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Momos Leben neu übersetzt

Belles Lettres
Dieter Langhart

Endlich liegt sie vor, die neue Übersetzung des vergriffenen Romans «Du hast das Leben noch vor dir». Emile Ajar hat mit «La vie devant soi» 1975 den Prix Goncourt gewonnen – und musste ihn zurückgeben, weil hinter dem Pseudonym Romain Gary steckte, und keiner darf den Preis zweimal einheimsen. Das gab Stunk in Frankreich. 1999 bekam Eric-Emmanuel Schmitt Ärger, da er sich für «Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran» schamlos bei Gary bedient hatte. Trotz «Plagiat» auf der Stirn ist er letztes Jahr in die Académie Goncourt gewählt worden.

Übersetzer Christoph Roeber hat sich des Buchs angenommen, hat dem Ich-Erzähler Momo eine freche Schnauze gegeben, dass es eine Freude ist, die Geschichte neu zu lesen. Mohamed, genannt Momo, ist Mama Rosas Liebling. Sie hat Auschwitz überlebt und kümmert sich in einem Multikulti-Haus in einem Pariser Vorort um Kinder von Prostituierten. Momo streunt durch die Gassen und lernt zu überleben: Aus «Wenn ich etwas kann, dann ist es laufen. Ohne das kommt man im Leben nicht weiter» etwa macht Roeber «Wenn ich was kann, dann ist es rennen. Ohne geht’s nicht im Leben». Dann merkt Momo, dass er bereits 14 ist, und sein Vater besucht ihn.

Dieter Langhart

Romain Gary: Du hast das Leben vor dir, Edition Blau, Rotpunktverlag, 242 S., Fr. 26.–

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