Schwangerschaft, mit der Erziehung der Kinder, mit ihrer Sexualität. Ferrante ist bemüht um grösstmögliche Authentizität. In Interviews sagt sie, die idealisierenden Darstellungen der Mutterschaft würden bei Frauen Schuldgefühle hervorrufen, sobald sie mit deren frustrierenden Seiten konfrontiert sind. Auch zu weiblicher Sexualität müsse eine eigenständige literarische Tradition erst noch erfunden werden. Elenas und Lilas Verhalten seien zwei unterschiedliche Arten von Anpassung an Männer und deren Sexualität.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.